Mittwoch, 19. September 2012

Konziliare Versammlung "Zeichen der Zeit" in Frankfurt

 Zeichen der Zeit – Hoffnung und Widerstand

Aufruf zur Konziliaren Versammlung

18.-21. Oktober 2012 in Frankfurt

50 Jahre nach dem Beginn des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965)

Fünfzig Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil ist es Zeit, aus kirchlicher Erstarrung zu erwachen.  Wir werden nicht mehr auf Klerus und Hierarchie warten, sondern machen uns vielmehr selbst auf den Weg. Wir wollen unserer eigenen gesellschaftlichen Verantwortung in der Welt gerecht werden, dafür die Enteignung des kirchlichen Erbes rückgängig machen und uns die Kirche im Dienst dieser Aufgabe wieder aneignen. Wir laden zu einem ersten großen Treffen im Oktober 2012 ein, sodass sich Menschen versammeln können, die das immer noch uneingelöste Versprechen der Pastoralkonstitution „Über die Kirche in der Welt von heute“ selbst in die Hand nehmen, nach Wegen suchen und nach anderen Menschen, die mit ihnen gehen. Im Lichte dieser Pastoralkonstitution sind die anderen Konzilsthemen und -texte neu zu lesen. Und wir müssen wir uns mit dringenden Themen, wie z. B. Migration, Globalisierung oder sexuelle Gewalt, beschäftigen, die beim II. Vatikanum ausgeblendet oder erst danach virulent wurden.
„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“ So hieß es 1965. Was ist mit unserer Kirche, was ist mit uns geschehen, dass wir uns von diesem Bekenntnis zur Menschwerdung Gottes, von diesem Bekenntnis zur kirchlichen Verantwortung für die Welt so weit entfernen konnten?
Auf eine kurze Phase des Frühlings in der Kirche folgte eine lange Phase der Stagnation und Reaktion, die bis heute anhält. Den Frühling der Kirche in Deutschland markierten die Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR (1973-1975) und die Würzburger Synode (1971-1975). Sie waren Versuche einer gleichberechtigten Zusammenarbeit von „Laien“ und „Klerikern“. Das Bekenntnis der Würzburger Synode, „Unsere Hoffnung“, führte damals schon mitten in unsere Lebenswelt hinein: „Das Reich Gottes ist nicht indifferent gegenüber den Welthandelspreisen“ (I.6.)! Wie in einem Brennglas waren hier zwei Elemente verschmolzen: Der Bezug auf das Reich Gottes verwies auf die Bereitschaft zu einer anderen Kirche, der Bezug auf die Welthandelspreise auf die Bereitschaft von ChristInnen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Es war die Zeit der Aufbrüche:
  • der Emanzipation der Frauen, der feministischen Theologie und des Wunsches nach hierarchiefreier Gleichberechtigung
  • des Aufbruchs der Befreiungstheologie in der Kirche und der Bereitschaft, sich mit Armut und Ungleichheit – auch in der BRD – auseinanderzusetzen
  • der Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung im Kampf gegen Krieg, Militarisierung und Atomindustrie
  • der Bereitschaft, das Undenkbare zu denken, den Anbruch des Reiches Gottes
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Informationen und Anmeldung zur Konziliaren Versammlung >>

Dienstag, 18. September 2012

Gegen die vatikanische Personalpolitik

Die Reformbewegungen in der katholischen Kirche Österreichs haben in ihrer gemeinsamen Aktion „Bischofsernennung“ die Kirchenleitung dazu aufgerufen, die bevorstehenden Besetzungen von Diözesen nicht ohne Bedachtnahme auf die Wünsche der Ortskirche vorzunehmen. Ebenso wurde die Bundesregierung aufgefordert, ihr im Konkordat verankertes Mitwirkungsrecht wahrzunehmen.
Diese Aktion wurde bisher von über 3.500 Personen unterstützt.

Wie zu erwarten war und dort schlechte Sitte ist, erfolgte keinerlei Reaktion seitens kirchlicher Stellen, obwohl der Nuntius und sämtliche Bischöfe informiert worden waren. Der Bundeskanzler hat hingegen mitteilen lassen, es wäre der Grundsatz der Nichteinmischung in innerkirchliche Angelegenheiten zu beachten.

Doch gilt dieser Grundsatz dann nur eingeschränkt, wenn die Bischöfe als Verhandlungspartner dem Staat gegenüber auftreten. Daher kann der Rückzug auf eine Nichteinmischung nicht einfach akzeptiert werden. Die in der Aktion federführende „Laieninitiative“ hat daher ihre Erwägungen in einem Gespräch mit Spitzenbeamten des Bundeskanzleramtes am 6. September nochmals ausführlich dargelegt. Dies wurde mit der Zusage einer neuerlichen Prüfung entgegengenommen.

