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Donnerstag, 1. März 2018

Festakt 50 Jahre Orthodoxengesetz in Österreich


50 Jahre Orthodoxengesetz
Spende vom Papst für Orthodoxes Kloster in St. Andrä
Bischof Ägidius Zsifkovics überreichte für das Orthodoxe Kloster eine Baustein-Spende von Papst Franziskus. Festredner Dominik Orieschnig wies auf die Vielfalt der Religionsgemeinschaften hin.
bvz.at >>


Papst Franziskus beteiligt sich mit Baustein-Spende
Knalleffekt beim prominent besetzten Festakt "50 Jahre Orthodoxengesetz in Österreich" am Dienstag in Wien: Anwesender Kurienkardinal Kurt Koch und Bischof Zsifkovics überreichten Spendenbetrag von 100.000 Euro von Papst Franziskus für das erste Orthodoxe Kloster Österreichs, das im burgenländischen St. Andrä am Zicksee gebaut wird – Dank des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel, weltweites Oberhaupt der orthodoxen Christen
martinus.at >>


Festakt 50 Jahre Orthodoxengesetz in Österreich
"Kulturhistorische Leistung" im Bauen von Brücken
Das am 23. Juni 1967 beschlossene "Orthodoxengesetz" sei mit einer enormen "kulturellen Hintergrundstrahlung" verbunden und verdeutliche, dass der "intellektuelle Reichtum" des österreichischen Staates "wesentlich auch in der Vielfalt der mit ihm historisch verwachsenen Religionsgemeinschaften und Kirchen besteht", so Religionsrechtsexperte Dominik Orieschnig in seinem Festvortrag – Kurienkardinal Kurt Koch, Ökumenischer Patriarch Bartholomaios I., Apostolischer Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, zahlreiche Bischöfe, Gastgeber Metropolit Arsenios und viele weitere hochrangige Persönlichkeiten bei der heutigen Feier
Video und Vortrag auf martinus.at >>

Montag, 19. Februar 2018

Papst würdigt Ökumene-Engagement in Deutschland

Papst würdigt Ökumene-Engagement in Deutschland
In einem Brief an die Spitzenvertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland hat Papst Franziskus dem Münchner Kardinal Reinhard Marx und dem bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm für ihr ökumenisches Engagement gedankt und sie zugleich ermutigt, weiter voranzuschreiten.
VaticanNews >>

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Kardinal Koch bilanziert das Luther-Gedenkjahr

Der Ökumene-Verantwortliche des Vatikans, Kardinal Kurt Koch, war „am Anfang sehr irritiert“ über das Gedenken an 500 Jahren Reformation in Deutschland. Er habe „immer gesagt“, dass bei einem solchen Gedenken „auch Buße“ wegen der „grausamen Konfessionskriege“ geleistet werden müsse, sagte Koch in einem Bilanzinterview zum Lutherjahr mit Radio Vatikan. Doch zu Beginn des Gedenkjahres sei sein Eindruck gewesen, „dass man den Aspekt der Buße nicht wahrnehmen wollte“. „Das hat mich sehr irritiert, weil schon die erste These Luthers voll auf die Buße abgeht und das ganze Leben des Christen eine Buße ist.“

Später habe er aber „gesehen, wie sich das entwickelt hat, bis hin zu diesem gemeinsamen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim im März, den ich als äußerst positiv erfahren habe“, so Kardinal Koch. Er zog in dem Interview daher eine positive Bilanz des Reformationsgedenkens. Der Kardinal würdigte ausdrücklich „die Bereitschaft der evangelischen Kirche, nicht so sehr Luther in den Mittelpunkt zu stellen, sondern das Reformationsgedenken als Christusfest zu verstehen, das uns gemeinsam ist“.

Das sei „die beste Idee für ein gemeinsames Reformationsgedenken“ gewesen, sagte der Schweizer Kurienkardinal. Lobende Worte fand er auch für die „wunderschöne Zusammenarbeit mit dem Lutherischen Weltbund“: Dort habe er während des Gedenkjahres „die Leidenschaft, in die Zukunft aufzubrechen“, gespürt.

Mit deutlicher Vorsicht äußerte sich Koch zum ökumenischen Ziel einer „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“. „Die Schwierigkeit liegt darin, dass alle diesen Begriff verwenden, aber nicht das gleiche darunter verstehen.“ Manche beschrieben mit diesem Begriff die „Situation, wie wir sie heute haben“, doch „die katholische Sicht ist eine andere“. Aus Kochs Sicht wäre es „wichtig in der ökumenischen Diskussion, dass man Formeln nicht nur gemeinsam verwendet, sondern auch Auskunft darüber gibt, wie man sie versteht“. Sonst komme es zu „Konfusionen“.

Radio Vatikan >> Hier können Sie auch den Volltext des Interviews mit Kardinal Koch lesen. Die Fragen stellte Radio-Vatikan-Redakteurin Gudrun Sailer.

Montag, 16. Oktober 2017

Altkatholiken feiern 140. Jahrestag ihrer staatlichen Anerkennung

Altkatholiken feiern sich selbst

Sie heißen Altkatholiken, wirken aber ziemlich modern: Das Frauenpriestertum gibt es in der altkatholischen Kirche seit Langem, den Pflichtzölibat haben sie aufgegeben und auch sonst vieles eingeführt, wovon die römisch-katholische Kirche nicht einmal zu träumen wagt. Jetzt feiern sie gleich mehrere Jubiläen.
Religion.orf.at >>

Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator

Mittwoch, 8. März 2017

Weckruf von Hans Küng: "Kirchenspaltung beenden!"

Beendet die Kirchenspaltung!

500 Jahre nach der Reformation: Römische Absichtserklärungen und Vorschläge zur Buße und Versöhnung haben die ökumenisch engagierten Christen schon zu oft gehört. Nun müssen endlich Taten folgen.

Für das Jubiläumsjahr 2017 sollten die Verantwortlichen die teils schon seit Jahrzehnten vorliegenden Ergebnisse der ökumenischen Dialogkommissionen konsequent in die Tat umsetzen. Für die katholische Kirche drängen sich auf:
  1. Rehabilitation Martin Luthers,
  2. Aufhebung aller Exkommunikationen aus der Reformationszeit,
  3. Anerkennung der protestantischen und anglikanischen Ämter,
  4. Gegenseitige eucharistische Gastfreundschaft.


Weckruf von Hans Küng im Standard >>

Dienstag, 7. Februar 2017

Neues Kapitel der Ökumene aufgeschlagen

Premiere: Eine ökumenische Doppel-Audienz
Es war ein besonderer Moment für die Ökumene: Eine Delegation der evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) unter Leitung von EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm war an diesem Montag bei Papst Franziskus zu Gast – und der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, nahm ebenfalls an der Papstaudienz teil. Eine Premiere und ein Highlight des Jahres, in dem an den Beginn der Reformation vor fünfhundert Jahren erinnert wird.

Franziskus würdigte in seiner Ansprache die „langjährige Zusammenarbeit“ und „gereifte ökumenische Beziehung“ der deutschen Kirchen. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf diesem segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten. Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden!“

Es sei „bedeutsam“, dass sich evangelische und katholische Christen im Jahr des Reformationsgedenkens vorgenommen hätten, „Christus erneut ins Zentrum ihrer Beziehungen zu stellen“, sagte der Papst. Martin Luthers Frage nach dem gnädigen Gott sei – damit zitierte er seinen Vorgänger Benedikt XVI. – „die tiefe Leidenschaft und Triebfeder“ von Luthers Denken und Handeln gewesen. „Was die Reformatoren beseelte und beunruhigte, war im Grunde der Wunsch, den Weg zu Christus zu weisen. Das muss uns auch heute am Herzen liegen, nachdem wir dank Gottes Hilfe wieder einen gemeinsamen Weg eingeschlagen haben.“
Radio Vatikan >>


Privat-Audienz beim Papst für eine Delegation der EKD
Ökumenischer Rückenwind von Papst Franziskus für die deutschen Kirchen
Das Jahr des 500. Reformationsjubiläums wollen evangelische und katholische Kirche in Deutschland zu einer weiteren Annäherung nutzen. Sie holten sich dafür Rückenwind von Papst Franziskus: Bei einer Audienz für Spitzenrepräsentanten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Vatikan sagte Franziskus, die Christen beider Konfessionen müssten sich mit allen Kräften darum bemühen, die noch bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur sichtbaren Einheit zu überwinden.

