Montag, 30. Dezember 2019

Erzbischof Haas sorgt weiterhin für Spannungen in Vaduz


Ärger im Erzbistum Vaduz
Im Fürstentum Liechtenstein entzweit der konservative Kurs von Erzbischof Wolfgang Haas die Katholiken nach wie vor.

Das 38'000-Seelen-Erzbistum ächzt, seitdem der konservative Bischof Wolfgang Haas 1997 von Chur wegbefördert wurde in das eigens für ihn von Rom neu errichtete Erzbistum Vaduz.
Der 71jährige Erzbischof, dessen prunkvoller Bischofsstuhl in der zur Kathedrale erhobenen Dorfkirche von Vaduz steht, hat die Kirchenlandschaft des viertkleinsten Staats Europas gründlich umgepflügt. «Ohne jede Rücksichtnahme auf Opfer hat sich das Bistum mit Wolfgang Haas an der Spitze vollständig etabliert», konstatiert Günther Boss. Der promovierte Theologe, der ebenfalls Mitglied des Vereins für eine offene Kirche ist, stellte kürzlich im Vereins-Magazin «Fenster» fest: «Im Erzbistum Vaduz gibt es bald nur noch einen kirchlichen Beruf, nämlich den Pfarrer, den zölibatär lebenden Mann in schwarz.» Nicht geweihte qualifizierte Theologen und Seelsorgende – Diakone, Pastoralassistentinnen, Jugendarbeiter, Spitalseelsorgerinnen – hätten entsprechend dem klerikal hierarchischen Kirchen- und Amtsverständnis von Bischof Haas schon lange kein Brot mehr in Liechtenstein. «Fenster»-Redaktor Boss spricht von einer «pastoralen Wüste». Als Kirche gelte das, was der Pfarrer, allenfalls noch der Kaplan, sage und mache, ärgert sich Boss.
Weiterlesen im Tagblatt >>


Hintergrund:

Erzbischof Wolfgang Haas ist 70 – die Spannungen sind geblieben
Vaduz, 7.8.18 (kath.ch) Wolfgang Haas, der frühere Bischof von Chur und heutige Erzbischof von Vaduz, ist am Dienstag 70 Jahre alt geworden. Der Unmut, der sich über Jahre in Chur gegen ihn richtete, hält auch im «Ländle» an.

Luxusgrab für Erzbischof Haas
Über 100'000 Franken lässt sich der Erzbischof Wolfgang Haas sein Grab kosten. Das gefällt nicht allen im Erzbistum Vaduz.
Tagesanzeiger >>

Sonntag, 22. Dezember 2019

Papst erinnert Kurie an notwendige Reformen

Papst an Kurie: Evangelisierung als Kern der Reform
Der Kern der Kurienreform ist Evangelisierung. Daran hat Papst Franziskus in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache an die römische Kurie erinnert. Um auf Veränderungen in der Welt reagieren zu können, sei auch einen Wandel im Inneren der Kirchenzentrale vonnöten, bekräftigte er am Samstagmorgen im Vatikan.
Vatican News >>


„Wir haben keine christliche Leitkultur mehr“
Der Papst zeichnet kurz vor Heiligabend ein nüchternes Bild von der Situation des Christentums. Die katholische Kirchenleitung schwört er auf tiefgreifende Veränderungen ein.
FAZ >>


Papst zitiert Kardinal
"Die Kirche ist 200 Jahre lang stehen geblieben"
In einer zunehmend säkularisierten Welt müsse sich die Kirche reformieren, sagt Papst Franziskus bei der Audienz für die römische Kurie im Vatikan - und zitiert den verstorbenen liberalen Kardinal Carlo Maria Martini.
Die Presse >>


Papst: Es gibt keine christliche Leitkultur mehr
Es war eine aufrüttelnde Rede von Papst Franziskus beim traditionellen Weihnachtsempfang für die Römische Kurie. Letzten Endes war es einmal mehr eine Werberede für seine Reformen in der römischen Verwaltungszentrale, aber auch in Bezug auf seine Vision von Kirche. Alles stehe unter dem Primat der Evangelisierung, erklärte Franziskus. Aber das Christentum habe längst die Deutungshoheit über die Welt verloren. Also müsse die Kirche sich schleunigst auf die neuen Zeiten einstellen. Dabei verwies Franziskus ausdrücklich auf die Tradition, die nie statisch sei, sondern dynamisch. Er schloss mit einem provokanten Zitat des verstorbenen Mailänder Kardinals Carlo Maria Martini: „Die Kirche ist zweihundert Jahre lang stehen geblieben. Warum bewegt sie sich nicht? Haben wir Angst? Angst statt Mut? Wo doch der Glaube das Fundament der Kirche ist. Der Glaube, das Vertrauen, der Mut. […] Nur die Liebe überwindet die Müdigkeit.“
Papstgeflüster >>

Wohin geht die Kirche?

Vor 50 Jahren wurde Papst Franziskus zum Priester geweiht. Im Jahr seines Goldenen Priesterjubiläums hat er seine Reformen weiter vorangetrieben - manchen zu weit, anderen nicht weit genug.
Der Standard >>

Samstag, 21. Dezember 2019

Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner wird 80


Der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner feiert am Freitag (20.12.) seinen 80. Geburtstag. Er zählt zu den prominentesten Gesichtern der römisch-katholischen Kirche.
Bekannt für seine pointierten Formulierungen und die Fähigkeit, Theologie auch der breiten Öffentlichkeit anschaulich zu präsentieren, tritt er häufig als Kommentator sozialer, religiöser und kirchlicher Entwicklungen auf. Einer der wichtigsten Kommunikationskanäle des früheren Dekans der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien ist sein Blog zulehner.wordpress.com. Darin analysiert er aktuelle Debatten in Kirche und Gesellschaft.
Bis zu seiner Emeritierung vor elf Jahren hatte Zulehner 24 Jahre lang den weltweit ältesten Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Universität Wien inne. Seine wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit geht weit über die Grenzen Österreichs hinaus; seine besondere Sorge galt der Unterstützung der Kirche in Ostmittel- und Osteuropa und dem Dialog der Religionen.
Religion.orf.at >>


Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner wird 80
Eines der prominentesten "medialen Gesichter" der katholischen Kirche in Österreich feiert am 20. Dezember einen runden Geburtstag - "Säkularisierung" untauglicher Begriff, um "bunt" gewordene religiöse Landschaft zu beschreiben - Porträt von Robert Mitscha-Eibl
Katholisch.at >>

Wiener Pastoraltheologe, Religionssoziologe und Werteforscher
Noch immer "wie eine junge Gazelle": Paul Zulehner wird 80 Jahre
Eines der prominentesten "medialen Gesichter" der katholischen Kirche Österreichs feiert am Freitag Geburtstag. Auch in Deutschland ist der Pastoraltheologe und erfrischende Denker Paul Zulehner eine feste Größe.
Katholisch.de >>


Zulehner 80: Polak würdigt "visionäre Pastoral-Projekte"
Wiener Theologin in "Furche": Von Zulehner gegründetes "Pastorales Forum" leistete "kaum zu überschätzenden Beitrag zur Entwicklung der Pastoraltheologie und Kirche in Ostmitteleuropa"
Katholisch.at >>

Samstag, 14. Dezember 2019

Papst Franziskus feiert 50. Priesterjubiläum

Alles Gute zum Goldenen Priesterjubiläum, Papst Franziskus!
Glückwünsche aus aller Welt erreichen Papst Franziskus an diesem Freitag, dem 50. Jahrestag seiner Priesterweihe. Der Vorsitzende des Kardinalskollegium, Angelo Sodano, versicherte in seinem Glückwunschschreiben den Papst des „ständigen Gebets und täglichen Einsatzes“ der Kardinäle, um den Papst in seiner Mission zu unterstützen.
Vatican News >>


Deutsche Bischöfe würdigen Papst zum Goldenen Priesterjubiläum
Vorbild und Ansporn
"Wir danken Ihnen für Ihr priesterliches und bischöfliches Zeugnis." Mit diesen Worten haben die deutschen katholischen Bischöfe Papst Franziskus zu seinem 50. Priesterjubiläum an diesem Freitag gratuliert und sein Wirken gewürdigt.
Domradio.de >>


Papst Franziskus feiert sein Goldenes Priesterjubiläum
Papst Franziskus feiert am 13. Dezember 2019 sein Goldenes Priesterjubiläum. Bereits am Sonntag, 8. Dezember wurde in allen Messen in der Diözese Rom des Jubiläums gedacht und für den Papst gebetet.
Diözese Linz >>


Ein Kirchenbesuch veränderte sein Leben
Vom Straßenpfarrer zum Papst: Franziskus ist seit 50 Jahren Priester
2013 wurde Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt. An seinem Selbstverständnis als Priester hat das nichts geändert. Noch immer spricht er den einzelnen Menschen direkt an – wie einst in den Armenvierteln von Buenos Aires.
Katholisch.de >>


Jorge Mario Bergoglio feiert 50. Weihejubiläum
Ein Gebet für Papst Franziskus
Vor 50 Jahren wurde Papst Franziskus zum Priester geweiht. Was ist da das passende Geschenk? Schon am Abend seiner Wahl zum Papst bat er die Menschen darum, für ihn zu beten. Deshalb hat katholisch.de ein Gebet für den Papst verfasst – beten Sie mit.
Katholisch.de >>

Dienstag, 10. Dezember 2019

Für Menschenrechte und für Grundrechte in der Kirche


Internationaler Tag der Menschenrechte
„Für Menschenrechte und für Grundrechte in der Kirche!“
Neue Charta für Grundrechte in der Kirche

Pressemitteilung von Wir-sind-Kirche.de / Rom, 9. Dezember 2019

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte fordert die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche erneut die Umsetzung der Menschenrechte auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche ein. Der absolute Ausschluss der Frauen von Weiheämtern, das Heiratsverbot für Priester sowie die Forderung der Enthaltsamkeit an homosexuelle Menschen widersprechen in eklatanter Weise den individuellen Menschenrechten wie auch dem biblisch geprägten Menschenbild.

