Montag, 31. Dezember 2018

Katholische Kirche und der Dienst am Menschen

Dienst am Menschen sieht anders aus
Der Papst will mit einem groß angelegten Sondergipfel in Rom den Missbrauchsskandal aufklären und die Kirche weiter öffnen – aber sie ist und bleibt eine welt- und lebensfremde Institution, kommentiert Catrin Stövesand. Viele Priester hätten nur qua Amt ein Publikum, stünden aber nicht mit diesem im Kontakt.
Deutschlandfunk >>

Samstag, 29. Dezember 2018

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bischof Schwarz


Ermittlungen gegen Bischof Schwarz
Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt wegen Untreueverdachts gegen Diözesanbischof Alois Schwarz und die ehemalige Leiterin des Bildungshauses St. Georgen. Die Ermittlungen seien ein „Routinevorgang“, hieß es dazu aus dem Büro Schwarz.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, bestätigte gegenüber dem ORF Kärnten die Ermittlungen: „Es wird in rechtlicher Hinsicht wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Zweck eines Ermittlungsverfahrens ist es immer, einen Sachverhalt abzuklären und dann klären zu können: Ist etwas strafrechtlich relevant oder nicht, wird Anklage erhoben oder die Erhebungen eingestellt?“ Die Ermittlungen stünden am Anfang, so Bacher, es gebe noch keinen Zeitplan für eine Enderhebung. Zum Sachverhalt selbst wollte Bacher keine Angaben machen. Eine Entscheidung erfolge in jedem Fall zusammen mit der Oberstaatsanwaltschaft.
Weiterlesen auf orf.at >>


Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bischof Alois Schwarz
Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt wegen Untreueverdachts gegen den ehemaligen Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz. Hansjörg Bacher, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Bereits seit Oktober wird gegen die Vertraute des nunmehrigen St. Pöltner Bischofs, Andrea Enzinger, ermittelt.
Salzburger Nachrichten >>
News >>


ORF: Ermittlungen gegen Bischof Schwarz
Die nächste Stufe
Medien zufolge ermittele die Staatsanwaltschaft Graz gegen den früheren Bischof von Gurk-Klagenfurt, Alois Schwarz, und die Ex-Leiterin eines Bildungshauses wegen Untreueverdachts. Das Bistum hingegen wies die Angaben einer fehlerfreien Amtsführung zurück.
Domradio.de >>


Schwarz-Sprecherin: „Reiner Routinevorgang“
Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt wegen Untreueverdachts gegen den ehemaligen Kärntner und jetzigen St. Pöltner Bischof Alois Schwarz. „Ein reiner Routinevorgang nach Auskunft der Behörde“, so die Sprecherin des Bischofs.
orf.at >>


Schönborn nach Kritik: Nicht „Oberbischof“
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat Kritik aus dem Bistum Gurk zu einem Prüfbericht gegen Bischof Alois Schwarz zurückgewiesen. Er sei nicht „Oberbischof von Österreich“, so Schönborn.
orf.at >>

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Weihnachtsansprache von Papst Franziskus


Papst Franziskus lobt Verschiedenheit
Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat in seiner Weihnachtsansprache zu Toleranz aufgerufen. Die universale Botschaft von Weihnachten sei Geschwisterlichkeit.

In der traditionellen Messe am ersten Weihnachtsfeiertag hat Papst Franziskus dazu aufgerufen, Verschiedenheit zu akzeptieren und als Vorteil zu begreifen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hob in seiner Predigt die Bedeutung des Zusammenlebens zwischen Menschen verschiedener Nationen, Kulturen und Religionen hervor. "Unsere Verschiedenheit schadet uns (…) nicht, sie bedeutet keine Gefahr; sie ist vielmehr ein Reichtum", sagte der Papst von der Loggia des Petersdoms vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz.

Die universale Botschaft von Weihnachten sei, dass "wir alle Geschwister sind". Ohne die Geschwisterlichkeit, die Jesus uns geschenkt habe, behalten all unsere Bemühungen um eine gerechtere Welt einen kurzen Atem, und selbst die besten Vorhaben drohten, seelenlose Strukturen zu werden, sagte Papst Franziskus vor seinen Anhängern.
Weiterlesen auf Zeit.de >>


Papst fordert Solidarität und verurteilt Konsumwahn
Menschen sollten über Nationen und Kulturen hinweg solidarisch sein, fordert Papst Franziskus in seiner Weihnachtsbotschaft Vatikanstadt – Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft am Christtag die Bedeutung der Solidarität hervorgehoben. "Ohne Brüderlichkeit drohen selbst die besten Vorhaben seelenlose Strukturen zu werden", sagte der Papst von der Loggia des Petersdoms. Daher sei Solidarität zwischen Menschen jeder Nation und Kultur so wichtig, so der Heilige Vater.
Der Standard >>

Samstag, 22. Dezember 2018

Papst Franziskus feiert mit Vatikan-Angestellten

Papst Franziskus an Vatikan-Mitarbeiter: Keine Angst vor Heiligkeit
In seiner Ansprache an die Angestellten des Vatikans erinnerte der Papst an diesem Freitagmittag daran, dass Weihnachten ein freudiges Fest sei, die Menschen aber oft keine Freude hätten, weil sie oberflächlich seien. Das Gegenteil von Traurigkeit, die Freude, habe etwas mit Heiligkeit zu tun.
Vatican News >>


Papst warnt vor "Angst und Vorurteilen" gegenüber Migranten
In seiner traditionellen Weihnachtsansprache sprach der Papst über Migranten und Kindesmissbrauch. Zudem zog er positive Bilanz über die Kirchenreform.
Kleine Zeitung >>


Papst an Kurie:
Schwerwiegende Skandale in der Kirche, aber das Licht wird obsiegen
Bei seiner traditionellen Weihnachtsansprache vor der römischen Kurie hat Papst Franziskus die bisherigen Erfolge der Kurienreform gewürdigt. Mit Kritik an seinem Führungspersonal hielt sich der Papst diesmal zurück. Stattdessen lenkte er das Augenmerk der Kurie einmal mehr auf den Kampf gegen Missbrauch in der Kirche.
VaticanNews >>

Ansprache im Wortlaut >>

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Schwere Vorwürfe gegen das „System Schwarz“

Diözese spricht von „System Schwarz“
Am Dienstag hat Dompropst und Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger ein Pressestatement abgegeben. Der wirtschaftliche Prüfbericht sei online veröffentlicht, er erhob schwere Vorwürfe gegen das „System Schwarz“ und kündigte Regressforderungen an.
Die Vorwürfe betreffen sowohl seinen Amts- und Führungs- als auch seinen Lebensstil. Guggenberger sprach von fragwürdigen Personalentscheidungen und undurchsichtigen Vorgängen, die der Kirche schweren Schaden zugefügt hätten. Gleichzeitig wurde eine Zusammenfassung des Prüfberichts über das Mensalgut publik gemacht. Daraus geht hervor, dass das Bistum 2016 und 2017 Verluste geschrieben hat, im vergangenen Jahr waren es 1,7 Millionen - mehr dazu in Vernichtender Prüfbericht der Diözese Gurk.
orf.at >>


"System Schwarz": Schwere Vorwürfe gegen Kärntener Bischof
Auf Geheiß des Vatikans sollte der Finanzbericht des Bistums Gurk-Klagenfurt nicht veröffentlicht werden. Doch das Domkapitel hält sich nicht daran – und legt nach: Ein "System Schwarz" habe die Diözese geprägt.
Katholisch.de >>


Kirchenkrise: Notausgang für Scheinheilige
Der Umgang mit dem umstrittenen Wirken von Bischof Alois Schwarz ist ein Lehrbeispiel bisheriger vatikanischer Scheuklappenpolitik.
Der Standard >>


Prüfbericht der Diözese Gurk als PDF >>


Bischof Schwarz
Es ist die Geschichte eines Mannes, die von Machtmissbrauch, Bespitzelung, Affären mit Frauen und Vertuschung handelt. Eine, die eher zu einem Hollywood-Agenten als einem katholischen Bischof passt. Und doch zeigt sie Merkmale eines Krimis, die bis in die obersten Etagen der österreichischen Kirche reichen. Die Hauptrolle spielt der neu ernannte Bischof von St. Pölten, Alois Schwarz.
News >>


Schwarz zu Vorwürfen: „Auf Rom warten“
Der frühere Gurker und jetzige St. Pöltner Bischof Alois Schwarz wird zum Konflikt um seine frühere Amtsführung in Kärnten keine weitere Stellungnahme abgeben „und bittet um Geduld, bis Antworten zur weiteren Vorgehensweise seitens der Bischofskongregation bekannt sind“.
VaticanNews >>


Theologe: Loslösung von „Schattenbischöfin“
Einer der Vorwürfe der Ära von Bischof Alois Schwarz in der Diözese Gurk-Klagenfurt lautet, nicht er, sondern eine Frau im engen Umfeld habe Entscheidungen getroffen. Pastoraltheologe Paul Zulehner sagte, um Bischof zu bleiben, müsse er sich von der „Schattenbischöfin“ lösen.
orf.at >>


