Donnerstag, 28. November 2019

Synodaler Weg in Deutschland beginnt offiziell am 1. Advent


Bezugnahme auf Papstbrief "an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland"
"Synodaler Weg":
Marx und Sternberg schreiben den deutschen Katholiken
Der Brief des Papstes "an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland" hatte Ende Juni für Aufsehen gesorgt. Jetzt schreiben Kardinal Reinhard Marx und ZdK-Präsident Thomas Sternberg ebenfalls an die deutschen Katholiken – und haben mit Blick auf den "synodalen Weg" einen konkreten Wunsch.

Am ersten Advent beginnt der "synodale Weg" der Kirche in Deutschland offiziell. Im Münchner Liebfrauendom entzünden Kardinal Reinhard Marx und die Vizepräsidentin des ZdK, Karin Kortmann, gemeinsam eine Synodalkerze. Auch in anderen Domkirchen in Deutschland werden an diesem Tag entsprechende Kerzen entzündet. Für die Gemeindegottesdienste gibt es bereits ein Gebet für den "synodalen Weg" und zusätzlich Fürbitten und Liedvorschläge auf den Internetseiten der DBK und des ZdK. Auch die offizielle Facebook-Seite des "synodalen Wegs" ist bereits online. 
Ganzer Beitrag auf Katholisch.de >>


"Die Furcht vor Entscheidungen ist unangebracht"
Vom "synodalen Weg" zu einer synodalen Verfassung der Kirche?
Kirche gestalten und weiterentwickeln – das wollten die Bischöfe vor 50 Jahren auf der Würzburger Synode. Unser Autor Friedrich Kronenberg war als Generalsekretär dabei. Doch der Vatikan sperrte sich. Der "synodale Weg" könnte dazu beitragen, dass sich etwas ändert. Denn was gibt es an Alternativen?
Katholisch.de >>


Themenseite der Deutschen Bischofskonferenz

Zum Synodalen Weg der Kirche in Deutschland
An alle Glaubenden in der römisch-katholischen Kirche Deutschlands, insbesondere an die Teilnehmenden am Synodalen Weg
KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" >>

"Synodaler Weg" der Katholiken - Reformprozess als letzte Chance
Der "synodale Weg" der Katholiken in Deutschland soll Vertrauen zurückbringen. Obwohl der Reformdialog als letzte Chance gilt, kommt schon zum Start aus den eigenen Reihen Kritik.
ZDF >>

Montag, 25. November 2019

Bis an die Grenze - und dann Burnout?


Am 22. November fand in Wien das Symposium "Grenzsituationen in Medizin und Pflege" statt.

Programm sowie Kurzzusammenfassungen der Referenten auf IMABE >>

Vortrag von Raphael Bonelli:
Bis an die Grenze - und dann? Burnout-Prophylaxe in Gesundheitsberufen
Video vom Vortrag >>

Kurzzusammenfassung-Bonelli als PDF >>

Samstag, 23. November 2019

Vatikan setzt Pfarreienreform im Bistum Trier aus

Rom interveniert
Überraschende Intervention des Vatikan: Der Heilige Stuhl hat die geplante Pfarreien-Zusammenlegung im Bistum Trier vorerst ausgesetzt und den Trierer Bischof Stephan Ackermann zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Wie das Bistum am Donnerstagabend bestätigte, hat die Römische Kleruskongregation entschieden, den Vollzug des "Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016" auszusetzen. Zuvor hatte die Lokalzeitung "Trierischer Volksfreund" über die römische Entscheidung berichtet.
Der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte soll durch diesen Schritt Zeit bekommen, das Gesetz sorgfältig zu prüfen. Geplant war, dass zum 1. Januar die ersten 15 neuen Großpfarreien im Bistum starten. Ob die Zusammenlegung nach der Prüfung genehmigt oder verboten wird, ist derzeit noch nicht absehbar.
Die Kleruskongregation, die von Kardinal Beniamino Stella geleitet wird, erklärte in ihrem Bescheid zur Aussetzung des Trierer Gesetzes, dass "die geplante Reform erhebliche Konsequenzen für das kirchliche Leben" haben werde und mahnte an, dass "das Heil der Seelen keinen Schaden leiden" solle.
Anlass für die Prüfung war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft aus dem Bistum bei der Kleruskongregation unter dem Vorsitz des Pfarrers von Sankt Paulin in Trier, Joachim Waldorf. Zudem waren in Rom Beschwerden von katholischen Laien aus dem Bistum eingegangen.
Sie forderten eine Prüfung, ob das Gesetz mit dem universalen Kirchenrecht übereinstimmt. Diese Bedenken hatte der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte als "legitim" anerkannt.
Weiterlesen auf Domradio.de >>


