Dienstag, 12. Juni 2012

Die Zeit des Gehorsams läuft ab


Auf dem Mannheimer Katholikentag zeigte sich die Ungeduld im Kirchenvolk. Ob der viel beschworene Dialog mit den Bischöfen ab sofort gelingt, bleibt allerdings offen. Ein Ausblick

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, der Erfinder des »Dialogprozesses« und Gastgeber des 98. Deutschen Katholikentages in Mannheim, ist normalerweise nicht schlecht im Schönreden von katastrophal blockierten katholischen Kirchenrealitäten. Doch ausgerechnet vor vielen hundert Leuten während des Gala-Abends zum 50. Geburtstag des Zweiten Vatikanischen Konzils entfährt dem Oberhirten ein bitterer, jedoch realitätshaltiger Gedanke: »Der Weg unserer Kirche in die Zukunft scheint verschlossen«, sagt Zollitsch im Bühnennebel und Scheinwerferlicht; denn »dicke und hohe Betonmauern« verstellten den Weg. »Wir müssen deshalb ein Schlupfloch suchen, einen Spalt in der Mauer.« Durch diese versteckte Lücke ziehe die Kirche dann in die Zukunft gemäß dem Mannheimer Motto »Einen neuen Aufbruch wagen«.
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Montag, 11. Juni 2012

Zsifkovics erneuert Kritik an Pfarrerinitiative

Zsifkovics: Ungehorsams-Aufruf widerspricht kirchlichem Dienst
Eisenstädter Bischof äußert in APA-Interview Kritik an Bestreben, Kirche "wie eine Firma" zu führen - Trotz Priestermangels "kein Grund zu Torschusspanik"

Wien (KAP 07.06.2012) Ein "Aufruf zum Ungehorsam", wie ihn die Pfarrerinitiative zur Durchsetzung von Kirchenreformen publiziert hat, "widerspricht dem kirchlichen Dienst und dem kirchlichen Tun": Das sagte der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics in einem am Fronleichnamstag veröffentlichen APA-Gespräch. "Jeder Priester hat bei der Weihe in die Hände seines Bischofs auch diesen Gehorsam versprochen", der freilich "keine Willkür" bedeute, so Zsifkovics in dem Interview anlässlich seines silbernen Priesterjubiläums.

Die Forderungen der Pfarrerinitiative widersprächen der derzeit gültigen kirchlichen Lehre. "Die muss ja einmal von der anderen Seite angenommen, zumindest gehört werden und sollte auch einmal akzeptiert werden", forderte der Bischof. Alles andere wäre "keine Kultur der theologischen Diskussion", so Zsifkovics. Zugleich könne es "über verschiedene Punkte Gespräche und auch Weiterentwicklungen geben. Keiner von uns kann jetzt auf 50 Jahre voraussagen, wie sich manche Dinge entwickeln werden." Bemühungen der Kirche um pastoral gute Wege gebe es etwa in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen.

Er wolle die verschiedenen Reform-Initiativen der letzten Zeit nicht leichtfertig zur Seite schieben, meinte Zsifkovics. Vorbehalte habe er jedoch wegen der "Ideologie", die Kirche in ihrer Form wie eine Firma oder einen Betrieb präsentieren zu wollen. Das stehe dem entgegen, "was Kirche ist und was Kirche sein soll und was uns auch das Zweite Vatikanische Konzil an Kirchenbild mitgegeben hat", so der Bischof.

Zsifkovics wies auf ein problematisches Kirchenverständnis gerade im deutschsprachigen Raum hin, in anderen Teilen der Weltkirche gebe es diese Auseinandersetzungen nicht.

Lage bei Kirchenaustritten hat sich beruhigt

Bei den Kirchenaustrittszahlen habe sich die Lage "sehr beruhigt": Man sei fast wieder auf dem Niveau vor der Missbrauchskrise, so der Eisenstädter Diözesanbischof. Im Vorjahr traten im Burgenland 1.483 Personen (0,73 Prozent) aus der katholischen Kirche aus, 2010 hatten 1.971 Menschen die Kirche verlassen. 75 Personen sind im Vorjahr im Burgenland wieder in die Kirche eingetreten. Man bemühe sich, Ausgetretenen nachzugehen. Sie erhalten einen Brief des Bischofs mit der Einladung, ihren Schritt zu überdenken, so Zsifkovics.