Schwarz „fassungslos“ über Vorwürfe
Der St. Pöltner und frühere Kärnter Bischof Alois Schwarz hat sich erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert: Er sei „fassungslos“ und habe „erfolgreich gewirtschaftet“. Die Vorwürfe gegen das Zölibat will er nicht auf sich sitzen lassen.
orf.at >>


Nach Skandal um Bischof Schwarz:
Vatikan schickt Salzburger Erzbischof zum "Aufräumen" nach Kärnten
Die Ereignisse nach dem Abgang des früheren Bischofs von Gurk-Klagenfurt überschlagen sich nun: Am Dienstag trat das Kärntner Domkapitel entgegen einer Weisung aus Rom vor die Presse und sprach Missstände in Schwarz' Amts- und Lebensführung aus. Nun schickt der Vatikan den Salzburger Erzbischof los. Er soll für eine "transparente Klärung" sorgen. Warum dieser Schritt viel zu spät kommt.
Salzburger Nachrichten >>


Schönborn-Interview lässt Wogen hochgehen
Ein Interview von Kardinal Christoph Schönborn nach der Veröffentlichung des Prüfberichts der Diözese Gurk lässt die Wogen hochgehen. Der Betriebsratsvorsitzende der Diözese sagte, Bischof Alois Schwarz solle sein Amt niederlegen. Unterdessen lässt Rom die Vorwürfe prüfen.
orf.at >>


Österreich: Gurker Bistumsökonomen melden sich zu Wort
Das Bistum Gurk-Klagenfurt hat sich im Streit um das wirtschaftliche Vorgehen des früheren Diözesanbischofs Alois Schwarz neuerlich kritisch zu Wort gemeldet.
Vatican News >>


Ibounig: Schwarz verweigert sich Realität
Nach dem ORF-Interview von Bischof Alois Schwarz, in dem er sagte, er sei „fassungslos“ wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe, wirft ihm nun der Kärntner Ordinariatskanzler Jakob Ibounig „Realitätsverweigerung“ vor.
orf.at >>


Druck auf früheren Bischof von Gurk wächst
"Auch in Sankt Pölten nicht haltbar"
Die Austritte in der katholischen Kirche in Kärnten haben seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den ehemaligen Bischof von Gurk-Klagenfurt, Alois Schwarz, zugenommen. Das hat auch Auswirkungen auf sein jetziges Amt, so Journalist Klaus Prömpers.
Domradio.de >>

Kommunion für evangelische Ehepartner im Erzbistum Berlin möglich



Gemeinsam am Tisch des Herrn

Papst Franziskus hatte betont, dass die finale Entscheidung beim jeweiligen Ortsbischof liege: Nun sind im Erzbistum Berlin unter bestimmten Voraussetzungen evangelische Ehepartner zum Kommunionempfang in einer katholischen Messe zugelassen.

Erzbischof Heiner Koch forderte in einem an diesem Montag veröffentlichten Schreiben alle Seelsorger auf, die im Juni veröffentlichte Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz zur Grundlage für den Umgang mit konfessionsverschiedenen Ehen zu nehmen.
Domradio.de >>

Samstag, 15. Dezember 2018

Kardinal George Pell wegen sexuellen Missbrauchs für schuldig gesprochen


Informationen aus dem Pell-Prozess mit Nachrichtensperre
Missbrauch: Kardinal Pell verurteilt – und die Medien schweigen
Ein Gericht in Melbourne hat den australischen Kurienkardinal George Pell wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gesprochen. Dies geschah bereits am Dienstag, aber berichtet wurde darüber kaum. Das ist der Grund dafür.
Katholisch.de >>

Ein schuldiger Kardinal – und niemand darf etwas erfahren
Der Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist von einem australischen Gericht wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gesprochen worden. Doch die Medien müssen schweigen.
NZZ >>

Reports of Pell guilty verdict emerge, despite gag order
Cardinal George Pell has been convicted by an Australian court on charges of sexual abuse of minors, according to media reports and CNA sources close to the cardinal.
Catholic News Agency >>

Montag, 10. Dezember 2018

Zulehner erwartet radikale Änderungen bei Zulassung zum Priesteramt

Zulehner: Papst ermöglicht Priesterweihe von Verheirateten, wenn …
Werden sich die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt bald radikal ändern? Davon ist der Wiener Theologe Paul Zulehner überzeugt – unter einer Bedingung. Er begründet das mit einer Äußerung des Papstes.
Katholisch.de >>

Dienstag, 27. November 2018

Heftiger Streit zwischen Jesuit Mertens und Kardinal Müller


Debatte um Missbrauch und Homosexualität
Kardinal Müller wirft Jesuit Mertes "besinnungslosen Zorn" vor
Der Jesuit Klaus Mertes hatte scharfe Kritik an Aussagen Kardinal Gerhard Ludwig Müllers geübt. Jetzt schlägt der Ex-Glaubenspräfekt zurück: Mertes fehle es an Sachkenntnis und Urteilskraft in der Missbrauchsdebatte. Das Wort Gottes verkehre er ins Gegenteil.
Katholisch.de >>

Kardinal Müller wirft Jesuit Mertes "besinnungslosen Zorn" vor
Heftiger Streit
Homosexualität ist für Kardinal Gerhard Ludwig Müller ein Auslöser für die Kirchen-Krise. Der Jesuit Klaus Mertes nannte das "unglaublich dreist". Jetzt schlägt Müller verbal zurück. Er spricht Mertes "Sachkenntnis und Urteilskraft" ab.
Domradio.de >>

"Leider gibt es nicht nur gute Hirten"
Für Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller ist sexueller Missbrauch durch Priester "verwerflich", er fordert strengere Regeln für angehende Priester. Zugleich warnt er aber vor einer kollektiven Verdächtigung von Geistlichen.
Interview im Donaukurier >>

Jesuit über Missbrauch und Leitungsversagen
Mertes: Kardinal Müller hat überhaupt nichts verstanden
Homosexualität und Atheismus: Für Kardinal Gerhard Ludwig Müller sind das die beiden Auslöser für die aktuelle Krise der Kirche. Der Jesuit Klaus Mertes nennt dessen Aussagen nicht nur "unglaublich dreist". Er gibt Müller und "seinesgleichen" auch einen Tipp für die Zukunft.
Katholisch.de >>


Interview mit Kardinal Gerhard Ludwig Müller:
"Ich werde nicht schweigen"
Wiederholt und mit scharfen Worten ist Kardinal Gerhard Ludwig Müller für seine Aussagen zur Kirchenkrise in den vergangenen Tagen angegriffen worden, hat aber auch deutlichen Zuspruch erfahren. EWTN-Romkorrespondent Paul Badde hat den ehemaligen Präfekten der Glaubenskongregation interviewt.
CNA-Deutsch >>

Donnerstag, 22. November 2018

Religion für Religionslose?

Neil MacGregor ist Intendant des Berliner Humboldtforums. Jetzt veröffentlicht er eine Art Anleitung zum „Leben mit den Göttern“.
Martin Luther schrieb einst: „Woran Du Dein Herz hängst, das ist Dein Gott.“ Jetzt kommt der nur sehr bedingt protestantische Brite Neil MacGregor, seit 2015 Intendant des Berliner Humboldtforums, mit einem dicken, schön bebilderten Buch. Darin reist er mit uns durch die Menschheitsgeschichte und über den Globus, um zu zeigen, auf welch verschiedene Weise Menschen immer schon „Leben mit den Göttern“. Gegen den individualistischen Trend der Gegenwart setzt MacGregor darauf, dass der Mensch Gemeinschaft braucht. Und zeigt: Es bedarf zur Entstehung, zum Bestehen und zur Entwicklung von Gemeinschaft eines Glaubens mit seinen Erzählungen und Riten.
Sächsische Zeitung >>


Neil MacGregor
"Leben mit den Göttern"
Der Bestsellerautor, Museumsdirektor und Intendant des Humboldtforums erzählt wieder einmal Weltgeschichte auf seine Art: Anhand ausgewählter Objekte - zum Beispiel ein 40.000 Jahre alter Löwenmann aus Elfenbein oder eine Madonna aus Guadeloupe - nimmt der berühmte Brite uns mit bis zu den Ursprüngen des Glaubens. Gespräch und Lesung in zwei Folgen
Bayern 2 >>
Link zum Podcast >>


Neil MacGregor über „Leben mit Göttern“
Warum Menschen für ihren Glauben kämpfen
Interview auf Deutschlandfunk Kultur >>


Rezension auf SocialNet >>


MacGregor, Neil
Leben mit den Göttern
2018. Buch. 542 S.: mit 245 überwiegend farbigen Abbildungen.
C.H. Beck >>


