Freitag, 6. Mai 2011

Diözese Feldkirch stellt Pastoralkonzept vor

Der Juni naht und viele Pfarrbesetzungen stehen an. Während es in unserer Diözese Eisenstadt weder hilfreiche Gremien noch Dialogtreffen oder Pastoralgespräche gibt, ist man am anderen Ende Österreichs schon etwas weiter. 

Bischof Elmar Fischer und Pastoralamtsleiter Walter Schmolly erläuterten am Mittwoch bei einem Pressegespräch das Konzept, das künftig "Einzelpfarren", "Pfarrverbände" und "Seelsorgeräume" vorsieht und in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden soll. Bischof Fischer sprach vom "unschätzbaren Reichtum des pfarrlichen Lebens" und einem "spannenden und herausfordernden Weg der Veränderung".

Basis für das Konzept - den "Strukturplan 2025" - sind Berechnungen, wonach im Jahr 2025 in den 125 Pfarrgemeinden der Diözese rund 60 Priester in der Pfarrseelsorge tätig sein werden sowie rund 20 Stellen für Pastoralassistenten und Diakone zur Verfügung stehen.
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Beitrag dazu auf der Homepage der Diözese Feldkirch >>

Wege der Pfarrgemeinden - Presseunterlagen zum Pastoralkonzept

Donnerstag, 5. Mai 2011

Wer ist eigentlich Pastoralamtsleiter?

Es ist auffallend und viele wundern sich, dass Schulamtsleiter Dr. Erich Seifner immer wieder im martinus über pastorale Leitlinien, in drei Punkte gegliedert, schreibt. Sein letzter ganzseitiger Beitrag "über die Zukunft der Pastoral der Diözese Eisenstadt" lautet „Leitlinien einer Übergangspastoral“.

Man fragt sich: Was heißt "Übergang"? Ist Seifner der heimliche Pastoralamtsleiter?
Wo bleibt Mike Wüger? Die Hoffnungen in ihm waren und sind groß.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Bischof Morris ist über die Art seiner Abberufung betroffen

"Das pilgernde Volk lebt den Traum Gottes"

Das steht - zumindest noch heute - auf der Homepage der australischen Diözese Toowoomba. Ihr Bischof William Morris (67) ist am 1. Mai von Papst Benedikt XVI. vorzeitig in seinem 18. Jahr als Bischof von den Amtspflichten entbunden worden. Das gaben der Vatikan und die Apostolische Nuntiatur in Canberra am Montag in wenigen Worten und ohne Begründung bekannt.

Ende 2006 hatte Bischof Morris seinen Gläubigen im Advent-Hirtenbrief mitgeteilt, dass seine - flächenmäßig mit 166.000 Quadratmeilen und 34 Pfarren sehr große - Diözese im Jahr 2014 nur noch 19 Priester haben werde, den Bischof eingeschlossen. Zu seinen Vorschlägen, wie man die Krise bewältigen könne, gehörte die Wiederaufnahme von Priestern, die aus welchen Gründen auch immer ihren Dienst aufgeben mussten. Zudem schlug er die Weihe von verheirateten Männern und die Weihe von Frauen vor. Auch eine Kooperation mit Anglikanern und Protestanten brachte Morris ins Gespräch. In der Folge leitete der Vatikan eine Untersuchung ein.

In einem von Bischof Morris veröffentlichten Brief legt dieser seine Sicht der Vorgänge, die zu seiner Enthebung geführt haben, dar. Morris betont darin, sein beanstandetes Schreiben vom Advent 2006 sei "falsch gelesen" und "bewusst fehlinterpretiert" worden. Nach Beschwerden "einer kleinen Gruppe", der er nicht gepasst hätte, sei es zu einer Apostolischen Visitation gekommen.

Morris beklagt, dass er den Schlussbericht der Apostolischen Visitation nie gesehen hat und dass ihm ein ordentlicher Prozess sowie die Möglichkeit „einer angemessenen Verteidigung und Interessenvertretung in meinem Namen“ vorenthalten wurde. Jene konservativ-romtreuen Kreise, die mit ihm als Bischof der Diözese nicht einverstanden waren, hat Morris gegenüber Medien „Tempel-Polizei“ genannt.

Einen "freiwilligen Rücktritt", wie er offenbar verlangt wurden, lehnt Morris aus Gewissensgründen sowie "aus Liebe zur Kirche“ ab, da er bei seinen Aussagen zur aktuellen Situation der Kirche keinen Fehler sieht.

Bischof Morris ist bei Klerus und Volk sehr beliebt und erhält momentan viele Unterstützungs- und Solidaritätserklärungen.

Toowoomba: Priester stellen sich hinter Bischof Morris
Protest von Priestern: "Überragende Mehrheit der Katholiken der Diözese empfand pastorale Leitung von Bischof Morris als konstruktiv, fundiert und belebend"
Beitrag auf Kathpress >>

Plattform "Wir sind Kirche": Solidarität mit australischem Bischof Morris
„Wir sind Kirche“ sieht in der Abberufung des australischen Bischofs William M. Morris eine Verletzung der Menschenrechte durch eine menschenunwürdige diktatorische Entscheidung des Vatikans. Deshalb ruft die Kirchenreformbewegung alle Menschen die für Gerechtigkeit eintreten auf, bei der Nuntiatur gegen die Entscheidung zu protestieren und Solidarität mit dem australischen Bischof Morris aus der Diözese Toowoomba/Australien zu zeigen.
Zum Aufruf von Wir-Sind-Kirche mit der deutschen Übersetzung des Abschiedsbriefs von Bischof Morris sowie seinem Advent-Hirtenbrief 2006

Radio Vatikan: Vatikan/Australien: Bischof suspendiert
Kathpress: Australischer Bischof scheidet vorzeitig aus seinem Amt

Community rallies behind bishop
THE forced retirement of Catholic Bishop William Morris continues to make headlines across the country, as people rally behind the ousted diocese leader.
Toowoomba’s Fr Hal Ranger – who was a parish priest at Warwick several years ago – yesterday condemned the Vatican for their heavy-handed treatment of the revered Bishop.