Die deutschen Kirchenvertreter rückten bei der Audienz das konkrete Bemühen um ein gemeinsames Abendmahl für Eheleute unterschiedlicher Konfession in den Fokus. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm sagte in seiner Rede, es sei eine "mitunter schmerzhafte Realität", wenn christliche Familien mit Angehörigen unterschiedlicher Konfession nicht gemeinsam zum Abendmahl gehen dürfen. Auch Papst Franziskus sprach von einem "Schmerz" konfessionsverschiedener Eheleute. Er warb für eine "Intensivierung des theologischen Dialogs" und eine stärkere praktische Zusammenarbeit.

Allzu lange hätten Protestanten und Katholiken Feindseligkeiten gehegt und sich "in Kämpfe verbissen, die durch politische Interessen und durch Machtstreben genährt wurden", beklagte der Papst. Dabei hätten sie bisweilen nicht davor zurückgeschreckt, einander Gewalt anzutun.
Weiterlesen auf ekd.de >>



Historisches Treffen: EKD beim Papst
Bei einem historischen Treffen war die Spitze der evangelischen Kirche in Deutschland am Montag zu Gast beim katholischen Oberhaupt. Papst Franziskus rief dabei auf, die Differenzen und Hindernisse zwischen Katholiken und Protestanten zu überwinden.
Religion.orf.at >>


Papst an deutsche Kirchen: In der Ökumene nicht müde werden
Appell zur Überwindung der noch bestehenden Hindernisse - Spitzenvertreter der beiden großen Kirchen luden Franziskus bei großer Ökumene-Audienz im Vatikan nach Deutschland ein - Kardinal Marx: Gemeinsame Einladung "ist auch ein Zeichen unseres ökumenischen Wegs"
Kathpress >>

Freitag, 3. Februar 2017

Protestanten träumten von Reformationsfeier im Freiburger Münster


Evangelische Anfrage sorgt in Freiburg für Verwirrung
Reformationsgedenken im katholischen Münster?
Christuskirche, Münster oder doch das Stadttheater: Die evangelische Kirche Freiburg tat sich schwer, den richtigen Ort fürs Reformationsgedenken zu finden. Das zeigt ein jetzt bekanntgewordener Briefwechsel.

Es war ein wohl bundesweit beispielloser Vorstoß: Im Sommer 2015 fragte der evangelische Freiburger Stadtdekan Markus Engelhardt bei seinem katholischen Amtsbruder Wolfgang Gaber an, ob die evangelische Kirche den Reformationstag 2017 nicht mit einem großen Gottesdienst im katholischen Freiburger Münster feiern könne. Als Münsterpfarrer ist Gaber "Hausherr" der gotischen Bischofskirche.

Ein solcher gemeinsamer Gottesdienst zum 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag - und damit dem Auftakt der Kirchenspaltung - könne, so die Überzeugung Engelhardts, bei allen Unterschieden zwischen evangelischer und katholischer Kirche ein starkes Zeichen für die Kraft des gemeinsamen christlichen Glaubens setzen. Gerade im Blick auf die "liberale, teilweise sehr kirchendistanzierte Freiburger Öffentlichkeit". Denn schließlich sei das Münster nicht nur katholische Kathedrale, sondern auch Bürgerkirche und Wahrzeichen aller Freiburger über Konfessionsgrenzen hinweg, argumentierte Engelhardt in seiner schriftlichen Anfrage.

Ökumenische Ernüchterung

Zwar stand Gaber der Idee dem Vernehmen nach zunächst keineswegs ablehnend gegenüber. Den offiziellen Gesprächen mit der Freiburger Bistumsleitung aber folgte bald die ökumenische Ernüchterung: Bei den Besprechungen im Dekanat und mit Erzbischof Stephan Burger sei die katholische Sichtweise deutlich geworden, wonach der Reformationstag als protestantischer Feiertag "seinen Platz in einer evangelischen Kirche haben sollte", meldete Gaber an die Freiburger Protestanten zurück. Insofern sei es auch "schlüssig", dass Burger für den 31. Oktober die Einladung von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die evangelische Stadtkirche Karlsruhe angenommen habe.

Das an den "Bruder Stadtdekan" gerichtete Schreiben war sehr freundlich im Ton, klar in der Sache - und beendete die evangelischen Pläne vom Reformationsgedenken im katholischen Münster. Beide Seiten versicherten sich zugleich, dass die enge evangelisch-katholische Zusammenarbeit durch die Ablehnung keinen Schaden genommen habe.

Muntere Leserbriefdebatte

Und dennoch wirbelte der vertrauliche Briefwechsel Staub auf, wenn auch mit erheblicher Verspätung. Denn nach einer kurzen Bemerkung von Engelhardt bei einem Pressegespräch machte die "Badische Zeitung" jetzt die eineinhalb Jahre zurückliegende Anfrage öffentlich. Rasch entwickelte sich eine muntere Leserbriefdebatte. Die einen warfen den Katholiken vor, eine große Chance der Annäherung verpasst zu haben und kritisierten Engstirnigkeit. Anderen sahen schon die evangelische Anfrage als Provokation, die den Erzbischof in unnötige Schwierigkeiten gebracht habe. Der katholische Theologe Helmut Hoping fasste lapidar zusammen: "Die Briten würden den Brexit auch nicht im Europaparlament feiern."

Erschrocken ob des Wirbels betonte die evangelische Seite nun, es sei niemals ihre Absicht gewesen, den Katholiken den Schwarzen Peter zuzuschieben. Vielmehr sei die Anfrage Ausdruck einer engen Verbundenheit mit den Katholiken gewesen. Auch sei es das Ziel gewesen, eine möglichst große Kirche für möglichst viele Menschen zu finden. Die katholische Bistumsleitung wollte wiederum nicht neues Öl ins Feuer gießen und die Verwicklungen nicht weiter kommentieren.

Gottesdienst nun im Stadttheater

Gelegenheit, über die aktuellen Befindlichkeiten 500 Jahre nach dem Beginn von Reformation und Kirchenspaltung weiter nachzudenken, gibt es in Freiburg am 11. März: bei einem evangelisch-katholischen Gottesdienst unter der Überschrift "Heilendes Erinnern" - in einer evangelischen Gemeindekirche. Und auch für die Freiburger Hauptfeiern am 31. Oktober hat die evangelische Kirche ein Ausweichquartier gefunden: Der Gottesdienst wird im Stadttheater organisiert. "Wir wollen hinein in den Stadt, hin zu den Bürgern", betonte ein Kirchensprecher. Ein Theatersessel ist dort für den katholischen Dekan Gaber reserviert.



Kein Reformationsjubiläum im Münster:
Luther spaltet noch immer
Badische Zeitung, 25.1.2017
Die Nachricht, dass die Katholische Kirche den Protestanten für ihr Reformationsjubiläum nicht das Münster überlässt, hat nicht nur zwischen den Konfessionen zu Debatten geführt. Auch unter katholischen Theologen sowie innerhalb der Evangelischen Kirche gehen die Meinungen auseinander.


Protestanten dürfen Reformation nicht im Münster feiern
Badische Zeitung, 12.1.2017
Die Evangelische Kirche wollte ihr Reformationsjubiläum in der Freiburger Kathedrale feiern, doch die Katholische Kirche lehnte ab. Nun weichen die Protestanten auf nicht-kirchliches Terrain aus.


Ähnliche Situation im Erzbistum Paderborn:

Annette Kurschus sollte in der Abtei Königsmünster sprechen
Keine Predigt von evangelischer Präses in katholischem Kloster Königsmünster

Zu Irritationen hat ein von der Abtei Königsmünster in Meschede geplanter Gottesdienst geführt. Die Benediktiner hatten die westfälische evangelische Präses Annette Kurschus zur Predigt beim Benediktsfest im März eingeladen, was auf Widerspruch beim Erzbistum Paderborn stieß, wie dessen Sprecher Ägidius Engel der Katholischen Nachrichten-Agentur am Montag bestätigte.

