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Mittwoch, 1. Februar 2012

Caritas-Haus Lisa verliert verdienstvolle Leiterin


Wie schon die Auswahl der Caritas-Direktorin so stößt auch die Personalpolitik der Caritas Eisenstadt seit der kanonischen Besitzergreifung der Diözese durch Bischof Zsifkovics viele vor den Kopf. Ganz besonders die Caritas-MitarbeiterInnen und hier vor allem jene in leitenden Positionen.

"Caritas-NEU sollte wieder als Teil der Kirche wahrgenommen werden", hieß es beim Seelsorgertag im September 2011. Die "göttliche Dimension" müsse erkennbar sein!

Angesichts konkreter Vorgaben, Auflagen und Entscheidungen von oben können manche Caritas-MitarbeiterInnen mit jenen hehren Zielen wenig anfangen - und werfen das Handtuch.
Ein konkreter Fall dazu passierte bereits im Dezember 2011 im Caritas Sozialzentrum Haus Lisa in Deutschkreutz.

Montag, 30. Januar 2012

Caritas-Betriebsrat besorgt über Personalabgang

Caritas-Direktorin Mag. Edith Pinter sorgt für Unmut
Mitarbeiter sollen mit schlechteren Jobkonditionen aus dem Unternehmen gedrängt worden sein. Caritas-Leitung dementiert.
Sucht man auf der Homepage der Caritas Burgenland nach freien Stellen, erfährt man, dass es derer zur Zeit zwei gibt. Doch das sind nicht die einzigen Posten, die in der römisch-katholischen Hilfsorganisation neu besetzt werden sollen. Seit Edith Pinter vor mehr als einem Jahr (Ende 2010) die Funktion der Caritas-Leitung von Markus Glatz-Schmallegger übernommen hat, sollen dem Vernehmen nach knapp 20 Personen – oft in leitenden Positionen – mehr oder weniger freiwillig aus der Organisation ausgeschieden sein.
Es sei zwar offiziell keiner gekündigt worden. Aber einigen Mitarbeitern seien so unattraktive Angebote mit schlechteren Konditionen angeboten worden, die diese schließlich ablehnten, erfuhr der KURIER von Caritas-Mitarbeitern, die aus Angst um ihren Job anonym bleiben möchten. Diesen Kollegen „wurde die einvernehmliche Lösung in den Mund gelegt“, heißt es.
Mehr im Kurier >>

Montag, 17. Oktober 2011

Caritas-NEU bekommt Kuratorium

Am Seelsorgertag gab sich die Caritas überraschend offensiv, distanzierte sich unmissverständlich vom bisherigen Weg (als NGO mit Verschwendungstendenz) und betonte ihre neuen unverwechselbaren Merkmale: zentralistisch, römisch-katholisch und konsolidierend.

Unter anderem wurde auch die unterschiedliche Qualität von Caritas-Heimen und öffentlichen Einrichtungen herausgestellt. Durch die vielen Ehrenamtlichen werde der Mensch wirklich in den Mittelpunkt gestellt.

Siehe dazu den Beitrag auf martinus.at>>

Nun bekam die Caritas auch ein eigenes Kuratorium:

Der hochwst. Herr Diözesanbischof hat das Kuratorium für die Caritas der Diözese mit Rechtswirksamkeit vom 1. November 2011 für die Funktionsperiode von 4 Jahren, d. i. bis zum 31. Oktober 2015, wie folgt neu bestellt:

Vorsitzender-Stellvertreter
Hochw. Mag. Georg Lang, Domkustos, Generalvikar und Pfarrer in St. Margarethen i. B.

Weitere Mitglieder
Hochw. Kan. MMag. Michael Wüger, Direktor des Pastoralamtes und Pfarrer in Wiesen
Hochw. Günther Kroiss, Geistlicher Assistent der Caritas, Pfarrmoderator in Mattersburg und Walbersdorf
Herr Richard Dienstl (L), Diözesanökonom, Direktor der Finanzkammer
Herr Wolfgang Günser (L), Geschäftsführer der Fa. Stipits, Rechnitz
Frau Mag. Edith Pinter (L), Direktorin der Caritas

Samstag, 26. März 2011

Haus St. Martin: Im Wandel einer Bischofszeit

KURIER:
Vor acht Monaten hat es geheißen, dass das Pensionistenheim adaptiert werden muss. Heute ist wenig davon zu hören. Die Bewohner des Haus St. Martin warten auf Entscheidungen.

Die Diözese Eisenstadt hält sich bedeckt. Trotz mehrmaliger Nachfrage war niemand zu einer Stellungnahme bereit: Bischof Ägidius Zsifkovics befinde sich auf Exerzitien, Petar Ivandic, neugeschaffener Moderator der Diözese, sei permanent in Meetings und Generalvikar Georg Lang seit zwei Wochen unterwegs.

Zum ganzen KURIER-Artikel >>

Samstag, 19. März 2011

"Ich glaube, dass die Frauen in der katholischen Kirche nicht so benachteiligt sind..."


Das sagte Caritas-Direktorin Edith Pinter im Interview mit der Tageszeitung "Kurier" vom 15. März 2011 unter anderem:

Kurier: Frau Pinter, im Vorjahr sind Sie überraschend zur Direktorin der Caritas Burgenland ernannt worden. Wer war hier der Tipp-Geber?
Pinter: Wer der Tipp-Geber war, das weiß ich nicht. Aber der Herr Bischof ist direkt an mich herangetreten und hat mich gefragt, ob ich das machen würde.

Wie zufrieden sind Sie mit der Stellung der Frau in der katholischen Kirche?
Ich glaube, dass die Frauen in der katholischen Kirche nicht so benachteiligt sind, wie es vielleicht nach außen hin aussieht, nur weil sie keine priesterlichen Ämter einnehmen können. Wenn man möchte, kann man sich als Frau durchaus einbringen und sogar mehr, als dies Männer tun.

Weiblich Priester - für Sie vorstellbar?
Also so weit habe ich noch nicht gedacht. Nun ja, wenn Sie mich jetzt so ad hoc fragen, muss ich sagen nein, weil ich es nicht gewohnt bin. Aber warum eigentlich nicht?

Wo sehen Sie Ihre größte Herausforderung?
Ich möchte, dass überall wo groß geschrieben Caritas draufsteht, auch klein geschrieben drinnen ist.

Was soll von Caritas-Direktorin Pinter bleiben, wenn Sie diese Position nicht mehr ausüben?
Das ist die Jugendarbeit. Da wird man die Ergebnisse nicht gleich sehen. Aber ich bin froh, dass ich Pfarrer Kroiss dafür gewinnen konnte. Die Jugend ist mir ganz wichtig.

Montag, 7. März 2011

Neubesetzung "Geistlicher Assistent der Caritas" soll eleganter erfolgen

Bereits am 20. Jänner 2011 habe ich über die mögliche bevorstehende Ablöse von Probstpfarrer Martin Korpitsch als Geistlicher Assistent der Caritas berichtet >>

Was viele nicht glauben konnten oder wollten hat nunmehr konkrete Konturen angenommen und Martin Korpitsch steht vor seiner Ablöse bei der Caritas. Sowohl Korpitsch selbst als auch sein vorgesehener Nachfolger Pfarrer Günther Kroiss haben dies in der Ö1-Sendung "Religion - Praxis und Gesellschaft" vom 4. März 2011 angedeutet.

Propstpfarrer Martin Korpitsch brachte zum Ausdruck, dass "per September oder Jänner ein neuer geistlicher Assistent die Aufgabe übernehmen wird". Der mögliche Kandidat Pfarrer Günther Krois hat bereits "gebeten, dass der Übergang a weng'l anders funktioniert, dass mit den Betroffenen gesprochen wird und dass es eine geordnete Übergabe gibt."

Bischof Ägidius Zsifkovics betonte bei Personalveränderung stets die Bedeutung von "Vertrauensleuten". Demzufolge hat der überaus anerkannte, engagierte und kompetente Caritas-Seelsorger Martin Korptisch offensichtlich nicht dieses Vertrauen des Bischofs.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Geistlicher Assistent der Caritas - nächste Umbesetzung?

