Sonntag, 12. Juni 2011

Meditation: Die Kirche Christi sei…

Die Kirche Christi sei…
 
eine einladende Kirche,
eine Kirche der offenen Türen,
eine wärmende, mütterliche Kirche,
eine Kirche der Generationen,
eine Kirche der Toten, der Lebenden
und der Ungeborenen,
eine Kirche derer, die vor uns waren, die mit uns sind und die nach uns kommen werden,
eine Kirche des Verstehens und des Mitfühlens, des Mitdenkens, des Mitfreuens und des Mitleidens,
eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint,
eine Kirche, der nichts fremd ist
und die nicht fremd tut,
eine Kirche, die wie eine Mutter auf ihre Kinder warten kann,
eine Kirche, die ihre Kinder sucht
und ihnen nachgeht,
eine Kirche, die die Menschen dort begegnet, wo sie sind: bei der Arbeit und beim Vergnügen, beim Fabrik-Tor und auf dem Fußballplatz, in den vier Wänden des Hauses,
eine Kirche der festlichen Tage und eine Kirche des täglichen Kleinkrams,
eine Kirche, die nicht verhandelt und nicht feilscht, die nicht Bedingungen stellt oder Vorleistungen verlangt,
eine Kirche, die nicht politisiert,
eine Kirche, die nicht Wohlverhaltenszeugnisse verlangt oder ausstellt,
eine Kirche der Armen und Kleinen, der Mühseligen und Beladenen, der Scheiternden und Gescheiterten – im Leben, im Beruf, in der Ehe;
eine Kirche derer, die im Schatten stehen, der Weinenden, der Trauernden,
eine Kirche der Würdigen, aber auch der Unwürdigen, der Heiligen, aber auch der Sünder,
eine Kirche – nicht der frommen Sprüche,
sondern der stillen helfenden Tat,
eine Kirche DES VOLKES!
 
Dr. Franz Kardinal König

Samstag, 11. Juni 2011

Vatikan bestätigt Ministrantinnenverbot bei Messen im "alten Usus"


Vatikan: Keine Messdienerinnen bei Alter Messe

Radio Vatikan (7.6.2011) In tridentinischen Messen dürfen nach vatikanischen Angaben keine weiblichen Messdiener eingesetzt werden. Die Zulassung von Ministrantinnen durch die Gottesdienstkongregation 1994 erstrecke sich nicht rückwirkend auf Feiern nach dem alten Messbuch von 1962. Das bestätigte die für Traditionalisten zuständige Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur.

Ein vom Mai datierendes Antwortschreiben der Kommission auf eine entsprechende Anfrage aus Großbritannien war zuvor im Internet verbreitet worden. Die vatikanische Fachstelle beruft sich darin auf eine Mitte Mai veröffentlichte Ausführungsbestimmung zur alten lateinischen Messe. Demnach sind nach 1962 erlassene liturgische Vorschriften, die mit den damals gültigen liturgischen Büchern unvereinbar sind, für tridentinische Feiern nicht bindend. Papst Benedikt XVI. hatte 2007 in dem Erlass „Summorum Pontificum“ den 1970 weltweit abgelösten Ritus als „außerordentliche Form“ wieder zugelassen; die normale Form bleibt aber die „modernere“ Feier gemäß dem Messbuch von Papst Paul VI.

Kommentar dazu von einem Kanonisten:

Ministrantinnen im außerordentlichen Ritus?
Wie berichtet wird, hat der Sekretär der Päpstlichen Kommission "Ecclesia Dei" Guido Pozzo sich amtlich zur Frage der Ministrantinnen im außerordentlichen Ritus geäußert.
Diese Antwort läßt den Kanonisten den Kopf schütteln, den die Begründung ist nicht nur dünn, sie ist haarsträubend: Ministrantinnen wurden nicht - wie Pozzo behauptet - 1994 erlaubt, sondern zum 1. Advent 1983. Das Ministrantinnenverbot stand nämlich mitnichten in den Rubriken des Missale, es fand sich im piobenediktinischen Codex von 1917 und war (so vermute ich) in der Codexreform schlicht vergessen worden, was nach 1983 einige Diskussionen auslöste.
Zum Beitrag >>


