Donnerstag, 6. Dezember 2012

Bischofspalast im neuen Glanz "maximal ausgelastet"

Bischof Ägidius Zsifkovics im O-Ton auf Burgenland-HEUTE:
"Es ist eine Optimierung im Haus erfolgt: wir haben 500 qm an Fläche dazu bekommen, die bisher unausgenützt waren. Das sind der Klausurbereich und die Gästezimmer. D.h. dieses Haus ist nun wirklich maximal ausgelastet."
Bedeutet der Ausbau eines Dachbodens für Schwestern-Klausur und Gästezimmer wirklich schon die "Auslastung" eines Gebäudes?


Eineinhalb Jahre hat es gedauert: Jetzt sind die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten im Eisenstädter Bischofshof abgeschlossen. Mit einer Segnung hat Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics das Gebäude offiziell wiedereröffnet.

Es sei ein Tag der Freude und des Dankes, sagte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der am Dienstag jeden Raum einzeln segnete - bei rund 2.000 Quadratmeter Fläche und mehreren Etagen auch eine sportliche Leistung, die so manchen Pressefotografen ins Schwitzen brachte. Nicht allerdings den Bischof - der war einfach nur begeistert vom neuen Gebäude: „Ich fühl’ mich einfach pudelwohl.“ Die Kapelle und sein Wohnzimmer seien seine Lieblingsplätze im neuen Bischofshof.
Weiter auf Burgenland.ORF.at >>


Portfolio der kp. consulting group ZT-GESMBH:
Umbau und Sanierung Bischofshof Eisenstadt >>

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Bischof Stecher warnt vor "Suizid der Kirche"

Der frühere Innsbrucker Hirte zeigt Sympathien für die Anliegen der Pfarrer-Initiative.

Pfarrzusammenlegungen (wie in Wien geplant), große Seelsorgeräume (wie in anderen Bundesländern), ein Priester für 90.000 Katholiken (wie in Südamerika): „Das ist – ohne Übertreibung – eine Pastoralstruktur, die dem Suizid der sakramentalen Kirche gleichkommt.“ Bischof Reinhold Stecher verwendet deutliche und harte Worte in seinem soeben erschienenen Buch „Spätlese“ (Tyrolia-Verlag).

Den Priestermangel nimmt der 90-jährige frühere Innsbrucker Diözesanbischof nicht als gottgegeben hin. Stecher will Fürsprecher besonders für die Kranken, Alten und Sterbenden sein. „Da fallen Schlagschatten über Tausende und Millionen. Sie haben höherenorts in der Kirche heute keine Lobby. Und doch steht hinter dem Dienst an ihnen die ganze Wucht einer göttlichen Weisung. Der zementierte Pflichtzölibat ist ein menschliches Gesetz.“ Hintergrund: Nur ein Priester darf das Sakrament der Krankensalbung spenden.

Gleichzeitig will der Altbischof Sympathien für Anliegen der Pfarrer-Initiative nicht verbergen. „Nicht zölibatsfrustrierte, sondern eifrige und engagierte Seelsorger“ würden nach Änderung rufen. Er habe bei Exerzitien eine vierstellige Zahl von Priestern erlebt. Alle litten unter dem Wandel des Priesterbildes zum „Pastoralmanager“. Die Nähe der Priester zu den Menschen gehe in immer größeren Seelsorgeräumen verloren. Stecher: „Und so wird der Schlagschatten des Verlassenwerdens über denen, die es am meisten bräuchten, immer länger und dunkler.“

Die Presse >>

Dienstag, 4. Dezember 2012

Verhetzendes Internet-Portal kreuz.net offline


In Österreich und Deutschland wird gegen die Betreiber der Seite ermittelt - angeblich drei Österreicher beteiligt

Die umstrittene Website Kreuz.net ist seit Sonntag nicht erreichbar. Die Hintergründe waren zunächst unklar. In Österreich und Deutschland wird gegen das Portal wegen Volksverhetzung und Wiederbetätigung ermittelt. Die Erzdiözese Wien hat in einer Aussendung mit "ernsthaften dienstrechtlichen Konsequenzen" gedroht, sollten Mitarbeiter als Autoren oder Verantwortliche an der Seite beteiligt sein.
Laut David Berger, der die Initiative "Stoppt Kreuz.net" koordiniert, sollen drei Personen aus Österreich an der Seite mitwirken. Zwei davon seien Priester. Ein hochrangiger Geistlicher einer österreichischen Diözese habe sich mittlerweile laut Krasa bereiterklärt, über die aus Österreich stammenden mutmaßlichen Autoren des Portals Auskunft zu geben.
Beitrag im Standard >>

