Mittwoch, 31. Januar 2024

Linzer Pfarrstrukturreform schreitet voran



Diözese Linz: Weitere neue "Pfarren" sind unterwegs
Die Pfarrstrukturreform der Diözese Linz schreitet nach Plan voran. Nachdem immer mehr neue Pfarren bereits umgesetzt wurden, sind sechs weitere in diese Richtung unterwegs. Die bisherigen Dekanate Linz-Mitte, Ostermiething, Perg, Peuerbach, Steyrtal und Wels haben im Herbst 2023 die Umsetzung der diözesanen Pfarrstrukturreform gestartet. Nun wurden die neuen Leitungsverantwortlichen bestellt, wie die Diözese in einer Aussendung am Mittwoch mitteilte.
Katholisch.at, 31.1.2024


Pfarrer und Pfarrvorständ:innen von sechs zukünftigen Pfarren stehen fest
Von November 2023 bis Jänner 2024 fanden die Hearings statt, nun stehen die Pfarrer und Pfarrvorständ:innen von sechs zukünftigen Pfarren fest, die im Herbst 2023 den zweijährigen Übergangsprozess vom Dekanat zur Pfarre begonnen haben.
Diözese Linz, 31.1.2024


Amtseinführung von Pfarrern und Pfarrvorständ:innen in den neuen Pfarren Steyr und Mühlviertel-Mitte
Nach der Pfarre TraunerLand wurden am vergangenen Wochenende die Pfarrer und Pfarrvorständ:innen der Pfarren Steyr und Mühlviertel-Mitte feierlich in ihr Amt eingeführt.
Diözese Linz, 31.1.2024

 Dokumente zur Pfarrstrukturreform >>


Samstag, 27. Januar 2024

Malteserorden ist dem Papst zu Gehorsam verpflichtet



Papst Franziskus spricht Machtwort über Malteserorden
Schulden sie dem Papst Gehorsam?
Über Jahre knirschte es zwischen dem Malteser-Ritterorden und dem Papst. Nun hat Franziskus die Diplomaten des Ordens erneut daran erinnert, wer das Sagen hat. Der Orden hat sich kirchenrechtlich dem Heiligen Stuhl unterzuordnen.
Domradio, 27.01.2024  oder  Katholisch.de,27.1.2024


Papst an Malteserorden: Abhängigkeit schränkt Freiheit nicht ein
Franziskus hat an diesem Samstag die Teilnehmer der Botschafterkonferenz des Souveränen Malteserordens in Audienz empfangen und betonte in seiner Ansprache die „humanitäre Diplomatie“, die mit „Liebe und Demut, ohne Rhetorik und Prunk“ betrieben werden müsse. Franziskus hob aber auch die kirchenrechtliche Unterordnung des Malteserordens unter den Heiligen Stuhl.
„Es existieren nicht zwei verschiedenen Institutionen, also einmal die des Souveränen Malteser-Ritterordens, der als Völkerrechtssubjekt für Werke der Nächstenliebe zuständig ist, und daneben das religiöse Institut.“
Vielmehr habe der Orden „aufgrund besonderer historischer Umstände auch einen internationalen Status erlangt“ und deshalb seien dem Amt des Großmeisters besondere internationale Rechte zugewachsen. Trotzdem sei schon unter Pius XII. im Jahr 1953 entschieden worden, dass die Souveränität des Ordens lediglich eine funktionale sei, um die Erreichung der Ziele des Ordens in der Welt sicherzustellen; die Malteser blieben jedoch ihrem Wesen nach eine religiöse Ordensgemeinschaft und als solche dem Heiligen Stuhl unterstellt. Sie schuldeten dem Papst Gehorsam, weil er der Oberste der Oberen aller Ordensgemeinschaften sei.
VaticanNews, 27.1.2024

Freitag, 26. Januar 2024

Forum-Studie zu sexueller Gewalt in EKD und Diakonie


Systemische Ursachen von Missbrauch in protestantischen Kirchen
Klerikalismus ohne Klerus und andere evangelische Risikofaktoren
Lange hat sich die evangelische Kirche in Sicherheit gewogen: Missbrauch, das ist ein Problem der anderen. In der Forum-Studie zeigt sich das spezifisch evangelische Gesicht von sexualisierter Gewalt – und ein Muster, das auch in der katholischen Kirche wirkt.
Katholisch.de, 26.1.2024


Die Forum-Studie im Volltext
Der über 800 Seite lange Abschlussbericht des Forschungsverbunds "Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland" (ForuM) ist online verfügbar.
Außerdem stellen die Forschenden eine kürzere Zusammenfassung der Studie zur Verfügung.