Die Predigt in einer heiligen Messe sei geweihten Diakonen, Priestern und Bischöfen vorbehalten, sagte Engel. Kurschus sei aber weiter zum Benediktsfest am 21. März eingeladen und könne entsprechend dem Vorschlag der Erzdiözese im Rahmen einer Vesper sprechen.
Weiterlesen auf Kirche und Leben >>

Freitag, 16. Dezember 2016

Das Kreuz mit dem Kreuz auf dem Tempelberg

Nachwirkungen einer Israel-Reise
München - Nach der Pilgerreise evangelischer und katholischer Bischöfe ins Heilige Land räumt der evangelische Landesbischof ein, dass der Besuch auf dem Tempelberg und an der Klagemauer ein Fehler war.
Merkur.de >>


Bedford-Strohm bereut Tempelberg-Besuch
"Wahl zwischen zwei schlechten Alternativen"
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, sieht seinen umstrittenen Besuch auf dem Tempelberg und an der Klagemauer in Jerusalem im Nachhinein als Fehler.
Domradio.de >>


Kontroverse um das Kreuz
Ein Besuch auf dem Jerusalemer Tempelberg löst eine Debatte aus über das wichtigste christliche Symbol, Toleranz und die Kunst, Frieden zu stiften. Von Regina Einig

Alles begann mit einer ökumenischen Pilgerreise: Im Oktober wandelten Vertreter der katholischen Kirche und der evangelischen Glaubensgemeinschaft auf den Spuren Jesu durch das Heilige Land. Auf dem Tempelberg in Jerusalem, einem Territorium, für das die islamische Behörde Waqf zuständig ist, nahmen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ihre Brustkreuze ab. Auch an der Klagemauer verzichteten sie auf das Kreuz. Bedford-Strohm begründete diese Entscheidung evangelisch.de zufolge damit, dass sie sowohl von muslimischen als auch von jüdischen Begleitern gebeten worden seien, das Kreuz nicht zu tragen, um nicht zu „provozieren“.

Eine Bitte, die dem Ratsvorsitzenden offensichtlich auch einleuchtete: Seine christliche Grundhaltung sei nicht, das Kreuz „demonstrativ vorneweg zu tragen“ und dadurch Zwietracht zu säen. Wörtlich zitiert evangelisch.de den Ratsvorsitzenden: „Ich habe als Repräsentant einer Religion die Aufgabe, friedensstiftend zu wirken. Wenn ich das nicht tue, werde ich meiner Verantwortung nicht gerecht.“

Nun debattieren christliche und nichtchristliche Kommentatoren in den Medien über Bekenntnis und Toleranz, Politik und die Grenzen der Religionsfreiheit. Der Vorfall auf dem Tempelberg ist nicht nur mit Blick auf den interreligiösen Dialog interessant, sondern auch ökumenisch bedeutsam. 2017 wollen beide Konfessionen als Christusfest feiern. Mit einer gemeinsamen „Christusbotschaft“ unterstrichen die Deutsche Bischofskonferenz und die EKD am Ende der Heilig-Land-Reise auch ihren guten Willen zum Bekenntnis. Dennoch scheiden sich an ihrer Reise die Geister. Wieviel Toleranz schulden die Religionen einander? Signalisierten die bischöflichen Besucher ihren muslimischen Gastgebern mit dem bereitwilligen Verzicht auf das zentrale Symbol ihres Glaubens Unterwerfung? Fielen sie in kurzsichtiger Anpassung den Christen im Nahen Osten in den Rücken, deren Bekenntnis zum Kreuz mitunter lebensgefährlich ist? Oder handelte es sich schlicht um eine Geste der Klugheit auf religionspolitisch sensiblem Gelände? Dem Tempelberg kommt aus christlicher Sicht zwar nicht die herausragende Bedeutung als Pilgerziel in Jerusalem zu wie etwa der Grabeskirche. Für Christen und Juden ist es dennoch ein besonderer Ort: Dort stand einst der Tempel Salomos. Ein kirchenpolitisch spiegelglattes Parkett.

Als einer der ersten meldete der Historiker Michael Wolffsohn Bedenken an der Entscheidung der beiden Würdenträger an. Landesbischof Bedford-Strohm habe sich unterworfen, während der Kardinal päpstlicher als der Papst gehandelt habe, kritisierte Wolfssohn in der „Bild“-Zeitung. Benedikt XVI. und Papst Franziskus hatten bei ihren Moscheebesuchen in der Türkei ihr Brustkreuz anbehalten. Das Verhalten des Kardinals und des Bischofs, so der Historiker, lasse „alarmierende Rückschlüsse auf ihr Verständnis von Toleranz zu“. Es schmerze ihn, erleben zu müssen, dass Christen ihr Christentum selbst und ohne Not aufgäben. Das von Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm in Jerusalem gelebte Christentum sei auch keine gute Grundlage für die Integration von Muslimen in Deutschland. Wolffssohn befürchtet, dass das Beispiel der Bischöfe mit Blick auf die hiesige Integrationsdebatte Selbstaufgabe signalisiere. Bedenken meldet Wolffsohn auch mit Blick auf die Folgen des episkopalen Kreuzverzichts für andere an. Aus jüdischer Sicht stelle sich die Frage: „Wenn zumindest Teile der islamischen Welt selbst hochrangigen, christlichen Pilgern gegenüber immer aggressiver werden und deren Selbstaufgabe erwarten oder gar verlangen, was erwarten oder verlangen sie von Juden oder Israelis? Das kann sich jeder denken“.

Auch Jan Fleischhauer kritisiert den Verzicht auf das Kreuz im „Spiegel“ als merkwürdiges Verständnis von Toleranz und Gastrecht. „Wie soll man es anders nennen als eine Verleugnung des Glaubens, wenn zwei wichtige Repräsentanten des Christentums bei einer Pilgerreise aus Rücksicht auf die Reizbarkeit muslimischer Glaubensvertreter ihr Kreuz ablegen?“, fragt der Kolumnist und erinnert an die christlichen Märtyrer, die ihr Bekenntnis zum Kreuz mit dem Leben bezahlen. Die „Demutsgeste der Bischöfe“, so Fleischhauer, falle in eine Zeit, in der es für Christen in vielen Ländern der Erde wohl noch nie so gefährlich war, sich zu ihrem Glauben bekennen. Doch geht es Fleischhauer in seiner Kritik nicht allein um die Solidarität mit den Christen. In Wahrheit sei die Entscheidung der Bischöfe, ihr Kreuz abzulegen, eine politische Entscheidung. Wenn Bedford-Strohm von der „besonderen Situation in Jerusalem“ spreche, auf die es Rücksicht zu nehmen galt, „kann nur der Anspruch der Muslime gemeint sein, den Tempelberg zu einem Heiligtum zu erklären, auf dem andere nichts zu suchen haben, schon gar keine Juden“.

Ganz anders stuft Carsten Splitt, Pressesprecher der EKD, den Vorfall ein. Via Facebook äußerte er, ihn mache „die polemisch geführte Debatte ratlos, da die Situation an den Heiligtümern von tiefem gegenseitigem Respekt geprägt war“. Für Splitt handelte es sich bei dem Vorstoß „keinesfalls um ,Einknicken‘“. Angesichts der politisch angespannten Lage in Israel und des Umstandes, dass der bischöfliche Besuch zur Zeit des jüdischen Laubhüttenfestes stattfand, wertet Splitt die Entscheidung der Bischöfe als angemessen: „Die ökumenische Delegation hat damit ein Signal ausgesandt: Nur mit Respekt, Klugheit und Umsicht ist der Frieden zu erringen.“

Matthias Drobinski weist in der „Süddeutschen Zeitung“ auf die sehr angespannte Atmosphäre hin. Kurz vor dem Besuch der Delegation hätten israelische Polizisten ultraorthodoxe Jugendliche abführen müssen, die provoziert hatten. Und Kilian Martin geißelt in „katholisch.de“ den „Kleinglauben“, der sich so von bischöflichen Amtsinsignien abhängig mache. Das Brustkreuz sei aus katholischer Perspektive „der nach dem Bischofsring alltäglichste Ausweis der empfangenen Bischofsweihe“.

Auch Michael Doll vom Heilig-Land-Verein sieht in der bischöflichen Entscheidung keinen Abstrich am persönlichen Bekenntnis. Doll, einer der Teilnehmer der Pilgerreise, berichtete dem „domradio“, er habe den Moment mitbekommen. Das Kreuz sei „aus Respekt heraus“ abgelegt worde. „Das bedeutet aber keineswegs, dass man hier das Bekenntnis gescheut hat.“

Und Lucas Wiegelmann verteidigt die Bischöfe in der „Welt“: Die deutsche Delegation in Jerusalem habe vor der Frage gestanden, ob sie ihren Gang über den Tempelberg von der Bedingung abhängig mache, ihre Brustkreuze tragen zu dürfen oder auf die Begegnung zu verzichten. „Hätten sie sich für die erste Variante entschieden, hätte die Kirche in der Heiligen Stadt ihrer Entstehung vielleicht mehr Kreuz zeigen können. Aber bestimmt nicht mehr Christentum.“

Ein Kenner des Nahen Ostens, Monsignore Joachim Schroedel, der seit Jahrzehnten in Ägypten lebt, hält die Alternative Besuchsverzicht allerdings für akzeptabel. Das Verhältnis der Religionen sei heute wesentlich sensibler als noch vor Jahrzehnten, schreibt er in kath.net. Es gebe rote Linien, die ein Christ nicht überschreiten darf. Dazu gehöre für Bischöfe das klare Bekenntnis zum Gekreuzigten. „Im schlimmsten Fall“ so Monsignore Schroedel, bedanke man sich herzlich und gehe den Tempelberg wieder hinab, wenn man gebeten werde, das Kreuz abzulegen. Ihm stelle sich die Frage, warum die Bischöfe nicht ohnedies zu einer Stätte, die mit dem Christentum „nur indirekt zu tun hat“, ohne Ornat gekommen seien. Er selbst kenne Priester im Jerusalem, die im Anzug kämen. „Das ist dann auch gut so.“

Auch der evangelische Theologe Hermann Detering hätte es bevorzugt, wenn die Hirten „auf die Zumutung des Kreuzverzichts mit einem couragierten und souveränen Besuchsverzicht geantwortet hätten“. Der Verzicht auf das Tragen des Kreuzes habe wenig mit „Respekt“ oder freundlichem Entgegenkommen zu tun, „sondern ist schlicht ein Akt geistiger Unterwerfung“, unterstreicht er in dem Blog „Die Achse des Guten“.