Ermittlungen gegen kreuz.net (08:24)
„Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle“, „An der Homo-Unzucht gestorben“, „Kotstecherei“ – Zitate von der Internetseite kreuz.net rund um den Tod des deutschen Schauspielers Dirk Bach. Damit hat das Internetportal in den Augen vieler, die Grenze der Meinungsfreiheit überschritten. Nachdem der Bruno Gmünder Verlag eine Belohnung für Hinweise, die zu den Hintermännern der Internetseite führen, ausgelobt hat, und hunderte Hinweise eingegangen sind, ermittelt nun die Berliner und die Wiener Staatsanwaltschaft.
ORF-Orientierung vom 2.12.2012 >>

Ermittlungen wegen Volksverhetzung: Kreuz.net nicht mehr erreichbar
Die Internetseite kreuz.net hat gegen Juden, Muslime und, vor allem, Homosexuelle gehetzt. Die Schlagzeile "Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle" zum Tode des Komikers Dirk Bach sorgte für Entsetzen. Seit Sonntagnacht (02.12.2012) ist die Seite offline, aber die Ermittlungen gehen weiter.
Weiterlesen auf WDR >>

Zum Thema:
Verbindung zu kath.net vermutet. Neben dem umstrittenen pseudokatholischen Online-Portal kreuz.net ist auch der Betreiber des extrem konservativen österreichischen Portals kath.net, Roland Noé, im Visier der Staatsanwaltschaft. kreuz.net ist seit Sonntag offline.
Kölner Stadt-Anzeiger >>

Anmerkung: Man darf gespannt sein, wie sich die Ermittlungen in Österreich gestalten und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

Montag, 3. Dezember 2012

Wer kann sich noch freuen?

Gesendet: Do 29.11.2012
An: bischof@graz-seckau.at; ebs@edw.or.at; sekretariat@bischofskonferenz.at
Betreff: Monsignore Helmut Schüller seit Vatikan-Beschluss: ohne Monsignore-Titel!

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

heute habe ich in Ö1 vernommen, dass der Vatikan sich bemüßigt fühlt, dem Leiter der Priesterinitiative, Monsignore Helmut Schüller, den Ehrentitel „Monsignore“ zu entziehen, und dies ohne jede Begründung.

Die Degradierung von Helmut Schüller dürfte einzigartig sein, selbst in vatikanischen Kreisen – war es eine unvermeidliche „Notmassnahme“?

Andererseits hat sich nach meinen Informationen im Vatikan noch niemand herabgelassen, den wahrhaft nach Jesu Lehre lebenden Bischof Erwin Kräutler einen Ehrentitel zu verleihen, ihn als einen „Gerechten unter den Völkern“  zu loben: im Gegenteil, es gab Verwarnungen.

Die eifrig und angstvoll praktizierte Dialogverweigerung der Amtskirche wird seit dem Kirchen-Volksbegehren 1995 brav fortgesetzt - muss das sein, bis in alle Ewigkeit?

Wie können kritisch denkende Menschen noch Platz finden in der vom Vatikan noch immer propagierten „Missionierung“?

Welche Fernstehenden sollen nach solchen Maßnahmen noch zum Glauben, zur Kirche eingeladen werden?

Wie könnte man solch jämmerliche Führungsqualitäten, jenseits jeglicher Motivation, einstufen?

Als wahre Armut im Geiste?

Als Peitsche ohne Zuckerbrot?

Als Ideenlosigkeit und Ratlosigkeit sondergleichen?

Jugendliche haben für solche Hilflosigkeit das Wort „Opfer“ parat – passt gut!

Beim Fischen im „gewaltigen Fundus“ der Priesterbruderschaft Pius viel Glück – wir werden bald wirklich eine feine, aber sehr kleine Kirche werden.

Wer kann sich noch freuen?

Edi Tusch
9020 Klagenfurt

*****************

Zum Thema:

Monsignore an Schüllers Seite
Horst-M. Rauter unterstützt als Monsignore Pfarrer-Initiative. Vatikan-"Strafe" für Schüller hält er für merkwürdig.
Rauter ist nicht nur Monsignore, sondern auch Prälat, die nächsthöhere Würdigungsebene. "Wenn Rom meine Titel zurückhaben will; ich bin der Letzte, der draufsteht. Eine echte Strafe für mich wäre es, wenn ich nicht mehr Seelsorger sein dürfte", relativiert der ehemalige Seelsorgeamtsleiter. Von sich aus will er die Titel in Solidarität mit Schüller nicht zurücklegen. "Das wäre kindisch."
Beitrag in der Kleinen Zeitung >>

Wenn ein Titel flöten geht
Helmut Schüller wird verschmerzen, dass er sich nicht mehr Monsignore nennen darf.
Kommentar in der Wiener Zeitung >>

Sonntag, 2. Dezember 2012

Advent bedeutet Ankunft


Ankommen bei dir
mit dem Kraftvollen des Tages
mit dem Mühsamen
was ich mir anders gewünscht hätte

Ankommen bei dir
mit der Hektik
und den ungelösten Fragen
mit der Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit

Ankommen bei dir
mit unserer Lebenslust und Ängstlichkeit
mit unserer Zerrissenheit
und engagierter Gelassenheit

Ankommen bei dir
weil du uns näher bist
als wir uns selber sind

Pierre Stutz, Eschbacher Adventkalender.
Bei sich selber zu Hause sein
Verlag am Eschbach, 2004, 12. Dez.

Freitag, 30. November 2012

Elf Zwölftel des "Silvester-Ordens" für Helmut Schüller und sein Team



Bei den Dankreden nach Titel – oder Ordensverleihungen pflegt man schon aus Höflichkeit auf sein Team, auf die vielen anderen UnterstützerInnen hinzuweisen. Ohne die frau/man diesen Titel nie erreicht hätte sodass dieser nun allen gebühre. Man nehme ihn also stellvertretend mit nach Hause und halte ihn – für alle – in Ehren.

Vor etlichen Jahren wurde mir der Orden des Hl. Papstes Silvester übergeben. Diese Verleihung ist natürlich auch auf ein Team zurückzuführen, es waren vor allem Beamte der Stadt Innsbruck. Und natürlich auch auf die SteuerzahlerInnen ohne die ich mich ja nicht für die Unterstützung wichtiger kirchlicher Einrichtungen hätte einsetzen können.

Dass ich das überhaupt ins Auge fassen konnte, verdanken diese Einrichtungen nicht zuletzt dem Einfluss, den überzeugende Priester im Lauf meines Lebens auf mich ausübten. Viele von ihnen sind uns schon vorausgegangen und wenn wir sie wiedersehen werden sie bestätigen, dass sie sich sicher zur Pfarrerinitiative bekannt hätten. Von diesem Schlage sind und waren sie!

Und deshalb ist mein „Silvester – Orden“ – der natürlich weit unter dem eines „Monsignore“ positioniert ist, auch zu teilen. Ich biete hiermit – mit noch einzuholender Erlaubnis der zuständigen vatikanischen Abteilung und natürlich erst nach Erklärung des Angesprochenen – dem Vorsitzenden der „Pfarrerinitiative“ elf Zwölftel „meines Ordens“ an. Für sein ganzes Team.

Ein Zwölftel behalte ich mir selber.

Mit kirchenbürgerlichen Grüßen
Lothar Müller

Donnerstag, 29. November 2012

Schüller verliert Ehrentitel „Monsignore“

Die Kirchenleitung in Rom hat Helmut Schüller den päpstlichen Ehrentitel „Monsignore“ entzogen. Noch ist nicht klar, was zur Aberkennung geführt hat.
Religion.ORF.at >>


Pfarrer-Initiative soll globale Kraft werden
„Aufruf zum Ungehorsam“ bleibt aufrecht
Helmut Schüller, Sprecher der österreichischen Pfarrer-Initiative, bereitet für 2013 eine große Versammlung aller derartigen Bewegungen weltweit vor. Immer mehr Initiativen in anderen Staaten der Welt teilen die Anliegen der österreichischen Pfarrer-Initiative, sieht Schüller einen Grund, die Anliegen der Initiative auf eine globale Ebene zu heben.

„2013 wird sicher das Jahr der Internationalisierung sein“, kündigte Schüller nun gegenüber der APA ein großes Zusammentreffen, wahrscheinlich in Deutschland, an. „Ja, wir arbeiten daran. Das Ganze braucht natürlich viel Vorbereitung, weil es ja auch Zeit kostet und Kraft kostet - und daher auch was weitergehen soll. Wir versuchen jetzt gerade, verschiedene Ideen zu wälzen, gemeinsame Texte, gemeinsame Treffen, Formen der öffentlichen Präsentation."
Beitrag auf ORF.at >>


Wenn ein Titel flöten geht
Helmut Schüller wird verschmerzen, dass er sich nicht mehr Monsignore nennen darf.
Kommentar in der Wiener Zeitung >>