Leitende Geistliche irritiert über Vorwurf der Wissenschaftler
Debatte über evangelische Missbrauchsstudie geht weiter
Missbrauch von Kindern galt lange als Problem der katholischen Kirche. Jetzt zeigt eine Studie, dass auch die evangelischen Landeskirchen nicht besser dastehen. Leitende Geistliche nehmen Stellung – und zeigen sich teilweise irritiert.
Katholisch.de, 26.1.2024


Historiker beleuchtet Parallelen bei kirchlichem Missbrauch
Geistliche als besonderer Machtfaktor
Was kann die Katholische Kirche aus der neuen evangelischen Studie zu sexualisierter Gewalt lernen? Wo gibt es Parallelen, wo Unterschiede? Der Historiker Thomas Großbölting hat bei der Studie mitgearbeitet und gibt Antworten.
Domradio, 25.1.2024


EKD-Missbrauchsstudie offenbart ein zerstörtes Selbstbild
"Spitze der Spitze des Eisbergs"
Drei Jahre lang haben Forscher analysiert, welche Ursachen sexueller Missbrauch von Minderjährigen in der evangelischen Kirche hat. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Das Selbstbild der "besseren Kirche" ist dahin.
Domradio, 26.1.2024


ForuM-Studie: Das Armutszeugnis
Die „ForuM-Studie“ stellt der Evangelischen Kirche und der Diakonie ein Armutszeugnis aus. Besonders der Umgang mit Betroffenen ist entsetzlich. Die zur Schau gestellte Scham über die Zahlen lenkt davon nur ab. Ein Kommentar von PHILIPP GREIFENSTEIN.
Die Eule, 27. JANUAR 2024
 

ForuM-Studie: Die „Magie der Zahlen“
Die hohen Zahlen von Betroffenen und Tätern sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche erschüttern viele Menschen. Wie sind die Zahlen entstanden? Hat die Kirche bei der Datenerhebung gemogelt?
Die Eule, 27. JANUAR 2024


Autoren kritisierten Datenzulieferung aus 19 von 20 Landeskirchen
Missbrauchsstudie: Nur eine Kirche mit vollständigen Daten bekannt
Die Autoren der Missbrauchsstudie für die evangelische Kirche kritisieren die Datenzulieferung. Nur eine – nicht genannte – Landeskirche habe wie vereinbart auch die Personalakten analysiert. Nun ist klar, welche es war.
Katholisch.de, 29.1.2024


Historiker: Evangelische Kirche war blind in Sachen Missbrauch
Die Evangelische Kirche sieht sich gern als "modernere Kirche". Ein Selbstbild, das sie blind gemacht habe für sexualisierte Gewalt in den eigenen Reihen, sagt Thomas Großbölting, Co-Autor der neuen EKD-Studie. Jetzt müsse man sich "ehrlich machen".
BR24, 30.1.2024

Nach bundesweiter Studie in der evangelischen Kirche
Religionssoziologe: Missbrauch ist "reines Männlichkeitsphänomen"
Die erste bundesweite Studie über Missbrauch in der evangelischen Kirche zeigt nach Worten des Münsteraner Religionssoziologen Detlef Pollack, dass Missbrauch "ein reines Männlichkeitsphänomen" ist. Insofern sei Missbrauch nicht allein ein kirchliches Problem, sondern ein Problem der gesamten Gesellschaft, schreibt Pollack in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag). "Nicht schon die Wahrnehmung einer geistlichen Funktion in der Kirche bedingt den Missbrauch. Wichtiger ist das Sexualverhalten der Männer", so der Soziologe. Die zutage getretene Geschlechterdifferenz spiele in der Kirche eine Rolle, aber auch in jedem anderen gesellschaftlichen Bereich, in dem es Erwachsene mit Heranwachsenden zu tun hätten.
Katholisch.de, 2.2.2024