Mittwoch, 21. November 2018

Bischof Scheuer schreibt Papst Franziskus über "deutliches Rumoren"


Scheuer berichtet Papst von "Rumoren" wegen Weiheämter-Zulassung
Der Linzer Bischof Manfred Scheuer hat Papst Franziskus einen Brief über das "deutliche Rumoren" in seiner Diözese hinsichtlich einer Erweiterung der Zulassungsbedingungen zu kirchlichen Weiheämtern geschrieben.
Das berichtete Scheuer beim jüngsten Diözesanforum am Samstag, 17. November 2018 im Bildungshaus Schloss Puchberg, wie die Diözese Linz am Sonntag mitteilte. Der Bischof verwies dazu u.a. auf Forderungen nach einer Weihe von bewährten verheirateten Männern ("viri probati"), einer Entbindung vom Zölibat sowie nach einer Weihe von Frauen zu Diakoninnen. Vorgestellt wurde beim Diözesanforum auch eine Änderung in der Taufpastoral. So können in der Diözese Linz künftig auch Pfarr- sowie Pastoralassistenten zur Taufspendung beauftragt werden.
Erzdiözese Wien >>


Auch Laien sollen taufen
Ein erster Schritt auf dem Zukunftsweg der Katholischen Kirche in Oberösterreich
Ein guter Einstieg in die Kirche. Das soll die Taufe sein. Für Eltern und Angehörige bedeutet die Taufe oft eine Wiederannäherung an die kirchliche Gemeinschaft. Künftig werden in Oberösterreich auch Lai/innen als Taufspender/innen beauftragt. Pfarr- und Pastoralassistent/innen werden dann unter bestimmten Voraussetzungen die Taufe spenden. Bischof Manfred Scheuer hat diese Entscheidung beim Diözesanforum, das letzten Samstag im Bildungshaus Schloss Puchberg tagte, bekanntgeben lassen. Sie wurde mit großer Dankbarkeit aufgenommen. Pastoral- und Pfarrassistent/innen waren ja schon bisher in die Taufvorbereitung einbezogen. Wie Bischof Scheuer beim Diözesanforum betonte, sei es dringend und notwendig, Schritte für Erneuerungen in der Kirche zu setzen. Deshalb hat er über dieses Anliegen an Papst Franziskus einen Brief geschrieben.
Kirchenzeitung 47/2018 >>


Zukunftsweg der Katholischen Kirche in Oberösterreich:
Den Wandel aktiv mitgestalten
Beim zweiten Diözesanforum mit Bischof Manfred Scheuer und über 200 diözesanen MitarbeiterInnen im Bildungshaus Schloss Puchberg wurde nach einem Jahr eine erste Zwischenbilanz gezogen und konkrete Umsetzungen wurden präsentiert. Im Fokus des Tages standen konkrete Umsetzungen, die dem Wandel in Gesellschaft und Kirche heute Rechnung tragen: eine Fortschreibung der Pastoralen Leitlinien, mutige und entlastende Neuerungen in der Praxis der Taufpastoral und ein Schreiben von Bischof Scheuer an Papst Franziskus.
Diözese Linz >>


Mehr Info zu "Kirche weit denken" unter www.dioezese-linz.at/zukunftsweg

Montag, 19. November 2018

Religionspolitik in Deutschland ist konzeptlos


„Die Religionspolitik in Deutschland ist konzeptlos“
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werfen der Politik in Deutschland „Konzeptlosigkeit“ im Umgang mit religionspolitischen Konflikten vor. „Ob Moscheebau, Kopftuch oder Kruzifix, kirchliches Arbeitsrecht, Schächten oder Beschneidung: Die Politik reagiert vielerorts konzeptlos, wenn es Streit um die Rechte, Symbole und Praktiken von Religionsgemeinschaften gibt – ohne erkennbare politische Ideen, wie sich religiöse Interessen konstruktiv aushandeln lassen“, kritisieren die Herausgeber des neuen Übersichtsbandes „Religionspolitik heute. Problemfelder und Perspektiven in Deutschland“, der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Willems und die Publizistin Viola van Melis vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der WWU und der Historiker Dr. Daniel Gerster vom Centrum für Religion und Moderne. „Im Konfliktfall werden immer wieder Gerichte angerufen. Damit wurden zwar viele Einzelfälle entschieden, aber es wurden nicht dahinterliegende Grundkonflikte behandelt.“
idw - Informationsdienst Wissenschafr >>


Religionspolitik heute (Gebundene Ausgabe)
Problemfelder und Perspektiven in Deutschland
von Daniel Gerster (Herausgeber/in), Viola van Melis (Herausgeber/in), Ulrich Willems (Herausgeber/in)
Herder >>

Montag, 12. November 2018

Katholikenkomitee bezeichnet Priestermangel als dramatisch

Pfarrer an der Belastungsgrenze
Kirchen haben ein Nachwuchsproblem
Gottesdienste und zahlreiche andere Aufgaben in der Gemeinde. Ohne Pfarrer ist kirchlicher Alltag undenkbar. Doch evangelische und katholische Kirchen finden immer weniger Bewerber für den anspruchsvollen Job.
n-tv >>


Katholikenkomitee bezeichnet Priestermangel als dramatisch
"Katastrophales Ausmaß"
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken warnt vor einer weiter sinkenden Zahl von Priestern. ZdK-Präsident Sternberg sieht in Zuwanderung und viri probati mögliche Schritte.
Domradio >>


Nachwuchs gesucht:
Den Kirchen gehen die Geistlichen aus
Nicht nur Mitglieder gehen der Kirche verloren, sondern auch die Geistlichen. Den Bistümern Fulda, Limburg und Mainz fehlt der Nachwuchs, bei der evangelischen Kirche gehen zu viele Pfarrer in Rente. Ausländische Priester, Quereinsteiger und Spätberufene sollen die Lücke schließen.
RTL-Hessen >>

Samstag, 10. November 2018

Stinatz: Pfarrer betont Kommunionverbot für Geschiedene


Wegen altem Verbot
Streit um Pfarrbrief: Geschiedene protestieren

Für Aufregung sorgt ein Pfarrbrief in der Gemeinde Stinatz. Im Schreiben erläutert Priester Stefan Jahns neuerlich wer nun zur heiligen Kommunion kirchenrechtlich zugelassen wird. Zahlreiche Gemeindemitglieder, welche glücklich wiederverheiratet oder geschieden sind, fühlen sich ausgeschlossen.

„Dieses Problem gibt es ja nicht nur in unserer Pfarre, aber die Lehre sieht diese Regelungen vor“, verteidigt Stefan Jahns, katholische Priester in Stinatz, seine Aussendung. Bereits seit einiger Zeit brodelt es in der Pfarrgemeinde wegen „illegaler“ Kommunionsspenden , die Kirchenräte sollen den Glaubensvertreter zur Aussendung gedrängt haben. Geschiedene und Wiederverheiratete fühlen sich nun von der Kirche ausgeschlossen und sind über diese Vorgehensweise empört. „Ich und meine Frau führen beide eine gute zweite Ehe mit Kindern und Enkelkindern und für mich ist dies pure Ausgrenzung“, so eine Betroffener wütend.

Jahns versucht aber die Wogen zu glätten: „Wir haben explizit darauf hingewiesen, dass diese Menschen herzlich willkommen sind. Ich biete jedem ein offenes Gespräch an“

Josef Poyer, Kronen Zeitung

Freitag, 9. November 2018

Facebook - eine Art Religion

Die Religion der Herde – Facebook, mit Nietzsche betrachtet
Facebook ist nicht nur vom Einfluss, sondern auch von der Zielsetzung her gesehen eine Art Religion. Die Plattform zu nutzen ist wie in die Kirche zu gehen. Doch aufgepasst: Facebook ist ein knallhartes Technologieunternehmen.
Kommentar in NZZ >>

Donnerstag, 8. November 2018

Diözese übernimmt Franziskanerkirche in Eisenstadt


Letzter Franziskaner verlässt Eisenstadt

Über Jahrhunderte war der Franziskanerorden eine Institution in der Landeshauptstadt und stellte in der Franziskanerkirche die Seelsorge bereit. Nun wurde auf Beschluss des Ordens die Niederlassung in Eisenstadt aufgelassen. Der letzte verbliebene Franziskaner, Pater Michael Schlatzer, wurde mit 31. Oktober von seinem Orden endgültig abgezogen.
Die Diözese Eisenstadt, in deren Besitz sich das angrenzende Kloster bereits seit Langem befindet, hat sich angesichts dieser ordensautonomen Entscheidung bereit erklärt, die Franziskanerkirche zu übernehmen.
Im Auftrag von Bischof Ägidius Zsifkovics, dem die Zukunft der Kirche ein großes Anliegen ist, wird Pater Lorenz Voith, Bischofsvikar für die Orden in der Diözese, in den kommenden Wochen die Übergabe der Räumlichkeiten abwickeln.
Weiterlesen in der bvz >>


