Sonntag, 14. Oktober 2012

Sich selbst im Wege stehen

Wer sich selbst im Weg steht,
kann nicht vorwärts gehen


wenn mir Besitz das Wichtigste ist
werde ich Zeit in Geld umrechnen
statt zu verschenken
was ich habe was ich bin

wenn mir Macht das Wichtigste ist
werde ich mein Handeln in Erfolg umrechnen
statt mich in Dienst nehmen zu lassen
von denen die mich brauchen

wenn mir Sicherheit das Wichtigste ist
werde ich Lebendigkeit in Risiko umrechnen
statt den ersten Schritt zu tun
dort wo Wege verschlossen sind

wenn mir Gewohnheiten das Wichtigste sind
dann werde ich Anfragen
in Unbequemlichkeiten umrechnen
statt interessiert das Neue zu probieren
und mich dabei zu erfahren

wenn ich mir das Wichtigste bin
dann werde ich mir selbst im Weg stehen
statt kraftvoll loszugehen
um mich zu finden

wenn mir Gott das Wichtigste ist
dann lasse ich mich
gebe ich mich
lebe

Andrea Schwarz u. a., Und alles lassen, weil Er mich nicht lässt. Verlag Herder, Fr. i. Br., 31996, 88f..

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Rede von Papst Johannes XXIII. zur Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils am 11. Oktober 1962

„Ehrwürdige Brüder!

Es jubelt die Mutter Kirche, weil durch besondere Gnade der göttlichen Vorsehung dieser hochersehnte Tag angebrochen ist, an dem hier am Grabe des hl. Petrus unter dem Schutz der jungfräulichen Gottesmutter, deren Mutterwürde heute festlich begangen wird, das Zweite Vati­kanische Ökumenische Konzil seinen Anfang nimmt.

Quelle: Herderkorrespondenz 17 (1962/63), 85-88 >>

50 Jahre Konzil: Die (un)heilige Schlacht
Mehr „Einheit“ mit der Welt und anderen Konfessionen wollte das Konzil. Dafür stritten dessen „Väter“ erbittert miteinander. Über ein epochales Ereignis und seine unschönen Schatten.
Die Presse >>

50 Jahre II. Vaticanum: Als die Kirche die Moderne probte
Von Donnerstag an begeht die katholische Kirche das 50-jährige Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils. Es läutete einen Modernisierungsprozess in der katholischen Kirche ein, der bis heute nicht abgeschlossen ist.
Religion.ORF.at >>


"Die Kirche ist wirklich krank"
Am 11. Oktober 1962 wurde das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet. Es galt damals als richtungsweisendes Reformkonzil. Und in der Tat hat sich in der katholischen Kirche nach dem Konzil viel geändert. Doch in jüngster Zeit sind in Rom Bemühungen zu erkennen, die die Kirche wieder in eine vorkonziliare Zeit zurückbringen wollen. Der katholische Theologe Hans Küng erlebte damals als junger Berater das Konzil hautnah mit. Heute spricht der inzwischen 84-Jährige mit n-tv.de über die Errungenschaften und Versäumnisse der katholischen Kirche, über den Papst und seine Motivationen. Und er bescheinigt der Kirche eine schwere, lebensgefährliche Krankheit, für die es nur eine Medizin gebe: die Orientierung an der Welt und am Evangelium. Denn beides, so Küng, sei im Vatikan beim besten Willen nicht zu erkennen.
Interview mit Hans Küng auf n-tv >>


Die „Verheutigung“ der Kirche
Noch heute gilt das Zweite Vatikanische Konzil im Oktober 1962 als Referenzpunkt für das Selbst- und Weltverständnis der katholischen Kirche heute.
Berliner Zeitung >>

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Reformbewegungen geben Zeugnisse einer erneuerten Kirche der Zukunft

Am 9. Oktober 2012 haben International Movement ‘We Are Church’ (IMWAC), Movimento Internazionale ‘Noi siamo Chiesa’ (IMWAC) und European Network Church ‘On The Move’ (EN/RE), Rete Europea ‘Chiesa per la Riforma’ (EN/RE) anläßlich der Eröffmunung des Konzils vor 50 Jahren in Rom nachstehende Erklärung abgegeben:

Anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils geben die Internationale Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC) und das Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch (EN/RE) Zeugnis für die Hoffnung auf eine Kirche, die immer freier und menschlicher wird und die auf Gemeinschaften von getauften Christen begründet ist, die sich dem Dienst in der Kirche und an der Gerechtigkeit in der Welt zutiefst verpflichtet fühlen.
1. Das Zweite Vatikanische Konzil unterstützte eine grundlegende Erneuerung der katholischen Kirche, sowohl in ihren eigenen Strukturen als auch in ihrer Beziehung zur Welt. Die Umformung der Liturgie war eine der zentralen und sichtbarsten Früchte des Konzils, besonders durch den Gebrauch der Muttersprachen und die auf der örtlichen Gemeinde begründeten Feier. Die Konstitutionen „Lumen Gentium“ und „Gaudium et Spes“ enthalten Definitionen der Kirche, die nun als das Volk Gottes gesehen wird, und der Werte der säkularen Welt und wie wir dieser dienen könnten.

2. Die Enzyklika „Pacem in terris“, von Johannes XXIII. während der Konzilssitzung und tatsächlich während seines Sterbens verfasst, müssen als Teil der gesamten konziliaren Erfahrung betrachtet werden. Andere sehr wichtige Fragen wurden unter neuen Gesichtspunkten gestellt: der Ökumenismus, der interreligiöse Dialog, die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Diese Dokumente trugen ganz besonders zur progressiven Bewegung bei, die heute in der Kirche existiert, und luden zu einem Dialog mit dem Lehramt auf allen Gebieten ein, die Teil des katholischen Lebens sind.

3. Während der letzten fünfzig Jahre hat sich eine Spannung bezüglich der richtigen Interpretation des Konzils und dessen Anwendung auf gegenwärtige Situation entwickelt. Diese Spannung war bereits in den Dokumenten des Konzils selbst gegenwärtig; für einige rief das Konzil zu einschneidenden Änderungen auf; für andere stand die Kontinuität an erster Stelle.

4. In Wirklichkeit schließen Änderung und Kontinuität einander nicht aus. Während des Konzils wurde von 40 Bischöfen unter der Leitung von Bischof Helder Camara (Brasilien) und Kardinal Lercaro (Bologna) in den Katakomben der heiligen Domitilla in Rom ein „Katakombenpakt” geschlossen, der nach einer Kirche rief, die sich auf den Dienst und auf die Armen konzentriert. Diese Ideen wurden später, besonders in Südamerika, als eine bevorzugte Option für die Armen entwickelt.

5. Als die offizielle Kirche mehr Widerstand gegen des Geist des II. Vatikanums entwickelte, fanden viele KatholikInnen einen Weg, innerhalb der Kirche in Treue für eine Veränderung zu arbeiten, von der sie meinen, dass das II. Vatikanum sie beabsichtigt habe: eine kollegiale und demokratische Kirche; Pluralismus und Dialog innerhalb der Kirche; Gleichheit der Geschlechter und die Akzeptanz verschiedener sexueller Orientierungen; die Weihe von Frauen und Verheirateten zum Dienst am Volke Gottes, aber nicht die Steigerung eines neuen Klerikalismus; Trennung zwischen Religion und Staat, um beiden eine passende Autonomie zu erlauben, aber gleichzeitig ein starker Einsatz der Gläubigen für Gerechtigkeit und Frieden. Diese progressive Bewegung leitete diese Veränderungen vom Konzil selbst ab, ja eigentlich aus dem Evangelium und aus der besten kirchlichen Tradition und aus den seelsorglichen Bedürfnissen des Volkes Gottes.

6. Eine Anzahl seelsorglicher Initiativen folgten: Basisgemeinschaften; die Feier der Eucharistie ohne Priester; Gewissensentscheidungen bezüglich Geburtenkontrolle und Sexualmoral; Unterstützung, aber ebenso Kritik des Vatikans und des Episkopats; Forderung nach Gerechtigkeit für die Opfer sexueller Gewalt sowie Bestrafung für die Täter und jene, die ihnen Vorschub leisteten.

7. In der säkularen Welt und in der Kirche des II. Vatikanums haben die Leute Redefreiheit. So haben sich Gruppen von Priestern und Laien es organisiert, ihre Erfahrung darüber auszudrücken, was es bedeutet, in der heutigen Welt Katholik und Katholikin zu sein. Redefreiheit entspringt aus dem Glauben, dass, wenn alle gehört werden, eine bessere Möglichkeit besteht, dass wir die Stimme des Geistes beachten und das Echo des Evangeliums hören werden. Die Stimmen von Theologen, Ordensfrauen und verantwortlichen Leuten von vornherein und offensichtlich willkürlich zum Schweigen zu bringen, bedeutet, den Atem des Lebens der Kirche selbst zu ersticken.

8. Wenn also Österreicher eine Pfarrer-Initiative gründen, Südamerikaner die Befreiungstheologie entwickeln, Nonnen sich dazu entschließen, nicht deduktiv von der Lehre, sondern induktiv aus ihrer Erfahrung zu sprechen, das American Catholic Council einen katholischen Katalog über Grundrechte und Verantwortungen entwickelt oder Asiaten und Afrikaner über die Notwendigkeit sprechen, Gott und Christus verschieden zu definieren, dann sollte die erste Reaktion darin bestehen, zuzuhören; und die zweite sollte der Dialog sein. Nur betroffene und entschlossene KatholikInnen entwickeln solche Initiativen. Unsere Antwort sollte viel eher Dankbarkeit statt Verwerfung, Erleuchtung statt Zensur, Unterscheidung in allen Fällen, aber nicht Taubheit sein.

9. Die Internationale Bewegung Wir sind Kirche (IMWAC), nationale fortschrittliche Gruppen weltweit und das Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch (EN/RE) verurteilen die Hetzjagd gegen unsere Geschwister, die voller Respekt Fragen stellen, Fragen, die Millionen anderer KatholikInnen ebenso bewegen. Wir begrüßen den sich stattdessen entwickelnden Aufbruch und die aufkommende Wachsamkeit innerhalb der Kirche und erwarten das Leben und Licht, das diese mit sich bringen werden. Wenn wir uns bei Dissens und „ziviler Gehorsamsverweigerung” engagieren, geschieht dies nicht auf Grund von Maßlosigkeit, sondern weil wir tief betroffen sind.

10.  Auch im Jahr 2012 werden Priester und Laien immer noch nach hierarchischen Rangordnungen definiert statt als Partner, Mitglieder und Geschwister. Dafür gibt es keine Rechtfertigung in der Heiligen Schrift. Ja, sogar der Heilige Paulus erinnert uns, dass es ohne die verschiedenen Glieder, die jeweils für sich notwendig sind, keinen Körper Christi gibt.

11. Die institutionelle Kirche hat eine undemokratische Struktur entwickelt, die eher das Römische Imperium statt das Königreich Gottes widerspiegelt. Es ist traurig festzustellen, dass die Welt im Großen und Ganzen klarer den Bedarf für Demokratie und Gleichheit erkannt hat als die Kirche, die sich auf die Botschaft Jesu gründet. In der säkularen Welt besitzen nichtdemokratische Entscheidungen keine Glaubwürdigkeit und sind stattdessen weitaus weniger krisenfest. Demokratie widerspricht nicht dem Wesen der Kirche, da der Heilige Geist jedem verliehen wurde und da Demokratie nicht einem uneingeschränkten Mehrheitsvotum entspricht, sondern eher einem respektvoller Dialog.

12. In allen Demokratien gibt es verschiedene Verantwortungsebenen, und Respekt vor Menschenrechten und Minderheiten bildet die DNA einer wahren Demokratie, und das gilt besonders für jeden Christen.

13. Dieses steht entgegen einem monarchischen Absolutismus. In einer wahrhaft kollegialen Kirche ist das Gewissen nicht weniger unantastbar als das kirchliche Lehramt. Monarchie wirft Konflikte sowohl mit der Überlieferung des kirchlichen Evangeliums auf als auch mit den pastoralen Anforderungen der heutigen Zeit. Johannes XXIII erinnerte uns einst daran, dass wir von der säkularen Welt nichts zu befürchten hätten und dass wir kein Recht hätten, als Künder des Weltuntergangs aufzutreten. Monarchie gehört nicht zu den prinzipiellen oder wesentlichen Rechten innerhalb der Kirche. Kollegialität besitzt biblische, konziliare und pastorale Autorität in der Kirche. IMWAC und das Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch bestehen darauf, dass die Kirche pluralistisch und inklusiv sowohl in ihren Strukturen und internen Richtlinien als auch in ihrer Beziehung zur Welt sein muss.

