Wie die Kathpress gestern berichtete, hätten sich Ende des Vorjahres der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, und die beiden Diözesanbischöfe Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt) und Klaus Küng (St. Pölten) darüber verständigt, dass man "den Weg der Priesterausbildung gemeinsamer gehen will". Verbindungen bestünden bereits seit Jahren. Für Details zur konkreten Umsetzung sei es noch zu früh; die drei Bischöfe und die Leiter der Priesterseminare seien im Gespräch.
Katholische Presseagentur >>
Donnerstag, 31. März 2011
Mittwoch, 30. März 2011
Dekanatsvesper mit Bischof Ägidius in Oberschützen

Die vorletzte der Dekanatsvespern 2011 der Diözese fand gestern in meinem Dekanat Pinkafeld statt. Zur abschließenden Vesper um 18 Uhr waren neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch alle Gläubigen des Dekanats ins Christophorushaus nach Oberschützen eingeladen. Auch ich nahm daran teil und war über die rege Teilnahme erfreut.
Bischof Ägidius ging in seiner Predigt auf die drei Säulen der Urkirche ein, wie sie in der Apostelgeschichte aufgeschrieben sind.
Besonders berührt und angesprochen hat mich das Segensgebet:
Gottes Zärtlichkeit sei unsere Kraft in den Beziehungen.
Gottes Gerechtigkeit sei unsere Anstiftung zur Solidarität.
Gottes Zuwendung sei unsere versöhnende Bereitschaft in Konflikten.
Gottes Beharrlichkeit sei unser langer Atem im Mitgestalten einer menschlichen Welt.
Gottes Fantasie sei unser Vertrauen im achtsamen Umgang mit der Schöpfung.
Gottes Geduld sei unsere wegweisende Spur im unermüdlichen Suchen des Guten in jedem Menschen.
So segne uns der barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen
Anschließend ergab sich noch bei einem Gläschen Wein so manch gutes und interessantes Gespräch. Ich hatte erfahren, dass beim Treffen der Hauptamtlichen unter anderem auch ausführlich über meinen Blog gesprochen wurde. Offensichtlich gibt es da einige Missverständnisse.
Aber alle, die meinen Blog regelmäßig lesen, wissen, worum es mir geht. Von Anbeginn an waren und sind die notwendigen Reformen in der katholischen Kirche Themen die ich aufgreife. Ich möchte mit diesem Blog zu einem lebhaften Dialog im Sinn des Evangeliums beitragen und an einer glaubwürdigen Kirche mitarbeiten, die offen ist für die Zeichen der Zeit. Eine tiefgreifende Kirchenreform, der Dialog sowie auch Glaubenserneuerung und -vertiefung (siehe Sonntagsmeditationen) sind mir ein Herzensanliegen. Wie ersichtlich, kommen nicht alle Gedanken von mir persönlich. Ich verwende viele Zitate sowie Verweise und gebe die Möglichkeit zu Gastbeiträgen.
Sehr viele Menschen haben Sehnsucht nach Reformen. Zuletzt hat sich das eindrucksvoll gezeigt beim "Memorandum von Theologieprofessoren und -professorinnen zur Krise der katholischen Kirche", das von über 300 Theologen unterzeichnet und mittlerweile von zehntausenden Menschen unterstützt wird. Aber auch die Tätigkeit der vielen kirchlichen Reformgruppen und Initiativen (Priesterinitiative, Priester ohne Amt, Wir sind Kirche, Laieninitiative, Forum XXII und viele andere mehr) zeigen das nachhaltige und breite Verlangen des Kirchenvolkes nach Reformen.
Ich hatte auch die Möglichkeit zu einem ausführlichen und sehr persönlichen Gespräch mit Bischof Ägidius und Generalvikar Lang, bei dem ich meine Motivation und die Entstehung des Blogs "Begegnung & Dialog" ansprechen konnte.
Dienstag, 29. März 2011
Abt von Einsiedeln geht mit der katholischen Kirche hart ins Gericht
Abt Martin Werlen geht mit der katholischen Kirche hart ins Gericht. Im Zusammenhang mit den Fällen von sexuellem Missbrauch habe der Papst zwar Stellung bezogen - aber erst sehr spät.
