Freitag, 13. Januar 2023

Kritik von Pell an der Weltsynode postum veröffentlicht

Kardinal George Pell

Verstorbener Kardinal schrieb über seine Sicht auf die Weltsynode
Kardinal Pell in posthumem Aufsatz: Synodalität ist giftiger Albtraum
Der Papst lobte Kardinal Pell als "treuen Diener". Nun erschien ein Aufsatz, in dem er nicht mit Kritik am Pontifex spart. Pell sah in der Weltsynode einen Angriff auf die Moral und die Einführung eines "neomarxistischen Jargons" in der Kirche.
Katholisch.de >>


Kardinal Pells Vermächtnis:
Das Arbeitsdokument des synodalen Prozesses muss radikal geändert werden
Kurz vor seinem Tod hat Kardinal George Pell einen Artikel für «The Spectator» verfasst. Er kritisiert das Arbeitsdokument des synodalen Prozesses als «eines der inkohärentesten Dokumente, die je aus Rom verschickt wurden», noch dazu «in neomarxistischem Jargon» und «feindlich gegenüber der apostolischen Tradition». kath.ch veröffentlicht Pells Text in voller Länge.


Australischer Ex-Kurienmanager Pell stirbt überraschend
Der australische Kirchen-Hüne kam an die römische Kurie, um aufzuräumen, und wurde vom System ausgebremst. In seiner Heimat musste er für 400 Tage in den Knast. Dennoch sagte Kardinal Pell: "Ich hatte ein gutes Leben."
Domradio.de >>

Journalist legt Urheberschaft des konservativen Kardinals offen
Pell soll Autor von anonymem Memorandum gegen Papst Franziskus sein
Die Kritik von Kardinal Pell am Kurs von Papst Franziskus wurde immer schärfer. Nach seinem überraschenden Tod wurde er nun als Autor eines anonymen Memorandums geoutet, das im vergangenen Jahr unter Kardinälen zirkulierte.
Katholisch.de >>

Posthum veröffentlichtes Schreiben "intellektuell arm"
Hilberath: Kardinal Pell hat Synodalität nicht verstanden
Pells posthum veröffentlichter Artikel zur Weltsynode sei "weder eine intelligente noch eine wohlwollende Interpretation", kritisiert Dogmatiker Bernd Jochen Hilberath im Interview auf kath.ch. Der Kardinal habe vergessen, dass es kein "in Stein gemeißeltes Lehramt" gebe.
Katholisch.de, 14.01.2023 >>

A Memorandum on the Next Conclave Is Circulating Among the Cardinals. Here It Is
L'Espresso, 15.03.2022

Memorandum über das nächste Konklave auf Deutsch als PDF >>

 

 

Donnerstag, 12. Januar 2023

Gänswein-Buch auf Italienisch erschienen

Georg Gänswein
Nient’altro che la verità
PIEMME

Riskante Haar-Risse im Vatikan
Gänswein-Buch erschienen: Persönliche Verletzungen und Differenzen
Als "Enthüllungsbuch" wurden die Memoiren von Erzbischof Georg Gänswein angepriesen. In Wahrheit enthält das Buch keine Skandale. Doch schon nach wenigen Seiten wird deutlich, worin die eigentliche Brisanz besteht.
Katholisch.de, 12.01.2023
Kath.ch, 11.01.2023


Gänswein: Benedikt sah Wirken von Franziskus wohlwollend
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sah das Wirken seines Nachfolgers Franziskus mit vorsätzlichem Wohlwollen und hütete sich vor Urteilen „aus römisch-zentralistischer Sicht". Das schreibt Erzbischof Georg Gänswein in einem Buch, das an diesem Donnerstag auf Italienisch erschienen ist.
VaticanNews, 12.1.2023 >> 

Was steht im "Enthüllungsbuch" des Privatsekretärs von Benedikt XVI.?
Während sich der Hype um die Veröffentlichung auf diese besondere Situation – die Absetzung Gänsweins als Präfekt des päpstlichen Haushalts – konzentriert und Gänswein als bereitwillig nach Spannungen suchend charakterisiert, fast um ein Pontifikat gegen das andere zu stellen, bietet das Buch tatsächlich viel mehr als das. Sein vielleicht wertvollster Inhalt sind die Auszüge aus den Predigten, die Benedikt XVI. im Kloster Mater Ecclesiae gehalten hat, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte.
CNA-Deutsch >>


Gänswein-Buch zu Benedikt XVI.: Hintergründe, Dramen und Indiskretion

Spannende Informationen zum Pontifikat und voyeuristische Offenbarungen
Gänswein-Buch zu Benedikt XVI.: Hintergründe, Dramen und Indiskretion
Benedikt war noch nicht beerdigt, da kursierten schon Auszüge aus dem Buch seines Privatsekretärs Georg Gänswein. Ein Angriff gegen Papst Franziskus, hieß es. Ein Blick ins Buch zeigt: Franziskus kommt gut weg, dafür erfahren Leser Details über Benedikt, die zumindest gewöhnungsbedürftig sind ...
Katholisch.de, 13.01.2023 >>
 
Ratzingers Welt durch Gänsweins Augen: Warum Benedikt und Franziskus theologisch nicht zueinander fanden
Georg Gänswein hörte als Jugendlicher Rockmusik und hatte lange, lockige Haare. Gänsweins literarisch eher mässig gelungenen Memoiren enthalten Tratsch und Theologie. Er zeigt die wachsende Entfremdung zwischen gelebter Kirche und legalistischer Kirchendoktrin. Und warum Benedikt und Franziskus nicht zueinander fanden. 
Kath.ch, 14.01.2023 >>

Gänswein verärgert den Papst
"Nichts als die Wahrheit" verspricht das neue Buch von Georg Gänswein, dem langjährigen Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. Es erscheint heute und könnte den konservativen Kritikern von Papst Franziskus Auftrieb geben. Der ist verärgert.

Gänswein veröffentlicht Enthüllungsbuch - Papst "sehr verärgert"
Der Andrang in italienischen Buchläden dürfte heute groß sein. Bereits seit Tagen gibt es einen gewaltigen Medienhype um das Buch von Georg Gänswein, dem Ex-Sekretär von Benedikt XVI. Darin greift er hohe Kirchenmänner an - auch Papst Franziskus.
Br24 >>
 
Buch von Papst-Sekretär Gänswein erscheint in Italien
In Italien beginnt an diesem Donnerstag der Verkauf des mit Spannung erwarteten Buchs von Georg Gänswein, langjähriger Privatsekretär des verstorbenen Papstes Benedikt XVI. Darin schreibt der deutsche Erzbischof unter anderem von Spannungen zwischen den beiden Päpsten.
Religion.orf.at >> 
 
Papst Franziskus ist sauer
Georg Gänswein: Diese Vatikangrößen greift Benedikts Privatsekretär in seinem Buch an
Bereits vor seinem Erscheinen sorgt ein Buch von Georg Gänswein, dem langjährigen Vertrauten und Privatsekretär des gestorbenen Benedikt XVI., im Vatikan für helle Aufregung. Nicht nur Papst Franziskus soll in dem Enthüllungsbuch eine schlechte Figur machen.
rnd.de >>

Verlag Herder liefert Klarstellung zu Gänswein-Buch
"Das Buch ist keine Abrechnung"
An diesem Donnerstag erscheint das vorab heiß diskutierte Buch von Georg Gänswein - zunächst nur auf Italienisch. Die deutschen Rechte liegen beim Verlag Herder, der im Moment die Veröffentlichung vorbereitet.
Domradio.de, 12.01.2023

«Gender-Philosophie», «Resultat von Propaganda»:
Benedikt warnte Franziskus vor neuer Sexualmoral
Georg Gänswein schreibt in seinem Buch, Benedikt XVI. habe Franziskus geraten, «Fragen mangelnder Orthodoxie am besten vor Ort» lösen zu lassen – etwa das heisse Eisen Sexualmoral. Allerdings wollten sich die meisten Bischöfe «nicht die Finger verbrennen. Lieber warten sie auf eine Klärung aus Rom.»
Kath.ch, 11.01.2023


Was Georg Gänswein über Benedikts Streit mit Peter Hünermann schreibt
Zwischen den Professoren Peter Hünermann und Joseph Ratzinger gibt es seit Jahrzehnten ein Zerwürfnis. Das hinderte den Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Bergoglio, nicht daran, Hünermann die Ehrendoktorwürde zu verliehen. Georg Gänswein wärmt in seinem Buch die alte Fehde auf. Was sagt Peter Hünermann dazu?
Kath.ch, 11.01.2023


Ratzingers Welt durch Gänsweins Augen:
Warum Benedikt und Franziskus theologisch nicht zueinander fanden
Georg Gänswein hörte als Jugendlicher Rockmusik und hatte lange, lockige Haare. Gänsweins literarisch eher mässig gelungenen Memoiren enthalten Tratsch und Theologie. Er zeigt die wachsende Entfremdung zwischen gelebter Kirche und legalistischer Kirchendoktrin. Und warum Benedikt und Franziskus nicht zueinander fanden.
Kath.ch, 14.1.2023

 

Kirchenaustritte 2022: Eisenstadt mit +26,6 % im Spitzenfeld

 Katholische Kirche verzeichnet Rekord an Austritten

Die Zahl der Kirchenaustritte in Österreich ist auf einem neuen Rekordhoch: 90.808 Personen haben 2022 die römisch-katholische Kirche verlassen, besagt die am Mittwoch veröffentlichte Kirchenstatistik.

Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken schrumpfte gegenüber dem Vorjahr von 4,83 Mio. auf 4,73 Mio. (minus 1,96 Prozent). Die genauen Zahlen: 2022: 4.733.174; 2021: 4.827.683. Katholikinnen und Katholiken stellen somit nach wie vor etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

Bereits 2021 war die Zahl der Kirchenaustritte mit 72.222 hoch gewesen und hatte damals den zweithöchsten Wert hinter jenem im Jahr 2010 dargestellt, als viele Menschen nach dem Bekanntwerden von Missbrauchsfällen der Kirche den Rücken gekehrt hatten. 2020 waren es 58.727. „Für die aktuell hohen Austrittszahlen dürften bei vielen Menschen eine Distanz zur Kirche ausschlaggebend sein, die durch die Pandemie in den vergangenen Jahren größer geworden ist“, analysierte Kathpress die aktuelle Entwicklung.
Religion.orf.at



Kirchenstatistik: Katholikenzahl in Österreich weiter rückläufig
90.808 Personen verließen im vergangenen Jahr 2022 die katholische Kirche - Gesamtzahl der Katholiken in Österreich liegt bei 4,73 Millionen
Österreichische Bischofskonferenz


Kirchenstatistik: Steigerungen bei Sakramenten, stabile Strukturen
Offizielle Statistik 2021 der Österreichischen Bischofskonferenz veröffentlicht - Bei Taufen, Ehen, Erstkommunionen und Firmungen wurden viele Feiern nachgeholt, die 2020 nicht möglich waren - Leichte Rückgänge bei Priestern und Ordensleuten - Weiterhin dichtes Netz an Pfarren und Seelsorgestellen mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern
Österreichische Bischofskonferenz


Katholikenzahlen in der Diözese Eisenstadt weiter rückläufig
Gesamtzahl der Katholik:innen im Burgenland liegt 2022 bei 182.905. Im vergangenen Jahr verließen 2.177 Personen die katholische Kirche, Kircheneintritte gestiegen. – Zsifkovics: "Kirchenzahlen zeigen, wie verwundbar die Kirche ist"
martinus.at

Hohe Austrittszahlen - warum ist das so?
Kommentar von Kan. Erich Seifner


Katholikenzahlen in der Diözese Eisenstadt weiter rückläufig
Warum die Katholikenzahlen insgesamt aber rückläufig sind, weiß selbst der Bischof nicht. Auch Soziologen würden sich darüber schon lange den Kopf zerbrechen. „Sicher, die Kirche schleppt Belastendes mit sich, macht vieles falsch und sie wird auch in Zukunft den Erwartungen mancher niemals entsprechen können. Und trotzdem ist die Kirche viel mehr als eine Ansammlung von Menschen, die nach irgendwelchen Spiritualitäten sucht“, betont Zsifkovics. Die Kirche sei viel mehr, als manche ihr zutrauen würden.
Die erste Aufgabe der Kirche sei es, so zu leben, dass Hoffnung wachse, Heil gestiftet und Versöhnung gewagt werde, in einer Welt, die voller Egoismen und Verdächtigungen ist, damit das Leid, die Gier und all das Bedrückende und Angstmachende nicht überhandnehme: „Wo Gott ist, ist Zukunft! Von dieser Zukunft muss die Kirche kraftvoll reden, sonst würden die kurzlebigen Gebrauchsrezepte von Splittergruppen, Wirklichkeitsverweigerern, Jammerern und Schlechtrednern das Sagen haben“, sagt Zsifkovics.
bvz >>

Katholische Kirche verzeichnet Rekord bei Austritten
90.808 Personen haben 2022 die Glaubensgemeinschaft verlassen. Einen einzelnen ausschlaggebenden Grund dafür gibt es nicht
Der Standard


Katholische Kirche: Hohe Austrittszahlen „schmerzen“
Die katholische Kirche muss bei den Kirchenaustritten einen enormen Anstieg hinnehmen: 90.808 Menschen haben 2022 die römisch-katholische Kirche verlassen. Zu den Gründen gibt es unterschiedliche Erklärversuche.
Religion.orf.at >>

Mittwoch, 11. Januar 2023

Erzbischof Gänswein - ein Schwätzer?

