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Freitag, 7. Juni 2019

Therapeut: Fast alle Priester haben Probleme mit Zölibat


"95 Prozent halten sich nicht lebenslang an den Zölibat"
Therapeut: Fast alle Priester haben Probleme mit Enthaltsamkeit
Nach Einschätzung des Berliner Therapeuten Joachim Reich haben fast alle katholischen Priester Probleme mit sexueller Enthaltsamkeit. "Ich würde sagen: 95 Prozent halten sich nicht lebenslang an den Zölibat", sagte Reich im Interview der "Welt" (Mittwoch). "Zu welchem Grad und in welchen Phasen sie sexuell aktiv sind, ist aber unterschiedlich." Manche hätten Affären oder im Urlaub Sex und lebten dann wieder lange Zeit enthaltsam. "Andere führen konsequent ein Doppelleben."
Viele Priester seien "mit viel Idealismus" in ihr Amt gestartet, sagte Reich, der Priester berät. Dass sie Probleme mit dem Zölibat bekämen, dauere mitunter mehrere Jahre. Wer keine Beeinträchtigung erfahre, sei "zölibatär hochbegabt". Das sei eine "ganz kleine" Minderheit. Die Mehrheit werde oft allein gelassen: Beichtväter seien für solche Fragestellungen nicht ausgebildet, geistlichen Begleitern fehle "jeder sexualpsychologische Hintergrund". Seminaristen klagten über fehlende oder nicht ernsthafte Vorbereitung auf den Zölibat.
Katholisch.de >>


D: „Fast alle Priester haben Probleme mit Zölibat“
95 Prozent der Priester in Deutschland „halten sich nicht lebenslang an den Zölibat“. Das schätzt der Berliner Therapeut Joachim Reich in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“.
Vatican News >>


Enthaltsamkeit
Halten sich nur fünf Prozent der Priester lebenslang an den Zölibat?
Der Sexualtherapeut Joachim Reich (Berlin) schätzt, dass sich nur fünf Prozent der katholischen Priester lebenslang an den Zölibat halten. Das sagte er in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Ausgabe 5. Juni). Reich berät Geistliche, die Probleme damit haben, sexuell enthaltsam zu leben. Nach seinen Worten sind Kleriker sehr selten, die sagten: „Ich empfinde ab und zu sexuelles Verlangen, aber ich kann das schnell runterfahren, und es beeinträchtigt meine Lebensqualität auch nicht.“ Der Therapeut, der früher selbst Priester war, nennt diese Gruppe „zölibatär hochbegabt“. Das sei eine kleine Minderheit. Die Mehrheit leide irgendwann unter der verordneten und selbstgewählten Beziehungs- und Sexlosigkeit.
idea >>

Donnerstag, 8. März 2018

Gibt es bald verheiratete Priester?


Debatte in der Katholischen Kirche
Gibt es bald verheiratete Priester?
Der katholischen Kirche fehlen hierzulande die Priester - einer der Gründe ist sicher der Zölibat, die Pflicht, ehelos zu leben. Deshalb mehren sich die Stimmen, die Priesterweihe von verheirateten Männern fordern. Theologische Hürden gibt es dabei kaum.
Deutschlandfunk >>

Freitag, 27. Oktober 2017

Papst soll Zulassung von Verheirateten als Leiter von Messfeiern prüfen


"Die Zeit": Papst prüft Zulassung von Verheirateten zum Priesteramt
Entsprechendes Papier, das Amazonas-Bischof Kräutler mitvorbereitet habe, liege "bereits auf dem Schreibtisch des Papstes"

Hamburg – Papst Franziskus prüft angeblich Vorschläge, wonach auch verheiratete Männer der Heiligen Messe vorstehen können. Sogenannte "viri probati" sollen demnach Aufgaben zölibatär lebender Priester übernehmen dürfen, wie die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" laut Kathpress am Mittwoch im Voraus berichtete. Damit wolle Franziskus dem Priestermangel etwa im weitläufigen Amazonasgebiet begegnen.

Der langjährige Amazonas-Bischof Erwin Kräutler habe ein entsprechendes Papier mit vorbereitet, das "bereits auf dem Schreibtisch des Papstes" liege, so die Zeitung. Als "viri probati" werden in der kirchlichen Debatte Männer bezeichnet, die sich in Ehe und Gemeinde bewährt haben sollen.

Das Thema ist in der katholischen Kirche stark umstritten. Sie hält grundsätzlich am Zölibat als verpflichtender Lebensform für Priester fest. Verheiratete katholische Priester gibt es nur in wenigen Ausnahmefällen – etwa bei den mit dem Papst verbundenen und sogenannten "unierten" katholischen Ostkirchen oder, wenn ein Geistlicher einer anderen Konfession zum Katholizismus übertritt.
"Horrender" Priestermangel

Der gebürtige Vorarlberger Kräutler hat in den vergangenen Jahren wiederholt dazu aufgerufen, über Alternativen zum Zölibat zu diskutieren. Franziskus selbst habe um "mutige und couragierte" Lösungsvorschläge der Brasilianischen Bischofskonferenz für die Seelsorge der Zukunft gebeten, sagte er nach einer Papstaudienz im Jahr 2014. Ein Vorschlag, so Kräutler weiter, werde gewiss sein, "dass man Zölibat und Eucharistiefeier entkoppelt".

Für 2019 plant der Vatikan eine Amazonien-Synode. Sie soll sich nach Kräutlers Worten angesichts eines "horrenden" Priestermangels und vieler "eucharistieloser Gemeinden" auch mit neuen Formen der Gemeindearbeit befassen, wie der emeritierte Bischof von Xingu erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Kathpress sagte. "In erster Linie steht nicht der Zölibat zur Diskussion, sondern die von der sonntäglichen Eucharistiefeier ausgeschlossenen Gemeinden."
"Team of Elders"

Aus Sicht Kräutlers ist klar, dass es hier um die Frage nach den Zulassungsbedingungen zum Weihepriestertum gehen muss "und vermutlich auch zur Diakoninnenweihe, da die kleinen Gemeinden mehrheitlich von Frauen geleitet werden", wie er sagte. "Vielleicht kann sogar der Vorschlag des emeritieren Bischofs Fritz Lobinger aufgegriffen werden", verwies Kräutler erneut auf ein Modell des aus Deutschland stammenden langjährigen katholischen Missionsbischofs von Aliwal in Südafrika. Lobinger spricht sich darin dafür aus, dass Gemeinden ohne Priester durch ein "Team of Elders", also in der Gemeindeleitung "Erfahrenen", geleitet werden, und diese dann auch zu ordinieren, damit sie mit ihren Gemeinden Eucharistie feiern können. (APA, 25.10.2017)
Quelle: Der Standard >>

Zeitung: Papst denkt an Verheiratete als Leiter von Messfeier
Hamburg, 25.10.17 (kath.ch) Papst Franziskus prüft einem Medienbericht zufolge Vorschläge, wonach auch verheiratete Männer der Heiligen Messe vorstehen können. Sogenannte viri probati sollen demnach Aufgaben zölibatär lebender Priester übernehmen dürfen, wie die «Zeit» am Mittwoch vorab berichtete.
Kath.ch >>

