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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Bischof Erwin Kräutler kommt zur Firmung nach Pinkafeld

Am 16. Juni 2012 kommt Bischof Erwin Kräutler nach Pinkafeld und wird das Sakrament der Firmung spenden. Das wird sicher ein ganz besonderer Tag - nicht nur für die Firmlinge, sondern auch für die ganze Pfarrgemeinde.
Ich freue mich, dass dieser großartige Bischof, der 2010 für seinen Einsatz für die Menschenrechte und die Bewahrung der Umwelt mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde,  zu uns kommt.

Als Vorbereitung darauf möchte ich auf Homepages hinweisen, die Einblick in Arbeit und Leben von Erwin Kräutler vermitteln:

Dom Erwin Kräutler - unterwegs mit dem Volk Gottes am Xingu

plattform belo monte - Solidarität mit den Menschen am Xingu und mit Dom Erwin Kräutler

Selbstbesteuerungsgruppe Bischof Kräutler

Koblach am Xingu

Buchtipp:

Dienstag, 29. November 2011

Spendenaufruf für Familie Gjoni


Raimond, Linda und Eduard gehen wieder in die Schule: In Pinkafeld!
Die ältesten drei Kinder der im August 2010 abgeschobenen Familie Gjoni können seit April 2011 wieder ihre Schulbildung im Burgenland fortsetzen (HLW in Pinkafeld, sowie in der Hauptschule und „Neuen Mittelschule“ in Pinkafeld). Möglich wurde dies durch Erteilung von Schülervisa.
Zur Erinnerung: die Familie Gjoni reiste im Jahr 2004 nach Österreich ein. Ein humanitäres Bleiberecht wurde ihnen trotz bester Integration, Sprachkenntnissen und Jobzusagen von den österreichischen Behörden verweigert. Sie wurden nach fast sechsjährigem Aufenthalt im August 2010 ausgewiesen. Die Region, in die sie abgeschoben wurden gehört zu den ärmsten in ganz Europa. Nachwievor fehlt es am Notwendigsten. An schulische  und berufliche Perspektiven ist nicht einmal zu denken. Zudem beherrschen die Kinder nur das deutsche Alphabet, nicht jedoch das im Kosovo verwendete albanische.
Deshalb haben wir Raimond, Linda und Eduard mit einem Schülervisum nach Österreich eingeladen.
Durch Ihre/Deine Spende konnten wir bisher den Aufenthalt (Versicherung, Unterkunft, Verpflegung, Schule etc.) finanzieren.
Der Vater der Kinder hätte im Herbst dieses Jahres eine Arbeit im Burgenland aufnehmen können (freier Kontingentplatz, Zusage des Dienstgebers, Bewilligung des AMS).
Auch in dieser Angelegenheit zeigten sich die österreichischen Behörden – konkret die österreichische Botschaft in Skopje – von der hartherzigen Seite: sie lehnte den Antrag auf Einreise nach Österreich ab. Auch eine diesbezügliche Berufung hatte keinen Erfolg.
Somit sind wir wieder auf Ihre/Deine Unterstützung angewiesen. Bitte öffnet die Herzen und auch die Geldbörsen für den Weiterverbleib der Kinder in Pinkafeld. Dies wäre das schönste Weihnachtsgeschenk für sie.
Konto Nr.: 705.277, Empfängername: Unterstützung der Familie Gjoni, BLZ: 33.125 Raika Pinkafeld
Wir garantieren die widmungsgemäße Verwendung und stehen für nähere Informationen gerne zur Verfügung.
Vielen herzlichen Dank!
Mag. Rainer Klien, Vorstandsmitglied SOS-Mitmensch Bgld. - 0650/3514003
Mag. Eduard Posch, Ratsvikar Pinkafeld & Vorsitzender SOS-Kinderdorf Bgld. - 0664/1961550
Mag. Harald Zapfel, Schulleiter - 0664/3034038 

Montag, 11. Juli 2011

Laieninitiative solidarisiert sich mit dem Aufruf der Pfarrerinitiative

Die Laieninitiative

Für eine Kirche mit Zukunft

Ein offener Brief an Kardinal Dr. Christoph Schönborn

Die scharfe Maßregelung der Pfarrer-Initiative wegen ihres „Aufrufs zum Ungehorsam“ lässt völlig außer Acht, dass alle sieben Punkte des Aufrufs längst verbreitete Praxis in vielen Pfarren sind. Der Ungehorsam bezieht sich also lediglich darauf, dass es die Pfarrer leid sind, sich der amtskirchlich praktizierten Verschleierungstaktik anzuschließen. Endlich sagen mutige Pfarrer in aller Offenheit, was sie schon seit langem tun: Wiederverheirateten und Christen anderer Konfession wird die Kommunion gegeben, Laien, Frauen und Männer, predigen längst, müssen es aber unter dem Titel „Glaubenszeugnis“ tun, als würde die andere Überschrift die Sache selbst verändern. Es ist auch kein Geheimnis, dass Priester, die wegen Heirat aus dem Amt gejagt wurden, trotzdem weiter als Priester tätig sind.

Der Aufruf der Pfarrer-Initiative ist ein Akt der Zivilcourage gegen ein kirchliches Regime, das den Gehorsam über das Gewissen stellt. Ein biblischer Grundsatz lautet: Christen müssen Gott mehr gehorchen müssen als den Menschen. Die päpstlichen und bischöflichen Weisungen mühen sich zwar den Willen Gottes zu formulieren; es genügt aber ein Blick in die Kirchengeschichte, um zu wissen, dass das oft daneben gegangen ist. Das Charisma des freien Wortes zu unterdrücken, schadet der Kirche, die aufzubauen das Amt eines Bischofs wäre.