Auch wenn die Menschenrechte nach der Französischen Revolution ursprünglich gegen den Widerstand der Großkirchen durchgesetzt wurden, haben sie bezüglich Freiheit, Gleichheit und Solidarität durchaus auch christliche Wurzeln. Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist ganz explizit in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte genannt, die zunächst von Papst Johannes XXIII. und vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) anerkannt worden sind.

Neue Charta für Grundrechte in der Kirche

Mit der neuen Charta für Grundrechte in der Kirche des International Church Reform Networks (ICRN) werden alle Katholiken und Katholikinnen aufgerufen, die Einhaltung der Menschenrechte in allen kirchlichen Gemeinschaften auf allen Ebenen zu beachten. Dies gelte besonders für die Leiter der Kirche. Die Rechte müssten schriftlich festgehalten und bei unabhängigen Gerichten einklagbar sein.

Die auf der ICRN-Konferenz 2018 in Bratislava beschlossene und auf der ICRN-Konferenz 2019 in Warschau bekräftigte Charta für Grundrechte in der Kirche umfasst 15 konkrete Punkte wie die Gleichberechtigung aller Katholiken und Katholikinnen; die Meinungsfreiheit; das Recht auf und die Verpflichtung zur Teilnahme an der eucharistischen Gemeinschaft und Seelsorge; wirkliche Teilnahme und Teilhabe an Entscheidungen – auch in der Wahl ihrer Vorgesetzten; notwendige und gerechte Verfahren, wenn Anklagen vorliegen; den Schutz von Kindern und anderen Betroffenen.

Zur Unterstreichung dieser Rechte sollte der Vatikan endlich die Deklaration der Menschenrechte mittels eines offiziellen Dekretes übernehmen und sich für deren weltweite Umsetzung verstärkt einsetzen. ICRN fordert die Kirchenleitung auf, diese Synodalität auf allen Ebenen zu praktizieren. ICRN steht in fester Solidarität zu Papst Franziskus und seinen Bemühungen, eine synodale Kirche zu schaffen.

ICRN wurde 2012 gegründet, um beispielgebende Modelle christlicher Gemeinden weltweit zu sammeln, um mitzuwirken an einer Kirche, die einladend, offen und inklusiv ist, die im Geist des Evangeliums dem Reich Gottes in unserer Welt Raum schafft.

150 Jahre Unfehlbarkeit des Papstes

Erstes Vatikanisches Konzil 1869
Die Unfehlbarkeit des Papstes und ihre Folgen
Am 8. Dezember 1869 kamen in Rom auf Geheiß von Papst Pius IX. 700 Bischöfe und Kloster-Äbte zusammen. Ziel des Treffens war es, die bestehenden Machtverhältnisse und die Position des Papstes zu stärken. Auch wenn Pius IX. sein Ziel erreichte – für die katholische Kirche war das Ergebnis fatal.
Deutschlandfunk >>

Ist der Papst ein absoluter Monarch?
Seit 150 Jahren beansprucht der Bischof von Rom, unfehlbar zu sein – mit weitreichenden Folgen
Am 8. Dezember 1869 hat Pius IX. das Erste Vatikanische Konzil eröffnet. Zehn Monate später erklärten ihn die Bischöfe zur letzten Instanz in Glaubensfragen, obschon es Widerstand gab.
NZZ >>

150 Jahre Erstes Vatikanum:
Das Ringen um die päpstliche Unfehlbarkeit
Mit der Festlegung der Unfehlbarkeit des Papstes ging das Erste Vatikanische Konzil in die Geschichte ein. Doch der Weg dahin war lang, beschwerlich – und von Konflikten begleitet.
Katholisch.de >>

Pius IX., Papst des Ersten Vatikanums und der Unfehlbarkeit
"Gefangener im Vatikan", Identitätsfigur, Autokrat
Pius IX. prägte entscheidende Jahrzehnte der jüngeren Kirchengeschichte. Er war der "Papst des Unfehlbarkeitsdogmas", des Primats und des Ersten Vatikanums - witzig, charismatisch, aber auch herrisch und impulsiv.
Domradio.de >>

Sonntag, 8. Dezember 2019

Mariä Empfängnis: Fest zur Unterdrückung der Frau?

Mariä Empfängnis: Fest zur Unterdrückung der Frau?
Maria als Mutter Gottes spielt in der katholischen Kirche eine zentrale Rolle und wird am Hochfest der unbefleckten Empfängnis Mariens geehrt. Allerdings sehen manche Katholikinnen darin den Anfang für die Unterdrückung der katholischen Frau.
BR24 >>

Hintergrund:

nur weil wir frauen sind
Dokumentation zum Studientag anlässlich 30 Jahre Wort der Deutschen Bischöfe „Zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft“
frauenseelsorge-muenchen.de

Ungeliebte Kinder Gottes? – Frauen in der katholsichen Kirche
Vortrag von Sabine Demel
Frauenbund-Bayern.de >>

Freitag, 6. Dezember 2019

Filmkritik: "Die zwei Päpste"


„Die zwei Päpste“
Nach diesem Film sieht man den Stabwechsel im Vatikan mit anderen Augen
Buddy Movie auf allerhöchstem Niveau: Der Kinofilm „Die zwei Päpste“ schildert ein Treffen zwischen Benedikt und seinem Nachfolger Franziskus. Hauptdarsteller Anthony Hopkins besitzt die Kühle, der ihn gleichermaßen zum Kanibalen und zum Papst befähigt.
Welt.de >>

Anthony Hopkins und Jonathan Pryce glänzen in „Die zwei Päpste“
Eine Begegnung zweier Päpste und Kontrahenten, die gegensätzlicher kaum sein könnten: Anthony Hopkins spielt den erzkonservativen Papst Benedikt XVI, Jonathan Pryce den progressiven Kardinal Jorge Mario Bergoglio, den späteren Papst Franziskus. Die Netflix-Produktion „Die zwei Päpste“ beruht auf dem gleichnamigen Sachbuch von Anthony McCarten, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Regie führt Fernando Meirelles.
SWR >>

„Die zwei Päpste“: Duell der alten Männer
„Die zwei Päpste“ des brasilianischen Regisseurs Fernando Meirelles hat alles, was ein Papst-Film braucht: kluge Sprachduelle, liebevolle Ausstattung, neben Pathos und Zeitgeschichte auch ein paar Witze - und vor allem zwei überragende Schauspieler in den Titelrollen.
Religion.orf.at >>

Filmkritik : Die Bürde des Amtes
Kardinal Bergoglio trifft Papst Benedikt, einen von Zweifeln geplagten Mann. Der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles sucht in seinem Film „Die zwei Päpste“ nach dem Menschen hinter der Soutane.
Berliner Zeitung >>

„Die zwei Päpste“: Eine Kino-Kurzkritik
Ein Spielfilm, den Radio-Vatikan-Leute sich nicht entgehen lassen können: „Die zwei Päpste“ ist jetzt im Kino, auch in Rom. Gudrun Sailer ist gleich hingegangen und hat sich den Streifen über Papst Benedikt und Papst Franziskus angesehen.
VaticanNews >>

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Caritasdirektor Josef Marketz wird neuer Bischof von Gurk-Klagenfurt

Papst ernennt Josef Marketz zum neuen Bischof von Gurk
Vatikan gibt Ernennung des bisherigen Caritas-Direktors zum 66. Bischof in Kärnten bekannt - Apostolischer Administrator Bischof Freistetter: Kärntner bekommen "ausgezeichneten Bischof" - Pressekonferenz am Freitag, 6. Dezember, um 11 Uhr, im Bischofshaus in Klagenfurt - Bischofsweihe am 2. Februar im Klagenfurter Dom

Das Warten auf die Neubesetzung des Bischofsstuhls in Kärnten ist beendet: Papst Franziskus hat Josef Marketz (64) zum neuen Bischof von Gurk-Klagenfurt ernannt. Der Heilige Stuhl gab die Ernennung des bisherigen Kärntner Caritasdirektors am Dienstag zu Mittag offiziell bekannt. Zuvor war gemäß Konkordat die Bundesregierung befasst worden, die keine Einwände gegen die Bestellung erhob. Marketz ist gebürtiger Kärntner und stammt aus der slowenischen Volksgruppe. Als langjähriger Bischofsvikar, früherer Leiter des Seelsorgeamts und derzeitiger Caritasdirektor bringt er sehr viel kirchliche Führungserfahrung und detaillierte Kenntnisse über die Diözese Gurk-Klagenfurt mit in das Bischofsamt.
Katholisch.at >>