Papst prüft angeblich Zulassung von Verheirateten zum Priesteramt
Der langjährige Amazonas-Bischof Erwin Kräutler soll einem Medienbericht zufolge ein entsprechendes Papier mit vorbereitet haben, das "bereits auf dem Schreibtisch des Papstes" liegt.
Die Presse >>

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Ex-Rektor der Legionäre Christi hat zwei Kinder

Prominenter Priester bekennt sich zu Frau und Kindern
Ausgerechnet für den ehemaligen Rektor eines Priesterseminars im Vatikan war der Zölibat offenbar ein Problem. Sein Bekenntnis wirft ein Schlaglicht auf ein verschwiegenes Thema.
Süddeutsche Zeitung >>

Wenn der katholische Priester heimlich Kinder hat
Skandale pflastern den Weg der Ordensgemeinschaft Legionäre Christi. Jetzt hat ein hochrangiger Geistlicher zugegeben, zwei Kinder zu haben. Schuld für seine Sünde sieht er aber nicht nur bei sich.
Welt-N24 >>

Mittwoch, 14. Juni 2017

Der Zölibat ist nicht mehr sakrosankt


Die Diskussion um die Priesterweihe von verheirateten Männern in der katholischen Kirche ist neu belebt worden. Den Anstoss dazu gab der Papst selbst.
NZZ, 11.6.2017 >>

Montag, 10. Oktober 2016

"Priester wären zu mehr Leistung fähig mit einer Frau an der Seite"

"Priester wären zu mehr Leistung fähig mit einer Frau an der Seite"
Während 22 Jahren hielt Gabriella Loser Friedli ihre Beziehung zu einem Priester geheim. Heute ist sie mit diesem Mann verheiratet. Eine Liebesgeschichte, die das Zölibat entlarvt.
Interview auf Der Landbote.ch >>


Gabriella Loser Friedli
«Oh Gott! Kreuzweg Zölibat»
Wörterseh Verlag >>


ZöFra - Vom Zölibat betroffene Frauen

Mittwoch, 10. Februar 2016

Pflichtzölibat sei wie Verhütungsverbot: wenige halten sich daran

Mehr Ausnahmen bitte!
Der Theologe und Psychologe Wunibald Müller fordert die Abschaffung des Pflichtzölibats. Zweimal schrieb er bisher dem Papst einen Brief. Jetzt schöpft er neue Hoffnung, dass sich etwas bewegt.
Interview in Zeit-Online >>

Dienstag, 9. Februar 2016

Kommt die Zölibats-Diskussion?

VATIKAN
Sturm auf die Bastion

Zweifel am Zölibat waren in der katholischen Lehre lange verboten. Nun sucht Franziskus auf seiner Mexiko-Reise am Ende der Welt nach einer Lösung für eines der zentralen Probleme seiner Kirche

Don Giovanni Cereti ist 82 Jahre alt und steht einer Kirchengemeinde in Rom vor. Nicht mehr lange, dann ist er seit 60 Jahren katholischer Priester. Vor etwa einem Jahr war er mit dem römischen Klerus bei Papst Franziskus im Vatikan zur Audienz. Am Ende der Versammlung wollte der Papst wissen, ob noch einer der Priester etwas auf dem Herzen habe. Da erhob sich Don Giovanni, strich sein silbergraues Haar zurecht, trat ans Mikrofon und wollte wissen, wie es Franziskus mit den verheirateten Priestern hält. Er kennt viele verheiratete Priester, die von ihrem Dienst suspendiert wurden und den Wunsch hegen, wieder als Seelsorger aktiv sein zu dürfen. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 100 000 solcher von der Kirche ausgeschlossenen Priester. Würde Franziskus also einen Weg der Annäherung finden, eine Art Willkommenskultur für verheiratete Priester etablieren? Weil Don Giovanni nicht mehr so gute Ohren hat, verstand er die Antwort des Papstes nicht genau, als er zu seinem Platz zurücklief. Aber auch die Kollegen trauten ihren Ohren kaum. Denn Franziskus sagte: »Das Thema ist auf meiner Agenda.«

Dann erzählte der Papst, er habe erst eine Woche zuvor zwölf altgediente Priester im vatikanischen Gästehaus Santa Marta empfangen. Fünf von ihnen waren verheiratet und deshalb suspendiert. Aber auch sie waren bei der Messfeier in der Hauskapelle zugegen. »Ich habe das Gefühl, das Problem der verheirateten Priester steht vor einer Lösung«, sagt Don Giovanni heute. Und tatsächlich gibt es verschiedene Anzeichen dafür, dass Papst Franziskus nach der quälenden Debatte um den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen als Nächstes die Frage des Zölibats angehen will.

Auf seiner knapp einwöchigen Mexiko-Reise Mitte Februar wird der Papst einen ganzen Tag im Bundesstaat Chiapas verbringen. Die Station ist aus verschiedenen Gründen brisant, hohe Kirchenfunktionäre versuchten dem Papst den Besuch in San Cristóbal de las Casas auszureden, ohne Erfolg. Denn der Abstecher in die Diözese und das Treffen mit den Vertretern der indigenen Gemeinden sind symbolisch aufgeladen. Franziskus will auch deshalb unbedingt nach San Cristóbal, weil hier eine für sein Pontifikat entscheidende Frage im Vordergrund steht: der Umgang mit der indigenen Bevölkerung in der Frage des Zölibats.

Die Diskussion um den Zölibat für katholische Priester hat sich in San Cristóbal in den vergangenen Jahrzehnten wie an keinem anderen Ort verdichtet. In Chiapas, wo lange die aufständischen Zapatisten gegen die Soldaten der mexikanischen Regierung kämpften, leben etwa eine Million Menschen indigener Abstammung. Nur die wenigsten katholischen Gemeinden im weitläufigen Maya-Gebiet haben einen eigenen Priester. Der frühere Ortsbischof Samuel Ruiz García, wegen seiner politischen Einstellung von seinen Gegnern der »rote Bischof« genannt, weihte ab 1960 deshalb besonders viele ständige Diakone aus der Bevölkerung. Da ältere unverheiratete Männer in der Maya-Kultur als minderwertig gelten, waren die Diakone überwiegend verheiratet.

Zur Jahrtausendwende standen in der Diözese knapp 400 ständigen Diakonen gerade einmal 66 Priester gegenüber. Ein Graus für die Sittenwächter im Vatikan. Denn Rom fürchtete, dass der massive Einsatz der verheirateten ständigen Diakone einen gefährlichen Präzedenzfall zur Umgehung des Zölibats darstellen könnte. Nach dem kanonischen Recht dürfen ständige Diakone zwar unter bestimmten Voraussetzungen verheiratet sein, eine spätere Weihe zum Priester ist für sie jedoch ausgeschlossen. Die vatikanische Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung verfügte im Jahr 2000 den Stopp der Diakonweihen in Chiapas. Franziskus hob im Frühjahr 2014 das Weiheverbot wieder auf.