Nach Gespräch mit Papst Franziskus
Medien: Erzbischof Gänswein verärgert – "Jetzt muss ich schweigen"
Noch vor der Beerdigung Benedikts XVI. wurde ein Enthüllungsbuch von Erzbischof Gänswein angekündigt. Am Montag war der ehemalige Privatsekretär des Emeritus bei Papst Franziskus geladen. Nun müsse er schweigen, berichtet eine italienische Zeitung.
Katholisch.de, 10.01.2023 >>

Buch: "Nichts als die Wahrheit"
Erzbischof Georg Gänswein, der engste Vertraute des verstorbenen Papstes Benedikt, veröffentlicht ein Buch mit dem Titel "Nichts als die Wahrheit". Die Aufregung in der Kirche ist groß.
TvThek - ZIB 2, 9.1.2023 >>


Vatikanexperte Jürgen Erbacher beurteilt Verhalten von Erzbischof Gänswein
"Das hat doch viele verwundert"
Vor der Beerdigung von Papst Benedikt XVI. hat sich sein Privatsekretär Georg Gänswein mit Interviews gemeldet, die Papst Franziskus scharf kritisieren. Was steckt dahinter? Und was heißt das für die Zukunft des Kurienerzbischofs?
Domradio.de, 10.01.2023 >>


Papst predigt über Geschwätz und Klatsch
Kardinäle und Erzbischöfe kritisieren Gänsweins Medienoffensive
Mit dem Tod des emeritierten Papstes begann für Erzbischof Georg Gänswein ein Medien-Marathon aus Interviews und Vorabveröffentlichungen aus seinem Enthüllungsbuch. Im Bischofskollegium zeigt man sich verstimmt – und auch der Papst macht Andeutungen.
Katholisch.de, 09.01.2023 >>

„Eine Klärung unter vier Augen“

Schlagabtausch nach ersten Enthüllungen aus der Gänswein-Biographie

„Eine Klärung unter vier Augen“
Schlagabtausch nach ersten Enthüllungen aus der Gänswein-Biographie (auf dem Hintergrund eines Ragona-Kommentars)
Msgr. Gäns­wein ent­hüllt auch, wie Bene­dikt XVI. auf den hal­ben Raus­wurf sei­nes Sekre­tärs durch Fran­zis­kus reagier­te, wobei der zwei­te Teil offen­bar iro­nisch gemeint war:
„Es scheint, als ob Papst Fran­zis­kus mir nicht mehr ver­traut und möch­te, daß Sie mein Vor­mund sind!“
Katholisches.info, 9.1.2023

„Eine Klärung unter vier Augen“

Schlagabtausch nach ersten Enthüllungen aus der Gänswein-Biographie


Nach Beurlaubung als Präfekt war auch Benedikt-Intervention erfolglos
Gänswein in neuem Buch: Franziskus hat mich gedemütigt
Noch gibt es erst Auszüge aus dem neuen Buch von Erzbischof Georg Gänswein. Darin rechnet er aber bereits mit Papst Franziskus ab – und bekommt prompt Kritik. Gänswein enthüllte auch, welchen Auftrag Benedikt XVI. ihm mit auf den Weg gab.
Benedikt XVI. habe damals die Entscheidung seines Nachfolgers mit den ironischen Worten kommentiert: "Ich denke, dass Papst Franziskus mir nicht mehr traut und dass er will, dass Sie mich bewachen."
Katholisch.de, 06.01.2023 >>

AKTUALISIERUNG

«Gender-Philosophie», «Resultat von Propaganda»:
Benedikt warnte Franziskus vor neuer Sexualmoral
Georg Gänswein schreibt in seinem Buch, Benedikt XVI. habe Franziskus geraten, «Fragen mangelnder Orthodoxie am besten vor Ort» lösen zu lassen – etwa das heisse Eisen Sexualmoral. Allerdings wollten sich die meisten Bischöfe «nicht die Finger verbrennen. Lieber warten sie auf eine Klärung aus Rom.»
Kath.ch, 11.01.2023


