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Mittwoch, 23. Oktober 2013

Causa Ivandic: Rom hat entschieden! Wie geht's weiter? Was ist vorgefallen?

Rom hat entschieden!
Mit Dekret vom 20. September 2013 hat die zuständige Stelle im Vatikan die Enthebung von Dr. Ivandic bestätigt.

Wie geht's weiter?
Laut Bischof Zsifkovics bleibt Ivandic als Priester der Diözese Eisenstadt bis auf weiteres dienstfrei gestellt. Seine weitere Zukunft bleibt ungewiss.

Was ist vorgefallen?
Der Bischof spricht von "schwerwiegenden dienstrechtlichen Verfehlungen" und von "Beschwerden über den menschlichen Umgang mit Mitarbeitern der Diözese sowie verstärkte Hinweise auf beharrliche Verletzungen von Dienstpflichten und verantwortungslosen Umgang mit diözesanen Ressourcen, sowie nicht zuletzt eine inakzeptable Auffassung von priesterlichem Dienst in einer diözesanen Gemeinschaft und massiv vertrauenserschütternde Handlungen". Was jetzt tatsächlich konkret vorgefallen ist, wird wieder einmal verschwiegen, gehört aber aufgeklärt.

Insbesondere auch was den Vorwurf des verantwortungslosen Umganges mit den diözesanen Ressourcen betrifft. Vor allem im Hinblick auf den teuren Umbau des Bischofshofes. Gibt es da einen Zusammenhang? Immerhin gehörte es laut Bischof zu den Aufgaben des neuen Moderators Ivandic, sich um die Umbauarbeiten zu kümmern. Ich habe darüber am 28.10. 2010 geschrieben - Des Bischofs neuer Palast.

Von Transparenz und Offenheit keine Spur. Kein Wunder, dass mit einer derartigen Kommunikationspolitik den Gerüchten Tür und Tor geöffnet werden.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Bischofspalast im neuen Glanz "maximal ausgelastet"

Bischof Ägidius Zsifkovics im O-Ton auf Burgenland-HEUTE:
"Es ist eine Optimierung im Haus erfolgt: wir haben 500 qm an Fläche dazu bekommen, die bisher unausgenützt waren. Das sind der Klausurbereich und die Gästezimmer. D.h. dieses Haus ist nun wirklich maximal ausgelastet."
Bedeutet der Ausbau eines Dachbodens für Schwestern-Klausur und Gästezimmer wirklich schon die "Auslastung" eines Gebäudes?


Eineinhalb Jahre hat es gedauert: Jetzt sind die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten im Eisenstädter Bischofshof abgeschlossen. Mit einer Segnung hat Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics das Gebäude offiziell wiedereröffnet.

Es sei ein Tag der Freude und des Dankes, sagte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, der am Dienstag jeden Raum einzeln segnete - bei rund 2.000 Quadratmeter Fläche und mehreren Etagen auch eine sportliche Leistung, die so manchen Pressefotografen ins Schwitzen brachte. Nicht allerdings den Bischof - der war einfach nur begeistert vom neuen Gebäude: „Ich fühl’ mich einfach pudelwohl.“ Die Kapelle und sein Wohnzimmer seien seine Lieblingsplätze im neuen Bischofshof.
Weiter auf Burgenland.ORF.at >>


Portfolio der kp. consulting group ZT-GESMBH:
Umbau und Sanierung Bischofshof Eisenstadt >>

Mittwoch, 30. Mai 2012

Prunkkapelle im Bischofshof mit Überraschungseffekt

Am 16. Mai 2012 wurde die zweigeschoßige Prunkkapelle im Bischofshof von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics geweiht.

Dazu Mag. Hubert Anton Wieder, Rektor des Bgld. Priesterseminars, im GASTKOMMENTAR des martinus vom 27. Mai:
"Die lichte Hauskapelle im Bischofshof wird geweiht. In einer Weihrauchwolke rufen wir den Heiligen Geist auf Brot und Wein zur Verwandlung in Jesus herab. Da schlägt der Brandmelder an."