Und die FAZ zitiert Elias Khoury, einen griechisch-orthodoxen Anwalt in Jerusalem: „Wir brauchen euch aus dem Westen, um auch hier das Kreuz zu tragen und zu bekennen. Christen, die es verbergen, gelten als Nichts und laden den Islam geradezu ein, das Vakuum zu füllen.“ Khoury sieht im Besuch der beiden Bischöfe keine Hilfe für die Christen vor Ort: „Die kamen vor allem für sich selbst.“
Quelle: Die Tagespost >>

Donnerstag, 10. November 2016

Ökumenischer Aufwind im Burgenland während Bischofskonferenz


Ökumene: Bischöfe feiern gemeinsam
Derzeit findet im Burgenland die katholische Bischofskonferenz statt. Dabei ist es am Dienstag zu einem historischen Ereignis gekommen. Erstmals ist es bei der Versammlung der katholischen Bischöfe zu einer hochrangigen ökumenischen Begegnung gekommen.
ORF.at


Hindernisse in Ökumene überwinden
Vorsitzende der Bischofskonferenz und des Evangelischen Oberkirchenrates ziehen positive Bilanz nach "historischer" ökumenischen Begegnung
Katholisch.at >>



"Das Gemeinsame ist stärker als das Trennende"
Gemeinsame Pressekonferenz von Kardinal Schönborn und Bischof Bünker im Rahmen der Begegnung der österreichischen Bischofskonferenz mit Spitzenvertretern der evangelischen Kirchen
Katholisch.at >>


Hochrangiges Bischofstreffen in Eisenstadt
Kardinal Christoph Schönborn und der lutherische Bischof Michael Bünker haben bei einem gemeinsamen Studientag am Dienstag in Eisenstadt die Gemeinsamkeiten beider Kirchen betont.
ORF.at >>

Mittwoch, 2. November 2016

Die Ökumenische Erklärung von Lund

Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Munib Younan, Papst Franziskus und der General Sekretär des Lutherischen Weltkongresses, Martin Junge beten gemeinsam
Feier in Lund: Die Mühen der ökumenischen Ebene
Spektakuläre Gesten waren es nicht, eher ein gemeinsames Zeugnis für den gemeinsamen Glauben, das in Lund an diesem Montag gefeiert wurde. Historisch zwischen Lutheranern und Katholiken. Ein Kommentar aus Lund von Pater Bernd Hagenkord SJ.
Radio Vatikan >>

Hoffnung für Ökumene - Papst betet mit Protestanten
Ein historisches Papstgebet mit Protestanten in Schweden, ein Gottesdienst im Geist der Ökumene und ein Festakt in Berlin: Der Auftakt zum 500. Jubiläumsjahr der Reformation hat Hoffnungen auf ein neues Miteinander der Christen in aller Welt aufkeimen lassen.
ORF.at >>


Die Ökumenische Erklärung von Lund
Im Rahmen des ökumenischen Gebetes in der Kathedrale von Lund unterzeichneten der Papst und der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Mounib Younan, eine gemeinsame Erklärung. Wir dokumentieren den Text auf Radio Vatikan in der offiziellen deutschen Übersetzung.
*

GEMEINSAME ERKLÄRUNG
anlässlich des gemeinsamen katholisch-lutherischen Reformationsgedenkens
Lund, 31. Oktober 2016

»Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt« (Joh 15,4).

Mit dankbaren Herzen

Mit dieser Gemeinsamen Erklärung bringen wir Gott unsere frohe Dankbarkeit für diesen Augenblick des gemeinsamen Gebets in der Kathedrale von Lund zum Ausdruck und beginnen damit das Gedenken an 500 Jahre Reformation. 50 Jahre ununterbrochener und fruchtbarer ökumenischer Dialog zwischen Katholiken und Lutheranern haben uns geholfen, viele Unterschiede zu überwinden, und haben unser gegenseitiges Verständnis und Vertrauen vertieft. Gleichzeitig sind wir einander durch gemeinsame Dienste an unseren Mitmenschen, oft in Situationen von Leid und Verfolgung, nähergekommen. Durch Dialog und gemeinsames Zeugnis sind wir nicht länger Fremde. Vielmehr haben wir gelernt, dass das uns Verbindende größer ist als das Trennende.

Vom Konflikt zur Gemeinschaft

Während wir eine tiefe Dankbarkeit empfinden für die geistlichen und theologischen Gaben, die wir durch die Reformation empfangen haben, bekennen und beklagen wir vor Christus zugleich, dass Lutheraner und Katholiken die sichtbare Einheit der Kirche verwundet haben. Theologische Unterschiede wurden von Vorurteilen und Konflikten begleitet und Religion wurde für politische Ziele instrumentalisiert. Unser gemeinsamer Glaube an Jesus Christus und unsere Taufe verlangen von uns eine tägliche Umkehr, durch die wir die historischen Meinungsverschiedenheiten und Konflikte, die den Dienst der Versöhnung behindern, ablegen. Während die Vergangenheit nicht verändert werden kann, kann das, woran man sich erinnert und wie man sich erinnert, verwandelt werden. Wir beten um die Heilung unserer Wunden und Erinnerungen, die den Blick aufeinander verdunkeln. Nachdrücklich lehnen wir allen vergangenen und gegenwärtigen Hass und alle Gewalt ab, besonders jene im Namen der Religion. Wir hören heute Gottes Gebot, jeden Konflikt beizulegen. Wir erkennen, dass wir durch Gnade befreit sind, uns zur Gemeinschaft hin zu begeben, zu der Gott uns beständig ruft.

Unsere Verpflichtung zum gemeinsamen Zeugnis

Da wir diese Begebenheiten der Geschichte, die uns belasten, hinter uns lassen, verpflichten wir uns, gemeinsam Gottes barmherzige Gnade zu bezeugen, die im gekreuzigten und auferstandenen Christus sichtbar geworden ist. Im Bewusstsein, dass die Art und Weise, wie wir miteinander in Beziehung treten, unser Zeugnis für das Evangelium prägt, verpflichten wir uns selbst, in der Gemeinschaft, die in der Taufe wurzelt, weiter zu wachsen, indem wir uns bemühen, die verbleibenden Hindernisse zu beseitigen, die uns davon abhalten, die volle Einheit zu erlangen. Christus will, dass wir eins sind, damit die Welt glaubt (vgl. Joh 17,21).

Viele Mitglieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie in einem Mahl zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit. Wir erfahren den Schmerz all derer, die ihr ganzes Leben teilen, aber Gottes erlösende Gegenwart im eucharistischen Mahl nicht teilen können. Wir erkennen unsere gemeinsame pastorale Verantwortung, dem geistlichen Hunger und Durst unserer Menschen, eins zu sein in Christus, zu begegnen. Wir sehnen uns danach, dass diese Wunde im Leib Christi geheilt wird. Dies ist das Ziel unserer ökumenischen Bemühungen. Wir wünschen, dass sie voranschreiten, auch indem wir unseren Einsatz im theologischen Dialog erneuern.