Was Georg Gänswein über Benedikts Streit mit Peter Hünermann schreibt
Zwischen den Professoren Peter Hünermann und Joseph Ratzinger gibt es seit Jahrzehnten ein Zerwürfnis. Das hinderte den Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Bergoglio, nicht daran, Hünermann die Ehrendoktorwürde zu verliehen. Georg Gänswein wärmt in seinem Buch die alte Fehde auf. Was sagt Peter Hünermann dazu?
Kath.ch, 11.01.2023


«Die Zeit»: Georg Gänswein muss Mater Ecclesiae bis zum 1. Februar räumen

Das Verhältnis zwischen Papst Franziskus und Benedikts langjährigem Privatsekretär Georg Gänswein gilt als äusserst angespannt. Wie die Wochenzeitung «Die Zeit» berichtet, muss der «bestbezahlte Altenpfleger Roms» Mater Ecclesiae bis zum 1. Februar räumen.
Kath.ch, 11.01.2023


Riskante Haar-Risse im Vatikan
Gänswein-Buch erschienen: Persönliche Verletzungen und Differenzen
Als "Enthüllungsbuch" wurden die Memoiren von Erzbischof Georg Gänswein angepriesen. In Wahrheit enthält das Buch keine Skandale. Doch schon nach wenigen Seiten wird deutlich, worin die eigentliche Brisanz besteht.
Katholisch.de, 12.01.2023

 
Papst-Vertrauter Hollerich kritisiert Gänswein
Eine unehrliche Art, Kirche zu leben
Der Papst-Vertraute und Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich hat Erzbischof Georg Gänswein öffentlich scharf kritisiert. Als Sekretär des Papstes dürfe man nicht selbst die Öffentlichkeit suchen, erklärte Hollerich.
Domradio.de, 27.01.2023


Details zur Audienz, die den Privatsekretär zum Schweigen brachte
Zeitung: Papst hat mit Gänswein über Benedikts Erbschaft gesprochen
Eine Papstaudienz sorgte für ein abruptes Ende der Medienoffensive des früheren Privatsekretärs von Benedikt XVI. Seit Franziskus ihn einbestellt hat, hüllt sich Georg Gänswein in Schweigen. Nun will eine Zeitung wissen, um was es dabei ging.
Katholisch.de, 09.02.2023
 
 
Erzbischof Gänswein: Sprach mit Benedikt XVI. über mein neues Buch
Alle privaten Briefe des emeritierten Papstes vernichtet
Erzbischof Gänswein: Sprach mit Benedikt XVI. über mein neues Buch
Berlin ‐ "Nach Ihrem Tode werden Publikationen erscheinen, die wohl alles Mögliche behaupten – deshalb halte ich es für wichtig, dass ich meine Stimme erhebe": Erzbischof Gänswein sprach über sein vieldiskutiertes Buch auch mit Benedikt XVI. selbst.
Katholisch.de, 09.03.2023 
 

Ihm bei Missbrauch Wissen und Duldung zu unterstellen, sei "infam und irrig"
Erzbischof Gänswein verteidigt Benedikt XVI. gegen Vorwürfe
Altötting ‐ Bei seinem Altötting-Besuch gab Erzbischof Georg Gänswein der Boulevardzeitschrift "Bunte" ein Interview. Darin verteidigt er Benedikt XVI. und seine Rolle im Missbrauchsskandal und gibt persönliche Einblicke in seine Gefühlswelt.
Katholisch.de, 03.05.2023 


Hintergrund:

Erzbischof Gänswein hatte bei der Veröffentlichung des Zölibat-Buchs im Anschluss an die Amazonien-Synode keine Übersicht.

Blog-Archiv vom 15. Januar 2020:
Verwirrung um Benedikt als Koautor von Zölibat-Buch

 

Dienstag, 10. Januar 2023

Debatte um schnelle Heiligsprechung von Benedikt XVI.

"Santo subito" für Benedikt XVI.? Eine eindringliche Warnung

Massimo Faggioli: Papst-Heiligsprechungs-Trend muss gestoppt werden
"Santo subito" für Benedikt XVI.? Eine eindringliche Warnung
Theologieprofessor Massimo Faggioli warnt vor Papst-Heiligsprechungen. In seinem Gastbeitrag rät er zu einem Blick in Vergangenheit und Gegenwart. Die Kirche befinde sich in der "tiefsten Krise seit der Reformation" – päpstliche Selbstsakralisierung richte dabei mehr Schaden an, als sie helfe.
Katholisch.de, 09.01.2023 >>


Kirchenrechtler ist gegen rasche Kanonisation von Benedikt
"Gründlichkeit vor Schnelligkeit"
In der Debatte um eine schnelle Heiligsprechung von Papst Benedikt XVI. rät der Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke der katholischen Kirche zu Vorsicht und Zurückhaltung. Ähnlich äußerten sich bereits andere Wissenschaftler.
Domradio.de, 09.01.2023 >>


Thomas Schüller zum Umgang mit dem verstorbenen Papst Benedikt XVI.
Heiligsprechung von Päpsten darf kein Automatismus sein

Kritiker und Verehrer kämpfen gleichermaßen um die Deutungshoheit über das Pontifikat Benedikts XVI. Doch erst mit Abstand ist ein valides Urteil möglich, erklärt Kirchenrechtler Thomas Schüller in seinem Gast-Kommentar.
Kirche und Leben, 10.01.2023 >>

Dogmatiker warnt vor Benedikt XVI. als Kirchenlehrer
Die "Arbeit am Mythos"
Benedikt XVI. als Kirchenlehrer oder gar als Heiliger? Die Forderung danach kam zuletzt oft auf. Der Dogmatiker Oliver Wintzek hält von beidem nichts. Er warnt vor übereilten Schritten und sähe andere viel eher als Vorbilder.
Domradio.de, 06.01.2023 >>


Theologen: Ratzingers Theologie entzieht sich der Schablonenbildung
Theologen Tück, Siebenrock und Bär diskutieren in Podcast "Diesseits von Eden" über theologisches Erbe von Joseph Ratzinger - Dialogische Offenheit als wichtiger Impuls für die Zukunft
Katholisch.at, 3.2.2023

Freitag, 6. Januar 2023

Nachrufe und Rogitum für Papa emeritus

Aufgebahrter Leichnam des emeritierten Papstes Benedikt XVI., in dessen Händen ein Rosenkranz liegt

Pontifikats-Urkunde würdigt Ratzingers Einsatz gegen Missbrauch
Zusammen mit dem Leichnam von Benedikt XVI. liegt auch eine offizielle Pontifikats-Urkunde in dem Sarg des verstorbenen ehemaligen Papstes, der heute bestattet wird. Der Vatikan hat nun veröffentlicht, was in dem sogenannten Rogitum steht.
Katholisch.de, 5.1.2023


Verteidiger seiner Kirche
Papst emeritus Benedikt XVI. ist heute im Alter von 95 Jahren gestorben. Als Theologe, Kirchenmann und Papst prägte Joseph Ratzinger seine Kirche im langen 20. Jahrhundert. Ein Nachruf von Philipp Greifenstein.
Die Eule, 31.12.2022
 

Joseph Ratzinger – Die Tragik einer überforderten Karriere
Ein prominentes und anspruchsvolles, arbeitsreiches und bewegtes Leben ist zu Ende gegangen. Natürlich gehört es sich, den emeritierten Papst wie alle anderen, die von uns gehen, der vorbehaltlosen Güte Gottes anzubefehlen. Mögen ihn die Engel, wie die katholische Liturgie singen lässt, ins Paradies begleiten und möge die Wahrheit seines Lebens so zur Geltung kommen, wie er sie in seinen besten Absichten angestrebt hat. Dante Alighieri und viele mittelalterliche Darstellungen vom Jüngsten Gericht haben sich angemaßt, über Erlösung oder Verdammung prominenter Mitmenschen zu entscheiden. Das sollte nicht mehr der Stil des 21. Jahrhunderts sein. Auch ich möchte nicht, dass man mich in meiner Todesstunde unbarmherzig auf meine Fehler festnagelt. Der Wunsch, Joseph Ratzinger möge in Frieden ruhen, sei also vorbehaltlos ausgesprochen. Keine Bischofs- und Kardinals-, auch keine Papstwürde und kein übermenschliches Schlüsselamt, auch nicht die so seltene Existenz eines emeritierten Papstes mögen ihn weiterhin belasten.
Hermann Häring, 31.12.2022

Nachruf von Hans-Jürgen Schlamp zum Tod von Benedikt XVI.
Verraten von seinem engsten Vertrauten
Joseph Ratzinger war ein großer Theologe, auch als Papst. Genau das war sein Problem – und das seiner Kirche.
t-online.de, 31.12.2023
 

