Dienstag, 31. Januar 2023

Angriffe auf Franziskus werden bis zur Weltsynode noch zunehmen

Papst Franziskus

Benedikts Tod habe "die Aggressivität sicher beschleunigt"
Vatikan-Experte Politi: Angriffe auf Franziskus werden zunehmen
Gerade nach dem Tod Benedikts XVI. meldeten sich verstärkt konservative Bischofsstimmen mit Kritik an Papst Franziskus zu Wort. Nur Zufall – oder steckt mehr dahinter? Im katholisch.de-Interview gibt der italienische Vatikan-Experte Marco Politi eine Einschätzung.
Katholisch.de, 30.01.2023

Sonntag, 29. Januar 2023

Ebertz: "Die Kirche macht derzeit alles falsch"

 


D: „Kirche macht derzeit alles falsch“
Die katholische Kirche macht nach Einschätzung des Religionssoziologen Michael N. Ebertz „derzeit alles falsch, was man eigentlich falsch machen kann“.
VaticanNews, 28.01.2023

 
Religionssoziologe erklärt kirchlichen Vertrauensverlust
"Die Kirche macht derzeit alles falsch"
In einer Forsa-Umfrage zum Vertrauen in Institutionen hat die katholische Kirche einen neuen Tiefstand erreicht. Der Religionssoziologe Michael Ebertz benennt Gründe für die anhaltende Krise und erklärt, was die Kirche nun tun kann.
Domradio.de, 28.01.2023


Meinungsforscher ordnet Vertrauensverlust in der Kirche ein
"Ein neuer Tiefstwert"
In einer aktuellen Umfrage hat Forsa nach dem Vertrauen zu weltanschaulichen Institutionen gefragt. Die katholische Kirche hat dabei denkbar schlecht abgeschnitten. Peter Matuschek von der Forsa Gesellschaft ordnet die Statistik ein.
Domradio, 27.01.2023


Forsa-Umfrage unter 4000 Deutschen
In der Zeit vieler Krisen schwindet das Vertrauen zu den Kirchen rasant
Wem vertrauen Sie in schwierigen Zeiten? Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat dazu zum Jahreswechsel für ein Institutionen-Ranking mehr als 4000 Menschen in Deutschland befragt. Wenig überraschend: Ärztinnen und Ärzten und Polizistinnen und Polizisten wird als Helferinnen und Helfern in der Not überdurchschnittlich viel Vertrauen entgegengebracht. Ein Mann in Rom hat hingegen mit schweren Vertrauensverlusten zu kämpfen.
rnd, 28.1.2023


Statistiken über die konfessionelle Zugehörigkeit in Österreich 2022
fowid, 18.01.2023


Religionszugehörigkeiten in Deutschland 2021
fowid, 24.08.2022


Peter Kossen zur Zukunft der Kirche
Diese Kirche ist nicht reformierbar - eine neue muss "er-scheitert" werden
Reförmchen statt großer Wurf, homophob und frauenfeindlich, verfestigte Anachronismen: So wird die Kirche vor die Wand fahren, sagt Peter Kossen. Und genau das ist notwendig, meint der bekannte Sozialpfarrer in seinem Gast-Kommentar. Immerhin da sei Rom kein Bremser.
Kirche und Leben, 08.12.2022

 

Samstag, 28. Januar 2023

Aufregung um Aussagen von Franziskus zu Homosexualität

Papst Franziskus schaut die Kardinäle an
 

Papst erläutert Interview-Aussage zu Homosexualität
Franziskus: Homosexuelle Handlungen Sünde wie jeder außereheliche Sex
Wieder einmal hat Franziskus mit einem Interview Verwirrung gestiftet: Zwar hat er die Kriminialisierung Homosexueller verurteilt – doch hat er Homosexualität dabei auch entgegen der Kirchenlehre als Sünde bezeichnet? Nun erläutert der Papst, was er meinte.
Katholisch.de, 28.01.2023


Pope Francis clarifies comments on homosexuality:
“One must consider the circumstances.”
Outreach, 27.2.2023

Papst Franziskus präzisiert Aussagen zur Homosexualität:
"Man muss die Umstände berücksichtigen".

Diese Woche hat sich Papst Franziskus in einem Interview mit der Associated Press als erster Papst für die Entkriminalisierung von Homosexualität ausgesprochen. Dies war ein historischer Schritt in Richtung des Schutzes von verletzlichen LGBTQ-Menschen auf der ganzen Welt durch die katholische Kirche.