Nicht mutlos werden
Katholikenrat nimmt Stellung zur Aussetzung des Umsetzungsgesetzes
Bistum Trier >>


Vatikan stoppt Bistumsreform vorläufig
Die Strukturreform im Bistum Trier könnte kurz vor ihrer Umsetzung doch noch scheitern. Wie das Bistum dem SR bestätigte, hat der Vatikan das Gesetz zur Synode ausgesetzt. Die Strukturreform sieht vor, die Zahl der knapp 900 Pfarreien auf 35 Großpfarreien zu reduzieren.
SR.de >>


Päpstlicher Rat prüft
Vatikan bremst Trierer Bistumsreform aus
Die Kleruskongregation des Vatikans hat das Synoden-Gesetz zu den neuen Pfarreien im Bistum Trier ausgesetzt. Auslöser sei die Beschwerde einer Priestergemeinschaft gewesen.
SWR.de >>

Hintergrund:

Reformkritiker wollen in Rom klagen
Der Streit um die geplante Reform im Bistum Trier landet voraussichtlich vor Gericht. Reinhard Biringer von der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" hat eine zeitnahe Klage vor dem Kirchengericht in Rom angekündigt.
SR.de vom 19.09.2019 >>


Presseerklärung
Die Strukturreform muss sofort gestoppt werden!
Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“ vom 16. August 2019 >>

Unio Apostolica - Vereinigung des Katholischen Apostolates
https://www.gemeinschaften.bistum-trier.de/gemeinschaften-von-l-z/vereinigung-des-katholischen-apostolates-unio/




AKTUALISIERUNG:

Nach dem Veto aus Rom nimm das Bistum Trier die Maßnahmen vorerst zurück:

Bistum Trier, Dienstag, 26. November 2019
Kein Start zum 1. Januar 2020
Bistum Trier gibt Maßnahmen infolge Aussetzung des Umsetzungsgesetzes bekannt

Donnerstag, 21. November 2019

Schönborn: Missbrauch in der Kirche eine "massive Realität"

Kardinal betont bei Ringvorlesung an Uni Wien, dass Kirche in Österreich in Sachen Prävention und Missbrauchsaufarbeitung "Verantwortung übernommen" habe

Missbrauch ist nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn nicht nur im familiären Umfeld, sondern auch in der Kirche eine "massive Realität". Gleichzeitig betonte der Wiener Erzbischof bei einem Vortrag am Montagabend an der Universität Wien, dass die katholische Kirche in Österreich in Sachen Prävention und Missbrauchsaufarbeitung "Verantwortung übernommen" habe und dies auch international anerkannt werde. Die Kirche müsse Opfer ermutigen, über Geschehenes zu reden und sie in der Folge auch unterstützen.
[....]
Im Vorfeld von sexuellem Missbrauch in der Kirche stehe fast immer spiritueller Missbrauch, so Schönborn weiter und sprach in diesem Zusammenhang konkret auch Fälle von Missbrauch in den sogenannten neuen geistlichen Bewegungen an. "Es ist erschütternd, dass so viele der neuen geistlichen Bewegungen Gründer haben, die sich mit der Zeit als Missbrauchstäter erwiesen haben", hielt der Wiener Erzbischof fest.

Katholisch.at >>

Mittwoch, 20. November 2019

Papst befürwortet Frauen an der Spitze der Kurie


Papst: Nein zu klerikalen Laien - Ja zu Frauen in Führungsämtern
Vatican News >> Ziel der Kirche soll es nicht sein, „klerikale Laien“ zu haben. Das betonte Papst Franziskus an diesem Samstag in einer Ansprache an die Teilnehmer der ersten Vollversammlung des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben. Der Papst sprach auch über die Rolle der Frau in der Kirche.

