Donnerstag, 30. Juli 2020

Umsetzung der Vatikan-Instruktion in der Deutschschweiz nicht möglich


Unruhe in der katholischen Kirche
Vatikan drängt Schweizer Laientheologen an den Rand
Rom verbietet Laientheologen neu explizit, Pfarreien zu leiten oder zu predigen. Das sind Weisungen, die in der Schweiz gar nicht umsetzbar sind.
Zürichsee-Zeitung >>

Pfarrei Illnau-Effretikon


Basler Bischof will an Schweizer Leitungsmodell festhalten
Gmür: Instruktion "theologisch defizitär und klerikalistisch verengt"
Bisher waren aus der Schweiz kaum Reaktionen auf die Vatikan-Instruktion zu Pfarrgemeinden zu hören. Jetzt meldet sich der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz zu Wort – mit deutlicher Kritik am Dokument der Kleruskongregation.
Katholisch.de >>


Reformstopp: Wie reagieren die Bischöfe auf das Vatikan-Papier?
Seit Mitte Juli erzürnt das Schreiben aus Rom viele Gemüter – und löste in Deutschland heftige Reaktionen aus. Eine Instruktion des Vatikans mit dem Titel „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche" befasst sich mit der Zukunft der Pfarreien. Wer soll Gemeinden leiten dürfen? Welche Rolle sollen Laien dabei einnehmen?
BR24 >>

Montag, 27. Juli 2020

Schockstarre in Österreich nach Vatikan-Instruktion

Bisher sind die Äußerungen der österreichischen Bischöfe zur Vatikan-Instruktion auffällig zurückhaltend.


Krautwaschl: Steirische Kirchenreform weitgehend auf Linie mit Rom
Es braucht "neue Strukturen und neue Erfahrungsräume von Kirche, die den heutigen Menschen entsprechen und ihnen dienen sollen - Kärntner Ordinariatskanzler Ibounig begrüßt römisches Schreiben - Wiener Pastoralamtsleiter Beranek sieht "Ermutigung" für Wiener Diözesanprozess und bedauert durch das Dokument ausgelöste Irritationen
Katholisch.at >>


Kritik aus Diözese Linz an vatikanischen Pfarrreform-Papier
Pastoraltheologin Csiszar in "Oberösterreichischen Nachrichten": "Eindruck, dass die eifrig zitierten Passagen aus dem allseits so geschätzten 'Regierungsprogramm' von Papst Franziskus für die Agenda der Bestandsbewahrer instrumentalisiert werden"
Katholisch.at >>


Aus Deutschland wir mehr Kritik laut:

Verrückte Tage – Die #LaTdH vom 26. Juli
Schockstarre und Ermutigung in der römisch-katholischen Kirche nach der „Instruktion“ aus Rom.
eulemagazin.de >>


Standpunkt
Vatikan-Instruktion: Wir brauchen Hoffnung statt alte Strukturen
Vor einer Woche hat der Vatikan seine Instruktion zu Pfarreien veröffentlicht. Thomas Arnold vergleicht das Schreiben mit einem Satelliten – und glaubt, dass damit auch die Funkverbindung der Kirche nach außen weiter abreißt.
Katholisch.de >>


Vatikan-Instruktion: Mehr Kritik als Zustimmung bei Bischöfen
Trotz Priestermangel sollen nur Pfarrer in katholischen Gemeinden weiterhin das Sagen haben - und nicht die Laien. Die bayerischen Bischöfen sind angesichts dieser Instruktion aus dem Vatikan geteilter Meinung.
BR 24 >>


Instruktion der Kleruskongregation
„Ein Papier der Hilflosigkeit“
Der Vatikan hat ein Papier zur Zukunft der Pfarreien veröffentlicht. Trotz Priestermangels soll es weiterhin verboten bleiben, dass Nicht-Geweihte – Laien – Gemeinden leiten. Der fehlende Bezug zu weltkirchlichen Nöten sei für ihn das eigentliche Ärgernis, sagte der Theologe Georg Essen im Gespräch mit Christiane Florin im Deutschlandfunk >>



Donnerstag, 23. Juli 2020

Scharfe Kritik an Vatikan-Instruktion

Scharfe Kritik aus Osnabrück
Bischof Bode zu Pfarreien-Instruktion: "Umkehr zur Klerikalisierung"
So deutlich ist Kritik selten von Bischöfen zu hören: Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode wendet sich mit starken Worten gegen die römische Instruktion zu Pfarreien. Er beklagt Klerikalismus und mangelnde Beteiligung – der Synodale Weg sei nun besonders notwendig.
Katholisch.de >>



Mainzer Oberhirte widerspricht Vatikan-Papier zu Gemeindereformen
Bischof Kohlgraf: Sorge mich "um die vielen noch Engagierten"
Die Instruktion zu Pfarreienreformen schlägt noch immer hohe Wellen. Jetzt kritisierte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf das Papier scharf. Er könne es "nicht so einfach hinnehmen" und sorge sich um die engagierten Katholiken. Seiner Kritik schließen sich verschiedene Seiten an.
Katholisch.de


Bischof Bode kritisiert Vatikan-Papier des Papstes
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat die neue Vatikan-Instruktion von Papst Franziskus zur Zukunft der Pfarrgemeinden scharf kritisiert. Gemäß dem am Montag veröffentlichen Schreiben aus Rom dürfen nur katholische Priester Leitungsämter in den Gemeinden übernehmen. Das Bistum Osnabrück geht schon jetzt einen anderen Weg. Und das soll auch so bleiben, sagt Bode, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist.
Interview auf NDR.de >>


Vatikan-Instruktion: Scharfe Kritik von deutschen Theologen
Tübinger Theologe Biesinger nennt Papier "Beitrag zur Selbstzerstörung" - Vatikan gibt laut Kirchenrechtler Schüller auf "Fragen von heute Antworten von gestern"
Kathpress >>


Scharfe Kritik von Ruhrbischof Overbeck am Vatikan
Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat die Instruktion des Vatikans zur Organisation der Pfarreien scharf kritisiert. "Es befremdet mich sehr, dass ein solches Dokument ohne Vorankündigung und Berücksichtigung der tatsächlichen Situation in den jeweiligen Ortskirchen veröffentlicht wird", teilte der Essener Bischof am Donnerstag mit. Auf die vielen Menschen, die sich aus tiefstem Herzen für die Zukunft der katholischen Kirche einsetzten, wirke ein solches Dokument irritierend und verletzend, weil es keinerlei Interesse und Verständnis für die Situation vor Ort zeige.
Süddeutsche Zeitung >>


Papst untersagt Laien leitende Funktionen
Bischöfe zeigen Rom die rote Karte
Der Vatikan untersagt katholischen Laien leitende seelsorgerische Aufgaben. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller aus Münster spricht von einem „selten schlechten Text“ voller Paradoxien. Die Kleruskongregation in Rom nehme die Wirklichkeit nicht wahr.
Thomas Schüller im Gespräch mit Dieter Kassel im Deutschlandfunk >>



Zulehner: "Ekklesiologischer Eiertanz"
Ein wenig Licht und viel Schatten sieht der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner in der neuen Instruktion. Einige Aussagen verdienten durchaus weiteres Nachdenken, über andere "sollte man den Mantel des befremdliches Schweigens hüllen: zum Beispiel wie wenig ein Römisches Dokument die biblischen Quellen zitiert."
Kathpress >>


Vatikan-Dokument erzürnt engagierte Katholiken
Ein neues Schreiben aus Rom stärkt die Rolle von geweihten Priestern - und erteilt der Forderung nach mehr Mitbestimmung von Laien eine Absage. Viele deutsche Katholiken sind erschüttert.
BR 24 >>


"Das Rottenburger Modell steht nicht zur Disposition"
Bischof Dr. Gebhard Fürst und Diözesanratssprecher Dr. Johannes Warmbrunn: Es gibt keine Alternative zur partizipativen Kirchenleitung.
Diözese Rottenburg-Stuttgart >>


Instruktion zu Priestermangel
Papst sorgt für Empörung unter Katholiken
Die katholische Kirche hat kaum noch Priester. Deshalb übernehmen immer mehr Nicht-Kleriker Leitungsfunktionen.
Doch jetzt sagt der Papst: So geht's nicht! Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf kritisiert den „Eingriff“ aus Rom mit ungewöhnlich deutlichen Worten.
Kölner Rundschau >>


"Wo sind die missionarischen Impulse für eine Erneuerung der Pfarrei geblieben?"
Bischof Jung zeigt sich von Vatikan-Instruktion ernüchtert
Man könne "den Eindruck gewinnen, es ginge nur darum, die Rechte des Klerus einzuschärfen", ohne dabei die geforderte Gesamtverantwortung des Gottesvolkes stark zu machen: Würzburgs Bischof Franz Jung kritisiert die neue Vatikan-Instruktion.
Katholisch.de >>


Thema Missbrauch und Prävention fehle in Vatikan-Dokument
Ackermann: Vatikan schränkt Verantwortung von Diözese und Bischof ein
Das Vatikan-Dokument zu Pfarreireformen habe sein Bistum weniger überrascht als andere, sagt der Trierer Bischof Stephan Ackermann im Interview. Man werde im Dialog mit Rom bleiben – müsse manche Punkte aber klar benennen.
Katholisch.de >>

Synodale Kirche sei etwas anderes als das, "was wir jetzt erlebt haben"
Marx: Vatikan-Dokument hat Misstrauen gesät und Gräben vertieft
Die Diskussionen um die Vatikan-Instruktion halten an. Nun hat sich auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx zu Wort gemeldet und kritisiert: "Ist das ein Miteinander von Universal- und Teilkirche, wie man sich das wünscht? Eigentlich nicht."
Katholisch.de >>


Kommentar von Tilmann Kleinjung zum Vatikan-Papier:
Der Aufstand der Lämmer
Papst Franziskus beschreitet einen reformerischen Weg, aber die Autoren des umstrittenen Vatikan-Papiers bleiben dahinter weit zurück. Sie sind in überholten Rollenmodellen verhaftet, meint Tilmann Kleinjung. Warum spricht der Papst kein Machtwort?
BR24 >>

Mittwoch, 22. Juli 2020

„Mohammed würde den Islam nicht wiedererkennen“

Islamischer Theologe Mouhanad Khorchide
„Mohammed würde den Islam nicht wiedererkennen“
In seinem Buch „Gottes falsche Anwälte“ kritisiert Mouhanad Khorchide das Islamverständnis vieler Muslime. Der Prophet Mohammed habe die Freiheit des Menschen gewollt, sagte Khorchide im Dlf. Stattdessen werde seine Verkündigung missbraucht und zu Herrschaftszwecken manipuliert.
Deutschlandfunk >>


Islamtheologe Khorchide: "Politischer Islam viel gefährlicher als Jihadismus"
Mouhanad Khorchide will die Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) in die Arbeit der Dokumentationsstelle Politischer Islam einbeziehen, mitarbeiten solle sie aber nicht
Interview im Standard >>

Dienstag, 21. Juli 2020

Vatikan-Instruktion zu Gemeindereformen zementiert Klerikalismus


Vatikan: Neue Instruktion über pastorale Umkehr der Pfarreien
Der Vatikan hat eine neue Instruktion herausgegeben, in der es um die Zukunft der Pfarrgemeinden geht. Darin wird auch auf die Rolle der Laien eingegangen. Hier eine offizielle Präsentation des Dokuments.
VaticanNews >>


Vatikan: Die Kernsätze der Pfarrei-Instruktion
Der Vatikan hat eine neue Instruktion veröffentlicht, die sich mit dem missionarischen Dienst der Pfarreien auseinandersetzt und dabei die Herausforderungen in Zeiten von Priestermangel und Pastoralräume genauer unter die Lupe nimmt. Eine Zusammenfassung und die Kernsätze des 35seitigen Dokuments, das in 124 Paragraphe unterteilt ist.
VaticanNews >>


Instruktion der Kleruskongregation
Vatikan: Laien dürfen keine Pfarrei leiten – auch bei Priestermangel
Unter anderem in Deutschland wird wegen des Priestermangels mit unterschiedlichen Formen der Gemeinde- und Pfarreileitung experimentiert. Dem schiebt der Vatikan jetzt einen Riegel vor. Er lehnt Leitungsverantwortung für Laien ab – und noch manches mehr.
Katholisch.de >>


Kommentar zur neue Vatikan-Instruktion
Nur der Pfarrer soll leiten: Rom zementiert den Klerikalismus
Die neue vatikanische Instruktion zu Gemeindereformen dürfte all jene vor den Kopf stoßen, die sich bislang darum bemüht haben, auf den zunehmenden Priestermangel in der Kirche zu reagieren, kommentiert Felix Neumann. Zudem zementiere das Papier den zumindest von Optimisten überwunden geglaubten totalen Klerikalismus.
Katholisch.de >>


Vatikan setzt Pfarreireformen Grenzen
Rom spricht ein deutliches Machtwort
Mit einem neuen Dokument hat der Vatikan Pfarreireformen Grenzen gesetzt. Für die Aufhebung oder Zusammenlegung von Pfarreien sind begründete Einzelfallentscheidungen der Bischöfe erforderlich. Auch Laien werden im Einsatz eingeschränkt.
Domradio.de >>


Vatikan erteilt kollegialer Leitung von Pfarren Absage
Der Vatikan hat am Montag eine neue Instruktion herausgegeben, in der es um die Zukunft der Pfarrgemeinden geht. Eine offizielle kollegiale Leitung oder die Leitung durch Laien wird abgelehnt, berichtete die APA.
Religion.orf.at >>


„Selbstzerstörung“: Kritik an Vatikan-Papier zu Pfarren
Nachdem der Vatikan eine Instruktion zur Zukunft der Pfarrgemeinden herausgegeben hat, hagelt es Kritik. Theologen sprechen von einem „Beitrag zur Selbstzerstörung“, Arroganz, „Missachtung“ und einem „Rückschritt hinter das Zweite Vatikanische Konzil“.
Religion.orf.at >>


Theologe Biesinger: Beitrag zur Selbstzerstörung
ZdK-Präsident Sternberg kritisiert Vatikan-Papier zu Gemeindereformen
Die Instruktion zu Gemeindereformen verfehle die Realität der katholischen Kirche in Deutschland, kritisiert Thomas Sternberg. Der Synodale Weg werde davon nicht gestoppt, so der ZdK-Präsident. Theologe Albert Biesinger nennt das Dokument "arrogant".
Katholisch.de >>

Montag, 20. Juli 2020

Coronavirus in Gottes Schöpfung


Mainzer Alttestamentler Hieke über Gott und seine Schöpfung
Mit Theologie gegen Verschwörungstheorien in der Corona-Krise
Es sei humaner, den Ursprung des Coronavirus bei Gott zu suchen, als in einer Verschwörung der Chinesen oder der angeblichen jüdischen Weltherrschaft, sagt der Mainzer Alttestamentler Thomas Hieke. Und auch sonst hat Gott in dieser Krise einiges zu sagen, schreibt er im Gastbeitrag für katholisch.de >>

Sonntag, 19. Juli 2020

Rechte Kirchenkreise kritisieren Papst Franziskus

Der Papst und die Kritik von rechts
Papst Franziskus sieht sich mit massiver Kritik konfrontiert. Konservative Kirchenkreise lassen kein gutes Haar an ihm. Der Widerstand gegen sein Pontifikat ist aber keine allein kircheninterne Angelegenheit mehr. Franziskus hat sich auch Feinde außerhalb der Kirche gemacht.
Religion.orf.at >>


Papst beim Angelus: Gutes statt nur die Mängel sehen
Gutes sehen und kultivieren statt immer nur „die Grenzen und Mängel“ anderer Menschen zu suchen: dazu hat Papst Franziskus bei seinem Angelus-Gebet an diesem Sonntag ermuntert. Zugleich wandte sich der Papst dabei erneut gegen Neid, Geschwätz und andere Verhaltensweisen, die Zwist und Spaltung hervorrufen können.
VaticanNews >>

Samstag, 18. Juli 2020

Wie vor 150 Jahren der Papst unfehlbar wurde


Vor 150 Jahren
Wie der Papst unfehlbar wurde
Was der Papst in Glaubensfragen „ex cathedra“ entscheidet, das gilt für immer. Dieses Dogma wurde vor 150 Jahren erlassen, am 18. Juli 1870. Doch schon damals waren sich die Kirchenmänner dabei nicht einig – und die Unfehlbarkeitsdebatte hält bis heute an.
Deutschlandfunk >>


Neue Papst-Biografie des Historikers Hubert Wolf
Wie Pius IX. Kirche und Moderne gegeneinander ausspielte
Vor 150 Jahren verkündete Pius IX. das Unfehlbarkeitsdogma. Pünktlich zu diesem Jubiläum veröffentlicht der Kirchenhistoriker Hubert Wolf eine Biografie. Er schreibt dem Pontifex eine verhängnisvolle Rolle zu, die die Kirche bis heute beeinflusst.
Katholisch.de >>


Hubert Wolf
Der Unfehlbare – Pius IX. und die Erfindung des Katholizismus im 19. Jahrhundert
Verlag C. H. Beck


Interview mit dem Münsteraner Kirchenhistoriker über sein Buch zu Pius IX.
Hubert Wolf: Wie der Papst unfehlbar wurde
Vor 150 Jahren wurde das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes verkündet. Über das bis heute umstrittene Dogma äußert sich im Gespräch der Kirchenhistoriker Professor Hubert Wolf von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.
Kirche & Leben >>


Erst das Zweite Vatikanum ergänzte Kollegialität der Bischöfe
Primat des Papstes - seit 150 Jahren Bürde und Chance der Kirche
Das Papstamt: ein Kontinuum der Kirchengeschichte, aber auch ein Stolperstein für die Ökumene. Erst recht, seit vor 150 Jahren in Rom zwei neue Papstdogmen verkündet wurden. Der Papst - unfehlbar?
Katholisch.de >>


Neue Biografie über den Papst des Unfehlbarkeitsdogmas erschienen
Deutscher Kirchenhistoriker Hubert Wolf: Pius IX. hat die Kirche quasi neu erfunden - Von Christoph Arens
Kathpress >>


Dogma der Unfehlbarkeit 1870
Ein Papst kann niemals irren
Papst Pius IX. verkündete vor genau 150 Jahren die Lehre von der eigenen Unfehlbarkeit. Das Dogma sollte den Vatikan stärken. Aber es rief Widerstand hervor, besonders in Deutschland - und blockierte die katholische Kirche.
Spiegel-Online >>


Matthias Ring zu 150 Jahre Erstes Vatikanum
Alt-katholischer Bischof: Lehramt durch Unfehlbarkeit in der Sackgasse
Das Jubiläum des Ersten Vatikanischen Konzils markiert zugleich das Jubiläum der Gründung der alt-katholischen Kirche. Für deren Bischof ist die Kirchenspaltung kein Grund zu feiern – aber ein guter Anlass, um über die Zukunft nachzudenken.
Katholisch.de >>


Gastkommentar zur Schweizer Geschichte
Der unfehlbare Papst und die freisinnige «Synagoge des Satans»
Die Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit vor 150 Jahren verhalf der Schweiz zur weltweit progressivsten Verfassung. Deren Verteufelung durch den Vatikan verhalf ihr zum Durchbruch.
Zürichsee-Zeitung >>

Freitag, 17. Juli 2020

Kardinal Dolan soll papstkritisches Buch an Kardinäle verschickt haben

Kritik am Erzbischof von New York – Diskussion um Papst-Nachfolge
Kardinal Dolan: Konklave-Beeinflussung durch papstkritisches Buch?
Das ist ungewöhnlich: Ein Kardinal schickt angeblich Post an alle 222 Kardinäle. Darin: ein Buch darüber, wie der nächste Papst sein sollte, verfasst von einem konservativen US-Autor. Ist das eine unzulässige Beeinflussung eines Konklaves, das noch gar nicht begonnen hat?
Katholisch.de >>


Kardinal Dolan wegen Werbung für "papstkritisches" Buch im Fokus
"Der nächste Papst" sorgt schon für Aufruhr
Steht da Ärger an? New Yorks Kardinal Timothy Dolan steht in der Kritik, weil er ein Buch über die potenziellen Eigenschaften des nächsten Papstes mit einer persönlichen Empfehlung an alle Amtsbrüder weltweit verschickt haben soll.
Domradio.de >>

Mittwoch, 15. Juli 2020

Indische Nonne bekommt nach Aufdeckung Polizeischutz


Indien: Gericht ordnet Polizeischutz für Ordensfrau an
Das Oberste Gericht des indischen Bundesstaats Kerala hat die Polizei angewiesen, die Anordnung einer früheren Instanz zum Schutz einer katholischen Ordensschwester zu befolgen. Die Franziskanerin Lucy Kalappura habe angegeben, ihr Orden und zwei Priester hätten „Schläger“ beauftragt, sie gewaltsam aus dem Kloster zu entfernen, berichtete das katholische Onlineportal „Matters India“ am Sonntag.

Die Polizei habe die Anweisung zum Schutz der Ordensfrau durch die frühere Gerichtsinstanz bisher nicht befolgt. Schwester Kalappura hatte sich im September 2018 mit ihrer Teilnahme an einer Protestveranstaltung den Unmut ihres Ordens und der Kirche Keralas zugezogen. Die Kundgebung forderte die Verhaftung von Bischof Franco Mulakkal wegen der angeblichen Vergewaltigung einer Ordensfrau. Kurz darauf wurde Mulakkal verhaftet. Inzwischen muss sich der Bischof, der sich gegen Kaution auf freiem Fuß befindet, wegen des Vergewaltigungsvorwurfs vor einem Gericht in Kerala verantworten. Das Verfahren läuft.

Vatikan bestätigte Ordensverweis

Für Schwester Lucy Kalappura hatte die Teilnahme an der Demonstration ein Nachspiel. Im August 2019 wurde sie wegen angeblicher Verstöße gegen ihre Gelübde wie Armut und Gehorsam aus der Franziskanischen Klarissenkongregation ausgeschlossen und aus dem Kloster gewiesen. Der Vatikan bestätigte den Ausschluss. Kalappura weigert sich seitdem, das Kloster zu verlassen.

Im Dezember 2019 setzte ein Gericht in Kerala den Klosterverweis aus. In ihrem ebenfalls im Dezember veröffentlichten Buch „Im Namen des Herrn" schildert Kalappura den sexuellen Missbrauch von Ordensfrauen durch katholische Bischöfe und Priester in Indiens Kirche.

In Indien geraten Angehörige der nicht-hinduistischen Minderheiten, darunter Christen, immer mehr unter Druck. Gerichtsverfahren oder Vorwürfe gegen Nicht-Hindus werden Beobachtern zufolge politisch ausgenutzt, um die jeweiligen Religionsgemeinschaften in Verruf zu bringen.
VaticanNews >>


Indien: Gericht ordnet Polizeischutz für Ordensfrau an
Eine indische Nonne bekommt laut Gerichtsurteil Polizeischutz. Die Franziskanerin hatte als Aufdeckerin sexuellen Missbrauchs von Nonnen durch katholische Geistliche Aufsehen erregt.
Religion.orf.at >>


Neuer Haftbefehl gegen Bischof wegen Vorwurf der Vergewaltigung
Indischer Bischof war im September 2019 zunächst festgenommen, danach aber gegen Kaution und Reiseauflagen auf freien Fuß gesetzt worden
Neu Delhi, 14.07.2020 (KAP/KNA) Ein Gericht im südindischen Bundesstaat Kerala hat die Freilassung auf Kaution für den wegen Vergewaltigung einer Ordensfrau angeklagten Bischof Franco Mulakkal aufgehoben und einen Haftbefehl erlassen. Mulakkal sei am 13. Juli nicht zu einer Sitzung des Gerichts erschienen, berichtete der asiatische Pressedienst Ucanews am Dienstag unter Berufung auf die Entscheidung des Gerichts.
Kathpress >>



Report: Indian bishop accused of raping nun tests positive for COVID-19
New Delhi, India — An Indian bishop, facing court proceedings on charges of raping a nun, tested positive for COVID-19, reported ucanews.com.
Some, however, believe the medical report was used to keep him out of court.
Global Sisters Report >>


Blog-Archiv zum Fall >>

AKTUALISIERUNG:

Klageabweisung in Prozess gegen indischen Bischof abgelehnt
Neu Dehli, 05.08.2020 (KAP) Indiens Oberstes Gericht hat im Vergewaltigungsprozess gegen Bischof Franco Mulakkal den Antrag auf Abweisung der Klage abgelehnt. Die Polizei könne den Bischof nun verhaften, wenn er nicht zur nächsten Anhörung am 13. August vor dem Gericht erscheint, berichtete der asiatische Pressedienst "Ucanews" am Mittwoch unter Berufung auf die Höchstrichter. Der Bischof von Jalandhar im Bundesstaat Punjab soll bereits zwölf Gerichtstermine versäumt haben, weswegen auch ein Haftbefehl erlassen wurde. Zuvor hatte ein Bezirksgericht in Südindien den Antrag der Anwälte des Bischofs auf Fallenlassen der Anklage wegen unzureichender Beweislage bereits abgelehnt.
Kathpress >>


Indien: Prozess gegen Bischof wegen Vergewaltigung
Vor dem Bezirksgericht in Kottayam im indischen Bundesstaat Kerala hat am Donnerstag der Vergewaltigungsprozess gegen den katholischen Bischof Franco Mulakkal begonnen.
Nach der Verlesung der Anklageschrift plädierte Mulakkal auf „nicht schuldig“, wie das katholische Nachrichtenportal Matters India berichtete. Dem 56-jährigen Bischof von Jalandhar im Bundesstaat Punjab wird vorgeworfen, zwischen 2014 und 2016 wiederholt die ehemalige Generalobere der Missionare Jesu in einem Kloster in Kerala vergewaltigt zu haben. Im Gegensatz zu früheren Anhörungen sei Mulakkal zum Prozessauftakt ohne die bischöflichen Insignien vor Gericht erschienen.
Mulakkal ist der erste Prälat in Indien, der offiziell wegen Vergewaltigung angeklagt wurde. Das Verfahren konnte allerdings erst beginnen, nachdem das Oberste Gericht Indiens den Antrag Mulakkals auf Abweisung der Klage zurückgewiesen hatte.
Religion.orf.at, 13.08.2020 >>

Dienstag, 14. Juli 2020

Zahl der Priesterweihen in Deutschland auf Tiefstand


Zeitung: 57 katholische Priesterweihen - zweitniedrigster Wert
Keine Trendwende in Sicht

Laut einer Umfrage der "Augsburger Allgemeinen" bleibt die Zahl der katholischen Priesterweihen in Deutschland auch 2020 niedrig. Demnach gibt es insgesamt 57 Weihen in den 27 Bistümern bundesweit, wobei neue Ordenspriester nicht mitgezählt wurden.

Das ist der zweitniedrigste Wert in der Geschichte nach nur 55 Weihen im Vorjahr. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl damit um mehr als 60 Prozent gesunken; im Jahr 2000 gab es noch 154 Weihen.

Die Zahl der Priesterweihen in der katholischen Kirche in Deutschland hat sich seit Jahren auf einem niedrigen Niveau eingependelt: Mehr als 100 waren es letztmals 2007. Die Zahl der Neuaufnahmen in den Seminaren zeigt zugleich, dass es auch in den kommenden Jahren keine Trendwende geben dürfte. In den Jahren von 2001 bis 2010 lag die Zahl der Priesterweihen bundesweit zwischen 81 und 131, in den 1990er Jahren zwischen 139 und 295. Aber auch schon zwischen 1962 (557) und 1970 (303) war ein Rückgang zu beobachten.

"Alarmierende Entwicklung"

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) nannte die Entwicklung alarmierend. "Im vergangenen Jahr kam auf elf ausscheidende Priester eine Neuweihe - wenn man das weiter rechnet, sieht man, in welche Katastrophe das münden wird", so ZdK-Präsident Thomas Sternberg: "Wir bräuchten 200 oder 300 Priesterneuweihen jedes Jahr - doch davon sind wir ganz weit entfernt."

Der Vorsitzende des höchsten repräsentativen Gremiums des deutschen Laien-Katholizismus fordert daher, die Zugangsbedingungen zu ändern und das Priesteramt auch für Frauen und verheiratete Männer, sogenannte Viri probati, zu öffnen: "Wir brauchen viri probati, wir brauchen auf Dauer auch das Frauenpriestertum und der Beruf selbst muss wieder attraktiver werden."

Mehr Werbung für das Priesteramt

Der neue Augsburger Bischof Bertram Meier will künftig mehr für das Priesteramt werben: "Wir müssen den Mut haben, unaufdringlich und doch gezielt junge Menschen anzusprechen", sagte er der Zeitung. Glaubwürdige Vorbilder und "Berufungskümmerer" in den Gemeinden könnten helfen, dass sich junge Menschen für diesen Beruf wieder mehr interessieren.

Er fügte jedoch hinzu: "Berufungen lassen sich nicht machen." Von einer Katastrophe will Meier nicht sprechen. Er verwies auf die Kirchengeschichte, in der es immer schon Phasen gegeben habe, "in denen die Kirche angezählt wurde. Doch Totgesagte leben am längsten".

Bis Ende Juni fanden der Zeitung zufolge bundesweit erst 25 Weihen von Weltpriestern statt, nachdem viele wegen der Corona-Pandemie verschoben wurden. So wurde im Bistum Würzburg etwa die einzige Neuweihe eines Priesters in den Oktober gelegt. Andere (Erz-)Bistümer - darunter Freiburg, Fulda, Mainz, Paderborn und Osnabrück - planten ebenfalls mit Terminen im Herbst. Voraussichtlich gar keine Priesterweihe wird es der Umfrage zufolge in diesem Jahr in den Bistümern Aachen, Erfurt, Görlitz und Hildesheim geben.
Domradio.de >>


Kaum neue katholische Priester: Zahl der Neuweihen ist historisch niedrig
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken spricht wegen des historischen Rückgangs der Priesterweihen von einer "Katastrophe" und fordert das Frauenpriestertum.
Augsburger Allgemeine >>

Mittwoch, 8. Juli 2020

Gespräch unter Kopftuchträgerinnen

„Wer ist die Frau darunter?“
Muslimas und katholische Nonnen tragen Kopftuch. Aber die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Schwester Ursula und Fatima El Sayed im Gespräch.
taz >>

Dienstag, 7. Juli 2020

Lasst uns Abschied nehmen!