Franziskaner verlassen Eisenstadt
Der Franziskanerorden verlässt nach fast 400 Jahren Eisenstadt. Der Orden wird das Kloster und die Kirche in der Eisenstädter Innenstadt an die Diözese übergeben. In Zukunft soll die Kirche vom Eisenstädter Dom aus betreut werden.
burgenland.orf.at >>

Mittwoch, 7. November 2018

Problemverdrängung und Reformverweigerung im „System Kirche“


Missbrauchsskandal
Bonner Theologe Norbert Lüdecke rechnet mit dem „System Kirche“ ab

„Empört euch!“, lautete vor ein paar Jahren der Titel eines vieldiskutierten Essays. Wie von selbst hat sich erneut Empörung eingestellt, als die Deutsche Bischofskonferenz Ende September ihre Studie zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Kleriker veröffentlichte. Doch die emotionale Reaktion innerhalb und außerhalb der Kirche tendiert dazu, nach kurzer Aufwallung auch schnell wieder abzuflauen und nicht viel mehr als schales Missbehagen zu hinterlassen.
„Beruhigung durch beharrliche Verharmlosung“

Dagegen ist jetzt der Bonner Kirchenrechts-Professor Norbert Lüdecke mit dem bisher vielleicht schärfsten Angriff auf Problemverdrängung und Reformverweigerung des „Systems Kirche“ angetreten. „Die katholische Kirche ist Spezialistin in Sachen Beruhigung durch beharrliche Verharmlosung, Vernebelung und erschöpfendes Aussitzen“, warnte Lüdecke in der vorigen Woche auf der Tagung einer Initiative von Missbrauchsopfern im Bistum Trier.
Weiterlesen im Kölner Stadt-Anzeiger



Empörung reicht nicht!
Hinweise und Fragen eines Kirchenrechtlers

Sie müssen entscheiden, was für Sie mehr zählt – Ihre kirchliche Vernabelung und persönliche Sympathien oder der Druck, den Kardinal Marx als notwendig anzeigt. Wenn Sie aber effektive Mittel scheuen, etwas an dem zu ändern, über das Sie sich empören, dann sollten Sie auch damit aufhören und sich mit der „Übergriffigkeit des Systems“ abfinden.
Statement von Prof. Norbert Lüdecke bei der Veranstaltung „Wir empören uns! Erfahrungsberichte und offene Fragen nach der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz" am 29.10.2018 in Trier.
Theosalon >>

Montag, 5. November 2018

Keine Messe zu Allerheiligen in der Eisenstädter Franziskanerkirche

Messe ausgefallen:
„Unser Bischof schaut nur zu“
Die Franziskanerkirche in Eisenstadt erfreut sich noch immer großer Beliebtheit unter den Gläubigen. Doch in letzter Zeit soll es immer wieder zu Ausfällen der heiligen Messe gekommen sein, so auch vergangenen Donnerstag. Die Gläubigen protestieren und üben heftige Kritik an Bischof Ägidius Zsifkovics
Weiterlesen in der Krone >>

Montag, 29. Oktober 2018

Kirchenerneuerung?



Vom Aufbruch zur Bewegung…
Eine wachsende Kirche – mitten in Westeuropa? In London gibt’s das offenbar. Über englisch-schweizerische Lernerfahrungen aus reformierter Perspektive berichtet Walter Dürr. Wir starten damit eine kleine Monatsserie zum Thema „Kirchenerneuerung“ (Teil 1).
feinschwarz.net >>


Steinernes Herz: Kirche erneuern in Zeiten der Selbsterhaltung?
Die Wucht des Missbrauchskandals hat die deutsche Kirche erfasst. Dass kaum etwas so bleiben kann, wie man dachte, wird vielen klar. Das gilt auch für die Frage nach der Kirchenerneuerung. Martin Brüske spürt dieser Lage nach. Teil 2 unserer Monatsserie zu diesem Thema.
feinschwarz.net >>


Gottesmüd/tigkeit
Warum sind wir so unfähig, mit den Krisen unserer Tage hellsichtig und unbefangen von Gott her und auf ihn hin in Widerstand und Ergebung umzugehen? Für mehr Gottesmut plädiert Joachim Negel in Teil drei unserer Monatsserie „Kirchenerneuerung“. Seine Form sind Interzessionen im Blick auf eine ersehnte Erneuerung nicht nur unserer Kirche(n).
feinschwarz.net >>

Samstag, 27. Oktober 2018

Nuntius in Deutschland fordert Debatte um Pflichtzölibat

D: Vatikan-Vertreter fordert Debatte um Zölibat
Angesichts des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche fordert der Vertreter des Vatikans in Deutschland eine Debatte um die umstrittene Verpflichtung der Priester zur Ehelosigkeit.
„Der Zölibat ist kein Tabu“, sagte Erzbischof Nikola Eterovic, der in der Bundesrepublik als Apostolischer Nuntius den Vatikan vertritt, der Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz“. In der katholischen Kirche dürfen Priester in der Regel nicht heiraten.
Religion.orf.at >>


Vatikan-Vertreter in Deutschland fordert Debatte um Zölibat
In der katholischen Kirche dürfen Priester in der Regel nicht heiraten. Der Vertreter des Vatikans in Deutschland spricht sich nun dafür aus, diese Praxis zur DIskussion zu stellen.
Frankfurter Allgemeine >>

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Viganò: Hauptursache des sexuellen Missbrauchs sei Homosexualität


Ex-Vatikandiplomat Vigano kritisiert "Plage der Homosexualität"
"Hauptursache des sexuellen Missbrauchs"
Es sind harte Worte des früheren Vatikandiplomaten, Erzbischof Carlo Maria Vigano. Als Hauptursache des sexuellen Missbrauchs sieht er eine "Plage der Homosexualität" in der katholischen Kirche.
Domradio.de >>


Warum Erzbischof Viganò gegen Papst und Klerus wettert
Feindbild Homosexualität in der Kirche
Seit Wochen ist Papst Franziskus Attacken von Erzbischof Carlo Maria Viganò ausgesetzt. Der frühere Vatikandiplomat kritisiert das Papstvorgehen im Missbrauchsskandal und geißelt Homosexualität in der Kirche. Nun legt Viganò erneut nach.
Domradio.de >>
Das Interview als Audio >>

Viganòs dritter Brief auf Italienisch und Englisch >>


Erzbischof Viganò verliert Rechtsstreit um Erbschaft
Der italienische Erzbischof Carlo Viganò muss zwei Millionen Euro an seinen Bruder zurückzahlen, wie ein Mailänder Gericht nun entschieden hat.
Die Tagespost >>

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Zur Lage der Kirche in Deutschland

Wann endlich tut sich was?
Ein Zwischenruf des Theologen und Religionswissenschaftlers Hans Waldenfels zur Lage der katholischen Kirche
Christ in der Gegenwart >>

Dienstag, 23. Oktober 2018

Polnischer Film rechnet mit Klerus ab


Ex-Priester erwartet „Katharsis“ in katholischer Kirche
Der dissidente frühere katholische Priester Pawel Nowakowski begrüßt den umstrittenen Kinofilm „Kler“ über die Missstände in der katholischen Kirche.
Deutschlandfunk >>

Polnischer Film "Klerus" kommt nun auch in deutsche Kinos
Zündstoff für Debatte über Kirche und Missbrauch
Bereits 3,5 Millionen Polen haben ihn gesehen: den Film "Klerus" über die Vergehen von Priestern. Nun läuft er auch in Deutschland. In Polen stellt sich die Kirche derweil den Vorwürfen.
Domradio.de >>

Montag, 22. Oktober 2018

Demonstration in Trier gegen Großpfarreien


D: 1.500 Demonstranten gegen Großpfarreien im Bistum Trier
Rund 1.500 Menschen haben am Samstag gegen die Bildung von Großpfarreien im Bistum Trier demonstriert.
Kirchengemeinden dürften nicht gegen ihren Willen aufgelöst werden, forderten die auf Einladung der „Initiative Kirchengemeinde vor Ort" zum Domfreihof gekommenen Gläubigen. „Die Kirche muss im Dorf bleiben", heißt es in einer Resolution. Die von den Katholiken gewählten und dadurch legitimierten örtlichen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte seien beizubehalten.

264 Pfarreien hätten sich in Schreiben an die Initiative dafür ausgesprochen, die für Januar 2020 geplante Pfarreienreform auszusetzen, erklärte ein Sprecher der Initiative. Gemeinsam mit der Bistumsleitung solle in Ruhe eine „vernünftige Reform" ausgearbeitet werden.

