Schweizer Pilger in Rom: „Habt keine Angst, Männer“
Nach über 1.000 Kilometern ist sie am Dienstag endlich in Rom angekommen: Die Schweizer Pilgergruppe des Projekts „Kirche mit* den Frauen“ hat viele Höhenmeter überwunden, um ihr Anliegen sprichwörtlich über die Alpen zu tragen: Sie wünschen sich eine Kirche, in der Männer künftig nicht mehr ohne Frauen über die Aufgabe und Rolle der Frau in der katholischen Kirche befinden. An diesem Samstag feiern sie gemeinsam mit Bischöfen, Äbten und rund 500 Unterstützern den Abschluss ihrer Pilgerreise. Mit Radio Vatikan zogen sie ein Fazit.
Radio Vatikan >>
Brief an Papst Franziskus >>
Schweizer Pilgerinnen im Vatikan angekommen
Für eine "Kirche mit den Frauen" sind Pilgerinnen von St.Gallen nach Rom gelaufen. Mehrere hundert Unterstützerinnen bestärkten sie in der Ewigen Stadt - den Papst allerdings bekamen die Besucherinnen aus der Ostschweiz nicht zu sehen.
Tagblatt.ch >>
Seine Schwammigkeit hat Methode
Papst Franziskus sagt mal dies, mal das, mal Ja, mal Nein. Und genau so meint es es. Alle sollen sich auf ihn beziehen können.
Tagesanzeiger.ch >>
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Freitag, 8. Juli 2016
Dienstag, 24. März 2015
„Kleriker müssen vom hohen Ross steigen“
Die Versorgung mit Priestern ist am Zusammenbrechen, sagt Propst Johannes Holzinger im Interview mit der KirchenZeitung. Ein Befund, den Sie teilen?
Franz Schobesberger: Die Befürchtung habe ich schon lange. Dass der Zusammenbruch nun so schnell geht, war auch klar. Die großen, starken Priester-Jahrgänge meiner Generation, die sind bald so weit, dass sie in die Ewigkeit gehen.
Franz Schobesberger: Die Befürchtung habe ich schon lange. Dass der Zusammenbruch nun so schnell geht, war auch klar. Die großen, starken Priester-Jahrgänge meiner Generation, die sind bald so weit, dass sie in die Ewigkeit gehen.
Sie pflegen Kontakte zu Dutzenden Gemeinden in Afrika und Asien, die Sie über Ihren Hilfsfonds finanziell unterstützen. Gibt es Ihrer Einschätzung nach dort genügend Priester?
Schobesberger: Nein. Den Priestermangel gibt es in Afrika und Asien weit mehr als bei uns. In Afrika kenne ich Priester, die Pfarren mit 30 und mehr Außenstationen zu betreuen haben. Dort können sie dann nur ein paar Mal im Jahr vor Ort sein. Ich finde es problematisch, dass viele afrikanische Priester zu uns geholt werden, vorwiegend nur, um das bestehende System aufrechtzuerhalten, wo sie doch in ihrer Heimat Arbeit bis über beide Ohren haben.
In einem Ihrer jüngeren Pfarrbriefe kritisieren Sie die ablehnende Haltung des Vatikans in Bezug auf die Weihe von Frauen zu Priesterinnen.
Schobesberger: Wenn der Vatikan sagt, die Kirche habe keine Ermächtigung durch Jesus, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, stimmt das so nicht. Jesus hat dazu einfach nichts gesagt – und das ist weder ein Verbot noch ein Gebot. Es ist auch keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der amtlichen Strukturen in der Kirche, die nur teilweise auf Jesus zurückgehen, aber größtenteils von der Kirche selbst eingerichtet wurden.
Wie war das für Sie, als Sie jung waren? Wie sind Sie damals zur Weihe von Frauen gestanden?
Schobesberger: Zu dieser Zeit war es überhaupt noch keine Frage. Das hat sich erst später ergeben, dass ich über die Weihe von Frauen zu Priesterinnen nachgedacht habe. Hinsichtlich der Weihe von Frauen habe ich aber eine sehr vielschichtige Ansicht und bin kein reiner Befürworter.
Was heißt das konkret?
Schobesberger: Grundsätzlich wäre als Erstes zu beachten, ob es dem Wesen der Frau und der von Gott in sie gelegten Berufung entspricht. Dann wären die sehr verschiedenen Voraussetzungen in den weltweiten Kulturen und die Folgen für die Ökumene, besonders bezüglich der Ostkirchen, zu berücksichtigen.
Wenn man die Weihe von Frauen jetzt durchführen würde, gäbe das eine Kirchenspaltung in der Größe der Reformation. Priesterinnen kann es nicht von heute auf morgen geben.
Und das Diakonen-Amt für Frauen zu öffnen: Das würde einfacher umzusetzen sein?
Schobesberger: Überhaupt kein Problem, Diakoninnen hat es schon gegeben, die könnten sofort kommen. Vor allen Überlegungen in Amtsfragen sollte man aber endlich das gemeinsame Priestertum aller Getauften ernst nehmen. Das II. Vaticanum sagte, dass alle Getauften zu Priestern geweiht sind, also priesterliche Dienste erfüllen können.
Was erschwert die Einführung der Weihe von Frauen zu Priesterinnen?
Schobesberger: Die Weihe sollte, wenn grundsätzlich nichts dagegenspricht, möglich sein, aber nicht auf der gewohnten Ebene des Klerus. Bevor man Frauen zu Mitgliedern des Klerus macht, müssen die männlichen Kleriker vom hohen Ross heruntersteigen. Auf ebener Erde wird es kaum ein Problem sein, wenn zu den männlichen Priestern weibliche Priesterinnen kommen. Wenn es eine Machtangelegenheit ist, wird es gefährlich. Meines Erachtens ist die den Vorgaben Jesu widersprechende klerikale Entwicklung der Kirche ab dem 1. Jahrhundert eine Fehlentwicklung. Nicht der priesterliche Dienst, aber der Klerikalismus – und der sollte keine Erweiterung erfahren.
Ein Argument von Gegnern der Weihe von Frauen ist, dass Jesus eben ein Mann war, Priester Stellvertreter Christi sind und einfach Männer sein müssen.
Schobesberger: Das scheint mir eine ideologische Festlegung zu sein, damit man nichts anderes mehr zu denken braucht. Aber in der Heiligen Schrift ist nicht von der Mannwerdung Gottes, sondern von der Menschwerdung zu lesen. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, steht in der Bibel. Jesus kann von Männern und Frauen vergegenwärtigt werden.
Schobesberger: Das scheint mir eine ideologische Festlegung zu sein, damit man nichts anderes mehr zu denken braucht. Aber in der Heiligen Schrift ist nicht von der Mannwerdung Gottes, sondern von der Menschwerdung zu lesen. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, steht in der Bibel. Jesus kann von Männern und Frauen vergegenwärtigt werden.
Trauen Sie Frauen zu, Priesterinnen zu sein, wenn Sie an konkrete Menschen in der katholischen Kirche denken?
Schobesberger: Ich habe schon mit einigen Frauen zu tun gehabt, die wären gut geeignet für dieses Amt. Von der Spiritualität oder dem Können her hätte ich keinerlei Bedenken.
Viele, die sich mehr Gleichberechtigung in der Kirche wünschen, wollen nicht mehr länger warten. Müssten sie einfach geduldiger sein?
Schobesberger: Mit geduldig sein allein wird sich nichts ändern. Nur zuwarten, bis der Heilige Geist allein etwas tut, da warten sie umsonst. Der Heilige Geist wird nur etwas gemeinsam mit den Menschen bewirken.
Anderseits: Mit Revolutionen erzeugt man keinen positiven Weg, nur einen Bruch. Man müsste einen Weg finden, auf dem man mit Nachdruck richtig Erkanntes mit Blick auf das Ganze verwirklicht.
Sollen Priesterinnen eigentlich zölibatär leben?
Schobesberger: Die Frage, ob Priester zölibatär oder verheiratet leben, ist auf der Männerseite noch nicht gelöst. Man wird sich zuerst einmal hier und für den Fall einer Weihe von Frauen auch für diese dazu ernsthaft Gedanken machen müssen.
Was halten Sie von verheirateten Männern als Priester?
Schobesberger: Der verpflichtende Zölibat ist mit Sicherheit keine verbindliche Vorgabe Jesu. Die Zwangsverbindung der beiden selbstständigen Charismen Ehelosigkeit und Priestertum müsste gelöst werden, denn so, wie es jetzt ist, ist es nicht ehrlich. Der Heilige Geist teilt Charismen zu, wie er will, nicht wie es das Kirchenrecht bestimmt. Unter den Jugendlichen, etwa bei den Jugendseminaren war eine ganze Reihe dabei, die wären heute Priester, wenn der Zölibat nicht gewesen wäre. Die sind Pastoralassistenten geworden, machen gute Arbeit. Sie wollten eben auch eine Familie haben.