Der Zauberlehrling
Joseph Ratzinger verkörperte die klerikale Herrschaft der Priesterschaft in der katholischen Kirche wie kein zweiter. Den tausenden von Missbrauchsopfern seiner Kirche in aller Welt wird er in unguter Erinnerung bleiben als langjähriger Verantwortlicher jenes Systems, dem sie zum Opfer fielen.
Wie der Zauberlehrling, der nur das vermeintlich Gute will und dabei doch das Böse bewirkt, hat er seine Kirche immer weiter in die Krise gesteuert. Und als er erkennen musste, dass er die Kräfte, mit denen er sich verbündet hatte, um sein Amt zu übernehmen nicht mehr unter Kontrolle hatte, ist er schließlich zurücktreten.
Matthias Katsch auf eckiger-tisch.de, 31.12.2023


Zum Tod von Joseph Ratzinger
„Ein widersprüchlicher Theologe, der ein schweres Erbe hinterlässt“
Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche sieht den verstorbenen Kardinal Joseph Ratzinger, den ehemaligen Papst Benedikt XVI., als höchst widersprüchlichen Theologen, der die römisch-katholische Kirche über Jahrzehnte in rückwärtsgewandter Weise geprägt hat wie kein anderer nachkonziliarer Kirchenführer. Seinem Nachfolger Papst Franziskus und der ganzen Kirche hat er mit einem Klima der Angst und einem theologischen Stillstand ein schweres Erbe hinterlassen, das bis heute nachwirkt.
Wir-sind-Kirche.de, 31.12.2022


Abschied von einem Gescheiterten
Tobias Zimmermann SJ wirft einen kritischen Blick auf das Leben und Wirken von Papst Benedikt XVI.
Sinn und Gesellschaft, 05.01.2023


Private Begegnungen mit Ratzinger
Karl Gabriel erlebte Joseph Ratzinger als Professor in Tübingen 1967/68
Die Deutsche Bischofskonferenz hatte 1968 unter Beteiligung Ratzingers dem Religionspädagogen aus dem benachbarten Reutlingen, Hubertus Halbfas, wegen dessen Buches Fundamentalkatechetik – Sprache und Erfahrung im Religionsunterricht die Lehrerlaubnis entzogen. Ratzinger stellte sich in einer eigens von studentischer Seite einberufenen Vollversammlung der Debatte und verteidigte vehement den Entzug der Lehrerlaubnis. Der meines Wissens erste Entzug der Lehrerlaubnis für einen Theologen in Deutschland nach dem Konzil traf dabei keinen Theologen mit marxistischen Neigungen, sondern einen, der den traditionellen Katechismusunterricht kritisierte und durch eine erfahrungsbezogene Hermeneutik des Glaubens zu ersetzen suchte. Dies macht deutlich, dass Ratzinger auch im Jahr 1968 nicht allein im Eindringen marxistischer Strömungen Gefahren für Glaube und Kirche sah. In Ratzingers Erinnerungen an die Tübinger Zeit fehlt ein Hinweis auf den Fall Halbfas. Seine Assoziationen zum Jahr 1968 kreisen ausschließlich um die Gefahren des Marxismus und der marxistisch orientierten Studenten und Dozenten für Theologie und Kirche.
Katholisch.de, 7.1.2023


Außereuropäische Perspektiven seien ihm "fremd und verdächtig" gewesen
Befreiungstheologe Boff: Benedikt XVI. war Feind der Freunde der Armen
Oberursel ‐ Die zentrale Bedeutung der Theologie der Befreiung habe Papst Benedikt XVI. nie verstanden, ist Leonardo Boff überzeugt. Seine Haltung zur "Option für die Armen" werde negativ in die Theologiegeschichte eingehen, glaubt der Befreiungstheologe.
Katholisch.de, 10.01.2023

Vatikanjournalist: Benedikt wird nach Tod noch mehr vereinnahmt werden
Die Kritik aus Deutschland zum Tod des ehemaligen Papstes Benedikt XVI. hat den britischen Vatikanjournalisten Christopher Lamb überrascht. Im Interview spricht er darüber, was nach dem Tod des Emeritus bleibt, warum ihm Menschenkenntnis fehlte und was jetzt aus Erzbischof Gänswein werden könnte.
Katholisch.de, 11.01.2023


Benedikt XVI. – die zehn Jahre nach dem Pontifikat
Am 28. Februar 2013 um 20 Uhr hörte Papst Benedikt XVI. auf, Papst zu sein. Danach lebte er bis zu seinem Tod zurückgezogen in einem kleinen Kloster in den Vatikanischen Gärten. Öffentlich war er nur noch selten zu sehen und zu lesen – manchmal aber doch.
VaticanNews, 1.1.2023

Montag, 2. Januar 2023

Joseph Ratzinger im Alter von 95 Jahren verstorben

Benedikt XVI. im Porträt.