Papst Franziskus beschäftigte sich in seiner Ansprache mit zwei Punkten, die für ihn sehr wichtig sind: die Gefahr der Klerikalisierung der Laien, indem man sie zu „Halbpriestern“ macht und „dem Platz der Frauen in der Kirche“. Hier gab der Papst einen aufrichtigen Rat an die Bischöfe:

„Bringt die Diakone vom Altar weg, damit sie zu ihrem eigentlichen Dienst gehen können. Sie sind die Hüter des Dienstes bei den Menschen und nicht einfach erstklassige Ministranten oder Priester zweiter Klasse.“

Was die Rolle der Frauen in der Kirche betrifft, so verwies der Papst auf die Tatsache hin, dass eine Frau auch eine Kurienbehörde leiten könne. So hätten für die Stelle des Präfekten des Wirtschaftssekretariats zwei Kandidatinnen zur Auswahl gestanden. Bei solchen Aufgaben gehe es um „Funktionalität“. Franziskus drückte seine Ermutigung zur Frauenförderung aus: „Wir müssen da weitermachen“, sagt er. Es sollen „ohne Angst“, „immer mehr Frauen in die Ämter eines Rates, aber auch Führungspositionen einnehmen“. Es sei deshalb von grundlegender Bedeutung, dass Frauen in der Kirche verantwortungsvolle Ämtern einnähmen. Dies könnte beispielsweise die Leitung eines Rates sein, aber es sei wichtig, dass man ihre Rolle eben nicht nur in ihrer „Funktionalität“ betrachte, sondern vor allem in ihrer Eigenschaft:

„Die Rolle der Frauen in den kirchlichen Organisationen, in der Kirche selbst, geht darüber hinaus, und wir müssen an diesem „darüber hinaus“ arbeiten, denn die Frau ist das Bild der Mutter-Kirche, weil die Kirche Frau ist; sie ist nicht „der Kirche“, sie ist „die Kirche“. Die Kirche ist Mutter; die Kirche ist fähig, diese Realität zu verwirklichen. Es darf keine funktionale Arbeit geben, denn die Arbeit geht darüber hinaus. Es ist dieses marianische Prinzip, das den Frauen eigen ist; und eine Frau in der Kirche ist das Bild der Kirche als Braut und der Muttergottes.“

Seit etwa zwei Jahren habe das Dikasterium das Erbe des Päpstlichen Rates für die Laien und des Päpstlichen Rates für die Familie weitergeführt, so der Papst. In diesem Sinne öffnete er die Audienz für die Vertretern des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben anlässlich ihrer ersten Vollversammlung. Leiter ist der US-amerikanische Kardinal Kevin Farrell.

Die Perspektive der Mutter-Kirche

„Um einen Dienst an der universalen Kirche zu leisten“, erklärte Franziskus, sei es unerlässlich, „das Herz der Kirche zu eigen zu machen“. Dies sei aber nur möglich, wenn alle sich bemühten, „aus sich selbst herauszugehen und in eine neue Perspektive zu treten“:

„Die Kirche ist katholisch, sie ist universell und viel breiter, als man denkt kann; sie ist von einem größeren Geist her geleitet und deshalb großzügig, als mein individueller Standpunkt. Mit dem Herzen der Kirche zu fühlen, bedeutet daher, auf katholische, universelle Weise zu fühlen, indem man die ganze Kirche und die Welt betrachtet und nicht nur einen Teil.“

Die Laien, Familien und das Leben zu fördern und zu unterstützen, bedeute daher, „über die eigene spezifische persönliche Kompetenz hinauszugehen“, „die Perspektive der Mutter in der Kirche einzunehmen“ und sich in der Folge zu fragen, wie sie selbst die Realität „sieht“ und „fühlt“:

„Ihr seid aufgerufen, einen Schritt weiter zu gehen und euch angesichts eines pastoralen Projekts, einer Herausforderung, eines Problems zu fragen: Wie „sieht“ die Mutter Kirche diese Realität? Wie „fühlt“ es sich an? Dabei werdet ihr dem Dikasterium eine Hilfe sein, denn ihr werdet wissen, wie ihr der Kirche eine Stimme geben könnt, nachdem ihr bereits euer persönliches Denken und Fühlen in euch gereinigt und erhöht habt, bis es völlig der Kirche zugehörig wird.“

Die Mutter-Kirche macht keine Präferenzen

Wie eine Mutter, so fuhr der Papst fort, „hat die Kirche keinen Günstling und Vorliebe“, weil „sie vor allem Harmonie unter all ihren Kindern wünscht“. Folglich müssen alle auf die gleiche Weise handeln:

„Deshalb ist es auch für euch wichtig, immer wieder positive Modelle der Zusammenarbeit zwischen Laien, Priestern und Geweihten, zwischen Hirten und Gläubigen, zwischen Diözesan- und Pfarrgemeinden und Laienbewegungen und -vereinigungen, zwischen Jungen und Alten vorzuschlagen, sterile Kontraste und Gegensätze zu vermeiden und die geschwisterliche Zusammenarbeit zum Wohle der einen Familie, der Kirche, immer zu fördern.“

Die Mutter-Kirche lässt ihre Kinder wachsen

Unter den grundlegenden Merkmalen des Kirche-Seins und damit desjenigen der Mutter-Kirche wies der Papst auf den Wunsch hin, Kinder so aufzuziehen, dass sie nicht „kleinlich bleiben“, sondern ohne Angst „den Herausforderungen, die die heutige Welt stellt“, in allen Bereichen begegnen können:

„Die Kirche wünscht sich, wie jede Mutter, auch, dass ihre Kinder autonom, kreativ und unternehmungslustig aufwachsen und nicht, dass sie kindisch bleiben. Ebenso muss allen Laien, den Kindern der Kirche, geholfen werden, zu wachsen und „erwachsen“ zu werden, den Widerstand und die Angst zu überwinden und mutig hervorzugehen, ihre Talente in den Dienst neuer Missionen in der Gesellschaft, in der Kultur, in der Politik zu stellen und sich ohne Angst und ohne Komplexe den Herausforderungen zu stellen, die die heutige Welt stellt.“


Papst befürwortet Frauen an der Spitze der Kurie
Papst Franziskus erwägt offenbar, Frauen in Spitzenfunktionen der Kurie zu ernennen. Bisher stehen sämtliche Behörden des Heiligen Stuhles unter der Leitung von Kardinälen oder Erzbischöfen, einzig das Mediendikasterium hat einen – allerdings männlichen - Laien als Präfekten.
VativanNews  >>

Dienstag, 19. November 2019

Säkularismus von unten in der Türkei


Atheismus in der Türkei
Ein neuer Säkularismus von unten
Die Zahl junger Menschen, die Religion ablehnen, wächst in der Türkei. Ein Grund dafür ist laut einem Forschungsprojekt die Ernüchterung über die Politik der AKP.
taz.de >>


Atheistinnen mit Kopftuch
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan treibt die Islamisierung seines Landes voran. Schwierig ist die Situation für Atheisten: Sie erleben Anfeindungen und Repressalien. „Deshalb tun manche Atheisten so, als wären sie religiös“, sagte der Islamwissenschaftler Pierre Hecker im Deutschlandfunk >>.


Die Gläubigkeit in der Türkei nimmt ab
Und das, obwohl Erdoğan beschlossen hat, eine "fromme Generation" heranzuziehen.
Zeit-Online >>

Montag, 18. November 2019

Franziskus übt Kritik am liturgischen Dienst Ständiger Diakone


Papst warnt vor Klerikalisierung von Laien
Gläubige dürfen nicht "klerikalisiert" werden. Das hat der Papst den Mitarbeitern der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben nun ins Stammbuch geschrieben. Das geschehe jedoch leider viel zu oft, sagte Franziskus – auch mit Blick auf Ständige Diakone.
Katholisch.de >>