Sie haben als Priester viele Jahre mehrere Pfarren betreut. Wie ist es Ihnen dabei ergangen?
Schobesberger: Eine persönliche Seelsorge ist, wenn man für drei Pfarren zuständig und manchmal zusätzlich Dechant ist, nur noch schwer möglich.
Was haben Sie als schwierig erlebt?
Schobesberger: Seelsorge lebt vom Hören auf den Geist und die Menschen und von der freien Kreativität. Das Muss zur Erfüllung von verschiedensten Verpflichtungen würgt diese aber nicht selten ab. Das Wesentliche wäre die frei schaffende spirituelle Arbeit.
Das ist es, was Ihnen Freude macht am Priestersein?
Schobesberger: Ja, in einer vom Geist inspirierten Tätigkeit auf allen Ebenen die Menschen für ein Leben mit Christus gewinnen, sie für ein Leben aus dem Geist im Alltag begeistern und befähigen. Das Modell Jesu für seine Gemeinde war Freundschaft. So habe ich von Anfang an versucht, auf diesem Weg zu leben und zu arbeiten, und das war die Grundlage für ein erfülltes Leben und eine erfolgreiche Arbeit.
Es erfüllt mit Freude und Dankbarkeit, sich von einem fast weltweiten großen Freundeskreis im Gebet und gegenseitigen Austausch getragen zu wissen.
Würden Sie heute – wenn Sie sich nochmals entscheiden könnten – auch wieder Priester werden?
Schobesberger: Ich habe die Berufung, die ich als Dreizehnjähriger völlig unerwartet wie eine Liebeserklärung erlebte, zeitlebens als eines der besten und wertvollsten Geschenke Gottes angesehen.
Sie hat mir, obwohl ich dieser Liebeserklärung oft nicht entsprochen habe, ein erfülltes Leben ermöglicht, in dem ich alle meine Talente und Charismen einsetzen und – wie schon gesagt – einen fast weltweiten Freundeskreis gewinnen konnte.
Mittwoch, 4. März 2015
"Die Bischöfe sollen jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen."
„Ich mache nicht mehr mit“
Die Zeit drängt, um neue Wege in der Pfarrseelsorge zu gehen, betont Propst Johannes Holzinger. Eines will er sicher nicht mehr machen: 75-jährigen Priestern statt der Pensionierung weitere Pfarren zuteilen.
Die Seelsorge in den Stiftspfarren zu gewährleisten – darin besteht eine der Hauptaufgaben für einen Propst. Doch es wird immer schwieriger, für jede Pfarre einen Chorherren als Pfarrer zu bestellen. Und das Durchschnittsalter des Konvents ist bei 70 Jahren. Wie soll das weitergehen?
Propst Holzinger: Ich spüre das als große Last. Ich muss mich vor die Leute in den Stiftspfarren stellen und ihnen sagen: Ihr bekommt keinen Pfarrer mehr. Wie erst vor wenigen Monaten geschehen, muss ich einen 75-jährigen Mitbruder bitten, noch nicht in Pension zu gehen und zu seinen zwei Pfarren noch eine weitere dazuzunehmen. Man weiß, man darf das als Vorgesetzter nicht tun, und trotzdem ist man dazu gezwungen. Ich komme mir als unverantwortlich vor.
Warum machen Sie mit?
Holzinger: Ich werde auch nicht mehr mitmachen. Das heißt: Ich werde keinen Mitbruder mehr bitten, eine zusätzliche Pfarre zu übernehmen. Das bin ich dem Alter vieler Mitbrüder schuldig und andererseits möchte ich auf die Gesundheit der Jüngeren achten.
Wie soll es weitergehen?
Holzinger: Man muss sich eingestehen: Die Versorgung der Pfarren mit Priestern ist am Zusammenbrechen. Ich halte auch nichts davon – wie das mancherorts in Deutschland geschieht –, durch die Schaffung von Großpfarren die Behebung des Priestermangels vorzutäuschen. Was wir brauchen, sind neue Modelle. Die kann ich aber nicht machen.
Wer dann?
Holzinger: Aus meiner Sicht sind jetzt die Bischöfe gefordert. Bischof Kräutler hat Papst Franziskus von den vielen Gemeinden seiner Diözese erzählt, die wegen fehlender Priester nur ein bis zweimal im Jahr Eucharistie feiern können. Der Papst hat geantwortet: Die Bischöfe sollen kühne und mutige Vorschläge machen, wie man die Situation ändern könnte. Die Bischöfe sollen jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen. Die Zeit drängt. Wenn der Papst schon um Vorschläge bittet, da wäre ich schneller in Rom als ein E-Mail.
Seelsorgeteams, Pfarr- und Pastoralassistent/innen, ausländische Priester – die Diözese hat Wege eröffnet, dass die Pfarren lebendig bleiben können. Finden Sie das nicht als hilfreich?
Holzinger: Ja, sehr sogar, und ich bin froh, dass es sie gibt. Und ich bin auch für das große ehrenamtliche Engagement in den Stiftspfarren dankbar. Aber wir brauchen trotzdem neue Wege, die in der Öffnung des Priesteramts für verheiratete Männer bestehen könnten. Es bräuchte auch Signale in Richtung Frauen. Ich denke hier an das Diakonenamt.
Wir haben über Krise, Probleme und Schwierigkeiten gesprochen. Gibt es etwas, was Ihnen Anlass zu Optimismus gibt?
Holzinger: Die Menschen haben eine große Sehnsucht nach Beheimatung. Auf diese Sehnsucht hat die Kirche eine Antwort: Sie kann Gemeinschaft anbieten und auf eine Hoffnung verweisen, die nicht zugrunde geht, sie kann Jesus Christus verkünden – Jesus Christus ist die Mitte unserer Verkündigung. Das ist doch wirklich Grund optimistisch zu sein. Auch im Blick auf die fast 950-jährige Geschichte unseres Klosters bin ich nicht pessimistisch. Es hat schon viele Tiefs gegeben. Und immer wieder ist es weiter- und aufwärts gegangen.
Was kann man jetzt machen, wenn man nicht darauf warten will, was „oben“ entschieden wird?
Holzinger: Mir ist es wichtig, nicht untätig zu sein, sondern mit allen Sinnen Ausschau zu halten, wohin Gott seine Kirche führen und wohin er sie verändert haben will. Es gilt, den Willen der Liebe Gottes zu erspüren. Mich begleitet der Satz aus dem zweiten Timotheusbrief: Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2 Tim 1,7).
Was wird Ihre größte Herausforderung in den nächsten Jahren als Propst sein?
Holzinger: Bis zum Ende meiner Amtszeit werden wir Florianer Chorherren aus eigener Kraft nicht einmal mehr annähernd unsere Aufgaben in den Pfarren und im Stift bewältigen können. Davor darf man die Augen nicht verschließen.
Meine Verantwortung sehe ich darin, vernünftige Übergänge zu schaffen und zu verantworten, was nicht mehr geht. In den nächsten drei Jahren möchten wir ein Programm erarbeiten, das den jüngeren Mitbrüdern Freiheit und neue Gestaltungsräume verschafft. Im Vertrauen auf das Wirken Gottes wird uns das gelingen.
Quelle: kirchenzeitung.at
Ähnliches Thema:
„Wir sind Kirche“ an die Bischöfe:
Wo bleiben eure kühnen Vorschläge?
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Mittwoch, 19. November 2014
Im Vatikan soll über Frauenpriestertum "offen diskutiert" werden
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| Culura femminili: Weibliche Kulturen - gleich und unterschiedlich |
Der Päpstliche Kulturrat unter der Leitung von Kardinal Gianfranco Ravasi scheint sich nicht nur mit Kultur und Sport zu befassen, sondern auch mit der Glaubenslehre, und das auf vermintem Boden. Jedenfalls wenn man den Worten des spanischen Claretinerpaters Pablo d’Ors glauben kann. In einem Interview für La Repubblica vom 5. November sagte er, daß für „die nächste Vollversammlung“ des Päpstlichen Kulturrats, die für 2015 zum Thema „weibliche Kulturen“ einberufen ist, eine „Öffnung“ in Richtung Frauenpriestertum feststehe. Er selbst werde daran teilnehmen und sei „absolut dafür“. Pablo d’Ors fügte noch hinzu: „Und ich bin nicht allein.“ Am vergangenen 1. Juli ernannte Papst Franziskus Pablo d’Ors zum Consultor des Päpstlichen Kulturrats.
Katholisches.info >>
Homepage von Päpstlicher Kulturrat>>
Vatican consultant ‘absolutely’ in favour of women priests
Excluding women ‘unacceptable’ says priest due to report to pontifical council
The Irish Times >>
Montag, 17. November 2014
Frauen in der Kirche: Gleiche Würde - gleiche Rechte
Resolution der Katholischen Reformbewegungen am 15. November 20014
Frauen in der Kirche
Gleiche Würde – gleiche Rechte
Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten.