Sein eintägiger Besuch in San Cristóbal de las Casas ist auch eine Solidaritätsbekundung für den inzwischen amtierenden Bischof Felipe Arizmendi Esquivel, dem der Vatikan sogar untersagt hatte, auch nur die Wünsche derjenigen verheirateten Diakone anzuhören, die gerne den Schritt zum vollen Priestertum gehen würden. »Wir wollen keinen verheirateten Klerus«, beschwichtigt Arizmendi heute. Aber auch er weiß, dass der Kurzbesuch des Papstes einer ideologischen Wende und einer Unterstützung für Bischöfe gleichkommt, die sich aufgeschlossen für die Bedürfnisse in ihren Gemeinden zeigen.

Zu diesen gehört auch der Österreicher Dom Erwin Kräutler, der seit 50 Jahren am Rio Xingu im brasilianischen Amazonas-gebiet wirkt, die letzten 35 Jahre als Bischof. 800 kleinere und größere Gemeinden sind dort über ein Gebiet verstreut, das so groß ist wie die Bundesrepublik. Wegen des Priestermangels können 70 Prozent der Gemeinden nur drei- bis viermal im Jahr an der Eucharistiefeier teilnehmen, die nach katholischem Lehramt aber unerlässlich ist für den Glauben. Oft leiten Laien den sonntäglichen Wortgottesdienst. »Das ist eine positive Erfahrung«, sagt Kräutler. Allerdings um den Preis, dass die Gemeinden in Amazonien praktisch von der Eucharistie ausgeschlossen sind. Denn Diakonen ist im Gegensatz zu Priestern die Feier der Messe und die Abnahme der Beichte nicht erlaubt. »Wenn päpstliche Lehrschreiben und das Zweite Vatikanische Konzil ernst genommen werden sollen«, sagt Kräutler, »dann kann die Kirche die Eucharistiefeier nicht davon abhängig machen, ob gerade ein zölibatärer Priester zur Verfügung steht oder nicht.«

Dem Papst erläuterte Kräutler seine Sicht bei einer Privataudienz im Vatikan im April 2014. Franziskus schien nicht abgeneigt und erwiderte, er erwarte sich mutige Vorschläge von den Bischofskonferenzen. »Ganz sicher wird der Papst nicht im Alleingang Entscheidungen fällen«, sagt der Bischof. Demnach wartet Franziskus auf die Vorstöße der Bischöfe und könnte diese je nach Lage vor Ort akzeptieren. Kräutler ist sich aber sicher, dass »Entscheidungen, die die Kirche auf der ganzen Welt betreffen, wie beispielsweise die Zölibatsverpflichtung als Zulassungsbedingung für die Priesterweihe, sicher nicht von der einen oder anderen Bischofskonferenz getroffen werden«.

Diese Einschätzung deckt sich mit anderen Aussagen von Jorge Bergoglio. Auf der Familiensynode im vergangenen Oktober und zuvor in der programmatischen Schrift »Evangelii gaudium« erhob Franziskus das Prinzip der »heilsamen Dezentralisierung« zur päpstlichen Maxime. Danach soll der Papst die örtlichen Bischöfe nicht für alle Probleme in den Diözesen als Entscheidungsgewalt ersetzen. Noch als Erzbischof von Buenos Aires sagte Bergoglio über die Aufhebung des Zölibats: »Wenn die Kirche eines Tages diese Norm revidieren sollte, dann würde sie es wegen eines kulturellen Problems an einem bestimmten Ort in Angriff nehmen, aber nicht für alle gültig und nicht als persönliche Option.« Diese Linie gilt offenbar auch heute.

Übertragen auf die aktuelle Situation wirkt das, als würden in Chiapas und am Amazonas nun Testballons gestartet. Die Amazonas-Kommission der brasilianischen Bischofskonferenz studiert bereits mögliche Lösungen. Immer wieder geht es dabei auch um den Einsatz sogenannter Viri probati, also bewährter verheirateter Männer, Laien mit aus katholischer Perspektive tadelloser Lebensführung, die zu ständigen Diakonen geweiht werden. Erstmals kam die Rede beim Zweiten Vatikanischen Konzil auf die Viri probati. Zuletzt wagten sich Bischöfe auf der Bischofssynode im Jahr 2005 aus der Deckung mit der Forderung, auf diese Weise dem Problem des Priestermangels entgegenzutreten. Unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hatte dieser Vorstoß aber keine Chance. Auch Erwin Kräutler reagiert allergisch auf die Viri probati, aus ganz anderem Grund. »Der Vorschlag greift entschieden zu kurz und ist dazu noch diskriminierend«, sagt er. Wer entscheide denn über die Tadellosigkeit der Männer? »Ich mag die Worte schon gar nicht mehr hören.« Einen »Klerus erster und zweiter Klasse« lehnt Kräutler ab. Er will mehr.

Die Amazonas-Kommission, deren Sekretär Kräutler ist, hat entscheidende Bedeutung bei der Suche nach neuen Wegen des Priestertums. Vorsitzender der Kommission ist der 81-jährige brasilianische Kardinal Cláudio Hummes, ein enger Vertrauter des Papstes. Der Franziskaner gilt als einer der Strippenzieher im Konklave 2013, das Bergoglio wählte. Auf Hummes, so erzählte es der Argentinier, gehe die Wahl seines Namens Franziskus zurück. Als designierter Präfekt der Kleruskongregation hatte Hummes im Dezember 2006 für schweren Unmut im Vatikan gesorgt, als er kurz vor seinem Amtsantritt in einem Zeitungsinterview den Zölibat infrage stellte. »Die Kirche kann über den Zölibat nachdenken, denn er ist kein Dogma, sondern eine Disziplin«, hatte Hummes gesagt. Einige Apostel seien verheiratet gewesen, die Pflicht zur Keuschheit sei erst einige Jahrhunderte nach Einführung des Priestertums verfügt worden. Kurz darauf musste der von Benedikt berufene und nur vier Jahre später wieder abgetretene Präfekt zurückrudern. Eine von Hummes unterschriebene Erklärung zum Thema aus dem Jahr 2007 liest sich wie eine von höchster Stelle auferlegte Bußschrift. Offene Zweifel von offizieller Seite am Zölibat gab es seither nicht mehr. Auch die zaghaften Vorstöße einiger deutscher Bischöfe verliefen im Sande. Die Tür war zu.