14. Wir richten unseren Appell an unsere Brüder im Bischofsamt, die in Rom an der Synode (7.-28. Oktober 2012 ) teilnehmen, dass sie den Dialog mit KatholikInnen suchen, die sich danach sehnen, Teil der Kirche zu sein, auch wenn sie bei manchen Themen unterschiedliche Auffassungen vertreten. Dieses geschieht nicht nur im Zusammenhang mit dem II. Vatikanum und dem Kanonischen Recht, sondern auch im Sinne des Heiligen Geistes und der Heiligen Schrift. IMWAC und das Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch werden im Dezember 2015 in Rom zusammen kommen, um den 50. Jahrestag des II. Vatikanischen Konzils zu feiern und um Zeugnis abzulegen für die Lebendigkeit, die dadurch der Kirche verliehen wurde, und das Licht, das es darstellt, um uns in die Zukunft zu geleiten. Unsere Intention geht nicht in Richtung Teilung oder Unstimmigkeit, sondern Frieden für die gesamte Kirche. „Schaut darauf, wie diese Christen einander lieben” wurde einst als bestes Zeichen dafür gesehen, dass wir Christi Gemeinschaft sind. Wenn wir das verlieren, werden alle anderen Zeichen, die wir ersinnen, in die Irre leiten. Ohne Liebe gehen wir zugrunde, wir verlieren Jesus Christus und entfernen uns von Gott. Keiner in der Kirche möchte, dass dies passiert.

Quelle: Wir sind Kirche >>

Dienstag, 9. Oktober 2012

Bischof Zsifkovics ernennt neue Dechanten

Ich hoffe, dass Dechant Gabriel Kozuch auch weiterhin die Anliegen der Pfarrer-Initiative und deren Aufruf zum Ungehorsam unterstützt.

Nach Anhörung der betreffenden Dekanatsräte hat der hochwst. Herr Diözesanbischof am 1. Oktober 2012 mit Rechtswirksamkeit vom 1. Oktober 2012 folgende personelle Verfügungen getroffen:


Mag. Gabriel KOŽUCH wird Dechant des Dekanates Frauenkirchen
Diözesanseelsorger der Katholischen Männerbewegung und Frauenbewegung,
Pfarrer in Andau und Pfarrprovisor von Gols

P. Mag. Michael WEISS Ocist wird Dechant-Stellvertreter des Dekanates Frauenkirchen
Pfarrer in Mönchhof

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Mag. Roman SCHWARZ wird Dechant des Dekanates Neusiedl a. S.
Pfarrer in Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf

Grzegorz ZIARNOWSKI wird wieder Dechant-Stellvertreter des Dekanates Neusiedl a. S.
Stadtpfarrer in Neusiedl a. S. und Pfarrer in Weiden a. S.

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Mag. Željko ODOBAŠIĆ wird wieder Dechant des Dekanates Rust
Pfarrer in Trausdorf a. d. W. und Oslip

Msgr. Mag. LLic. Dr. Johannes SALZL wird Dechant-Stellvertreter des Dekanates Rust
Pfarrer in Oggau a. N., Stadtpfarrer von Rust und Pfarrprovisor von Mörbisch a. S.

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Kan. Geistl.Rat Mag. Martin KORPITSCH wird Dechant des Dekanates Eisenstadt
Propst- und Stadtpfarrer in Eisenstadt-Oberberg und Stadtpfarrer in Eisenstadt-Kleinhöflein

Kan. Geistl.Rat Mag. Josef PRIKOSZOVITS wird Dechant-Stellvertreter des Dekanates Eisenstadt
Kreisdechant, Dom- und Stadtpfarrer in Eisenstadt

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Harald J. SCHREMSER wird Dechant des Dekanates Mattersburg
Pfarrer in Kleinfrauenhaid und Hirm

Mag. Josef M. GIEFING wird wieder Dechant-Stellvertreter des Dekanates Mattersburg
Pfarrer in Marz und Rohrbach b. M.