Dem Vernehmen nach soll Propstpfarrer Martin Korpitsch, seit 16 Jahren als Geistlicher Assistent der Caritas Burgenland tätig, von dieser Funktion enthoben werden.

Über die genaueren Gründe bzw. eine eventuelle Bevorzugung von "Vertrauensleuten" oder über einen Nachfolger könnte ich momentan nur spekulieren.

Aber da der Bischof in Rom weilt, weiß niemand nichts.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Edith Pinter neue Caritas-Direktorin


Das Geheimnis ist gelüftet. Es gibt eine neue Caritas-Direktorin. Mag. Edith Pinter hat mit heutigem Tag die Leitung der Caritas der Diözese Eisenstadt übernommen. Zugleich wurde der bisherige Caritas-Chef Markus Glatz-Schmalleger vom Dienst freigestellt.

Die in Caritas Kreisen bisher unbekannte Edith Pinter ist studierte Publizistin und Philosophin. Beruflich war sie zuletzt im Burgenländischen Landesmuseum tätig. Ob die Wiesenerin die von Caritas-Präsident Franz Küberl gewünschte "exzellente Nachfolgerin" ist wird die Zukunft zeigen.
Auf alle Fälle möchte ich der neuen Caritas-Direktorin alles Gute und Gottes Segen für die neue Tätigkeit wünschen.

Ein solches klares und transparentes Auswahlverfahren hat es leider nicht gegeben. Bei der Besetzung des Caritas-Direktors mit Glatz-Schmalleger vor einigen Jahren hat es zuvor eine öffentliche Ausschreibung, Voauswahlgespräche und ein Hearing gegeben. Die Letztentscheidung war beim Bischof.

Eine etwas eigenartige und dürftige fachliche Begründung für die Auswahl der neuen Caritas-Direktorin legte Bischof Zsifkovics an den Tag wenn er auf der Hompage der Diözese meint:

Vor allem ihr persönliches Engagement als Christin und ihre Erfahrungen als Frau und Mutter seien Garant dafür, dass die neue Direktorin "gerade im Dienst der Caritas die Bedürfnisse und Nöte der Menschen unserer Zeit kennt und mithilft, das mütterliche Gesicht der Kirche zu zeigen."

Was heißt das, Herr Bischof?

Samstag, 4. Dezember 2010

"Wir wissen nichts"

Viele Menschen in unserer Diözese fragen sich besorgt, wann endlich ein neuer Caritas-Direktor vom Bischof präsentiert wird. Es herrscht "Funkstille" in dieser Angelegenheit. Kein Wunder, hat doch Bischof Zsifkovics offensichtlich große Probleme, eine kompetente Nachfolge für den gefeuerten Markus Glatz-Schmallegger zu finden.
Hat er gar bis jetzt nur Absagen erhalten? Wundern würde es nicht. Markus Glatz-Schmalleger hat Großartiges geleistet, daran muss sich der/die NachfolgerIn messen lassen. Die Ablöse des Caritas-Direktors kam jedenfalls vollkommen unerwartet und mit fragwürdiger Begründung des Bischofs. Sie hat bei vielen Menschen Kopfschütteln und Entsetzen ausgelöst.

Die Tageszeitung KURIER bringt in ihrer heutigen Ausgabe ein Gespräch mit Caritas-Präsident Franz Küberl:

Küberl lobt abgelösten Caritas-Chef
Diözese - Caritas-Präsident versteht Entscheid des Bischofs nicht

"Ich bedaure die Ablöse und verstehe sie nicht, weil der Caritas-Direktor ein exzellenter Mann ist", bekräftigte Caritas-Österreich-Präsident Franz Küberl im Rahmen eines Burgenland-Besuchs am Freitag sein Unverständnis über die bisher letzte umstrittene Personalentscheidung von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics.
Wie der KURIER berichtete, hatte der neue Eisenstädter Oberhirte Ende Oktober angekündigt, sich von Caritas-Direktor Markus Glatz-Schmallegger trennen zu wollen, um mit "einem Direktor seines Vertrauens neu zu starten". Auch ein Gespräch von Küberl mit Zsifkovics vermochte an dieser Entscheidung nicht mehr zu rütteln.
Küberl respektiert zwar das Recht des Bischofs zu dieser Entscheidung, er hofft aber, dass Zsifkovics' Wahl "im Interesse von katholischer Kirche, Caritas und Land" auf einen "ebenso exzellenten Nachfolger" falle. An der guten Zusammenarbeit zwischen Diözese und Caritas wolle er, Küberl, jedenfalls festhalten.