Seit Franziskus im Amt ist, hat sie sich wieder geöffnet, zumindest einen Spaltbreit. Das wird auch ersichtlich, wenn man sich bei den zuständigen Stellen im Vatikan erkundigt und die Antwort bekommt, dass zu »offenen Fragen« keine Auskünfte erteilt werden. Auch der von Franziskus eingesetzte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin stellte kürzlich fest, dass es sich beim Zölibat um eine Disziplin und nicht um ein unveränderliches Dogma handelt. »Wenn er den Druck auf ihn und die Ergebnisse der Synode im Oktober übersteht, wird er bereit sein, über den Zölibat zu sprechen«, mutmaßte im vergangenen Sommer Norberto Saracco, Pastor der Pfingstbewegung und Freund Bergoglios aus Argentinien. Auch er hatte zuvor ein Zwiegespräch mit Franziskus in Santa Marta. Auf die Frage, ob er konkrete Anhaltspunkte für diese Annahme habe, versicherte der Pastor: »Das ist mehr als ein Gefühl.«

Die deutschen Bischöfe, unter denen es offenbar auch zahlreiche Befürworter einer Lockerung gibt und für die der Priestermangel eine der größten Herausforderungen überhaupt ist, halten sich weiterhin zurück. Sie warten auf deutlichere Worte des Papstes, um sich dann in seinem Windschatten aus der Deckung zu wagen. Franziskus aber wartet auf die mutigen Vorschläge der Bischöfe und der Bischofskonferenzen. Die Lage stellt sich damit ähnlich vertrackt dar wie bei der Familiensynode im Oktober. Damals erhoffte sich Franziskus von den Bischöfen Änderungsvorschläge zu den strittigen Themen auf dem Feld von Ehe und Familie. Am Ende muss er nun selbst ein Machtwort sprechen.
Aus: Christ & Welt Ausgabe 06/2016



Zölibat: Weiht Papst Franziskus in Mexiko verheiratete Diakone zu Priestern?
(Rom) Die wiederverheirateten Geschiedenen und die Homosexualität sind nur zwei Fronten. Hinter den Kulissen wird in der Katholischen Kirche um viel mehr gerungen. An der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom begann am heutigen Nachmittag eine Tagung, deren Thema angesichts der Zeitumstände besondere Brisanz hat: „Der Priesterzölibat, ein Weg der Freiheit“.
Katholisches.info >>

Freitag, 7. August 2015

D: Pfarrer gibt für die Liebe sein Amt auf

Mutige Offenbarung
Pfarrer gesteht Liebe zu Frau im Gottesdienst
Erneut verliert eine Bodensee-Gemeinde ihren Pfarrer: Helmut Guggemos möchte heiraten und gibt sein Amt dafür auf. Dem Priester gelingt ein emotionaler Abschied. Im Nachbarort fehlte der Mut dafür.
Die Welt >>

Gläubige freuen sich mit Helmut Guggemos
Sie äußern Verständnis, dass Pfarrer für die Liebe Amt abgibt – Bischof: „Mehr als schmerzliche Entscheidung“
Schwäbische.de >>

Homepage der Pfarreiengemeinschaft >> 

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Zölibat nicht mehr vorstellbar: Neuöttings Pfarrer verlässt Kirche
Es gab Gerüchte, aber es hat keiner gewusst und in der Konsequenz hat wohl kaum einer damit gerechnet: Pfarrer Florian Wöss hat bei den Sonntags-Gottesdiensten in Alzgern und Neuötting bekannt gegeben, dass er seine Kirche verlässt, um ein neues Leben zu führen, das ihm als Pfarrer in der katholischen Kirche nicht möglich ist. Statt einer Predigt hielt er eine Abschiedsrede.
Altöttinger Anzeiger >>

Seelsorger bekommt Bedenkzeit
Pfarrer Wöss: So reagiert Bischof Oster
Neuötting/Passau - Der Rücktritt des Neuöttinger Stadtpfarrers Florian Wöss traf offenbar nicht nur die Gläubigen aus heiterem Himmel. Bischof Oster erfuhr davon aus den Medien.
LesenSie hier die Pressemitteilung des Bistums.
Innsalzach24.de >>

Pfarrei Neuötting >>

Mittwoch, 15. April 2015

Theologe Müller: Erneute Zölibats-Bitte an Papst

Der Psychotherapeut und katholische Theologe Wunibald Müller hat Papst Franziskus erneut in einem persönlichen Brief gebeten, allen Priestern freizustellen, ob sie zölibatär leben oder heiraten wollen. In dem der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegenden Schreiben verweist der Leiter des Recollectio-Hauses der bayerischen Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach auf die Situation der Betroffenen, die ernster genommen werden müsse.

Aus seiner Erfahrung wisse er um die Not der Priester, die in heimlichen Beziehungen lebten und zerrissen würden zwischen ihrer Liebe zu ihrem Dienst und zu einer Frau. Im Recollectio-Haus betreuen Müller und seine Mitarbeiter vor allem Priester, Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter in persönlichen und beruflichen Krisen.
Dazu komme, so Müller weiter, dass heute viele junge Männer wegen des Zölibatsversprechens erst gar nicht mehr den Priesterberuf ergriffen. Andere wiederum, deren Zahl seiner Einschätzung nach zunehme, sähen für sich keinen anderen Ausweg, als den Beruf des Priesters aufzugeben, weil sie nicht ohne eine Partnerin leben wollten.

Therapeut ruft zu Befreiungsschlag auf
Der Therapeut rief zu einem Befreiungsschlag auf. Die Zeit dafür sei reif. Die Mehrzahl der Gläubigen könne sich heute einen verheirateten Priester gut vorstellen. Dies treffe inzwischen auch für viele Bischöfe zu, manche unter ihnen wünschten es sich sogar, so Müller. Denn auch für die Bischöfe sei es eine schmerzliche Erfahrung, wenn gute Priester entschieden, ihren Beruf aufzugeben.
Müller appellierte an Franziskus, anlässlich des von ihm ausgerufenen Jahres der Barmherzigkeit die Tür für eine Entkoppelung von Priestertum und Zölibat zu öffnen. Die Kirche würde sich damit der Priester, die in Beziehungen lebten, erbarmen und sie nicht länger der Zerreißprobe aussetzen. "Ich bitte Sie darum, weil ich wie Sie meine Kirche liebe", schreibt Müller wörtlich.
Zugleich versicherte der Therapeut, eine hohe Achtung vor Menschen zu haben, die ihren Zölibat glaubwürdig lebten. Allerdings sei er zutiefst davon überzeugt, dass es der katholischen Kirche zum Segen gereichen würde, wenn sie die Tür öffnen und den Zölibat freistellen würde.
Müller hatte sich bereits vor gut einem Jahr mit dieser Bitte an Franziskus gewandt. Der Papst habe zwar die Formulierung "die Tür dazu ist offen" aus dem Brief bei mehreren öffentlichen Aussagen aufgegriffen, allerdings bei diesen Gelegenheiten auch gemeint, dass zunächst wichtigere Themen in der Kirche anstünden.
Quelle: katholisch.de

Kontext:

"Ich bin Priester und habe vier Kinder"
Gerhard Höberth (54) lebt ohne Zölibat, ist verheiratet, hat vier Kinder und ist Priester. Die Kirche duldet diese Sonderstellung. Wie es dazu kam, und wie er die Zukunft des Priesteramtes sieht, erzählt der Gottesmann im KURIER-Interview >>.