Warum könnt ihr die Zeichen der Zeit nicht deuten? (Lk 12, 56)
Warum könnt ihr die Zeichen der Zeit nicht deuten? (Lk 12, 56)
Die ungelösten Fragen nach der Stellung, der Würde und den Rechten der Frauen in der Kirche berühren zentrale Themen der Glaubwürdigkeit der Kirche.
In manchen Regionen der Erde hat Frauenverachtung furchtbare Folgen. Da kann die katholische Kirche nicht ohne Glaubwürdigkeitsverlust an der Diskriminierung der Frauen festhalten.
Gleiche Rechte für Männer und Frauen in der Kirche einzufordern, bedeutet keine Anpassung an einen beliebigen Zeitgeist. Vielmehr haben sich die Texte der Frohbotschaft den damals herrschenden patriarchalischen Verhältnissen angepasst, obwohl gerade die Schöpfungstexte einen gleichrangigen Entwurf vom Menschen als Frau und Mann zeigen. Die Kirchenleitung muss die „Zeichen der Zeit“ wahrnehmen und ihr Menschen- und Geschlechterverständnis gründlich überdenken, will sie nicht in eine hoffnungslose Situation geraten.
Daher darf auch die Priesterweihe für Frauen kein Tabu bleiben. In die Prüfung der Berufung zum Priesteramt müssen endlich auch Frauen einbezogen werden. Alle Erfahrungen der seelsorglichen Wirklichkeit belegen, dass die römische Kirche schon heute und erst recht in Zukunft Frauen in allen kirchlichen Ämtern braucht.
Der Ausschluss der Frauen von der Priesterweihe ist eine Diskriminierung, die man nicht Jesus mit dem Argument in die Schuhe schieben kann, er habe dazu keine Vollmacht erteilt. Schon auf aufgrund des natürlichen göttlichen Rechts ist jede Diskriminierung unzulässig; um sie abzustellen, bedarf es keiner besonderen Vollmacht.
Pressebericht
Frauen in der Kirche /Gleiche Würde – gleiche Rechte!
Studientag im Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten, 15. November 2014
Protest und Ermutigung
Gleiche Würde wird den Frauen auch in der römisch-katholischen Kirche schon zugestanden, gleiche Recht werden ihnen aber immer noch verweigert. Die „Laieninitiative“, gemeinsam mit den anderen Reformbewegungen, richtete im Bildungshaus St. Hippolyt (St. Pölten) einen Studientag aus, der sich mit Ursachen und Folgen kirchlicher Frauendiskriminierung beschäftigte. Mit 130 TeilnehmerInnen war die Tagung ein bemerkenswerter Erfolg.
Ist die Bibel schuld?
Während der Papst eine „vertiefte Theologie der Frauen“ fordert, wird in Rom übersehen, dass es diese schon längst gibt. Die Grazer Alttestamentlerin Univ.- Prof. Dr. Irmtraud Fischer zeigte, dass die Bibel für Frauendiskriminierung nicht in Anspruch genommen werden kann, obwohl sie in einer patriarchalischen Gesellschaft entstanden ist. Die Schöpfungstexte stellen Frau und Mann als ebenbürtig dar; das wird allerdings durch tendenziöse Bibelübersetzungen verschleiert.
Behutsamkeit statt Ungeduld
Ein persönliches Bekenntnis legte der oberste Benediktiner Österreichs, Abtpräses Mag. Christian Haidinger ab: Seine Erfahrung lehrte ihn, dass Frauen durchaus zum Priesteramt berufen sind. Er ist überzeugt, dass alle Ämter in der Kirche schließlich auch Frauen offenstehen werden, aber er verwahrte sich dagegen, dass Frauen zur Selbsthilfe greifen und schon jetzt Eucharistiefeiern leiten. Haidinger trat für ein behutsames Vorgehen ein und machte darauf aufmerksam, dass Frauenweihe in der römischen Kirche zu einem Bruch mit den Kirchen der Orthodoxie führen würde.
Eine Frage der Menschenrechte
Aktuelle Meinungsforschungen ergeben, dass der Hype des Feminismus längst vorbei ist und damit auch der Druck von außen auf Veränderungen in der Kirche geringer geworden ist. Dr. Petra Steinmair-Pösel, Habilitantin an der Wiener Theologischen Fakultät, folgerte daraus: Umso wichtiger ist die Einsicht, dass es sich bei der Forderung nach gleichen Rechten für Frauen um keine Anpassung an den Zeitgeist handelt, sondern um eine Forderung der Menschenrechte, für die die Kirche nach außen gern ein tritt, während sie diese im Inneren nicht gelten lässt.
Eine klare Resolution
Die Tagung wurde durch knappe Erfahrungsberichte von Theologinnen und einer Ordensfrau angereichert und mit einer allein von Frauen gestalteten Wortgottesfeier abgeschlossen. Die Jahrzehnte lange Unzufriedenheit mit der Stagnation in der Kirche drückte sich schließlich in einer sehr deutlichen Resolution aus, die von den TeilnehmerInnen unterschrieben wurde (siehe Beilage). Während Statements und Diskussionen auch immer wieder ein härteres Vorgehen der Frauen forderten, blieb doch die Einsicht vorherrschend, dass den Frauen in den letzten Jahrzenten viele neuen Möglichkeiten zugewachsen sind. Die Ermutigung, alles Gegebene zu nutzen, würde auch die Gleichberechtigung weiter vorantreiben.
Haidinger: Beim Nein zu Frauen-Priesteramt wird es nicht bleiben
Beitrag auf Kathpress >>
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Donnerstag, 17. Juli 2014
Kirche von England erlaubt Frauen Bischofsamt
„Heute wird vollendet, was vor über 20 Jahren mit der Ordination von Frauen zu Priesterinnen begonnen hat“, sagte das geistliche Oberhaupt der Kirche, der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby. Ein ähnlicher Vorstoß war im November 2012 am Widerstand der Laien im Kirchenparlament gescheitert. Ihnen war der Vorschlag nicht weit genug gegangen. Er hatte vorgesehen, dass Priester ein Vetorecht gegen die Ernennung von Frauen ausüben dürfen
Die Kirche von England ist die Mutterkirche der anglikanischen Weltgemeinschaft und gilt in England als Staatskirche. Jeder vierte Engländer betrachtet sich als Teil der Kirche, auch wenn es keine formelle Mitgliedschaft gibt. In anderen Teilkirchen der Anglikaner, etwa in Neuseeland und den USA, sind Bischöfinnen seit Jahren üblich.
Starkes Signal an Anglikanische Gemeinschaft
Die Entscheidung gilt als starkes Signal an die anderen Mitglieder der Anglikanischen Gemeinschaft mit ihren weltweit etwa 85 Millionen Gläubigen. Es wird nun damit gerechnet, dass in England noch im laufenden Jahr die ersten Bischöfinnen geweiht werden.
Zu der Frage gab es in York drei Abstimmungen: Die Bischofskammer ließ das Vorhaben mit 37 Jastimmen gegen zwei Neinstimmen bei einer Enthaltung passieren. In der Priesterkammer wurde es mit 162 gegen 25 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. In der Laienkammer kamen 125 Jastimmen bei 45 Neinstimmen und fünf Enthaltungen zusammen.
Jahrzehntelange Grundsatzdebatte
Der Abstimmung war eine jahrzehntelange, teils erbittert geführte Grundsatzdebatte vorausgegangen. Skeptiker hatten wegen der Frage der Frauen-Ordination sogar einen Bruch der Church of England nicht mehr ausgeschlossen. Welby rief deshalb zur Einigkeit zwischen Befürwortern und Gegnern auf. „Es geht jetzt nicht darum, dass der Sieger alles kriegt, es geht darum als liebevolle Familie weiter gut miteinander auszukommen.“
Die britische Politik begrüßte die Entscheidung vom Montag. Premierminister David Cameron erklärte, er sei für weibliche Bischöfe und beglückwünschte Welby, der die Entscheidung durch seine Führungsqualitäten möglich gemacht habe. Vizepremier Nick Clegg sprach von einem „großen Moment“ für die Kirche von England.
Ein Drittel des anglikanischen Klerus Frauen
Ein Drittel des anglikanischen Klerus in England ist inzwischen weiblich. Die Staatskirche hatte sich Anfang der 1990er Jahre mit hauchdünner Mehrheit für eine Zulassung von Frauen zum Priesteramt entschieden. Seitdem spaltet die Frage von Frauen und geistlichem Amt Liberale und Konservative. Immer mehr der anglikanischen Nationalkirchen weltweit lassen Bischöfinnen zu. Allein seit September 2013 folgten Irland, Wales, Südindien und Australien.