Nachruf auf den verstorbenen emeritierten Papst von Jan-Heiner Tück
Benedikt XVI.: Größe und Grenze eines Pontifikats
Er war seit Jahrhunderten der erste deutsche Papst, später der erste Pontifex der Moderne, der zurücktrat. Nun ist Benedikt XVI. gestorben. In seinem Nachruf lässt der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück die Lebensstationen Benedikts Revue passieren und erinnert an Glanzpunkte und Irritationen.
Katholisch.de, 31.12.2022


Nachruf: Der bayerische Papst - Benedikt XVI. ist gestorben
Der ehemalige Papst Benedikt XVI. ist tot. Das gab der Vatikan heute bekannt. Demnach starb der gebürtige Oberbayer Joseph Ratzinger im Alter von 95 Jahren.
BR24.de, 31.12.2023


Nachruf: Das Vermächtnis von Papst Benedikt XVI.
Der Altbischof von Rom und ehemalige Papst Benedikt XVI. ist am Samstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Er geht als der erst zweite Papst, der zurücktrat, in die Geschichte ein. Der erste deutschsprachige Papst galt als einer der einflussreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts.
Religion.orf.at, 31.12.2022

Nachruf auf Benedikt XVI.
Der wichtigste Deutsche im Vatikan beging alle seine Fehler wegen eines IrrtumsDer emeritierte Papst Benedikt XVI. ist tot. Für seine Anhänger wird Joseph Ratzinger als der wichtigste Deutsche im Vatikan aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Doch alle seine großen Fehler beging er wegen eines Irrtums. Ein Nachruf von Andreas Englisch.
FOCUS, 31.12.2023

Nachruf auf Benedikt XVI.Der wichtigste Deutsche im Vatikan beging alle seine Fehler wegen eines Irrtums
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Ex-Papst Benedikt
dpa/Michael Kappeler/dpa Der emeritierte Papst Benedikt XVI.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist tot. Für seine Anhänger wird Joseph Ratzinger als der wichtigste Deutsche im Vatikan aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Doch alle seine großen Fehler beging er wegen eines Irrtums. Ein Nachruf.

Zum Tod Benedikts XVI. – Chalupka: Ökumenische Bilanz fällt differenziert aus

Evangelisch-lutherischer Bischof würdigt das Wirken von Joseph Ratzinger

Zum Tod Bene­dikts XVI.
Cha­lupka: Öku­me­ni­sche Bilanz fällt dif­fe­ren­ziert aus
Evan­ge­lisch-luthe­ri­scher Bischof wür­digt das Wir­ken von Joseph Ratz­in­ger
Evang.at, 31.12.2023

Benedikt XVI. wollte keine Brücken bauen
Als Papst wollte Benedikt XVI. die katholische Kirche vor den verderblichen Einflüssen der Moderne bewahren. Er erkannte zwar die für die Kirche existenzielle Bedrohung durch den Missbrauchsskandal, zog aber die falschen Konsequenzen. Bis zuletzt machte er die „böse Welt“ für den Missbrauch verantwortlich, kommentiert Joachim Frank.
rnd.de, 31.12.2022


Das geistliche Testament von Papst Benedikt XVI.
"Steht fest im Glauben!"
Am Tag seines Todes, dem Silvestertag 2022, hat der Vatikan das Geistliche Testament von Papst Benedikt XVI. veröffentlicht, das er bereits am 29. August 2006 verfasste. Die Katholische Nachrichten-Agentur dokumentiert den Text in der Originalfassung (in alter Rechtschreibung).



Requiem für Benedikt XVI.
Mit einer feierlichen Zeremonie wurde der emeritierte Papst Benedikt XVI. an diesem Donnerstag auf dem Petersplatz in seine letzte Ruhestätte verabschiedet. Mehr als 50.000 Menschen hatten sich auf dem Petersplatz eingefunden, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
VaticanNews, 5.1.2023

Besinnung statt Pomp: Das war die Beerdigung von Benedikt XVI.
Mit einer Messe auf dem Petersplatz ist der am Silvestertag verstorbene emeritierte Papst Benedikt XVI. am Donnerstag von seinem Nachfolger Franziskus bestattet worden. Es war eine besinnliche Feier ohne Pomp, dafür aber mit einigen vielsagenden Symbolen.
Katholisch.de, 5.1.2023


Benedikt XVI.  (1927-2022)
Dossier auf martinus.at >>