Caritasdirektor Marketz zum 66. Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt ernannt
Papst Franziskus hat Caritasdirektor Msgr. Dr. Josef Marketz zum 66. Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt ernannt. Das hat heute Dienstag um 12 Uhr der Heilige Stuhl im „Bollettino“, dem Pressedienst des Vatikans, offiziell bekannt gegeben. Das Sakrament der Bischofsweihe wird Msgr. Marketz durch Erzbischof Dr. Franz Lackner, Metropolit der Salzburger Kirchenprovinz, zu der auch die Diözese Gurk gehört, am Sonntag, dem 2. Februar 2020, dem Fest „Maria Lichtmess“, um 14 Uhr im Dom zu Klagenfurt empfangen.
Pressestelle der Diözese Gurk >>


Schönborn: Ernennung von Marketz "starkes Zeichen"
Kardinal sieht neuen Klagenfurter Bischof als "gute und erfreuliche Entscheidung" - Erzbischof Lackner lobt den neuen Oberhirten für seine Besonnenheit und das Bemühen um Ausgleich - Für Caritas-Präsident Landau ist Marketz ein "Bischof im Sinne von Papst Franziskus"
Katholisch.at >>


Österreich: Neuer Bischof erwartet Entschuldigung von Vorgänger
Der zukünftige Kärntner Bischof Josef Marketz möchte Spaltungen überwinden und die Diözese Gurk-Klagenfurt wieder einen. Das sagte der Priester im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“ am Samstag. Er werde sich sehr für Versöhnung einsetzen und erwarte sich eine Entschuldigung von seinem Vorgänger Alois Schwarz, der als Bischof nach St. Pölten gewechselt war.
Vatican News >>


"Ich sehe die Vereinsamung vieler alter Priester"
"Ohne eigene Familie wird es ganz schwierig, würdevoll zu leben": Der designierte Bischof des Bistums Gurk-Klagenfurt, Josef Marketz, sieht gute Gründe für die Abschaffung des Pflichtzölibats.
Domradio.de >>

Dienstag, 3. Dezember 2019

Thema "Engel" zum Adventbeginn

Aus einem Dackel macht man keinen Engel.
Aber Engel zu treffen, kann hochgefährlich sein
Mit niedlichen Weihnachtsengeln haben die biblischen Engel nichts gemein. Im Alten Testament treten Engel als unbarmherzige Schlächter auf. Sie führen Tod und Zerstörung mit sich.
NZZ >>

Der Satan in uns ist auch ein Engel.
Und niemand ist ganz frei von ihm
Dämonen gibt es in allen Menschenaltern und Kulturen. Immer wieder haben sich Menschen das ganz Andere geschaffen, das dem Gott entgegenwirkt.
NZZ >>

Teufel sind auch nur Engel, und Engel sind überflüssig.
Aber was heisst das schon?
Wofür ein allmächtiger Gott Helfer braucht. Und warum es gut sein kann, eine Frage nicht zu stellen.
NZZ >>

Donnerstag, 28. November 2019

Synodaler Weg in Deutschland beginnt offiziell am 1. Advent


Bezugnahme auf Papstbrief "an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland"
"Synodaler Weg":
Marx und Sternberg schreiben den deutschen Katholiken
Der Brief des Papstes "an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland" hatte Ende Juni für Aufsehen gesorgt. Jetzt schreiben Kardinal Reinhard Marx und ZdK-Präsident Thomas Sternberg ebenfalls an die deutschen Katholiken – und haben mit Blick auf den "synodalen Weg" einen konkreten Wunsch.

Am ersten Advent beginnt der "synodale Weg" der Kirche in Deutschland offiziell. Im Münchner Liebfrauendom entzünden Kardinal Reinhard Marx und die Vizepräsidentin des ZdK, Karin Kortmann, gemeinsam eine Synodalkerze. Auch in anderen Domkirchen in Deutschland werden an diesem Tag entsprechende Kerzen entzündet. Für die Gemeindegottesdienste gibt es bereits ein Gebet für den "synodalen Weg" und zusätzlich Fürbitten und Liedvorschläge auf den Internetseiten der DBK und des ZdK. Auch die offizielle Facebook-Seite des "synodalen Wegs" ist bereits online. 
Ganzer Beitrag auf Katholisch.de >>


"Die Furcht vor Entscheidungen ist unangebracht"
Vom "synodalen Weg" zu einer synodalen Verfassung der Kirche?
Kirche gestalten und weiterentwickeln – das wollten die Bischöfe vor 50 Jahren auf der Würzburger Synode. Unser Autor Friedrich Kronenberg war als Generalsekretär dabei. Doch der Vatikan sperrte sich. Der "synodale Weg" könnte dazu beitragen, dass sich etwas ändert. Denn was gibt es an Alternativen?
Katholisch.de >>


Themenseite der Deutschen Bischofskonferenz

Zum Synodalen Weg der Kirche in Deutschland
An alle Glaubenden in der römisch-katholischen Kirche Deutschlands, insbesondere an die Teilnehmenden am Synodalen Weg
KirchenVolksBewegung "Wir sind Kirche" >>

"Synodaler Weg" der Katholiken - Reformprozess als letzte Chance
Der "synodale Weg" der Katholiken in Deutschland soll Vertrauen zurückbringen. Obwohl der Reformdialog als letzte Chance gilt, kommt schon zum Start aus den eigenen Reihen Kritik.
ZDF >>

Montag, 25. November 2019

Bis an die Grenze - und dann Burnout?


Am 22. November fand in Wien das Symposium "Grenzsituationen in Medizin und Pflege" statt.

Programm sowie Kurzzusammenfassungen der Referenten auf IMABE >>

Vortrag von Raphael Bonelli:
Bis an die Grenze - und dann? Burnout-Prophylaxe in Gesundheitsberufen
Video vom Vortrag >>

Kurzzusammenfassung-Bonelli als PDF >>

Samstag, 23. November 2019

Vatikan setzt Pfarreienreform im Bistum Trier aus

Rom interveniert
Überraschende Intervention des Vatikan: Der Heilige Stuhl hat die geplante Pfarreien-Zusammenlegung im Bistum Trier vorerst ausgesetzt und den Trierer Bischof Stephan Ackermann zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Wie das Bistum am Donnerstagabend bestätigte, hat die Römische Kleruskongregation entschieden, den Vollzug des "Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016" auszusetzen. Zuvor hatte die Lokalzeitung "Trierischer Volksfreund" über die römische Entscheidung berichtet.
Der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte soll durch diesen Schritt Zeit bekommen, das Gesetz sorgfältig zu prüfen. Geplant war, dass zum 1. Januar die ersten 15 neuen Großpfarreien im Bistum starten. Ob die Zusammenlegung nach der Prüfung genehmigt oder verboten wird, ist derzeit noch nicht absehbar.
Die Kleruskongregation, die von Kardinal Beniamino Stella geleitet wird, erklärte in ihrem Bescheid zur Aussetzung des Trierer Gesetzes, dass "die geplante Reform erhebliche Konsequenzen für das kirchliche Leben" haben werde und mahnte an, dass "das Heil der Seelen keinen Schaden leiden" solle.
Anlass für die Prüfung war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft aus dem Bistum bei der Kleruskongregation unter dem Vorsitz des Pfarrers von Sankt Paulin in Trier, Joachim Waldorf. Zudem waren in Rom Beschwerden von katholischen Laien aus dem Bistum eingegangen.
Sie forderten eine Prüfung, ob das Gesetz mit dem universalen Kirchenrecht übereinstimmt. Diese Bedenken hatte der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte als "legitim" anerkannt.
Weiterlesen auf Domradio.de >>


Nicht mutlos werden
Katholikenrat nimmt Stellung zur Aussetzung des Umsetzungsgesetzes
Bistum Trier >>


Vatikan stoppt Bistumsreform vorläufig
Die Strukturreform im Bistum Trier könnte kurz vor ihrer Umsetzung doch noch scheitern. Wie das Bistum dem SR bestätigte, hat der Vatikan das Gesetz zur Synode ausgesetzt. Die Strukturreform sieht vor, die Zahl der knapp 900 Pfarreien auf 35 Großpfarreien zu reduzieren.
SR.de >>


Päpstlicher Rat prüft
Vatikan bremst Trierer Bistumsreform aus
Die Kleruskongregation des Vatikans hat das Synoden-Gesetz zu den neuen Pfarreien im Bistum Trier ausgesetzt. Auslöser sei die Beschwerde einer Priestergemeinschaft gewesen.
SWR.de >>

Hintergrund:

Reformkritiker wollen in Rom klagen
Der Streit um die geplante Reform im Bistum Trier landet voraussichtlich vor Gericht. Reinhard Biringer von der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" hat eine zeitnahe Klage vor dem Kirchengericht in Rom angekündigt.
SR.de vom 19.09.2019 >>


Presseerklärung
Die Strukturreform muss sofort gestoppt werden!
Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“ vom 16. August 2019 >>

Unio Apostolica - Vereinigung des Katholischen Apostolates
https://www.gemeinschaften.bistum-trier.de/gemeinschaften-von-l-z/vereinigung-des-katholischen-apostolates-unio/




AKTUALISIERUNG:

Nach dem Veto aus Rom nimm das Bistum Trier die Maßnahmen vorerst zurück:

Bistum Trier, Dienstag, 26. November 2019
Kein Start zum 1. Januar 2020
Bistum Trier gibt Maßnahmen infolge Aussetzung des Umsetzungsgesetzes bekannt

Donnerstag, 21. November 2019

Schönborn: Missbrauch in der Kirche eine "massive Realität"

Kardinal betont bei Ringvorlesung an Uni Wien, dass Kirche in Österreich in Sachen Prävention und Missbrauchsaufarbeitung "Verantwortung übernommen" habe

Missbrauch ist nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn nicht nur im familiären Umfeld, sondern auch in der Kirche eine "massive Realität". Gleichzeitig betonte der Wiener Erzbischof bei einem Vortrag am Montagabend an der Universität Wien, dass die katholische Kirche in Österreich in Sachen Prävention und Missbrauchsaufarbeitung "Verantwortung übernommen" habe und dies auch international anerkannt werde. Die Kirche müsse Opfer ermutigen, über Geschehenes zu reden und sie in der Folge auch unterstützen.
[....]
Im Vorfeld von sexuellem Missbrauch in der Kirche stehe fast immer spiritueller Missbrauch, so Schönborn weiter und sprach in diesem Zusammenhang konkret auch Fälle von Missbrauch in den sogenannten neuen geistlichen Bewegungen an. "Es ist erschütternd, dass so viele der neuen geistlichen Bewegungen Gründer haben, die sich mit der Zeit als Missbrauchstäter erwiesen haben", hielt der Wiener Erzbischof fest.