Während seines Interviews hat sich der Heilige Vater ein hypothetisches Gespräch vorgestellt, in dem eine Person einwendet: "Homosexuell zu sein ist eine Sünde", und der Papst antwortet darauf: "Es ist auch eine Sünde, keine Nächstenliebe zu haben".

Einige Medien haben diese Aussagen, dass Homosexualität eine Sünde sei, direkt dem Papst zugeschrieben. Doch die kirchliche Lehre besagt nicht, dass die homosexuelle Orientierung eine Sünde ist. Doch der Papst sagte im Interview, wie er es auch bei anderen Gelegenheiten getan hat: "Es ist ein menschlicher Zustand."

Um die Dinge zu klären, hat Outreach dem Heiligen Vater drei Fragen auf Spanisch gestellt und von ihm eine schriftliche Antwort erhalten. Wir formulierten diese Fragen als Interview und teilten ihm mit, dass seine Antworten veröffentlicht werden. Unsere drei Fragen lauteten:

    Heiliger Vater, ich danke Ihnen für Ihren nachdrücklichen Aufruf zur Entkriminalisierung der Homosexualität. Warum haben Sie sich entschieden, dies zu diesem Zeitpunkt zu sagen?
    Es scheint einige Verwirrung über Ihre Bemerkung "Schwulsein ist eine Sünde" gegeben zu haben, die natürlich nicht Teil der kirchlichen Lehre ist. Ich hatte den Eindruck, dass Sie einfach sagten, was andere theoretisch meinen könnten. Oder glauben Sie, dass es eine Sünde ist, schwul zu sein?
    Was würden Sie den katholischen Bischöfen sagen, die die Kriminalisierung der Homosexualität immer noch unterstützen?

Die schriftliche Antwort des Papstes (auf Spanisch) an Outreach-Redakteur James Martin, S.J.:

Lieber Bruder,
ich danke Ihnen für Ihren Brief.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich über Homosexualität und homosexuelle Menschen spreche.
Und ich wollte klarstellen, dass es sich nicht um ein Verbrechen handelt, um zu betonen, dass eine Kriminalisierung weder gut noch gerecht ist.

Als ich sagte, es sei eine Sünde, bezog ich mich einfach auf die katholische Morallehre, die besagt, dass jeder sexuelle Akt außerhalb der Ehe eine Sünde ist. Natürlich muss man auch die Umstände berücksichtigen, die die Schuld mindern oder beseitigen können. Wie Sie sehen können, habe ich etwas Grundsätzliches wiederholt. Ich hätte sagen sollen: "Es ist eine Sünde, wie jede sexuelle Handlung außerhalb der Ehe". Das heisst, wir sprechen "von der Tatsache" der Sünde, aber wir wissen sehr wohl, dass die katholische Moral nicht nur die Tatsache in Betracht zieht, sondern auch die Freiheit und die Intension berücksichtigt; und das bei jeder Art von Sünde.

Und ich würde jedem, der Homosexualität kriminalisieren will, sagen, dass er im Unrecht ist.

In einem Fernsehinterview, in dem wir uns sehr offen unterhielten, ist es verständlich, dass es nicht immer präzise Formulierungen geben kann.

Ich bete für Sie und für Ihre Arbeit. Bitte tun Sie das auch für mich.
Möge Jesus Sie segnen und die Heilige Jungfrau Sie beschützen.
In brüderlicher Verbundenheit,
Francisco

Bischof Bätzing kritisiert Papst wegen Führungsstil

Kein guter Führungsstil
Bischof Bätzing nimmt kein Blatt vor den Mund: Im Streit um das deutsche Reformprojekt Synodaler Weg kritisiert er nicht nur Papst Franziskus ungewöhnlich deutlich, sondern auch den Vatikan und fünf deutsche Amtsbrüder.

Der Konferenzvorsitzende räumte ein, dass Rom und die Kirche in Deutschland "grundverschiedene Vorstellungen von Synodalität" hätten: "Der Papst versteht darunter ein breites Sammeln von Impulsen aus allen Ecken der Kirche, dann beraten Bischöfe konkreter darüber, und am Ende gibt es einen Mann an der Spitze, der die Entscheidung trifft. Das halte ich nicht für die Art von Synodalität, die im 21. Jahrhundert tragfähig ist."