Wir beten zu Gott, dass Katholiken und Lutheraner fähig sein werden, gemeinsam das Evangelium Jesu Christi zu bezeugen, indem sie die Menschheit einladen, die gute Nachricht von Gottes Heilshandeln zu hören und zu empfangen. Wir bitten Gott um Eingebung, Ermutigung und Kraft, damit wir zusammenstehen können im Dienst und so für die Würde und die Rechte des Menschen, besonders der Armen, eintreten, für die Gerechtigkeit arbeiten und alle Formen von Gewalt zurückweisen. Gott fordert uns auf, all denen nahe zu sein, die sich nach Würde, Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung sehnen. In besonderer Weise erheben wir heute unsere Stimme für ein Ende der Gewalt und des Extremismus, die so viele Länder und Gemeinschaften sowie unzählige Schwestern und Brüder in Christus betreffen. Wir bitten dringend, dass Lutheraner und Katholiken zusammenarbeiten, um den Fremden aufzunehmen, denen zu Hilfe zu kommen, die wegen Krieg und Verfolgung gezwungen waren zu fliehen, und die Rechte der Flüchtlinge und der Asylsuchenden zu verteidigen.

Mehr als je zuvor stellen wir fest, dass unser gemeinsamer Dienst in dieser Welt sich auf Gottes Schöpfung erstrecken muss, die durch Ausbeutung und die Auswirkungen einer unersättlichen Gier in Mitleidenschaft gezogen wird. Wir anerkennen das Recht der zukünftigen Generationen, sich an Gottes Erde in all ihrem Reichtum und all ihrer Schönheit zu erfreuen. Wir bitten um einen Wandel der Herzen und der Sinne, der uns zu einer liebevollen und verantwortlichen Art und Weise der Sorge für die Schöpfung führt.

Eins in Christus

Bei diesem glücklichen Anlass bekunden wir unsere Dankbarkeit gegenüber den Brüdern und Schwestern, die die verschiedenen christlichen Weltgemeinschaften und -vereinigungen vertreten, die anwesend sind und sich im Gebet mit uns verbinden. Wenn wir uns wieder verpflichten, uns vom Konflikt zur Gemeinschaft zu bewegen, tun wir das als Teil des einen Leibes Christi, in den wir alle durch die Taufe eingegliedert worden sind. Wir fordern unsere ökumenischen Partner auf, uns an unsere Verpflichtungen zu erinnern und uns zu ermutigen. Wir bitten sie, weiter für uns zu beten, mit uns zu gehen und uns dabei zu unterstützen, unser durchbetetes Engagement, das wir täglich zu erkennen geben, lebendig werden zu lassen.

Aufruf an Katholiken und Lutheraner weltweit

Wir wenden uns an alle lutherischen und katholischen Gemeinden und Gemeinschaften, unerschrocken und schöpferisch, freudig und hoffnungsvoll bezüglich ihres Vorsatzes zu sein, die große Reise, die vor uns liegt, fortzusetzen. Mehr als die Konflikte der Vergangenheit wird Gottes Gabe der Einheit unter uns die Zusammenarbeit leiten und unsere Solidarität vertiefen. Indem wir uns im Glauben an Christus näher kommen, indem wir miteinander beten, indem wir aufeinander hören und Christi Liebe in unseren Beziehungen leben, öffnen wir uns, Katholiken und Lutheraner, der Macht des Dreieinen Gottes. In Christus verwurzelt und ihn bezeugend erneuen wir unsere Entscheidung, treue Boten von Gottes grenzenloser Liebe für die ganze Menschheit zu sein.

Montag, 31. Oktober 2016

Eröffnung des Reformationsjubiläums 2017

St. Marienkirche in Berlin
Die Eröffnung des Reformationsjubiläums 2017 steht kurz bevor
Mit Gottesdienst und Festakt wird am 31. Oktober das Reformationsjubiläum eingeläutet
Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen. Dieses Ereignis symbolisiert bis heute den Beginn der Reformation, einem zentralen Ergebnis der deutschen Geschichte. Ihre religiösen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Auswirkungen erlangten weltgeschichtliche Bedeutung. Um die Bedeutung dieses Ereignisses mit all seinen Facetten zu unterstreichen, haben Bund, Länder und Kirchen seit 2008 das Reformationsjubiläum mit der Lutherdekade vorbereitet. Am Reformationstag 2016 wird in Berlin das Reformationsjahr mit einem Festgottesdienst in der Marienkirche und einem anschließenden Festakt eröffnet.
Programm und viele Infos auf luther2017.de >>


Eingeladen zum Reformationssommer 2017
Im Jahr 1517 veröffentlichte der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther 95 Thesen zum Ablasswesen seiner Zeit. Er kritisierte die Praxis des Ablasshandels und stellte die Kraft des Glaubens dagegen, der allein auf die Gnade Gottes vertraut. Weil dies vor 500 Jahren begonnen hat, laden die Evangelische Kirche in Deutschland und der Deutsche Evangelische Kirchentag zum Reformationssommer 2017 ein. In einer theologischen Botschaft hat der Leitungskreis Reformationsjubiläum erklärt „Was und wie wir feiern“.
r2017.org >>


Das Reformationsjubiläum in der Schweiz
Die Reformation ist 500 Jahre jung. Die Schweizer Reformierten feiern mit! Im ganzen Land werden viele, bunte, ganz verschiedene Projekte und Veranstaltungen vorbereitet. Ende 2016 geht es national los. Schon jetzt bieten wir Ihnen hier Einblicke und Möglichkeiten, mitzumachen.
ref-500.ch >>


Reformationsjubiläum
Aktuelle Informationen der reformierten Kirche Kanton Zürich rund ums Reformationsjubiläum
zh.ref.ch >>


Protestanten feiern Luther – kennen ihn aber kaum
Zum Reformationsjubiläum 2017 herrscht in Deutschland religiöse Unkenntnis, selbst unter Evangelischen.
  • Konfessionelle Unterschiede und Theologie spielen für die meisten Christen in Deutschland keine Rolle mehr.
  • Protestanten haben aber eine geringere Kirchenbindung und gehen seltener in Gottesdienste als Katholiken.
Warum das wichtig ist:
  • Künftig geht es nicht mehr um "katholisch oder evangelisch", sondern um "christlich oder konfessionslos".
welt.de >>


Studiogespräch von ORF Burgenland-Chefredakteur Walter Schneeberger mit Superintendent Manfred Koch
Superintendent Manfred Koch verwies anlässlich des Reformationstages auf die Bedeutung des Evangeliums für die Lebensführung und Lebensbewältigung der Menschen. Die derzeit diskutierte zunehmende Radikalisierung des Gesellschaft betrachte die evangelische Kirche mit großer Sorge, so Koch.
ORF.at >>



Das Reformationsjubiläum mit der Lutherbibel 2017


Die Evangelische Kirche in Deutschland schenkt Ihnen im Jubiläumsjahr der Reformations die Lutherbibel 2017 als App für Ihr Smartphone!
Deutsche Bibelgesellschaft >>





Die Lutherbibel 2017 als App für iOS im App Store

Die Lutherbibel 2017 als App für Android im Google Play Store


Für die Bibelübersetzung mussten Schafe sterben
Früher hieß es, Martin Luther habe die deutsche Sprache erfunden. Das trifft so nicht zu. Aber kein einzelner Mensch hat ihre Geschichte derart beeinflusst wie der Reformator.
welt.de >>

Montag, 24. Oktober 2016

Dtld: Katholische und evangelische Bischöfe pilgern durchs Heilige Land

Paritätische Pilgerreise
Katholische und evangelische Bischöfe in Jerusalem
Die Spitzen der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland touren mit 18 Bischöfen durch das Heilige Land. Es ist ihre erste gemeinsame Reise. Dabei empfinden die Pilgernden viel Freude - aber auch Schmerz.
Deutsche Welle >>


Bischöfe in Jerusalem
Das erste Mal: Katholiken und Protestanten pilgern durchs Heilige Land
Katholische und evangelische Bischöfe sind gemeinsam auf Pilgerreise im Heiligen Land. Das gab es noch nie. Denn die Kirchen hat lange vor allem eines verbunden: ihre innige Abneigung.
Tagesspiegel.de >>


Ökumenische Reise: Und nachher ein Brief an den Papst
Es war Ökumene unter Verantwortungsträgern, aber dabei soll es nicht bleiben: Achtzehn Bischöfe, Bischöfinnen und Präsides der großen Kirchen in Deutschland waren seit dem 16. Oktober im Heiligen Land unterwegs, gemeinsames Beten, Gottesdienste, Begegnungen mit Christen und interreligiöse Dialoge standen auf ihrem Programm. Jetzt geht es darum, diese Erfahrungen zum einen in den Alltag der Kirchen einzubringen, zum anderen aber auch die Weltkirchen davon profitieren zu lassen, so ein Resümee von Teilnehmern an der Reise.
Radio Vatikan >>