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Geistl.Rat Janusz JAMRÓZ wird wieder Dechant des Dekanates Deutschkreutz
Pfarrer in Unterfrauenhaid und Raiding und Pfarrprovisor von Ritzing

Mag. Tomasz DUDA wird Dechant-Stellvertreter des Dekanats Deutschkreutz
Pfarrmoderator in Horitschon und Unterpetersdorf-Haschendorf

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Mag. Johannes VERTESICH wird Dechant des Dekanates Großwarasdorf
Pfarrer in Nikitsch und Kroatisch Minihof und Pfarrmoderator von Kroatisch Geresdorf

Josef KUZMITS wird wieder Dechant-Stellvertreter des Dekanates Großwarasdorf
Pfarrer in Frankenau und Lutzmannsburg

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Mag. Dr. Nikolas O. ABAZIE wird wieder Dechant des Dekanates Oberpullendorf
Pfarrer in Draßmarkt und Oberrabnitz

P. Mag. Lic. Jan WALENTEK CssR wird Dechant-Stellvertreter des Dekanates Oberpullendorf
Rektor und Stadtpfarrer in Oberpullendorf und Pfarrer von Mitterpullendorf und Stoob

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Kan. Mag. Dr. Erich SEIFNER wird Dechant des Dekanates Pinkafeld
Direktor des Schulamtes und Stadtpfarrer in Oberwart

Mag. Jacek Joachim CZERWINSKI wird Dechant-Stellvertreter des Dekanates Pinkafeld
Pfarrmoderator in Rotenturm a. d. P. und Oberdorf i. B.

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Mag. Lic. Damian PRUS wird Dechant des Dekanates Rechnitz
Pfarrmoderator in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannerdorf

MMag. Stefan Martin RENNER wird wieder Dechant-Stellvertreter des Dekanates Rechnitz
Stadtpfarrer in Stadtschlainging und Pfarrer von Oberkohlstätten

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Ehrenkons.Rat Karl HIRTENFELDER wird Dechant des Dekanates Güssing
Pfarrer in Stegersbach und Ollersdorf

Mag. Ignaz IVANSCHITS wird Dechant-Stellvertreter des Dekanates Güssing
Pfarrer in Stinatz und Pfarrprovisor von Litzelsdorf

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Mag. Lic. Norbert FILIPITSCH MAS. wird Dechant des Dekanates Jennersdorf
Stadtpfarrer in Jennersdorf

Viktor Ludwig OSWALD wird wieder Dechant-Stellvertreter des Dekanates Jennersdorf
Pfarrmoderator in Rudersdorf, Dobersdorf und Deutsch Kaltenbrunn

Montag, 8. Oktober 2012

"Vatileaks": Wird der verurteilte Kammerdiener bald begnadigt?


Eineinhalb Jahre Haft für Paolo Gabriele
Der frühere päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele ist vom vatikanischen Gericht zu anderthalb Jahren Haft und zur Übernahme der Prozesskosten verurteilt worden. Richter Giuseppe della Torre blieb damit am Samstag unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die drei Jahre wegen schweren Diebstahls gefordert hatte. Dagegen hatte Gabrieles Verteidigerin Cristina Arru auf einfache „Veruntreuung“, für die ein wesentlich geringeres Strafmaß vorgesehen wäre, plädiert. Gabriele selbst betonte in seinem Schlusswort, er habe aus „Liebe zur Kirche und zum Papst“ gehandelt und fühle sich nicht als Dieb. Die Anwältin des Angeklagten zeigte sich nach dem Urteilsspruch zufrieden über dessen „Ausgewogenheit“. Wie Pater Lombardi, der Pressesprecher des Vatikans, in seinem Briefing für die Journalisten mitteilte, hätten die Richter beim Urteilsspruch große Milde walten lassen.
Radio Vatikan >>

Der Diener, der zum Dieb wurde
Nie zuvor musste sich eine Person, die dem Papst derart nahe stand, so schwerwiegenden Vorwürfen stellen wie der Ex-Kammerdiener Paolo Gabriele, der am Samstag verurteilt wurde.
Religion.ORF.at >>

Paolo Gabriele - Frommer Papst-Diener und Spion
Er half dem Pontifex beim Ankleiden, bediente ihn beim Essen, bereitete sein Schlafzimmer vor, und begleitete ihn auf Reisen. Als Päpstlicher Kammerherr stand Paolo Gabriele wie nur ganz wenige dem Papst nahe.
Salzburger Nachrichten >>

Ist Paolo Gabriele ab Dienstag ein freier Mann?
Rom – Vor Gericht überraschte er die Prozess-Beobachter mit seiner „Was-soll-mir-schon-passieren?“-Miene. Seit dem Wochenende ist klar: Der wegen Akten-Diebstahls zu 18 Monaten Haft verurteilte Ex-Kammerdiener des Papstes muss tatsächlich kaum fürchten, für seinen beispiellosen Verrat hinter Gittern zu landen.
Bild.de >>

Sonntag, 7. Oktober 2012

Sinn


Gott,
auch in Krisen,
auch in Niederlagen,
auch im Scheitern
liegt ein Sinn.