Bischof Stephan Ackermann, der die Demonstration wie zahlreiche weitere kirchliche Amtsträger als Zuschauer verfolgte, sagte vor Journalisten, er halte am geplanten Start der Schaffung von Großpfarreien zum Januar 2020 fest. Details zu den künftigen Kirchengemeinden würden derzeit in Arbeitsgruppen ausgearbeitet. Zwar werde es nach der Auflösung der Pfarreien die bestehenden örtlichen Gremien in bisheriger Form nicht mehr geben, sagte Ackermann weiter. „Aber natürlich geht es darum, weiter auch Verantwortung vor Ort zu übernehmen."
Quelle: VaticanNews >>
Siehe auch Domradio.de >> 

Initiative Kirchengemeinde vor Ort >>


Protest gegen geplante Strukturreform im Bistum
1.500 Menschen demonstrieren in Trier gegen Großpfarreien
Rund 1.500 Katholiken haben am Samstag gegen die geplante Stukturreform im Bistum Trier demonstriert. Sie wehren sich gegen die Auflösung der kleineren Kirchengemeinden - und schließen auch juristische Schritte nicht aus.
SWR-aktuell >>




Großpfarreien: Menschengemäß oder nicht?
Für die „Tagespost“ stellte sich der Trierer Bischof Stephan Ackermann einem Disput über die Reform der Pfarrseelsorge mit dem Münchner Pastoraltheologen Andreas Wollbold.
Die Tagespost >>

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Nuzzi: "Missbrauch hat für den Papst keine Priorität"


«Missbrauch hat für den Papst keine Priorität»
Gianluigi Nuzzi hat im Knabenseminar des Vatikans Übergriffe aufgedeckt. Nun wirft er Papst Franziskus vor, nicht genug gegen Pädophilie zu tun.
Basler Zeitung >>

«Papst Franziskus' Null-Toleranz-Versprechen ist bloss Marketing»
Zürich, 9.10.18 (kath.ch) Geldwäscherei in Millionenhöhe, plötzlich verschwundene Mädchen und Ministranten, die jahrelang vergewaltigt werden. Über solche dunklen Realitäten des Vatikans berichtet der italienische Journalist Gianluigi Nuzzi in seinem vierten Buch. Es ist unter dem Titel «Die Erbsünde» auf Deutsch erschienen.
Kath.ch >>



Gianluigi Nuzzi
Erbsünde
Papst Franziskus einsamer Kampf gegen Korruption, Gewalt und Erpressung
orell füssli Verlag >>


Missbrauchsopfer der katholischen Kirche
Kirche hatte "nie ein Interesse, alle Opfer zu erfassen"
Die katholische Kirche muss sich ihrer Schuld stellen, fordert der Sprecher der Missbrauchsopfer-Initiative "Eckiger Tisch", Matthias Katsch.
Tagesspiegel >>

Meine Täter, die Priester (Video, 44 Min.)
Es ist der gängige Vorwurf: Die katholische Kirche deckt sexuellen Missbrauch in den eigenen Reihen, unterstützt die Opfer nicht oder kaum. Nach dem Missbrauchsskandal 2010 versprach die Kirche Offenheit und Wiedergutmachung.
ARD-Mediathek >>

Missbrauchsfall
Bischof wirft Vorvorgänger Versagen im Fall Peter R. vor
Der Missbrauchsfall Peter R. lässt das Bistum Hildesheim auch nach Jahrzehnten nicht los: Offenbar wusste die damalige Bistumsleitung weit mehr über die Machenschaften des Priesters als bislang bekannt – schritt aber nicht ein. Bischof Dr. Heiner Wilmer sagte in einem NDR-Interview, sein Vorvorgänger Josef Homeyer und die damalige Bistumsleitung hätten „versagt“ und „fürchterliche Dinge zugedeckt“. Das sei eine Katastrophe.
Kirchenzeitung-Online >>

„Tagsüber homophob, nachts homophil“
Die „Schwulenlobby“, Missbrauch, Korruption: Seit Jahren ist Gianluigi Nuzzi Skandalen der katholischen Kirche auf der Spur. Auch der Knochenfund im Vatikan beschäftigt den Journalisten. Nuzzi im Interview.
Frankfurter Rundschau >>

„Erbsünde“
Die Diskrepanz zwischen Moral und Wirklichkeit ist für die katholische Kirche oft ein Dilemma, nicht nur beim Thema Missbrauch. Denn auch im Vatikan passieren Dinge, die der christliche Codex nicht vorsieht. Einer, der das System bestens kennt, ist der Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi.
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Sonntag, 14. Oktober 2018

Das Amt des "Papa emeritus" bleibt umstritten



Ganz in weiß - auch nach dem Rücktritt?
Ende September veröffentlichte die "Bild"-Zeitung einen Brief von Benedikt XVI. an Kardinal Walter Brandmüller. Im Zentrum: der "Papa emeritus" - eine Konstruktion, die offenbar immer noch die Gemüter bewegt.

Es geht um das Oberhaupt von rund 1,3 Milliarden Katholiken weltweit, um jahrhundertealte Traditionen - und um die Macht der Bilder im Medienzeitalter. Im Zentrum steht die Frage: Wie umgehen mit einem Papst, der zu Lebzeiten zurücktritt? Benedikt XVI. wagte diesen Schritt vor nunmehr fünfeinhalb Jahren - als erster Papst der Neuzeit. Seither trägt er den Titel eines "Papa emeritus" - und weiter Weiß.

Kritikern wie dem Kirchenhistoriker und Kurienkardinal Brandmüller schmeckt die Sache nicht. "Den "Papa emeritus' als Figur gibt es nicht in der ganzen Kirchengeschichte", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Und dass ein Papst jetzt hergeht und eine zweitausendjährige Tradition umstößt, das hat nicht nur die Kardinäle total überfahren."

Der Kritisierte reagierte in einem persönlichen Schreiben, das die "Bild"-Zeitung Ende September veröffentlichte. Rücktritte seien - "wenn auch äußert selten" - in der Kirchengeschichte durchaus vorgekommen. "Was waren sie hernach? Papst emeritus?", so Benedikt XVI. "Wenn Sie einen besseren Weg wissen und daher glauben, den von mir gewählten verurteilen zu können, so sagen Sie es mir bitte."

Freiwilligen Papstrücktritt gab es bereits

Als Beispiel für einen freiwilligen Papstrücktritt gilt Coelestin V., der im Dezember 1294 nach nur sechs Monaten sein Amt aufgab. "Er wollte danach wieder als Mönch und Eremit in sein Kloster in den Abruzzen zurückkehren", so der Wiener Theologe Thomas Prügl.

Coelestins Nachfolger Bonifaz VIII. habe die Situation allerdings als zu gefährlich erachtet. "Radikale Gruppen hätten sich des abgetretenen Papstes bemächtigen und ein Schisma provozieren können." Konsequenz: Der zurückgetretene Papst wurde auf einer Burg südlich von Anagni unter Hausarrest gestellt, wo er 1296 starb.

Gegenpäpste

"Alle anderen römischen Bischöfe wurden aus dem Amt gedrängt, in Kontroversen teils getötet, verstümmelt oder verbannt", sagt der Aachener Historiker Harald Müller, ein Spezialist für die Gegenpäpste, die vor allem im Mittelalter eine Rolle spielten. In einigen Fällen seien die überwundenen Konkurrenten mit hohen Kirchenämtern abgefunden worden.

Müller verweist auf Gegenpapst Felix V., der 1449 päpstlicher Legat und Kardinalbischof wurde. Gregor XII. ließ nach fast zehnjährigem Pontifikat 1415 auf dem Konzil von Konstanz seinen Rücktritt erklären, um eine fast 40 Jahre währende Kirchenspaltung zu beenden.

Er nahm daraufhin wieder seinen Taufnamen Angelo Correr an und wurde zum Ausgleich, ähnlich wie Felix V., zum Kardinalbischof von Porto und päpstlichen Legaten auf Lebenszeit ernannt.

Um den Amtsverzicht beziehungsweise -verlust sinnfällig zu machen, gab es die sogenannte Devestitur, wie Müllers Kollegin Christiane Laudage in ihrem Buch über Gegenpäpste 2012 schildert: Die betreffenden Kirchenmänner legten Amtskleidung und Insignien ab. Aus der Tiefe der Geschichte zeichnet sich zumindest ein mögliches Gegenmodell zum "Papa emeritus" ab: eine Rückkehr in den Kardinalsstand und der Verzicht auf die weiße Kleidung.

Benedikts Entscheidung

Diese Variante hat offenbar auch Benedikt XVI. erwogen. Pius XII. habe für den Fall einer Verhaftung durch die Nationalsozialisten schriftlich hinterlegt, dass er von diesem Augenblick an nicht mehr Papst sei, sondern wieder Kardinal, wie er an Brandmüller schreibt.

Für sich selbst jedoch, so Benedikt XVI., habe er einen solchen Schritt ausgeschlossen, weil er dann der Öffentlichkeit zu sehr ausgesetzt wäre.

Ob es eine solche Anweisung von Pius XII. gab, lässt sich aus den bisher zugänglichen Archivquellen nicht belegen, betont der Augsburger Kirchenhistoriker Jörg Ernesti. Paul VI., von 1963 bis 1978 im Amt, habe "sehr mit sich gerungen, ob er zurücktreten soll, falls seine Kräfte nicht mehr ausreichen". Das belegten persönliche Zeugnisse.