Glatz-Schmallegger bleibt noch bis Ende März 2011 in seinem Amt, was er danach beruflich macht, ist offen. Bei der Caritas wird er vermutlich nicht bleiben, so viel ließ Küberl durchblicken. "Glatz-Schmallegger ist eine gestandene Persönlichkeit und nicht darauf angewiesen, dass wir für ihn was suchen."

Wer neuer Caritas-Direktor wird? "Wir wissen nichts", heißt es aus der Pressestelle der Diözese.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Wer wird neuer Caritasdirektor - berufliche Kompetenz oder Günstling?

Die Neubesetzung des Caritasdirektors läuft offensichtlich nicht ganz nach Plan. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Bischof bis heute noch keine/n NachfolgerIn präsentiert hat.

Ein Caritasdirektor braucht vor allem das Vertrauen der Menschen des Burgenlandes. Die Caritas kann ja nur wirken, wenn viele Menschen mithelfen und ohne Vertrauen wird das nicht funktionieren. Durch das Vorgehen des Bischofs bei der Abberufung des jetzigen Caritasdirektors (und bei den anderen Personalentscheidungen) ist dieses Vertrauen zutiefst erschüttert.

Der Bischof sagt er will einen „neuen“ Kurs für die Caritas obwohl er gleichzeitig sagt, sich noch nicht mit der Caritas beschäftigt zu haben. Was heißt das? Da kommt mir der ‚Wilde’ auf seiner Maschin in den Sinn: „I was zwar net wo i hinwüh, oba dafir bin ich schnöller dort.“

Ein neuer Kurs für die Caritas kann ja ausschließlich nur heißen, noch mehr als bisher für die Menschen die Hilfe und Unterstützung brauchen zu tun. Alles andere wäre Verrat am Evangelium.

Gerade wenn eine Person abgelöst wird, die erfolgreich für die Caritas der Diözese gearbeitet hat sind besonders hohe Anforderungen an einen oder an eine NachfolgerIn zu stellen.

Um eine geeignete Person zu finden braucht es ein klares uns transparentes Auswahlverfahren.
Eine Gruppe (und diese Gruppe sollte auch öffentlich bekannt gegeben werden) bestehend aus unabhängigen Expertinnen und Experten (die etwas von Armut, von den sozialen Problemen im Land, von professioneller Hilfe und vom Management einer Hilfsorganisation verstehen) sollen gemeinsam mit Vertretern der Kirche Vorschläge für die Nachbesetzung erarbeiten. Dass es dabei ein Hearing geben muss, ist eine selbstverständliche Grundbedingung.

Transparent, unabhängig und fair muss das Verfahren sein – andernfalls startet jede Person mit dem Schatten „Günstling des Bischofs“ aber nicht fähig für die Aufgabe zu sein.

Papst Benedikt hat in seiner Enzyklika „Deus Caritas est“ Grundvoraussetzungen für Mitarbeiterinnen der Caritas benannt. Er nennt als erste Voraussetzung für Menschen die ihren Dienst in der Caritas tun: Berufliche Kompetenz (der zweite Punkt ist dann die „Herzensbildung“)

Eine Person die die Leitung der Caritas übernehmen soll braucht:
Berufliche Kompetenz (Professionalität), Liebe zu den Menschen und natürlich auch Liebe zur Kirche.