Zölibat: Pflicht oder Liebe?
Ein Dechant tritt zurück und entscheidet sich für seine Liebe zu einer Frau. Außergewöhnlich, aber kein Einzelfall. Laut einer Erhebung lebt etwa jeder fünfte Priester in einer eheähnlichen, meist heimlichen Beziehung. Ist der Zölibat noch zeitgemäß? Sollen Priester heiraten dürfen oder wäre deren Ehe ein spiritueller Verlust? Und sind unverheiratete Priester die besseren Seelsorger?
Radio Kärnten >>

Dienstag, 7. April 2015

Leobener Dechant gibt Amt auf und wird heiraten

Nach dem Emmaus-Gottesdienst am Ostermontag in der Pfarrkirche Leoben-Donawitz informierte Dechant Maximilian Tödtling (45) die Anwesenden von seinen Plänen, alle Kirchenämter aufzugeben und nach dem Laiisierungsverfahren heiraten zu wollen.
"Ich habe euch heute eine Mitteilung zu machen, die mir sichtlich nicht leicht fällt", sagte Maximilian Tödtling, seit 2006 Dechant des Dekanates Leoben, am Ostermontag beim Emmaus-Gottesdienst in der Pfarrkirche Leoben-Donawitz. Er habe eine Beziehung und habe gebeten, ihn mit Ende August von allen kirchlichen Funktionen zun entbinden.

"Schritt fällt nicht leicht"
Wenn das Laiisierungsverfahren, die Entbindung vom Zölibat, im Vatikan abgeschlossen sei, werde er die Frau an seiner Seite, Nora Musenbichler, heiraten. Der Schritt falle ihm nicht leicht, aber er möchte auch wieder "wahrhaftig" leben, sagte er. Tödtling betonte, wie sehr er in dieser schweren Zeit des Entscheidens und des Bekanntgebens von Diözesanadministrator Heinz Schnuderl  unterstützt worden war.

"Klare Entscheidung"
Er bat die Anwesenden in der Donawitzer Kirche um Entschuldigung und Verzeihung. Er könne und wolle aber auch so nicht mehr durchs Lebens gehen. Sondern zu seiner Beziehung stehen. Er wolle aber auch keine Initiativen für seinen Verbleib als Priester. "Ich habe mich klar für diesen Weg entschieden", betonte er.
Er werde in den nächsten fünf Monaten alle Rechte und Pflichten seines Priesterseins voll ausüben, dann ein paar Wochen Urlaub und sich Gedanken über seine Zukunft machen. Auch Aufgaben innerhalb der Kirche seien im Gespräch.
Quelle: Kleine Zeitung


Homepage des Pfarrverbandes Leoben-West >>

Pressemeldung der Pfarrer-Initiative >>

Maximilian Tödtling im Ö3-Interview >>


Dechant heiratet - Zölibatsdebatte neu entflammt
Die Bürger von Leoben stehen hinter dem Schritt von Dechant Maximilian Tödtling - der 45-Jährige hatte ja angekündigt, heiraten zu wollen. Tödtlings Fall löste auch eine Zölibatsdebatte aus - eine aus Sicht eines Kirchenrechtsexperten unnötige Debatte.
Steiermark.orf.at >>

Mittwoch, 4. März 2015

"Die Bischöfe sollen jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen."


„Ich mache nicht mehr mit“
Die Zeit drängt, um neue Wege in der Pfarrseelsorge zu gehen, betont Propst Johannes Holzinger. Eines will er sicher nicht mehr machen: 75-jährigen Priestern statt der Pensionierung weitere Pfarren zuteilen.

Die Seelsorge in den Stiftspfarren zu gewährleisten – darin besteht eine der Hauptaufgaben für einen Propst. Doch es wird immer schwieriger, für jede Pfarre einen Chorherren als Pfarrer zu bestellen. Und das Durchschnittsalter des Konvents ist bei 70 Jahren. Wie soll das weitergehen?
Propst Holzinger: Ich spüre das als große Last. Ich muss mich vor die Leute in den Stiftspfarren stellen und ihnen sagen: Ihr bekommt keinen Pfarrer mehr. Wie erst vor wenigen Monaten geschehen, muss ich einen 75-jährigen Mitbruder bitten, noch nicht in Pension zu gehen und zu seinen zwei Pfarren noch eine weitere dazuzunehmen. Man weiß, man darf das als Vorgesetzter nicht tun, und trotzdem ist man dazu gezwungen. Ich komme mir als unverantwortlich vor.

Warum machen Sie mit?
Holzinger: Ich werde auch nicht mehr mitmachen. Das heißt: Ich werde keinen Mitbruder mehr bitten, eine zusätzliche Pfarre zu übernehmen. Das bin ich dem Alter vieler Mitbrüder schuldig und andererseits möchte ich auf die Gesundheit der Jüngeren achten.

Wie soll es weitergehen?
Holzinger: Man muss sich eingestehen: Die Versorgung der Pfarren mit Priestern ist am Zusammenbrechen. Ich halte auch nichts davon – wie das mancherorts in Deutschland geschieht –, durch die Schaffung von Großpfarren die Behebung des Priestermangels vorzutäuschen. Was wir brauchen, sind neue Modelle. Die kann ich aber nicht machen.

Wer dann?
Holzinger: Aus meiner Sicht sind jetzt die Bischöfe gefordert. Bischof Kräutler hat Papst Franziskus von den vielen Gemeinden seiner Diözese erzählt, die wegen fehlender Priester nur ein bis zweimal im Jahr Eucharistie feiern können. Der Papst hat geantwortet: Die Bischöfe sollen kühne und mutige Vorschläge machen, wie man die Situation ändern könnte. Die Bischöfe sollen jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen. Die Zeit drängt. Wenn der Papst schon um Vorschläge bittet, da wäre ich schneller in Rom als ein E-Mail.

Seelsorgeteams, Pfarr- und Pastoralassistent/innen, ausländische Priester – die Diözese hat Wege eröffnet, dass die Pfarren lebendig bleiben können. Finden Sie das nicht als hilfreich?
Holzinger: Ja, sehr sogar, und ich bin froh, dass es sie gibt. Und ich bin auch für das große ehrenamtliche Engagement in den Stiftspfarren dankbar. Aber wir brauchen trotzdem neue Wege, die in der Öffnung des Priesteramts für verheiratete Männer bestehen könnten. Es bräuchte auch Signale in Richtung Frauen. Ich denke hier an das Diakonenamt.

Wir haben über Krise, Probleme und Schwierigkeiten gesprochen. Gibt es etwas, was Ihnen Anlass zu Optimismus gibt?
Holzinger: Die Menschen haben eine große Sehnsucht nach Beheimatung. Auf diese Sehnsucht hat  die Kirche eine Antwort: Sie kann Gemeinschaft anbieten und auf eine Hoffnung verweisen, die nicht zugrunde geht, sie kann Jesus Christus verkünden – Jesus Christus ist die Mitte unserer Verkündigung. Das ist doch wirklich Grund optimistisch zu sein. Auch im Blick auf die fast 950-jährige Geschichte unseres Klosters bin ich nicht pessimistisch. Es hat schon viele Tiefs gegeben. Und immer wieder ist es weiter- und aufwärts gegangen.