Außerhalb Englands gibt es 38 anglikanische Nationalkirchen in 26 Kirchenprovinzen, darunter in den USA, Australien und - mit wachsender Bedeutung - in mehreren afrikanischen Ländern. Der englischen Mutterkirche steht die Königin als weltliches Oberhaupt vor. Geistliches Oberhaupt, Primas der Kirche von England sowie Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft ist der Erzbischof von Canterbury, derzeit Justin Welby (58).
religion.ORF.at
Anglikanische Kirche lässt Bischöfinnen zu
Die Synode der anglikanischen Staatskirche von England hat den Weg frei für Frauen im Bischofsamt gemacht. Zu Beschluss stand ein Kompromiss: Gemeinden, die weibliche Geistliche ablehnen, können einen männlichen Alternativkandidaten wählen.
Der Standard >>
Anglikaner lassen Bischöfinnen zu
Justin Welby, Oberhaupt der anglikanischen Kirche, bat die Generalsynode darum, nach der Abstimmung über die Zulassung von Bischöfinnen nicht zu jubeln.
Frauen dürfen in der anglikanischen Kirche von England jetzt auch Bischöfinnen werden. Die Entscheidung der Generalsynode fiel nach einem jahrelangen Richtungsstreit.
evangelisch.de >>
Bischöfinnen in der anglikanischen Kirche und die Ökumene
"Der ökumenische Dialog wird dadurch nicht erschwert"
Die Generalsynode der Kirche von England hat für eine Zulassung von Bischöfinnen gestimmt. Was bedeutet das für die Ökumene? Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn im domradio.de-Interview >>.
Donnerstag, 10. Juli 2014
Küng Nachfolgerin: Kirche ist eine "keusche Hure"
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| Johanna Rahner wird den Tübinger Lehrstuhl für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie übernehmen, den Hans Küng leitete |
Die katholische Theologin Johanna Rahner, die den Tübinger Lehrstuhl für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie des Kirchenkritikers Hans Küng übernimmt, fordert in der „Zeit“ (Donnerstag-Ausgabe) theologische Reformen. „Ich möchte die klassische Dogmatik nach außen hin öffnen“, sagt Rahner. „Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern müssen die Regeln menschlich verstehen.“ Weiter heißt es provokant: „Wenn die Kirche die Welt scheut, wird sie esoterisch.“ Die Kirche sei jedoch eine „keusche Hure“.
Männliche Apostel kein Argument gegen Priesterinnen
Rahner, die am Donnerstag ihre Antrittsvorlesung in Tübingen hält, forderte ihre Kirche auf, sie solle „bei der Emanzipation eine Vorreiterrolle spielen“. Denn schon die Bibel sehe Mann und Frau als gleichberechtigt. Zum Frauenpriestertum sagte sie: „Die Apostel mögen ja männlich gewesen sein.“ Fraglich sei jedoch der Zusammenhang zwischen den Aposteln und der Ämterstruktur der Kirche: „Weder ist historisch betrachtet Petrus der Papst, noch sind die Bischöfe einfach die Nachfolger der Apostel. Männliche Apostel sind also ein schwaches Argument gegen Frauenordination.“
Rahner schließt an den kritischen Kurs Hans Küngs an und verteidigte einen kirchlichen Segen für homosexuelle Paare: „Die Bitte um den Beistand Gottes kann auch hier theologisch legitim sein.“ Auch mit den wiederverheiratet Geschiedenen könnte die Kirche einen besseren Umgang finden. „Wenn das Schuldigwerden am Scheitern der ersten Ehe anerkannt wird, ist eine Zweitheirat möglich.“
Kein Glaube ohne Zweifel
Unter Berufung auf Papst Franziskus fordert Rahner eine neue Pastoral: „Prinzipien zu haben ist gut, aber man muss sie auch menschenwürdig anwenden.“ Sie verteidigt das aufgeklärte Christentum Westeuropas: „Zum Amen gehört das Aber. Wer den Glauben ohne Zweifel will, verkauft ihn unter Niveau.“ Mit Blick auf Afrika und Lateinamerika erklärte Rahner: „Mir sind halbleere Kirchen mit aufgeklärten Katholiken lieber als volle Kirchen, die die Not der Menschen ausnutzen.“
Zugleich übte Rahner scharfe Kritik an der evangelischen Kirche: „Die deutschen Protestanten machen zur Zeit nicht den besten Eindruck: Man scheint immer noch nicht sagen zu können, was protestantisch heute heißt, ohne sich am Katholizismus abzuarbeiten.“ Rahner sprach in dem ZEIT-Interview von „Profilierungsnot“ und „konfessioneller Profilneurose“. Sie forderte eine aktive Annäherung der Kirchen: „Das Erbe der Reformation ist ein gemeinsames Erbe. (…) Wir sollten das Gemeinsame betonen.“
religion.ORF.at
Hintergrund:
“Die heilige Hure”
Predigt von Prof. Niewiadomski >>
Artikel von Johanna Rahner:
Was wir vom neuen Papst erwarten
Zeit-Online vom 28.2.2013 >>
Frauen als Priester? Nein, als Kardinäle!
Der Papst und die Frauenfrage. Ein Gespräch mit Johanna Rahner.
Zeit-Online >>
"Denkverbote in der Kirche haben nie weitergeholfen"
Die Theologin Johanna Rahner hält eine stärkere Einbindung von Frauen in die katholische Kirche für eine theologisch legitime Forderung - trotz dem Wunsch des Papstes, nicht mehr darüber zu sprechen. Ein Anknüpfungspunkt sei sicher das Diakonenamt - ein Amt, dass Frauen in der Vergangenheit auch schon ausgeführt haben.
Johanna Rahner im Gespräch mit Kirsten Dietrich auf Deutschlandradio vom 12.11.2011 >>
„Gut angezogen? - Nachfolge in Tradition und Wandel?“.
Kleider machen Leute. Das Taufkleid ist ein Symbol für das Leben in Christus. Welches Glaubensgewand trage ich heute? Wie verändert sich der Glaube im Leben? Was ist einem im Glauben wichtig, wie gehen Menschen heute mit Tradition und Wandel um? Wie anziehend ist das christliche Erbe heute - für mich - für andere?
Vortag von Johanna Rahner im Rahmen der „Ökumenischen Wochenimpulse“ während der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 in Trier als PDF >>
Mensch - Macht - Kunst
Der Mensch als Schöpfer und Gestalter der Welt fordert die Theologie heraus.
Vortrag von Prof. Dr. Johanna Rahner vom 8. Juli 2012 als mp3 >>
Donnerstag, 22. Mai 2014
Kein Platz für mich!
Christ & Welt >>
Mittwoch, 21. Mai 2014
Frauen schreiben Papst: Pflichtzölibat revidieren
Offener Brief beklagt "Mauer des Schweigens und der Gleichgültigkeit" im Blick auf Zölibat
Rom, 18.05.2014 (KAP) 24 Frauen aus ganz Italien haben Papst Franziskus in einem Offenen Brief gebeten, den Pflichtzölibat für katholische Priester zu revidieren. Sie wollten die "Mauer des Schweigens und der Gleichgültigkeit durchbrechen", der sie jeden Tag begegneten, schreiben die Frauen, die nach eigenen Angaben alle eine Beziehung zu einem Priester oder Ordensmann haben, hatten, oder unterhalten wollen. Der Brief, der mit Vornamen und Kürzeln unterzeichnet ist, wurde am Samstag vom Internet-Portal "Vatican Insider" publik gemacht.
Sie seien täglich einem "zerstörerischen Leiden" ausgesetzt, und bäten den Papst, "dass sich etwas ändert, nicht nur für uns, sondern zum Wohl der ganzen Kirche", heißt es in dem Brief. Sie wünschten, dass diese Männer weiterhin ihre Berufung als Priester ganz ausfüllen könnten. Aber die Geheimhaltung schaffe eine heuchlerische Situation, die frustrierend sei. "Wir hoffen von ganzem Herzen, dass du unsere Liebe segnest", so die Unterzeichnerinnen.
Papst Franziskus hat Priester wiederholt aufgefordert, den Zölibat in überzeugender Weise zu leben. Als Kardinal in Buenos Aires hatte Jorge Mario Bergoglio in einem Interview erklärt: "Derzeit bin ich für die Beibehaltung des Zölibats, mit allem pro und kontra, das damit zusammenhängt"; denn in den zehn Jahrhunderten überwögen die positiven Erfahrungen. Freilich handele es sich um eine "Frage der Disziplin und nicht des Glaubens", sagte er in einem gemeinsamen Gesprächsbuch mit dem Rabbiner Abraham Skorka aus dem Jahres 2010.