Die Kirche in Deutschland dagegen suche eine Möglichkeit des wirklichen gemeinsamen Beratens und Entscheidens, ohne dass die kirchenrechtlichen Regelungen, die die Autorität des Bischofs betreffen, außer Kraft gesetzt werden.
Domradio.de, 27.01.2023


Bischof Bätzing bescheinigt Franziskus schlechten Führungsstil
In einem ungewöhnlichen Schritt kontert Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, die Kritik von Papst Franziskus am deutschen Reformprojekt Synodaler Weg. Bischofs-Interview gegen Papst-Interview - das gab es so noch nie.
BR24, 27.1.2023

Freitag, 27. Januar 2023

BenediktXVI. litt seit 2005 an Schlaflosigkeit

Seewald: Benedikt XVI. trat wegen Schlaflosigkeit als Papst zurück

Emeritus enthüllte in Brief an Biografen "zentrales Motiv" für Amtsverzicht
Seewald: Benedikt XVI. trat wegen Schlaflosigkeit als Papst zurück
Kurz vor seinem Tod nannte Benedikt XVI. in einem Brief an Autor Peter Seewald den Grund für seinen Rücktritt 2013: Schon seit dem Weltjugendtag 2005 habe er an Schlaflosigkeit gelitten. 2012 kam es dann zu einem schweren Zwischenfall.
Katholisch.de, 27.1.2023
 
Benedikt XVI. trat wegen Schlaflosigkeit als Papst zurück
Neue Enthüllungen um verstorbenen Papst
Papst Benedikt XVI. hat im Februar 2013 seinen Rücktritt erklärt, weil er in seiner gesamten Amtszeit unter Schlaflosigkeit litt. Das berichtet das Magazin "Focus" unter Berufung auf einen Brief Benedikts an seinen Biografen Seewald.
Domradio.de, 27.01.2023

 

Rolle Gänsweins als "Haupttrauernder" sei nicht angemessen
Hollerich: Gänswein wollte Platz des amtierenden Papstes einnehmen
Rom ‐ Scharfe öffentliche Kritik an Erzbischof Gänswein: Der hat laut Kardinal Hollerich nicht nur als Präfekt des Päpstlichen Hauses deutliches Fehlverhalten an den Tag gelegt – sondern auch in seiner Funktion als Privatsekretär von Benedikt XVI.
Katholisch.de, 27.01.2023

 

Donnerstag, 26. Januar 2023

Rom sieht rot bei "Synodalem Rat"

Vatikan erteilt „Synodalem Rat“ eine Absage
Der Vatikan hat der Einrichtung eines „Synodalen Rates“ in der deutschen Kirche eine Absage erteilt. Das steht in einem Brief des Vatikans an die Deutsche Bischofskonferenz, den diese am Montagabend im Internet veröffentlichte.
VaticanNews, 24.01.2023


Bischof Bätzing: Bedenken „nicht begründet“
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat sich zu den Vatikanbedenken zum geplanten Synodalen Rat geäußert.
VaticanNews, 24.01.2023

 
Reformprozess werde von "Elite" geführt
Papst Franziskus: Synodaler Weg in Deutschland nicht hilfreich
Dialog sei zwar gut, aber der Synodale Weg werde von der "Elite" geführt, weil er nicht "das ganze Volk Gottes" einbeziehe: Papst Franziskus äußert sich kritisch zum Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland.
Katholisch.de, 25.01.2023


Franziskus: Synodaler Prozess ist „keine Volksbefragung“
Ein synodaler Weg „ist gewiss keine Selbstbeschäftigung der Kirche mit sich selbst“. Das schreibt Papst Franziskus in einer Botschaft zum Thema Mission, die der Vatikan an diesem Mittwoch veröffentlicht hat.
VaticanNews, 25.01.2023


Franziskus' Kritik war dialogbereiter, als es erste Schlagzeilen suggerierten
Interview zum Synodalen Weg: Was hat der Papst wirklich gesagt?
Hat Papst Franziskus das deutsche Reformprojekt Synodaler Weg im Interview als "weder hilfreich noch seriös" abgekanzelt, wie es zuerst hieß? Ein Blick auf Wortlaut und Kontext der Äußerung ergibt ein anderes Bild. Doch die Kritik des Papstes bleibt.
Katholisch.de, 27.01.2023