Was kann man jetzt machen, wenn man nicht darauf warten will, was „oben“ entschieden wird?
Holzinger: Mir ist es wichtig, nicht untätig zu sein, sondern mit allen Sinnen Ausschau zu halten, wohin Gott seine Kirche führen und wohin er sie verändert haben will. Es gilt, den Willen der Liebe Gottes zu erspüren. Mich begleitet der Satz aus dem zweiten Timotheusbrief: Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2 Tim 1,7).

Was wird Ihre größte Herausforderung in den nächsten Jahren als Propst sein?
Holzinger: Bis zum Ende meiner Amtszeit werden wir Florianer Chorherren aus eigener Kraft nicht einmal mehr annähernd unsere Aufgaben in den Pfarren und im Stift bewältigen können. Davor darf man die Augen nicht verschließen.
Meine Verantwortung sehe ich darin, vernünftige Übergänge zu schaffen und zu verantworten, was nicht mehr geht. In den nächsten drei Jahren möchten wir ein Programm erarbeiten, das den jüngeren Mitbrüdern Freiheit und neue Gestaltungsräume verschafft. Im Vertrauen auf das Wirken Gottes wird uns das gelingen. 

Quelle: kirchenzeitung.at


Ähnliches Thema:

„Wir sind Kirche“ an die Bischöfe:
Wo bleiben eure kühnen Vorschläge?
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Freitag, 6. Februar 2015

USA: Priester rufen Bischöfe zu Änderungen beim Zölibat auf

 Ein Zusammenschluss von rund 1.000 katholischen Priestern bittet die US-Bischofskonferenz um eine Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt. Das berichtet die Onlineausgabe der Zeitschrift „National Catholic Reporter“. Hintergrund der Bitte seien personelle Engpässe in der Seelsorge. Der Vorsitzende der „Association of U.S. Catholic Priests“, Bob Bonnot, sagte der Zeitschrift, sein Verein erwarte keine direkte Antwort der Bischöfe; er hoffe aber, dass sie das Anliegen unter sich zum Gesprächsthema machten. 

Die zwölf Unterzeichner aus dem Leitungsgremium des Vereins verweisen auch auf Äußerungen des Papstes, die sie als Offenheit für verheiratete Geistliche deuten. Die katholischen Priester zitieren in ihrem Apell den am Amazonas in Brasilien arbeitenden österreichischen Bischof Erwin Kräutler. Dieser hatte in einem Interview erklärt, dass Papst Franziskus als Lösungsvorschlag für die fehlenden Seelsorger auch die „Entkoppelung von Zölibat und Eucharistiefeier“ für möglich halte

Rund 38.300 Priester sind nach Angaben der „Association of U.S. Catholic Priests“ in den USA aktuell für 76,7 Millionen Katholiken zuständig; 1978 seien es mehr als 58.000 Geistliche für 50 Millionen Katholiken gewesen. Derzeit seien 3.500 Pfarreien ohne eigenen Priester.

Radio Vatikan

Mittwoch, 4. Februar 2015

Zölibat für Schnuderl nicht in Stein gemeißelt

Der steirischer Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl kann sich auch verheiratete Priester vorstellen: Das berichteten die „Salzburger Nachrichten“ in der Dienstags-Ausgabe.

Schnuderl war vergangene Woche vom Grazer Domkapitel bis zur Entscheidung über einen Nachfolger für den früheren Bischof Egon Kapellari zum Verwalter der Diözese gewählt worden. Er äußerte sich recht bald zur Frage der wiederverheirateten Geschiedenen und sagte, es solle für sie einen „Neustart“ in der Kirche geben. Schnuderl hält zwar die Ehe grundsätzlich für unauflösbar, er kann sich aber etwa einen zweite Ehe mit einem „Segen Gottes“ vorstellen, sagte er in verschiedenen Zeitungsinterviews.

Nun nahm Schnuderl zur Frage des Zölibats Stellung. Er hält ihn nicht für unumstößlich. „Ich kann mir vorstellen, dass es verheiratete Priester gibt“, sagte Schnuderl in der Dienstag-Ausgabe der „Salzburger Nachrichten“. Sollte der Zölibat tatsächlich aufgehoben werden, erwartet Schnuderl zwar große Veränderungen, aber: „Ob es dann mehr Priester gibt, ist eine andere Frage.“

Quelle: religion.orf.at


Schnuderl kann sich verheiratete Priester vorstellen
Wie der steirische Diözesanadministrator die Kirche breiter aufstellen möchte.
Salzburger Nachrichten >>

Donnerstag, 20. November 2014

Zölibat: Mit Rom unierte Ostkirchen dürfen weltweit verheiratete Männer weihen

Der Papst erlaubt die Priesterweihe verheirateter Männer in allen Regionen mit eigener ostkirchlicher Struktur.
Zölibat: Eine kleine Sensation
Kirchenrechtlich ist es eine kleine Sensation. Dennoch ging die Nachricht von der erweiterten Zulassung von verheirateten Männern zum Priesteramt in den katholischen Ostkirchen zunächst unter. Ab sofort, so entschied der Papst, können nicht nur in den traditionellen ostkirchlichen Territorien verheiratete Männer zu Diakonen und Priestern geweiht werden - also im Nahen Osten oder in Osteuropa.

Auch für ihre Gemeinden in der Diaspora gilt künftig keine Zölibatspflicht mehr, soweit dort eigene ostkirchliche Strukturen bestehen. Die neue Regelung soll der Migration und den Flüchtlingsströmen von Christen aus Nahost nach Europa, Amerika und Australien Rechnung tragen. Denn ein beachtlicher Teil der rund 20 Millionen "Unierten" aus den 23 verschiedenen ostkirchlichen Riten hat inzwischen seine Stammlande verlassen.

Die von der vatikanischen Ostkirchenkongregation verbreiteten "Päpstlichen Anordnungen für den verheirateten orientalischen Klerus" trägt zwar das Datum vom 14. Juni. Sie wurden damals jedoch nicht veröffentlicht. Erst mit der Aufnahme ins Amtsblatt des Heiligen Stuhls, die meist mit sechsmonatiger Verzögerung erscheinenden und medial kaum beachteten "Acta Apostolicae Sedis" (AAS), wurden sie jetzt publik. Der Vatikan wählt mitunter diesen Weg, wenn er Vorgänge nicht an die große Glocke hängen, sondern eher beiläufig in Kraft setzen will.

