Samstag, 30. April 2022

Frustrierte Katholiken entdecken die Altkatholische Kirche

Matthias Ring im Porträt

Matthias Ring sieht Entwicklung in Schwesterkirche mit Sorge
Alt-katholischer Bischof: Frustrierte Katholiken wechseln zu uns
Die Alt-Katholische Kirche in Deutschland sieht in einigen Regionen eine wachsende Zahl von Übertritten römisch-katholischer Christen, die sich frustriert von ihrer Kirche abwenden. "Der Umgang mit den Missbrauchsfällen hat für viele das Fass zum Überlaufen gebracht", sagte der alt-katholische Bischof Matthias Ring (59) dem Bonner "General-Anzeiger" (Freitag). "Viele haben das Gefühl, in der römisch-katholischen Kirche wird sich nichts ändern." In jüngster Zeit träten auch vermehrt Menschen über, die aus dem Kern ihrer bisherigen römisch-katholischen Gemeinden stammten und dort zum Beispiel als Lektoren oder im Pfarrgemeinderat aktiv waren.
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Donnerstag, 28. April 2022

Katholische Verbände fordern Frauendiakonat weltweit


Es sei "ein Zeitfenster" geöffnet worden
Katholische Verbände: Chance für Frauendiakonat ist da
Mehrere katholische Laienverbände in Deutschland sehen die Chancen für ein Frauendiakonat in der Kirche in naher Zukunft als günstig an. Die synodalen Bewegungen in unterschiedlichen Ländern hätten "ein Zeitfenster geöffnet, in dem Frauen offen von ihrer Berufung zum sakramentalen Amt sprechen und ihre Zeugnisse aufgegriffen werden", heißt es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) sowie dem Netzwerk Diakonat der Frau. Die Verbände äußerten sich zum Tag der Diakonin, der an diesem Freitag (29. April) in Osnabrück stattfindet.
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Frauendiakonat weltweit
Pressemitteilung zum Tag der Diakonin am 29. April 2022
Netzwerk Diakonat der Frau • KDFB Bundesverband • kfd-Bundesverband • Zentralkomitee der deutschen Katholiken
Frauenverbände sehen endlich Chancen für Frauen im kirchlichen Amt
Netzwerk Dekanat der Frau >>

Tag der Diakonin
In diesem Jahr steht der Tag der Diakonin unter dem Motto „Frauendiakonat – weltweit“. Gemeinsam mit der kfd, dem ZdK und dem Netzwerk Diakonat der Frau lädt der KDFB zu einer zentralen Veranstaltung nach Osnabrück ein.
Am Freitag, dem 29. April 2022 besteht von 16.00 – 20.00 Uhr Gelegenheit, einen Wortgottesdienst im Osnabrücker Dom mitzufeiern und anschließend in der Aula der Ursulaschule zur thematischen Auseinandersetzung zusammenzukommen.
Alle Informationen finden Sie im Einladungsflyer.
Impulse und Diskussion können per Live-Übertragung auf dem Youtube-Kanal des ZdK auch online verfolgt werden.
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Standpunkt
Beim Frauendiakonat wird es noch sehr viel Geduld brauchen
Katholische Frauenverbände betonen, dass es aktuell eine Chance für das Diakonat der Frau gibt. Ist diese Hoffnung begründet? Matthias Altmann geht davon aus, dass es bei diesem Thema immer noch einen langen Atem brauche.
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Frauenbewegung fragt nach:
Was denken Frauen in der Kirche?

Katholische Frauenbewegung startet österreichweite Befragung im Rahmen des Synodalen Prozesses - Vorbild ist Katharina von Siena, die im Mittelalter Papst beriet
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Mittwoch, 27. April 2022

Köln: Umfrage zur Weltsynode fordert "Gewaltenteilung statt Priesterzentrierung"

 