Sollte keine Änderung der bisher vertretenen Auffassung der Bundesregierung erfolgen, wird sich die Reformorganisation mit ihren Argumenten an die Öffentlichkeit, vor allem die politische, wenden. Es ist aber zu hoffen, dass die dargelegte Kritik an einem bedingungslosen Akzeptieren der eindeutig tendenziösen vatikanischen Personalpolitik zumindest zu einer Sensibilisierung in dieser Angelegenheit führt.

Zur Unterstützung der Aktion Bischofsernennung >>

Montag, 17. September 2012

Benno Elbs soll Bischof in Graz werden


Benno Elbs wird Bischof. Daran zweifelt kaum jemand innerhalb der katholischen Kirche. Der Frage ist eigentlich nur mehr, welches klerikale Einsatzgebiet der derzeitige Diözesan-Administrator der Diözese Feldkirch übernehmen wird. Seit dem altersbedingten Rücktritt von Bischof Elmar Fischer im November des vergangenen Jahres ist Elbs, ab 2005 Generalvikar der Diözese, die neue Nummer eins in Vorarlbergs Kirche. Und galt damit lange als der logische Bischofsnachfolger. Als liberaler Kirchenmann ist er des Volkes Wunschkandidat. Doch Rom lässt sich mit der Bestellung auffallend lange Zeit.
Der Grund für den Stillstand des Postenkarussells liegt aber nicht daran, dass man an den Fähigkeiten des 52-Jährigen in Rom zweifelt. Vielmehr wird Elbs, so ist es zumindest aus gewöhnlich gut informierten Kirchenkreisen zu erfahren, als überqualifiziert für die kleine Diözese Feldkirch gesehen.
Der Standard >>

Wird Benno Elbs Bischof in Graz?
Seit November 2011 wartet die Vorarlberger Bevölkerung auf einen neuen Bischof. Der Standard will nun den Grund für die lange Wartezeit gefunden haben: Benno Elbs, der seit dem Rücktritt von Elmar Fischer die Amtsgeschäfte der Diözese Feldkirch leitet, soll dem Grazer Bischof Egon Kapellari nachfolgen. Damit würde der Diözese Feldkirch aber ihr heißester Anwärter auf das Amt abhanden kommen.
Vorarlberg Online >>

Sonntag, 16. September 2012

Jesus, du bist anders…


Jesus, du hast dich zur Ehebrecherin gestellt,
als sich alle von ihr distanzierten.
Du bist bei dem Zöllner eingekehrt,
als sich alle über ihn empörten.
Du hast die Kinder zu dir gerufen,
als alle sie wegschicken wollten.

Jesus, du hast dem Petrus vergeben,
als er sich selbst verdammte.
Du hast den Teufel verjagt,
als alle anderen auf ihn hereingefallen waren.
Du hast dem Schächer das Himmelreich versprochen,
als alle ihm die Hölle wünschten.

Jesus, du hast Paulus in die Nachfolge gerufen,
als alle ihn als Verfolger fürchteten.
Du bist vor dem Ruhm geflohen,
als alle dich zum König machen wollten.
Du hast Kranke geheilt,
als sie von anderen aufgegeben waren.

Jesus, du bist am Kreuz gestorben,
als alle Pas-cha feierten.
Du hast die Schuld auf dich genommen,
als alle ihre Hände in Unschuld wuschen.
Du bist vom Tod auferstanden,
als alle meinten,
jetzt ist alles endgültig vorbei.

Jesus, ich danke dir, dass du anders bist.
Gib auch mir den Mut,
anders zu sein,
dort, wo es nötig ist.


Quelle unbekannt.

Donnerstag, 13. September 2012

„Ökumene jetzt“: Aufruf und Unterschriftenaktion prominenter Christen

Ökumene jetzt: ein Gott, ein Glaube, eine Kirche

„Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.“ (Paulus-Brief an die Epheser 4, 3–6)

Weil uns Gott in der Taufe Gemeinschaft mit Jesus Christus geschenkt hat, sind Getaufte als Geschwister miteinander verbunden. Sie bilden als Volk Gottes und Leib Christi die eine Kirche, die wir in unserem Credo bekennen. Deshalb ist es geboten, diese geistliche Einheit auch sichtbar Gestalt gewinnen zu lassen.
ÖKUMENE jetzt >>