Pope warns German church reform process elitist, ideological
VATICAN CITY (AP) — Pope Francis has warned there’s a risk that a reform process in the German Catholic Church over calls for married priests and other possible liberalizing reforms might become harmfully “ideological.”
AP-News, January 25, 2023
 
Bischof Georg Bätzing bei einem Pressestatement
Das bedeutet der neue Vatikan-Brief für den Synodalen Weg
Deutsche Bischöfe weiter auf Reformkurs – trotz Gegenwind aus Rom
Lange ließ es der Vatikan bei mahnenden Worten. Nun kommt ein klares Verbot aus Rom: Der Synodale Rat in seiner geplanten Form darf nicht eingerichtet werden. Die Reaktion von Bischof Georg Bätzing zeigt: Kampflos wollen die deutschen Bischöfe ihren Reformkurs nicht aufgeben. Eine Analyse von Felix Neumann.
Katholisch.de, 24.01.2023 
 

Gregor Maria Hoff über den römischen Einspruch zum Synodalen Weg
Vatikan-Brief zu Synodalrat zeigt kirchliche Autorität im Widerspruch
Der Salzburger Theologe Gregor Maria Hoff sieht durch die Erklärung des Vatikans zum Synodalen Weg neuen Schaden für die Glaubwürdigkeit der Kirche: Wenn Synodalität von Rom eingehegt und beschnitten wird, weil sie vatikanischen Dikasterien zu weit geht, schadet das letztlich auch Franziskus' Projekt der Synodalität.
Katholisch.de, 25.01.2023


Experte sieht Kommunikationsproblem von Rom und Deutschland
"Ein Ultimatum von beiden Seiten"
Der Vatikan spricht sich gegen einen "Synodalen Rat" in Deutschland aus. Der britische Vatikanexperte Austen Ivereigh sieht dahinter einen Konflikt, der nur mit einem Moratorium des deutschen Reformprozesses gelöst werden könne.
Domradio.de, 25.01.2023
 

AKTUALISIERUNG:

Fundamentaltheologe Magnus Striet zu neuen Franziskus-Äußerungen
Der Synodale Weg "elitär"? Ein irritierender Vorwurf
Freiburg ‐ Das Kirchenvolk auf der einen, die Eliten auf der anderen Seite? Papst Franziskus' jüngste Äußerungen zum Synodalen Weg irritieren, schreibt der Freiburger Fundamentaltheologe Magnus Striet in seinem Gastbeitrag – und verweist auf Franziskus' Vorgänger, der ähnlich argumentiert hat.
Katholisch.de, 31.01.2023

 

Mittwoch, 25. Januar 2023

Diplomatische Zurückhaltung vatikanischer Behörden bei Missbrauchsvorwürfen?

Priester und Psychoanalytiker wurde wegen Missbrauchs Tätigkeit untersagt
Ordensmann: Kirche hat Ex-Vatikan-Berater "buchstäblich geschützt"
Wegen Missbrauchsvorwürfen wurde dem bekannten Priester und Psychoanalytiker Tony Anatrella jegliche Tätigkeit untersagt. Der Schweizer Theologe Philippe Lefebvre, seit Jahren ein großer Kritiker Anatrellas, sieht den Fall als symptomatisch an. 
Katholisch.de, 24.01.2023

Laut Wikipedia wurden erstmals 2006 von drei Patienten Anschuldigungen gegen Anatrella vorgebracht, er habe Patienten im Rahmen von Therapiesitzungen missbraucht. Doch ihre Zivilklage wurde mangels Beweisen, die über die der Ankläger und des Angeklagten hinausgingen, abgewiesen.
Vier ehemalige Patienten von Anatrella beschrieben Therapiesitzungen, die Nacktheit und Körperkontakt zum Inhalt hatten. Investigativjournalisten fanden heraus, dass Anatrella solche Methoden seit den 1970er Jahren und noch 2011 angewandt hat.
In einer Stellungnahme an die Agence France Presse vom 4. Juli 2018 gab die Erzdiözese bekannt, dass Anatrella untersagt wurde, sein priesterliches Amt auszuüben, Beichte zu hören oder Seelsorge zu leisten. Bischof Michel Aupetit wiederholte auch ein früheres Verbot, das sein Vorgänger, Kardinal André Vingt-Trois, ausgesprochen hatte, wonach Anatrella keine therapeutische Tätigkeiten ausüben sollte.