Heftige Kritik an vatikanischer Instruktion zur "Alten Messe"
Um die vatikanische Instruktion "Universae Ecclesiae" zur Messfeier im vorkonziliaren "außerordentlichen" Ritus ist in Fachkreisen eine Debatte um Für und Wider entflammt.
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Freitag, 10. Juni 2011

Bischof Gonzalo López Maranón seit über zwei Wochen im Hungerstreik

Ein Bischof probt den Aufstand
Seit zwei Wochen ist Gonzalo Lopez Maranon im Hungerstreik

Harrt aus: Bischof Gonzalo Lopez Maranon
(domradio.de) - Bischof Gonzalo Lopez Maranon befindet sich seit dem 24. Mai in Hungerstreik. Der aus Spanien stammende Geistliche vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten will mit seiner Aktion ein Zeichen für Versöhnung in seiner ehemaligen Diözese San Miguel von Sucumbios im Nordosten Ecuadors setzen.

Der hohe Besuch kam unangekündigt und ohne Fernsehkameras: Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa wollte offenbar mit dem prominenten Demonstranten ungestört und vertraulich ein paar Worte wechseln. Es war bereits das zweite Mal, dass der überzeugte Katholik und Anhänger der Befreiungstheologie an der Spitze der ecuadorianischen Regierung Bischof Gonzalo Lopez Maranon (77) eine Visite abstattete.

Mit seinem Besuch wollte Correa offenbar seine Unterstützung für den Geistlichen in einem komplizierten innerkirchlichen Streit signalisieren. Der Präsident war nicht der erste prominente Gast in der provisorischen Bleibe des hungerstreikenden Geistlichen. Laut Angaben des ecuadorianischen TV-Senders RTU haben sich mittlerweile zahlreiche Bischöfe aus Ecuador, aber auch aus anderen lateinamerikanischen Ländern mit dem Anliegen ihres Amtsbruders solidarisiert und sich auf die Reise nach Quito gemacht.

Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär. Allzu lange werden sich die Bischöfe mit ihrer Entscheidung nicht Zeit lassen können.


Ecuador: Bischof im Hungerstreik
(Radio Vatikan, 9.6.2011) - Bischof Gonzalo Lopez Maranon befindet sich seit dem 24. Mai in Hungerstreik. Der aus Spanien stammende Geistliche vom Orden der Unbeschuhten Karmeliten will mit seiner Aktion ein Zeichen für Versöhnung in seinem früheren Bistum San Miguel von Sucumbios im Nordosten Ecuadors setzen. In der Hauptstadt Quito hat der emeritierte Bischof vor der Bethlehem-Kirche sein so genanntes „Lager der Versöhnung“ aufgeschlagen. In einem offenen Schreiben begründete Lopez seinen Protest mit „unzähligen Brüchen innerhalb der christlichen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft in Sucumbios“. Damit diese Spaltungen nicht größer würden, wolle er mit täglichem Beten und Fasten für ein friedliches Miteinander werben. Die Worte des Bischofs beziehen sich auf den Streit um seinen vom Vatikan ernannten Nachfolger. In diesen Streit hatte sich auch Ecuadors Präsident Rafael Correa eingemischt. Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär.


Aus dem Archiv:
Bereits am 28. Mai habe ich darüber berichtet:
Ecuador: Hungerstreik eines Bischofs als Folge der Nachbesetzung

Donnerstag, 9. Juni 2011

Verabschiedung Alt-Dechant P. Alfons Jestl CSsR

Bei der Herz-Jesu-Eucharistiefeier in der Stadtpfarrkirche Pinkafeld am 3. Juni 2011 wurde Dechant P. Alfons Jestl CSsR verabschiedet. Fast der gesamte Dekanats-Klerus war anwesend und feierte am Altar mit. Die Ansprache hielt Pfarrer Dietmar Stipsits, Dechant-Stellvertreter. Karl Tuider, Ratsvikar in Oberdorf, dankte P. Alfons für die gute Zusammenarbeit bei pfarrlichen Angelegenheiten innerhalb des Dekanats.
P. Alfons Jestl verlässt unsere Diözese mit 31. August und wird eine neue Aufgabe in  der Redemptoristenpfarre in Wien-Hernals übernehmen. Erst dann erlischt sein Amt als Dechant, weil sein Rücktritt von Bischof Ägidius Zsifkovics nicht angenommen wurde.



