Dienstag, 17. Mai 2022

Dtld: Dritter bundesweiter Predigerinnentag am Junia-Tag


kfd-Funktionärin fordert Frauen in allen kirchlichen Ämtern
"Es geht kein Weg daran vorbei"
Bereits zum dritten Mal begeht die kfd am Tag der Apostelin Junia den Predigerinnentag. Auch Ulrike Göken-Huismann hat die Kanzel bestiegen und erklärt, warum ihr das Predigen in der Eucharistiefeier so wichtig ist.
Domradio.de >>

 

12 Frauen. 12 Orte. 12 Predigten.
17. Mai 2022: Dritter bundesweiter Predigerinnentag

Am 17. Mai, dem Tag der Apostelin Junia melden sich Frauen in Gottesdiensten zu Wort und setzen ein Zeichen für eine geschlechtergerechten Kirche. Die 12 Frauen, die unter anderem als Geistliche Leiterinnen oder Begleiterinnen in der kfd aktiv sind, predigen am oder um den 17. Mai 2022 bundesweit an 12 Orten.
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands >>


Herzliche Einladung zur virtuellen Juniavigil 2022
17. Mai um 17 Uhr – am Juniatag!

https://us06web.zoom.us/j/87019911461?pwd=ci93L3ZXV1RUYkNINzhIVGRRT1lhQT09
Meeting-ID: 870 1991 1461
Kenncode: 875810

Wir beginnen dieses Treffen mit der Juniavigil und beten die Junia-Litanei. Wer dabei sein möchte, einfach dazukommen – oder mit uns verbunden zuhause beten.
Wer mag kann auch zum Austausch bleiben.
Neue Gesichter willkommen!
JuniaInitiative.de >>

 

Zum Thema:

Diakon Richard Müller im BLICKPUNKT Pastoral Nr.1/2021, Seite 9:
Im ersten Jahrzehnt (d.h. in den 1980-iger Jahren) war es einem Diakon nur vom 1. Juli bis 31. August (Ferien/Urlaubszeit) erlaubt, Wortgottesdiesntfeiern zu halten; und das nur von Montag bis Freitag.

Junia – hervorragend unter den Aposteln
Die in der Schweiz lancierte Juniainitiative trägt ihren Namen: Junia – zusammen mit ihrem Mann Andronikus für Paulus eine der ganz Grossen im Kreis der Apostel. Eine Frau als Apostelin? Der Neutestamentler Markus Lau beleuchtet die exegetischen Hintergründe.
Redaktion Feinschwarz

Samstag, 14. Mai 2022

Generalvikar hat Hoffnung auf Reformen verloren und wird alt-katholisch

Nachfolger mit sofortiger Wirkung berufen
Rücktritt: Speyerer Generalvikar Andreas Sturm wird alt-katholisch
Der bisherige Speyerer Generalvikar Andreas Sturm tritt von seinem Amt zurück und wird künftig in der alt-katholischen Kirche als Pfarrer wirken. Das Bistum Speyer teilte mit, dass Bischof Karl-Heinz Wiesemann den Rücktritt am Freitag angenommen und Sturm von allen priesterlichen Aufgaben entbunden hat. Sturm, der seit 2018 an der Spitze der Verwaltung der Diözese stand, äußerte sich in einer persönlichen Erklärung zu seinen Beweggründen. "Ich habe im Lauf der Jahre Hoffnung und Zuversicht verloren, dass die römisch-katholische Kirche sich wirklich wandeln kann. Gleichzeitig erlebe ich, wie viel Hoffnung in laufende Prozesse wie zum Beispiel den Synodalen Weg gesetzt wird." Er sei aber nicht mehr in der Lage, "diese Hoffnung auch zu verkünden und ehrlich und aufrichtig mitzutragen, weil ich sie schlichtweg nicht mehr habe", so Sturm weiter. Zugleich erlebe er das Bistum auf einem guten Weg, sowohl mit Blick auf die Aufarbeitung von Missbrauch wie in Bezug auf die Umsetzung des diözesanen Visionsprozesses.
Katholisch.de >>

Sturm im Bistum Speyer
Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, hat am Freitag den Rücktritt von Andreas Sturm vom Amt des Generalvikars angenommen - und ihn zugleich von allen priesterlichen Aufgaben entbunden.
VaticanNews >>