Instruktion über Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesteramt und zu den heiligen Weihen
Papst Benedikt XVI. hat die vorliegende Instruktion am 31. August 2005 approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.
Kongregation für das Katholische Bildungswesen

Toxische Konversionstherapien
Dem Priester, Psychotherapeuten und Erfinder der "Konversionstherapie" bei "homosexuellen Tendenzen", Tony Anatrella, wurden wegen sexuellen Missbrauchs alle Tätigkeiten untersagt. Nun muss endlich auch seine "Therapie" verboten werden.
Hildegund Keul in der Furche, 25.1.2023

Symposium sur le prêtre: la présence de Tony Anatrella jette un froid
Soupçonné d’abus sexuels et interdit de ministère, le Père Tony Anatrella, qui a toujours nié les faits qui lui sont reprochés, assiste au symposium sur le sacerdoce organisé au Vatican du 17 au 19 février 2022. L’organisation assure qu’il n’a pas été invité et qu’il s’est inscrit librement à l’événement organisé dans la salle Paul VI du Vatican.
cath.ch, 18.02.2022

L’Église prend des sanctions contre Mgr Tony Anatrella soupçonné d’abus sexuels
Au terme de l’enquête canonique ouverte en octobre, Mgr Aupetit, l’archevêque de Paris, a pris des sanctions à l’encontre de Mgr Tony Anatrella.Ce prêtre et thérapeute de 77 ans, soupçonné d’abus sexuels, est interdit de ministère, de confession, de toute activité thérapeutique et de toute intervention publique.
LaCroix, 4.7.2018

Tony Anatrella: Quand l'idéologie prend le pas sur un vrai questionnement
Soupçonné d’abus sexuels, le Père Tony Anatrella à été interdit de ministère, de confession, de toute activité thérapeutique et de toute intervention publique, par l’archevêque de Paris, Mgr Michel Aupetit, le 4 juillet 2018. Le Père dominicain Philippe Lefebvre a été un des premiers à avertir l’opinion publique, il y a plus de 12 ans, sur les dérives du prêtre psychanalyste.
cath.ch, 20.07.2018

 

Vatikan hob höchste Kirchenstrafe gegen Rupnik rasch wieder auf  

Kirchliches System mache vor allem Ordensfrauen anfällig
Reisinger: Kultur in der Kirche begünstigt Missbrauch von Frauen
Immer wieder werden Ordensfrauen Opfer von Missbrauch in der Kirche. Die Theologin Doris Reisinger sieht die Gründe für ihre besondere Gefährdung tief im Denken der Kirche verwurzelt: Es brauche eine fundamentale Gleichheit von Frauen und Männern.
Der Fall Rupnik sei typisch für das Vorgehen von Tätern: "die enorme Macht eines charismatischen Priesters; das sorgfältig geplante Grooming, das das Vertrauen des Opfers ausnutzt und seinen Handlungsspielraum einschränkt; und die diplomatische Zurückhaltung der zuständigen Behörden".
Katholisch.de, 25.01.2023 

Neue Details im Skandal um international bekannten Jesuitenpater
Vatikan hob höchste Kirchenstrafe gegen Rupnik rasch wieder auf
Im Mai 2020 stellte die Glaubenskongregation seine Exkommunikation formal fest – hob sie aber noch im selben Monat wieder auf: Der Jesuitenorden gibt weitere Einzelheiten zum Fall Marko Rupnik bekannt.
Katholisch.de, 20.12.2022
 
Im Fokus steht Mosaikwerkstatt, die zugleich geistliches Zentrum ist
Bistum Rom untersucht Vorwürfe gegen Jesuiten und Künstler Rupnik
Rom ‐ Mehrere Frauen hatten ausgesagt, er habe sie sich unter Ausnutzung seiner Autorität als Geistlicher sexuell gefügig gemacht: Deshalb hat das Bistum Rom nun eine Untersuchung der Vorwürfe gegen Jesuitenpater Marko Rupnik eingeleitet. 
Katholisch.de, 04.04.2023 
 