Was Bergoglio nach eigenem Bekunden ablehnte, sei ein Doppelleben von Klerikern. "Wenn ein Priester mir sagte, eine Frau sei durch ihn schwanger, habe ich ihm deutlich gemacht, dass das natürliche Recht vor seinem Recht als Priester rangierte." Er habe daher Amt aufgeben müssen, um sich um das Kind zu kümmern, so der argentinische Erzbischof.
Kathpress >>
“Dear Francis, we are in love with a priest, please review the celibacy law”
The Pope has received a letter signed by 26 Italian women who admit to have feelings for a priest or a monk and are asking for a review of the celibacy law
Vatican Insider >>
Priesterliches Zölibat: Die fromme Hoffnung der Geliebten
In Italien haben 26 heimliche Geliebte von Priestern in einem offenen Brief das Ende des Zölibats gefordert. Wird der "liebe Papst Franziskus" ihnen helfen?
Spiegel-Online >>
Rom, 18.05.2014 (KAP) 24 Frauen aus ganz Italien haben Papst Franziskus in einem Offenen Brief gebeten, den Pflichtzölibat für katholische Priester zu revidieren. Sie wollten die "Mauer des Schweigens und der Gleichgültigkeit durchbrechen", der sie jeden Tag begegneten, schreiben die Frauen, die nach eigenen Angaben alle eine Beziehung zu einem Priester oder Ordensmann haben, hatten, oder unterhalten wollen. Der Brief, der mit Vornamen und Kürzeln unterzeichnet ist, wurde am Samstag vom Internet-Portal "Vatican Insider" publik gemacht.
Sie seien täglich einem "zerstörerischen Leiden" ausgesetzt, und bäten den Papst, "dass sich etwas ändert, nicht nur für uns, sondern zum Wohl der ganzen Kirche", heißt es in dem Brief. Sie wünschten, dass diese Männer weiterhin ihre Berufung als Priester ganz ausfüllen könnten. Aber die Geheimhaltung schaffe eine heuchlerische Situation, die frustrierend sei. "Wir hoffen von ganzem Herzen, dass du unsere Liebe segnest", so die Unterzeichnerinnen.
Papst Franziskus hat Priester wiederholt aufgefordert, den Zölibat in überzeugender Weise zu leben. Als Kardinal in Buenos Aires hatte Jorge Mario Bergoglio in einem Interview erklärt: "Derzeit bin ich für die Beibehaltung des Zölibats, mit allem pro und kontra, das damit zusammenhängt"; denn in den zehn Jahrhunderten überwögen die positiven Erfahrungen. Freilich handele es sich um eine "Frage der Disziplin und nicht des Glaubens", sagte er in einem gemeinsamen Gesprächsbuch mit dem Rabbiner Abraham Skorka aus dem Jahres 2010.
Was Bergoglio nach eigenem Bekunden ablehnte, sei ein Doppelleben von Klerikern. "Wenn ein Priester mir sagte, eine Frau sei durch ihn schwanger, habe ich ihm deutlich gemacht, dass das natürliche Recht vor seinem Recht als Priester rangierte." Er habe daher Amt aufgeben müssen, um sich um das Kind zu kümmern, so der argentinische Erzbischof.
Kathpress >>
“Dear Francis, we are in love with a priest, please review the celibacy law”
The Pope has received a letter signed by 26 Italian women who admit to have feelings for a priest or a monk and are asking for a review of the celibacy law
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In Italien haben 26 heimliche Geliebte von Priestern in einem offenen Brief das Ende des Zölibats gefordert. Wird der "liebe Papst Franziskus" ihnen helfen?
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Donnerstag, 17. April 2014
Peinliche Gemeinsamkeit
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| Für Frauen verboten: hier der Altar, dort das Lenkrad |
Saudi Arabien und der Vatikan. Eine peinliche Gemeinsamkeit in der modernen Welt. Sie hat zu verschwinden, weil sie menschenfeindlich ist und diskriminiert. Und weil der Begründer des christlichen Glaubens, dessen Auferstehung dieser Tage gefeiert wird, die Fleisch gewordene Botschaft gegen solche Ausgrenzungen ist. Ob er damals vor 2000 Jahren persönlich Jüngerinnen berufen hat oder nicht, ist einerlei: heutzutage würde er es tun, davon sind viele Menschen überzeugt.
Donnerstag, 10. April 2014
Kardinal Kasper fordert Frauen in Päpstlichen Räten
Frauen in Leitungspositionen der Kurie
Ohne Frauen sei die Kirche "bloß ein verstümmelter Körper", hat Walter Kardinal Kasper gesagt. Deshalb sollen sie nun nach seinem Willen Leitungsaufgaben in der römischen Kurie übernehmen.
Frauen sollten nach Worten von Kardinal Walter Kasper in der römischen Kurie Leitungsaufgaben übernehmen, die nicht unbedingt an die Priesterweihe gebunden sind. Es sei etwa "absurd", dass Frauen in den Päpstlichen Räten für Familie, Kultur, Soziale Kommunikation und Laien bislang keine wichtige Rolle spielten, sagte der frühere Ökumeneminister des Vatikan im Interview der Südtiroler Kirchenzeitung "Sonntagsblatt". Die Kirche sei ohne Frauen bloß "ein verstümmelter Körper". Viele kirchliche Aktivitäten oder auch die Pfarrgemeinden seien ohne Mitwirkung von Frauen "undenkbar".
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Kasper: Frauen sollten Leitungsaufgaben in Kurie übernehmen
Emeritierter Kardinal im Interview mit Südtiroler "Sonntagsblatt": Kirche muss in Sachen Ehe und Familie Resignation und Defensivhaltung verlassen
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Ohne Frauen sei die Kirche "bloß ein verstümmelter Körper", hat Walter Kardinal Kasper gesagt. Deshalb sollen sie nun nach seinem Willen Leitungsaufgaben in der römischen Kurie übernehmen.
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Kasper: Frauen sollten Leitungsaufgaben in Kurie übernehmen
Emeritierter Kardinal im Interview mit Südtiroler "Sonntagsblatt": Kirche muss in Sachen Ehe und Familie Resignation und Defensivhaltung verlassen
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Dienstag, 7. Januar 2014
Ordensmann für Frauen als Priester
Seit
einem Monat ist der gebürtige Oberösterreicher Abt Christian Haidinger
Vorsitzender der 85 Männerorden Österreichs. Der Benediktiner, der Pfarrer in
Buchkirchen war, glaubt fest daran, dass auch Frauen einmal zum Priesteramt
zugelassen werden.
Er liest
die jüngsten päpstlichen Botschaften von der Dezentralisierung der Kirche als
Aufforderung an die Bischöfe: „Ich höre aus den Botschaften der letzten Monate
vor allem heraus, dass das, was auch das zweite Vatikanum schon besagt hat,
nämlich dass die Ortskirchen auch eine große Eigenständigkeit haben, dass
Bischofe eben die Verantwortlichen sind, die in ihrem Umfeld und Kulturkreis
einfach die Kirche leiten müssen. Und das kann nicht alles weltweit von Rom aus
geleitet werden. Das sagt Papst Franziskus in einer ganz großen Deutlichkeit,
dass er diesen Aspekt einfach betonen möchte und den Bischöfen Mut macht, nehmt
Eure Leitungsaufgabe wahr. Nicht nur hörig sein, was in Rom berufen wird,
sondern tun, was hier und jetzt notwendig ist.“
"Frauen als Priester nicht nur ein Traum"
Abt
Christian Haidinger ist offenbar für eine Öffnung der Kirche - nicht nur was
Leitungsämter betrifft, sondern auch die Stelle der Frau in der Kirche wird
sich seiner Meinung nach entscheidend verändern: „Ich glaube auch, zu den
Leitungsämtern müssten auch Laien noch viel mehr Zugänge haben. Ich bin oft ein
bisschen geprügelt worden, dass ich in den letzten Wochen öfter auch davon
gesprochen habe, dass ich fest daran glaube, dass auch Frauen einmal zum
Priesteramt zugelassen werden. Dass dies derzeit nicht möglich ist, ist klar.
Aber ich bin sicher, dass dies nicht nur ein Traum ist, sondern dass das auch
Zeichen des Geistes Gottes sind.“
"Eine von Männern geleitete Frauenkirche"
„Wir sind
eine von Männern dominierte und geleitete Frauenkirche. An der Basis sind, ich
weiß nicht, 80 Prozent Frauen und einige sehr engagierte Männer. Aber ich meine
auch, dass die Frau, wenn sie mehr in Leitungsämter kommt – und das verlangt ja
auch der Papst Franziskus immer wieder -, auch andere Erfahrungen mitbringt.