Speyerer Generalvikar Andreas Sturm tritt zurück
Wechsel zu den Altkatholiken
Der Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst der Diözese aus. Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat am Freitag den Rücktritt Sturms angenommen. Was sind die Hintergründe?
Domradio.de >>

AKTUALISIERUNG:

Gremien würdigen Einsatz für Aufarbeitung und Geschlechtergerechtigkeit
Respekt und Bedauern nach Rücktritt von Speyerer Generalvikar Sturm

Speyer ‐ Die Nachricht am Freitag erschütterte die Menschen weit über die Grenzen des Bistums Speyer hinaus: Der beliebte Generalvikar Andreas Sturm trat zurück und kündigte an, alt-katholisch zu werden. Bei den Laien ist das Bedauern groß.
Katholisch.de, 16.5.2022 >>

Ex-Generalvikar Sturm:
Es gab mehrere Gründe für Rücktritt

Der frühere Generalvikar des Bistums Speyer, Andreas Sturm, hat laut eigenen Bekunden eineinhalb Jahre mit seinem Rücktritt gerungen. Dabei seien eine Vielzahl von Gründen verantwortlich gewesen, sagte Sturm dem "Mannheimer Morgen" (Dienstag).

"Missbrauch war ein großes Thema", so der ehemalige Verwaltungschef und Stellvertreter des Bischofs von Speyer. Die Vorstellung der Forschungsergebnisse der MHG-Studie im September 2018 habe sein Weltbild "ziemlich zerrüttet", sagte Sturm. "Ich bin immer davon ausgegangen, dass es Missbrauch in der Kirche gibt, aber dass es im Vergleich zur Gesamtgesellschaft prozentual so hohe Fallzahlen sind, und zu erleben, wie schwer sich Kirche mit dem Umgang tut, war ein starkes Kriterium."

Gehadert habe er auch mit dem Umgang mit Frauen in der katholischen Kirche. "Ich finde, wir versuchen das immer schönzureden", meinte Sturm. "Jesus hat nicht nur Männer berufen. Wir negieren Berufungen von Frauen." Theologisch gebe es viele Forschungen zu diesem Bereich. "Stattdessen machen wir Pfarreien immer größer, nur weil wir meinen, es können nur unverheiratete Männer sein."

Auch er selbst habe den Zölibat verletzt

Dies führe zum dritten Thema, dem Zölibat, der verpflichtenden Ehelosigkeit für Priester. "Können nicht auch verheiratete Männer und Männer, die mit einem Mann zusammenleben, zugelassen werden?", fragte Sturm. Auch er selbst habe den Zölibat verletzt, räumte Sturm ein. "Ich habe aber vor allem auch Menschen verletzt, was mir rückblickend sehr leid tut." In einer Beziehung zu leben, könne er als etwas durchaus Erfüllendes ansehen, fügte der 47-Jährige hinzu. "Aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschlaggebend."

Auf die Frage, warum er zu den Alt-Katholiken übertrete und nicht zu den Protestanten, antwortete der ehemalige Generalvikar: "Ich schätze die Protestanten sehr, aber mir fehlt dort schon die liturgische Gestaltung. Ich brauche gar nicht viel Weihrauch, aber hin und wieder habe ich das schon ganz gerne. Da bin ich sehr katholisch."
Katholisch.de, 17.05.2022 >>

Mittwoch, 11. Mai 2022

Online-Pfingstkongress: Aus der Kraft des EINEN-DEN die Welt gestalten


Online-Pfingstkongress mit Erfolgsautor Anselm Grün
Am Freitag, 27. Mai, startet ein internationaler Online-Pfingstkongress mit prominenter kirchlicher Beteiligung, darunter der deutsche Benediktiner und Erfolgsautor Anselm Grün. Er setzt auf das Wunder der Heilung, des Friedens und des gelingenden Miteinanders, hieß es in einer Ankündigung des niederösterreichischen Veranstalters Egbert Amann-Ölz. Der Unternehmensberater, Organisationsentwickler und Coach lädt Interessierte zur zweiten großen Pfingstveranstaltung nach 2021 ein. Eine Teilnahme ist nach Anmeldung kostenlos möglich. Bis 6. Juni stellen sich 33 Impulsgebende und Teilnehmende unter dem Kongresstitel "Individuell UND full connected?" der Frage: "Wie können wir 'aus der Kraft des EINEN-DEN die Welt gestalten'?"
Katholisch.at >>