Im Kirchenrecht ist geregelt, dass ein Amtsverzicht frei geschieht und "hinreichend kundgemacht" wird. Ein "Papa emeritus" finde sich dort nirgends, sagt der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller.

Fremdkörper in der römisch-katholischen Kirche

Es handle sich dabei um einen "offenkundigen Fremdkörper in der römisch-katholischen Kirche", der nur durch einen amtierenden Papst, das Bischofskollegium oder ein Konzil ins Kirchenrecht eingebaut werden könne. Dann allerdings sollten, fordert Schüller, auch Dinge wie Kleidung oder Anrede festgelegt werden.

Die Konstruktion des "Papa emeritus" bleibt umstritten - obwohl der amtierende Papst Franziskus sie ausdrücklich begrüßt hat. Der Zusatz "emeritus" erinnert manchen Beobachter eher an einen Professor im Ruhestand als an einen gewesenen Papst. Und dass Benedikt XVI. aus der Öffentlichkeit verschwunden wäre, stimmt auch nicht so ganz. Ob Interviewbuch ("Letzte Gespräche") oder Aufsatz für eine Fachzeitschrift: Die Zahl der Wortmeldungen des Alt-Papstes ist überschaubar, aber eben nicht gleich Null.

Antworten, wie künftig mit einem Papstrücktritt umzugehen ist, stehen noch aus. Ebenso wie auf die Frage, wer den vor einem Jahr verfassten Brief von Benedikt XVI. an Brandmüller an die Öffentlichkeit durchgestochen hat.

Quelle: Domradio.de >>

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Pikante Briefe aufgetaucht

Papst Benedikt XVI. in großer Sorge um seine Kirche

Vor fünf Jahren trat Papst Benedikt XVI. (91) zurück.
Der Missbrauchsskandal lässt diesen überraschenden Schritt in neuem Licht erscheinen. Jetzt sind Briefe des emeritierten Papstes aufgetaucht, die schockierend sind und Kirchenhistoriker aufhorchen lassen werden. Die BILD vorliegenden Schreiben zeigen einen um den Zustand der Kirche tief besorgten Benedikt XVI.
Der Briefverkehr stammt aus dem November 2017. Gerichtet sind die Briefe an einen deutschen Kardinal. Dieser hatte sich in einem Interview kritisch über Benedikts Rücktritt geäußert. 
Hauptkritikpunkt: Die Kirche sei durch seinen Rücktritt in eine schwere Krise geschlittert, außerdem sei ein Papst-Rücktritt in der Kirchengeschichte beispiellos und habe der Kirche schweren Schaden zugefügt.

Der zurückgetretene Papst reagierte mit einem Wut-Brief. Dort heißt es, an den ihn kritisierenden Kardinal gerichtet: „Den tief sitzenden Schmerz, den Ihnen mit vielen anderen das Ende meines Pontifikats zugefügt hat, kann ich sehr wohl verstehen. Aber der Schmerz ist bei manchen – wie mir scheint – auch bei Ihnen zum Zorn geworden, der nun nicht mehr bloß den Rücktritt betrifft, sondern sich immer mehr auch auf meine Person und mein Pontifikat im ganzen ausdehnt.
Auf diese Weise wird nun ein Pontifikat selbst entwertet und in die Trauer über die Situation der Kirche von heute eingeschmolzen.“ Er wies den Kardinal scharf zurecht: „Wenn Sie einen besseren Weg wissen (gemeint ist der Rückritt, Anm. d. Red.) und daher glauben, den von mir gewählten verurteilen zu können, so sagen Sie es mir bitte.“

Es gebe sehr wohl Beispiele für Papst-Rücktritte. Er nennt das Beispiel Papst Pius XII. (1876–1958), der im Jahr 1944 Vorkehrungen traf, um durch einen Rücktritt einer „Verhaftung durch die Nazis“ zuvorzukommen. Pikant: Der Vergleich mit einem sich von Nazis bedroht sehenden Papst. Durch wen fühlte Benedikt sich bedroht?
„Betet für mich, dass ich nicht furchtsam vor den Wölfen fliehe”, hatte Benedikt XVI. bereits bei Amtsantritt gesagt. Wer sind die Wölfe? Der Philosophie-Professor und Vatikan-Kenner Armin Schwibach (53) zu BILD:

„Mit den Wölfen meint er wohl das Netzwerk hochrangiger Kirchenfürsten, die im Vatikan ein System von Macht und Machtmissbrauch geschaffen hatten, dem er sich nicht gewachsen sah.“
Fürchtete Benedikt sogar von Handlangern dieses Netzwerks vergiftet zu werden? Im Oktober 2012 soll der Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes, wie der „Spiegel“ im Mai 2015 berichtete, nach Rom gereist sein, um für den Papst Lücken bei der Speisenzubereitung zu untersuchen. Noch pikanter: Als der vom Papst kritisierte Kardinal angesichts der nach dem Rücktritt verunsicherten Kirche zurückschrieb: „Möge der Herr seiner Kirche zu Hilfe kommen“ antwortete Benedikt nochmals – mit einem bemerkenswerten Satz.
Benedikt schrieb: „Beten wir lieber darum, wie Sie es am Ende Ihres Briefes getan haben, dass der Herr seiner Kirche zu Hilfe kommt.“ War der zurückgetretene Papst also der Meinung, dass die Kirche unter seinem Nachfolger in eine Krise geraten sei, in der nur noch beten hilft? 
Ausriss aus dem Schreiben an den Kardinal vom November 2017, signiert mit Benedikt XVI.
Ausriss aus dem Schreiben an den Kardinal vom November 2017, signiert mit Benedikt XVI.

Benedikts Nachfolger, Papst Franziskus, ist derzeit mit Vorwürfen konfrontiert, er habe einen mächtigen US-Kardinal gefördert, obwohl er wusste, dass Benedikt diesen wegen sexueller Vergehen bestraft hatte.
Der Chefredakteur der katholischen Nachrichtenagentur (KNA) Ludwig Ring Eifel (58) zu BILD: „Die Briefe geben faszinierende Einblicke ins Denken von Benedikt XVI. – er ist ganz offenbar sehr besorgt über den Zustand der Kirche.“ Benedikts Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein (62) wollte zu den Briefen gegenüber BILD keinen Kommentar abgeben.
Kürzlich wählte er für die Lage der Kirche, die von Missbrauchsskandalen und systematischer Vertuschungen erschüttert wird, einen Vergleich mit den Terroranschlägen vom 11. September in New York: Die Kirche erlebe „gerade ihr eigenes 9/11“.
Quelle: Bild >>

Montag, 8. Oktober 2018

Offener Brief von Kardinal Ouellet zu den Anschuldigungen von Ex-Nuntius Vigano

Kurienkardinal Marc Ouellet
„Aber kommen wir zu den Fakten“:
Brief von Kardinal Ouellet in voller Länge
Es hat keine Sanktionen gegen Kardinal McCarrick gegeben, weder habe Benedikt XVI. sie ausgesprochen, noch Papst Franziskus sie zurückgenommen: Ein offenere Brief des zuständigen Kurienkardinals Marc Ouellet an ex-Nuntius Viganò von diesem Sonntag stellt das klar. Hier der vollständige Brief.
VaticanNews >>


Vatikan ruft ehemaligen Nuntius Erzbischof Vigano zur Ordnung
In einem offenen Brief hat der Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, auf die Vorwürfe des Ex-Diplomaten Erzbischof Carlo Maria Vigano gegen Papst und Vatikan reagiert. In dem Schreiben, das am Sonntag, 7. Oktober 2018 vom vatikanischen Presseamt veröffentlichte wurde, wendet sich Ouellet direkt an den früheren Nuntius in Washington. Dieser hatte Ouellet Ende September aufgefordert, Dokumente offenzulegen, die angebliches Fehlverhalten des Vatikan im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen den früheren Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick beweisen sollen.
Erzdiözese Wien >>


Kardinal Ouellet schreibt offenen Brief an Ex-Nuntius Vigano
Bischofskongregation reagiert auf Vorwürfe gegen Papst Franziskus
Ex-Nuntius Carlo Maria Vigano hatte Papst Franziskus vorgeworfen, Sanktionen gegen einen des Missbrauchs verdächtigten Kardinal gelockert zu haben. Kurienkardinal Marc Ouellet weist die Vorwürfe gegen den Papst zurück und ruft Viagno zur Ordnung.
Katholisch.de >>

Samstag, 29. September 2018

Wenn Menschen ausgebremst werden - Erfahrungen aus Gemeinden

Markus 9,38 41
In jener Zeit sagte Johannes, einer der Zwölf, zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.
Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden.
Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.
Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört Amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Numeri 11, 24-29
Mose ging hinaus und teilte dem Volk die Worte des Herrn mit. Dann versammelte er siebzig Älteste des Volkes und stellte sie rings um das Zelt auf.
Der Herr kam in der Wolke herab und redete mit Mose. Er nahm etwas von dem Geist, der auf ihm ruhte, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Sobald der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in prophetische Verzückung, die kein Ende nahm.
Zwei Männer aber waren im Lager geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad. Auch über sie war der Geist gekommen. Sie standen in der Liste, waren aber nicht zum Offenbarungszelt hinausgegangen. Sie gerieten im Lager in prophetische Verzückung.
Ein junger Mann lief zu Mose und berichtete ihm: Eldad und Medad sind im Lager in prophetische Verzückung geraten.
Da ergriff Josua, der Sohn Nuns, der von Jugend an der Diener des Mose gewesen war, das Wort und sagte: Mose, mein Herr, hindere sie daran!
Doch Mose sagte zu ihm: Willst du dich für mich ereifern? Wenn nur das ganze Volk des Herrn zu Propheten würde, wenn nur der Herr seinen Geist auf sie alle legte!