Jedem Christen und jeder Christin wird bei der Taufe das prophetische Amt übertragen; gerade den Priestern soll es nun mittels Gehorsamsforderung aberkannt werden? Resignierte und Angepasste, Ängstliche und Reaktionäre gibt es heute unter den Priestern genug, und das ist ihnen angesichts der Krise der Kirche nicht einmal vorzuwerfen; aber sie sind keine Basis für eine missionarische Kirche der Zukunft. Wir fordern daher den Kardinal auf, nicht gerade die Mutigen unter den Priestern mundtot zu machen und zu vertreiben.

Für den Vorstand der Laieninitiative
Peter Pawlowsky


Laien für Pfarrer-Ungehorsam
Auf mahnende Worte von Christoph KardinalSchönborn, der "Wut und Trauer" wegen des "Aufrufs zum Ungehorsam" durch die kirchenkritische Pfarrerinitiative empfinde, folgte am Sonntag eine Unterstützungsbekundung der "Laieninitiative", betitelt mit: "Für eine Kirche mit Zukunft"
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"Ungehorsam" in der katholischen Kirche: Sehen, was Sache ist
Was die Pfarrer rund um den früheren Wiener Generalvikar Helmut Schüller fordern, ist nichts anderes, als die Anerkennung der Realität
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"Die Wehleidigkeit der Kirchenleitungsmänner ist schrecklich"
Eva Fitz vom Kirchenfrauen-Kabarett über Frausein in der katholischen Kirche und den Ungehorsam
Interview im Standard >>

Mittwoch, 15. Juni 2011

Bischof Kräutler: "Aus 1000 Lügen wird doch keine Wahrheit"


Er erholt sich „dazwischen“. Handbemalte Karten, die Spendengeld bargen, muss er noch beantworten. Die abgenutzte Tastatur seines Laptops verrät, wie oft „Dom Erwin“ in die Tasten haut. Den Kontakt mit Jugendlichen schätzt er. „Die sind viel besser als ihr Ruf. Die wissen, dass ich mich für die Menschen einsetze.“ Immer wieder fällt das Wort „Belo Monte“.
So heißt das gigantomanische Kraftwerks­projekt, das Brasilien am Rio Xingu in Szene setzt. Der 1620 m lange und 93 m hohe Staudamm, gegen den sich Kräutler zur Wehr setzt. Dieses „Monument des Wahnsinns“, gegen dessen Verwirklichung Kräutler 600.000 Unterschriften übergab. Antwort hat er nie erhalten.
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Zum Thema Umwelt und Schöpfungsverantwortung:
Eisenstädter Altbischof bilanziert seine Zeit als "Umweltbischof" im Interview mit "ARGE Schöpfungsverantwortung"

Freitag, 10. Juni 2011

Bischof Gonzalo López Maranón seit über zwei Wochen im Hungerstreik

Ein Bischof probt den Aufstand
Seit zwei Wochen ist Gonzalo Lopez Maranon im Hungerstreik

Harrt aus: Bischof Gonzalo Lopez Maranon
(domradio.de) - Bischof Gonzalo Lopez Maranon befindet sich seit dem 24. Mai in Hungerstreik. Der aus Spanien stammende Geistliche vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten will mit seiner Aktion ein Zeichen für Versöhnung in seiner ehemaligen Diözese San Miguel von Sucumbios im Nordosten Ecuadors setzen.

Der hohe Besuch kam unangekündigt und ohne Fernsehkameras: Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa wollte offenbar mit dem prominenten Demonstranten ungestört und vertraulich ein paar Worte wechseln. Es war bereits das zweite Mal, dass der überzeugte Katholik und Anhänger der Befreiungstheologie an der Spitze der ecuadorianischen Regierung Bischof Gonzalo Lopez Maranon (77) eine Visite abstattete.

Mit seinem Besuch wollte Correa offenbar seine Unterstützung für den Geistlichen in einem komplizierten innerkirchlichen Streit signalisieren. Der Präsident war nicht der erste prominente Gast in der provisorischen Bleibe des hungerstreikenden Geistlichen. Laut Angaben des ecuadorianischen TV-Senders RTU haben sich mittlerweile zahlreiche Bischöfe aus Ecuador, aber auch aus anderen lateinamerikanischen Ländern mit dem Anliegen ihres Amtsbruders solidarisiert und sich auf die Reise nach Quito gemacht.

Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär. Allzu lange werden sich die Bischöfe mit ihrer Entscheidung nicht Zeit lassen können.


Ecuador: Bischof im Hungerstreik
(Radio Vatikan, 9.6.2011) - Bischof Gonzalo Lopez Maranon befindet sich seit dem 24. Mai in Hungerstreik. Der aus Spanien stammende Geistliche vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten will mit seiner Aktion ein Zeichen für Versöhnung in seinem früheren Bistum San Miguel von Sucumbios im Nordosten Ecuadors setzen. In der Hauptstadt Quito hat der emeritierte Bischof vor der Bethlehem-Kirche sein so genanntes „Lager der Versöhnung“ aufgeschlagen. In einem offenen Schreiben begründete Lopez seinen Protest mit „unzähligen Brüchen innerhalb der christlichen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft in Sucumbios“. Damit diese Spaltungen nicht größer würden, wolle er mit täglichem Beten und Fasten für ein friedliches Miteinander werben. Die Worte des Bischofs beziehen sich auf den Streit um seinen vom Vatikan ernannten Nachfolger. In diesen Streit hatte sich auch Ecuadors Präsident Rafael Correa eingemischt. Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär.


Aus dem Archiv:
Bereits am 28. Mai habe ich darüber berichtet:
Ecuador: Hungerstreik eines Bischofs als Folge der Nachbesetzung