Homepage und Anmeldung:
Pfingstkongress 2022 >>

Freitag, 6. Mai 2022

Menschenferne als Grund für Kirchenkrise


Fehlende Beschäftigung mit Menschen von heute
Warum es keine Kirchenkrise gibt
Bonn ‐ Der Kirche gehen die Mitglieder verloren, der gesellschaftliche Rückhalt ebenso. Oft wird von einer "Kirchenkrise" gesprochen. Aber gibt es die überhaupt? Ein Streifzug durch die Geschichte zeigt, dass die Probleme tiefer liegen als in der Gegenwart.
Die Kirche hat es versäumt, diese geänderte Situation der Menschen wahrzunehmen und sich den neuen Themen, neuen Lebenslagen, religiösen Einstellungen und Glaubenswegen produktiv zu widmen. "Sie blockiert sich selbst durch ihr unverständliches, dogmatisch verkrustetes Sprechen von Gott, durch ein verkümmertes Gottesbild, durch wiederholtes Zitieren ihrer eigenen Zitate und das Beharren auf das einmal Definierte. Damit stößt sie auf Unverständnis, ohne zu begreifen, warum sie nicht verstanden wird", bringt es der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach auf den Punkt. "Wenn die Außenseite der kirchlichen Strukturen die spirituelle Innenseite verdunkelt, löscht sie in sich selbst die Spuren Gottes."
Katholisch.de >>

Donnerstag, 5. Mai 2022

Vatikan: Woelki kann frei über Finanzmittel verfügen

Kardinal Rainer Maria Woelki im Garten seines Erzbischöflichen Hauses

Bei Finanzierung von Gutachten und Kommunikationsberatern
Vatikan: Kardinal Woelki hat Kirchenrecht nicht verletzt
Hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Finanzierung von Gutachten und Kommunikationsberatern im Zuge der Missbrauchsaufarbeitung das Kirchenrecht verletzt? Der Vatikan verneint das nun nach einer Prüfung – der Erzbischof ist erleichtert.
Katholisch.de >>

 
Vatikan erachtet Woelki-Zahlungen für Gutachter als rechtens
Kirchenrecht nicht verletzt
Der Vatikan erachtet die Zahlungen des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki für Gutachter und Kommunikationsberater als rechtens. Bei der Beauftragung von Experten im Zuge der Missbrauchsaufarbeitung wurde kein Kirchenrecht verletzt.
Domradio.de >> (mit Video)

AKTUALISIERUNG:

Kirchenrechtler Thomas Schüller widerspricht:
"Das Kirchenrecht wird ad absurdum geführt"
u.a. sagt Schüller:
"Das Vermögen des erzbischöflichen Stuhls ist Kirchenvermögen und dafür gelten die strengen Verkehrsregel des kirchlichen Vermögensrechts. Bei allen größeren (gefährlichen oder risikobehafteten) Rechtsgeschäften muss der diözesane Vermögensverwaltungsrat - da sitzen mindestens sieben erfahrene, ehrenamtliche Männer und Frauen - und das Domkapitel zustimmen. Das ist nicht erfolgt. Also sind die ganzen Rechtsgeschäfte rechtswidrig."

"Man muss sagen, dass die römische Kurie in vielen Dingen blinde Flecken aufweist und dass man auch nicht glauben muss, dass solche Vorgänge bis zum Papst kommen. Es gibt scheinbar ein erklärtes politisches Ziel, den Kölner Kardinal zu stützen. Da ist es den Römern relativ egal, dass sich das Volk in Köln empört. Entscheidend ist, dass der Würdenträger gesichert wird. Das ist die klerikale Sichtweise."
Deutschlandradio >>

Mittwoch, 4. Mai 2022

Diözese Innsbruck präsentiert Umfrageergebnisse zum synodalen Prozess

Synodaler Prozess:
Diözese Innsbruck präsentiert Umfrageergebnisse
Rund 2.000 Personen meldeten sich in über 1.000 Stellungnahmen zu Wort - Diözesaner Strategieprozess soll synodale Strukturen tiefer im kirchlichen Alltag verankern - Bitte der Diözese um Klärung der "heißen Eisen"-Themen auf weltkirchlicher Ebene
Katholisch.at >>

 

Katholische Aktion:
Synodaler Prozess zeigt große Gegensätze auf
Katholische Laienbewegung ortet "viele ermutigende Signale, aber auch bremsende und nicht stimmige Elemente"
Katholisch.at >>

Blog-Archiv:

 

Dienstag, 3. Mai 2022

Stärken diözesane Reformprozesse den Klerikalismus?