Mittwoch, 22. Juni 2016

Panothodoxes Konzil vor dem Problem der Einheit


Experte: „Konzil ist Belastungsprobe für Ökumene“
Von den aktuellen innerorthodoxen inhaltlichen und kirchenpolitischen Differenzen, die rund um das Panorthodoxe Konzil deutlich wurden, ist auch der katholisch-orthodoxe Dialog mitbetroffen. Darauf hat der Orthodoxie-Experte und Pressesprecher der ökumenischen Stiftung „Pro Oriente“, Erich Leitenberger, in der deutschen Zeitung „Die Tagespost“ hingewiesen. Leitenberger sprach von einer „Belastungsprobe“ für die Ökumene, wobei sich die katholische Seite zweifellos „vor Besserwisserei hüten“ und für eine „Haltung respektvoller Solidarität“ optieren werde.
Radio Vatikan, 21/06/2016


Das panorthodoxe Konzil beginnt
Ein historischer Tag: Auf der Insel Kreta beginnt das panorthodoxe Konzil, das erste seit 1.200 Jahren. Eine „Göttliche Liturgie“ in der Kathedrale Hagias Minas bildete an diesem Sonntag, dem orthodoxen Pfingstfest, den Auftakt des Konzils, am Montag beginnen dann die Arbeiten unter Federführung des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I. Abwesend sind allerdings vier Kirchen, darunter die russisch-orthodoxe, die die größte aller orthodoxen Kirchen ist.
Radio Vatikan, 19/06/2016


Einheit ist der „einzige Weg“ für die orthodoxe Kirche
Ökumenischer Patriarch Bartholomaios I. zelebrierte in der kretischen Hauptstadt Heraklion Liturgie zum orthodoxen Pfingstfest als liturgischen Auftakt zum „Heiligen und Großen Konzil“ der orthodoxen Kirche
Pro Oriente, 19.6.2016


Konzil gescheitert?
"Ein panorthodoxer Schock"
Nach den Absagen mehrerer orthodoxer Kirchen ist aus dem panorthodoxen Konzil ein "verstümmeltes Konzil" geworden, sagte der orthodoxe Theologe Assaad Elias Kattan im Deutschlandfunk. Ein "panorthodoxer Schock" erschüttere die orthodoxen Christen, so der Professor für christlich-orthodoxe Theologie an der Universität Münster.
Deutschlandfunk, 17.6.2016


Vor Beginn des Panorthodoxen Konzils wird weiter gestritten
Leere Stühle und gegenseitige Vorwürfe
Es sollte ein Zeichen der Einheit der Orthodoxie werden - doch das seit Jahrzehnten geplante Panorthodoxe Konzil wird von Konflikten überschattet. Noch wird im Hintergrund nach Auswegen gesucht.
domradio.de, 17.06.2016


Panorthodoxes Konzil 2016
Es war eine außergewöhnliche Nachricht, die zum Abschluss der Versammlung (Synaxis) der orthodoxen Kirchenoberhäupter in Istanbul vom 5. bis 9. März 2014 verlautbart wurde und viele aufmerksame Beobachter aufhorchen ließ: 2016 wird das schon lange vorbereitete Panorthodoxe Konzil in Konstantinopel stattfinden.
Was dürfen wir von dieser Versammlung erwarten? Worum wird es gehen? Wie steht es um den rechtlichen Status dieses erstmalig in der Geschichte geplanten orthodoxen Großereignisses?
Stimmen der Zeit


Official Site: Holy and Great Council

Donnerstag, 3. März 2016

Katholisch oder evangelisch

Gemeinsames und doch große Unterschiede

Katholisch oder evangelisch – beim Themenabend Ökumene der Kolpingsfamilie ging es darum, was die Konfessionen ausmacht.

Richtig ökumenisch war es beim gut besuchten Themenabend der Kolpingsfamilie Cham. Pfarrerin Charlotte Peschke und Diakon Werner Müller begannen mit einem kleinen Fragespiel. Entscheiden konnten die Zuhörer mit Smileys, ob sie diese Frage oder Feststellung bejahten, verneinten oder es ihnen egal war. Müller und Peschke machten zum Beispiel die Aussage: „Katholische Christen müssen sonntags in die Kirche“, oder: „Bei den Evangelischen geht es weniger streng zu“. Dieser Einstieg fand großen Anklang und weckte das Interesse darauf, was nun die Unterschiede der beiden Konfessionen ausmacht.

Gleich zu Beginn der Referate waren sich Peschke und Müller einig, dass es mehr Gemeinsamkeiten gibt als Trennendes. Ein deutliches Merkmal sei die Taufe, denn diese sei in beiden Konfessionen gültig, Ebenso der gemeinsame Glaube an die Auferstehung und Jesus als Retter. Jedoch gäbe es auch Trennendes, das auch ausgesprochen werden sollte. Wenn in der Katholischen Kirche von Ökumene gesprochen werde, gehe es in erster Linie um die angestrebte Einheit der Orthodoxen Kirche und der Römisch-Katholischen. Beide trennt die Stellung des Papstes. Die Glaubenskongregation Dominus Jesus sorgt für Unruhe, denn hier wird der evangelischen Kirche abgesprochen, Kirche zu sein – sie sei nur eine kirchliche Gemeinschaft.

Das Idealbild ist die Einheit aller Christen wie damals in Jerusalem. Aber auch schon im Neuen Testament gibt des die Judenchristen und die Heidenchristen und die Frage, wer wahrer Christ sei. Nur die, die sich an die Gesetze der Thora halten, nur wer beschnitten sei? Da gab es schon Diskussionen zwischen Paulus und Petrus. Dazu kam die Frage, wie Glaube und Werke zueinander stünden und zur wahren Seligkeit führten. Paulus sagte dazu „allein der Glaube“ und Jakobus tendierte eher zu den Werken.

Der Unterschied in der Hostie

Ein Unterschied ist auch in der Hostie zu sehen, denn in der katholischen Kirche ist sie ein sichtbares Zeichen mit unsichtbarer Wirkung und es folgt die Wandlung in Leib und Blut, was bestehen bleibt. In der evangelisch-lutherischen Kirche ist es das Fest des Dankens, der Hoffnung und Versöhnung und Jesus Christus ist leibhaftig gegenwärtig, aber es erfolgt keine Wandlung und diese Gegenwart endet auch nach der Abendmahlfeier, daher auch kein Tabernakel und kein Fronleichnam. Diese Gegenwart ist das Geheimnis des Glaubens und nicht zu erklären. Ein trennender Punkt ist auch das Amtsverständnis. Ursprünglich seien die Bischöfe die Nachfolger Petrus, da heraus kristallisierte sich das Papsttum, am Papst kommt kein Bischof vorbei.

In der evangelischen Kirche ist es das Priestertum aller Gläubigen. Nicht zu vergessen, Martin Luther liebte seine katholische Kirche, wollte sie nicht spalten oder gar trennen. Er wollte wieder auf die Aussagen der Heiligen Schrift zurückkommen und ihn beschäftigte brennend die Frage der Rechtfertigung, das heißt: Wie werde ich vor Gott recht? Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Seine Antwort: Ich kann nichts tun und ich muss auch nichts tun, ich bin durch Christi Willen gerecht. Diese Aussage ergab sich aus dem Studium des Römerbriefes (Römer 1, 17).

„Nur“ Glaube für das Heil

„Nur“ Glaube sei zum Erlangen des Heils erforderlich. Jedoch, so betonte Luther, es sei kein billiger Glaube! Durch den Glauben komme der Christ zu guten Werken, um dem Nächsten zu helfen. Amtsinhaber werden nicht geweiht, sondern berufen. Pfarrer und Kirchenvorstand habem die Gemeindeleitung inne und treffen gemeinsame Entschlüsse. Dazu kommt die Frauenordination. Diese kam in Bayern jedoch erst 1974.

Nach diesen vielen Informationen waren sich beide Referenten einig: Lasst uns das tun, was wir gemeinsam tun können. Endziel, aber noch ein weiter Weg, ist das gemeinsam gefeierte Abendmahl.

Im Anschluss war noch Gelegenheit für Fragen. Peschke und Müller schlugen einen ökumenischen Einkehrtag vor. Die Kolpingsfamilie Cham wird gerne als Veranstalter fungieren. Die Vorsitzende Gabriele Dahlmann dankte den Referenten für den Abend mit einem Gastgeschenk aus dem Eine-Welt-Laden.