"Gewaltenteilung wie in Demokratien" statt "Priesterzentrierung"
Kölner Katholiken fordern in Papst-Umfrage radikale Reformen
Katholiken im Erzbistum Köln votieren in einer vom Papst angestoßenen Befragung für radikale Reformen in ihrer Kirche. Laut einem vom Erzbistum Köln auf seiner Internetseite veröffentlichten Bericht fordert ein Großteil der Teilnehmenden mehr Selbstbestimmung der Gläubigen. Die Macht der Kirchenleitung und Priester sei deutlich zu reduzieren. Ämter, Dienste und Funktionen sollten nur auf Zeit vergeben werden und Kirchenmitglieder demokratisch mitbestimmen, etwa bei der Bischofswahl.
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Kölner Katholiken fordern in Papst-Umfrage radikale Reformen
"Sag's dem Papst"
Katholiken im Erzbistum Köln votieren in einer vom Papst angestoßenen Befragung für radikale Reformen in der Kirche. Laut einem vom Erzbistum Köln veröffentlichten Bericht fordert ein Großteil der Teilnehmenden mehr Selbstbestimmung.
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Dienstag, 26. April 2022

Striet: Das Schisma gibt es längst



Freiburger Fundamentaltheologe analysiert das Schreiben von 74 Bischöfen
Striet: Nehme Brief zum Synodalen Weg intellektuell nicht allzu ernst
74 Bischöfe und Kardinäle aus Amerika und Afrika hatten in einem Brief scharfe Kritik am Synodalen Weg geäußert. Der Freiburger Fundamentaltheologe Magnus Striet hält die Warnungen vor einer Kirchenspaltung allerdings für verfehlt. Das Schisma gebe es schon längst, schreibt er in einem Gastbeitrag auf Katholisch.de >>

Immer wieder ist von einem drohenden Schisma zu hören. Unverblümt spielen die Kritiker auf die schließlich zum Schisma führende Reformbewegung an, die Luther mit seiner heftigen Kritik an den Zuständen und der Theologie in der Kirche seiner Zeit übte. Sich sorgen, dass ein Schisma kommen könnte, müssen die Kritiker sich aber nicht. Es gibt das Schisma längst. Ob es institutionell vollzogen wird, ist eine nachrangige Frage. Die innere Distanz zu dem, was angeblich als verbindlich zu glauben vom Lehramt der römisch-katholischen Kirche vorgegeben wird, ist in vielen katholischen Milieus so ausgeprägt, dass hier auch nichts mehr zu kitten ist. Ob dieser Prozess im deutschsprachigen Raum nur intensiver vorangeschritten ist als in anderen kulturellen Kontexten, vermag ich nicht zu beurteilen. Es ist der Geschmack an der Freiheit, den längst auch viele Katholikinnen und Katholiken als evangeliumsgemäß kosten wollen, der die Distanz geschaffen hat.

Aktualisierung:

Theologe teilt Einschätzung von Spaltungen in Kirche
Der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping teilt die Einschätzung des Fundamentaltheologen Magnus Striet, dass es „eine Art Schisma“ in der katholischen Kirche bereits gibt. Es bleibe nur „die Mühe des Dialogs“, so der Theologe.
Religion.orf.at, 9.5.2022


Kehrtwende um 180 Grad beim Synodalen Weg
Eine Kehrtwende um 180 Grad ist ungewöhnlich. In der katholischen Kirche ist sie außergewöhnlich, da ihr Fundament darin besteht, den von den Aposteln überlieferten Glauben authentisch weiterzugeben. Gegenwärtig bahnen sich beim „Synodalen Weg“ gleich mehrere Kehrtwenden in den wichtigsten Fragen des Glaubens und der Sittenlehre an. Bisher beteiligt sich die Mehrheit der deutschen Bischöfe an dieser Kehrtwende. Einzelne Bischöfe befürchten aber bereits einen tiefgreifenden „Bruch“.
neuer anfang, 3.2.2022 >>


Erneut Kritik am Synodalen Weg geäußert
Theologin Westerhorstmann beendet Mitarbeit in Synodalforum
Die Theologin Katharina Westerhorstmann hat erneut das Reformprojekt Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland kritisiert. Unter anderem würden kritische Minderheiten nicht ausreichend berücksichtigt, sagte sie in einem im Vatikan aufgenommenen und am Samstag ausgestrahlten Interview des Senders K-TV. Darin begründete sie auch, warum sie seit Mai nicht mehr im Forum IV des Projekts mitarbeitet, das sich mit Sexualität und Partnerschaft befasst.
Katholisch.de, 11.6.2022 >>