Und vor allem, wo Frauen mitarbeiten, verändert sich atmosphärisch sehr viel in
einer Gemeinde oder Gemeinschaft. Da wird sich sicher viel ändern, auch durch
diese Impulse, die jetzt von Rom kommen.“
Freitag, 13. Dezember 2013
Wo der Papst einen Schritt weiter gehen muss
Manchmal muss man sich eine Sache einfach andersherum vorstellen. Was wäre, wenn die Päpstin einer Kirche, die zentrale Ämter Frauen vorbehalten hat, erklären würde, man schätze den "unentbehrlichen" Beitrag der Männer in der Kirche, die Theologinnen müssten aber erst noch intensiver nachdenken, wo das spezifisch männliche Charisma sich am besten entfalten könnte.
Eine solche Rede wäre undenkbar. Frauen, die sich die Deutungshoheit über Wesen und Aufgaben von Männern anmaßen, das geht gar nicht – und das ist gut so. Aber Frauen sollen noch immer geduldig den Kopf senken, wenn die Herren der Kirche ihnen die Plätze zuweisen?
Über eine "Theologie der Frau" sei – von den Männern – noch intensiver zu beraten, heißt es aus dem Vatikan. Werden die Frauen selbst auch gefragt? Papst Franziskus ist mutig. Spannend, wie er die Reformen in der katholischen Kirche angeht. Aber meines Erachtens irrt er, wenn er meint, ohne eine grundlegende Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Bereichen tiefgreifende Reformen zu schaffen. Viele strukturelle Probleme der derzeitigen Kirche – auch jener "ausufernde Klerikalismus", den der Papst konstatiert –, hängen mit der Separation der Geschlechter zusammen. Das Argument, Jesus selbst habe nur Männer als Priester gewollt, hält einer kritischen theologischen Auseinandersetzung nicht stand, setzt aber auch alle christlichen Kirchen, die das anders sehen, ins Unrecht.
Wie auch immer begründete Vorrechte von Männern überschatten als vormodernes Relikt und fundamentales Ärgernis alle Reformen. Nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch gesellschaftlich. Als globale Organisation ist die katholische Kirche weltweit verantwortlich. Wenn sie unsere Wirtschaftsweise als "mörderisch" anprangert, darf sie zu Frauenrechten nicht schweigen. Glaubwürdig ist sie aber nur, wenn sie selbst ein gutes Beispiel gibt.
In vielen Teilen der Welt werden Frauen noch immer als Menschen zweiter Klasse behandelt. Eine katholische Kirche, die das auch so hält, selbst wenn sie meint, Frauen als die "ganz Anderen" zu ehren, macht sich schuldig. Ohne bösen Willen, hoffe ich. Aber offenbar aus einem grundlegenden Missverständnis. Männer, die wie ein guter Vater alles für die anderen regeln, sind ehrenwert, aber nicht auf der Höhe der Zeit. Jeder Mensch hat heute das Recht, für sich selbst zu sprechen.
Das zu verstehen, muss Basis für alle römisch-katholischen Reformen sein. Das Signal an die ganze Welt wäre ungeheuer groß und würde einen enormen Sprung für die tatsächlich gelebte gleiche Würde von Frauen und Männern bedeuten. Dieser Mut ist dem charismatischen Papst noch zu wünschen.
Dr. Christine Haiden ist Chefredakteurin der "Welt der Frau". christine.haiden@welt-der-frau.at
Quelle: nachrichten.at
Zum Thema ein Kommentar von Dr. Herbret Kohlmaier:
Ein anderer Papst - eine andere Kirche?
Zum päpstlichen Rundschreiben „Evangelii Gaudium“
Das vom Papst ausgesandte Schreiben, das sich an alle in der Kirche wendet, ist ein kirchenhistorisches Dokument ersten Ranges. Es soll an sich darlegen, wie Franziskus die Verkündigung des Evangeliums in der heutigen Zeit voranbringen will. Doch tatsächlich wird uns gesagt, wie Jorge Mario Bergoglio SJ die römisch-katholische Kirche versteht. Offenbar hat er erkannt, dass sie die Frohbotschaft nicht verkünden kann, wenn sie sich wie bisher selbst behindert und unattraktiv ist.
Eine solche Rede wäre undenkbar. Frauen, die sich die Deutungshoheit über Wesen und Aufgaben von Männern anmaßen, das geht gar nicht – und das ist gut so. Aber Frauen sollen noch immer geduldig den Kopf senken, wenn die Herren der Kirche ihnen die Plätze zuweisen?
Über eine "Theologie der Frau" sei – von den Männern – noch intensiver zu beraten, heißt es aus dem Vatikan. Werden die Frauen selbst auch gefragt? Papst Franziskus ist mutig. Spannend, wie er die Reformen in der katholischen Kirche angeht. Aber meines Erachtens irrt er, wenn er meint, ohne eine grundlegende Gleichstellung von Männern und Frauen in allen Bereichen tiefgreifende Reformen zu schaffen. Viele strukturelle Probleme der derzeitigen Kirche – auch jener "ausufernde Klerikalismus", den der Papst konstatiert –, hängen mit der Separation der Geschlechter zusammen. Das Argument, Jesus selbst habe nur Männer als Priester gewollt, hält einer kritischen theologischen Auseinandersetzung nicht stand, setzt aber auch alle christlichen Kirchen, die das anders sehen, ins Unrecht.
Wie auch immer begründete Vorrechte von Männern überschatten als vormodernes Relikt und fundamentales Ärgernis alle Reformen. Nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch gesellschaftlich. Als globale Organisation ist die katholische Kirche weltweit verantwortlich. Wenn sie unsere Wirtschaftsweise als "mörderisch" anprangert, darf sie zu Frauenrechten nicht schweigen. Glaubwürdig ist sie aber nur, wenn sie selbst ein gutes Beispiel gibt.
In vielen Teilen der Welt werden Frauen noch immer als Menschen zweiter Klasse behandelt. Eine katholische Kirche, die das auch so hält, selbst wenn sie meint, Frauen als die "ganz Anderen" zu ehren, macht sich schuldig. Ohne bösen Willen, hoffe ich. Aber offenbar aus einem grundlegenden Missverständnis. Männer, die wie ein guter Vater alles für die anderen regeln, sind ehrenwert, aber nicht auf der Höhe der Zeit. Jeder Mensch hat heute das Recht, für sich selbst zu sprechen.
Das zu verstehen, muss Basis für alle römisch-katholischen Reformen sein. Das Signal an die ganze Welt wäre ungeheuer groß und würde einen enormen Sprung für die tatsächlich gelebte gleiche Würde von Frauen und Männern bedeuten. Dieser Mut ist dem charismatischen Papst noch zu wünschen.
Dr. Christine Haiden ist Chefredakteurin der "Welt der Frau". christine.haiden@welt-der-frau.at
Quelle: nachrichten.at
Zum Thema ein Kommentar von Dr. Herbret Kohlmaier:
Ein anderer Papst - eine andere Kirche?
Zum päpstlichen Rundschreiben „Evangelii Gaudium“
Das vom Papst ausgesandte Schreiben, das sich an alle in der Kirche wendet, ist ein kirchenhistorisches Dokument ersten Ranges. Es soll an sich darlegen, wie Franziskus die Verkündigung des Evangeliums in der heutigen Zeit voranbringen will. Doch tatsächlich wird uns gesagt, wie Jorge Mario Bergoglio SJ die römisch-katholische Kirche versteht. Offenbar hat er erkannt, dass sie die Frohbotschaft nicht verkünden kann, wenn sie sich wie bisher selbst behindert und unattraktiv ist.
Montag, 6. Mai 2013
Erzbischof Zollitsch will Frauen als Diakone
„Christus und den Menschen nah“ sein
Erzbischof Zollitsch zu Empfehlungen der Diözesanversammlung
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch will Reformen umsetzen und sich bei wichtigen Entscheidungen über den Weg der Kirche in die Zukunft auch künftig – im Dialog mit engagierten Christen und Gremien – beraten lassen. Der Erzbischof sagte am Sonntag (28.) in Freiburg, er nehme die bei der dreieinhalbtägigen Diözesanversammlung thematisierten Fragen und Sorgen ernst und wisse um so manche Unzufriedenheit: „Zugleich geht unser Blick nach vorne in die Zukunft. Wir wollen agieren und nicht nur reagieren. Entscheidungen treffen, und nicht entscheiden müssen.“ Bei der von Gebet, Gottesdiensten und Spiritualität geprägten Diözesanversammlung hatten rund 300 Christen und Experten aus der ganzen Erzdiözese gemeinsam beraten, wie Kirche sich verändern muss, um in einer sich wandelnden Gesellschaft auch künftig „Christus und den Menschen nah“ zu sein. „Christus und den Menschen nah“ war das Leitwort der Diözesanversammlung 2013.
Erzdiözese Freiburg >>
Deutschland: Zollitsch will Frauen als Diakone
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat sich für das Diakonat der Frau sowie für mehr Rechte für wiederverheiratete Geschiedene ausgesprochen.