In der Diözese Eisenstadt ist mittlerweile jener Brief der "Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt" eingelangt, in dem die Bischöfe darauf hingewiesen werden, dass sich noch immer wegen Missbrauchs verdächtige oder bereits verurteilte Priester im Dienst befänden. Für die Diözese Eisenstadt wird ein Fall genannt, in dem ein Geistlicher 2002 wegen versuchtem sexuellen Missbrauch, sittlicher Gefährdung von Personen unter 16 Jahren und Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt wurde. Er werde sich mit der Sache auseinandersetzen, so Zsifkovics: "Grundsätzlich halten wir uns an die Vorgaben, die die Bischofskonferenz da gemacht hat. Es gibt da auch ein klares Procedere und dem werden wir auch nicht ausweichen."

In der Diözese Eisenstadt leben zur Zeit 178 Priester, davon seien knapp 120 aktiv. Die 172 Pfarreien seien in Pfarrverbände und Seelsorgeräume eingeteilt, so dass man zur Zeit die Seelsorge garantieren könne, erläuterte der Bischof. "Riesige Einbrüche" befürchte er nicht, auch wenn die Zahl der aktiven Priester weiter zurückgehen werde. Es sei auch immer wieder schwierig, Priesterseminaristen zu finden. Derzeit befinden sich zehn im Seminar, vier weitere könnten im kommenden Jahr folgen. "Es ist kein Grund zu einer Torschusspanik", meinte der Bischof. Die Diözesanleitung sei bemüht, vorhandene Charismen, Fähigkeiten und Dienste gerecht über die Diözese zu verteilen.

Zsifkovics wurde vor 25 Jahren zum Priester geweiht und "kann sagen, dass ich nach heutigem Wissensstand und nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, wieder diesen Weg gehen würde". Er habe nie ein einschneidendes "Damaskuserlebnis" gehabt, in seiner Berufung aber "Erfüllung gefunden", meinte der Bischof. Drei Faktoren - sein Elternhaus, das Pfarrleben im südburgenländischen Stinatz und seinen verstorbenen Heimatpfarrer - hält er dafür für mit ausschlaggebend.


Zsifkovics erneuert Kritik an Pfarrerinitiative
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics erneuert seine Kritik am „Aufruf zum Ungehorsam“ der Pfarrerinitiative. Die Bischofskonferenz und die einzelnen Bischöfe hätten bereits gesagt, „dass uns das riesige Schwierigkeiten macht“, so Zsifkovics.
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Diözesanbischof Zsifkovics hatte bereits in der Vergangenheit Kritik an der Pfarrerinitiative geübt - mehr dazu in Bischof Zsifkovics gegen „Experimente“.

Anmerkung: 
Es ist wirklich interessant: Zwei Bischöfe - Kräutler und Zsifkovics - zwei Sichtweisen, Haltungen und Kirchenbilder .

Sonntag, 10. Juni 2012

Gottes Umarmung

Gottes Umarmung

Der mütterliche Gott
berge dich in seiner Umarmung,
wenn du dich verlassen
und schutzlos fühlst.
Er lege seine tröstende Hand auf dich,
wenn du leidest an dieser Welt,
an deinen Verletzungen
und an dir selbst.

Gott, der deine Fragen kennt,
der dich versteht und mit dir leidet,
beschenke dich mit der Gewissheit,
begleitet zu sein.
Er gebe dir ein spürbares Zeichen
seiner Nähe.

Antje Sabine Naegeli, Umarme mich, damit ich weitergehen kann. Gebete des Vertrauens, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2010, 125.

Freitag, 8. Juni 2012

Bischof Kräutler: „Der Blaulichtpfarrer – das kann es nicht sein“

Interview in den Salzburger Nachrichten:

„Rom soll alle Bischöfe weltweit befragen“

Reform. „Der Blaulichtpfarrer – das kann es nicht sein“, sagt Erwin Kräutler. Eine weltweite Befragung könnte den Stillstand überwinden.