Anmerkung: Bei der Besetzung des Caritasdirektors mit Glatz-Schmalegger hat es zuvor eine öffentliche Ausschreibung, Vorauswahlgespräche und ein Hearing gegeben. Die Letztentscheidung war beim Bischof.

burgenland.orf.at, 21.10.2010
burgenland.orf.at, 22.10.2010

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Das Köpferollen geht also weiter

Kurier
Diözese Eisenstadt: Caritas-Direktor muss gehen
Erst kurz im Amt, trifft Bischof Zsifkovics die nächste Personalentscheidung. In der Wiener Caritas-Zentrale reagiert man verschnupft.
Der seit einem Monat amtierende Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics dreht weiter am Personalkarussell. Jetzt muss auch Caritas-Direktor Markus Glatz-Schmallegger seinen Hut nehmen. "Der Bischof plant einen Wechsel. Er will mit einem neuen Caritas-Direktor seines Vertrauens einen Neubeginn starten", bestätigt Caritas-Sprecherin Ulrike Kempf auf KURIER-Anfrage. Nachsatz: Zsifkovics habe ausdrücklich darauf hingewiesen, das habe nichts mit der Person Glatz-Schmalleggers zu tun. Wann der Wechsel stattfinden soll, ist noch offen, arbeitsrechtlich stünde Glatz-Schmallegger ein Verbleib bis März 2011 zu.

ORF-Religion
Wir sind Kirche: "Brutales Vorgehen"
Die Plattform "Wir sind Kirche" hat in einer Aussendung von einer "Form einer politischen Umfärbung oder einer extremen Kurskorrektur" gesprochen. "Der Austausch des Generalvikars, der Leiter von Pastoral- und Schulamt, des Regens, nunmehr des Leiters der Caritas, die Neubesetzung der Leitung der Kirchenzeitung und des Verlages oder die Neubesetzung der Bischofsvikare für die ungarische und die kroatische Volksgruppen und anderer Positionen sowie die in Österreich einzigartige Neuschaffung eines starken Mannes in der Form des Moderators der Diözesan-Kurie, Petar Ivandić", würden dies zeigen. "Ein Bischof, der mit feurigem Atem alles niederbrennt was seine Vorgänger mühsam und vertrauensvoll aufgebaut haben hinterlässt eine Spur von Angst und Schrecken, wie sie normalerweise in Diktaturen üblich ist", so der Sprecher von "Wir sind Kirche", Hans-Peter Hurka. Gleichzeitig ruft er Zsifkovics auf, endlich Vernunft anzunehmen und einzusehen, er könne nicht gegen die ganze Welt in Eisenstadt die Zeit zurückdrehen. Zsifkovics brutales Vorgehen habe nichts mit der Botschaft Jesu und einem liebenden Gott zu tun, sondern macht den Eindruck eines bloßen Machtgehabes.

Austausch der Amtsträger für Bischof Zsifkovics "nichts Unübliches"
"Nichts Unübliches" und auch "nichts Neues" erblickt der seit knapp einem Monat amtierende Eisenstädter Diözesanbischofs Ägidius Zsifkovics in den seit seiner Bischofsweihe zahlreich erfolgten Personalrochaden.

Bei den zahlreichen Personalrocharden handle es sich um "die Personalentscheidungen, die eigentlich angestanden sind", sagte Zsifkovics im Gespräch mit der APA. Mit Caritas-Direktor Markus Glatz-Schmallegger, dessen vorzeitiger Abgang am Donnerstag bekanntwurde, sei man "zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen".

Zsifkovics: "Generationswechsel"
Der Generalvikar "stirbt mit dem Bischof", meinte Zsifkovics in Anspielung auf das Kirchenrecht, das die Amtsgewalt im Fall der Sedisvakanz enden lässt. Deshalb sei es notwendig gewesen, einen neuen Generalvikar zu bestellen. "Auch die anderen Amtsleiter sind teilweise auch vor der Pension gestanden oder bereits auch im Pensionsalter gewesen." Deshalb sei es auch zu einem "Generationswechsel" in der Diözese gekommen.

Arbeit "nicht beurteilen"
"Es gehört einfach dazu, dass wenn der neue Diözesanbischof sein Amt übernimmt, er sich auch sein Team zusammenstellt - also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen er auch die Aufgaben, die gestellt sind, erfüllen kann", so Zsifkovics. Die Arbeit des Caritasdirektor, dem er danke, könne und wolle er nicht beurteilen, "weil ich einfach das auch nicht so mitgesehen habe." Glatz-Schmallegger habe der Lösung zugestimmt und wolle sich neu orientieren.