Franziskus entsprach der Bitte etwas überraschend

Bei ihrer Vollversammlung im November 2013 hatte die Ostkirchenkongregation den Papst gebeten, die Möglichkeit zur Priesterweihe für verheiratete Männer über die klassischen "Territorien" hinaus auszuweiten. Franziskus entsprach dieser Bitte ein halbes Jahr später - und vielleicht auch etwas überraschend. Denn noch 2008 hatte die Kongregation nach einer ähnlichen Diskussion die Zölibatspflicht, wie sie für Priester des lateinischen Ritus gilt, für die Ostkirchen in der Diaspora bekräftigt.

Allerdings modifizierte Papst Franziskus sein Plazet. Nur in Regionen mit eigener ostkirchlicher Struktur haben deren Leiter das Recht zur Priesterweihe von Verheirateten. Das gilt also für die bestehenden Metropolien, Eparchien oder Exarchate der katholischen Chaldäer, der Maroniten, Melkiten oder Ukrainer in Amerika oder Europa. In München etwa gibt es ein eigenes Exarchat für die unierten Ukrainer in Deutschland und Skandinavien. Allerdings muss der Exarch vor der Weihe eines verheirateten Ukrainers den für dessen Wohnort zuständigen lateinische Bischof informieren und sich über den Kandidaten erkundigen.

Bei fehlender Hierarchie sind die Hauptstadt-Kardinäle zuständig

In ostkirchlichen Ordinariaten ohne eigene Hierarchie geht diese Vollmacht an den zuständigen Ordinarius über. Das gilt etwa für Österreich oder Frankreich, wo die Hauptstadt-Kardinäle Christoph Schönborn oder Andre Vingt-Trois zugleich auch für die Unierten ihres Landes zuständig sind. Dies galt früher auch für Jorge Mario Bergoglio in Argentinien vor seiner Papstwahl. Sie können nach konkreter Information ihrer jeweiligen Bischofskonferenz und des Vatikan auch verheiratete Kandidaten weihen.

In Gebieten, wo Katholiken des östlichen Ritus keine eigene Kirchenstruktur haben und von den lateinischen Ortsbischöfen mitbetreut werden - etwa in Deutschland (mit Ausnahme der Ukrainer) -, gilt diese Sonderregelung nicht. Zuständig bleibt dann die Ostkirchenkongregation, die in konkreten Ausnahmefällen nach Abstimmung mit der jeweiligen Bischofskonferenz entscheidet.

Die Diskussion um die Tätigkeit verheirateter unierter Geistlicher im Westen begann Ende des 19. Jahrhunderts. Als Tausende unierte Ruthenen aus ihren osteuropäischen Stammlanden in die USA auswanderten, lösten ihre verheirateten Priester Protest der lateinischen Bischöfe aus. Daraufhin verbot der Vatikan 1890 verheirateten ruthenischen Geistlichen, sich in den USA niederzulassen.

Das Verbot wurde bald auf Kanada und dann auf alle Unierten ausgeweitet. Das Sonderrecht der ostkirchlichen Klerikerheirat sollte auf die Stammlande beschränkt bleiben.

Ausnahmegenehmigungen für Einzelfälle gab es aber immer wieder. Doch spätestens das Dekret "Anglicanorum coetibus" Benedikts XVI. warf die Frage mit neuen Aspekten auf. Das Dokument von 2009 ermöglicht übertrittswilligen anglikanischen Geistlichen in bestimmten Fällen eine Priestertätigkeit in der katholischen Kirche - auch wenn sie verheiratet sind.

Quelle: katholisch.de


Papst Franziskus erlaubt unierten Kirchen weltweit Priesterweihe von verheirateten Männern
Inzwischen ist es offiziell. Die Kongregation für die orientalischen Kirchen veröffentlichte neue, von Papst Franziskus approbierte Bestimmungen, die faktisch die Priesterweihe für verheiratete Männer und die Seelsorge verheirateter Priester der katholischen Ostkirchen auch außerhalb ihrer historischen Gebiete erlauben. Bisher galten aus historischen Gründen und aufgrund alter Unionsverträge Sonderregelungen in den klar umrissenen historischen Gebieten der mit Rom unierten Ostkirchen. Konkret waren dies der Nahe Osten und Teile des östlichen Mitteleuropas.
Katholisches.info >>

Mittwoch, 6. August 2014

Kann der Papst Priesterinnen zulassen?

1994 sprach Johannes Paul II. sein großes Nein gegen die Frauen-Ordination. Jetzt wird erneut über die Unumstößlichkeit des Vetos diskutiert. Beim Zölibat ist es einfacher: Franziskus könnte ihn rechtlich sofort revidieren.
Das Interview mit Kölns Weihbischof Dominikus Schwaderlapp mit Aussagen gegen Priesterinnen und für den Zölibat hat Aufsehen erregt. Ein Grund, in einer heute beginnenden Artikel-Serie zunächst der Frage nachzugehen, ob und wie grundstürzende päpstliche Erneuerungen möglich wären.
RP-Online >> 


Jesuit für offene Debatte über Zölibat
Für eine offene Debatte über die verpflichtende Ehelosigkeit für Priester in der katholischen Kirche plädiert der Jesuit Hans Waldenfels. Derzeit versuchten die Bischöfe in Deutschland sich "mit dem Priestermangel zu arrangieren, indem sie Großgemeinden schaffen", schreibt der Fundamentaltheologe in einem Gastbeitrag für die "Zeit"-Beilage "Christ&Welt" (Donnerstag). Dies sei "viel zu klerikalistisch" gedacht und laufe Anstößen von Papst Franziskus zuwider, die Kirche von unten aufzubauen.
Katholisch.de >>


Im Kontext:

"Sie wollten nicht mehr zölibatär leben"
Fünf Priester haben im Bistum Trier in den vergangenen eineinhalb Jahren ihr Amt wegen des Zölibats aufgegeben.
Tagblatt >>

Dienstag, 22. Juli 2014

Papst stellt "Lösungen" in Zölibatsfrage in Aussicht

In der Kontroverse um das Enthaltsamkeitsgebot für katholische Geistliche hat Papst Franziskus mögliche Veränderungen angedeutet. Für die Zölibatsfrage gebe es "Lösungen, und ich werde sie finden", sagte das Kirchenoberhaupt der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". Die Vorschrift zur Ehelosigkeit sei "900 Jahre nach dem Tod unseres Herrn" erlassen worden, in einigen mit Rom unierten Ostkirchen dürften Priester zudem heiraten. Die Zölibatsfrage sei in seinen Augen "ein Problem, aber kein vordringliches", sagte der 77-jährige Argentinier.

In dem Interview verurteilte Franziskus erneut den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche. Er sprach in diesem Zusammenhang von "Aussatz". Unter Hinweis auf Angaben seiner Mitarbeiter sagte der Papst weiter, der Anteil pädophiler Geistlicher in der katholischen Kirche liege "bei zwei Prozent". "Unter diesen zwei Prozent sind Priester und sogar Bischöfe sowie Kardinäle", sagte Franziskus.
Der Papst hatte vor einer Woche erstmals Opfer sexuellen Missbrauchs im Vatikan empfangen. Das Treffen war von Opfervertretern seit langer Zeit gefordert worden. Die katholische Kirche wurde in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Missbrauchsfälle weltweit erschüttert. Hunderte Geistliche wurden ihrer Priesterämter enthoben. Nach Angaben des Vatikans wurden den internen Ermittlern im vergangenen Jahrzehnt 3420 Verdachtsfälle gemeldet.