Der Geistliche sei "arrogant und narzisstisch" gewesen
Medienbericht: Neue Anschuldigungen gegen Ex-Jesuit Rupnik
Der mutmaßliche Missbrauchstäter Marko Rupnik wurde im Juni vergangenen Jahres aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen. Später löste der Vatikan seine Loyola-Gemeinschaft auf – nun enthüllt ein weiteres Opfer Missbrauchsdetails.
Katholisch.de, 29.1.2024 

 

Selbstaufgabe, Abkapselung, Exorzismus: Das werfen Betroffene Eucharistein vor
In der katholisch-charismatischen Gemeinschaft "Eucharistein" herrschte ein System der Bevormundung. Der eigene Wille, die eigenen Gefühle waren wertlos, sagen Mitglieder. Gründer Nicolas Buttet bestreitet die Vorwürfe.
Kath.ch, 22.01.2023

«Infantilisierendes System»: Massive Kritik an der Gemeinschaft Eucharistein
Defizite in Führung, Ausbildung und Betreuung: Das hat eine bischöfliche Überprüfung in der charismatischen Gemeinschaft Eucharistein zutage gebracht. Der Leiter der Gemeinschaft kündigt nun Massnahmen an. Diese betreffen auch eine Dependance im Wallis.
Kath.ch, 22.06.2022
Katholisch.de, 29.6.2022

Gründer Nicolas Buttet verlässt Gemeinschaft Eucharistein für immer
1996 gründete der Walliser Nicolas Buttet die charismatische Bruderschaft «Eucharistein». Nun verlässt er die Gemeinschaft. François Touvet, Koadjutor des Bischofs von Fréjus-Toulon, hat seinem Gesuch um Entbindung von den Gelübden am 18. Januar entsprochen.
Kath.ch, 21.1.2024

Katholisch.de, 22.1.2024


Metaphysiker und Missbrauchstäter:
Uni Freiburg und Dominikaner unter Druck

Der Dominikaner Marie-Dominique Philippe war von 1945 bis 1982 Professor für Metaphysik in Freiburg. Und offenbar ein Kleriker, der jahrzehntelang Frauen missbraucht haben soll. Was wusste die Freiburger Fakultät? Was wussten die Schweizer Dominikaner? Bischof Charles Morerod sagt: «Was jetzt herauskommt, übertrifft bei weitem das Schlimmste, was ich mir vorstellen konnte.»
Marie-Dominique Philippe wurde 1957 laut Bericht mit kirchlichen Sanktionen belegt, weil er die «Machenschaften» seines Bruders gedeckt habe. Aber auch wegen des dringenden Verdachts, «mystisch-sexuelle Beziehungen» mit Ordensfrauen unterhalten zu haben. «Er durfte die Beichte nicht mehr abnehmen, keine geistliche Begleitung mehr ausüben und nichts mehr lehren, was mit Spiritualität zu tun hatte.»
Die Verurteilung durch die Glaubenskongregation sei «geheim» geblieben und die Vollstreckung der Strafe sei auf Antrag des Ordensmeisters der Dominikaner «angepasst» worden. 1959 sei Marie-Dominique Philippe «im Namen einer Gnade der Barmherzigkeit und des Wohlwollens» der Glaubenskongregation vollständig rehabilitiert, aber «nicht entlastet» worden.
Laut der «La Croix»-Journalistin Céline Hoyeau hat sich Marie-Dominique Philippe nicht geläutert. Er soll von den 1970er-Jahren an etwa 15 Frauen missbraucht haben.
Kath.ch, 2.2.2023


Missbrauch unter dem Deckmantel von Christus und Maria:
Was sagt das Kirchenrecht?
Der Dominikaner Marie-Dominique Philippe, ehemaliger Professor in Freiburg, bildete zusammen mit seinem Bruder und Jean Vanier ein Trio, das jahrzehntelang Frauen missbraucht haben soll – spirituell wie sexuell. Das Kirchenrecht hat sich mit dem spirituellen Missbrauch bislang zu wenig auseinandergesetzt. Das könnte sich nun ändern.
Kath.ch, 9.2.2023


Neues Buch über Fälle in Neuen Geistlichen Gemeinschaften
Journalistin: Missbrauch durch Gründer systemisch begünstigt
Ihre Bewegungen galten als Hoffnung der Kirche: Ausgerechnet die Gründer einiger Neuer Geistlicher Gemeinschaften in Frankreich haben sich als Missbrauchstäter entpuppt. Die französische Journalistin Céline Hoyeau hat die Hintergründe untersucht
Katholisch.de, 12.04.2021