Nihil obstat: Kirchlicher Machtmissbrauch und Lehrgewalt


Keine Hoffnung auf Lösung allein durch mehr Transparenz
Elsner: Nihil-obstat-Verfahren ist kirchlicher Machtmissbrauch
Seit Januar ist Regina Elsner Theologieprofessorin. Dem ging ein 13 Monate dauernder Prozess voran, bis sie die kirchliche Lehrerlaubnis erhielt. Für Elsner ist klar: Das Verfahren ist Machtmissbrauch – und das liegt nicht nur an Rom.
Katholisch.de, 24.1.2024


Kirchlicher Machtmissbrauch – akademisch überblendet
Regina Elsner über die Nihil-Obstat-Verfahren der katholischen Kirche: Ein Erfahrungsbericht.
feinschwarz.net,  24. Januar 2024

Kritik an kirchlicher Lehrerlaubnis mit Daten erhärtet
Studie: "Nihil obstat" sorgt für Angst, Druck und Selbstzensur
Wer Theologie lehren will, braucht nicht nur eine wissenschaftliche Qualifikation. Auch die Kirche muss zustimmen. Das Verfahren zur Erteilung der Lehrerlaubnis ist intransparent. Nun liegen Zahlen dazu vor, was das "Nihil obstat" bewirkt.
Katholisch.de, 25.1.2024

Studie hatte Angst, Druck und Selbstzensur durch Verfahren offengelegt
"Nihil obstat": Fakultätentag fordert neues Lehrerlaubnis-Verfahren
Der Katholisch-Theologische Fakultätentag (KThF) fordert eine Veränderung der bisherigen Vorschriften zur Erteilung der kirchlichen Lehrerlaubnis. Zuvor hatte eine Studie ergeben, dass das entsprechende Verfahren von vielen Bewerberinnen und Bewerbern als undurchsichtig und belastend erfahren wird. Der KThF fordert die Deutsche Bischofskonferenz in einem Beschluss von Samstagabend auf, darauf hinzuwirken, dass das Verfahren zum sogenannten Nihil obstat (Nichts steht entgegen) "an geltende grund- und verfahrensrechtliche Standards angepasst wird".
Katholisch.de, 28.1.2024


Theologieprofessorin Gunda Werner im Interview
"Nihil obstat": Wir müssen weg von Intransparenz und Machtmissbrauch
Das "Nihil obstat" soll sicherstellen, dass Theologieprofessoren die Lehre der Kirche vertreten. Doch das Verfahren ist belastend und intransparent – eine Studie belegt das nun erstmals mit Daten. Im Interview sagt die Dogmatikerin Gunda Werner, was sich ändern muss.
Katholisch.de, 1.2.2024

Donnerstag, 25. Januar 2024

Missbrauchsvorwürfe gegen Piusbruderschaft



Die Piusbrüder sind katholischer als der Papst – und das macht sie anfällig für Missbrauchsfälle
Die erzkonservative Gemeinschaft, die sich von der Schweiz aus weltweit verbreitet hat, sieht sich heftigen Vorwürfen ausgesetzt.
NZZ, 25.1.2024


Schweiz: Missbrauchsvorwürfe gegen Piusbruderschaft
Die Schweizer Tageszeitung „Le Temps“ wirft der katholisch-traditionalistischen Piusbruderschaft gravierende Defizite im Umgang mit Missbrauch vor.
VaticanNews, 14.1.2024


BETROFFENENINITIATIVE GEHT VON 60 "PROBLEMATISCHEN PRIESTERN" AUS
Zeitung: Massive Defizite im Umgang mit Missbrauch bei Piusbrüdern
Die Piusbruderschaft steht im Fokus einer umfangreichen Recherche einer Schweizer Zeitung: Dutzende Täter soll es unter den Piusbrüdern geben, die lange nur unzureichend belangt worden seien. Die Schweizer Behörden kündigen erste Konsequenzen an.
Katholisch.de, 14.01.2024