Eine Überraschung anderer Art verspricht fr. Dipl.-Theol. Hans-Ulrich Möring OT, Bischöflicher Zeremoniär und Vorsitzender der Diözesankommission für kirchliche Kunst, in seinem liturgietheologischen Konzept zum Kapellenumbau:

"Wer die neu gestaltete Kapelle im Bischofshof betritt, wird vielleicht überrascht sein von der ungewöhnlichen Raumgestaltung: die übliche Gliederung in einen Raum für die Gläubigen und einen (erhöhten) Altarraum für Priester und Ministranten wurde aufgegeben. Stattdessen sind die zentralen Funktionsorte der Liturgie in einer Achse angeordnet, auf die hin sich die Plätze für die Mitfeiernden ausrichten."

Leider gibt es im Fotoalbum von der Weihe kein Foto, auf dem dieser Überraschungseffekt der Achse der zentralen Funktionsorte zu erkennen wäre. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Plätze für die Mitfeiernden sehr bescheiden ausgefallen sind, sodass die Kapelle eigentlich nur aus dem Altarraum (für den Klerus) besteht.
Für die Gläubigen könnte im Obergeschoß Platz sein, was im Konzept aber nicht erwähnt wird.
Der Altarraum ist nicht erhöht, aber der Tabernakel und das 7 Meter hohe Fenster ruhen auf einer Stufe.

Acrylmalerei von Heinz Ebner im Bischofshof >>  

Freitag, 27. April 2012

Zsifkovics: „Kirche muss sich erneuern“



EISENSTADT / „Die Kirche muss sich immer wieder erneuern“, erklärte Bischof Ägidius Zsifkovics sinngemäß vor der Führung durch die Baustelle Bischofshof in Eisenstadt – und ergänzte „…diesmal eben im Äußerlichen“.

Beitrag in der bvz >>

Montag, 23. April 2012

Denkmalgeschützter Bischofshof wird völlig umgebaut

Moderator Petar Ivandic, Diözesankonservator Markus Zechner, Finanzkammerdirektor Richard Dienstl und Architekt Michael Eckel
Endlich werden die Kosten von rund 3,2  Mio Euro für den Umbau des Bischofshofes, die ich bereits am 10. Jänner 2011 befürchtet hatte, bestätigt.
Am denkmalgeschützten Bau bleibt fast kein Stein auf dem andern. Von "Renovierung" oder "Sanierung" kann keine Rede sein. Man darf gespannt sein wieviel Euro da noch dazukommen bis zur endgültigen Fertigstellung. 


Einige Vergleiche - 3,2 Millionen Euro:
  • sind 19,82 % der Einnahmen des Kirchenbeitrages der Diözese im Jahr (siehe Burgenländisches Jahrbuch 2012)
  • sind der Jahreskirchenbeitrag von 28.125 Kirchenbeitragszahlern (der durchschnittliche Kirchenbeitrag pro Beitragszahler beträgt 113,78 Euro)
  • kosten ca. 16 Einfamilienhäuser
  • ist das Jahreseinkommen von rund 290 Menschen mit Mindestsicherung
  • dafür könnte man Franz Grandits aus Stinatz mit 1,6 Millionen kg Hirse im Kampf gegen den Hunger in Burkina Faso unterstützen
  • sind rund 44 Millionen Schilling
  • ................

Zsifkovics führt durch Bischofshof
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics bat heute zu einer Führung durch den Haupttrakt des sanierten Bischofshofes. Das Projekt zur Generalsanierung des Hauses ist jetzt ungefähr in der Halbzeit angelangt.
Beitrag und Video auf burgenland.ORF.at >>


Schon am 28.10.2010 habe ich unter dem Titel "Des Bischofs neuer Palast" über die Umbaupläne geschrieben. Unter anderem:

Gegen Ende des Konzils (am 16. November 1965) unterzeichneten 40 Bischöfe den sog. Katakombenpakt "Für eine dienende und arme Kirche", der im nachhinein von weiteren 500 Bischöfen unterschrieben wurde und 13 Selbstverpflichtungen enthält. U. a.:

  1. Wir werden uns bemühen so zu leben, wie die Menschen um uns her üblicherweise leben, im Hinblick auf Wohnung, Essen, Verkehrsmittel und allem, was sich daraus ergibt (vgl. Mt. 5,3; 6,33-34; 8,20).
  2. Wir verzichten ein für allemal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall - weder Gold noch Silber - gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen (vgl. Mk 6,9; Mt 10,9; Apg 3,6).
  3. Wir lehnen es ab, mündlich oder schriftlich mit Titeln oder Bezeichnungen angesprochen zu werden, in denen gesellschaftliche Bedeutung oder Macht zum Ausdruck gebracht werden (Eminenz, Exzellen, Monsignore,...). Stattdessen wollen wir als "Padre" angesprochen werden, eine Bezeichnung, die dem Evangelium entspricht. (vgl. Mt 20, 25-28;23,6-11; Joh 13,12-15)

Dienstag, 10. April 2012

Neuer Haupteingang für des Bischofs neuen Palast


Bischofshof: Änderung Haupteingang

Laut martinus.at geht die Sanierung des Hauptgebäudes des Bischofshofes in die zweite Phase. Aus diesem Grund wird ab Montag, 2. April 2012, der bisherige Haupteingang in der St. Rochus-Straße gesperrt.

Die Fokolare-Zeitschrift Neue Stadt berichtet von "Erfrischenden Gesten" des Erzbischofs von Berlin: er wohnt in einer Dachwohnung eines Etagenhauses im Arbeiterviertel von Berlin, kauft sein Gebäck beim türkischen Bäcker und fährt mit Rad und U-Bahn. 

Beitrag in PDF-Ansicht >>

Montag, 2. April 2012

Bischofskapelle umgebaut

Die Umbauarbeiten im Bischofshof schreiten voran. Berichte dazu gibt es vorerst nur über die neu gestaltete Bischofskapelle. Über die Kosten des Umbaues herrscht nach wie vor Stillschweigen.


Montag, 28. November 2011

"Des Bischofs neuer Palast"

Kommentar vom 26.11.2011:

"Mit dem Umbau des Bischofshofes ist es auch so: ein "Projekt", über dessen Kosten bisher absolutes Stillschweigen gewahrt wird. Da es nicht nur um übliche Renovierungen geht, sondern um grundsätzliche Umbauten, z.B. mit einem 5-m-hohem Kapellenfenster, dürfte das Projekt sündteuer werden.
Dafür wird hoffentlich das gesamte Domkapitel früher oder später den Kopf herhalten müssen!!"

Alle bisherigen Beiträge zum Thema "Des Bischofs neuer Palast" - Umbau Bischofshof >>

Samstag, 17. September 2011

Generalsanierung des Bischofshofes in vollem Gange

Leider erfährt man noch immer weder die Kosten des Projektes noch wer dafür verantwortlich zeichnet.
Alle bisherigen Beiträge zum Thema "Des Bischofs neuer Palast" - Umbau-Bischofshof >>




Mittwoch, 13. April 2011

Bischofssitz wird ab Juni generalsaniert und umgebaut


Ich habe bereits öfters auf diesem Blog über die geplanten Umbauarbeiten im Bischofshof berichtet >>

Jetzt wird es ernst. Laut der Frühjahrsausgabe des Kreisel, der Betriebszeitung der Diözese Eisenstadt, wird ab Juni 2011 das Hauptgebäude des Bischofshofes (der Bischofssitz) generalsaniert und umgebaut werden. Dabei legt ein nicht genanntes Architektenbüro besonderen Wert auf "Wirtschaftlichkeit, Serviceorientierung, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit".

Sparsamkeit dürfte kein Kriterium sein - über etwaige Kosten des Vorhabens herrscht nach wie vor Stillschweigen. Warum eigentlich?  Von Transparenz keine Spur - die Verantwortlichen lassen die Kirchenbeitragszahler sowie die Mitarbeiter/innen über die zu erwartenden Kosten des Millionenprojektes bislang vollkommen im Unklaren.

Jedenfalls ist aber jetzt klar , dass das Projekt wesentlich mehr als eine notwendige Sanierung, also doch ein Umbau ist. "Generell werden auch Mauern entfernt, bzw. versetzt," heißt es in dem Artikel.