Bremsen oder gasgeben?
„Mose, hindere sie“, fordert Josua. „Wir haben versucht, sie zu hindern“, erzählt Johannes. Beide wollen Menschen stoppen, die nicht zum engsten Kreis dazugehören. Diese Erfahrung gibt es manchmal auch in Gemeinden.
Kirchenzeitung-Online >>

Montag, 17. September 2018

Missbrauchsstudie in Deutschland übertrifft Befürchtungen


Machtstruktur begünstigt sexuellen Missbrauch und Vertuschung
Die Täter nutzten ihre Autorität als Priester, um ihre Opfer einzuschüchtern. Eine Studie der Bischofskonferenz fordert Strafen, Entschädigungen und Transparenz.
Zeit-Online >>


„Alle Häufigkeitsangaben unterschätzen die tatsächlichen Verhältnisse“
3677 Minderjährige sind in der katholischen Kirche Opfer sexueller Vergehen geworden. Das zeigt die Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz. Die tatsächlichen Zahlen bleiben weiter unklar, da wichtige Personalakten vernichtet wurden.
WELT >>


Bischof Ackermann zur Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“
Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 12. September 2018 >>


Missbrauchsstudie dokumentiert Tausende sexuelle Übergriffe
Eine neue Studie der katholischen Kirche offenbart: Mindestens 1670 Kleriker haben sich von 1946 bis 2014 an Schutzbefohlenen vergangen. Und der Missbrauch dauert offenbar noch an.
Spiegel-Online >>


Missbrauch in der katholischen Kirche
"Die Vertuscher sind beteiligt an diesen Verbrechen"
Erika Kerstner hat die Initiative Gewaltüberlebender Christinnen gegründet. Sie hilft Frauen, die als Kinder von Klerikern missbraucht wurden. "Ich kenne weltweit keinen einzigen Bischof, der von sich aus gesagt hat, ich habe vertuscht. Das ging immer nur unter öffentlichem Druck", sagte Kerstner in Dlf.
Deutschlandfunk >>


Kardinal Marx äußert sich erneut in Missbrauchsdebatte
"Kirche steht vor großer Veränderung"
Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche Deutschlands beschäftigt die Bischöfe weiter. Kardinal Reinhard Marx rief die Kirche nun zu einem offenen Umgang mit Kritik beim Thema Missbrauch auf – und blickte in die Zukunft.
Domradio.de >>

Donnerstag, 13. September 2018

Die Benedikt-Option: Eine Strategie für Christen in einer nachchristlichen Gesellschaft




Buchbesprechung
Rod Dreher: Die Benedikt-Option
Herder-Korrespondenz >>





Erzbischof Gänswein sieht Stunde der Laien in der Kirche gekommen
In der Krise der katholischen Kirche wegen Missbrauchs hat nach Ansicht von Kurienerzbischof Georg Gänswein „die Stunde der souveränen Laien geschlagen". Nachdem die Kirche von innen angegriffen worden sei, brauche es profilierte Gläubige, die christliche Werte bewahren und Dinge beim Namen nennen, so Gänswein bei der Vorstellung des Buches „Die Benedikt-Option" des amerikanischen Journalisten Rod Dreher am Dienstag in Rom.
VaticanNews >>

Samstag, 8. September 2018

Kardinal Schönborn kirtisiert Kirchenkreise, die Papst "loswerden wollen"


Österreich: Kritik an Kirchenkreisen, die Papst „loswerden wollen“
Der Papst „erlebt derzeit schwere Tage“, nahm der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn in seiner Freitags-Kolumne im Gratisblatt „Heute“ Bezug auf die „Causa Viganò“ und damit verbundene Rücktrittsforderungen an Papst Franziskus.

„Seine offene Art, die Dinge beim Namen zu nennen, stößt nicht überall auf Sympathie. Auch nicht im Vatikan.“ Dem hält der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz entgegen: „Ich danke Gott für diesen so überzeugenden Hirten. Danke, Papa Francesco!“

Der Kardinal erinnerte an das „berührende“ Film-Porträt von Wim Wenders, der den Papst als einen Mann gezeigt habe, „der alles wirklich meint, was er sagt, und der auch lebt, was er sagt“. Als Kardinal Jorge Mario Bergoglio vor fünf Jahren zum Papst gewählt wurde, habe er „frischen Wind in die Kirche“ gebracht und zugleich im Sinn seines Wunsches nach „einer armen Kirche für die Armen“ einen neuen Stil gezeigt: „Kein Prunk mehr, keine prunkvollen Gewänder.“

“ Und mit großer Entschiedenheit geht er gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche vor ”

Papst Franziskus zeige sich als Kämpfer gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung und für den Schutz der Umwelt, befand Schönborn. Sein Herz gehöre den Armen und Menschen am Rande der Gesellschaft wie den Flüchtlingen und Migranten. „Und mit großer Entschiedenheit geht er gegen sexuellen Missbrauch in der Kirche vor“, nahm der Wiener Erzbischof den Papst in Schutz vor anderslautenden Vorwürfen.

Die Papstgegner würden Fragen aufwerfen wie: „Hat er nicht doch zu wenig aufgeklärt? Gar manches zugedeckt?“ Franziskus habe selber Fehler zugegeben, nahm Schönborn indirekt Bezug auf die Chilereise des Papstes, nach der er sich bei Missbrauchsopfern für seine Wortwahl entschuldigte. Entscheidend sei freilich, aus Fehlern zu lernen, betonte Schönborn: „Das hat Papst Franziskus gezeigt.“

Quelle: VaticanNews >>



Krise im Vatikan
Franziskus ist Lösung und Problem in einem
Das Ringen um die Zukunft der katholischen Kirche ist in vollem Gange. Der Papst muss Skandale aufklären. Sich selbst schonen darf er dabei nicht.
Süddeutsche Zeitung >>

Montag, 3. September 2018

Diözese Gurk einigt sich mit Ex-Mitarbeiterin

Kirche einigt sich mit Ex-Mitarbeiterin
Der Arbeitsgerichtsprozess, den die ehemalige Leiterin des Bildungshauses St. Georgen am Längsee, Andrea Enzinger, gegen die Kirche angestrengt hat, ist mit einem außergerichtlichen Vergleich beigelegt worden. Man sei „nicht schlecht“ ausgestiegen, heißt es aus der Diözese.
orf.at >>


Vertraute von Ex-Bischof muss gehen
Zwei Monate nach der offiziellen Amtseinführung von Alois Schwarz in St. Pölten wurde Andrea Enzinger, der Leiterin des Bildungshauses St. Georgen, die Kündigung zugestellt. Sie wollte dies am Freitag nicht kommentieren.
orf.at >>

Freitag, 31. August 2018

Erzbischof Carlo Maria Vigano fordert Rücktritt des Papstes


Was hinter der Rücktrittsforderung an den Papst steckt
Der Fall des ehemaligen Erzbischofs von Washington, Theodore McCarrick, hat vorübergehend den Papst persönlich eingeholt. Die Frage, was er über die früheren Verfehlungen des Kardinals wusste, warf ausgerechnet ein Ex-Spitzendiplomat des Papstes auf.
Weiterlesen auf Religion.orf.at >>


Carlo Maria Vigano:
Ein Erzbischof sieht rot
Wenn ein hoher kirchlicher Würdenträger den Papst zum Rücktritt auffordert, muss schon einiges im Argen liegen im Vatikan. Wer ist der Mann, der Franziskus die Stirn bietet? Eine Spurensuche
Zeit-Online >>


Papst-Kritiker Viganò: "Habe nicht aus Rache gehandelt"
"Korruption hat die Spitze der kirchlichen Hierarchie erreicht", meint der Ex-Nuntius über seinen Brief an den Papst. US-Kardinal Burke kritisiert "Versuche, die Lehre der Kirche zu relativieren, nach der ein homosexueller Akt in sich schlecht ist".
Die Presse >>