Hier die Ansprache von Dietmar D. Stipsits - es gilt das gesprochene Wort:

Lieber Alfons!
Mit Vergangenheit in die Zukunft schreiten“ – Mit diesen Worten hast du in deinem aktuellen Pfarrblatt Abschied genommen von deinen Pfarrangehörigen in Mariasdorf und Bernstein. Dieser Satz Mit Vergangenheit in die Zukunft schreiten“ bringt es für mich auf den Punkt, wie auch ich mein Leben gestalten möchte. Meine Vergangenheit nicht verdrängen, sie ganz bewusst annehmen mit allen Höhen und Tiefen, die sie hatte, und mit dem Blick nach vorne in die Zukunft gehen.
Keine Sorge, Alfons, auch ich werde jetzt nicht eine umfassende Auflistung machen von dem, was du als Dechant seit 2005 in unserem Dekanat Pinkafeld alles geleistet hast. Treffend schreibst du auch darüber im Pfarrblatt: „Vieles gelang, vieles gelang nicht. Erreichtes und Gelungenes stehen neben Nichterreichtem und Nichtgelungenem. Hoffnungen gereichen an Erfüllungen, anderes stürzt in den Bereich der Enttäuschungen und des Unterbleibens.“
Verschweigen möchte ich nicht, die gravierenden Schwierigkeiten, die du vor allem ab 2010 zu meistern hattest und deinen Rücktritt als Dechant Ende Juni 2010. Obwohl sofort und in regelmäßigen Abständen verschiedene MitarbeiterInnen unseres Dekanates beim Bischöflichen Ordinariat Vorschläge unterbreitet haben, um für unser Dekanat Pinkafeld rasch einen neuen Dekanatsleiter zu erhalten, wird dein Rücktritt als Dechant erst 13 Monate danach, nämlich mit dem Ausscheiden aus dem Dienst der Diözese, also mit 31. Aug. 2011 von unserem hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof angenommen.
Mit dieser Vorgangsweise wurde auch die mündliche Zusage des hochwürdigen Herrn Generalvikares Mag. Lang mir gegenüber bei der Dekantsvesper im März d. J. nicht eingehalten, nämlich spätestens im April d. J. einen neuen Dekanatsleiter einzusetzen.
Notwendig wäre hier wohl eine Änderung der Statuen in der Dekanatsordnung, wo es derzeit heißt: „Das Amt des Dechanten bzw. seines Stellvertreters erlischt (u. a. 3.) durch den vom Bischof angenommenen Rücktritt“ in: „Das Amt des Dechanten bzw. seines Stellvertreters erlischt durch seinen Rücktritt“.
Mit Vergangenheit in die Zukunft schreiten“ lautet deine Lebenspraxis, lieber Alfons. Was das für dich persönlich bedeutet, formulierst du folgendermaßen im Pfarrblatt: „Ich weise hin, es geht um Offenheit, Neues und Anderes heranzulassen, einbrechen und wirken zu lassen. Es darf Gestalt annehmen, was etwa bis dato nicht vorstellbar war. Dies ist Zukunftsoffenheit.“
Lieber Alfons, im Namen unseres Dekanates möchte ich dir schlicht und einfach Danke sagen für alles, was du in unserem Dekanat getan hast. Danke auch für dein Da-Sein und dein So-Sein. Wir wünschen dir viel Kraft, Mut und Zuversicht in deinen neuen, verschiedenen Aufgaben innerhalb deiner Ordensgemeinschaft in Wien als Provinzvikar. Wir wünschen auch dir, Offenheit und Begeisterung auf Zukunft hin in und von Gott.
Ich darf schließen mit einem Text von Pierre Stutz, der mir persönlich derzeit viel Kraft schenkt:

Hingabe leben
weil ich weiß
dass ich angenommen bin
und liebenswert
auch in all meiner Zerbrochenheit

Ja sagen zu meiner Geschichte
ich habe keine andere
trotz allem konnte
unendlich viel Gutes wachsen
auch in allem Verletztsein

Nicht Vergangenem nachtrauern
und nicht von Zukunftssorgen
mich bestimmen lassen
sondern im Augenblick
Licht und Schatten annehmen

Aufatmen
weil ich mich lassen kann
DIR überlassen
Pierre Stutz, Der Stimme des Herzens folgen,
Verlag Herder, Fr. i. Br. 2005, 145.