Katholisch.at >>

Mittwoch, 20. November 2019

Papst befürwortet Frauen an der Spitze der Kurie


Papst: Nein zu klerikalen Laien - Ja zu Frauen in Führungsämtern
Vatican News >> Ziel der Kirche soll es nicht sein, „klerikale Laien“ zu haben. Das betonte Papst Franziskus an diesem Samstag in einer Ansprache an die Teilnehmer der ersten Vollversammlung des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben. Der Papst sprach auch über die Rolle der Frau in der Kirche.

Papst Franziskus beschäftigte sich in seiner Ansprache mit zwei Punkten, die für ihn sehr wichtig sind: die Gefahr der Klerikalisierung der Laien, indem man sie zu „Halbpriestern“ macht und „dem Platz der Frauen in der Kirche“. Hier gab der Papst einen aufrichtigen Rat an die Bischöfe:

„Bringt die Diakone vom Altar weg, damit sie zu ihrem eigentlichen Dienst gehen können. Sie sind die Hüter des Dienstes bei den Menschen und nicht einfach erstklassige Ministranten oder Priester zweiter Klasse.“

Was die Rolle der Frauen in der Kirche betrifft, so verwies der Papst auf die Tatsache hin, dass eine Frau auch eine Kurienbehörde leiten könne. So hätten für die Stelle des Präfekten des Wirtschaftssekretariats zwei Kandidatinnen zur Auswahl gestanden. Bei solchen Aufgaben gehe es um „Funktionalität“. Franziskus drückte seine Ermutigung zur Frauenförderung aus: „Wir müssen da weitermachen“, sagt er. Es sollen „ohne Angst“, „immer mehr Frauen in die Ämter eines Rates, aber auch Führungspositionen einnehmen“. Es sei deshalb von grundlegender Bedeutung, dass Frauen in der Kirche verantwortungsvolle Ämtern einnähmen. Dies könnte beispielsweise die Leitung eines Rates sein, aber es sei wichtig, dass man ihre Rolle eben nicht nur in ihrer „Funktionalität“ betrachte, sondern vor allem in ihrer Eigenschaft:

„Die Rolle der Frauen in den kirchlichen Organisationen, in der Kirche selbst, geht darüber hinaus, und wir müssen an diesem „darüber hinaus“ arbeiten, denn die Frau ist das Bild der Mutter-Kirche, weil die Kirche Frau ist; sie ist nicht „der Kirche“, sie ist „die Kirche“. Die Kirche ist Mutter; die Kirche ist fähig, diese Realität zu verwirklichen. Es darf keine funktionale Arbeit geben, denn die Arbeit geht darüber hinaus. Es ist dieses marianische Prinzip, das den Frauen eigen ist; und eine Frau in der Kirche ist das Bild der Kirche als Braut und der Muttergottes.“

Seit etwa zwei Jahren habe das Dikasterium das Erbe des Päpstlichen Rates für die Laien und des Päpstlichen Rates für die Familie weitergeführt, so der Papst. In diesem Sinne öffnete er die Audienz für die Vertretern des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben anlässlich ihrer ersten Vollversammlung. Leiter ist der US-amerikanische Kardinal Kevin Farrell.

Die Perspektive der Mutter-Kirche

„Um einen Dienst an der universalen Kirche zu leisten“, erklärte Franziskus, sei es unerlässlich, „das Herz der Kirche zu eigen zu machen“. Dies sei aber nur möglich, wenn alle sich bemühten, „aus sich selbst herauszugehen und in eine neue Perspektive zu treten“:

„Die Kirche ist katholisch, sie ist universell und viel breiter, als man denkt kann; sie ist von einem größeren Geist her geleitet und deshalb großzügig, als mein individueller Standpunkt. Mit dem Herzen der Kirche zu fühlen, bedeutet daher, auf katholische, universelle Weise zu fühlen, indem man die ganze Kirche und die Welt betrachtet und nicht nur einen Teil.“

Die Laien, Familien und das Leben zu fördern und zu unterstützen, bedeute daher, „über die eigene spezifische persönliche Kompetenz hinauszugehen“, „die Perspektive der Mutter in der Kirche einzunehmen“ und sich in der Folge zu fragen, wie sie selbst die Realität „sieht“ und „fühlt“:

„Ihr seid aufgerufen, einen Schritt weiter zu gehen und euch angesichts eines pastoralen Projekts, einer Herausforderung, eines Problems zu fragen: Wie „sieht“ die Mutter Kirche diese Realität? Wie „fühlt“ es sich an? Dabei werdet ihr dem Dikasterium eine Hilfe sein, denn ihr werdet wissen, wie ihr der Kirche eine Stimme geben könnt, nachdem ihr bereits euer persönliches Denken und Fühlen in euch gereinigt und erhöht habt, bis es völlig der Kirche zugehörig wird.“

Die Mutter-Kirche macht keine Präferenzen

Wie eine Mutter, so fuhr der Papst fort, „hat die Kirche keinen Günstling und Vorliebe“, weil „sie vor allem Harmonie unter all ihren Kindern wünscht“. Folglich müssen alle auf die gleiche Weise handeln:

„Deshalb ist es auch für euch wichtig, immer wieder positive Modelle der Zusammenarbeit zwischen Laien, Priestern und Geweihten, zwischen Hirten und Gläubigen, zwischen Diözesan- und Pfarrgemeinden und Laienbewegungen und -vereinigungen, zwischen Jungen und Alten vorzuschlagen, sterile Kontraste und Gegensätze zu vermeiden und die geschwisterliche Zusammenarbeit zum Wohle der einen Familie, der Kirche, immer zu fördern.“

Die Mutter-Kirche lässt ihre Kinder wachsen

Unter den grundlegenden Merkmalen des Kirche-Seins und damit desjenigen der Mutter-Kirche wies der Papst auf den Wunsch hin, Kinder so aufzuziehen, dass sie nicht „kleinlich bleiben“, sondern ohne Angst „den Herausforderungen, die die heutige Welt stellt“, in allen Bereichen begegnen können:

„Die Kirche wünscht sich, wie jede Mutter, auch, dass ihre Kinder autonom, kreativ und unternehmungslustig aufwachsen und nicht, dass sie kindisch bleiben. Ebenso muss allen Laien, den Kindern der Kirche, geholfen werden, zu wachsen und „erwachsen“ zu werden, den Widerstand und die Angst zu überwinden und mutig hervorzugehen, ihre Talente in den Dienst neuer Missionen in der Gesellschaft, in der Kultur, in der Politik zu stellen und sich ohne Angst und ohne Komplexe den Herausforderungen zu stellen, die die heutige Welt stellt.“


Papst befürwortet Frauen an der Spitze der Kurie
Papst Franziskus erwägt offenbar, Frauen in Spitzenfunktionen der Kurie zu ernennen. Bisher stehen sämtliche Behörden des Heiligen Stuhles unter der Leitung von Kardinälen oder Erzbischöfen, einzig das Mediendikasterium hat einen – allerdings männlichen - Laien als Präfekten.
VativanNews  >>

Dienstag, 19. November 2019

Säkularismus von unten in der Türkei


Atheismus in der Türkei
Ein neuer Säkularismus von unten
Die Zahl junger Menschen, die Religion ablehnen, wächst in der Türkei. Ein Grund dafür ist laut einem Forschungsprojekt die Ernüchterung über die Politik der AKP.
taz.de >>


Atheistinnen mit Kopftuch
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan treibt die Islamisierung seines Landes voran. Schwierig ist die Situation für Atheisten: Sie erleben Anfeindungen und Repressalien. „Deshalb tun manche Atheisten so, als wären sie religiös“, sagte der Islamwissenschaftler Pierre Hecker im Deutschlandfunk >>.