Quelle: Mittelbayrische >>

Mittwoch, 27. Mai 2015

Landeskirche und Bistum unterzeichnen in Speyer "Leitfaden für das ökumenische Miteinander"

Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsident Christian Schad bei der Unterzeichnung des Leitfaden für das ökumenische Miteinander in Bistum und Landeskirche.
"Leitfaden für das ökumenische Miteinander"
Gutes Wetter - gute Laune. Rund 22.000 Menschen kamen zu einem regionalen ökumenischen Kirchentag nach Speyer. Doch nicht nur die Stimmung stimmte. Auch eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit wurde unterzeichnet.
Die Dramaturgie passte, der Höhepunkt stand am Schluss: Feierlich unterzeichneten der katholische Speyrer Bischof Karl-Heinz Wiesemann und der evangelische Kirchenpräsident Christian Schad am Pfingstsonntag einen in dieser Form bundesweit einmaligen "Leitfaden für das ökumenische Miteinander in Bistum und Landeskirche".
Domradio.de >>


Ökumenischer Kirchentag will Freude an Gott wecken
Feiern, beten, singen, diskutieren, Gemeinschaft erleben: Das Motto des Ökumenischen Kirchentages an Pfingsten in Speyer „Aufstehen zum Leben“ ist Programm: Rund 200 Angebote, Gottesdienste, Ausstellungen, Vorträge und Diskussionsrunden, dazu eine Kirchenmeile mit 130 Organisationen, ein Jugendfestival und vieles mehr erwartet die Besucher des großen Glaubensfestes, zu dem das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz am Samstag und Sonntag, den 23. und 24. Mai, nach Speyer einladen.
Bistum Speyer >>


Papst: Bei der Ökumene nicht auf Theologen warten
"Wenn wir glauben, dass die Theologen sich einmal einig werden, werden wir die Einheit am Tag nach dem Jüngsten Gericht erreichen", so Franziskus in einer Videobotschaft an eine US-Diözese
Kathpress >>

Dienstag, 12. Mai 2015

Papst empfängt Schwedens lutherische Erzbischöfin

Papst empfängt lutherische Erzbischöfin von Uppsala
Evangelische Christen sollen nicht als „Gegner oder Konkurrenten“ wahrgenommen, sondern „als das anerkannt werden, was sie sind: Brüder und Schwestern im Glauben“. Das sagte Papst Franziskus der evangelisch-lutherischen Erzbischöfin von Uppsala, Antje Jackelen, die er am Montag in Audienz empfing. Katholiken und Lutheraner seien dazu gerufen, in den Diözesen, Pfarreien und Gemeinden in aller Welt die Einheit zu fördern. Viel zu tun auf dem Weg zur vollen und sichtbaren Einheit im Glauben gebe es freilich noch im sakramentalen Leben, räumte der Papst ein. Er würdigte das jüngste Dokument zur ökumenischen Vorbereitung auf das Luther-Gedenkjahr 2017, „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“, das die lutherisch-katholische Kommission für die Einheit erarbeitet hatte. „Wir wünschen uns von Herzen, dass diese Initiative dazu ermutigt, mit der Hilfe Gottes und unserer Zusammenarbeit weitere Schritte auf dem Weg der Einheit zu tun.“

Einen Schmerzpunkt in den Beziehungen zwischen katholischen und reformierten Gläubigen ortete Franziskus in Fragen wie Euthanasie, Lebensschutz und homosexuelle Partnerschaften; Fragen „zur Würde des menschlichen Lebens und zu Familie, Ehe und Sexualität“, wie der Papst es formulierte. Solche Thematiken dürften „nicht verschwiegen oder ignoriert werden“, aus Furcht, den schon erreichen ökumenischen Konsens zu gefährden. „Es wäre schade, wenn in diesen wichtigen Fragen neue Differenzen zwischen den Konfessionen auftreten“, sagte Franziskus.
Radio Vatikan >>


Papst warnt vor neuen Ökumenekonflikten wegen Ethikfragen
Begegnung mit schwedischer lutherischer Erzbischöfin Jackelen - "Getrennte Christen sollen sich um volle und sichtbare Einheit zu bemühen"
Kathpress >>

Hintergrund:

Eine Deutsche wird Erzbischöfin
Antje Jackelén ist die erste Frau an der Spitze der protestantischen Kirche von Schweden
Sonntagsblatt-Bayern vom 22.6.2014 >>


Antje Jackelén steht für globale Weite und ökumenischen Blick
epd >>

Donnerstag, 9. April 2015

Zum 70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer

70. Todestag
Dietrich Bonhoeffer im katholischen Rom
Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer war zwei Mal in Rom: Vor 90 Jahren und 1942 mitten im Krieg im Widerstand gegen Adolf Hitler. Das bringt ihn ins Gefängnis nach Berlin. Dort trifft er den Italiener Gaetano Latmiral, einen seiner letzten Weggefährten. Am 9. April wurde er von den Nazis hingerichtet.
Deutschlandfunk >>


Zum 70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer:
"Gott stirbt für Christen und Heiden"
Unter dem Titel "Widerstand und Ergebung" erschienen 1951 einige Briefe von Dietrich Bonhoeffer, die im Gefängnis entstanden sind. Das Buch wurde eines der folgenreichsten theologischen Werke des 20. Jahrhunderts - übersetzt in mehr als 15 Sprachen.
Audio-Podcast auf WDR5 >>


"Vor seiner Hinrichtung hielt er noch eine Predigt"
Zum 70. Mal jährt sich der Todestag des Märtyrers Dietrich Bonhoeffer. Ein Gespräch mit seinem Biografen Ferdinand Schlingensiepen über Todesmut im Konzentrationslager und die Auferstehung.
Die Welt >>


Mahner für verantwortliches Tun
In der NS-Zeit unterstützte Dietrich Bonhoeffer den Widerstand gegen Adolf Hitler. Getarnt als Agent informierte er im Ausland über die Umsturzpläne. Kurz vor Kriegsende, am Donnerstag vor 70 Jahren, wurde der Theologe ermordet.
Domradio.de >>


Dietrich Bonhoeffer
Mit guten Mächten gegen Hitler
Vor 70 Jahren wurde der Theologe Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg ermordet. Bis zu seinem Tod hatte der evangelische Geistliche dem NS-Regime erbitterten Widerstand geleistet.
Spiegel-Online >>


70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer
"Wie ein Licht in der Finsternis"
Kurz vor Kriegsende ließ Hitler den Theologen und Widerstandskämpfer Bonhoeffer hinrichten. Zu dessen 70. Todestag berichtet Tilmann Kleinjung von Bonhoeffers Verbindung nach Italien - und einer ungewöhnlichen Freundschaft.
Tagesschau.de >>

http://www.dietrich-bonhoeffer.net

Dienstag, 24. Februar 2015

Wie ein evangelischer Pfarrer zum Katholiken wurde

Hans Janßen aus Bremen ist verheiratet, er hat vier Kinder und war viele Jahre evangelischer Pfarrer. Doch dann packte ihn die Sehnsucht nach einer anderen Art von Frömmigkeit - und er entschloss sich zu einem radikalen Schritt.
Deutschlandradio-Kultur >>

Katholische Kirchengemeinde Bad Oldesloe >>


Wenn ein Vater Priester wird
Über Jahre arbeitet Hans Janßen als evangelischer Pfarrer. 2008 konvertiert der Familienvater zum Katholizismus und wird Priester – mit Billigung des Vatikans.
taz.de >>


Hans Janßen auf dem Weg - evangelischer Pfarrer wird katholischer Priester
In dem Video-Interview beschreibt Hans Janßen seine Beweggründe, nach über 20 Jahren evangelischer Pfarrer in die katholische Kirche einzutreten und Priester zu werden. Authentisch und zugleich spannend gibt er Einblicke in seine Glaubensentwicklung und erläutert seine Wahrnehmung des Umgangs mit wesentlichen Elementen von Gottesdienst und Eucharistie.
Katholische Kirchengemeinde Hamburg-Bergedorf

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Papst Franziskus für engere Zusammenarbeit mit Evangelischer Weltallianz

Thomas Schirrmacher und Papst Franziskus
Franziskus an Evangelikale: „Neue Etappe der Zusammenarbeit"
Papst Franziskus erhofft sich eine „neue Etappe in den Beziehungen zwischen Katholiken und Evangelikalen“. Das sagte der Papst an diesem Donnerstag zu Angehörigen der Evangelischen Weltallianz, die er zu einer Audienz im Vatikan empfing. Franziskus warb dabei auch für eine engere Zusammenarbeit, damit katholische und evangelikale Gläubige gemeinsam auf bessere Weise den Auftrag erfüllen können, die Frohe Botschaft bis an die äußersten Grenzen der Welt zu tragen. Zugleich räumte der Papst ein, dass auch heute „Rivalitäten und Konflikte“ zwischen Katholiken und Evangelikalen bestehen.

