Zsifkovics feiert fünfjähriges Amtsjubiläum
Vor fünf Jahren wurde Ägidius Zsifkovics zum Bischof der Diözese Eisenstadt geweiht. Anfangs gab es von reformorientierten Laienorganisationen heftige Kritik: Nach dem als liberal geltenden Paul Iby folge der erzkonservative Zsifkovics. Er selbst zieht nun positive Bilanz.
Er habe den Bischofshof modernisiert, transparenter gemacht und ihn geöffnet, bilanzierte Zsifkovics. Von Kritikern wurde er zu Beginn seiner Amtszeit Ende 2010 verbal heftig attackiert - mit dem damals erst 47-jährigen Bischof beginne ein 30-jähriger Winter für die Kirche, sagte auch der Theologe Paul Zulehner.
Dazu meint der Bischof heute: „Ich glaube, die Bilanz nach fünf Jahren zeigt auch, dass diese Dinge, die damals an die Wand gemalt wurden, dass die wirklich jeder Sache entbehren und dass ich mich bemühe auf die Menschen offen zu zugehen.“ Dass er romtreu sei, wolle er auch gar nicht verleugnen: „Romtreu heißt einfach, dass der Bischof die Lehre der Apostel weitertragen soll.“ Wenn man so romtreu interpretiere, dann sei der das gerne, so Zsifkovics.
Für alle Themen offen
In Zsifkovics Amtszeit hat es mit Benedikt XVI. und Franziskus gleich zwei Päpste gegeben. Er verbinde in seiner Person beide Päpste, so Zsifkovics. Der eine habe ihn zum Bischof ernannt und die Haltungen und inneren Vorgaben des amtierenden Papstes könne er sehr gut als Bischof mittragen.
Zu den immer wieder gestellten Fragen nach Frauen als Priester oder der Haltung der Kirche zur Homosexualität, sagt Zsifkovics, dass er die Haltung der Amtskirche zu vertreten habe: „Dass man über alle Themen diskutieren kann und auch soll, um sie auch weiter zu entwickeln, das ist auch gut und wichtig.“
Kirche betreut 1.000 Flüchtlinge
Derzeit wichtigstes Thema sei die Flüchtlingshilfe. Mehr als 1.000 Menschen werden derzeit im Burgenland von der katholischen Kirche betreut. Man müsse endlich Frieden schaffen in Syrien, so der Diözesanbischof und warnt gleichzeitig vor einer verheerenden Entwicklung in Afrika: „Dort bereitet sich schon die nächste Katastrophe vor, wo Konzerne aus Europa den kleinen Bauern dort den Grund wegnehmen, um nur rasch viel Erwerb zu machen und das sind die Flüchtlinge von morgen.“
Burgenland.orf.at >>
Posts mit dem Label Bischof Ägidius werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bischof Ägidius werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 9. Oktober 2015
Dienstag, 6. Oktober 2015
5 Jahre Bischof: Zsifkovics gedenkt auf Kreta auch jener, denen "auf dem Weg die Luft ausgegangen ist"
Die blumenreichen Beiträge auf martinus.at über das Quinquennium, den Fünf-Jahrestag der Bischofsweihe von Ägidius Zsifkovics möchte ich nicht weiterhin kommentieren, weil sie den Leser von selbst ins Reich der Träume versetzen.
Erwähnt sei, dass in der Erzdiözese Wien vor fast genau einem Jahr die Dechanten unter der Leitung von Bischofsvikar Darius Schutzki an einem ähnlichen Kreta-Programm auf den Spuren des Apostels Paulus mit dem Ziel ökumenischer Verbundenheit teilgenommen hatten, und nicht nur die engsten Mitarbeiter.
„Wegweiser, nicht Sitzordner“: 5 Jahre Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
5. Jahrestag der Bischofsweihe des Eisenstädter Diözesanbischofs – Vom persönlichen Engagement für die christliche Solidarität mit Flüchtlingen über die Ermöglichung des ersten orthodoxen Klosters in Österreich bis zum "Neuen Pastoralen Weg": Der Europabischof wird der „Martinstaten“ nicht müde
martinus.at >>
Quinquennium: Bischof mit „Spürnase“
Eine „Spürnase“ für das zu haben, was die Kirche im Hier und Heute am dringendsten brauche, sei die zentrale Herausforderung seines Amtes, zitierte die Kirchenzeitung „martinus“ den Diözesanbischof. Er sei dankbar dafür, dass so viele helfende Hände und hingebende Herzen das Unterwegssein seines Hirtendienstes begleiten und mittragen. Zudem wolle er jenen „einladend, ermutigend und einfühlsam nachgehen“, denen „auf dem Weg die Luft ausgegangen ist“, so der Bischof anlässlich seines Quinquenniums.
martinus.at >>
Der Begriff "Hotspot" ist hier irreführend, weil er momentan von den Politikern für die an den EU-Außengrenzen zu errichtenden Stellen zur Registrierung der Flüchtlinge verwendet wird. Laut Metropolis von Austria >> wurden bloß die aktuelle politische und religiöse Situation der EU bei einem gemeinsamen Mittagessen in Moires erörtert sowie kirchliche Sozialeinrichtungen besucht.
Zsifkovics fordert an Hotspots in Kreta Asyl-Solidarität der EU
Eisenstädter Bischof besuchte gemeinsam mit orthodoxem Metropoliten Arsenios Hilfsprojekte
Kathpress.at >>
Europabischof mahnt mehr Solidarität auf EU-Ebene ein
Bischof Zsifkovics bei Lokalaugenschein sozialer Hotspots auf Kreta: „Die Not schutzsuchender Menschen auf der Flucht muss alle angehen“ – Es brauche eine gemeinsame, solidarische europäische Flüchtlingspolitik, um einerseits Überforderungen, andererseits Anfeindungen gegenüber Flüchtlingen entgegenzuwirken
martinus.at >>
Kreta: Metropolit Arsenios und Bischof Ägidius auf Pilgerfahrt
Von Sonntag, 20. September, bis Sonntag, 27. September, führte Metropolit Arsenios von Austria den Eisenstädter Bischof Ägidius (Zsifkovics) samt einer Gruppe seiner engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer Pilgerfahrt zu den wichtigsten Orten des christlichen Lebens und Glaubens auf Kreta. Die Reise stand ganz im Zeichen der ökumenischen Verbundenheit der orthodoxen und katholischen Kirche sowie der persönlichen Freundschaft zwischen Metropolit Arsenios und Bischof Ägidius und führte die Gäste aus Österreich u.a. in das Heimatkloster von Metropolit Arsenios, das Kloster des Heiligen Georg in Epanosifi.
Metropolis von Austria >>
Erwähnt sei, dass in der Erzdiözese Wien vor fast genau einem Jahr die Dechanten unter der Leitung von Bischofsvikar Darius Schutzki an einem ähnlichen Kreta-Programm auf den Spuren des Apostels Paulus mit dem Ziel ökumenischer Verbundenheit teilgenommen hatten, und nicht nur die engsten Mitarbeiter.
„Wegweiser, nicht Sitzordner“: 5 Jahre Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics
5. Jahrestag der Bischofsweihe des Eisenstädter Diözesanbischofs – Vom persönlichen Engagement für die christliche Solidarität mit Flüchtlingen über die Ermöglichung des ersten orthodoxen Klosters in Österreich bis zum "Neuen Pastoralen Weg": Der Europabischof wird der „Martinstaten“ nicht müde
martinus.at >>
Quinquennium: Bischof mit „Spürnase“
Eine „Spürnase“ für das zu haben, was die Kirche im Hier und Heute am dringendsten brauche, sei die zentrale Herausforderung seines Amtes, zitierte die Kirchenzeitung „martinus“ den Diözesanbischof. Er sei dankbar dafür, dass so viele helfende Hände und hingebende Herzen das Unterwegssein seines Hirtendienstes begleiten und mittragen. Zudem wolle er jenen „einladend, ermutigend und einfühlsam nachgehen“, denen „auf dem Weg die Luft ausgegangen ist“, so der Bischof anlässlich seines Quinquenniums.
martinus.at >>
Der Begriff "Hotspot" ist hier irreführend, weil er momentan von den Politikern für die an den EU-Außengrenzen zu errichtenden Stellen zur Registrierung der Flüchtlinge verwendet wird. Laut Metropolis von Austria >> wurden bloß die aktuelle politische und religiöse Situation der EU bei einem gemeinsamen Mittagessen in Moires erörtert sowie kirchliche Sozialeinrichtungen besucht.
Zsifkovics fordert an Hotspots in Kreta Asyl-Solidarität der EU
Eisenstädter Bischof besuchte gemeinsam mit orthodoxem Metropoliten Arsenios Hilfsprojekte
Kathpress.at >>
Europabischof mahnt mehr Solidarität auf EU-Ebene ein
Bischof Zsifkovics bei Lokalaugenschein sozialer Hotspots auf Kreta: „Die Not schutzsuchender Menschen auf der Flucht muss alle angehen“ – Es brauche eine gemeinsame, solidarische europäische Flüchtlingspolitik, um einerseits Überforderungen, andererseits Anfeindungen gegenüber Flüchtlingen entgegenzuwirken
martinus.at >>
Kreta: Metropolit Arsenios und Bischof Ägidius auf Pilgerfahrt
Von Sonntag, 20. September, bis Sonntag, 27. September, führte Metropolit Arsenios von Austria den Eisenstädter Bischof Ägidius (Zsifkovics) samt einer Gruppe seiner engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer Pilgerfahrt zu den wichtigsten Orten des christlichen Lebens und Glaubens auf Kreta. Die Reise stand ganz im Zeichen der ökumenischen Verbundenheit der orthodoxen und katholischen Kirche sowie der persönlichen Freundschaft zwischen Metropolit Arsenios und Bischof Ägidius und führte die Gäste aus Österreich u.a. in das Heimatkloster von Metropolit Arsenios, das Kloster des Heiligen Georg in Epanosifi.
Metropolis von Austria >>
Donnerstag, 9. Juli 2015
Diözese: Quartiere für 200 Flüchtlinge
In Eisenstadt, Mattersburg und Rohrbach hat die Diözese Eisenstadt bereits Unterkünfte für rund 20 Flüchtlinge bereit gestellt. In den kommenden Wochen sollen 50 weitere Asylwerber Zuflucht in Quartieren der Diözese finden. Derzeit adaptiere man zehn Pfarrhöfe dementsprechend, sagte Ulrike Kempf, stellvertretende Pressesprecherin der Diözese Eisenstadt.
Sonderbudget für Adaptierung von Pfarrhöfen
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics hat für die Renovierung und Adaption der Quartiere ein Sonderbudget bereitgestellt. Die Diözese warte nun auf die Zuweisung der Flüchtlinge durch das Innenministerium. Pro Pfarrhof sollen zwischen fünf und acht Menschen untergebracht werden.