Die Gläubigkeit in der Türkei nimmt ab
Und das, obwohl Erdoğan beschlossen hat, eine "fromme Generation" heranzuziehen.
Zeit-Online >>

Montag, 18. November 2019

Franziskus übt Kritik am liturgischen Dienst Ständiger Diakone


Papst warnt vor Klerikalisierung von Laien
Gläubige dürfen nicht "klerikalisiert" werden. Das hat der Papst den Mitarbeitern der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben nun ins Stammbuch geschrieben. Das geschehe jedoch leider viel zu oft, sagte Franziskus – auch mit Blick auf Ständige Diakone.
Katholisch.de >>

Jubiläums-Gebet: Zeugnis tiefster Weisheit mit rasiermesserscharfer Ausdruckskraft



Gebetstext zum 60. Geburtstag der Diözese Eisenstadt von Papst emeritus Benedikt XVI.

Kommentare zum Gebet:

Benedikt XVI. schenkt dem Burgenland ein Gebet
Auf Bitte von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics verfasste der 92-jährige Papst emeritus Benedikt XVI. einen Gebetstext zum 60. Geburtstag der Diözese Eisenstadt – Das Burgenland sieht Benedikt XVI. in seinem sprachlich glasklaren und theologisch brillanten Gebet als "Raum der Versöhnung" mit dem Auftrag, auf den Spuren des heiligen Martin die Vielfalt der Sprachen, Kulturen und Gesellschaftsgruppen "zu einer inneren Einheit zusammenzuführen"
"Benedikt XVI. hat trotz seines hohen Alters dem Burgenland ein großartiges Geschenk gemacht. Dieses Gebet ist ein theologischer Schatz, der weit über das Prädikat der Richtigkeit hinausgeht. Es ist ein Zeugnis tiefster Weisheit und einer bewundernswerten Virtuosität und Exzellenz, das die Dinge so unnachahmlich klar und rasiermesserscharf zum Ausdruck bringt."
martinus.at >>

"Unser Glaube ist durch Verkleinerungen bedroht"
Benedikt XVI. verfasst Gebetstext für Diözese
"Auch heute ist unser Glaube durch Verkleinerungen bedroht, die ihn den Maßstäben der Welt unterwerfen und ihm damit seine Größe nehmen": Benedikt XVI. hat ein neues Gebet verfasst – exklusiv für eine Diözese.
Katholisch.de >>

Benedikt XVI.: Glaube ist durch Verkleinerungen bedroht
Der emeritierte Papst schreibt ein neues Gebet für die burgenländische Diözese Eisenstadt.
Die Tagespost >>

Samstag, 16. November 2019

Papst Franziskus trifft Großscheich von al-Azhar


Papst trifft Großscheich von al-Azhar
Sie kennen sich schon seit längerem und sehen sich immer wieder mal: Auch an diesem Freitag haben sich Papst Franziskus und der Großscheich von al-Azhar getroffen.

Zuletzt hatten die beiden Religionsführer im Frühjahr 2019 in Abu Dhabi gemeinsam eine bahnbrechende „Erklärung über die universale Geschwisterlichkeit der Menschen“ unterzeichnet.

Ahmed al-Tayyeb steht an der Spitze der al-Azhar-Universität in Kairo. Damit ist er eine der einflussreichsten Stimmen der sunnitischen Spielart des Islam. Beim Gespräch mit Franziskus im Vatikan wurde er u.a. vom Vize-Ministerpräsidenten der Emirate, Saif bin Sayyed al-Nahyan, begleitet. Mit dabei waren auch einige Mitglieder des Komitees, das sich um eine Umsetzung der Erklärung von Abu Dhabi kümmern soll.

Ein kleiner Religionsgipfel
Die Audienz von diesem Freitag hatte fast die Züge eines kleineren Religionsgipfels. Von vatikanischer Seite war nämlich auch der Sekretär des Papstes dabei, der Ägypter Yoannis Lahzi Gaid, sowie Kardinal Miguel Angel Ayuso-Guixot, Franziskus‘ Verantwortlicher für den interreligiösen Dialog.

Natürlich wurde bei der Begegnung über die Papstreise nach Abu Dhabi gesprochen – sie war die erste Reise eines Papstes auf die Arabische Halbinsel in der Geschichte gewesen. Außerdem ging es um ein interreligiöses Projekt namens „Haus Abraham“, das im September in New York initiiert wurde.

Vatikan-Dialog mit Schiiten in Teheran
Der Zufall wollte es, dass an diesem Freitag auch das Ergebnis eines hochrangigen Dialogs zwischen dem Vatikan und der schiitischen Variante des Islam bekannt geworden ist. Ein Statement fasst die elfte Dialogrunde zwischen dem vatikanischen Dialograt und dem Zentrum für interreligiösen Dialog in Teheran zusammen; sie hat am 11. und 12. November in der iranischen Hauptstadt stattgefunden.

Wie schon in der Erklärung von Abu Dhabi wird auch hier der Akzent darauf gelegt, dass die Religionen zu einem gemeinsamen Dienst an der Menschheit berufen sind. Das Statement betont, weder Einzelne noch Staaten dürften auf internationalem Level diskriminiert werden, „auch nicht im Fall von Krieg oder unter internationalen Sanktionen“. Iran ist derzeit harten US-Sanktionen ausgesetzt und muss wegen seiner Haltung im Atomstreit auch künftige EU-Sanktionen fürchten.


Lesen Sie auch:

"Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen - Für ein friedliches Zusammenleben"
Vatican.va

Franziskus von Arabien - Was dem Papst in Abu Dhabi geglückt ist
VaticanNews, 05/02/2019

Islam-Größen bekräftigen Unterstützung für Abu Dhabi-Dokument
Fast sechs Monate, nachdem Papst Franziskus und der Großimam von Al-Azhar, Ahmed Al-Tayyeb, das gemeinsame Dokument über die Geschwisterlichkeit in Abu Dhabi unterzeichneten, haben 22 sunnitische, schiitische und sufische Führungspersönlicheiten und Intellektuelle einen 15-seitigen Text unterzeichnet, um ihre Unterstützung für das Dokument zu bekräftigen.
VaticanNews, 18/06/2019

Das Dokument von Papst und Großimam mit Leben füllen
Stoff für Eliten oder Meilenstein im interreligiösen Dialog?
Die Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung von Papst Franziskus und Großimam Al-Tayyeb in Abu Dhabi war eine mediale Sensation. Nun muss es konkret werden. Ein interreligiöses Komitee kann nur der erste Schritt sein.
Domradio, 23.09.2019

Donnerstag, 14. November 2019

Kirchen empört über Abschiebung von afghanischen Konvertiten

Asyl: Kirchen empört über Umgang mit afghanischen Konvertiten
Evangelische Kirchenspitzen und katholischer Bischof Krautwaschl äußern anlässlich des Schladminger Falles Hossein K. Kritik an Asyl- und Abschiebepraxis

"Empörung" über den Umgang mit afghanischen Konvertiten in Österreich haben Vertreter der Evangelischen Kirche und der Diakonie geäußert. In Afghanistan sei das Leben von Menschen, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind, bedroht, verwiesen Bischof Michael Chalupka, der evangelische Synoden-Präsident Peter Krömer und Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien auf ein erst jüngst gefälltes Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). Dennoch würden Betroffene häufig mit der Begründung abgeschoben, ihrer Konversion fehle die Glaubwürdigkeit.

Anlass für die Pressekonferenz war der Fall des afghanischen Asylwerbers Hossein K. Der Lehrling des Diakonissenkrankenhauses in Schladming war am Donnerstag, 7. November, bei einem Termin am Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) festgenommen worden. Ihm droht - wie die Diakonie warnte - noch am Dienstagabend die Abschiebung nach Afghanistan. Das ganze Wochenende über waren hunderte Menschen in Schladming zu Gebeten und Mahnwachen für Hossein K. zusammengekommen.

Krautwaschl für humanitäres Bleiberecht
Auch der steirische katholische Bischof Wilhelm Krautwaschl - Schladming liegt in seiner Diözese Graz-Seckau - bekundete gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epdÖ) seine tiefe Betroffenheit über den Fall. Er appellierte "an die Vernunft der Beteiligten, nicht einen wunderbar integrierten Menschen abzuschieben". Krautwaschl sprach sich für die Anwendung des humanitären Bleiberechts aus, um das sich auch andere katholische Bischöfe immer wieder bemüht hatten.

Diakonie-Direktorin Moser forderte bei der Pressekonferenz einen Abschiebestopp für zum Christentum konvertierte Menschen aus Afghanistan. Sie erinnerte an das gleichlautende EGMR-Urteil vom 5. November, wonach eine solche Abschiebung gegen das Verbot der unmenschlichen Behandlung, Folter oder Todesstrafe nach Artikel 3 der Menschenrechtskonvention verstoße. Österreich müsse diesem Urteil folgen und anerkennen: "Afghanen, die zum Christentum konvertiert sind, oder bei denen auch nur der Verdacht entstehen könnte, sie seien konvertiert, sind Verfolgung ausgesetzt", sagte Moser.

Kritik äußerte die Diakonie-Chefin auch an Asylbescheiden, die Konvertiten entweder mangelnde Glaubwürdigkeit unterstellten oder sie dazu anhielten, "ihren Glauben in Afghanistan zu verstecken oder gar zu verleugnen".