Religion.orf.at >>
Der Ruf nach einem Frauendiakonat sorgt weiter für Diskussionen:
Wirrungen um das Weiheamt
Die aktuelle Debatte um den Diakonat der Frau zeigt: In der katholische Kirche gibt es die Hoffnung auf Aufbruch und Frühlingserwachen und die Sorge vor unverantwortbarem Wandel und falscher Modernisierung gleichermaßen.
Domradio.de >>
Debatte über Diakoninnen in der Kirche:
Schon im Neuen Testament erwähnt
In der katholischen Kirche setzt sich die Debatte über eine stärkere Rolle von Frauen in wichtigen Ämtern fort. Besonders umstritten ist die Diakoninnenweihe. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nennt wichtige Argumente in der Debatte.
Domradio.de >>
Erzbischof Zollitsch zu Empfehlungen der Diözesanversammlung
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch will Reformen umsetzen und sich bei wichtigen Entscheidungen über den Weg der Kirche in die Zukunft auch künftig – im Dialog mit engagierten Christen und Gremien – beraten lassen. Der Erzbischof sagte am Sonntag (28.) in Freiburg, er nehme die bei der dreieinhalbtägigen Diözesanversammlung thematisierten Fragen und Sorgen ernst und wisse um so manche Unzufriedenheit: „Zugleich geht unser Blick nach vorne in die Zukunft. Wir wollen agieren und nicht nur reagieren. Entscheidungen treffen, und nicht entscheiden müssen.“ Bei der von Gebet, Gottesdiensten und Spiritualität geprägten Diözesanversammlung hatten rund 300 Christen und Experten aus der ganzen Erzdiözese gemeinsam beraten, wie Kirche sich verändern muss, um in einer sich wandelnden Gesellschaft auch künftig „Christus und den Menschen nah“ zu sein. „Christus und den Menschen nah“ war das Leitwort der Diözesanversammlung 2013.
Erzdiözese Freiburg >>
Deutschland: Zollitsch will Frauen als Diakone
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat sich für das Diakonat der Frau sowie für mehr Rechte für wiederverheiratete Geschiedene ausgesprochen.
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Der Ruf nach einem Frauendiakonat sorgt weiter für Diskussionen:
Wirrungen um das Weiheamt
Die aktuelle Debatte um den Diakonat der Frau zeigt: In der katholische Kirche gibt es die Hoffnung auf Aufbruch und Frühlingserwachen und die Sorge vor unverantwortbarem Wandel und falscher Modernisierung gleichermaßen.
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Debatte über Diakoninnen in der Kirche:
Schon im Neuen Testament erwähnt
In der katholischen Kirche setzt sich die Debatte über eine stärkere Rolle von Frauen in wichtigen Ämtern fort. Besonders umstritten ist die Diakoninnenweihe. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nennt wichtige Argumente in der Debatte.
Domradio.de >>
Mittwoch, 24. April 2013
kfb wünscht sich lebendige Debatte über den Diakonat der Frauen
Eine lebendige Debatte über den Diakonat der Frauen wünscht sich die Katholische Frauenbewegung
Die diesjährige Vollversammlung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) vom 18. bis 20. April in Salzburg behandelte das Thema des Diakonats der Frau in einem Studienteil. Die Vortragenden waren: die Obfrau des in Deutschland gegründeten „Netzwerks Diakonat der Frau“ Irmentraud Kobusch und Dagmar Knausberg. Sie berichteten von der aktuellen theologischen Diskussion und der gelebten Praxis in einer diakonischen Kirche.
„Nur der Heilige Geist weckt Berufung, nicht das Kirchengesetz“, so Dagmar Knausberg, eine ausgebildete aber nicht geweihte Diakonin aus Deutschland. Die kfbö ist kürzlich dem „Netzwerk Diakonat der Frau“ beigetreten, das sich seit 1998 für eine theologische Debatte um den Diakonat der Frau und die internationale Vernetzung einsetzt.
kfb-Homepage >>
Netzwerks Diakonat der Frau >>
Donnerstag, 21. Februar 2013
"Es gibt keine Grundrechte in der Kirche"
Aktualisierung:
Was Helmut Schüller in seinem Interview beklagte, das bringen nun auch Kardinäle aus Deutschland zur Diskussion: die Weihe von Frauen in der katholischen Kirche ist längst fällig.
Bischöfe wollen mehr Chefinnen in Kirchenjobs
Die deutschen Bischöfe wollen mehr Frauen in kirchlichen Führungsjobs. Auf der Bischofskonferenz verpflichteten sie sich am Mittwoch ihren Anteil deutlich zu erhöhen. Zuvor hatte der Mainzer Kardinal Karl Lehmann auch eine Weihe der Frau in der katholischen Kirche zur Diskussion gestellt.
SWR >>
Bischöfe denken über spezielle Weihe für Frauen nach : "Ein eigenes Profil"
Eine spezielle Weihe für Frauen in der katholischen Kirche haben führende Kirchenvertreter aus Deutschland angeregt. Im Video-Interview dazu: Sr. Gruber, Kardinal Kasper und Bischof Bode.
domradio.de >>
Interview von Helmut Schüller in der Tagesschau des ARD:
"Es gibt keine Grundrechte in der Kirche"
"Frauen in der Kirche" ist eines der Hauptthemen bei der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Trier. Nach wie vor sind diese von Führungsämtern ausgeschlossen. "Das ist absurd", sagt Pfarrer Helmut Schüller im tagesschau.de-Interview - zumal Frauen einen Großteil der Arbeit erledigen. Mit dem neuen Papst könnte sich aber etwas ändern.
tagesschau.de: Das Ansehen der Katholischen Kirche ist zurzeit auf einem Tiefpunkt: Der Umgang mit dem Missbrauchsskandal, die Diskussion um die Pille danach und die Stellung von Frauen sind Gründe dafür. Ist der Ruf der Kirche zu Recht so schlecht?
Helmut Schüller: Das Ansehen der Kirche sinkt, weil die Erwartungen der Menschen an die Kirche immer wieder enttäuscht werden. Vor allem die der Kirchenbasis. Da wird ängstlich verhindert, dass Laien in der Kirche mehr Kompetenzen erlangen. Kaum einer versteht mehr, warum Frauen nicht auch Ämter in der Kirche übernehmen dürfen.
Es gibt keine Grundrechte in der Kirche. Die Weltkirchenleitung gefällt sich darin, eine absolutistische Monarchie zu sein: in der Macht nicht kontrolliert wird, in der Entscheidungen nicht hinterfragt werden können und in der die Betroffenen nicht beteiligt werden. Die Menschen wollen aber eine Kirche, die in ihrer Zeit steht, und nicht ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten.
Zum ganzen ARD-Interview >>
Hintergrund:
Kurswechsel bei Deutscher Bischofskonferenz?
Die katholische Kirche steht immer wieder in der Kritik. Auf der Frühjahrstagung diskutieren die Bischöfe über brisante Themen wie die "Pille danach" und "Frauen in kirchlichen Führungspositionen".
Weiterlesen auf Deutsche Welle >>
Bischöfe aus ganz Deutschland beraten sich in Trier
Am Montag hat in Trier die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz begonnen. 66 Bischöfe sind aus diesem Grund in die Moselstadt gereist, um sich noch bis Donnerstag über wichtige Fragen der kirchlichen Arbeit auszutauschen. Gesprächsstoff dürfte es dabei genügend geben: Von der Papstwahl bis hin zu den Missbrauchsfällen steht einiges auf der Agenda.
Weiterlesen im Wochenspiegel >>
Deutsche Bischofskonferenz >>
Deutsche Bischofskonferenz auf domradio.de >>
Was Helmut Schüller in seinem Interview beklagte, das bringen nun auch Kardinäle aus Deutschland zur Diskussion: die Weihe von Frauen in der katholischen Kirche ist längst fällig.
Bischöfe wollen mehr Chefinnen in Kirchenjobs
Die deutschen Bischöfe wollen mehr Frauen in kirchlichen Führungsjobs. Auf der Bischofskonferenz verpflichteten sie sich am Mittwoch ihren Anteil deutlich zu erhöhen. Zuvor hatte der Mainzer Kardinal Karl Lehmann auch eine Weihe der Frau in der katholischen Kirche zur Diskussion gestellt.
SWR >>
Bischöfe denken über spezielle Weihe für Frauen nach : "Ein eigenes Profil"
Eine spezielle Weihe für Frauen in der katholischen Kirche haben führende Kirchenvertreter aus Deutschland angeregt. Im Video-Interview dazu: Sr. Gruber, Kardinal Kasper und Bischof Bode.
domradio.de >>
Interview von Helmut Schüller in der Tagesschau des ARD:
"Es gibt keine Grundrechte in der Kirche"
"Frauen in der Kirche" ist eines der Hauptthemen bei der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Trier. Nach wie vor sind diese von Führungsämtern ausgeschlossen. "Das ist absurd", sagt Pfarrer Helmut Schüller im tagesschau.de-Interview - zumal Frauen einen Großteil der Arbeit erledigen. Mit dem neuen Papst könnte sich aber etwas ändern.
tagesschau.de: Das Ansehen der Katholischen Kirche ist zurzeit auf einem Tiefpunkt: Der Umgang mit dem Missbrauchsskandal, die Diskussion um die Pille danach und die Stellung von Frauen sind Gründe dafür. Ist der Ruf der Kirche zu Recht so schlecht?