„Die Wirksamkeit unserer Verkündigung wäre sicher größer, wenn die Christen ihre Spaltungen überwänden und gemeinsam die Sakramente feierten, gemeinsam das Wort Gottes verkünden und die Nächstenliebe bezeugen könnten.“
Radio Vatikan >>


Papst: Zusammenarbeit mit Evangelischer Weltallianz 
Papst Franziskus hat sich für eine engere Zusammenarbeit der katholischen Kirche mit der World Evangelical Alliance (Weltweite Evangelische Allianz/WEA) ausgesprochen.
Der theologische Dialog zwischen dem vatikanischen Einheitsrat und der weltweiten Vertretung der Evangelikalen habe bereits „neue Perspektiven eröffnet, Missverständnisse geklärt und Wege zur Überwindung von Vorurteilen gewiesen“, sagte er am Donnerstag bei der Audienz für eine Delegation der Allianz im Vatikan. Beide Seiten könnten und sollten sich gegenseitig inspirieren und voneinander lernen.
Religion.orf.at >>


Allianz und Papst rücken enger zusammen
Die Spitze der Weltweiten Evangelischen Allianz hat sich erneut mit Papst Franziskus beraten. Sie haben unter anderem beschlossen, sich gemeinsam für die biblische Ehe und gegen Menschenhandel einzusetzen, berichtet der Theologe Thomas Schirrmacher im pro-Interview.
Weiterlesen auf pro - Christliches Medienmagazin >>


Weiterführend:

Evangelische Kirche lädt Papst zu Reformationsfeiern ein
Das Gedenken an den Beginn der Reformation durch Martin Luther 1517 sei ein Anlass, „mit mehr Klarheit und Nachdruck unsere Einheit in Christus vor der Welt zu bezeugen.“ Das sagte der ehemalige Vorsitzende des Lutherischen Weltbundes, Christian Krause, bei einer Begegnung mit Franziskus am Freitag im Vatikan. „Wir möchten das gern gemeinsam mit Ihnen im Zeichen der Liebe Gottes feiern“, sagte Krause weiter laut dem Pressedienst der Evangelischen Kirche in Italien. Dies solle ein Zeichen für alle Christen weltweit sein. Der frühere Braunschweiger Landesbischof rief den Papst auf, „mit uns auf dem Weg zu bleiben, wie auch wir an Ihrer Seite bleiben“.
Beitrag und die Worte von Bischof Krause im Original-Ton auf Radio Vatikan >>


Papst Franziskus I.
Ein Kommentar des Vorsitzenden der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz Prof. Dr. Thomas Schirrmacher zum neuen Papst
Österreichische Evangelische Allianz vom 14.3.2013 >>

Montag, 1. Dezember 2014

Türkeireise: Papst und Patriarch betonen Willen zur Einheit

Generalaudienz: Papst hofft auf friedliches Zusammenleben in der Türkei
Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz Rückschau auf seine Reise in die Türkei gehalten. Vor den rund 10.000 Pilgern und Besuchern, die sich trotz Regens auf dem Petersplatz eingefunden hatten, bedankte sich der Papst öffentlich beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem Premierminister Ahmet Davutoğlu, bei den türkischen Bischöfen und Katholiken sowie beim Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, dem die Reise in erster Linie galt. Der erste Tag habe der Politik gegolten; in der Verfassung der Türkei mit ihrer fast ausschließlich muslimischen Bevölkerung sei die Trennung von Staat und Religion festgehalten, erklärte Franziskus.
„Wir haben mit den Autoritäten über Gewalt gesprochen. Es ist das Vergessen Gottes, nicht seine Verherrlichung, die Gewalt hervorbringt. Deshalb habe ich darauf bestanden, dass Christen und Muslime sich gemeinsam für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen, und dass jeder Staat seinen Bürgern und Religionsgemeinschaften echte Kultfreiheit und Ausübung ihres Glaubens gewährleisten muss.“
Radio Vatikan >>

Franziskus in der Türkei: Ohne Pathos und Polemik
Ein Besuch ohne Pathos und große Polemik, ein Anknüpfen an Bestehendes und ein Einschwören auf den gemeinsamen Einsatz für Frieden und Dialog – das war Franziskus‘ Besuch in der Türkei. Und diese Botschaft richtete der Papst sowohl an die türkische Politik und den Islam als auch an die orthodoxe Kirche, der diese Visite vorrangig galt.
Radio Vatikan >>

Papstreise in die Türkei
Kathpress-Schwerpunkt zum Papstbesuch in Ankara und Istanbul vom 28. bis 30. November
Kathpress >>

Papst beendet Türkeireise
Franziskus geht auf Orthodoxe und Muslime zu
Der letzte Tag seiner Türkeireise hat für Papst Franziskus schon früh begonnen. Am Morgen feierte er gemeinsam mit dem Patriarchen Bartholomaios das orthodoxe Andreasfest. Franziskus hofft auf eine Annäherung der beiden Kirchen.
Bayern Rundschau >>  (mit Video)

Der Papst und der Patriarch
Letzter Tag des Papst-Besuchs in der Türkei. Für Franziskus ist es auch ein Tag der Begegnung mit Vertretern und Gläubigen anderer Religionen. Und es ist ein Treffen von reformorientierten Kirchenführern.
Deutsche Welle >>  (mit Video)

Papst sehnt sich nach Ende der Kirchenspaltung
Der Papst und der orthodoxe Patriarch Bartholomäus wollen angesichts der weltweiten Krisen den religiösen Dialog fördern. Die Zeit des isolierten Handelns sei vorbei.
Zeit-Online >>

Papst und Patriarch betonen Willen zur Einheit
Papst Franziskus und der ökumenische Patriarch Bartholomaios I. haben bei einem ökumenischen Gebet ihren Wunsch nach Einheit zwischen der katholischen und der orthodoxen „Schwesterkirche“ hervorgehoben.
Religion.orf.at >>

Papst Franziskus: „Echter Dialog ist immer Begegnung“
Höhepunkt der Reise Papst Franziskus’ in die Türkei war an diesem Sonntag die Feier der Göttlichen Liturgie zu Ehren des Apostels Andreas, des Patrons des Patriarchats von Istanbul. Der Papst nahm als Gast des Patriarchen Bartholomaios teil, der auch der dreistündigen Liturgie in der Georgskirche vorstand. In seiner Ansprache nannte der Papst es eine Gnade, auf diese Weise gemeinsam feiern zu können. „Sich begegnen, gegenseitig das Gesicht sehen, einander den Friedenskuss geben, füreinander beten, das sind wesentliche Dimensionen auf dem Weg zur Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft, die wir anstreben“, so der Papst. „Ein echter Dialog ist immer eine Begegnung zwischen Menschen mit einem Namen, einem Gesicht, einer Geschichte und nicht nur eine Auseinandersetzung von Ideen. Dies gilt vor allem für uns Christen.“
Radio Vatikan >>

Im Wortlaut: Gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Patriarch
Radio Vatikan >>

Franziskus und Erdoğan
Was der eine vom anderen will
Der Papst hat in der Türkei die Muslime zum Widerstand gegen den IS aufgerufen. Erdoğan erwartet von Franziskus Unterstützung für ein positives Image des Islam im Westen.
Zeit-Online >>

Fliegende Pressekonferenz:
„Ich würde gerne in den Irak reisen“
„Ja, ich würde gerne in den Irak reisen“: Das hat Papst Franziskus bei einer improvisierten Pressekonferenz am Sonntagabend erklärt. Leider sei eine solche Visite im Moment aus Sicherheitsgründen nicht möglich, bedauerte der Papst vor Journalisten auf dem Rückflug von der Türkei nach Rom. Franziskus hat von Freitag bis Sonntag die Türkei besucht – seine sechste Auslandsreise bisher –, und im Flugzeug stellte er sich, wie üblich, den Fragen der mitreisenden Medienleute. Dabei ging es um Ökumene, Islamophobie oder die Beziehungen zum Moskauer Patriarchat.
Radio Vatikan >>

Papst: Kein Pauschalverdacht gegen Muslime
Papst Franziskus hat die Zeit des Rückflugs von seiner dreitägigen Türkei-Reise zu einem ausführlichen Gespräch mit Journalisten genutzt. Dabei nahm er unter anderem Muslime vor pauschalen Verdächtigungen in Schutz.
Religion.orf.at >>

Papst-Besuch in der Türkei:
"Wunderbar, würden muslimische Führer die Gewalt verurteilen"
"Wir bedürfen einer globalen Verurteilung": Papst Franziskus hat die geistigen und politischen Führer der muslimischen Welt dazu aufgefordert, Position gegen Terror im Namen des Islam zu beziehen.
Spiegel-Online >>