Lieber Alfons, alles, alles Gute!

Dienstag, 7. Juni 2011

Kandidaten zum Ständigen Diakonat erklären ihre Mission und Vision

Verspürt ein getaufter Mann den Drang, in der Kirche "mehr zu tun", steht ihm dafür das Ständige Diakonat und die Aufnahme in den Stand der Kleriker zur Verfügung. Wenn getaufte Frauen, die in der Regel ohnehin schon "mehr tun", in ihrer Kirche "noch mehr tun" möchten, heißt es lapidar: "Was hindert euch daran, noch mehr zu tun? Muss es unbedingt das Predigen sein!?"

"Predigen und Fußwaschung" sind gut und schön, aber keine Eucharistiefeier. Was soll ein getaufter Gläubiger tun, der immer mehr den Rückgang des Messangebots als Konsequenz des Priestermangels zu spüren bekommt?


Am vergangenen Wochenende wurde in Maryland wieder aus der Not eine Tugend gemacht und vier Frauen zu Priesterinnen geweiht. Die Anglikanische Kirche weihte erstmals im Nahen Osten eine Frau zur Priesterin.


Mit Mission und Vision

Fünf Kandidaten zum Ständigen Diakonat und ein Alumne des Priesterseminars erhielten die Beauftragungen mit dem Lektorat. Im „martinus“ erklären sie ihre Mission und Vision.

Er habe schon immer ein christliches Leben geführt, jedoch schon immer den Drang verspürt „mehr zu tun“, erzählt Leopold Pogats. Pogats ist einer von insgesamt fünf Männern, die vergangene Woche in der Pfarrkirche von Andau von Bischof Ägidius Zsifkovics mit dem Lektorat beauftragt wurden. Für den Deutschkreutzer Pogats war dies einer der glücklichsten Momente seines Lebens, wie er sagt. „Es war eine innere Stimme, die mir gesagt hat, die Probleme nicht nur festzustellen und zu diskutieren, sondern auch durch Eigenleistung etwas zu deren Lösung beizutragen“, so der Kandidat für den Ständige Diakonat.

Gesamter Artikel im "martinus">>

Rückblick auf den Papstbesuch in Kroatien

Kroatien-Presseschau: Unwetter bei Abflug als größtes Thema
Häufig findet sich auch Forderung des Vorsitzenden der Familienkommission in der Bischofskonferenz, Zupan, nach gesetzlichem Abtreibungsverbot
Beitrag auf Kathweb.at >>

Märtyrer-Kardinal Stepinac verbindet Kroatien und Österreich
Papst betete zum Ende seiner Kroatienreise vor Sarg Stepinacs - Reliquien des Seligen auch in österreichischen Kirchen in Wien und Wulkaprodersdorf
Beitrag auf Kathweb.at >>

Der Papst in Kroatien
Benedikt XVI. feiert großen Gottesdienst im Zagreber Hippodrom, hält Rede vor Politikern und der Ökumene, trifft Jugendliche und feiert Vesper mit Geistlichen
Dossier auf Kathweb.at >>

„Von Anfang an Europa“
Papst Benedikt XVI. beendet seinen Besuch in Kroatien
Dossier auf Domradio.de >>

Ante Pavelic: Massenmörder hatte Wohlwollen des Papstes
Der Papstbesuch bringt die Erinnerung an einen Massenmörder zurück, der Hunderttausende massakrieren liess: Ante Pavelic, kroatischer Führer von Hitlers und Mussolinis Gnaden.
Zum kritischen Beitrag >>

Montag, 6. Juni 2011

Diskussion in Münster über das Theologen-Memorandum

 
Professoren verteidigen Memorandum – Zekorn skeptisch
Drei münstersche Professoren haben den Inhalt des umstrittenen Memorandums deutscher Theologen zum Reformbedarf der katholischen Kirche verteidigt. Bei einer Diskussion der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster am Dienstag (31.05.2011) begrüßte auch Margret Pernhorst, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), den Text. Weihbischof Stefan Zekorn als Vertreter des Bistums ließ dagegen Zurückhaltung erkennen.

Beitrag auf der Kirchensite des Bistums Münster>>