 

Katholische Aktion:
Bedenken gegen diözesane Reformprozesse
Heftige Kritik der österreichweiten Laienorganisation: In der Kirche sind "unterordnende und streng einordnende Kräfte" am Werk

Mit Sorge nimmt die Katholische Aktion Österreich Reformvorhaben in einigen österreichischen Diözesen wahr, wie sie in einer Aussendung am Montag mitteilte. Nicht nur in der Gesellschaft, sondern genauso in der Kirche seien "unterordnende und streng einordnende Kräfte" am Werk, hieß es wörtlich: "Unzählige Wahrnehmungen werden uns geschildert, dass Strukturprozesse und Neuordnungen von ganzen Diözesen der Tonalität der Unterordnung und des Macht-über-Gewinnens folgen und weniger der Ermächtigung und des Aufrichtens der Engagierten." Konkret werden in dem Schreiben die Diözesen St. Pölten und Linz angesprochen.

Im Blick auf St. Pölten heißt es wörtlich: "Dort freiwillig Engagierte schildern konkrete Bedenken, dass ein Konzeptpapier in Umlauf ist, in dem die klare Unterordnung unter die Diözesanleitung nur noch eindimensional als Vorgabe von oben nach unten verstanden wird und beispielsweise die Katholische Aktion als Laienapostolische Organisation aus der Diözese ausgegliedert werden soll." Die Diözesanleitung könne sich laut Konzept je nach Bedarf dieser "Gruppierung" bedienen und sie entsprechend nach Leistung finanzieren. Von offener Mitsprache auf Augenhöhe sei aber nicht mehr die Rede. Daraus folgert die KAÖ: "Im Kern geht es nicht um Ermächtigung der Gläubigen, sondern um die Macht über sie."

In der Diözese Linz habe die Katholische Aktion bisher durch die Delegation von Seelsorgebereichen eine gewisse Machtposition inne gehabt, "über die kein Bischof so einfach drüberfahren konnte". Doch dies solle sich nun ändern. Die neuen Diözesanen Dienste würden so etwas wie die Ministerien des Bischofs, kritisierte die KAÖ.

Ganz allgemein hielt die KAÖ fest: "In mehreren Diözesen sind unter Anleitung externen Berater solche 'Neuordnungen' im Gange, die gewählte und freiwillig Engagierte aus der Entscheidungsmacht hinausdrängen." Hellwach verfolge man diese Entwicklungen, "weil das synodal-partizipativ-kooperative Prinzip der Kirche damit ortlos und beliebig wird". Gerade in Zeiten des synodalen Prozesses müsse die Kirche synodal und kooperativ, selbstorganisiert und auch letztverantwortlich in Balance zur jeweiligen Diözesanleitung gebaut werden. Das "paternalistische Kundendenken mit Dienstleistung und Service" ist aus Sicht der KAÖ nicht wirklich jesuanisch-christlich: "Als Christinnen und Christen sind wir Miteigentümer und nicht einfach Kunden. Miteigentümer engagieren sich für das Gemeinsame, Kunden gehen, wenn das Service nicht mehr passt."

Jede Katholische Aktion mit ihren Gliederungen sei - auch von ihren Statuten her - Diözese und nicht einfach Partner einer "Hierarchiespitze und ihren ausführenden Organen". Deshalb braucht das Netz der Katholischen Aktion aus Gliederungen, Foren, Initiativen und Projekten eine kollegiale Präsenz und Repräsentanz auf Augenhöhe mit der hierarchischen Präsenz des Bischofs, um Wirkmacht entfalten zu können, so die KAÖ.

Quelle: Katholisch.at >>