Chalupka: Mit Kirchenasyl Zeit gewinnen
Das sogenannte Kirchenasyl, in dem sich auch Hossein K. befand, sei "ein letzter, legitimer Versuch einer Pfarrgemeinde, Asylsuchenden durch zeitlich befristete Schutzgewährung beizustehen", erklärte Bischof Chalupka. Der evangelischen Kirche sei bewusst, dass damit "kein eigenes Recht begründet" werde. Allerdings schüfen Pfarrgemeinden mit der Gewährung von Kirchenasyl Zeit für weitere Überprüfungen. Entscheidend sei Transparenz, so der Bischof: "Auch im Fall von Hossein K. herrschte immer Klarheit, wo er sich aufhält. Es bestand kein Grund für die Schubhaft."

Chalupka äußerte auch Unverständnis über den Widerspruch zwischen der Abschiebepraxis in Österreich und anders lautenden Politiker-Beteuerungen: "Wenn sich die österreichische Bundesregierung gegen Christenverfolgung stellt und zu ihrem Thema macht, dann kann es doch nicht sein, dass Christinnen und Christen durch die Abschiebung ganz bewusst der Verfolgung ausgesetzt werden."

Glaubensprüfungen wie in der Gegenreformation
Heftige Kritik an "Glaubensprüfungen" durch die zuständigen Behörden äußerte Synoden-Präsident Krömer: "Das erinnert an die Zeit der Gegenreformation, wo Evangelische sich auch Glaubensprüfungen unterziehen mussten. Wenn sie diese nicht bestanden, wurden sie des Landes verwiesen." In einem Schreiben an Kultusminister Alexander Schallenberg habe er einen Runden Tisch angeregt, an dem die zuständigen Behörden und betroffenen Kirchen über eine Änderung der aktuellen Praxis beraten sollten.
Quelle: katholisch.at >> 


Live-Ticker: Abschiebestopp sofort!
Was bisher geschah und Möglichkeiten der Unterstützung

Diakonie >> 


Kein Asyl für Lehrling: Mahnwache in Schladming
Asylwerber mit negativem Bescheid, die eine Lehre machen, sollen künftig ihre Ausbildung abschließen dürfen. Für einen 20-jährigen Afghanen könnte das aber zu spät sein – für ihn wurde am Sonntag in Schladming eine Mahnwache abgehalten.
Steiermark.orf.at >>

Samstag, 9. November 2019

Österreichs Bischöfe beenden Herbstvollversammlung

Österreich: Bischöfe beenden Herbstvollversammlung
Die Amazonien-Synode und ihre Ergebnisse bildeten einen Schwerpunkt bei der diesjährigen Herbstvollversammlung der österreichischen Bischöfe. Das bekräftigte Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz, an diesem Freitag zum Abschluss der Bischofsversammlung. Weitere Hauptthemen waren die Rolle der Frau in der Kirche und die Arbeit der Caritas.
VaticanNews >>

Presseerklärungen zur Herbstvollversammlung 2019
Wortlaut der Presseerklärungen der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz (4. bis 7. November 2019 im Kloster Laab im Walde).
Österr. Bischofskonferenz >>

Kardinal Schönborn
Habe Rücktrittsgesuch nicht nur pro forma eingereicht
Kardinal berichtet bei Pressekonferenz über persönliches Gespräch mit Papst Franziskus am Rande der Amazonien-Synode
Katholisch.at >>

Bischöfe: Verständnis für enttäuschte Frauen
Die Österreichische Bischofskonferenz hat ihre Bereitschaft bekundet, die aktuell kirchenrechtlich mögliche Mitgestaltung von Frauen auszuschöpfen. Die Bischöfe äußerten aber auch Verständnis für die Enttäuschten, die sich Weiheämter für Frauen erwartet hatten.
Religion.orf.at >>

Freitag, 8. November 2019

Früherer ZdK-Präsident Maier zweifelt an Ratzingers Führungsqualität

Ob als Bischof, Kardinal oder Papst
Hans Maier: Joseph Ratzinger hatte keine Führungsqualitäten
Harte Worte des früheren ZdK-Präsidenten Hans Maier: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sei zu keiner Zeit seiner Führungsrolle gewachsen gewesen. Außerdem verrät Maier, wie genau es zum Bruch zwischen Ratzinger und ihm kam.
Katholisch.de >>

Früherer ZdK-Präsident zweifelt an Ratzingers Führungsqualität
"Ihm fehlte der Wille und die Kraft, sich durchzusetzen"
Als Kollegen hatten sie sich kennengelernt. Und der ehemalige ZdK-Präsident Hans Maier schätzt die Predigten und sprachliche Begabung von Joseph Ratzinger bis heute. Allerdings spricht Maier dem emeritierten Papst Führungsqualitäten ab.
Domradio.de >>


ARCHIV:

Österreicher trauen neuem Papst große Führungsqualitäten zu
Die große Mehrheit der Österreicher traut dem neuen Papst Benedikt XVI. zu, "eine sehr starke Führungspersönlichkeit für alle Katholiken zu sein". Für wenige ist die Wahl von Kardinal Ratzinger ein Signal der kirchlichen Erneuerung.
Religion.orf.at vom 20.4.2005 >>

Ein aufrechter Arbeiter im Weinberg des Herrn
Bayerns früherer Kultusminister Hans Maier hat zu seinem 80. Geburtstag klug und kenntnisreich Bilanz gezogen.
Mittelbayerische vom 2.8.2011

Donnerstag, 7. November 2019

Diözesansprecher Orieschnig bei "Guten Morgen Österreich"

"Den Zölibat als Lebensentscheidung reifer Persönlichkeiten nicht kleinreden"

Eisenstädter Diözesansprecher in ORF-Sendung als Studiogast – Amazonassynode führt zu neuem Nachdenken über eine alte Lebensform – Orieschnig: Zölibatäre Lebensform setzt "olympischen Spirit" voraus, ist aber letztlich ebenso "hochriskant" wie die Ehe

Den besonderen Wert des Zölibats hat der Eisenstädter Diözesansprecher und Kirchenjurist Dominik Orieschnig betont. In der ORF-Sendung "Guten Morgen Österreich" am Dienstag, 5.11., erläuterte Orieschnig in drei Live-Einstiegen aus dem mittelburgenländischen Weppersdorf, warum verheiratete Priester in der römisch-katholischen Kirche nach der Amazonien-Synode durchaus denkbar, aber wohl nur die Ausnahme bleiben, und warum der Zölibat eine wesentliche Grundlage priesterlicher Existenz sei.

Martinus.at >>

Freitag, 1. November 2019

Papst Benedikt und Erzbischof Gänswein der Vertuschung sexueller Übergriffe verdächtigt

Hat der Papst Übergriffe im Vatikan gedeckt?
Schwerer Verdacht: Papst Benedikt soll gemeinsam mit seinem Privatsekretär jahrelang sexuelle Übergriffe im Vatikan gedeckt haben.
Heute.at >>

Benedikt XVI. und Gänswein laut Zeitungsbericht Mitwisser
Anwalt: Übergriffe eines deutschen Priesters im Vatikan nicht verjährt
Ein Medienbericht über sexuelle Übergriffe eines deutschen Priesters im Vatikan wurde jetzt von einem Anwalt bestätigt. Weder Benedikt XVI. noch Erzbischof Gänswein seien gegen ihn vorgegangen, obwohl sie davon gewusst hätten, schrieb die Zeitung.
Katholisch.de >>

Missbrauch in der katholischen Kirche:
Prälat soll zwei Mitarbeiter des Vatikans belästigt haben
* In der Amtszeit von Papst Benedikt XVI. sollen sexuelle Übergriffe eines deutschen Prälaten gedeckt worden sein.
* Einer der betroffenen Geistlichen will die Übergriffe strafrechtlich klären lassen.
* Der beschuldigte Prälat wurde inzwischen wieder in Deutschland in seinem bayerischen Heimatbistum eingesetzt.
Süddeutsche >>

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Prof. Zulehner stellt Petition für Frauendiakonat online





Hintergrund (Entstehung der Petition):
Online-Petition für Frauendiakonat geplant
Der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner hat am Mittwoch den Entwurf zu einer Online-Petition „#Amazonien auch bei uns!“ online gestellt. Die Petition soll auch im deutschsprachigen Raum Kirchenreformen anstoßen.
Religion.orf.at >>

Zulehner startet Online-Petition "#Amazonien auch bei uns!"
Wiener Pastoraltheologe stellt Textentwurf online - Kirchenleitungen im deutschsprachigen Raum sollen Papst "ähnliche mutige Vorschläge" machen, wie dies bei Amazonien-Synode geschah - "Endlich auch Frauen Zugang zum Diakonat" öffnen
Katholisch.at >>

#Amazonien auch bei uns! Textentwurf für eine Online-Petition
Es wird in Kürze eine Homepage aufgemacht, wo man die Online-Petition #Amazonien auch bei uns! unterschreiben kann. Der Textentwurf auf dem Blog von Prof. Paul M. Zulehner >>

Montag, 28. Oktober 2019

Amazonien-Synode endet mit Empfehlungen für den Papst


Amazonien-Synode: Das steht im Schlussdokument
Die Amazonien-Synode im Vatikan ist mit einem Aufruf der Teilnehmenden zu einer ganzheitlichen Umkehr in der katholischen Kirche zu Ende gegangen. Das Schlussdokument, das der Vatikan am Samstagabend veröffentlichte, spricht von vier Arten der Bekehrung: pastoral, ökologisch, kulturell und synodal. Angeregt wird auch die Weihe verheirateter Männer zu Priestern für entlegene Gemeinden sowie die Entwicklung eines amazonischen katholischen Ritus. Das Thema Frauendiakonat bleibt offen.
VaticanNews >>