Der gebürtige Vorarlberger Erwin Kräutler ist seit 1980 Bischof am Xingu in Brasilien. Für 900 Gemeinden hat er 30 Priester zur Verfügung. Die SN fragten „Dom Erwin“, wie der Reformgeist in der katholischen Kirche 50 Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil wieder aufleben könnte.

Was ist der Mehrwert des Konzils für die Kirche in Brasilien?

Kräutler: Sehr beeindruckt hat mich das Konzilsdokument „Gaudium et spes“ (Kirche in der Welt von heute). Das fängt so an: Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Das hatte für Lateinamerika eine große Konsequenz: den Blick der Kirche auf die Armen und Bedrängten.

Die große Mehrheit der Bischöfe in Lateinamerika steht hinter dem Konzil, aber viele von ihnen erwarten sich noch mehr davon. Sie sagen: Der Geist des Konzils darf nicht ausgelöscht werden.

Was erwarten diese Bischöfe noch? Was ist offen vom Konzil?

Kräutler: Die seelsorgliche Dimension muss weitergeführt werden. Da ist das Konzil für mich noch nicht abgeschlossen. Hier in Europa ist die Zusammenlegung von Gemeinden und die Überforderung von Priestern ein großes Thema. Der Priester fährt von Ort zu Ort, darunter leidet seine Einbindung in das Gemeindeleben und seine Beziehung zu den Menschen. Der Blaulichtpfarrer – das kann es nicht sein.

In meiner Diözese in Brasilien haben wir 30 Priester für 900 Gemeinden mit 600.000 Menschen auf einem Gebiet, das viereinhalb Mal so groß ist wie Österreich.

Bei uns in Europa würden alle fragen: Wie geht das?

Kräutler: Ja, hier spüre ich oft die Frage, ob es da noch Kirche gibt. Und ich sage: Ja, es gibt Kirche, weil Laien in ihren Gemeinden Verantwortung übernehmen. Sie halten Sonntag für Sonntag Wortgottesdienste, Frauen und Männer, mehrheitlich Frauen. Zur Eucharistie mit dem Priester können sie sich aber nur drei, vier Mal im Jahr um den Altar versammeln.

Da stellt sich die Frage, ob diese Menschen nicht ein Recht auf die sonntägliche Messfeier haben. Ich sage: Ja, sie haben ein Recht. Da muss sich die Kirche im Geist des Konzils etwas einfallen lassen. Ich will jetzt gar nicht sagen was, sondern ich sage: Wir müssen anfangen, ernsthaft darüber zu reden.

Das heißt, die Anliegen der österreichischen Pfarrerinitiative in Hinblick auf das Priesteramt sind auch eure Anliegen. Das sind keine regionalen europäischen Fragen?

Kräutler: Nein, es ist eine Frage der gesamten Weltkirche. Wir haben in Brasilien auch junge Priester, aber wir hinken zahlenmäßig furchtbar hinter dem nach, was die Gemeinden brauchen. Die gesamte Weltkirche muss darüber nachdenken, was wir tun können, dass die Menschen, die jeden Sonntag zur Kirche gehen, dort auch die Eucharistie, das Brot des Lebens, empfangen können.

Diese Frage haben wir brasilianischen Bischöfe in Rom schon mehrere Male vorgebracht. Bei der Amerika-Synode 1997 haben wir sie als Thema vorgeschlagen, aber wir sind damit nicht durchgekommen. Heute kann man diese Frage nicht mehr wegschieben. Derzeit herrscht Stillstand. Wie kann die Priesterfrage auf der Ebene der Weltkirche zum Thema werden? Was tun außer abwarten?

Kräutler: Abwarten ist zu wenig. Die Kirchenleitung sollte wirklich einen ernsthaften Schritt dahin tun, dass sie sagt: Gut, Leute, wir beginnen, darüber zu reden.

Die Priesterfrage muss ein Thema der Weltkirche werden. Ich glaube allerdings nicht, dass eine Bischofsversammlung in Rom dafür ein geeigneter Weg ist.Welchen Weg sehen Sie?