Interessanter Aspekt: "Das Haupthaus soll ein Ort der Ruhe - im Sinne von geringerer Besucherfrequenz - werden."

Zum gesamten Artikel über die Generalsanierung >>

Mittwoch, 2. Februar 2011

Bischofshof Eisenstadt: Umbau oder Sanierung?

Im ORF-Burgenland-Heute vom 31.1. wurde ein Beitrag über den momentanen leerstehenden Bischofshof gebracht, der noch einige Tage zum Anschauen bereit steht.

Der ORF betitelt den Beitrag mit "Umbau ab Sommer", zitiert aber weiter unten die Sprecherin des Bischofshofes: "Wesentlich ist, dass der Bischofshof nicht umgebaut wird, sondern generalsaniert vom Keller bis zum Dach."

Soll diese Distanzierung vom "Umbauen" bedeuten, dass z.B. der geplante neue "Konsistoriensaal", für den Zwischenmauern abgerissen und Deckenträger eingezogen hätten werden müssen, nicht kommt?

Über die Kosten der Renovierungsarbeiten erfährt man von der Pressesprecherin nichts, die "von Anfang an eingebundenen und für das Projekt zuständigen diözesanen Gremien" werden mit keinem Wort erwähnt.

Eine Generalsanierung tut sicher gut. Auch im Hinblick auf den Dialog.

Bischofshof Eisenstadt: Umbau ab Sommer
Der Bischofshof in Eisenstadt soll renoviert werden. Von Summen in Millionenhöhe ist die Rede, was für Aufregung gesorgt hat. Die Diözese weist die Vorwürfe zurück. Doch in welchem Zustand ist der Bischofshof wirklich?
Weiterlesen auf ORF-Burgenland>>

Donnerstag, 27. Januar 2011

Diözesanes Informationsbüro reagiert auf Aufregung um "Bischofs-Palast"



Bereits am 28. Oktober 2010 und am 10. Jänner 2011 habe ich auf diesem Blog über Umbaupläne im Bischofshof Eisenstadt geschrieben und somit exclusiv dieses kostspielige Bauprojekt öffentlich gemacht und in die Diskussion gebracht.

Am 20.01.2010 hat auch das Wochenmagazin NEWS darüber berichtet.


In der diözesanen Kirchenzeitung "martinus" vom 30. Jänner 2010 reagiert nun das diözesane Büro für Information und Kommunikation mit einer Stellungnahme - Vergrößern durch Anklicken

Ich finde es erfreulich, dass die Diözesanleitung nach der langen Zeit der Geheimhaltung endlich etwas "Licht ins Dunkel" dieses Großprojekts bringt.


Dennoch bleibt weiterhin vieles unklar und ungereimt:
  1. Diözesanmoderator Petar Ivandic erklärt gegenüber NEWS, dass die Kosten von drei Millionen Euro Schätzungen sind, die so nicht stimmen. Er kann dazu gar nichts sagen, auch nicht wann die Bauarbeiten beginnen.
    Offensichtlich unter dem Eindruck der öffentlichen Berichterstattung hat die Diözesanleitung einen Tag später, am 21. Jänner über Kathpress>> die Geheimnisse rund um das Bauprojekt etwas gelüftet.
  2. Die von der Diözesanleitung nun bekannt gegebenen Informationen für dieses Projekt sind nicht sehr konkret, zum Teil widersprüchlich und unklar. Welche "für das Projekt zuständige diözesane Gremien" waren z.B. "von Beginn an eingebunden"? Welche Gremien wurden schon ernannt?
  3. Dass hinsichtlich der Kosten seitens der Diözesanleitung noch keine Angaben - auch keine Schätzungen - genannt werden legt für mich die Vermutung nahe, dass die von mir zitierten und von Finanzkammerdirektor Dienstl genannten ca. drei (!) Millionen Euro wahrscheinlich nicht einmal ausreichen werden.
  4. Dass notwendige Renovierungen gemacht werden sollen, steht außer Zweifen. Ich würde mir aber bei einem derart großen und teuren Projekt mehr Transparenz erwarten, bezüglich den Notwendigkeiten und des Projekts an sich genauso wie über Ausschreibungsvorgang oder Beteiligung von Architekten. Warum werden dem Diözesanvolk nur scheibchenweise Informationen gegeben?