 

New book explores plague of abuse in Church’s new religious movements
ROME – In 2017, the man who leads the Vatican’s office for religious congregations acknowledged in an interview that some 70 “new movements” were under investigation for the abusive behavior of their founders.
French journalist Céline Hoyeau, who covers the religion beat for the French Catholic daily La Croix, took this to heart and began investigating many of the men and women who founded new religious movements in the era before and after Second Vatican Council.
Cruxnow.com, 12.04.2021

 
 
Ein Lehrbeispiel "geistlichen Missbrauchs": Der Fall Jean Vanier 
 
Sexuelle Praktiken des Arche-Gründers geben Aufschluss
Ein Lehrbeispiel "geistlichen Missbrauchs": Der Fall Jean Vanier
Rom ‐ Das Phänomen "geistlichen Missbrauchs" ist bislang in der katholischen Kirche weder systematisch beschrieben, noch gibt es – mit wenigen Ausnahmen – rechtliche Normen oder Verfahren. Der Fall des Arche-Gründers Jean Vanier könnte dies ändern.
Katholisch.de, 17.2.2023
 

Der Verrat der Seelenführer.
Macht und Missbrauch in Neuen Geistlichen Gemeinschaften

Sie waren die Stars der französischen Kirche: die Gründer:innen der Neuen Geistlichen Gemeinschaften. Regina Heyder stellt ein Buch vor, das ihren tiefen Sturz (“la chute des étoiles”) beschreibt. Die Samstagsrezension zu "Der Verrat der Seelenführer" von Céline Hoyeau auf
Feinschwarz.net vom 25. März 2023 >>


"MISSBRÄUCHLICHES UND INFANTILISIERENDES SYSTEM"
Probleme in französischsprachiger Gemeinschaft "Eucharistein"
Die französischsprachige charismatische Gemeinschaft "Eucharistein" steckt in Problemen. 2021 war die 1996 von dem Walliser Nicolas Buttet gegründete Gemeinschaft bischöflichen Rechts Gegenstand einer bischöflichen Visitation, wie das französischsprachige Newsportal "cath.ch" berichtet. Zu "Eucharistein" gehören drei Niederlassungen: zwei in Frankreich und eine in Epinassey im Wallis. Die kirchliche Untersuchung wurde 2021 von einem Dominikaner und einer Laienschwester der Gemeinschaft "Regnum Christi" in allen Niederlassungen durchgeführt und dauerte zwei Monate. Die beiden hätten mit jedem Mitglied von "Eucharistein" Gespräche geführt, so "cath.ch".
Katholisch.de, 29.06.2022
 
Belgien: „Verbe de Vie“ aufgelöst
Der Brüsseler Kardinal Jozef De Kesel, der auch Vorsitzender der belgischen Bischofskonferenz ist, löst die Neue Geistliche Gemeinschaft Verbe de Vie (Wort des Lebens) auf. Bereits seit deren Gründung im Jahr 1988 gebe es in der Gemeinschaft „ernsthafte und systembedingte Störungen", zitierten französische und belgische Kirchenmedien laut Katholischer Nachrichten-Agentur KNA den Erzbischof von Mecheln-Brüssel.
VaticanNews, 28.6.2022
Katholisch.de, 27.6.2022

Gemeinschaft Verbe de Vie: Ehemaliges Mitglied bestätigt Vorwürfe
Der Vatikan hat die Auflösung der charismatischen Gemeinschaft Verbe de Vie beschlossen. Der zuständige Bischof hat erste Gespräche mit Verantwortlichen in Pensier (FR) geführt. Und ein früheres Mitglied bestätigt die Vorwürfe, erwähnt aber auch gute Seiten.
Kath.ch, 2.7.2022

Bischof Morerod ruft Missbrauchsopfer der Gemeinschaft Verbe de Vie zur Meldung auf

Die Gemeinschaft Verbe de Vie wird wegen «ernsthaften und systembedingten Störungen» aufgelöst, wie im Juni bekannt wurde. Nun ruft der Westschweizer Bischof Charles Morerod auf, mögliche Fälle von spirituellem oder sexuellem Missbrauch zu melden.
Kath.ch, 7.7.2022