Kräutler: Eine richtige Umfrage unter allen Bischöfen auf der ganzen Welt: Was ist deine Meinung, wie stehst du dazu, was sagen deine Leute? Redet mit den Priestern, den Ordensleuten, den Laien. Macht eine Versammlung und bildet euch eine Meinung.

Ich sehe darin wirklich eine Möglichkeit, dass wir einen Schritt vorwärtskommen. Man würde endlich von allen Gemeinden weltweit eine qualifizierte Meinung erfahren. Das ist der Puls der Weltkirche, den man erspüren muss. Und diese Meinung muss ernst genommen werden. Wir glauben daran, dass der Geist Gottes mit uns allen ist, nicht mit einer Einzelperson. Das sagt die Apostelgeschichte ganz klar.

Nach einer solchen Befragung müsste ein Gremium geschaffen werden – mit dem Papst und unter dem Papst –, das sich mit diesem Puls der Weltkirche befasst. Da kann man dann schauen, ob ein neues Konzil sinnvoll ist oder eine andere repräsentative Großversammlung wie die Versammlungen der Bischöfe Lateinamerikas.

Aber hat nicht in Lateinamerika selbst die Befreiungstheologie ihren Höhepunkt überschritten?

Kräutler: Absolut nicht. Die Befreiungstheologie hat heute noch ihren Stellenwert und muss ihn haben, weil sie biblisch ist. Und sie ist beheimatet in den Basisgemeinden, die auf lateinamerikanischem Boden gewachsen sind. Dagegen sind die neuen Bewegungen – katholische Movimenti und Pfingstbewegungen – alle im Ausland entstanden und nach Lateinamerika importiert worden.

Die werden aber von der Kirchenleitung stark gefördert.

Kräutler: Ich würde diesen Bewegungen auch keinesfalls alles absprechen, aber ich will ganz bewusst die andere Erfahrung der kirchlichen Basisgemeinden in Lateinamerika zur Sprache bringen. Wir können diese Talente, die wir in Lateinamerika haben, nicht vergraben. Aber wir können sie nur über den Teich bringen, wenn eine Offenheit dafür da ist.

Diese Offenheit für die Befreiungstheologie hat es jedenfalls in Rom zu keiner Zeit gegeben.

Kräutler: Das kann ich nicht leugnen. Die Aufbruchstimmung nach dem Konzil war eine andere Zeit. Die hat eine kalte Dusche erlebt. Anstatt auf die Kirche in Lateinamerika zuzugehen, hat man von vornherein gesagt, die Befreiungstheologie habe ausgedient. Da bin ich absolut nicht einverstanden. Eine Theologie, die auch auf dem Boden lateinamerikanischer Märtyrer gewachsen ist und immer noch wächst, hat nicht ausgedient. Das ist ein Schlag ins Angesicht. Keine große Theologie hat ausgedient. Ich würde nie sagen, dass Thomas von Aquin (1225–1274) ausgedient hat.

Es gibt in Europa viele jüngere Priester, die konservativ denken und die Berufung auf das II. Vatikanische Konzil als Nostalgie betrachten. Wie ist das in Brasilien?

Kräutler: Ich habe diese und jene. Ich habe jüngere Priester in meiner Diözese, für die sind das Konzil und die Befreiungstheologie sehr wichtig. Die setzen sich für die Armen ein. Sie geraten deshalb mit Behörden in Konflikt, wenn sie die Menschenrechte verteidigen. Das sind junge Priester, die sehr fromm sind, sehr kontemplativ, die sich aber gleichzeitig so sehr für das Volk einsetzen, dass ich eine helle Freude daran habe.

Aber es gibt auch die anderen, die – so sehe ich das – gern die Institution Kirche vertreten. Sie freuen sich, weil ihr Stellenwert als Priester in den Movimenti ganz groß herausgestrichen wird.

In diesen Bewegungen ist der Priester wieder hoch angesehen.

Kräutler: Ja, diese Priester sind angesehen. Aber die anderen, die aus der Befreiungstheologie herauskommen, hat das Volk wirklich gern. Das ist der Unterschied.