Church slammed for dumping Toowoomba bishop
Catholic leaders have criticised the church hierarchy for a lack of transparency after the Vatican confirmed the removal of a long-serving Queensland bishop.
* Video: Pope 'forces' Toowoomba bishop out of church (7pm TV News QLD)
* Audio: Catholic Bishop retires early amid Vatican row (The World Today)

'Temple police' blamed for Toowoomba Bishop William Morris' downfall

Diocesan Pastoral Plan
It stressed four things:-
1. It is vital to have a Pastoral Plan in every local Church;
2. The plan should involve all the people and all the organizations and movements within the Diocese;
3. The plan calls for participation, dialogue and community discernment; and
4. The plan flows from the spirituality of the Second Vatican Council, which is the spirituality of communion.

Dienstag, 3. Mai 2011

Pfarrer Kornfeind: Verfahren eingestellt


KURIER, 03.05.2011:
Das Verfahren gegen Branko Kornfeind wegen des Verdachts der Nötigung Minderjähriger im Schulunterricht wurde eingestellt.


Der Landesschulrat hatte Kornfeind vor den Osterferien vom Religionsunterricht in den Volksschulen Parndorf und Neudorf suspendiert. Eine Frohbotschaft trudelte Montagvormittag beim Parndorfer Pfarrer Branko Kornfeind ein. Das Verfahren gegen den Geistlichen wegen des Verdachts der Nötigung und des Quälens Minderjähriger im Schulunterricht wurde wegen fehlender Beweise eingestellt, teilte Magdalena Eichinger, Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf KURIER-Anfrage mit.

Zum ganzen Kurier-Artikel >>


Staatsanwaltschaft stellt Causa Kornfeind ein
Nach Vorwürfen von Eltern gegen Pfarrer Branko Kornfeind aus Parndorf wegen dessen Erziehungsmethoden im Religionsunterricht hat die Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt die Untersuchung beendet.

Unterrichtsverbot weiter aufrecht
Das Verfahren - ermittelt wurde wegen Verdachts der Nötigung und des Quälens Minderjähriger im Schulunterricht - wurde eingestellt, berichtete der "Kurier" am Montag unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde.

Die Suspendierung des Geistlichen als Religionslehrer an drei Volksschulen soll jedoch weiter aufrecht bleiben, so Landesschulratspräsident Gerhard Resch.
Weiter auf burgenland.orf.at

Geistliche, Laien und Heilige

Gastkommentar von Christian Prosl (österreichischer Botschafter in Washingten) in der Tageszeitung PRESSE:


Montag, 2. Mai 2011

"Kein Kommentar" zur Schließung des burgenländischen Priesterseminars

Am 23. April habe ich geschrieben, dass das Burgenländische Priesterseminar in der Habsburgergasse in Wien vor der Schließung steht.

Auch der ORF Burgenland berichtete darüber. Und wieder einmal hieß die Stellungnahme aus dem Bischofshof in Eisenstadt dazu lapidar: "Kein Kommentar"

ORF Burgenland (27.4.) >> Aus für burgenländisches Priesterseminar?

Erzdiözese Wien (21.4.) >> Zusammenführung der Priesterseminare in Ostösterreich

ORF Niederösterreich (7.4.) >> St. Pöltner Priesterseminar kommt nach Wien

Kathweb (6.4.) >>
Gemeinsame Priesterausbildung in Ostösterreich ab 2012: Priesteramtskandidaten der Diözesen Wien, St. Pölten und Eisenstadt sollen künftig in Wien ausgebildet werden.


Aus dem Archiv:
75 Jahre Eisenstädter Priesterseminar (19. Oktober 2008)
"Ich wünsche unserem Seminar, dass es nicht nur durch die Renovierung erneuert wird, sondern dass in ihm spirituelles und wirklichkeitsnahes Leben wachsen kann", predigte Bischof Paul Iby beim Festgottesdienst in der Wiener Michaelerkirche.

Sonntag, 1. Mai 2011

Steinharte Zweifel


Der Stein des Zweifels ist groß.
Der Stein unserer Bedenken wiegt schwer.
Es sind große Brocken,
die es zu überwinden gilt.
Ganze Felsen liegen mir im Weg.
Wer wird die Steine wegnehmen?

Ich möchte glauben, dass du das Leben bist.
Ich möchte glauben, dass du Jesus
zu neuem Leben auferweckt hast.

Ich möchte glauben, dass ich das Leben habe.
Ich möchte glauben,
dass der Tod nicht das letzte Wort hat,
sondern das Leben.

Zertrümmere den Stein meiner Zweifel.
Wälze den Stein meiner Bedenken weg.
Nimm mir die Felsen aus dem Weg.
Bau die Hindernisse ab –
wenigstens die großen, du mein Gott.


Roland Breitenbach, Sechs-Minuten-Predigten. LJ A,
Herder-Verlag, Fr. i. Br., 2004, 89f.