Mehrere Kandidaten
Bis zum Wechsel an der Spitze der Caritas werde es "sicher noch eine Zeit dauern." Man habe die konkreten Dinge noch nicht vereinbart. "Es gibt mehrere Kandidaten und Kandidatinnen, die ich ins Auge gefasst habe", so der Bischof. Näheres zu sagen, wäre derzeit verfrüht, weil der Prozess laufe.

Neue Wegweisungen
Dass es unüblich sei, beim Bischofswechsel auch den Caritas-Direktor abzulösen, sehe er "eigentlich nicht", meinte Zsifkovics: "Die Caritas gehört auch genauso wie alle anderen Bereiche zur Diözese, zur Kirche, auch wenn sie vielleicht in manchen Diözesen und auch bei uns ein ziemlich eigenständiges Leben hat." Es sei Usus, dass bei einem Wechsel alle Mitarbeiter und Dienstleiter dem Bischof ihr Amt anbieten: "Und dann ist der Bischof frei, hier neue Wegweisungen zu machen."

Kein Feigenblatt
Aufgabe des neu ernannten Moderators der Diözesankurie sei es, die Arbeit der Dienststellenleiter zu koordinieren. Vor allem jene, die als Priester auch eine Pfarre zu betreuen hätten, seien stark ausgelastet. Die Position selbst sei nicht neu, "das ist im Kirchenrecht immer schon vorgesehen gewesen." Der Moderator sei auch "kein Feigenblatt für den Generalvikar". Eine Notwendigkeit ergebe sich außerdem durch den geplanten Umbau und die Erneuerung des Hauses, "weil auch hier im größeren Abstand jetzt von 30, 40 Jahren nicht sehr viel geschehen ist."

Kurswechsel
Auf die Frage nach einem Kurswechsel in der Diözese meinte Bischof Zsifkovics, es gebe für seinen Vorgänger Bischof Paul Iby, für ihn selbst und vielleicht auch einmal für seinen Nachfolger "nur einen Kurs in der Kirche. Und das ist der Kurs des Evangeliums, und dem haben wir zu dienen. Und ich glaube, da sind wir auf dem besten Weg." Er habe "auch keine Aufträge von irgendwo bekommen, hier etwas zu tun, sondern ich möchte einfach meinen Dienst als Bischof so, wie er von der Kirche verstanden wird, auch ausüben. Das ist der einzige Kurswechsel, den ich vorhabe."

Dienstag, 19. Oktober 2010

Geht das Köpferollen weiter?

Heute reißen die unfassbaren Meldungen nicht ab - wer kann das verkraften!?
Sollte diese letzte Nachricht stimmen, wäre es ein Wahnsinn! Welch ein Machtrausch!
Ich bin schon gespannt auf die Begründungen, die dem Mantel des Schweigens zu entlocken sein werden.


Eisenstadt: Muss Caritas-Chef weg?
19.10.2010 (Die Presse)
Der neue Bischof plant einen weiteren Personalwechsel.


[EISENSTADT/d.n.]Das Köpferollen in der Diözese Eisenstadt geht offenbar weiter. Nach dem Wechseln der Chefs aller Ämter und des Priesterseminars überlegt Bischof Ägidius Zsifkovics nun auch die Ablöse des Chefs „seiner“ diözesanen Caritas Markus Glatz-Schmallegger.

Am Bischofssitz selbst war gestern, Dienstag, niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Franz Küberl, Präsident der Caritas Österreich, sagte auf Anfrage der „Presse“ zu den Ablöseplänen: „Ja, auch ich habe davon gehört. Ich würde das nicht verstehen. Aber es ist natürlich zu respektieren, dass der Bischof das Recht der freien Besetzung hat.“ Er lobt Eisenstadts Caritas-Direktor als einen „exzellenten Mitarbeiter“.

Schmallegger war bis zu seiner Ernennung durch den heutigen Altbischof Paul Iby im Jahr 2005 Mitarbeiter der Katholischen Sozialakademie und hat am Sozialwort der christlichen Kirchen mitgeschrieben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.10.2010)