Erzbischof Viganos Memorandum in der Analyse
Was ist an den Vorwürfen gegen Franziskus dran?
Erzbischof Carlo Maria Vigano wirft Papst Franziskus vor, einen Missbrauchstäter gedeckt zu haben. Eine Analyse der einzelnen Argumente Viganos wirft Fragen und Ungereimtheiten auf. Nur eines scheint klar zu sein: Ein kritisches Hinterfragen seiner selbst scheint Vigano nicht für nötig zu halten.
Katholisch.de >>


Das Schreiben von Ex-Nuntius Viganò exklusiv in deutscher Übersetzung
Die Tagespost hat das „Zeugnis“ des ehemaligen US-amerikanischen Nuntius und heutigen Erzbischofs Carlo Maria Viganò, mit dem er Papst Franziskus zum Rücktritt auffordert, im Wortlaut auf Deutsch übersetzt. Lesen Sie die Dokumentation hier bei uns. >>

Hintergrund:

Geheimdokumente
Bischof prangert Korruption im Vatikan an
Die Veröffentlichung geheimer Briefe bringt den Vatikan in Bedrängnis: In mehreren Schreiben an den Papst prangert ein Erzbischof und früherer hoher Verwaltungsbeamter Korruption im Kirchenstaat an - und beschwert sich über seine Versetzung in die USA.
Spiegel-Online, 27.1.2012

Dienstag, 28. August 2018

50 Jahre Medellín

50 Jahre Medellín
Auf dem Weg zu einer wirklich katholischen Kirche…
Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche erinnert an die 2. Konferenz des lateinamerikanischen Bischofsrats (CELAM), der Generalversammlung der Bischöfe Lateinamerikas, die vom 26. August bis 8. September 1968 in Medellín/Kolumbien stattfand. Die dort gefassten wegweisenden Beschlüsse gelten als das wichtigste Dokument der römisch-katholischen Kirche weltweit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65). Denn sie zeigen, welche entscheidende Rolle Kirche angesichts der Zeitenwende und nach einer grundlegenden theologischen und gesellschaftspolitischen Analyse auch in Europa und Deutschland spielen könnte.
Wir-sind-Kirche.de >>

Die Kirche in der gegenwärtigen Umwandlung Lateinamerikas im Lichte des Konzils“
Botschaft an die Völker Lateinamerikas, Medellin 1968

Dienstag, 24. Juli 2018

Missbrauchsvorwürfe gegen Bischof in der indischen Provinz Kerala


Keralas Kirchen weiterhin unter Medienbeschuss
Eine Nonne aus dem indischen Bundesstaat Kerala hat von Missbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche berichtet. Nach der kürzlichen aufsehenerregenden Verhaftung zweier orthodoxer Priester, steht nun auch die katholische Kirche der Region in der Kritik, Missbrauchsfälle zu vertuschen. Der Kardinal von Kerala machte gegenüber der Polizei widersprüchliche Aussagen. Gulf News berichtet.
Orthodoxia-News >>

Nach Missbrauchsvorwürfen:
Geistliche fordern Entlassung von indischem Bischof
Der Bischof der indischen Diözese Jalandjar soll eine katholische Nonne über Jahr hinweg missbraucht haben. In einem Brief fordern mehrere theologische Organisationen nun die Entlassung des Beschuldigten.
Die Tagespost >>

Indischer Bischof weist Missbrauchsvorwürfe zurück
Sein Gewissen sei rein, erklärt der Bischof der Diözese Jalandhar im Nordwesten Indiens. Den tatsächlichen Grund für die Vorwürfe sieht er in einem anderen Fall.
Der indische Bischof Franco Mulakkal hat erneut die Vorwürfe zurückgewiesen, eine katholische Nonne über mehrere Jahre missbraucht zu haben. Sein Gewissen sei rein, erklärte der Bischof der Diözese Jalandhar im Nordwesten Indiens gegenüber der „Times of India“. Die Nonne aus dem Orden der „Missionarinnen Jesu“ habe die Anschuldigungen gegen ihn nur erhoben, da er untersuchte, ob sie eine Affäre mit dem Ehemann ihres Cousins gehabt habe, verteidigte sich Bischof Mulakkal.
Die Tagespost >>



Times of India, 12.9.2018
Jalandhar bishop Franco Mullakal is a serial offender: Keral nun
Accusing Jalandhar bishop Franco Mullakal of raping her and being a serial offender, the Kottayam-based nun has written ti the ambassador of the Pope in India pleading that a "speedy enquiry" be conducted into the case.
In the letter to Apostolic Nuncio Giambattista Diquattro, the nun wondered whether the "Catholic Church has concern only für bishops and priests. We would like to know is is there any provision in Canon Law for justice for nuns and women?"


 

Montag, 23. Juli 2018

Kirchen Deutschlands veröffentlichen Zahlen der Austritte



Getrübter Blick auf die Kirche in Deutschland
Mitten im Sommer veröffentlichen die Kirchen jedes Jahr ihre Statistiken. Und fast jedes Jahr folgen darauf Negativschlagzeilen. Dabei ist die Lage manchmal doch anders, als es die Zahlen vermuten lassen.
Katholisch.de >>


Kirchen in Deutschland verlieren 660.000 Mitglieder in nur einem Jahr
Von den rund 82,7 Millionen in Deutschland lebenden Menschen gehören circa 57,6 Prozent einer christlichen Kirche an.
Die Zahl der Protestanten ging 2017 um 390.000 Mitglieder auf 21,5 Millionen zurück, eine Abnahme um 1,8 Prozent.
Die Zahl der Katholiken sank nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) um 270.000 auf 23,3 Millionen.
WELT.de >>


Sternberg zu Austritten: Jeder Fall verhängnisvoll
Nach der Veröffentlichung der Kirchenstatistik für 2017 hat sich ZdK-Präsident Thomas Sternberg zu der hohen Zahl der Kirchenaustritte geäußert – und Gründe für die Abkehr von der Kirche genannt.
Katholisch.de >>


Mehr Kirchenaustritte, aber noch mehr Eintritte
Die schlechte Nachricht für die Kirchen: Die Zahl ihrer Mitglieder ist wieder gesunken, insgesamt um 660 000. Die gute Nachricht: Es treten mehr Menschen in die Kirchen ein als aus. Das geht aus der neuen Statistik der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz hervor, die an diesem Freitag vorgestellt wurde.
Süddeutsche.de >>


"Die Anzahl der Kirchenaustritte schmerzt"
Die Zahl der Deutschen, die Mitglied in der evangelischen oder katholischen Kirche sind, ging auch 2017 weiter zurück. Experten kennen dafür neben dem demographischen Wandel noch weitere Gründe.
Deutsche Welle.de >>

Donnerstag, 19. Juli 2018

Externe Wirtschaftsprüfung für Mensalgut von Bischof Schwarz



Externe Wirtschaftsprüfung für Bischöfliches Mensalgut
Schils ab sofort neuer Leiter des Bildungshauses Stift St. Georgen/Längsee

Klagenfurt, 16. 7. 18 (pgk). Diözesanadministrator Dr. Engelbert Guggenberger hat nun im Bischöflichen Mensalgut (= Bistum) folgende weitere Maßnahmen gesetzt:
Eine Wirtschaftsprüfungskanzlei wird mit der Prüfung der Finanzen des Bischöflichen Mensalgutes beauftragt, da in den vergangenen vier Jahren entgegen den Statuten des Bistums keine jährliche externe Wirtschaftsprüfung durchgeführt wurde. Der Bildungsbereich des Stiftes St. Georgen/Längsee wird zusätzlich einer Prüfung durch externe Fachleute unterzogen.
Auch im personellen Bereich wurden weitere Entscheidungen getroffen: Mit der Leitung des Bildungshauses St. Georgen/Längsee wird ab sofort Dr. Franz Schils betraut, der diese Funktion bereits von 2003 bis 2014 inne hatte. Mag. Andreas Maier behält die Geschäftsführung für den kaufmännischen, DI Georg Rößlhuber für den forstwirtschaftlichen Bereich.
Pressestelle der Diözese Gurk >>


Mensalgut von Bischof Schwarz wird nachgeprüft
Das bischöfliche Mensalgut, also das Bistum Gurk, ist vier Jahre lang nicht wie vorgeschrieben von einem externen Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen worden. Das wird nun nachgeholt.
Religion.orf.at >>


Bischof Schwarz:
Bistum Gurk jahrelang ungeprüft
Administrator der Diözese Klagenfurt beauftragte nun externe Überprüfung
Das Nachrichtenmagazin News deckte Mitte Juni etliche Ungereimtheiten um Bischof Alois Schwarz auf. Nun wurde bekannt, dass das bischöfliche Mensalgut, also das Bistum Gurk, vier Jahre lang nicht wie vorgeschrieben von einem externen Wirtschaftsprüfer unter die Lupe genommen worden ist.
News >>