Lasst uns Abschied nehmen!
Mehr als eine halbe Million Menschen sind 2019 in Deutschland aus beiden Kirchen ausgetreten. Katholiken und Protestanten müssen sich eingestehen, dass es nie mehr wird wie früher – und eine neue Rolle in der Gesellschaft finden.
Zeit-Online >>


Kommentar
Glaube ohne Worte
Noch nie haben so viele Menschen die Kirche verlassen wie heute. Daran ist sie selbst schuld, aber nicht sie allein.
Zeit-Online >>


Meinung
Kirchen dürfen keine sozialen Ruinen sein
Der Relevanzverlust des christlichen Glaubens schreitet voran. Die säkularer werdende Gesellschaft muss überlegen, wie sie die Bauten, die Kultur und die Denktraditionen des Christentums in herzliche Pflege nehmen kann.
Welt >>

Freitag, 3. Juli 2020

Reformbewegungen fordern Öffnung der kirchlichen Ämter


Kirchenreform - "not-wendende" Hilfe zum Glauben!

Es ist Prof. Zulehner zuzustimmen, dass es nicht genügen wird "die Kirche in den bestehenden Grenzen zu reformieren". Es wird angesichts der Situation der Kirche mehr brauchen! Je mehr getaufte und gefirmte Christinnnen und Christen ihre Kirche mitgestalten und darin mitentscheiden können, umso mehr werden sie sich künftig auch damit identifizieren und sich engagieren, ihre Glaubensgemeinschaft lebendig zu gestalten.

Deswegen haben die 4 Reformgruppen aus Sorge um die Kirche einen "Offenen Brief" an die österreichische Bischofskonferenz geschrieben, in dem sie die Verantwortung der Bischöfe einmahnen, nicht länger nur nach Rom zu schauen, sondern dem Papst Vorschläge zu liefern, wie bestmögliche Rahmenbedingungen für die Seelsorge geschaffen werden können.

Die 4 Reformgruppen fordern die Abhaltung einer Sonderbischofskonferenz zur "Frage der Öffnung der kirchlichen Ämter". Sie wollen damit die Frauenfrage wie auch die Weihe "bewährter Personen" neu anzustoßen. Dies sollte zeitnah geschehen, um nächstes Jahr beim turnusmäßigen Besuch der Bischöfe in Rom auch entsprechende Vorschläge im Gepäck mitnehmen zu können. Wenn der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz, EB Lackner, bzgl. Reformen "Antworten vermutet, an die wir im Moment gar nicht denken", dann sollten diese Antworten schnellstens in einem synodalen Prozess (so der Begriff für Kirchenparlament) gesucht werden.

Es ist den Bischöfen Mut zu wünschen, viel Kraft des Gottesgeistes, denn mit Ängstlichkeit und Zaudern wird die Kirche nicht jene Wege finden, die jungen Menschen und solchen, die nach Gott suchen, Perspektiven eröffnen. "Das Ziel ist keine perfekte Kirche, sondern eine vielstimmige Gemeinschaft - die etwas zu bewahren hat und zugleich dynamisch bleibt", schreibt der Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, und fordert damit, dass die Kirche ihre Bedeutung in unserer Welt behält.

Gidi Außerhofer, Mitglied der "Pfarrerinitiative" und "Wir sind Kirche"

Quelle: Salzburger Nachrichten >>

Donnerstag, 2. Juli 2020

Kölner Domkapitel segnet Schmiedeeisengitter


Standpunkt
Segnet Menschen, keine Gitter!
So einen Termin gibt's auch nur bei der Kirche: Das Domkapitel lädt an den Dom ein – zur Segnung eines Gitters. Ein kurioser Termin mit einer kuriosen Aussage, kommentiert katholisch.de-Redakteur Felix Neumann.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Kroatisches Dekanat Trausdorf errichtet

Erstes zweisprachiges Dekanat – Errichtungsfeier in Trausdorf
Am 28. Juni wurde in Trausdorf das erste deutsch-burgenlandkroatische Dekanat errichtet und damit ein wichtiges Ziel des neuen pastoralen Weges erreicht. Bischofsvikar Željko Odobašić: "Der Schatz der Kirche sind die Menschen."
martinus.at >>



Kommentare zur Predigt von Bischof Ägidius Zsifkovics auf Facebook >>


Erstes zweisprachiges Dekanat in Trausdorf
Mit dem zweisprachigen Dekanat Trausdorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) gibt es in der Diözese Eisenstadt ein neues Dekanat. Im Burgenland gibt es somit zwölf Dekanate und 172 Pfarren.
ORF.at >>

Video: Feier zur Errichtung des Dekanates >>