Montag, 21. Juli 2014

Schweiz: Bischöfe trafen Partnerinnen katholischer Priester

Erstmals seit Jahren haben Schweizer Bischöfe Partnerinnen katholischer Priester zum Gespräch empfangen. Das Treffen habe am Montag dieser Woche in Freiburg in einer „angenehmen, aufmerksamen Atmosphäre" stattgefunden, sagte eine Sprecherin des Vereins vom Zölibat betroffener Frauen, kurz Zöfra, der Presseagentur Kipa. Zu dem Treffen geladen hatte nach Angaben der Sprecherin der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel. Anwesend waren auch der Vizepräsident Charles Morerod sowie der Basler Weihbischof Denis Theurillat. Dass eine Abordnung einer Bischofskonferenz eine Organisation wie Zöfra überhaupt empfange, sei ihres Wissens „weltweit einmalig", sagte die Sprecherin der Vereinigung, Gabriella Loser Friedli. In der Regel reagierten Bischöfe nicht auf Briefe von Organisationen, die sich mit der gleichen Thematik befassen.

Der Zöfra zufolge war es das erste Gespräch mit Schweizer Bischöfen seit 1997. Anlass für die Bemühungen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, war laut der Sprecherin die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle durch die Kirche. Zum Inhalt des Treffens sagte die Sprecherin, man habe nicht mit einem umfassenden „Forderungskatalog" kommen wollen, es sei zunächst um ein Ausloten der Problemfelder gegangen. „Ich glaube, es hat sich grundsätzlich etwas verändert", zitiert kipa die Sprecherin. Lange Zeit hätten die Bischöfe wenig Respekt für die Arbeit der Zöfra gezeigt. Heute würden sie die Arbeit der Organisation anerkennen. Eines der vorgetragenen Anliegen sei ein fester Ansprechpartner bei der Bischofskonferenz gewesen. Bischof Büchel habe versprochen, das Thema bei der nächsten Versammlung der Konferenz einzubringen. Außerdem wünschte die Zöfra, dass Bischöfe bei Laisierungen von Priestern, die in einer Beziehung mit einer Frau lebten, manche Restriktionen aufheben und etwa mehr Seelsorge durch laisierte Priester zulassen.
Radio Vatikan


Schweizer Bischofskonferenz empfängt Zöfra zum Gespräch
Eine Delegation der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat den Verein vom Zölibat betroffener Frauen (Zöfra) in Freiburg zu einem Gespräch empfangen. Das Treffen vom Montag, 14. Juli, habe in einer «angenehmen, aufmerksamen Atmosphäre» stattgefunden, sagte Gabriella Loser Friedli, Mitbegründerin und Vereinspräsidentin, am Dienstag auf Anfrage gegenüber der Presseagentur Kipa. Heute gebe es «mehr Raum» in der Bischofskonferenz, um auch über «ganz schwierige Sachen» zu sprechen, so Loser Friedli.
Kipa >>


Verein vom Zölibat betroffener Frauen

Freitag, 18. Juli 2014

Prikoszovits bittet Papst um Entpflichtung


Der frühere Dompfarrer von Eisenstadt, Josef Prikoszovits, wird noch im Juli beim Papst um die „Entpflichtung“ vom priesterlichen Dienst ansuchen. Er wird somit nicht mehr als Pfarrer tätig sein.

Als Prikoszovits mit September 2013 seine Ämter als Dompfarrer niederlegte, sorgte das für große Aufregung in der Diözese Eisenstadt. Als Grund nannte Prikoszovits Probleme mit dem Zölibat - mehr dazu in Dompfarrer Prikoszovits zurückgetreten. Er nahm sich ein Jahr Auszeit, ein Sabbatjahr, in dem er seine Zukunft klären wollte.

Nicht mehr Pfarrer
Jetzt, noch vor Ablauf des Sabbatjahres, lässt der frühere Dompfarrer wieder aufhorchen. In einem Schreiben an Freunde und Wegbegleiter teilte er mit, dass er noch im Juli beim Papst um die „Entpflichtung von seinem priesterlichen Dienst“ bitten werde. Das heißt, er wird nicht mehr als Pfarrer tätig.

Prikoszovits übernimmt Schulpastoral
Seine Berufung will Prikoszovits nun in einem anderem Bereich leben, wie er schrieb: Ab September übernimmt er bei der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs die Agenden der Schulpastoral. Neuer Dompfarrer in Eisenstadt wird mit 1. November Pater Erich Bernhard vom Kalansantiner-Orden - mehr dazu in Pater Erich ist neuer Dompfarrer von Eisenstadt.
Burgenland ORF

Leider: Wieder ein hervorragender Priester wegen des nicht zu rechtfertigenden Zwangszölibats weniger. Es ist höchste Zeit, dieses Machtrelikt der Hierarchie, das keine biblische Grundlage hat zu entsorgen. 
Der Zwangszölibat ist mit ein Grund für den Priestermangel. Bischof Kräutler hat dies bei einem Gespräch mit Papst Franziskus angesprochen. Franziskus hat ihn gebeten, die Bischöfe mögen mutige Vorschläge machen.
Bischof Ägidius ist gefordert diesbezüglich etwas zu tun und die Anliegen des Papstes umzusetzen.



Mitteilung der Diözese:
In der Angelegenheit des früheren Dompfarrers der Diözese Eisenstadt, Mag. Josef Prikoszovits, teilt die Diözese Eisenstadt aus aktuellem Anlass Folgendes mit:
Josef Prikoszovits befindet sich derzeit noch in einem Sabbatjahr, um das er nach Niederlegung seines Amtes als Dompfarrer im vergangenen September gebeten hat. Diese Auszeit zur Klärung seines weiteren Lebensweges soll auf Prikoszovits' Wunsch mit Ende August 2014 enden.
aktuell.martinus.at >>

Donnerstag, 26. Juni 2014

Krätzl: "Ohne Eucharistie gibt es keine wirkungsvolle Neuevangelisierung"

Weihbischof Helmut Krätzl
anlässlich seines Diamantenen Priesterjubiläums

"Ohne Eucharistie gibt es keine wirkungsvolle Neuevangelisierung"
Großes Interview der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" mit Weihbischof Helmut Krätzl über Priester-Werden und Priester-Sein und die zentrale Bedeutung der Eucharistie.
Erzdiözese Wien >>

Kommentar:

Krätzl für Öffnung bei Zölibat

Emeritierter Wiener Weihbischof in Kirchenzeitungsinterviews anlässlich seines diamantenen Priesterjubiläums: Sehe Gefahr, dass das Bewusstsein für die Eucharistie "austrocknet"
Kathpress >>