Montag, 10. Januar 2011

Drei (!) Millionen Euro für des "Bischofs neuen Palast"?

Dass Bischof Zsifkovics in größerem Maße seinen Amtssitz umbauen lässt, habe ich bereits am 28. Oktober 2010 unter dem Titel "Des Bischofs neuer Palast" geschrieben.

Nunmehr sickern erste Zahlen für diesen Umbau durch. Dem Vernehmen nach kostet der erste Teil des Projektes, der vor allem auch die privaten Räumlichkeiten des Bischofs betrifft, rund drei (!) Millionen Euro.

"Das kann ja wohl nicht wahr sein," denke ich mir und kann diese unfassbare Summe kaum glauben.

Kann es wirklich sein, dass:
  1. die ersten größeren Initiativen und Bemühungen von Bischof Zsifkovics seinem Amtssitz gelten?
  2. angesichts rasant steigender Kirchenaustritte so verschwenderisch mit dem Kirchenbeitrag umgegangen wird?
  3. ohne größere Rechtfertigung solche Ausgaben getätigt werden können?
  4. Prioritäten im bischöflichen Dienst gesetzt werden die den Eindruck vermitteln "Steine kommen vor den Menschen"?
  5. solche Vorgangsweise Ausdruck für eine dienende und arme Kirche im Geiste unseres Herrn Jesus Christus ist?

Fragen über Fragen.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Des Bischofs neuer Palast?

Bischof Ägidius lässt offensichtlich in größerem Maße seinen Amtssitz umbauen. Was für seine Vorgänger Laszlo und Iby ausreichend war, passt offenbar nicht. Zsifkovics nennt es als einen wichtigen Aufgabenbereich des neu geschaffenen Moderators der Diözesankurie, Peter Ivandic sich um die geplanten Umbauten und Renovierungen des Bischofshofes zu kümmern. Eisenstadt, 22.10.2010 (KAP)
Das ist in mehrerlei Hinsicht beachtenswert und jede/r kann sich selbst ihren/seinen Reim darauf machen, u.a.:
  1. Das es laut Bischof zu den Aufgaben des neuen Moderators gehört sich um die Umbauarbeiten zu kümmern ist wirklich interessant. Es gibt nämlich ein diözesanes Bauamt mit dem Leiter Dir. Dieter Prieler (Bauamt) Da stellt sich die Frage, warum sich nicht die hauseigenen Fachleute um diese Umbauten kümmern, sondern der Kirchenrechtler Peter Ivandic?
  2. Wenn als eine der ersten Initiativen und Bemühungen von Bischof Zsifkovics seinem Amtssitz gelten, sagt das viel über sein Amtsverständnis und seine Prioritäten im bischöflichen Dienst aus.
Zum Vergleich: Gegen Ende des Konzils (am 16. November 1965) unterzeichneten 40 Bischöfe den sog. Katakombenpakt "Für eine dienende und arme Kirche", der im nachhinein von weiteren 500 Bischöfen unterschrieben wurde und 13 Selbstverpflichtungen enthält. U. a.:
  1. Wir werden uns bemühen so zu leben, wie die Menschen um uns her üblicherweise leben, im Hinblick auf Wohnung, Essen, Verkehrsmittel und allem, was sich daraus ergibt (vgl. Mt. 5,3; 6,33-34; 8,20).
  2. Wir verzichten ein für allemal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall - weder Gold noch Silber - gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen (vgl. Mk 6,9; Mt 10,9; Apg 3,6).
  3. Wir lehnen es ab, mündlich oder schriftlich mit Titeln oder Bezeichnungen angesprochen zu werden, in denen gesellschaftliche Bedeutung oder Macht zum Ausdruck gebracht werden (Eminenz, Exzellen, Monsignore,...). Stattdessen wollen wir als "Padre" angesprochen werden, eine Bezeichnung, die dem Evangelium entspricht. (vgl. Mt 20, 25-28;23,6-11; Joh 13,12-15)
Zitiert nach: Wir sind Kirche, Nr. 67/Oktober 2010, Seite 10