Zsifkovics geht davon aus, dass die Diözese bis Jahresende insgesamt 200 Kindern, Frauen und Männern ein Dach über dem Kopf bieten kann. Bei der Betreuung der Betroffenen werde die Diözese eng mit den jeweiligen Pfarren und der Caritas Burgenland zusammen arbeiten, hieß es. Unter anderem wird den Flüchtlingen kostenlos qualifizierte rechtliche Beratung bei Asylverfahren angeboten.
Bischof: Zelte Armutszeugnis für Politiker
Die Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten - wie zur Zeit in Eisenstadt - bezeichnete der Diözesanbischof als Armutszeugnis für die handelnden Politiker - mehr dazu in Zelte: Vorerst keine weiteren Flüchtlinge und 80 Flüchtlinge ziehen in Zelte ein. Im Umgang mit schutzsuchenden, zum Teil schwer traumatisierten Menschen brauche es bei den Verantwortlichen in Bund und Ländern Besonnenheit und Sachlichkeit, so Zsifkovics.
Quelle: ORF Burgenland
Diözese öffnet Pfarrheime im ganzen Land für Flüchtlinge
Unterkünfte für Schutzsuchende geschaffen. Rund 200 Plätze stehen zur Verfügung.
KURIER >>
Erfreuliche Initiative der Diözese und Bischof Ägidius. Danke auch für die klare Aussage "Zelte sind Armutszeugnis für die handelnden Politiker".
Unwettereinsatz bei Asylzelten in Salzburg
Wegen eines starken Gewitters und Sturm wurde in der Nacht die Berufsfeuerwehr zum Flüchtlingszeltquartier in der Stadt Salzburg gerufen. Starke Windböen hatten zwei Zelte aus der Verankerung gerissen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind.
Weiterlesen auf ORF.at >>
Wiesen: Flüchtlingsheim-Betreiber gibt auf
40 bis 60 Asylwerber hätten in ein ehemaliges Seniorenheim einziehen sollen, so der Plan eines Grazer Unternehmers. Der heftige Widerstand von Bürgern in Wiesen ist dem potenziellen Betreiber der Flüchtlings-Unterkunft aber zu viel geworden.
ORF Burgenland >>
Schade, dass sich bei den Asylheim-Diskussionen in Wiesen weder Pastoralamtsdirektor noch Caritas-Direktorin eingebracht haben.
Asylheim bleib in Schwebe
Die Bevölkerung zeigt reges Interesse an Infoveranstaltung. Der potenzielle Betreiber sieht den Ball beim Land.
KURIER >>
Sonderbudget für Adaptierung von Pfarrhöfen
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics hat für die Renovierung und Adaption der Quartiere ein Sonderbudget bereitgestellt. Die Diözese warte nun auf die Zuweisung der Flüchtlinge durch das Innenministerium. Pro Pfarrhof sollen zwischen fünf und acht Menschen untergebracht werden.
Zsifkovics geht davon aus, dass die Diözese bis Jahresende insgesamt 200 Kindern, Frauen und Männern ein Dach über dem Kopf bieten kann. Bei der Betreuung der Betroffenen werde die Diözese eng mit den jeweiligen Pfarren und der Caritas Burgenland zusammen arbeiten, hieß es. Unter anderem wird den Flüchtlingen kostenlos qualifizierte rechtliche Beratung bei Asylverfahren angeboten.
Bischof: Zelte Armutszeugnis für Politiker
Die Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten - wie zur Zeit in Eisenstadt - bezeichnete der Diözesanbischof als Armutszeugnis für die handelnden Politiker - mehr dazu in Zelte: Vorerst keine weiteren Flüchtlinge und 80 Flüchtlinge ziehen in Zelte ein. Im Umgang mit schutzsuchenden, zum Teil schwer traumatisierten Menschen brauche es bei den Verantwortlichen in Bund und Ländern Besonnenheit und Sachlichkeit, so Zsifkovics.
Quelle: ORF Burgenland
Diözese öffnet Pfarrheime im ganzen Land für Flüchtlinge
Unterkünfte für Schutzsuchende geschaffen. Rund 200 Plätze stehen zur Verfügung.
KURIER >>
Erfreuliche Initiative der Diözese und Bischof Ägidius. Danke auch für die klare Aussage "Zelte sind Armutszeugnis für die handelnden Politiker".
Unwettereinsatz bei Asylzelten in Salzburg
Wegen eines starken Gewitters und Sturm wurde in der Nacht die Berufsfeuerwehr zum Flüchtlingszeltquartier in der Stadt Salzburg gerufen. Starke Windböen hatten zwei Zelte aus der Verankerung gerissen, in denen Flüchtlinge untergebracht sind.
Weiterlesen auf ORF.at >>
Wiesen: Flüchtlingsheim-Betreiber gibt auf
40 bis 60 Asylwerber hätten in ein ehemaliges Seniorenheim einziehen sollen, so der Plan eines Grazer Unternehmers. Der heftige Widerstand von Bürgern in Wiesen ist dem potenziellen Betreiber der Flüchtlings-Unterkunft aber zu viel geworden.
ORF Burgenland >>
Schade, dass sich bei den Asylheim-Diskussionen in Wiesen weder Pastoralamtsdirektor noch Caritas-Direktorin eingebracht haben.
Asylheim bleib in Schwebe
Die Bevölkerung zeigt reges Interesse an Infoveranstaltung. Der potenzielle Betreiber sieht den Ball beim Land.
KURIER >>
Montag, 12. Januar 2015
Bischöfliche Hauskapelle erhielt portable Kleinorgel
Ich hatte bereits vor Weihnachten von einer neuen Orgel anlässlich der Radiomesse aus der bischöflichen Hauskapelle berichtet. Mit meiner Kostenschätzung lag ich nicht falsch. Welche Gremien bei diesem Projekt befasst waren, ist nicht bekannt.
Die Hl. Messe sowie der Klang der Orgel können nun auf religion.orf.at nachgehört werden:
"Mit der Gemeinde feiert Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics."
Generalvikar Martin Korpitsch in seiner Einführung:
"Die Einrichtung des zweigeschossigen Sakralraumes, der dem Hl. Josef geweiht ist, oblag dem diözesanen Liturgiereferenten P. Hans-Ulrich Möring.
Künstlerische Beiträge erbrachten Thomas Resetarits und Heinz Ebner, beide renommierte Kunstschaffende des Burgenlandes.
Einige Tage vor Weihnachten erhielt die Kapelle eine neue portable Kleinorgel, ein Werk des oberösterreichischen Orgelbaumeisters Kögler."
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics:
"Am Ende dieses Gottesdienstes danke ich Ihnen als Bischof von Eisenstadt für die Mitfeier, besonders allen die vorbereitet und mitgestaltet haben: unserem Generalvikar Martin Korpitsch und Domprobst Hubert Wieder als Konzelebranten, dem Diakon Georg Wukovits, den Lektoren, der Vokalgruppe mit unserem Dommusikdirektor Thomas Dolezal und Zeremoniär Miroslav Mochnac, und wünsche Ihnen allen, sowie meinen Landsleuten hier im Burgenland, in Wien und in Amerika ein gesegnetes, gesundes und friedvolles Neues Jahr."
Ausführende der Vokalgruppe:
Christina Pass, Claudia Pumberger und Michael Wernsdorfer
Predigt von Bischof Zsifkovics >>
Die Hl. Messe sowie der Klang der Orgel können nun auf religion.orf.at nachgehört werden:
"Mit der Gemeinde feiert Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics."
Generalvikar Martin Korpitsch in seiner Einführung:
"Die Einrichtung des zweigeschossigen Sakralraumes, der dem Hl. Josef geweiht ist, oblag dem diözesanen Liturgiereferenten P. Hans-Ulrich Möring.
Künstlerische Beiträge erbrachten Thomas Resetarits und Heinz Ebner, beide renommierte Kunstschaffende des Burgenlandes.
Einige Tage vor Weihnachten erhielt die Kapelle eine neue portable Kleinorgel, ein Werk des oberösterreichischen Orgelbaumeisters Kögler."
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics:
"Am Ende dieses Gottesdienstes danke ich Ihnen als Bischof von Eisenstadt für die Mitfeier, besonders allen die vorbereitet und mitgestaltet haben: unserem Generalvikar Martin Korpitsch und Domprobst Hubert Wieder als Konzelebranten, dem Diakon Georg Wukovits, den Lektoren, der Vokalgruppe mit unserem Dommusikdirektor Thomas Dolezal und Zeremoniär Miroslav Mochnac, und wünsche Ihnen allen, sowie meinen Landsleuten hier im Burgenland, in Wien und in Amerika ein gesegnetes, gesundes und friedvolles Neues Jahr."
Ausführende der Vokalgruppe:
Christina Pass, Claudia Pumberger und Michael Wernsdorfer
Predigt von Bischof Zsifkovics >>
Donnerstag, 2. Oktober 2014
"Das haben die Pfarrer doch selbst gemacht"
Kurier vom 02.10.2014:
Lothar
Müller
3.10.2014
An
Begegnung & Dialog
zu
Herrn Bantsich – Kein Termin mit Bischof !
Lieber
Herr Bantsich! Sie stellen fest, dass Sie seit mehr als sechs Monaten keinen
Termin bei Ihrem Bischof erhalten haben.
Diese
offensichtliche Kommunikationsschwäche Ihres – von uns (Tirol) weit entfernten
- Bischofs tut mir leid. Aber das wird
sich mit der Neuformulierung des Kirchenrechts ändern – denn da werden wir uns
für die Übernahme des staatlichen Amtsverfahrensgesetzes (Stellungnahmen
innerhalb von sechs Monaten) einsetzen.
Andernfalls
darf sich ein Herr Bischof nicht über eine seiner (unentschuldigten)
Fristüberschreitung entsprechende Reduktion von betroffenen KirchenbeitragszahlerInnen
wundern. Diese Sprache verstehen alle – leider!
Wer
an der Spitze stehen will, muss auch Leistung erbringen – oder gehen. Amen.
Mit
den besten Grüßen
Lothar
Müller
Mittwoch, 1. Oktober 2014
Rätselraten in Großwarasdorf: Wer hat Bischof eingesperrt?
Großes Rätselraten herrscht derzeit in der kleinen Gemeinde im Bezirk Oberpullendorf. Alle fragen sich, wer letzte Woche den Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics in den Pfarrhof eingesperrt hat (der KURIER berichtete).