Abt Martin: "Wir leben als Kirche weit hinter unseren Möglichkeiten. Die Menschen interessieren sich für unsere Botschaft. Aber in der Kirche fehlen Visionen und der Mut, den Menschen und Situationen von heute auf Augenhöhe zu begegnen und bei Schwierigkeiten angemessen zu reagieren. Die Kirche – auch die Weltkirche – fährt mit angezogener Handbremse. Und das ist primär das Problem der Führung."
Zum Interview in der Aargauer Zeitung >>
Ein wohltuendes Interview von jemandem, der als Abt in seinem Kloster in Einsiedeln einiges aufzuarbeiten hatte - sicher auch wegen der jahrzehntelangen "Zurückhaltung" des Vatikans beim Gewaltmissbrauch an Minderjährigen. Die Untersuchungskommission hat ergeben, dass sich im Kloster Einsiedeln über einen Zeitraum von 60 Jahren 15 Mönche sexueller Übergriffe schuldig gemacht hatten.
Beitrag in der NZZ:
Einsiedler Abt unzufrieden mit Aufarbeitung von Missbrauch
Martin Werlen kritisiert katholische Kirche – fehlende Visionen beklagt
Kardinal Schönborn: Keine neuerliche Debatte über Zölibat notwendig
Mehr auf der Homepage der Bischofskonferenz >>
Schönborn: "Krise macht auch Bindekräfte an Kirche deutlich"
Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz sprach vor Beginn der Vollversammlung in Brixen mit Medienvertretern
Weiter auf Kathweb.at>>
Schönborn will "offen" über Zölibat debattieren
Kardinal ortet "Hoffnungszeichen für einen Frühling in der Kirche"
Weiter im Standard vom 22.3. >>
Montag, 28. März 2011
Kirche sucht mit neuer Webplattform Dialog mit Ausgetretenen
Mit einer österreichweiten Web-Initiative sucht die katholische Kirche den Dialog mit Ausgetretenen und Wiedereintritts-Willigen. Unter http://www.eintreten.at/ bietet die Kirche Informationen über die Möglichkeiten und konkreten Schritte eines Wiedereintritts.In der Diözese Eisenstadt steht Ordinariatskanzler Gerhard Grosinger als Ansprechperson für Gespräche bereit.
Sonntag, 27. März 2011
Ich suche nach mir selbst

Ich suche nach mir selbst
nach dem was in mir werden will
nach dem Unauswechselbaren
das mich zu dem Menschen macht
der wartend in mir ruht
und zum Leben erweckt werden will.
Ich suche nach dem in mir
das nicht durch den Druck der Masse
nicht durch Anpassung geformt wurde
sondern durch die Besinnung
auf meine Einzigartigkeit.
Ich suche nach dem Beitrag zur Welt
den nur ich leisten kann
ich will nicht das mir Fremde ausdrücken
nicht Sprachrohr für die Ideen anderer sein.
Ich suche die Quelle in mir
um sie wirklich sprudeln zu lassen
Verfasser unbekannt, in:
Gebetsmappe der Burg Altpernstein, 18.
Samstag, 26. März 2011
Haus St. Martin: Im Wandel einer Bischofszeit
KURIER:
Vor acht Monaten hat es geheißen, dass das Pensionistenheim adaptiert werden muss. Heute ist wenig davon zu hören. Die Bewohner des Haus St. Martin warten auf Entscheidungen.
Die Diözese Eisenstadt hält sich bedeckt. Trotz mehrmaliger Nachfrage war niemand zu einer Stellungnahme bereit: Bischof Ägidius Zsifkovics befinde sich auf Exerzitien, Petar Ivandic, neugeschaffener Moderator der Diözese, sei permanent in Meetings und Generalvikar Georg Lang seit zwei Wochen unterwegs.
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Vor acht Monaten hat es geheißen, dass das Pensionistenheim adaptiert werden muss. Heute ist wenig davon zu hören. Die Bewohner des Haus St. Martin warten auf Entscheidungen.
Die Diözese Eisenstadt hält sich bedeckt. Trotz mehrmaliger Nachfrage war niemand zu einer Stellungnahme bereit: Bischof Ägidius Zsifkovics befinde sich auf Exerzitien, Petar Ivandic, neugeschaffener Moderator der Diözese, sei permanent in Meetings und Generalvikar Georg Lang seit zwei Wochen unterwegs.
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