Beitrag dazu auf religion.ORF.at:
Kirchenreform: Kräutler will weltweite Bischofsbefragung
Für eine weltweite Bischofsbefragung über neue Zulassungsbestimmungen zum katholischen Priesteramt hat sich der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler ausgesprochen. Die Anliegen der österreichischen Pfarrerinitiative im Hinblick auf das Priesteramt seien keine regionale europäische Frage, sondern würden die Weltkirche betreffen, so Kräutler in einem am Dienstag veröffentlichten Interview für die "Salzburger Nachrichten".


HINWEIS:
Bischof Erwin Kräutler wird am 16. Juni bei uns in Pinkafeld das Sakrament der Firmung spenden:

Donnerstag, 7. Juni 2012

Glücklich die Gemeinde


(Transformation zu Psalm 1)

Glücklich die Gemeinde,
die Jesus in den Mittelpunkt stellt
und die unterwegs bleibt durch diese Zeit.
Die nicht auf einem
"Das war schon immer so“ beharrt,
aber sich auch nicht jedem Zeitgeist anschließt.

Glücklich die Gemeinde,
die eine Ahnung hat vom Reich Gottes
und die heute damit beginnt,
dieses Reich Wirklichkeit werden zu lassen,
die in dem Vertrauen lebt und arbeitet,
dass das möglich ist,
auch wenn Rückschritte und Misserfolge
den Mut nehmen.

Glücklich die Gemeinde,
in der Friede wohnt und Gerechtigkeit,
die gastfreundlich ist und sich nicht verschließt, in der Freunde und Fremde willkommen sind
und sich versammeln um den Tisch des Herrn.

Glücklich die Gemeinde,
die Raum zur Entfaltung gibt,
die Neues wagt und lebendig ist,
die die Talente nutzt, die in ihr sind,
und die Schätze hebt, die sie besitzt.

Glücklich die Gemeinde,
die Geborgenheit findet und Vertrauen
im Hören des Wortes Gottes
und im Brechen des Brotes,
die ihre Mitte gefunden hat,
die ihr Orientierung gibt und Halt,
die Brot sein kann für andere
und die Liebe Gottes erfahrbar macht.


Klauke Ursula u. a., Angedacht. Materialien für
Gruppenarbeit und Gottesdienst.
Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1997, 65.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Freiburger Priester und Diakone fordern Reform für wiederverheiratet Geschiedene

Die Initiatoren des Memorandums Freiburger Priester und Diakone aus dem vergangenen Jahr haben sich erneut zu Wort gemeldet. Sie fordern die Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten und bekennen sich dazu, dass sie selbst den kirchlichen Vorgaben zuwiderhandeln.
Weiterlesen im Konradsblatt >> 


Wiederverheiratete Geschiedene: Zum Text der Erklä­rung >>   (Mai 2012)

Dienstag, 5. Juni 2012

Pfarrer und Missbrauch: Liste an Diözesen

Die Plattform „Betroffener kirchlicher Gewalt" hat eine Liste an alle Diözesen geschickt - auch an die Diözese Eisenstadt. Es geht um Pfarrer, die unbehelligt im Amt sind. 35 der 40 genannten Priester wird sexuelle Gewalt gegen Kinder vorgeworfen.
In dem Brief, den Burgenlands Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics per Post dieser Tage erhalten wird, werde ein einziger Pfarrer genannt, das sagt Phillip Schwärzler von der „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“. Insofern sei diese Liste kurz, sagt Schwärzler.
„Allerdings ist es insoferne eine ernsthafte Geschichte, weil es sich um eine Person handelt, die eine straftätliche Verurteilung bekommen hat wegen versuchten schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen, 18 Monate bedingte Haft erhalten hat und trotzdem ist dieser Mann immer noch als Pfarrer im Dienst“, so Schwärzler.
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Missbrauch: Diözese will prüfen
An Österreichs Bischöfe ging eine Liste von Priestern, die unbehelligt im Amt sind, obwohl ihnen sexuellen Gewalt gegen Kinder vorgeworfen wird. Aus der Diözese Eisenstadt heißt es, man werde sich mit dem Fall im Burgenland beschäftigen.
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