Hier unterstützen bzw. unterschreiben >>

kreuz-und-quer.de - Diskussionsforum zum politischen Handeln aus christlicher Verantwortung

REAKTIONEN:

Otto Pesch: "Warum können wir einfach nicht mehr zusammenkommen?"
Der Aufruf prominenter Christen zur Überwindung der Kirchentrennung zeige den Kirchenoberen, dass man die immer wieder vorgebrachten theologischen Gegensätze, die eine Kircheneinheit angeblich verhindern, nicht nachvollziehen könne, sagt der katholische Theologe Otto Hermann Pesch im Gespräch mit Jasper Barenberg.
Deutschlandfunk >>

Ökumene von unten
In Bochum ist aus der Nachbarschaft von Katholiken und Protestanten eine Initiative entstanden, an deren Spitze sich der Bundestagspräsident gestellt hat: Mehr Schritte zur Kirchengemeinschaft. Warum die nicht gegangen werden, zeigt die Reaktion beider Kirchenleitungen. Ihre Antwort: So einfach ist es nicht. Aber haben die Laien nicht Recht, dass es den Kirchenleitungen an Schwung fehlt? Es ist mehr möglich und es ist auch schon mehr erreicht.
Kath-Kommentar.de >>

„Ökumene jetzt“-Forderung schlägt Wellen
Während die amtskirchlichen Reaktionen auf den Aufruf meist skeptisch sind, konkretisiert Otto Pesch, einer der Initiatoren das Projekt.
Religion.ORF.at >>

Zollitsch: Ökumene braucht theologische Verständigung
Mit einem Bekenntnis zum ökumenischen Dialog und einer Mahnung zu mehr theologischer Klarheit hat die Deutsche Bischofskonferenz auf den Appell prominenter Christen für eine "Ökumene jetzt" reagiert. Eine Überwindung der Kirchentrennung sei "nicht ohne eine solide theologische Verständigung möglich", erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Mittwoch (06.09.2012) in Bonn.
Kirchensite.de >>

Und der Festredner der kommenden Martinsakademie, Kardinal Joachim Meisner:
Warnung vor "Ökumenischem Holzweg"
Für Kardinal Meisner ist der neue Ökumene-Appell nicht zielführend
domradio.de >>

Mittwoch, 12. September 2012

Missiodirektor Mathias Reiner seiner Ämter enthoben

Während einige personelle Veränderungen nicht oder eher spät kommuniziert werden, erfolgt die Enthebung von Missiodirektor Mathias Reiner auffällig rechtzeitig und umfassend.
Mit 31. Oktober wird er als Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke (Missio Austria), als Mitglied der Vollversammlung des Hilfswerkes „Fastenaktion der Diözese Eisenstadt“ und als Diözesanvertreter im Kuratorium der MIVA enthoben.
Abgelöst wird er von Mag. Lic. Norbert Filipitsch MAS, frisch ernannter Stadtpfarrer von Jennersdorf.

Als Pfarrer von Sigleß wäre Mathias noch gerne als Missiodirektor tätig gewesen.

Lieber Mathias!
Alles Gute für Deine Freizeit und weiterhin missionarischen Eifer für die Kirche Jesu Christi!

Dienstag, 11. September 2012

20 Jahre Haus St. Stephan

Das Bildungs- und Tagungszentrum Haus St. Stephan wurde im Herbst 1992 als religiöses Bildungszentrum der Diözese Eisenstadt eröffnet. Als ehemaliges Schloss Rohonczy ist es eines der ältesten Gebäude in Oberpullendorf und liegt inmitten eines malerischen Parks. Damit bietet es ein stimmungsvolles Ambiente für Begegnung, Bildung, Besinnung und Kreativität.

Die Angebote des Hauses sind im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils von einem christlichen Menschen- und Weltbild geprägt. Sie wollen motivieren und befähigen, an der theoretischen und praktischen Lösung persönlicher, beruflicher, kirchlicher und gesellschaftlicher Probleme zu arbeiten und entsprechende Kompetenzen zu erwerben.

So wird neben theologischen, spirituellen und gesellschaftspolitischen Angeboten auch ein vielfältiges Spektrum an persönlichkeitsbildenden Vorträgen und Kursen geboten.
 
Das 20-jährige Jubiläum wird am 29. September mit einem reichhaltigen Programm und einem Gottesdienst mit Bischof Paul Iby gefeiert.

Herzlichen Glückwunsch an die Geschäftsführerin Mag. Barbara Buchinger und ihr Team!


Haus St. Stephan >>

Foto vom Festgottesdienst: