Dienstag, 31. März 2020

Corona als Chance für "Retro-Katholizismus"?

“Ein Retrokatholizismus, der gerade fröhliche Urständ feiert”
Julia Knop warnt vor kirchlichen Rückschritten angesichts Corona
“Nicht alles, was erlaubt ist und vor Jahrzehnten einmal gängig war, ist heute sinnvoll”, mahnt Prof. Dr. Julia Knop, Dogmatikerin an der Universität Erfurt. Angesichts der Coronakrise sieht sie die Gefahr einer kirchlichen Rückentwicklung. Sie beobachtet aber auch, dass Menschen unter den aktuellen Umständen “kreativ und eigenständig neue Formen von Gebet und Solidarität” erfinden, die sie untereinander und mit Gott verbinden.
Theologie aktuell >>


"Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht"
Gestreamte Gottesdienste und Kerzen am Fenster: Religion schafft Zusammenhalt in der Corona-Krise. Das sind Notlösungen, sagt Julia Knop. Schwierig wird es, wenn die neuen Formen in ein anderes Kirchenverständnis transportiert werden.
Domradio >>


Corona: Eine Chance für „Retro-Katholizismus“?
Gestreamte Gottesdienste und Kerzen am Fenster: Religion schafft durchaus Zusammenhalt in der Corona-Krise. Doch das sind Notlösungen, sagt Julia Knop, Professorin für Dogmatik an der Uni Erfurt.
VaticanNews >>

Samstag, 28. März 2020

Papst Franziskus betet um Ende der Corona-Pandemie

Franziskus betet auf leerem Petersplatz für Ende der Corona-Pandemie
Papst Franziskus hat die Menschheit angesichts der globalen Corona-Pandemie zu Nächstenliebe und dem Erkennen der wirklichen Prioritäten im Leben aufgerufen. Es sei nicht die Zeit des Urteils Gottes, „sondern unseres Urteils“, sagte Franziskus bei einem eigens anberaumten Gebet auf dem menschenleeren Petersplatz im Regen. Am Ende des Gebets spendete der Papst den außerordentlichen Segen „Urbi et Orbi“.
VaticanNews >>


Kommentar:
«Das war die ganz grosse Oper»
«Urbi et Orbi» – die Bilder von Papst Franziskus auf dem Petersplatz gingen um die Welt. Ein Gespräch mit dem Medien- und Theatermann Mariano Tschuor* über die Macht von Bildern – und ihre Inszenierung.
Kath.ch >>


Wortlaut: Papstpredigt beim Gebet in der Pandemie
Wir dokumentieren hier im Wortlaut die Predigt, die Papst Franziskus am Freitagabend, den 27. März, bei einem Gebetsmoment am Petersdom in Rom gehalten hat. Franziskus hielt die Feier, die mit einem außerordentlichen Segen „Urbi et Orbi“ endete, als Zeichen der Hoffnung inmitten der globalen Coronda-Pandemie.
VaticanNews >>


Historische Geste des Papstes gegen die Corona-Pandemie
Franziskus betet am Vorplatz des Petersdoms Andacht für Ende der Corona-Pandemie - Zum Schluss der Feier erteilt Papst "Urbi et orbi"-Segen
Katholisch.de >>


Papst betete auf leerem Petersplatz gegen Pandemie
Papst Franziskus hat am Freitag eine ganz besondere Antwort auf die Coronavirus-Pandemie geben: Vor dem Petersdom hielt er eine Andacht und spendete von den Stufen der vatikanischen Basilika herab den Sondersegen „Urbi et orbi“.
Religion.orf.at >>



Freitag, 27. März 2020

25 Jahre Affäre Groer

Affäre Groer vor 25 Jahren
Vor exakt 25 Jahren, im März 1995, wurde der damalige Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groer des sexuellen Missbrauchs beschuldigt.
Er stürzte damit die römisch-katholische Kirche in Österreich in den 1990er Jahren in die schwerste Krise seit 1945 mit einer Rekordzahl an Austritten. Die Affäre Groer führte in weiterer Folge auch zum Kirchen-Volksbegehren.
Religion.orf.at >>


25 Jahre Affäre Groer: Kirche braucht Gewaltenteilung
Wiener Theologe Treitler in "Furche" zum Ausbruch der Missbrauchsdebatte in Österreich vor 25 Jahren: Maßgebliche Konsequenzen in Bezug auf Sozialstruktur und Theologie stehen in Kirche noch aus
Katholisch.at >>


Hintergrund:
Affäre Groer holt den Papst ein
Groer hatte trotz des Missbrauchsskanalds mehrere Ämter im Vatikan inne.
oe24, 28.4.2010 >>

Das erste "Spotlight": Die Groer-Affäre als historischer Tabubruch
Vor 20 Jahren outete profil den Wiener Kardinal Hans Hermann Groer als Kinderschänder. Der damalige profil-Chefredakteur Josef Votzi über einen historischen Tabubruch.
Profil, 12.3.2016

Mittwoch, 25. März 2020

Warum auch Frauen Priester werden können


Salzburger Neutestamentlerin zur Frauenweihe
Warum auch Frauen Priester werden können
Warum dürfen Frauen keine Priester werden? Weil nur ein Mann den Mann Jesus Christus repräsentieren könne, heißt es oft. Die Salzburger Neutestamentlerin Marlis Gielen hält ihn ihrem Gastbeitrag dagegen – und begründet ihre Sicht mit der Bibel und einem ganz zentralen Sakrament.
Katholisch.de >>

Samstag, 21. März 2020

"Geistermessen" - Ja oder Nein?


Gottesdienste und Veranstaltungen bis Ende April ausgesetzt
Erzbistum Hamburg: Pfarrer sollen Gottesdienste alleine feiern
Das Erzbistum Hamburg sagt alle Veranstaltungen ab. Priester sollen deshalb alleine den Gottesdienst feiern. Auch die Gläubigen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen noch in die Kirche.
Katholisch.de, 17.3.


Viele Geistliche verhielten sich "eher wie Tagelöhner denn wie Hirten"
Papstsekretär: Priester müssen "an der Front" der Corona-Epidemie sein
In vielen Ländern weltweit ist das kirchliche Leben zum Erliegen gekommen, um eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Der Privatsekretär des Papstes hat nun jedoch Priester kritisiert, die keinen Kontakt mehr zu den Gläubigen halten.
Katholisch.de, 17.3.


Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards, Benedikt Kranemann, Stephan Winter kritisieren Anweisungen von Diözesen in Corona-Krise
Privatmessen passen nicht zum heutigen Verständnis von Eucharistie
Spätestens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gilt die Heilige Messe nicht mehr als Besitzstand der Priester. Dass sie viele Geistliche während der Corona-Krise wieder alleine feiern, finden deshalb gleich mehrere Liturgiewissenschaftler problematisch. Sie fürchten eine "doppelte Exklusion" der Laien. Ein Gastbeitrag.
Katholisch.de, 18.3.


Liturgieprofessor Alexander Saberschinsky über die Gültigkeit von Medien-Gottesdiensten
"Ein klares Jein"
Gottesdienste fallen nicht nur im Erzbistum Köln aufgrund der Coronakrise aus, Ersatz bekommen die Gläubigen über die Medien. Aber ist das ein vollwertiger Ersatz? Und wie werden die Sakramente der Taufe oder Trauung demnächst gespendet?
Domradio.de, 18.03.


Dogmatiker Hoping antwortet auf Kritik an "Privatmessen"
Die Messe ohne Volk ist legitim – nicht nur in der Corona-Krise
Priester, die während der Corona-Krise alleine die Heilige Messe feiern? Für die Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards, Benedikt Kranemann und Stephan Winter ist das kein gutes Zeichen. Der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping sieht das anders. Für ihn geht es um die Identität der katholischen Kirche.
Katholisch.de, 19.3.


Theologen plädieren für Besonnenheit
Keine öffentlichen Gottesdienste mehr – ein Zeichen des Unglaubens?
Einige Gläubigen werfen Priestern und Bischöfen Kleingläubigkeit vor: Müsste man nicht in Zeiten der Corona-Krise mehr Gottesdienste feiern? Kann man sich an einem Sakrament überhaupt anstecken? Theologen sagen Ja – und haben Vorschläge, wie Christen mit der derzeitigen Situation umgehen können.
Katholisch.de, 20.3.


Die Corona-Krise zwingt die Kirche zu neuen Aufbrüchen
Das Coronavirus bringt vieles durcheinander. Doch es zwingt Christen förmlich dazu, Neuland zu entdecken, findet Werner Kleine. Denn plötzlich passiere, was vor wenigen Tagen undenkbar war – auch wenn es noch viel Handlungsbedarf gebe.
Katholisch.de, 20.3.


Gottesdienst per Live-Stream: Bischöfe setzen die Eucharistiefeiern aus.
Die Kirche ist plötzlich in der Moderne angekommen
Das Virus ist da, und es finden keine Gottesdienste statt. Mit diesem Entscheid geht die katholische Kirche auf Distanz zur alten Frömmigkeit. Das bedeutet eine Zäsur.
Prof. Jan-Heiner Tück in der Neuen Zürcher Zeitung, 20.3.


Gastbeitrag von Dogmatiker Jozef Niewiadomski
Auch in Corona-Zeiten brauchen die Gläubigen die "reale" Eucharistie
Fast überall sind öffentliche Eucharistiefeiern ausgesetzt. Stattdessen wurden unzählige digitale Angebote geschaffen, um die Messe von zu Hause aus mitzufeiern. Doch der Dogmatiker Jozef Niewiadomski sagt: Das könne das reale "Essen" des eucharistischen Brotes nicht ersetzen – und er macht einen Lösungsvorschlag.
Katholisch.de, 23.3.2020


Gastbeitrag von Liturgiewissenschaftler Cornelius Roth
Eucharistie "ohne Volk" per Livestream – Rückschritt oder Fortschritt?
Ist die Messfeier "ohne Volk" nach heutigen Maßstäben noch sinnvoll? Um diese Frage entbrannte unter Theologen jüngst ein Disput. Liturgiewissenschaftler Cornelius Roth betrachtet die Diskussion noch aus einem anderen Blickwinkel – und hinterfragt die derzeitige Form vieler Livestream-Gottesdienste.
Katholisch.de, 24.3.2020

Donnerstag, 19. März 2020

Frauendiakonat ist möglich

Diakoninnenweihe in der alt-katholischen Kirche

So könnte der Frauendiakonat Wirklichkeit werden
Vor kurzem hat der neue DBK-Vorsitzende Bischof Bätzing die Möglichkeit ins Spiel gebracht, beim Papst um eine Ausnahme für die Weihe von Diakoninnen zu bitten. Doch was sind die Hintergründe der Forderungen nach dem Frauendiakonat und wie stehen die Chancen für seine Realisierung? Ein Überblick.
Katholisch.de >>



GERECHT leben und handeln ist christlicher Auftrag – und christlicher Anspruch
"Doch wie gerecht geht es in der Kirche selbst zu?"
Lassen wir nicht nach im Einsatz für Gerechtigkeit – auch und gerade im Bereich der Kirche! Gemeinsam mit immer mehr Gläubigen fordern wir die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am sakramentalen Dienst des Diakonats, die gleiche Würde und die gleichen Rechte für alle Getauften und Gefirmten. Denn nur eine Kirche, in der sich Gerechtigkeit verwirklicht, ist eine glaubwürdige Kirche.
Diakonat.de >>

Dienstag, 17. März 2020

Glaube und Corona-Virus

Die Religionen und das Virus
Das Coronavirus zieht durch die Welt – und zwingt auch die Religionen zum Handeln. Experten warnen vor einem Missbrauch der Krise für Verschwörungstheorien.
Deutsche Welle >>


Theologische Überlegungen zum Corona-Virus
Ich reibe mir die Augen – nein: Das soll ich ja nicht, wegen der Ansteckungsgefahr. Aber ich muss es – zumindest mein geistiges Auge, denn wir erleben, wie unser Alltag im Stundentakt immer weiter aus den Fugen gerät. Pläne, die zum Teil langfristig und bedeutsam sind, fallen in sich zusammen. Auf manche wie ein Konzert oder einen Urlaub hat man sich monatelang gefreut. Manche wie runde Geburtstage, Hochzeiten und Konfirmationen – sind einmalig und damit unwiederbringlich. Verloren!

Alltägliche Gewohnheiten wie das Begrüßen muss man um-trainieren. Dinge wie die Leidenschaft für den Fußball, die für manche wirklich wichtig sind, ja vielleicht sogar ein Stück ihrer Identität ausmachen, soll man von jetzt auf gleich aufgeben. Und niemand weiß, wie lange.
Evangelische Kirche in Hessen >>


Corona als Strafe Gottes
Die Ausbreitung des Coronavirus wird weltweit begleitet von Verschwörungstheorien. Die Epidemie sei eine biologische Waffe oder sogar Strafe Gottes, heißt es. Die WHO
appelliert an die Vernunft und warnt vor Scharlatanen.
Tagesschau >>


Theologe: Vorsichtige Vorbehalte gegen „virtuelle Gottesdienste“
Bereits am Sonntag wurden landesweit kaum mehr Gottesdienste in Anwesenheit von Gläubigen in den Kirchen gefeiert. Zahlreiche Messen wurden und werden ab sofort nurmehr via Videostream übertragen. Das reguläre gottesdienstliche Leben kommt damit praktisch zum Erliegen.
VaricanNews >>


Franziskus läuft durch leere Straßen Roms zu wundertätigem Kruzifix
Für ein Ende der Corona-Pandemie: Papst pilgert zu Pestkreuz
Im 16. Jahrhundert soll ein wundertätiges Kruzifix die Stadt Rom vor der Pest gerettet haben: Zu eben jenem Kreuz pilgerte am Sonntagnachmittag Papst Franziskus in einer Fußwallfahrt – um für ein Ende der Corona-Pandemie zu beten.
Katholisch.de >>


Leere Straßen in Rom
Ungewöhnlicher Spaziergang des Papstes in der Corona-Krise
Papst Franziskus hat trotz strenger Ausgangsbeschränkungen der italienischen Behörden den Vatikan verlassen und für ein Ende der Corona-Pandemie gebetet. Auf seinem Weg zur Kirche entstanden ungewöhnliche Fotos.
Welt >>


Viele Geistliche verhielten sich "eher wie Tagelöhner denn wie Hirten"
Papstsekretär: Priester müssen "an der Front" der Corona-Epidemie sein
In vielen Ländern weltweit ist das kirchliche Leben zum Erliegen gekommen, um eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Der Privatsekretär des Papstes hat nun jedoch Priester kritisiert, die keinen Kontakt mehr zu den Gläubigen halten.
Katholisch.de >>

Sonntag, 15. März 2020

Zu Hause beten in der Corona-Krise


In diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie lässt die Kirche Menschen nicht alleine.

Gottesdienste zu Hause hören & sehen.
Hier eine Liste aller Radio und Online-Übertragungen der Erzdiözese Wien >>


Gebet um Gottes Hilfe in dieser schweren Zeit der Diözese Innsbruck:

Freitag, 13. März 2020

Sieben Jahre Papst Franziskus


Sieben Jahre Franziskus: Ein Papst, der begleitet und leitet
Das achte Jahr im Pontifikat von Papst Franziskus beginnt inmitten der Corona-Krise: „Wir sind Staub. Aber wir sind der von Gott geliebte Staub, zum ewigen Leben bestimmt“, erinnerte der Papst am Aschermittwoch. Angesichts der Notsituation entschied er wenige Tage später, allen Menschen in seine täglichen Morgenmessen nahe zu sein, die der Vatikan neuerdings live überträgt.
VaticanNews >>


Sieben Jahre Papst Franziskus
"Brüder und Schwestern, guten Abend!"
Sieben Jahre Franziskus: Am 13. März 2013 fand das Konklave statt, aus dem Jorge Mario Bergoglio als Papst hervorging. Anlässlich des Jubiläums blickt Kardinal Luis Antonio Tagle auf das bisherige Pontikat des Papstes aus Argentinien.
Domradio >>


Kirchenfachleute: Franziskus setzt bleibende Akzente
Trotz so manchem Gegenwind und oft geringer Bewegungsbereitschaft in der katholischen Kirche ist Papst Franziskus nach Einschätzung kirchlicher Expertinnen und Experten mit seinem Reformkurs nicht gescheitert.
Religion.orf.at >>


Blogarchiv:
Fünf Jahre Papst Franziskus

Donnerstag, 12. März 2020

Erzbistums Köln veröffentlicht Abschlussbericht zum sexuellen Missbrauch vorerst nicht

Missbrauch in der Kirche:
Kleriker, die sich hinter dem Rechtsstaat verstecken
Welcher Bischof, Generalvikar oder Personalchef hat geholfen, Missbrauch an Kindern zu ermöglichen? Kardinal Woelki versprach Offenheit. Doch fürs erste obsiegen die potentiellen Mittäter.
FAZ >>

Missbrauch im Erzbistum Köln - Heikler Wille zur Namensnennung
Die Erwartungen waren groß. An diesem Donnerstag um 9.30 Uhr sollte die Münchner Kanzlei „Westphal Spilker Wastl“ im Generalvikariat des Erzbistums Köln den Abschlussbericht ihrer unabhängigen Untersuchung zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Köln vorlegen. Ihr Auftrag war es, persönliche, systemische und strukturelle Defizite zu benennen, die in der Vergangenheit dafür verantwortlich waren, Vorfälle sexuellen Missbrauchs zu vertuschen oder nicht konsequent zu ahnden. Doch jetzt ist die entsprechende Pressekonferenz auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Westdeutsche Zeitung >>

Pressekonferenz zur Missbrauchsaufarbeitung im Erzbistum Köln wird verschoben
Nicht alle rechtlichen Fragen geklärt
Die für Donnerstag angekündigte Veröffentlichung des Abschlussberichts zur "Unabhängigen Untersuchung" muss vorerst verschoben werden. Wie Generalvikar Markus Hofmann sagte, konnten nicht alle für eine Veröffentlichung relevanten rechtlichen Fragen abschließend geklärt werden.
Domradio.de >>

Mittwoch, 11. März 2020

Frauen fordern Gleichberechtigung in der Kirche


Ö: Frauen für „konkrete Lösungen“ zu Gleichberechtigung in Kirche
Auf den Weltfrauentag sollten Taten folgen, findet die Vorsitzende der Frauenkommission der Diözese Linz, Maria Eicher. Sie hat Bischöfe im deutschsprachigen Raum aufgerufen, sich mit dem Thema Gleichberechtigung in der katholischen Kirche auseinanderzusetzen.

Die Frauenkommission der österreichischen Diözese Linz hatte zum Weltfrauentag am vergangenen Sonntag mit einer Fotoaktion auf die Rolle von Frauen in der Kirche aufmerksam gemacht. „Damit dies aber nicht nur eine nette Aktion war, braucht es aus meiner Sicht vonseiten der Bischöfe klare Zeichen und konkrete Lösungen in Richtung eines gleichberechtigten Miteinander von Frauen und Männern in der Kirche“, erklärte die Vorsitzende der Frauenkommission, Maria Eicher, in einer Pressemitteilung (Dienstag). Die österreichischen Bischöfe sollten sich „in ihren kommenden Konferenzen mit diesen dringenden Fragen beschäftigen und regionale Lösungen überlegen, auch mit den Bischöfen im deutschsprachigen Raum“, so Eicher weiter.

Die Frauenkommission der Diözese Linz hatte am 8. März die Aktion #frauenmachenkirche initiiert. Dabei sollten Frauen ein Foto von sich oder ihrer Frauengruppe machen, mit einem Schild oder Plakat zu ihrem Engagement in der Kirche und dieses in den sozialen Medien mit dem Hashtag #frauenmachenkirche posten. Eicher dankte allen Teilnehmerinnen für ihre Solidarität und ihren Einsatz: „Es ist ein kräftiges Lebenszeichen der Frauen in der Kirche. Diese Aktion hat gezeigt, dass sich viele Frauen mit Kirche identifizieren.“

Fotos gingen vorwiegend aus Oberösterreich ein; aber auch die Katholische Jugend aus Wien oder die Katholische Frauenbewegung aus St. Pölten beteiligten sich an der Aktion. Die Initiative #frauenmachenkirche war eine von vielen Aktionen kirchlicher Frauen in Europa. Unter dem Titel „Frauen machen Kirche“ erschien 2020 auch ein Buch, das Beiträge katholischer Frauen aus dem deutschsprachigen Raum sammelt.
Quelle: VaticanNews >>


Kirche ist ohne Frauen nicht denkbar
Österreichweit arbeiten mehr Frauen als Männer im pastoralen Dienst. In 70 Prozent der Gemeinden im Amazonasgebiet sind Frauen dafür verantwortlich, dass es noch kirchliches Leben gibt. Das Papstschreiben „Geliebtes Amazonien“ hat in der Frage der Weiheämter für Frauen keine Weiterentwicklung gebracht. Was heißt das für Frauen? Ein Gespräch mit Maria Eicher, Vorsitzende der Frauenkommission, über die Situation in Oberösterreich.
Linzer KirchenZeitung >>


Frauen machen Kirche
Aktion der Frauenkommission zum Weltfrauentag
Das Leben der Kirche wird von sehr vielen Frauen getragen. Mit ihren Fähigkeiten und Talenten setzen sie sich für die Verkündigung des Evangeliums ein und orientieren sich an der Person und am Leben Jesu.
Frauenkommission der Diözese Linz >>


Der Papst und die Frauen: „Wir sind nicht mehr ‚zärtlich‘“
Die Moraltheologin Angelika Walser übt heftige Kritik am Frauenbild im Schreiben „Querida Amazonia“ von Papst Franziskus.
Seit „Querida Amazonia“ sind Frauen ganz entgegen ihrer lehramtlich festgelegten Wesensbestimmung nicht mehr „zärtlich“. Enttäuschung und Tränen, Kränkung und Frust brechen sich in den Zuschriften Bahn, die die Herausgeberinnen des Buches „Frauen machen Kirche“ derzeit aus sämtlichen deutschsprachigen Ländern erhalten. Die Absenderinnen sind nicht Frauen, denen das Christentum gleichgültig und der Kirchenbeitrag zu hoch geworden ist. Nein, es ist der harte Kern der katholischen Kirche.
Die Furche >>


Frauen machen Kirche
Warum halten viele Theologinnen und katholische Christinnen im Kirchendienst ihrer Kirche nach wie vor die Treue? Warum liegt ihnen die Kirche - trotz aller kritischen Auseinandersetzung - am Herzen? Was finden sie dort, was möchten sie nicht missen? Was motiviert sie zum Einsatz für eine gerechte Welt für alle?

80 Frauen unterschiedlicher Generationen und Berufsgruppen, von Österreich bis Belgien, von Italien bis Schweiz, geben höchst persönliche Auskunft über ihr Ringen und ihr Engagement, mit dem sie Kirche wandeln und gestalten. Ihre ergreifenden Glaubenszeugnisse, klaren Analysen, zornigen Ausbrüche, starken Visionen und poetischen Texte können ermutigen.
Verlagsgruppe Patmos >>


International koordinierte Aktionen zum Weltfrauentag
Frauen demonstrieren für mehr Gleichberechtigung in der Kirche
Am Weltfrauentag haben in mehreren Städten Demonstrationen für die Zulassung von Frauen zur Weihe und die Aufhebung des Zölibats stattgefunden. Doch die Proteste beschränken sich nicht auf Deutschland. Man sei vielmehr "Teil eines großen Ganzen".
Katholisch.de >>


Gleichberechtigung
Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, startet der KDFB den ersten facebook-post zum Thema "Gleichberechtigung". Jeden Tag, bis zum Equal Pay Day am 17. März, gibt es einen Impuls, ein Statement oder eine Information dazu. Der KDFB engagiert sich seit seiner Gründung 1903 für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen - auch kirchlichen - Bereichen. Dazu richtet er Forderungen an politisch und kirchlich Verantwortliche, denn die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern, wie sie im Grundgesetz festgeschrieben ist, ist in Deutschland noch nicht erreicht. Auch weltweit haben Frauen weniger Rechte, weniger Lohn, weniger Respekt und Würde. Das muss sich ändern. Folgen Sie uns auf unserer facebook-Seite, teilen und kommentieren Sie unsere täglichen posts. Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!
Katholischer Deutscher Frauenbund >>

Montag, 9. März 2020

Tagungszentrum Haus St. Stephan steht vor der Schließung

Haus St. Stephan schließt, Caritas-Wohnheim wächst
Diözese organisiert Bildungsarbeit neu. Im derzeitigen Bildungshaus soll Behindertenwohnheim ausgebaut werden.


Das im ehemaligen Schloss Rohonczy untergebrachte Bildungs- und Tagungszentrum Haus St. Stephan, das 1992 vom damaligen Diözesanbischof Stefan Laszlo gesegnet und seiner Bestimmung als religiöses Bildungszentrum der Diözese übergeben wurde, steht vor der Schließung.

„Im Frühjahr 2019 hat die Diözesanleitung unter Einbeziehung externer Berater entschieden, dass die diözesane Bildungsarbeit in Zukunft grundsätzlich dezentral und in verstärkter Zusammenarbeit mit den Dekanaten bzw. den Pfarren organisiert werden soll. Damit ist ein fixer Standort für ein ausschließlich den Bezirk Oberpullendorf abdeckendes Bildungshaus nicht mehr notwendig und auch nicht mehr argumentierbar“, heißt es aus der Diözese. Die für die Erwachsenenbildung verantwortlichen Mitarbeiter der Diözese erarbeiten derzeit ein Konzept für die flächendeckende Versorgung mit Bildungsveranstaltungen für das ganze Land.

„Dieses soll in den nächsten Monaten vorliegen, so dass mit spätestens Jänner 2021 die Umstellung auf das neue System erfolgen kann“, heißt es weiters. Laut Diözese soll im derzeitigen Gebäude des Bildungshauses die bereits seit Jahrzehnten untergebrachte Behindertenbetreuung der Caritas weiter ausgebaut werden, um die wachsende Nachfrage in diesem Bereich zu befriedigen.

1992 hatte die Diözese das „Schloss Rohonczy“ von der Landwirtschaftskammer erworben, der es als Landwirtschaftlichen Fachschule gedient hatte. Im ehemaligen Internat wurde das Behindertenwohnheim der Caritas untergebracht, der historische Gebäudekomplex als Bildungszentrum adaptiert.
Quelle: BVZ Redaktion >>

Freitag, 6. März 2020

130.000 Unterschriften für „geschlechtergerechte Kirche“ übergeben


Übergabe des Unterschriften-"Schecks"
Es ist ein starkes Zeichen: Mehr als 130.000 Frauen und Männer haben sich mit ihrer Unterschrift der Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche angeschlossen. Diese haben wir am Montag, 2. März 2020 in Mainz zum Auftakt der Frühjahrs-Vollversammlung der DBK in Mainz überreicht.
kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil (rechts) und KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock überreichen mehr als 130.000 Unterschriften für eine geschlechtergerechte Kirche dem Präsidium des Synodalen Wegs, Kardinal Reinhard Marx und Bischof Franz-Josef Bode für die Deutsche Bischofskonferenz sowie Prof. Dr. Thomas Sternberg und Karin Kortmann für das Zentralkomitee der deutschen Katholiken.
Unsere Forderungen sind klar:
Wir wollen eine Kirche, in der Frauen Zugang zu allen Diensten und Ämtern haben und endlich zu 50 Prozent an allen Entscheidungen beteiligt sind.
Wir wollen eine Kirche, in der Frauen Führungsaufgaben übernehmen können und mit ihren Berufungen ernst genommen werden.
Eine Kirche, die zu den wichtigen Fragen und Themen gehört werden und glaubwürdig sein will, muss Geschlechtergerechtigkeit vorleben.
kfd >>


Katholische Frauen sammeln 130.000 Unterschriften für Kirchenreformen
Es brauche Diakoninnen und Priesterinnen ebenso wie "Bischöfinnen, Kardinälinnen und Päpstinnen": Frauen in ganz Deutschland haben über 130.000 Unterschriften für eine "geschlechtergerechte Kirche" gesammelt – und werden sie dem Präsidium des Synodalen Wegs übergeben.
Katholisch.de >>

Aktion "Purpurkreuz" >> 


AKTUALISIERUNG:

Sondererlaubnis für Frauendiakonat nicht ausgeschlossen
Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, hält eine Sondererlaubnis für ein Frauendiakonat für nicht ausgeschlossen. Ein sogenannter Indult könnte als ein Beschluss am Ende des Reformdialogs Synodaler Weg innerhalb der katholischen Kirche stehen, sagte Bätzing am Sonntag (08.03.2020) auf WDR5 >>.

Mittwoch, 4. März 2020

Georg Bätzing ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Nachfolger für Kardinal Marx steht fest
Bischof Bätzing ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Die deutschen Bischöfe haben gewählt: Für die kommenden sechs Jahre ist der Limburger Oberhirte Georg Bätzing Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Er folgt auf Kardinal Reinhard Marx, der das Amt seit 2014 innehatte. (mit Video der Pressekonferenz)
Katholisch.de >>


Bischof Georg Bätzing im Porträt
Freundlicher Kommunikator statt Kirchenfürst: Der neue DBK-Vorsitzende
Als Nachfolger von Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte es Bischof Georg Bätzing nicht leicht. Doch er etablierte einen neuen Stil im Bistum Limburg. Nun steht Bätzing zudem an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz.
Katholisch.de >>


Das erste Interview nach der Wahl
Neuer DBK-Vorsitzender Bätzing: "Man möchte eigentlich weglaufen"
Georg Bätzing soll einen Generationswechsel bei den deutschen Bischöfen einläuten. Der Limburger Bischof ist jetzt Vorsitzender der Bischofskonferenz – und will deren Arbeit grundlegend reformieren. Auch sonst mangelt es nicht an großen Aufgaben.
Katholisch.de >>