Theologin Westerhorstmann kritisiert Synodalen Weg
Verzögerungstaktik und Blockadeversuche?
Die Theologin Katharina Westerhorstmann hat erneut das Reformprojekt Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland kritisiert. Unter anderem würden kritische Minderheiten nicht ausreichend berücksichtigt.
Domradio.de, 11.06.2022 >>

Freitag, 22. April 2022

Bewegte Frauen übergeben Bücher




Synodaler Prozess im Burgenland – 500 Unterschriften für eine geschlechtergerechte Kirche
Rund 500 Unterschriften für eine geschlechtergerechte Kirche hat die burgenländische Fraueninitiative „Eine Stimme geben“ am 19. April in Eisenstadt an die Diözesanleitung übergeben. Seit Oktober vergangenen Jahres waren Mitglieder der u.a. von der kfb Eisenstadt sowie der Katholischen Frauenbewegung Österreichs unterstützten Initiative durch die Diözese gepilgert, um die beiden Bücher der deutschen Dominikanerin Philippa Rath („Weil Gott es so will“ und „Frauen ins Amt!“) und damit das Anliegen einer geschlechtergerechten Gestaltung von Kirche unters Volk zu bringen.
kfb.at >>

Dienstag, 19. April 2022

Katholisch-lutherisches Dialogpapier zur Taufe nicht akzeptiert

 

Gemeinsame Erklärung zur Taufe kritisch bewertet
Katholisch-lutherisches Dialogpapier stößt auf Vorbehalte im Vatikan
Der jüngste Dialogschritt zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Lutherischen Weltbund stößt im Vatikan auf Vorbehalte. Aus dem Vorwort des Dialogberichts "Baptism and Growth in Communion", der Ende vergangener Woche veröffentlicht wurde, geht hervor, dass das bereits 2019 von einer ökumenischen Kommission fertiggestellte Dialogdokument zum Tauf- und Kirchenverständnis zwar von der lutherischen Seite angenommen wurde, auf katholischer Seite dagegen durch den Päpstlichen Einheitsrat und die Glaubenskongregation "kritisch bewertet" wurde. "Dabei hat die katholische Seite ernsthafte Bedenken geäußert, die sich vor allem auf verschiedene ekklesiologische Voraussetzungen und Konsequenzen sowie auf Unklarheiten und Missverständnisse in der gewählten Terminologie beziehen", heißt es in dem bislang nur in englischer Sprache verfügbaren Dokument.
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Ökumenische Annäherungen im Kirchenverständnis
Neue Impulse für den evangelisch-katholischen Dialog über Kirche und Kirchengemeinschaft
MThZ 70 (2019) 220–238


Was Protestanten und Katholiken trennt
Sie beten zum selben Gott, und leben in verschiedenen Glaubenswelten. 500 Jahre nach der Reformation erinnert der Versöhnungsgottesdienst an die einstige Trennung zwischen Protestanten und Katholiken.
Deutsche Welle, 13.3.2017

 

Sonntag, 17. April 2022

Die ersten Zeugen der Auferstehung sind Frauen

Die ersten Zeuginnen der Auferstehung
Was die Frauen am leeren Grab über das Christentum aussagen
Die ersten Zeugen der Auferstehung waren Frauen. Doch was bedeutet das? Ein Blick auf die Personen am leeren Grab zeigt eine Geschichte von Frauen, die das Wirken Jesu und die ersten Gemeinden entscheidend geprägt haben – bis sie von der Bildfläche verschwanden.
Katholisch.de >>

Österliche Gedanken in apokalyptischen Zeiten
Warum die Auferstehung auch heute noch relevant ist
Auferstehung ist ein großes Wort, das vielen Menschen rätselhaft bleibt. Was bedeutet die Auferstehung 2022? Der Salzburger Fundamentaltheologe Gregor Maria Hoff erkundet in seinem Gastbeitrag die heutige Kraft der Botschaft der Auferstehung.
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