Archiv:

Pädophilie in der Piusbruderschaft
Vertraue deinem Priester

Wenig ist bekannt über Sexualdelikte in den Reihen der erzkonservativen katholischen Piusbruderschaft. SPIEGEL ONLINE hat mit Opfern und Angehörigen gesprochen - ihre Erfahrung der kirchlichen "Aufarbeitung" ist erschütternd.
Spiegel-Panorama, 29.5.2016

Kampagne gegen Militärausgaben




Was kann der US-Bischofsappell zu Militärausgaben bewirken?
"Sonst kann die ganze Welt untergehen"
Insgesamt 18 US-Bischöfe (der 230) fordern von der Regierung Kürzungen bei den Militärausgaben. Stattdessen soll der Etat für Armutsbekämpfung aufgestockt werden. US-Experte und Journalist Klaus Prömpers sieht wenig Erfolgschance für den Appell.
Domradio, 24.1.2024


US bishops back ‘Bread Not Stones’ campaign against military-industrial complex
Seventeen US bishops have thrown their weight behind a campaign to encourage Congress to redirect military spending towards helping the nation’s poor and marginalised. Those leading the campaign hope to see more bishops add their support.
Catholic Herold, January 8, 2024

18 Catholic bishops join letter calling for US to cut military spending
Eighteen U.S. bishops have signed a letter calling for the United States to cut military spending and instead invest in ending poverty.
"The growing gap between the rich and the poor is compounded by a growing gap between our nation's spending on weapons and preparations for war and our commitment to end poverty," the statement said.
Pax Christi USA, a Catholic peace organization, led the Bread Not Stones campaign behind the letter. Since October 2023, Pax Christi USA's grassroots membership has contacted at least 99 different bishops in 65 different dioceses, leading to the 18 bishop signatories on the final letter.
In December, the U.S. Congress authorized a record $886 billion in annual military spending, up 3% from the previous year.
NCR-Online, January 22, 2024

Mittwoch, 24. Januar 2024

Debatte zu "Fiducia supplicans" hält an



Weltweit Reaktionen auf das umstrittene Vatikan-Dokument
"Fiducia supplicans": Debatte um Segnung homosexueller Paare hält an
Seit Wochen debattiert die Kirche über das Vatikan-Dokument "Fiducia supplicans". Darin hatte der Vatikan erstmals die Möglichkeit zur Segnung homosexueller Paare eröffnet. Widerstand kommt vor allem aus Afrika.
Katholisch.de, 24.01.2024


Auch anderswo kämpften sexuelle Minderheiten um moralische Anerkennung
Moraltheologe Goertz: Segenserklärung nicht nur im Westen Enttäuschung
Ist die vatikanische Segenserklärung ein großer Schritt für den Umgang mit sexuellen Minderheiten? Der Mainzer Moraltheologe Stephan Goertz ist da skeptisch. Er sieht das römische Lehramt in einer Rechtfertigungssituation.
Katholisch.de, 29.1.2024



Liberaler US-Kardinal beklagt Umgang mit sexuellen Minderheiten
McElroy: Einwände gegen "Fiducia supplicans" zeigen Doppelmoral
Kardinal Robert McElroy zieht eine kritische Zwischenbilanz der Debatte zu "Fiducia supplicans". Er nimmt eine ablehnende Haltung in der US-Kirche gegenüber Homosexuellen wahr – und findet deutliche Worte.
Katholisch.de, 24.2.2024


Blog-Archiv zur Erlaubnis „Fiducia Supplicans”

20.12.2023
Vatikan erlaubt Segnung von „irregulären“ Paaren

„Fiducia Supplicans”

4.1.2024
Glaubensdikasterium: Segen "irregulärer" Paare soll 10 Sekunden dauern

Erläuterungen zur Segens-Erlaubnis für irreguläre Paare