Glückwünsche und Lob für Wahl Bätzings
"Moderner und menschlicher Kommunikator"
Die Wahl des Limburger Bischofs Georg Bätzing zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz hat zahlreiche positive Reaktionen ausgelöst. Glückwünsche kamen unter anderem aus Politik, Bistümern und von der evangelischen Kirche.
Domradio.de >>


Georg Bätzing neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz
Sechs Jahre wurden die deutschen Bischöfe von dem Münchner Kardinal Reinhard Marx geführt, jetzt haben sie einen Nachfolger gewählt: Georg Bätzing, Bischof von Limburg, wird ihr neuer Vorsitzender.
FAZ >>


Eine (interessante, aber falsche) Einschätzung in der Süddeutschen Zeitung vom 1.3.2020
Heimspiel des Teamplayers
Die Bischöfe wählen in Mainz einen neuen Vorsitzenden, der viele Kriterien erfüllen muss. Gute Chancen hat der Gastgeber Bischof Peter Kohlgraf.

Sonntag, 1. März 2020

"Querida Amazonia" ermöglicht Ämter für Laien


"Querida Amazonia" ist das Ende eines klerikalen Monopols
"Querida Amazonia", das nachsynodale Schreiben des Papstes, wurde nach dem Erscheinen viel kritisiert. Doch Michael Böhnke hat in dem Text eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Franziskus beendet darin ein klerikales Monopol - durch die Fußnote 136.
Katholisch.de >>


Zur besseren Übersicht die wichtigen Stellen:

QA 94. Eine Kirche mit amazonischen Gesichtszügen erfordert die stabile Präsenz reifer und mit entsprechenden Vollmachten ausgestatteter verantwortlicher Laien[136], die die Sprachen, Kulturen, geistlichen Erfahrungen sowie die Lebensweise der jeweiligen Gegend kennen und zugleich Raum lassen für die Vielfalt der Gaben, die der Heilige Geist in uns sät. Denn dort, wo eine besondere Notwendigkeit besteht, hat der Heilige Geist bereits für die Charismen gesorgt, die darauf antworten können. Dies setzt in der Kirche die Fähigkeit voraus, der Kühnheit des Geistes Raum zu geben sowie vertrauensvoll und konkret die Entwicklung einer eigenen kirchlichen Kultur zu ermöglichen, die von Laien geprägt ist. Die Herausforderungen Amazoniens verlangen von der Kirche eine besondere Anstrengung, um eine Präsenz in der Fläche zu erreichen, was nur zu verwirklichen ist, wenn die Laien eine wirksame zentrale Rolle innehaben.

[FN 136] Der Bischof kann wegen Priestermangels »einen Diakon oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarrei beteiligen« (Codex des kanonischen Rechts, 517 § 2).

CIC 517 § 2 wird "unvollständig" zitiert - d.h. die Kirche mit amazonischen Gesichtszügen kann auf den "mit Vollmachten und Befugnissen eines Pfarrers ausgestatteten Priester als Leiter der Seelsorge" verzichten.

CIC 517 § 2:  Wenn der Diözesanbischof wegen Priestermangels glaubt, einen Diakon oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarrei beteiligen zu müssen, hat er einen Priester zu bestimmen, der, mit den Vollmachten und Befugnissen eines Pfarrers ausgestattet, die Seelsorge leitet.


QA 103. In einer synodalen Kirche sollten die Frauen, die in der Tat eine zentrale Rolle in den Amazonasgemeinden spielen, Zugang zu Aufgaben und auch kirchlichen Diensten haben, die nicht die heiligen Weihen erfordern und es ihnen ermöglichen, ihren eigenen Platz besser zum Ausdruck zu bringen. Es sei daran erinnert, dass ein solcher Dienst Dauerhaftigkeit, öffentliche Anerkennung und eine Beauftragung durch den Bischof voraussetzt. Das bedeutet auch, dass Frauen einen echten und effektiven Einfluss in der Organisation, bei den wichtigsten Entscheidungen und bei der Leitung von Gemeinschaften haben, ohne dabei jedoch ihren eigenen weiblichen Stil aufzugeben.



“Das große Dilemma des Franziskus“
Martha Heizer analysiert Kernstücke des päpstlichen Schreibens "Querida Amazonia"
als PDF >>