Gott,
dort, wo wir zweifeln,
dort, wo wir verzweifeln,
dort, wo wir aufgeben möchten,
liegt noch ein Sinn.

Gott,
der Sinn lässt uns wandeln,
ändern,
verändern,
neu anfangen.
Zum Segen werden.

Quelle unbekannt.

Freitag, 5. Oktober 2012

Laieninitiative: Hirtenbrief enttäuscht

Stellungnahme zum aktuellen Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe

Der Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe zum Jahr des Glaubens enttäuscht durch seine inneren Widersprüche. Erfreulich ist die Einleitung, in der ausführlich von der Freude am Glauben die Rede ist. Doch ist es gerade die uneinsichtige Haltung der Bischöfe, die diese Freude trübt. Wenn verlangt wird, dass der Christ und die Christin auskunftsfähig für Ihren Glauben sind, so scheinen die Bischöfe zu meinen, dass es dabei um Auskünfte über das Lehramt geht. Damit wird den Reformbewegungen unterstellt, ihre Forderungen kämen nicht aus einer Haltung des Glaubens.

Während sich die Bischöfe zur Notwendigkeit und Zukunftsfähigkeit der Pfarrgemeinden bekennen, scheuen sie sich nicht, die Reduktion der Pfarrgemeinden auf priesterlose Filialgemeinden zu betreiben. Daran, liest man mit Erstaunen, sind die Gläubigen selbst schuld – erstens weil sie weniger werden, zweitens weil sie die Eucharistiefeier sowieso nicht mehr ernst genug nehmen. Diese Ausflüchte haben nur einen Zweck, nämlich den Bedeutungsverlust des zwangs-zölibatären Klerus zu verschleiern. Ebenso beschämend sind die sattsam bekannten Ausführungen über den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Die abstrakten Formulierungen über den Zusammenhang von Wahrheit und Barmherzigkeit gehen völlig an der Enttäuschung derjenigen vorbei, die beim Versuch, einen Neuanfang der Liebe zu wagen, von der Kirche zurückgestoßen werden.

Der Hirtenbrief nimmt Ungeduld und Reformstau wahr, analysiert zutreffend einige Gründe der Krise,  aber er verfehlt – in schlechter amtskirchlicher Tradition – den  Ansatz, der zu Lösungen führen könnte: Auszugehen wäre von den Überzeugungen der Gläubigen, von ihren Reformvorstellungen, vom Schmerz derer, die gescheitert sind, von den kreativen Ideen, die den Bischöfen seit Jahren zugetragen werden. Stattdessen wird über all das die Weisheit des Katechismus gestülpt, der keine Antworten auf die gestellten Fragen bietet. So zeigt sich die offizielle Kirche als erstarrtes System und behindert, was schon an Lebendigkeit an der Basis wächst. Zutreffend erweist sich, was Kardinal Martini in seinem letzten Interview gesagt hat: Diese Kirche ist 200 Jahre lang stehen geblieben.

Dr. Peter Pawlowsky                          Mag. Eduard Posch
derzeit Leiter der Laieninitiative         Laieninitiative Burgenland
0664/4037640                                    0664/1961550


Schüller: Keine Einheit ohne Kirchenvolk
Für Helmut Schüller, Sprecher der Pfarrer-Initiative, geht der Hirtenbrief der Bischöfe an den Bedürfnissen der Kirchenmitglieder vorbei. Kritik kommt auch vom derzeitigen Leiter der Laieninitiative, Peter Pawlowsky.
Kommentar auf Religion.ORF.at >>


Ein Hirtenbrief zum Hirtenbrief
Österreichs Bischöfe geloben "Umkehr" und "Besserung" - Schön wär's

Liebe Katholikinnen und Katholiken! Ihr habt sicher sehr viel für uns gebetet, weil wir nun endlich neue Einsichten und Erkenntnisse gewonnen haben. Das hätten wir aus eigener Kraft wohl nicht geschafft. Wir haben uns im Auftrag und im Sinne der Bibel "bekehrt." Unsere "Umkehr" wollen wir Euch heute dankbaren und demütigen Herzens mitteilen.
Kommentar von Anton Kolb in Der Standard >>