Was bedeutet die Amazonas-Synode für deutsche Katholiken?
* Amazonas-Synode mit Vorschlägen zur Priesterweihe
* Ende des Zölibats eingeläutet?
* Rolle der Frauen weiter unklarWDR >>


Roms Bischöfe beugen sich der Realität
Bischöfe empfehlen dem Papst erstmals, Verheiratete als Priester zuzulassen - vor allem aus Not: Denn die Regel soll für eine Region gelten, in der der Priestermangel besonders groß ist.
Tagesschau >>

Ein Schritt in Richtung Priesterehe
Die Amazonas-Synode lässt Viri Probati eingeschränkt zu. Und sie ist ein Erfolg für den Papst.
Wiener Zeitung >>

Das Schlussdokument der Amazonas-Synode (wichtige Absätze in Übersetzung)
"Wir suchen nach neuen Wegen"

Die im Vatikan tagende Bischofssynode hat sich für ein verstärktes ökologisches und soziales Engagement im Amazonasgebiet, eine Diskussion über den Frauendiakonat und die Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt ausgesprochen.
Domradio.de >>

Tür auf?
Zum Abschluss der Amazonas-Synode in Rom fordert eine Mehrheit der Bischöfe die Öffnung des Zölibats für verheiratete Diakone. Eine Zeitenwende?
Zeit-Online >>

Documento finale del Sinodo dei Vescovi al Santo Padre Francesco

Freitag, 25. Oktober 2019

Neuer Dokumentarfilm über Joseph Ratzingers Scheitern als Papst


"Verteidiger des Glaubens"
Wir waren Papst, aber es hat nichts gebracht
Christoph Röhls Dokumentarfilm "Verteidiger des Glaubens" zeichnet die gescheiterte Papst-Karriere des bayerischen Intellektuellen Joseph Ratzingers nach. In ruhigen Bildern und klugen Interviews wird das Ende der Kirche in ihrer "klassischen Form" analysiert.
Mittelbayerische >>



Ratzinger-Film „Verteidiger des Glaubens“
„Es kann nicht sein, dass er sich aus der Verantwortung zieht“
Der Regisseur Christoph Röhl hat Filme über sexuellen Missbrauch an der Odenwald-Schule gedreht. Nun setzt er sich in einer Dokumentation mit dem früheren Papst Benedikt XVI. auseinander. „Mein Anliegen ist, dass Opfer eine Stimme bekommen“, sagte Röhl im Deutschlandfunk >>


Beharrer und deutscher Papst – Kino-Doku über Joseph Ratzinger
Er war der „deutsche Papst“ und ein Beharrer: Joseph Ratzinger, auf dem Papstthron Benedikt XVI. 2013 trat er zurück und inzwischen verblasst er hinter seinem Nachfolger Franziskus I. Der dokumentarische Essay "Verteidiger des Glaubens" von Christoph Röhl erzählt den Lebensweg Ratzingers mit der freundlichen Erzählstimme von Ulrich Tukur nach.
SWR >>


Kommentar: Papst Benedikt XVI. und die Aufklärung
Der Kinofilm "Verteidiger des Glaubens" zeigt das Papsttum am Ende seiner über Jahrhunderte verfestigten Form. Kritiker empören sich. Zu Unrecht, meint Christoph Strack.
Deutsche Welle >>


Ratzingers blinder Fleck:
Der Regisseur zum Dokumentarfilm "Verteidiger des Glaubens"

Am 31. Oktober kommt mit „Verteidiger des Glaubens“ ein Film über das Pontifikat Benedikts XVI. in die Kinos. Christoph Röhl zeichnet das Bild einer tragischen Persönlichkeit, der es stets um die Wahrheit und um die heilige katholische Kirche ging, die dabei aber den Blick für die Krisen der Zeit verlor. Der ­Regisseur lebt in Berlin, ursprünglich stammt er aus Südengland. Bekannt wurde er mit einem Film über Missbrauch an der Odenwaldschule.
Stimmen der Zeit >>


Wir-sind-Kirche.de sammelt weitere Filmkritiken >>

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Prozess gegen Bischof im indischen Bundesstaat Kerala

Indien: Prozess gegen Bischof
Im indischen Bundesstaat Kerala beginnt am 11. November der Prozess gegen den der Vergewaltigung beschuldigten katholischen Bischof Franco Mulakkal. Der 55 Jahre alte Geistliche ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß, wie örtliche Medien am Mittwoch berichteten.
Unterdessen wurde er von Ordensfrauen wegen Einschüchterung und Beeinflussung des mutmaßlichen Opfers sowie weiterer Zeugen angezeigt. Er und seine Gefolgsleute verfolgten das Ziel, Belastungszeugen und Ermittler über die Sozialen Medien verächtlich zu machen, so der neue Vorwurf. Mulakkal wird zur Last gelegt, zwischen 2014 und 2016 in Kerala eine Ordensfrau mehrfach vergewaltigt zu haben. Er weist dies entschieden zurück. Sein Bistum Jalandhar im Bundesstaat Punjab, für das ein Übergangsleiter ernannt wurde, verweigerte Mulakkal die Übernahme der Kosten für seine Strafverteidigung. Der Fall schlägt in Indien seit Monaten hohe mediale Wellen und erschüttert die katholische Kirche des Landes.
Vatican News >>


Offizielle Anklage wegen Vergewaltigung gegen Bischof in Indien erhoben
Bischof Mulakkal wird unter anderem vorgeworfen, über einen Zeitraum von zwei Jahren neunmal eine Nonne vergewaltigt zu haben
CNA-Deutsch, 10.4.2019



Vatican rejects Sr Lucy's appeal against expulsion
The Vatican has rejected an appeal by Sr. Lucy Kalappura against her expulsion from the Franciscan Clairist Congregation (FCC) in August this year for "failing to give satisfactory explanation for her lifestyle in violation of its laws".
Times of India, 17.10.2019


Siehe auch Blog-Archiv vom 24.6.2018



Bishop Franco case: Sister Lucy alleges illegal confinement by convent, case registered
Kerala police have now registered a complaint against a convent in Karakkamala at Mananthavady in Wayanad district over the illegal confinement of Sister Lucy Kalappura
opinida >>

Montag, 21. Oktober 2019

Amazonien-Bischöfe unterzeichnen neuen Katakombenkpakt


Amazonien-Bischöfe schließen neuen Katakombenkpakt
Mehr als 40 Bischöfe aus Amazonien haben an diesem Sonntagmorgen in Rom einen neuen Katakombenpakt für Ökologie sowie eine arme und inklusive Kirche geschlossen. In den Domitilla-Katakomben feierten sie frühmorgens eine Eucharistiefeier und unterzeichneten eine gemeinsame Verpflichtung in 15 Punkten.
VaticanNews >>


Bischöfe unterzeichnen von Kräutler initiierten Katakomben-Pakt
Mit einem "Pakt für das gemeinsame Haus" haben sich am Sonntag in Rom mehr als 40 Bischöfe aus dem Amazonasgebiet - unter ihnen der österreichisch-brasilianische Bischof Erwin Kräutler - zum Schutz der südamerikanischen Region und seiner Bewohner, einer respektvollen Verkündigung des Evangeliums und einem einfachen Lebensstil verpflichtet. Am Ende eines Gottesdienstes in der am Stadtrand gelegenen Domitilla-Katakombe unterzeichneten die Bischöfe und zwei Kardinäle die gut zweiseitige Selbstverpflichtung. Damit knüpften sie an einen ersten Katakomben-Pakt an, mit dem sich im November 1965 am selben Ort gut 40 lateinamerikanische und einige europäische Bischöfe zu einer Kirche der Armen verpflichtet hatten.
Kathpress >>


Der neue Katakombenpakt in deutscher Übersetzung auf Vatican News >>

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Halbzeit der Amazonas-Synode


Halbzeit der Amazonassynode: Gibt es bald verheiratete Priester?
Es wird spannend: Sprechen sich die Bischöfe auf der Synode kommende Woche für kirchliche Neuerungen aus? Können verheiratete indigene Männer künftig zu Priestern geweiht werden? Wird das zum Modell für die Gesamtkirche oder bleibt alles beim Alten?
BR24 >>


Kontroverse Debatten bei der Synode
Kurz vor der Halbzeit der Amazonassynode ist es schwierig abzuschätzen, wohin die Reise in vielen Fragen geht. Der Priestermangel und die Viri probati, die Rolle der Frau und die Frage nach neuen Ämtern für Laien, das Problem der Ausbeutung von Natur und Mensch in der Region sowie das Ringen um den richtigen Weg bei Inkulturation und der Rolle der Kirche im gesellschaftlichen sowie politischen Kontext tauchen immer wieder als Themen in den Plenarsitzungen der Synode auf. Bis Dienstagabend fanden zwölf solcher Sitzungen in der Synodenaula statt, mehr als 250 Wortmeldungen gab es dabei. Die eigentliche Diskussion findet in den zwölf Kleingruppen statt, die morgen wieder tagen. Bis zum Wochenende soll bereits ein erster Entwurf des Abschlusstextes stehen.
Papstgeflüster-ZDF >>


Wo liegen die größten Meinungsverschiedenheiten?
Mögliche neue Aufgaben und Dienste in der Kirche sind nach Worten des Hauptgeschäftsführers des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Michael Heinz, bei der Amazonas-Synode das Thema mit den bislang größten Meinungsverschiedenheiten.
Domradio.de >>

Schwerpunkt "Amazonien-Synode" auf:

Vatican News >>

Kathpress >> 

Deutsche Biscohfskonferenz (Dokumente) >> 

Domradio >>

Kirchen für geplante Großfirmungen 2020 zu klein

Ausweichquartiere für Großfirmungen: Schloss Tabor und Grenzlandhalle

In Schloss und Halle statt in Kirchen
Aufregung über Firmungen im Dekanat Jennersdorf

Die nächsten Firmungen im Dekanat Jennersdorf finden zwar erst im Mai 2020 statt, aber sie schlagen schon jetzt hohe Wellen. Der Grund: Für die geplanten Großfirmungen gibt es keine Kirchen mit ausreichend Platz, daher sind Ausweichquartiere vorgesehen. Für den Seelsorgeraum rund um Mogersdorf mit über 60 Firmlingen wäre das die Grenzlandhalle in Heiligenkreuz, für den Seelsorgeraum von Jennersdorf bis Kalch mit 85 Firmlingen das Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach.