In der 1500-Seelen-Gemeinde hält man sich bedeckt. Ein Lokalaugenschein zeigt: Die Leute munkeln, haben Verdächtigungen, möchten diese gegenüber dem KURIER aber nicht preisgeben. Im Dorfgasthaus gibt sich die Wirtin bedeckt. Natürlich habe sie eine Meinung, diese wolle sie aber nicht in der Zeitung lesen. Auch die Gemeinde sagt dazu nichts.
Eine Ortsbewohnerin erzählt dann doch frei von der Leber weg. Emma Karall glaubt zu wissen, wer den Riegel vor das Schloss geschoben hat. "Das haben die Pfarrer doch selbst gemacht. Damit wollen sie die Leute täuschen", meint die 82-Jährige.
Gemutmaßt wird aber auch, dass es einer der Protestierer war, die sich gegen die Abberufung des früheren Pfarrers wehren. "Es gibt viele Spekulationen und ich bin bereits verdächtigt worden", sagt Stefan Bantsich von der Protestbewegung. "Ich habe aber selbst erst am Samstag davon gehört."
Wer tatsächlich hinter der Tat steckt, wird derzeit von der Polizei geprüft. "Wir haben die Spuren gesichert, verfolgen aber keine heiße Spur. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Staatsanwaltschaft eingeschaltet", sagt Helmut Marban von der Landespolizeidirektion Burgenland.
Quelle: Kurier
Dienstag, 30. September 2014
Wirbel in Großwarasdorf: Bischof Zsifkovics im Pfarrhof eingesperrt
Bischof Ägidius Zsifkovics und andere Geistliche wurden im Großwarasdorfer Pfarrhof eingesperrt. Die Polizei musste helfen.
Im Pfarrhof von Großwarasdorf kam es am vergangenen Freitag – wie die BVZ exklusiv erfuhr – zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz: Bischof Ägidius Zsifkovics und andere Geistliche wurden regelrecht eingesperrt. Dies bestätigte am Montag die Diözese Eisenstadt auf Anfrage der BVZ.
Von außen gezielt angebrachte Sperrvorrichtung
Bischof Ägidius Zsifkovics habe zunächst in Kleinwarasdorf mit Bischofsvikar Stefan Vukits und anderen Geistlichen die Seelenmesse für den kürzlich verstorbenen Diözesanpriester Stipe Mlikotic zelebriert. Im Anschluss fuhr man gemeinsam nach Großwarasdorf, um im dortigen Pfarrhof eine Agape zu halten. „Dort kam es zu einem äußerst bedenklichen Zwischenfall“, heißt es von der Diözese.
Nach der Agape fanden Bischof Zsifkovics, die anderen Teilnehmer und die geistlichen Schwestern das große Tor des Pfarrhofes mit einer zwischenzeitlich von außen gezielt angebrachten Sperrvorrichtung verschlossen vor, sodass niemand den Pfarrhof verlassen konnte und polizeiliche Hilfe in Anspruch genommen werden musste.
Staatsanwaltschaft wird jetzt eingeschaltet
Die Polizei hat nach der Öffnung des Tores die Aussagen aller Betroffenen aufgenommen und sofort mit der Spurensuche begonnen.
„Auch wurden Aussagen Dritter zum möglichen Täter bzw. Täterkreis zu Protokoll genommen, zumal verdächtige Personen im zeitlichen und räumlichen Umfeld der Tat gesichtet wurden. Da es bereits in der jüngsten Vergangenheit in Großwarasdorf zu ähnlich gelagerten nötigungsähnlichen Handlungen gegen kirchliche Personen gekommen ist, verfolgt die Polizei sehr konkrete Spuren und hat mitgeteilt, die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einzuschalten“, so die Diözese.
Quelle: bvz.at
Bischof in Pfarrhof eingesperrt
Die Diözese Eisenstadt bestätigte den Vorfall am Dienstag. Man sprach von einem „äußerst bedenklichen Zwischenfall“. Der Bischof habe zuvor im benachbarten Kleinwarasdorf mit Bischofsvikar Stefan Vukits und anderen Geistlichen die Seelenmesse für einen kürzlich verstorbenen Priester der Diözese gefeiert. Danach sei man nach Großwarasdorf gefahren, um im Pfarrhof eine Agape zu halten.
Nach Agape im Pfarrhof eingesperrt
Nach der Agape hätten Bischof Zsifkovics, die anderen Teilnehmer und die geistlichen Schwestern das große Tor des Pfarrhofs mit einem Kettenschloss versperrt vorgefunden, so der Sprecher der Diözese Eisenstadt, Dominik Orieschnig. Niemand aus der Trauergemeinde habe den Pfarrhof verlassen können, polizeiliche Hilfe musste in Anspruch genommen werden, um das Tor zu öffnen.
Unruhe nach Absetzung des Pfarrers
In der Pfarre Großwarasdorf gärt es seit Monaten wegen der Abberufung des früheren Pfarrers gegen den Willen der Gläubigen - mehr dazu in Großwarasdorf: Pfarrer des Amtes enthoben, Causa Jelic: Gläubige blockieren Pfarrhof, Pfarrer-Streit: Wieder Demo gegen Absetzung. Der Vorfall von vergangenem Freitag sei nicht der erste nötigungsähnliche Zwischenfall gewesen, sagte Orieschnig. Es habe in diesem Zusammenhang ganz gezielte Handlungen gegeben, leitende Mitglieder der Diözese Eisenstadt vom Betreten des Pfarrhofes abzuhalten, auch durch den Einsatz physischer Mittel.
Die Polizei ermittelt und will die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einschalten. Jedenfalls wurden verdächtige Personen rund um den Pfarrhof beobachtet, es gebe „sehr konkrete Spuren“, hieß es am Dienstag.
Quelle: burgenland.orf.at
Blog-Archiv zur "Causa Großwarasdorf" >>
Es geht um dieses Gartentor, durch das der Phaeton zwar hinein, aber nicht mehr heraus kam.
Im Pfarrhof von Großwarasdorf kam es am vergangenen Freitag – wie die BVZ exklusiv erfuhr – zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz: Bischof Ägidius Zsifkovics und andere Geistliche wurden regelrecht eingesperrt. Dies bestätigte am Montag die Diözese Eisenstadt auf Anfrage der BVZ.
Von außen gezielt angebrachte Sperrvorrichtung
Bischof Ägidius Zsifkovics habe zunächst in Kleinwarasdorf mit Bischofsvikar Stefan Vukits und anderen Geistlichen die Seelenmesse für den kürzlich verstorbenen Diözesanpriester Stipe Mlikotic zelebriert. Im Anschluss fuhr man gemeinsam nach Großwarasdorf, um im dortigen Pfarrhof eine Agape zu halten. „Dort kam es zu einem äußerst bedenklichen Zwischenfall“, heißt es von der Diözese.
Nach der Agape fanden Bischof Zsifkovics, die anderen Teilnehmer und die geistlichen Schwestern das große Tor des Pfarrhofes mit einer zwischenzeitlich von außen gezielt angebrachten Sperrvorrichtung verschlossen vor, sodass niemand den Pfarrhof verlassen konnte und polizeiliche Hilfe in Anspruch genommen werden musste.
Staatsanwaltschaft wird jetzt eingeschaltet
Die Polizei hat nach der Öffnung des Tores die Aussagen aller Betroffenen aufgenommen und sofort mit der Spurensuche begonnen.
„Auch wurden Aussagen Dritter zum möglichen Täter bzw. Täterkreis zu Protokoll genommen, zumal verdächtige Personen im zeitlichen und räumlichen Umfeld der Tat gesichtet wurden. Da es bereits in der jüngsten Vergangenheit in Großwarasdorf zu ähnlich gelagerten nötigungsähnlichen Handlungen gegen kirchliche Personen gekommen ist, verfolgt die Polizei sehr konkrete Spuren und hat mitgeteilt, die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einzuschalten“, so die Diözese.
Quelle: bvz.at
Bischof in Pfarrhof eingesperrt
Die Diözese Eisenstadt bestätigte den Vorfall am Dienstag. Man sprach von einem „äußerst bedenklichen Zwischenfall“. Der Bischof habe zuvor im benachbarten Kleinwarasdorf mit Bischofsvikar Stefan Vukits und anderen Geistlichen die Seelenmesse für einen kürzlich verstorbenen Priester der Diözese gefeiert. Danach sei man nach Großwarasdorf gefahren, um im Pfarrhof eine Agape zu halten.
Nach Agape im Pfarrhof eingesperrt
Nach der Agape hätten Bischof Zsifkovics, die anderen Teilnehmer und die geistlichen Schwestern das große Tor des Pfarrhofs mit einem Kettenschloss versperrt vorgefunden, so der Sprecher der Diözese Eisenstadt, Dominik Orieschnig. Niemand aus der Trauergemeinde habe den Pfarrhof verlassen können, polizeiliche Hilfe musste in Anspruch genommen werden, um das Tor zu öffnen.
Unruhe nach Absetzung des Pfarrers
In der Pfarre Großwarasdorf gärt es seit Monaten wegen der Abberufung des früheren Pfarrers gegen den Willen der Gläubigen - mehr dazu in Großwarasdorf: Pfarrer des Amtes enthoben, Causa Jelic: Gläubige blockieren Pfarrhof, Pfarrer-Streit: Wieder Demo gegen Absetzung. Der Vorfall von vergangenem Freitag sei nicht der erste nötigungsähnliche Zwischenfall gewesen, sagte Orieschnig. Es habe in diesem Zusammenhang ganz gezielte Handlungen gegeben, leitende Mitglieder der Diözese Eisenstadt vom Betreten des Pfarrhofes abzuhalten, auch durch den Einsatz physischer Mittel.
Die Polizei ermittelt und will die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einschalten. Jedenfalls wurden verdächtige Personen rund um den Pfarrhof beobachtet, es gebe „sehr konkrete Spuren“, hieß es am Dienstag.
Quelle: burgenland.orf.at
Blog-Archiv zur "Causa Großwarasdorf" >>
Es geht um dieses Gartentor, durch das der Phaeton zwar hinein, aber nicht mehr heraus kam.
Mittwoch, 28. Mai 2014
Ich würde gerne eine „angeregte Dialogpredigt“ mit Bischof Ägidius führen
Gastbeitrag von Mag. Ludwig Leitner:
Auf der Titelseite der letzten Ausgabe des martinus (Nr. 21 v. 25. Mai 2014) ist Bischof Zsifkovics mit Kindern aus Müllendorf abgebildet. Im Kommentar dazu heißt es:
Bischof Ägidius führte mit ihnen eine angeregte Dialogpredigt und lud die Kinder dazu ein, mehr „Du-Mensch“ als „Ich-Mensch“ zu sein. „Du-Mensch“ zu sein bedeutet Offen-Sein für andere.
Ich würde auch gerne eine „angeregte Dialogpredigt“ mit Bischof Ägidius führen. Seit beinahe zwei Jahren (!) ersuche ich um ein persönliches Gespräch mit ihm – ohne Erfolg (siehe „Korrespondenz“!). Bischof Ägidius sollte die „Einladung“ an die Kinder auch an sich selbst richten! „Du-Mensch“ zu sein bedeutet Offen-Sein für andere. Wie wahr! Zu den "anderen" sollten freilich auch solche gehören, die es gewohnt sind, einen Dialog auf „Augenhöhe“ zu führen!
Auf der Titelseite der letzten Ausgabe des martinus (Nr. 21 v. 25. Mai 2014) ist Bischof Zsifkovics mit Kindern aus Müllendorf abgebildet. Im Kommentar dazu heißt es:
Bischof Ägidius führte mit ihnen eine angeregte Dialogpredigt und lud die Kinder dazu ein, mehr „Du-Mensch“ als „Ich-Mensch“ zu sein. „Du-Mensch“ zu sein bedeutet Offen-Sein für andere.
Ich würde auch gerne eine „angeregte Dialogpredigt“ mit Bischof Ägidius führen. Seit beinahe zwei Jahren (!) ersuche ich um ein persönliches Gespräch mit ihm – ohne Erfolg (siehe „Korrespondenz“!). Bischof Ägidius sollte die „Einladung“ an die Kinder auch an sich selbst richten! „Du-Mensch“ zu sein bedeutet Offen-Sein für andere. Wie wahr! Zu den "anderen" sollten freilich auch solche gehören, die es gewohnt sind, einen Dialog auf „Augenhöhe“ zu führen!
16.12.2012:
Beilage: Offener Brief vom 01.08.2012
Ich weiß nicht, ob Sie das Haus jemals persönlich betreten haben; mit Ihrem Urteil haben Sie es jedenfalls „mit Füßen getreten“! Und vielleicht empfinden dies auch alle so, die jemals „Gäste“ im Christophorus-Haus waren, besonders die vielen Schülerinnen und Schüler. Zu den pastoralen „Highlights“ zählten meines Erachtens die ökumenischen Abschlussgottesdienste mit unseren Maturanten am letzten Schultag ihres Lebens vor der schriftlichen Matura. Sie können Ihren Vorgänger, Bischof Iby, befragen, der im Rahmen der bischöflichen Visitation zweimal dabei war. Beim letzten Gottesdienst im Mai hatten wir den Philipperhymnus als zentrale Bibelstelle gewählt (Phil 2, 5 -11).
Ich brauche Ihnen wohl nicht zitieren, von welcher „Gesinnung“ dort die Rede ist! Legt man dieses „Maß“ an, dann stimmt wohl das Urteil „niemals auch nur annähernd“!
Ich habe heuer bei der mündlichen Matura im Juni einer Kandidatin die folgende Frage gestellt:
19.03.2013:
14.04.2013:
Sehr geehrter Herr Diözesanbischof!
Mit Freude habe ich Ihrem Schreiben vom 26. März 2013, das ich am Karfreitag erhielt, den Dank für mein „Engagement in der Vergangenheit“ entnommen. Ich würde Ihnen gerne viel mehr über die 7 Jahre dieses Engagements erzählen, die ich als harte, aber auch sehr glückliche Zeit in Erinnerung behalte. Vielleicht würden Sie meine heutigen Sorgen dann auch besser verstehen. Mein Engagement währt bis heute und meine „Korrespondenz mit Ihnen“ sehe ich auch als einen Teil davon.
Die Wahl Ihrer Worte (Aggression, Vorurteil und Respektlosigkeit) hat mich etwas erschreckt; anscheinend sind Sie durch meine Wortwahl aber doch auch betroffen?
Wir haben ja beide eine humanistische Bildung genossen: aggredior … ich gehe heran.
Vielleicht bin ich Ihnen etwas zu Nahe getreten; aber es gehört zu meinem Wesen, nahe heranzugehen! „Fürchtet euch nicht!“ (Lk 2,10; Mt 28,10) schließt sich für mich wie eine „Klammer“ um das Evangelium, die für mich einen besonderen „Halt“ bedeutet.
Jesus ist für mich ein Vorbild, wie er furchtlos und sehr nahe den unterschiedlichsten Menschen begegnet. Vielleicht bin ich daher auch leichter „respektlos“. Im Duden wird Respekt erklärt mit „Ehrerbietung, schuldige Achtung und Scheu“. Ich habe tatsächlich keine Scheu, offen meine Meinung zu sagen – gegenüber wem auch immer! Ich habe dies auch in der Vergangenheit gegenüber Ihren Amtvorgängern im Bischofsamt unserer Diözese so gehalten – und es war dennoch ein persönliches Gespräch mit ihnen möglich.
Eine Offenheit/ein Angebot in diese Richtung vermisse ich in Ihrem Brief. Ich hoffe aber nach wie vor auf eine solche Möglichkeit.
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Sehr geehrter Herr Diözesanbischof!
Im Sommer habe ich Ihnen einen „offenen Brief“ gesendet, der auch in mehreren Medien veröffentlicht worden ist. Von vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, Freunden und Verwandten, Priestern, …. habe ich daraufhin wunderbare und ermutigende Rückmeldungen erhalten.
Vielleicht ist mein Brief im Trubel der sommerlichen „Umbauarbeiten“ im Bischofshof nicht zu Ihnen gelangt? Ich lege ihn daher nochmals bei und greife mein Angebot darin auf, Ihnen in einem Gespräch mehr über die Geschichte des St. Christophorus-Hauses zu erzählen.
Ich bitte daher um einen persönlichen Gesprächstermin, um mit Ihnen als einfacher Christ (mit theologischer Basis) auch über aktuelle Entwicklungen in unserer Kirche zu sprechen.
Mit „adventlichem“ Gruß
Im Sommer habe ich Ihnen einen „offenen Brief“ gesendet, der auch in mehreren Medien veröffentlicht worden ist. Von vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, Freunden und Verwandten, Priestern, …. habe ich daraufhin wunderbare und ermutigende Rückmeldungen erhalten.
Vielleicht ist mein Brief im Trubel der sommerlichen „Umbauarbeiten“ im Bischofshof nicht zu Ihnen gelangt? Ich lege ihn daher nochmals bei und greife mein Angebot darin auf, Ihnen in einem Gespräch mehr über die Geschichte des St. Christophorus-Hauses zu erzählen.
Ich bitte daher um einen persönlichen Gesprächstermin, um mit Ihnen als einfacher Christ (mit theologischer Basis) auch über aktuelle Entwicklungen in unserer Kirche zu sprechen.
Mit „adventlichem“ Gruß
Bildungshaus aufgelöst (martinus Nr. 30 , 29. Juli 2012, S. 18)
„Niemals auch nur annähernd“ – hätten sich die Erwartungen an das Christophorus-Haus erfüllt!
Mit diesen Worten in Ihrem Dekret, Herr Diözesanbischof, fällen Sie ein pauschales und hartes Urteil. Bedenken Sie, was dazu schon in der Bergpredigt zu lesen ist: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird euch zugeteilt werden.“ (Mt 7, 1 -2).
Sie haben gerade maturiert, als das Haus eingeweiht wurde, und weit weg von Oberschützen Theologie studiert, als ich in den 80er Jahren das Haus betreut habe. Ich würde Ihnen in einem persönlichen Gespräch mehr erzählen über die bescheidenen Anfänge. Nur ein kleines Beispiel: in meinem ersten Arbeitsjahr ab September 1982 hat es bis zum Aschermittwoch im Jahr 1983 gedauert, bis ein Bildungsbudget genehmigt war. Die Veranstaltungen, die ich trotzdem bis dahin organisiert hatte, haben wir aus unseren privaten familiären Ersparnissen vorfinanziert!
Ich weiß nicht, ob Sie das Haus jemals persönlich betreten haben; mit Ihrem Urteil haben Sie es jedenfalls „mit Füßen getreten“! Und vielleicht empfinden dies auch alle so, die jemals „Gäste“ im Christophorus-Haus waren, besonders die vielen Schülerinnen und Schüler. Zu den pastoralen „Highlights“ zählten meines Erachtens die ökumenischen Abschlussgottesdienste mit unseren Maturanten am letzten Schultag ihres Lebens vor der schriftlichen Matura. Sie können Ihren Vorgänger, Bischof Iby, befragen, der im Rahmen der bischöflichen Visitation zweimal dabei war. Beim letzten Gottesdienst im Mai hatten wir den Philipperhymnus als zentrale Bibelstelle gewählt (Phil 2, 5 -11).
Ich brauche Ihnen wohl nicht zitieren, von welcher „Gesinnung“ dort die Rede ist! Legt man dieses „Maß“ an, dann stimmt wohl das Urteil „niemals auch nur annähernd“!
Aber darf ich dieses „Maß“ auch an den Bischofshof anlegen, auch an Ihre Art das Bischofsamt auszuüben!?
Ich habe heuer bei der mündlichen Matura im Juni einer Kandidatin die folgende Frage gestellt:
Vor 50 Jahren – im Oktober 1962 – wurde das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet. Für Tomás Halik, katholischer Priester, Theologe und Soziologe an der Karls-Universität in Prag, stellen sich angesichts dieses Jubiläums mehr Fragen als Antworten:
… man denke an die festlichen Worte, mit denen das Konzilsdokument
„Über die Kirche“ beginnt: dass eben „Freude und Hoffnung, Trauer
und Angst der Menschen unserer Zeit auch Freude und Hoffnung,
Trauer und Angst der Kirche“ sind.
Diese Worte klingen fast wie ein Ehe-Gelöbnis. Die katholische Kirche
gelobt dem modernen Menschen Liebe, Achtung und Treue in guten wie
in schlechten Zeiten. Ist sie diesem Versprechen jedoch treu geblieben?
Kann sie heute mit gutem Gewissen eine „Goldene Hochzeit“ mit der
modernen Gesellschaft feiern? Auf der anderen Seite muss man
allerdings auch nüchtern fragen: War für den modernen Menschen
eine solche „Ehe“ je begehrenswert? (Publik-Forum Nr. 10, 2012, S. 32)
Versuche Antworten auf die gestellten Fragen von Tomás Halik zu geben!
Wie könnte eine Vision für die (katholische) Kirche in Europa aussehen –
ähnlich etwa des von lateinamerikanischen Bischöfen während des Konzils
an den Grabstätten der Urchristen Roms beschlossenen „Katakombenpakts“:
die Selbstverpflichtung einfach und solidarisch aufseiten der Armen zu
leben?
Die Kandidatin hat die Frage nicht beantwortet, weil sie die andere Frage wählte. Herr Diözesanbischof, wie würden Sie diese Frage beantworten?
Die lateinamerikanischen Bischöfe haben zu Hause ihre Konsequenzen gezogen: Dom Helder Camara zum Beispiel ist aus seinem Palast ausgezogen. Die Kirchenzeitung hätte damals einen Bericht darüber schreiben können mit dem Titel „Bischofshof aufgelöst“!
Was ich mir schließlich bezüglich Christophorus-Haus wünschen würde, Herr Diözesanbischof, ist, dass Sie den wahren Grund für die Auflösung nennen, nämlich Sparmaßnahmen! Und nicht Gründe vorschieben, über die Sie „auch nicht annähernd“ urteilen können. (Siehe dazu vielleicht auch Mt 7, 5 !).
Oberschützen, am 1. August 2012
Mag. Ludwig Leitner
Berggasse 8
7432 Oberschützen
„Offener Brief“ an den Herrn Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics; an folgende Redaktionen: martinus, Die Furche, Kurier, Der Standard, Wir sind Kirche
*******
19.03.2013:
Sehr geehrter Herr Diözesanbischof!
Da ich auf meine beiden Briefe im Sommer bzw. vor Weihnachten im vorigen Jahr keinerlei Antwort erhielt, nehme ich an, dass diese Sie entweder nicht „erreicht“ haben oder von Ihnen bewusst ignoriert worden sind.
Für den ersteren Fall lege ich nochmals eine Kopie meines ersten Briefes bei – durch unseren neuen Papst haben die darin formulierten Anliegen ja noch an Aktualität gewonnen!
Im anderen Fall ersuche ich nochmals um ein persönliches Gespräch – ermutigt durch den von ihnen geäußerten Wunsch an den neuen Papst, dass „er die Fähigkeit des Hinhörens und des Dialogs so einbringen kann, dass er mit seinen Mitarbeitern und den Bischöfen aus aller Welt befreit und offen reden könne.“ (Radio Burgenland, 14. 3. 2013)
Ich hoffe, dass auch Sie für meine Anliegen, die vielen Menschen unserer Diözese am Herzen liegen, ein „offenes Ohr“ haben werden.
Mit „österlichem“ Gruß
26.03.2013:
*******
14.04.2013:
Sehr geehrter Herr Diözesanbischof!
Mit Freude habe ich Ihrem Schreiben vom 26. März 2013, das ich am Karfreitag erhielt, den Dank für mein „Engagement in der Vergangenheit“ entnommen. Ich würde Ihnen gerne viel mehr über die 7 Jahre dieses Engagements erzählen, die ich als harte, aber auch sehr glückliche Zeit in Erinnerung behalte. Vielleicht würden Sie meine heutigen Sorgen dann auch besser verstehen. Mein Engagement währt bis heute und meine „Korrespondenz mit Ihnen“ sehe ich auch als einen Teil davon.
Die Wahl Ihrer Worte (Aggression, Vorurteil und Respektlosigkeit) hat mich etwas erschreckt; anscheinend sind Sie durch meine Wortwahl aber doch auch betroffen?
Wir haben ja beide eine humanistische Bildung genossen: aggredior … ich gehe heran.
Vielleicht bin ich Ihnen etwas zu Nahe getreten; aber es gehört zu meinem Wesen, nahe heranzugehen! „Fürchtet euch nicht!“ (Lk 2,10; Mt 28,10) schließt sich für mich wie eine „Klammer“ um das Evangelium, die für mich einen besonderen „Halt“ bedeutet.
Jesus ist für mich ein Vorbild, wie er furchtlos und sehr nahe den unterschiedlichsten Menschen begegnet. Vielleicht bin ich daher auch leichter „respektlos“. Im Duden wird Respekt erklärt mit „Ehrerbietung, schuldige Achtung und Scheu“. Ich habe tatsächlich keine Scheu, offen meine Meinung zu sagen – gegenüber wem auch immer! Ich habe dies auch in der Vergangenheit gegenüber Ihren Amtvorgängern im Bischofsamt unserer Diözese so gehalten – und es war dennoch ein persönliches Gespräch mit ihnen möglich.
Eine Offenheit/ein Angebot in diese Richtung vermisse ich in Ihrem Brief. Ich hoffe aber nach wie vor auf eine solche Möglichkeit.
Mit hoffnungsvollen Grüßen
*******
02.02.2014:
Sehr geehrter Herr Diözesanbischof!
Ich hatte ja schon die Hoffnung aufgegeben, da ich auch auf das Versprechen unseres neuen Generalvikars (ich kenne Martin seit meiner Gymnasialzeit in Mattersburg und schätze ihn nach wie vor) gleich nach seiner Amtseinführung im September, sich um einen Gesprächstermin für mich mit Ihnen zu bemühen, seither keinerlei Reaktion erhielt.
Der Besuch der österreichischen Bischöfe in den vergangenen Tagen in Rom und die Berichte darüber ermutigen mich aber – ich formuliere es jetzt bewusst so – mein Gesprächsangebot zu erneuern. Wie auf einem Foto ersichtlich (Die Presse, 27.1.2014, S. 3), waren Sie ja auch schon 2005 dabei; und so sollte Ihnen der Unterschied zu heute noch mehr bewusst sein, welchen Umgangston unser (neuer) Bischof in Rom im Vergleich zu früheren Zeiten pflegt: „Sein kommunikativer Stil muss auch für uns Bischöfe Vorbild sein.“ (Kardinal Schönborn in: Die Presse, 1.2.2014, S. 4). Auch Sie schreiben zur Fragebogenaktion: „Der Heilige Vater hat die Menschen um ihre Meinung gefragt, er verdient es auch, Antworten zu bekommen, egal, wie heiß ein Eisen auch ist. Und die Gläubigen, die sich der Mühe der Auseinandersetzung mit den Fragen unterzogen haben, haben es verdient, an zentraler Stelle gehört zu werden.“ (martinus, 2.2.2014, S. 3).
So habe ich wieder Hoffnung, auch in Eisenstadt Gehör zu finden – auch zu sogenannten „heißen Eisen“. Sie wurden in Rom ja auch nach den Reformgruppen in Österreich gefragt (Die Presse, 28.1.2014, S. 8). Als diözesane Kontaktperson und Vorstandsmitglied der Plattform „Wir sind Kirche“ würde ich Ihnen gerne unsere ursprünglichen und aktuellen Anliegen vortragen – und auch nur zu gerne erfahren, was Franziskus oder auch Sie von uns erwarten.
Ich freue mich auf eine hoffentlich positive Antwort – könnte mir vorstellen, dass auch Martin bei einem Gespräch mit dabei ist – und grüße Sie aus dem (noch) winterlichen Südburgenland.
Oberschützen, am Fest der Darstellung des Herrn, 2.2.2014
Kopie an Generalvikar Mag. Martin Korpitsch
Kopie an Generalvikar Mag. Martin Korpitsch
Dienstag, 22. April 2014
Österreicher vertrauen dem Papst wieder mehr als dem Dalai Lama
Auch der ungehorsame Pfarrer Helmut Schüller genießt weiterhin großes Vertrauen
Papst Franziskus hat es in Österreich gerichtet: Nicht mehr der Dalai Lama (wie noch 2011), sondern das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche kommt im vorösterlichen APA-OGM-Vertrauensindex auf den Bestwert. Den dritten Platz kann der ungehorsame Pfarrer Helmut Schüller für sich verbuchen. In den Minusbereich wurde der abgetretene Pontifex Josef Ratzinger verbannt.
Für den Vertrauensindex wurden in der Karwoche 500 Österreicher über 16 Jahren online befragt, ob sie der jeweiligen Person vertrauen oder nicht. Aus den Ja- und Nein-Stimmen wurde ein Saldo gebildet und dann ein Ranking erstellt. Die Schwankungsbreite beträgt plus/minus 4,5 Prozent.
Dalai Lama konnte klar zulegen
Der erstmals abgefragte Papst Franziskus liegt mit 59 Punkten an der Spitze, gefolgt vom Dalai Lama mit 50 Punkten. Dieser konnte damit gegenüber 2011 klar zulegen, damals reichten ihm 38 Punkte für den Spitzenplatz.
Schüller liegt mit 32 Punkten klar vor dem Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari, der mit 16 Punkten den Bestwert der österreichischen römisch-katholischen Bischöfe schafft. Gleich dahinter folgen Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn (15) und der neue Salzburger Erzbischof Franz Lackner (14).
Auf elf Punkte kommt der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, ebenso wie der Innsbrucker katholische Bischof Manfred Scheuer. Mit dem Wiener Dompfarrer Toni Faber (10) folgt dann wieder ein einfacher, wenn auch societyerprobter katholischer Kleriker, dahinter dann die Bischöfe Alois Schwarz (Gurk-Klagenfurt, 7), Ludwig Schwarz (Linz, 6) und Benno Elbs (Feldkirch, 6).
Minusbereich
Im Minusbereich finden sich der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios Kardamakis (-1), der Eisenstädter katholische Bischof Ägidius Zsifkovics (-3), Ex-Papst Benedikt XVI., also Joseph Ratzinger (-4), der Wiener Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg (-5), der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch (-8), und der St. Pöltner Bischof Klaus Küng (-12). Schlusslicht ist Fuat Sanac, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, mit -16 Punkten. Schon 2011 nahm sein Vorgänger Anas Schakfeh den letzten Platz im Vertrauensranking ein.
Größter Gewinner gegenüber der Befragung 2011 ist Bünker mit +14 Punkten vor dem Dalai Lama (12), Kapellari (9) und Scheuer (9). Auch Eisenberg (8), Küng (7), Zsifkovics (5), Schönborn (5), Alois Schwarz (4) und Faber (3) legten zu. Einen Vertrauensverlust mit minus 12 Punkten musste einzig Ratzinger hinnehmen. Alle anderen wurden heuer erstmals abgefragt.
Substanzielle Verbesserung der Vertrauenswerte
Laut OGM-Chef Wolfgang Bachmayer zeigt der Vertrauensindex im Vergleich zu 2011 eine durchgehende und substanzielle Verbesserung der Vertrauenswerte vor allem bei den Vertretern der katholischen Kirche. Er führt das auf das Abebben des Missbrauchsthemas, aber auch auf die Strahlkraft des neuen Papstes zurück. Auch die Akzeptanz der anderen Glaubensvertreter hat - bei sehr geringen Bekanntheitswerten - zugenommen. Das könne als Zeichen etwas zunehmender Toleranz interpretiert werden, so Bachmayer.