Helmut Schüller: Das Ansehen der Kirche sinkt, weil die Erwartungen der Menschen an die Kirche immer wieder enttäuscht werden. Vor allem die der Kirchenbasis. Da wird ängstlich verhindert, dass Laien in der Kirche mehr Kompetenzen erlangen. Kaum einer versteht mehr, warum Frauen nicht auch Ämter in der Kirche übernehmen dürfen.
Es gibt keine Grundrechte in der Kirche. Die Weltkirchenleitung gefällt sich darin, eine absolutistische Monarchie zu sein: in der Macht nicht kontrolliert wird, in der Entscheidungen nicht hinterfragt werden können und in der die Betroffenen nicht beteiligt werden. Die Menschen wollen aber eine Kirche, die in ihrer Zeit steht, und nicht ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten.
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Hintergrund:
Kurswechsel bei Deutscher Bischofskonferenz?
Die katholische Kirche steht immer wieder in der Kritik. Auf der Frühjahrstagung diskutieren die Bischöfe über brisante Themen wie die "Pille danach" und "Frauen in kirchlichen Führungspositionen".
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Bischöfe aus ganz Deutschland beraten sich in Trier
Am Montag hat in Trier die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz begonnen. 66 Bischöfe sind aus diesem Grund in die Moselstadt gereist, um sich noch bis Donnerstag über wichtige Fragen der kirchlichen Arbeit auszutauschen. Gesprächsstoff dürfte es dabei genügend geben: Von der Papstwahl bis hin zu den Missbrauchsfällen steht einiges auf der Agenda.
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Labels:
Frauen,
Pfarrerinitiative,
Reformen
Freitag, 28. September 2012
Frauenweihe: Für immer verboten?
Bemerkenswert, was Univ.Prof. Herwig Büchele SJ in der neuesten „Furche“ zum Thema Frauenpriestertum schreibt.
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Grafik einmal anklicken
dann mit rechter Maustaste nochmals anklicken und Pop-up-Fenster "Grafik anzeigen" markieren
nun kann die Grafik durch Anklicken vergrößert werden
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Dienstag, 29. Mai 2012
Die Frauen zu brüskieren, gefährdet das System Kirche
Wieder einmal ein grandioser Kommentar von Bert Brandstetter. Brandstetter ist seit kurzem der neue Präsident der Katholischen Aktion Oberösterreich. Wiederholt hat er bereits mit klaren Aussagen aufhorchen lassen. Es ist wunderbar, dass so ein Mann eine bedeutende Funktion für die Laien in der Kirche hat!
Nichts gegen eine feierliche Messgestaltung. Pfingsten ist ein idealer Anlass für Außergewöhnliches in der Kirche. Was in manchen Domkirchen allerdings angeboten wird, verstehen viele Gläubige nur noch schwer.
Wenn Kolonnen von mit Brokat bekleideten Männern einziehen, dann ist das wohl kirchliche Dramaturgie vom Feinsten. Dann ist das aber auch die Demonstration einer Kirche, die in ihren Ausdrucksformen vom Zeremonien- und Feiergefühl ihrer Gläubigen meilenweit entfernt ist. Eine Kirche, die vor allem Schauspiel bietet und damit hofft, den Feiertag zu retten. Es ist auch eine Demonstration der Männerkirche. Wohl gibt es unter den Ministranten immer öfter auch Mädchen, am Altar unter den Zelebranten steht aber kaum irgendwo ein weibliches Wesen, geschweige denn, eine Frau käme dort zu Wort. Manches Mal schafft es eine Frau bis zur Lesung inklusive Fürbitten, am Ambo ihre Stimme zu erheben. Das Evangelium ist für sie aber tabu. Die Predigt sowieso. Zumindest offiziell. Frauen dürfen das nicht, Rom sieht das so vor.
Immer weniger Katholiken haben aber Verständnis für diese Vorgabe, für die es meiner Meinung nach auch keine logische Erklärung gibt. Bei allem Bemühen um Loyalität zum Papst in Rom: aber er und die gesamte Kirchenleitung verscherzen es sich auf diese Weise mit der Hälfte ihrer treuesten Anhänger. Als Gläubige sind die Frauen wohl gelitten, als mögliche Amtsträgerinnen sind sie nicht einmal zweite Wahl. Sie so zu brüskieren und aus Prinzip nicht zum Weiheamt zuzulassen, bedeutet in unseren Breitengraden eine massive Existenzgefährdung des Systems Kirche.
Zum ganzen Kommentar >>
Dienstag, 8. November 2011
kfb-Generalsekretärin: Bei Ausgrenzung vom Amt klingt Wertschätzung der Frauen wie Hohn
"Da kommt Wertschätzung als Hohn an"
- Anja Appel (36) promovierte an der Uni Münster in Politikwissenschaft und lebt seit 2003 in Wien, am 1. November wurde die Entwicklungshilfeexpertin Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö).
Für die jetzige Kirchenpolitik in Österreich gebe es wenig Verständnis, meint die neue Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung, Anja Appel
Standard: Verstehen Sie die Anliegen der Pfarrerinitiative?Appel: Ja. Die Dinge, die angesprochen werden, sind schon lange Baustellen in den Pfarren.
Standard: Der Aufschrei kommt von den Pfarrern. Wo sind die katholischen Frauen, gefordert wird ja auch die Frauenpriesterweihe?
Appel: Es ist gut, wenn sich Priester auch zu Wort melden, weil sie ja als Amtsträger Teil des Systems sind. Wir kämpfen schon lange für die Weihe von Frauen. Nur, das wird nicht gehört.
Standard: Frauen finden kein Gehör in der Kirche?
Appel: Zu wenig.
Standard: Die Bischöfe betonen aber gerne, wie wichtig die Frauen in der Kirche sind, dass sie in diversen Führungspositionen arbeiten.
Appel: Es gibt eine ehrlich gemeinte Wertschätzung, aber es braucht mehr als Worte, wenn man von einem Amt ausgegrenzt wird. Da kommt Wertschätzung als Hohn an.
Weiter im Standard >>
Von wegen Wertschätzung ohne Auswirkungen:
Bischof Zsifkovics: "Ohne Frauen geht es nicht"
Ökumenisches Fest "Frauen in der Kirche - ein starkes Stück Burgenland" - Gottesdienst mit Bischof Zsifkovics und Superintendent Koch
"Der Anfang war mühsam, aber die Frauen waren voll dabei", erzählte Helga Kaiserseder über die Geschichte der Katholischen Frauenbewegung, die im Burgenland 1952 gegründet wurde. Es habe einiges an Motivations- und Überredungskunst gebraucht, um die Frauen dazu zu bringen, Leitungspositionen zu übernehmen. Für die Frauen sei dies ein Novum gewesen. Durften sie davor den Altarraum nur zum Putzen betreten, sollten sie nun auf einmal die Lesung oder die Fürbitten lesen, so Kaiserseder. Deswegen habe die Katholische Frauenbewegung schon früh für Schulungen und Ausbildungen für Frauen gesorgt. "Wir haben hier Pioniersarbeit geleistet", erklärte Kaiserseder.
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Frauen – ein starkes Stück Kirche
„Frauen in der Kirche – ein starkes Stück Burgenland“ unter diesem Titel stand ein ökumenischer Nachmittag für und mit Frauen im Haus St. Stephan in Oberpullendorf.
„Es ist die Begegnung, die das Entscheidende ist“, meint Gabi Zarits, Diözesanleiterin der kfb. Die kfb lebe von der Basis. „In zwei Drittel der Pfarren gibt es Gruppen die sich treffen um ihren Glauben zu vertiefen. Und von den Pfarren geht es hinauf bis auf die Österreich-Ebene. Wir sind dabei alle verbunden in Christus.“ Zarits wünscht sich für die Zukunft, dass der Glaube mehr Folgen durch Handeln haben solle.
Beitrag auf martinus.at >>
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf den interessanten und erfrischenden Blog "Frech.Fromm.Frau" aufmerksam machen: "Freche, fromme Frauen-Gedanken, manchmal lyrisch. Vor- und Nachdenkliches zum Weiterdenken von Z wie Zärtlichkeiten bis A wie Ärgerliches."
Er wurde auch in die Blog-Liste (siehe rechte Spalte) aufgenommen.
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