Weiterlesen auf Mein Bezirk >>

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Ständige Diakone verabschieden Manifest für verheiratete Priester und Diakoninnen


Ständige Diakone für verheiratete Priester und Diakoninnen
50-Jahr-Jubiläumsfeier der Ständigen Diakone in Wiener Neustadt. Manifest verabschiedet, in dem Bischöfe u.a. aufgerufen werden, Wege zum Weihepriestertum auch für verheiratete Männer zu öffnen. Rund 750 Ständige Diakone wirken in Österreich.

Die in Österreich wirkenden Ständigen Diakone sprechen sich für verheiratete Priester und Frauen als Diakoninen aus. In einem Manifest, das bei der Diakonentagung am vergangenen Wochenende in Wiener Neustadt verabschiedet werden, heißt es wörtlich: "Auf dem Hintergrund unserer 50-jährigen Erfahrung als berufstätige und verheiratete Männer rufen wir die Österreichische Bischofskonferenz auf, eine Veränderung der Zulassungsbedingungen zu den Ämtern der Kirche zu prüfen und dafür erste Schritte zu setzen." Die Wege zum Weihepriestertum sollten nicht nur auf Männer in zölibatärer Lebensform begrenzt sein, sondern auch für verheiratete Männer geöffnet werden, "die in einem Zivilberuf tätig sind und sich im zweiten Bildungsweg auf dieses Amt vorbereiten".

Sorge um eigene Identität
Die Diakone begründen diese Forderung vor allem auch mit der Sorge um ihre eigene Identität. Denn: Der auch in Österreich schmerzlich spürbare Priestermangel habe Auswirkungen auf die Diakone, die zunehmend priesterliche Dienste übernehmen müssten und von den Gemeinden zunehmend als "Ersatzpriester" empfunden würden und auch entsprechend eingesetzt seien.
Wörtlich heißt es in dem Manifest: "Es erfüllt uns mit Sorge, dass die spezifisch diakonale Ausrichtung unseres Weiheamtes Schaden leidet, was bereits jetzt zu einem schleichenden Identitätsverlust für viele Diakone führt und deren diakonische Sendung in Gesellschaft und Kirche verdunkelt."
Das diakonale Dienstamt bestehe vor allem in der Anwaltschaft für Menschen, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden und denen auch im pastoralen Wirken in der Kirche mit zu wenig Zuwendung begegnet wird. Wörtlich heißt es im Manifest: "Wir Diakone sehen unsere Aufgabe in der Förderung und Begleitung von Menschen, die sich in der pfarrlichen Gemeinschaft für Randgruppen engagieren. (...) Wir Diakone begnügen uns nicht mit einer Aussage der Kirche zur Option für die Armen und ausgegrenzten, wir leben diese durch unseren selbstlosen ehrenamtlichen Einsatz für betroffene Menschen."

Diakonat für Frauen öffnen
Die Diakone erinnern daran, dass am Beginn der Wiedereinführung des Ständigen Diakonats durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) der "Mut zum Experiment" gestanden sei sowie das Vertrauen, dass das Weihesakrament der Not der Zeit entsprechend geöffnet werden müsse, wenn die sakramentale und pastorale Versorgung des Volkes Gottes nicht mehr gegeben ist.
Im Manifest wird zudem festgehalten, dass der Dienst der Diakone wesentlich von den Ehefrauen bzw. den Familien der Diakone mitgetragen und so auch "in neuer Form in der Kirche fruchtbar wird". Und weiter: "Die sakramentale Bestärkung des im wahrsten Sinne des Wortes diakonalen Dienstes von Frauen in vielfältigen pastoralen Bereichen durch den Zugang zum Amt der Diakonin wäre somit ein deutliches Zeichen der Wertschätzung der Frauen in der Kirche". Wenn die Kirche nach dem Vorbild Jesu eine dienstbereite Gemeinschaft von Menschen sein und bleiben will, dürfe sie nicht die Hälfte der Menschen nur wegen ihres Geschlechts von diesem "lebenswichtigen Amt" der Kirche ausschließen. "Wir Ständigen Diakone in Österreich sind davon überzeugt, dass diese Öffnung des Ständigen Diakonats für Frauen eine nicht länger aufschiebbare Notwendigkeit ist."

750 Ständige Diakone in Österreich
In Österreich gibt es derzeit rund 750 Ständige Diakone, Tendenz steigend. Weltweit sind es rund 48.000. Das Diakonat war vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) als eigene und beständige hierarchische Stufe - wie es schon in der frühen Kirche üblich war - wiederhergestellt worden. Seit 1968 können auch verheiratete Männer in der katholischen Kirche zu "Ständigen Diakonen" geweiht werden, in Österreich wurde der erste 1969 geweiht. Die Ständigen Diakone in Österreich feiern deshalb heuer ihr 50-Jahr-Jubiläum.
Die Jubiläumstagung fand am Wochenende in der Militärakademie in Wiener Neustadt statt. Gastgeber war die Militärdiözese. Mehr als 150 Ständige Diakone und ihre Frauen waren gekommen. Eröffnet wurde die Tagung von Militärbischof Werner Freistetter, der den Dienst der Diakone als "Friedensdienst" bezeichnete. "Der Dienst des Diakons ist ein Friedensdienst in tiefstem Sinne und die Grundgestalt des christlichen Auftrags auf dem alle anderen Dienste aufgebaut sind", so der Bischof wörtlich.

Höhepunkt der Jubiläumstagung war am Sonntag der Festakt "50 Jahre Diakonat" und ein Festgottesdienst in der Wiener Neustädter St. Georgskathedrale, dem die Bischöfe Werner Freistetter und Anton Leichtfried vorstanden. Weihbischof Leichtfried ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Diakone zuständig. Er rief sie in Wiener Neustadt auf, die Verkündigung des Friedens in ihrem Leben zu bezeugen und selbst zu Stiftern des Friedens im eigenen Herzen, zwischen den Menschen und in der Gesellschaft zu werden. Militärbischof Freistetter dankte in seiner Predigt den Diakonen und ihren Ehefrauen für ihr selbstloses Engagement bzw. ihren Dienst".

Das "Wiener Neustädter Manifest" wurde zum Abschluss des Festaktes an Weihbischof Leichtfried zur Weiterleitung an die Österreichische Bischofskonferenz überreicht. Der Text ist demnächst auch über die Homepage www.diakon.at abrufbar.

Verheiratet und ehrenamtlich tätig
Die Ständigen Diakone sind in der Liturgie, der Verkündigung und im karitativen Bereich tätig. Die meisten wirken ehrenamtlich in Pfarrgemeinden, etliche haben aber auch Aufgabenbereiche in der Krankenseelsorge, in der Altenpastoral, der Gefängnisseelsorge oder in Bildungshäusern übernommen. Rund 85 Prozent der Ständigen Diakone in Österreich sind verheiratet, die anderen leben entweder zölibatär, sind verwitwet oder einige wenige auch geschieden bzw. leben von ihren Ehepartnerinnen getrennt.
Der überwiegende Großteil der Diakone übt den Dienst in der Kirche ehrenamtlich aus. Rund 40 Prozent gehen einem Zivilberuf nach, 42 Prozent sind bereits in Pension, 18 Prozent stehen in einem kirchlichen Dienstverhältnis, sind in der Regel aber auch über dieses hinaus noch weiter kirchlich tätig. Im Schnitt leistet ein Diakon 17,5 Stunden pro Woche ehrenamtlichen Dienst in der Kirche.
Für den Dienst als Ständiger Diakon kommt nur in Frage, wer sich bereits in Ehe und Familie, in Kirche und Berufswelt bewährt hat. Die umfassende Ausbildung zum Diakon dauert rund sechs Jahre und beinhaltet neben einer fundierten theologischen und pastoralen Ausbildung u.a. auch zahlreiche Praktika in sozialen kirchlichen Einrichtungen. Bei verheirateten Männern, die bei der Weihe mindestens 35 Jahre alt sein müssen, muss auch die Ehefrau ihr Einverständnis zur Ausbildung und Weihe geben.
Quelle: Erzdiözese Wien