Quelle: Der Standard
Papst Franziskus hat es in Österreich gerichtet: Nicht mehr der Dalai Lama (wie noch 2011), sondern das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche kommt im vorösterlichen APA-OGM-Vertrauensindex auf den Bestwert. Den dritten Platz kann der ungehorsame Pfarrer Helmut Schüller für sich verbuchen. In den Minusbereich wurde der abgetretene Pontifex Josef Ratzinger verbannt.
Für den Vertrauensindex wurden in der Karwoche 500 Österreicher über 16 Jahren online befragt, ob sie der jeweiligen Person vertrauen oder nicht. Aus den Ja- und Nein-Stimmen wurde ein Saldo gebildet und dann ein Ranking erstellt. Die Schwankungsbreite beträgt plus/minus 4,5 Prozent.
Dalai Lama konnte klar zulegen
Der erstmals abgefragte Papst Franziskus liegt mit 59 Punkten an der Spitze, gefolgt vom Dalai Lama mit 50 Punkten. Dieser konnte damit gegenüber 2011 klar zulegen, damals reichten ihm 38 Punkte für den Spitzenplatz.
Schüller liegt mit 32 Punkten klar vor dem Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari, der mit 16 Punkten den Bestwert der österreichischen römisch-katholischen Bischöfe schafft. Gleich dahinter folgen Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn (15) und der neue Salzburger Erzbischof Franz Lackner (14).
Auf elf Punkte kommt der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker, ebenso wie der Innsbrucker katholische Bischof Manfred Scheuer. Mit dem Wiener Dompfarrer Toni Faber (10) folgt dann wieder ein einfacher, wenn auch societyerprobter katholischer Kleriker, dahinter dann die Bischöfe Alois Schwarz (Gurk-Klagenfurt, 7), Ludwig Schwarz (Linz, 6) und Benno Elbs (Feldkirch, 6).
Minusbereich
Im Minusbereich finden sich der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios Kardamakis (-1), der Eisenstädter katholische Bischof Ägidius Zsifkovics (-3), Ex-Papst Benedikt XVI., also Joseph Ratzinger (-4), der Wiener Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg (-5), der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch (-8), und der St. Pöltner Bischof Klaus Küng (-12). Schlusslicht ist Fuat Sanac, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, mit -16 Punkten. Schon 2011 nahm sein Vorgänger Anas Schakfeh den letzten Platz im Vertrauensranking ein.
Größter Gewinner gegenüber der Befragung 2011 ist Bünker mit +14 Punkten vor dem Dalai Lama (12), Kapellari (9) und Scheuer (9). Auch Eisenberg (8), Küng (7), Zsifkovics (5), Schönborn (5), Alois Schwarz (4) und Faber (3) legten zu. Einen Vertrauensverlust mit minus 12 Punkten musste einzig Ratzinger hinnehmen. Alle anderen wurden heuer erstmals abgefragt.
Substanzielle Verbesserung der Vertrauenswerte
Laut OGM-Chef Wolfgang Bachmayer zeigt der Vertrauensindex im Vergleich zu 2011 eine durchgehende und substanzielle Verbesserung der Vertrauenswerte vor allem bei den Vertretern der katholischen Kirche. Er führt das auf das Abebben des Missbrauchsthemas, aber auch auf die Strahlkraft des neuen Papstes zurück. Auch die Akzeptanz der anderen Glaubensvertreter hat - bei sehr geringen Bekanntheitswerten - zugenommen. Das könne als Zeichen etwas zunehmender Toleranz interpretiert werden, so Bachmayer.
Quelle: Der Standard
Labels:
Bischof Ägidius,
Papst Franziskus
Freitag, 18. April 2014
Bischof Zsifkovics: Priester müssen Menschen nahe sein
Der burgenländische Diözesanbischof nahm darin Bezug auf ähnlich lautende Worte von Papst Franziskus, der zu Beginn der Fastenzeit die Priester der Diözese Rom dazu aufgerufen hatte, in ihrem Wirken weder lax noch rigoros, auf keinen Fall jedoch "keimfrei und steril" zu sein.
Wie Franziskus dankte Zsifkovics den Priestern für ihren Einsatz und ihr Glaubenszeugnis, appellierte aber gleichzeitig an sie, über die Beziehung zu den ihnen anvertrauten Gläubigen nachzudenken. "Kennt Ihr die Wunden Eurer Pfarrangehörigen und seid Ihr ihnen wirklich nahe?", fragte der Bischof, und: "Wie ist unsere Beziehung zu den Armen und Schwachen, Kranken und Alten? Wie viele von uns weinen wirklich angesichts des Leidens eines Menschen, angesichts des Zerbrechens einer Familie, angesichts der vielen Menschen, besonders der Kinder und Jugendlichen, die den Weg zu Jesus nicht finden?"
Priester müssten sich wie Jesus für die Menschen einsetzen, betonte Zsifkovics. "Wir müssen ihnen nahe sein und dürfen keine Berührungsängste haben."
Quelle: kathweb
Die Predigt im Wortlaut auf martinus.at >>
Freitag, 21. März 2014
Diözese will "Plattformen der Begegnung und des offenen Gesprächs" schaffen
![]() |
| Dr. Uli Kempf, neue Leiterin von "Marketing Service" der Diözese |
„Ich möchte neue Türen öffnen, um uns – als Diözese – zu ermöglichen, auch neue Wege zu gehen: das betrifft unsere eigenen Medien, die wir etwa durch noch mehr Öffnung hin zu den Social Media bereichern wollen, das betrifft aber auch die Qualität, Quantität und Transparenz unserer Kommunikation mit allen relevanten öffentlichen Bereichen“.
Seither sind einige Monate vergangen. Der Webauftritt von martinus.at ist aber nicht besonders spannend, die Nachrichten alles andere als aktuell und interessant. Highlights sind seit Wochen der Inhalt des Fastenhirtenbriefes des Bischofs, die Absage der Kontakttage im Dekanat Großwarasdorf und Firmtermine. Keine Frage: ein "Marketing Service" ist vonnöten.
Nicht ganz klar ist mir, was mit "bischöflichem Marketing" gemeint ist. Ich nehme aber einmal an, dass damit nicht eine Ausweitung des bischöflichen Personenkultes gemeint ist, sondern dass es darum geht, was Papst Franziskus unlängst über die Bischöfe gesagt hat: die Kirche brauche keine Manager, sondern authentische Priester, mutige und milde Glaubenszeugen. Man müsse Bischöfe finden, die mit der Fähigkeit offener Rede gesegnet seien. "Der Bischof ist kein isolierter Zeuge, sondern einer gemeinsam mit der Kirche. Sein Leben und sein Dienst müssen die Auferstehung glaubhaft wiedergeben."
Seit Jahren fordere ich so etwas wie eine Plattform der Begegnungen und des offenen Gesprächs zu Reformanliegen innerhalb der Kirche. Fortschritte in diesem Sinn habe ich in der Diözese nicht erlebt. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben
Alles Gute & Gottes Segen, Uli Kempf für diese neue Aufgabe in unserer Diözese!
Diözese Eisenstadt verstärkt Öffentlichkeitsarbeit
Neue Arbeitsgruppe für Kommunikation eingerichtet - Caritas-Pressesprecherin Kempf Leiterin des Sachbereiches "Marketing Services"
Die Diözese Eisenstadt stellt ihre Kommunikationsarbeit neu auf. Eine Arbeitsgruppe "Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit" soll künftig Bischof, Pfarrer, Mitarbeiter der Diözese, Gläubige und die Öffentlichkeit noch besser miteinander vernetzen und neue Strukturen und Kanäle etablieren, heißt es in einer Aussendung der Diözese vom Montag. Dem Gremium gehören der Pressesprecher der Diözese Eisenstadt, Dominik Orieschnig, der Chefredakteur der Eisenstädter Kirchenzeitung "martinus", Franz Josef Rupprecht, und die Pressesprecherin der Caritas Eisenstadt, Uli Kempf. Die neue Arbeitsgruppe solle zeitgemäße Strukturen und Kanäle etablieren, um diözesane Inhalte und Themen sowohl intern als auch extern zu verstärken und um Verständnis für die Anliegen der Kirche im Burgenland zu schaffen, hieß es in einer Presseaussendung am Montag.
Kempf wurde von Bischof Ägidius Zsifkovics zugleich zur Leiterin des Sachbereiches "Marketing Service" bestellt. Mit der Bestellung Kempfs gehe er auf den Wunsch von Papst Franziskus nach mehr Frauen in kirchlichen Führungspositionen ein, betonte Bischof Zsifkovics.
Kempf ist verantwortlich für die Weiterentwicklung der Marke "Diözese Eisenstadt", für das "bischöfliche Marketing", sowie für das Veranstaltungsmanagement im nicht-liturgischen Bereich. Als ein Ziel ihrer neuen Funktion bezeichnete die Marketing-Beauftragte die Schaffung von Synergien zwischen Caritas und Bischofshof. Anliegen der Diözese gelte es "in die Sprache der Menschen von heute" zu übersetzen und "Plattformen der Begegnung, des offenen Gesprächs und des Miteinanders" zu schaffen.
Kathpress >>
Frauenpower für den Bischofshof
Bischof Zsifkovics richtet Arbeitsgruppe „Kommunikation“ ein. Uli Kempf ist neue Leiterin „Marketing Service“.
Martinus.at >>
Labels:
Bischof Ägidius,
Personalveränderung
Donnerstag, 6. März 2014
Fastenhirtenbrief 2014 von Bischof Ägidius J. Zsifkovics
ein großes Ereignis hat die Kirche in Österreich gleich zu Beginn dieses Jahres erlebt: den Besuch der österreichischen Bischöfe bei Papst Franziskus. Berührt und gestärkt von der persönlichen Begegnung mit dem Hl. Vater möchte ich am Beginn der Fastenzeit Euch allen etwas von der Dynamik und der Botschaft unseres Papstes vermitteln. Ihr fragt Euch sicher: Wie ist er eigentlich, unser neuer Papst? Die vielen berührenden Worte und liebevollen Gesten, die von Papst Franziskus schon bisher in der Öffentlichkeit bekannt waren, sie wurden in der persönlichen Begegnung mit ihm noch übertroffen. Sie lassen sich in folgender Botschaft zusammenfassen: Kirche sein heißt nicht verwalten, sondern gestalten. Es heißt missionarisch sein und hinausgehen zu den Menschen, um ihnen mit Liebe und Verständnis das Licht des Glaubens und die Freude des Evangeliums zu bringen. Dies alles muss in der tiefen Freundschaft mit Jesus Christus wurzeln – eine Freundschaft, die Papst Franziskus zutiefst ausstrahlt und die wir alle brauchen, um frohe und glaubwürdige Zeugen Christi für andere zu sein.
Wer hinausgeht in die Welt, braucht selbst ein stabiles Fundament, ein sicheres Zuhause der Seele und des Geistes, aus dem er schöpft. Drei Räume sind es, die wir alle als unser sicheres Zuhause betrachten dürfen:
Der erste Raum ist die Familie. Sie ist der Ort, in dem jeder von uns und seine Wahrheit als Mensch tief verwurzelt sind. Die Familie ist die grundlegende Zelle der Gesellschaft und der Ort, wo man lernt, in Verschiedenheit zusammenzuleben. Somit ist sie als Hauskirche der vorrangige Ort der lebendigen Weitergabe des Glaubens. Tun wir alles, damit in unseren Familien wieder mehr über den Glauben gesprochen wird, damit gemeinsam gebetet und der Sonntag würdig gefeiert wird! Der beste Religionsunterricht kann das lebendige Beispiel, das betende Eltern ihren Kindern geben, nicht ersetzen. Ehe und Familie sind ein hohes, ein sehr schönes Ideal, sie sind kein Auslaufmodell! In Zeiten eines neuzeitlichen Individualismus und familienfeindlicher Ideologien gelingt es vielen nicht, diesem Ideal zu entsprechen. Wenn der sehnliche Wunsch nach dauerhafter Liebe und Treue nicht in Erfüllung geht, sind der Schmerz und die Enttäuschung darüber bei den Betroffenen selbst wohl am allergrößten. Wir als Kirche müssen ihnen in besonders liebevoller Weise beistehen und dürfen sie nicht verurteilen. Wir müssen Sorge tragen, dass vom Ehepartner geschiedene Menschen nicht auch noch das Gefühl haben, von der Liebe ihrer Mitmenschen, ihrer Kirche, ihrer Pfarrgemeinde ausgeschlossen zu sein. Denn, so Papst Franziskus: Die Barmherzigkeit Gottes schließt niemanden aus.
Der zweite Raum unseres Zuhauses ist die Pfarre. Sie ist der Raum, den Gott der Kirche anvertraut hat, um ihn zu einem fruchtbaren Feld und zu einem blühenden Garten zu machen. Doch dieser Garten ist nicht eine durchgestylte barocke Anlage. In diesem bunten Garten wächst alles. Hier gibt es starke Bäume und zarte Pflanzen; hier gibt es aktive Elemente, aber auch schläfrige; solche, die Wohlgeruch verbreiten, und solche, die dies nicht tun. Sie alle aber haben ihren Platz und können auf die eine oder andere Weise zum Zusammenleben beitragen. Die Pfarrer in ihrem Leitungsamt haben die schwierige Aufgabe, in ihrer seelsorglichen Arbeit alle noch so unterschiedlichen Mitglieder ihrer Gemeinde zu sehen und auf deren Heil bedacht zu sein. Dabei darf der Priester, ohne dass sein sakramentaler Dienst verdunkelt wird, glücklicherweise auf die wertvolle und unverzichtbare Unterstützung und den Beitrag verschiedener Mitarbeiter und aller Gläubigen zählen. Vergesst bitte nie: Jeder von Euch im bunten Garten Gottes ist gerufen, jeder von Euch ist gesandt! Seid engagierte und verlässliche Pfarrmitglieder!
Der dritte Raum unseres Zuhauses ist die Beichte. Sie ist der Ort, wo wir Gottes barmherzige Liebe erfahren. Hier begegnen wir Christus, der uns die Kraft zur Umkehr und zum neuen Leben gibt. Da der Mensch eine Seele und ein Gewissen hat, wird die Beichte ebenso wenig ihre Bedeutung verlieren wie die Familie. Was immer uns belastet, wofür immer wir uns schuldig fühlen: Gott vergibt, wenn wir selbst es zulassen und bereit zur Umkehr sind. Der Beichtstuhl ist eine „Duschkabine“ für die Seele. Viel zu oft steht diese Duschkabine leer. Als Hirte möchte ich alles tun, um Euch beim Wiederentdecken dieses vergessenen Sakraments mit Feingefühl und Verständnis zur Seite zu stehen. Ich weiß es aus eigener Erfahrung: der Schritt in den Beichtstuhl kann schwer sein. Er fällt manchen Menschen schwerer als eine Schönheitsoperation, bei der oft enorme Schmerzen und Kosten in Kauf genommen werden um der äußeren Schönheit willen. Als Hirte ist mir Eure innere Schönheit wichtig. Ich lade Euch daher ein: Öffnet in dieser Fastenzeit die Tür Eures Gewissens, überwindet die Schwellenangst und geht zur Beichte! Gönnt Euch selbst dieses wunderbare Sakrament und die reinigende Erfahrung der Vergebung!
Im heutigen Evangelium hörten wir von den drei Versuchungen Jesu in der Wüste. Die Versuchung, sich selbst zum Maß aller Dinge zu machen, richtet sich oft auch gegen die Familie. Wie oft leiden und zerbrechen Ehe und Familie am Wunsch des Menschen, frei und unabhängig leben zu können, ohne Rücksicht auf Verluste! Wie oft läuft aber auch das Leben in unseren Pfarren Gefahr, zur Spielwiese für die Interessen und die Selbstdarstellung Einzelner oder kleiner Gruppen zu werden, an denen die ganze Gemeinschaft zu leiden hat! Auf dem „neuen pastoralen Weg“ unserer Diözese wird Seelsorge auch pfarrübergreifend stattfinden. Das braucht neue Formen der Zusammenarbeit und die Absage an altes Besitz- und Machtdenken. Halten wir uns nicht krampfhaft fest an gewohnten Strukturen, sondern bleiben wir offen für den Geist Gottes! Nur so können wir ständig Neues hervorbringen. Es steht nirgendwo geschrieben, dass der Ort dieses Anrufes von Gott nur das Pfarrzentrum oder die gemütliche Pfarrveranstaltung sein kann. Gott erreicht den Menschen an jedem Ort, selbst dort, wo es keinen Handyempfang gibt. Und wie oft schließlich führt uns die Versuchung der Selbstgerechtigkeit und der Überheblichkeit dazu, zu meinen, keine Sünden zu haben oder uns selbst von unseren Fehlern und Sünden lossprechen zu können! Im Blick auf Jesus können wir diesen Versuchungen widerstehen.
Abschließend dürfen wir Gott dankbar sein für das, was die Kirche in Österreich zum Heil der Gläubigen und zum Wohl vieler Menschen und der ganzen Gesellschaft wirkt. Papst Franziskus hat die Bischöfe beim Ad-limina-Besuch gebeten, allen, die sich dafür einsetzen, seinen Dank und seinen Segen zu übermitteln. Ich tue dies hiermit und danke als Bischof den Priestern, Diakonen, Ordensleuten und allen engagierten Laien unserer Diözese, die bereitwillig und großherzig im Weinberg des Herrn arbeiten. Papst Franziskus erinnert uns aber auch immer wieder daran, die Armen nicht zu vergessen. So bitte ich Euch auch in diesem Jahr, die Fastenaktion unserer Diözese, die den Ärmsten der Armen zugute kommt, großherzig zu unterstützen!
Eine gesegnete Fastenzeit und ein frohes Osterfest wünscht von Herzen
+Ägidius J. Zsifkovics
Bischof von Eisenstadt
martinus.at
Bischof zu Beichte: "Duschkabine für die Seele"
Der Eisenstädter Hirte Ägidius Zsifkovics appelliert in seinem am Aschermittwoch veröffentlichten Fasten-Hirtenbrief, Geschiedenen in "liebevoller" Weise beizustehen.
Der Beichtstuhl sei eine "Duschkabine für die Seele". Mit diesem höchst ungewöhnlichen Vergleich versucht der Eisenstädter Bischof Ägidius J. Zsifkovics für die Beichte zu werben. Die Überwindung der Schwellenangst falle manchen Menschen "schwerer als eine Schönheitsoperation, bei der oft enorme Schmerzen und Kosten in Kauf genommen werden um der äußeren Schönheit willen", erklärte er in seinem Fastenhirtenbrief, der am Aschermittwoch veröffentlicht wurde.
DiePresse.com
Die Fastenbotschaft von Papst Franziskus für 2014
Er wurde arm, um uns durch seine Armut reich zu machen (vgl. 2 Kor 8,9)
Radio Vatikan >>
Dienstag, 25. Februar 2014
Großwarasdorf: "Wollen unseren Pfarrer zurück"
Wie berichtet, wurde Pfarrmoderator Ivan Jelic am 17. Feber seines Amtes enthoben. Seither kämpfen die Gläubigen in Großwarasdorf und Nebersdorf um den beliebten Priester. Dieser versteht seine Amtsenthebung nicht. "Die Entscheidung, die dazu geführt hat, überraschte mich selbst, denn gemäß dem Vertrag zwischen der Diözese Eisenstadt und der Franziskanerprovinz Bosna Srebrena aus Sarajevo hätte ich bis 2016 bleiben sollen. Aber mein bosnischer Provinzial und der Eisenstädter Bischof haben aus nur ihnen bekannten Gründen beschlossen, mich meiner Ämter zu entheben. Weder der eine, noch der andere haben in ihren Dekreten die Gründe angeführt, wegen derer ich abberufen wurde. Mit mir wurde im Vorfeld auch nicht darüber gesprochen."
Probleme
Über die Gründe seiner Abberufung kann Jelic nur mutmaßen. "Es gab Meinungsverschiedenheiten bzw. Unterschiede bei der Auffassung, welche Aufgaben die Klosterschwestern, die mir als Pastoralassistenten zugeteilt wurden, haben. Ich bin der Meinung, dass dies kein Grund für meine Abberufung war und finde die Entscheidung ungerecht und unkorrekt. Dennoch akzeptiere ich sie und möchte die Probleme nicht weiter vertiefen." Trotz intensiver Vermittlungsversuche auf Dekanats- und Diözesanebene sei es leider nicht möglich gewesen, einen seit längerem bestehenden persönlichen Konflikt zwischen Ivan Jelic und den geistlichen Schwestern im Kloster Großwarasdorf zu entschärfen, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme seitens der Diözese.
Eklat am Flughafen
"Die Beschwerden über das Zerwürfnis haben sich gehäuft, so dass eine Zusammenarbeit der Ordensleute auf beiden Seiten nicht mehr möglich war." Um für die Zukunft eine ungestörte Zusammenarbeit und eine unbelastete Seelsorge zu ermöglichen, wurde Jelic von seinem Provinzial und Oberen in Bosnien aus der Diözese Eisenstadt wieder abberufen, heißt es weiter.
Kirchenaustritte
Kein Trost für die zahlreichen Gläubigen, die mit einigen Aktionen ihren Pfarrer den Rücken stärken wollen. An die 100 Personen haben ihren Austritt aus der Kirche in einer Petition angekündigt, diese wurde dem Bischof am Flughafen übergeben. Eine Abordnung von Gläubigen, darunter die 75-jährige Hildegard Oszvald, stellte Bischof Ägidius Zsifkovics dort zur Rede. Darauf soll dieser geantwortet haben: "Gehen Sie nach Hause und bereiten Sie sich auf etwas anderes vor." Dann hat er mir geraten, ich soll schauen, dass ich die Hl. Sakramente bekomme", ist Frau Oszvald entsetzt. Auch die Aussage, es sei ihm egal, ob die Leute aus der Kirche austreten, steht im Raum.
Personalentscheidung
Die Diözese bestreitet diese Aussagen. "Betreffend der Vorfälle am Flughafen ist Folgendes festzuhalten: Bischof Zsifkovics ist offen auf die kleine Gruppe zugegangen, hat den Teilnehmern der Kundgebung bewusst Segensgrüße aus dem Hl. Land überbracht und dabei an einen vernünftigen Umgang mit der Personalentscheidung appelliert. Es wurde niemand vom Bischof beleidigt, die Aussage, derzufolge es "ihm egal wäre, wenn Leute aus der Kirche austreten", ist aufs Schärfste zurückzuweisen und widerspricht der inneren Grundeinstellung eines jeden Bischofs", so die Stellungnahme der Diözese.
"Ich bin als Priester stolz, dass die Gläubigen hinter mir stehen. Als Mensch bin ich von Pater Vukits und dem Bischof enttäuscht und traurig über ihre Vorgehensweise", so Ivan Jelic.
"So einen Pfarrer werden wir nicht mehr kriegen." Davon ist nicht nur Hildegard Oszvald überzeugt.
Bezirksblätter >>
Hintergrund zu Frau Hildegard Oszvald:
Ehrung der Vorbeterinnen
Anlässlich der Feierlichkeiten 150 Jahre Kirche Großwarasdorf wurden unsere zwei Vorbeterinnen Hildegard Oszvald und Theresia Kuzmits von Diözesanbischof Dr. Paul Iby ausgezeichnet. Sie erhielten dabei die goldene Medaille der Diözese. Im Namen der Pfarrgemeinde gratulieren wir ihnen sehr herzlich und bedanken uns für ihren langjährigen Dienst während der Feier der hl. Messen, den hl. Andachten und in den Gebetsstunden für unsere Verstorbenen. Liebe Vorbeterinnen! Als Vikar unserer Pfarre hoffe ich zusammen mit unserem Pfarrmoderator fra Ivan, dass ihr uns noch viele Jahre erhalten bleibt und zu Ehren Gottes dient. Der Herr möge euch noch für viele Jahre Gesundheit, Freude und seinen Segen schenken. (T.P.)
Pfarre Nebersdorf, 26.10.2009 >>
Gläubige protestieren: "Wir wollen unseren Pfarrer zurück"
Die Absetzung ihres Pfarrers lässt bei den Katholiken in einer Gemeinde die Wogen hochgehen.
Sieben Jahre lang war Ivan Jélic als Pfarrmoderator in der rund 1400-Seelen-Gemeinde Großwarasdorf im Mittelburgenland tätig. Ende Jänner wurde er seines Amtes enthoben, am 16. Februar hielt Jélic die letzte Sonntagsmesse. Seither herrscht in der kleinen Gemeinde Aufruhr
Kurier >>
Probleme
Über die Gründe seiner Abberufung kann Jelic nur mutmaßen. "Es gab Meinungsverschiedenheiten bzw. Unterschiede bei der Auffassung, welche Aufgaben die Klosterschwestern, die mir als Pastoralassistenten zugeteilt wurden, haben. Ich bin der Meinung, dass dies kein Grund für meine Abberufung war und finde die Entscheidung ungerecht und unkorrekt. Dennoch akzeptiere ich sie und möchte die Probleme nicht weiter vertiefen." Trotz intensiver Vermittlungsversuche auf Dekanats- und Diözesanebene sei es leider nicht möglich gewesen, einen seit längerem bestehenden persönlichen Konflikt zwischen Ivan Jelic und den geistlichen Schwestern im Kloster Großwarasdorf zu entschärfen, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme seitens der Diözese.
Eklat am Flughafen
"Die Beschwerden über das Zerwürfnis haben sich gehäuft, so dass eine Zusammenarbeit der Ordensleute auf beiden Seiten nicht mehr möglich war." Um für die Zukunft eine ungestörte Zusammenarbeit und eine unbelastete Seelsorge zu ermöglichen, wurde Jelic von seinem Provinzial und Oberen in Bosnien aus der Diözese Eisenstadt wieder abberufen, heißt es weiter.
Kirchenaustritte
Kein Trost für die zahlreichen Gläubigen, die mit einigen Aktionen ihren Pfarrer den Rücken stärken wollen. An die 100 Personen haben ihren Austritt aus der Kirche in einer Petition angekündigt, diese wurde dem Bischof am Flughafen übergeben. Eine Abordnung von Gläubigen, darunter die 75-jährige Hildegard Oszvald, stellte Bischof Ägidius Zsifkovics dort zur Rede. Darauf soll dieser geantwortet haben: "Gehen Sie nach Hause und bereiten Sie sich auf etwas anderes vor." Dann hat er mir geraten, ich soll schauen, dass ich die Hl. Sakramente bekomme", ist Frau Oszvald entsetzt. Auch die Aussage, es sei ihm egal, ob die Leute aus der Kirche austreten, steht im Raum.
Personalentscheidung
Die Diözese bestreitet diese Aussagen. "Betreffend der Vorfälle am Flughafen ist Folgendes festzuhalten: Bischof Zsifkovics ist offen auf die kleine Gruppe zugegangen, hat den Teilnehmern der Kundgebung bewusst Segensgrüße aus dem Hl. Land überbracht und dabei an einen vernünftigen Umgang mit der Personalentscheidung appelliert. Es wurde niemand vom Bischof beleidigt, die Aussage, derzufolge es "ihm egal wäre, wenn Leute aus der Kirche austreten", ist aufs Schärfste zurückzuweisen und widerspricht der inneren Grundeinstellung eines jeden Bischofs", so die Stellungnahme der Diözese.
"Ich bin als Priester stolz, dass die Gläubigen hinter mir stehen. Als Mensch bin ich von Pater Vukits und dem Bischof enttäuscht und traurig über ihre Vorgehensweise", so Ivan Jelic.
"So einen Pfarrer werden wir nicht mehr kriegen." Davon ist nicht nur Hildegard Oszvald überzeugt.
Bezirksblätter >>
Hintergrund zu Frau Hildegard Oszvald:
Ehrung der Vorbeterinnen
Pfarre Nebersdorf, 26.10.2009 >>
Gläubige protestieren: "Wir wollen unseren Pfarrer zurück"
Die Absetzung ihres Pfarrers lässt bei den Katholiken in einer Gemeinde die Wogen hochgehen.
Sieben Jahre lang war Ivan Jélic als Pfarrmoderator in der rund 1400-Seelen-Gemeinde Großwarasdorf im Mittelburgenland tätig. Ende Jänner wurde er seines Amtes enthoben, am 16. Februar hielt Jélic die letzte Sonntagsmesse. Seither herrscht in der kleinen Gemeinde Aufruhr
Kurier >>
Labels:
Bischof Ägidius,
Personalveränderung
Montag, 24. Februar 2014
Pfarrer-Streit: Wieder Demo gegen Absetzung
Rund 40 Gläubige haben sich wieder zu einer Demo gegen die Absetzung von Jelic gerüstet. Es hätte am Freitagnachmittag ein Dekanatstreffen zwischen Bischof Ägidius Zsifkovics und dem Pastoralrat geben sollen, es wurde aber vom Bischof kurzfristig abgesagt.
Gegen neuen Pfarrer
Die Demonstranten wollen erneut damit die Übergabe der Amtsgeschäfte an den neuen Pfarrer Bozidar Blazevic verhindern. Der bosnische Franziskaner tritt die Nachfolge von Pater Ivan Jelic an, der vom Bischofshof seiner Aufgaben entbunden wurde. Der Grund für Jelics Absetzung sollen Zerwürfnisse mit den Ordensschwestern in Großwaradorf gewesen sein. Jelic war sieben Jahre lang in der Gemeinde tätig.
Quelle: Burgenland ORF
Absetzung: Gläubige wollen mit Bischof reden
Mit einer kleinen Demonstration wollten die Gläubigen Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Freitag in Kroatisch Geresdorf (Bezirk Oberpullendorf) empfangen und ihrem Anliegen Nachdruck verleihen - mehr dazu in Pfarrer-Streit: Wieder Demo gegen Absetzung.
Als das Treffen kurzfristig abgesagt wurde und der Bischof nicht kam, waren viele enttäuscht, darunter die Nebersdorferin Monika Bingler. „Ich sage, dass er feige ist, dass er sich nicht stellen will. Ich will, dass er sich zu den Leuten stellt und spricht, warum und wieso er das getan hat“, so Bingler.
„Wollen Pfarrer nach wie vor zurück“
Doch etliche Gläubige der Großwarasdorfer Pfarre wollen nicht klein beigeben. Stefan Ratasich aus Nebersdorf etwa sagt, was er erhofft und fordert. „Ich erhoffe mir, dass der Bischof doch einlenkt und dass er, was er verursacht hat, wieder in Ordnung bringt. Und das heißt, wir wollen unseren Pfarrer nach wie vor zurück. Egal, wie er das macht“, so Ratasich.
Hoffen auf Gespräch mit Bischof
Am Sonntag wollen die Großwarasdorfer einen neuen Versuch unternehmen, mit dem Bischof zu reden. Sie wollen ins südburgenländische Eberau pilgern, wo der Bischof nach der Messe im Gasthaus mit den Gläubigen schnapsen will.
Quelle: Burgenland ORF
Pfarrer-Absetzung: Termin für Gespräch
Eine Gruppe aufgebrachter Katholiken setzt sich seit Tagen für die Rückkehr des abgesetzten Pfarrers Ivan Jelic ein. Am Freitag hätte es ein Treffen mit Bischof Zifkovics stattfinden sollen. Es wurde kurzfristig abgesagt.
Termin am 5. März
Daraufhin hatten die Gläubigen angekündigt, nach Eberau pilgern zu wollen, um Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics im Rahmen seines dortigen Pfarrbesuchs zu sprechen. Nun haben sie einen Termin im Bischofshof bekommen. Der Bischof lädt die Mitglieder der Pfarre Großwarasdorf am 5. März zum Gespräch.
Quelle: Burgenland ORF
Labels:
Bischof Ägidius,
Personalveränderung
Abonnieren
Posts (Atom)












