Donnerstag, 24. Juli 2014

"Bischofsernennungen" im 3. Jahrhundert

Interessant, wie im 3. Jahrhundert die Bischöfe "erwählt" wurden.


"Auch diese Sitte geht, wie wir sehen, auf eine göttliche Weisung zurück, daß der Bischof in Gegenwart des Volkes vor aller Augen erwählt und durch öffentliches Urteil und Zeugnis als würdig und geeignet anerkannt wird. ... Vor der ganzen Gemeinde, so befiehlt der Herr, soll der Hohepriester aufgestellt werden, das heißt: er lehrt und zeigt, daß die Einsetzung von Priestern nur im Einverständnis mit dem dabei anwesenden Volk erfolgen darf, damit in Gegenwart der Gemeinde die Missetaten der Bösen aufgedeckt oder die Verdienste der Guten gepriesen werden und eine rechtmäßige und gesetzliche Ernennung zustande kommt, die durch Abstimmung und Urteil der Gesamtheit geprüft ist."
Cyprian von Karthago († 258)

Mittwoch, 23. Juli 2014

Papst Franziskus entlässt Vatikan-Diplomaten wegen „schmutzigem Komplott“


Die starke Hand von Papst Franziskus
Msgr. Luca Lorusso
Wenn sich der Bischof entschlossen vor seinen Klerus stellt und der Papst zu einer Entscheidung drängt, damit Unrecht als Unrecht erkannt und benannt wird. 

Rom (kath.net/as) „Waren Priester Kunden minderjähriger männlicher Prostituierter?“: so titulierten Agenturen im Juni 2013. Nach italienischen Medienberichten hatte die Staatsanwaltschaft gegen einen mutmaßlichen Prostitutionsring ermittelt, der katholischen Priestern Minderjährige zugeführt haben soll.

Was war geschehen?

Der wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verurteilte ehemalige römische Pfarrer Patrizio Poggi hatte im März 2013 in einer Anzeige behauptet, dass sich rund zehn Priester des Bistums regelmäßig mit minderjährigen männlichen Prostituierten getroffen haben sollen. Laut Zeitungsberichten sollte ein ehemaliger Polizist die Treffen organisiert haben. Unter den von dem Ex-Priester Poggi genannten Geistlichen seien einfache Pfarrer, aber auch ranghohe Prälaten gewesen.

Zu den Carabinieri wurde Poggi von seinem Freund Msgr. Luca Lorusso begleitet. Lorusso ist Offizial und die „Nummer 2“ der Vatikanbotschaft bei der Republik Italien. Der ranghohe Diplomat, der schon vorher der Anwalt Poggis in seinem kanonischen Prozess bei der Glaubenskongregation zur Wiederaufnahme in den priesterlichen Dienst gewesen war, beglaubigte vor den Carabinieri die Anschuldigungen Poggis und unterstützte das Anliegen seines Klienten.

Bereits im Juni hatte der Vikar des Papstes für das Bistum Rom, Agostino Kardinal Vallini, seine Priester entschlossen verteidigt und die Vermutung geäußert, Poggi verbreite aus Rache oder persönlichen Ressentiments heraus die Unwahrheit. Zugleich verurteilte der Kardinal die Berichterstattung, die den journalistischen Redlichkeitskriterien nicht gerecht werde und jede Objektivität vermissen lasse: „Es geht darum, die Kirche und ihre Diener zu diskreditieren“, so Vallini.

Was später in den Medien kein oder begrenztes Echo gefunden hat, waren die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen. Diese ergaben, dass die Anschuldigungen des Ex-Priesters Teil eines „schmutzigen Komplotts“ gewesen seien. Poggi wurde verhaftet. Doch wie es bei Schmutzkampagnen immer der Fall ist: die grundlos Beschuldigten hatten schwere Zeiten durchmachen müssen. Der in den Fall verwickelte Vatikandiplomat Lorusso schien „aus dem Schneider“ zu sein. Bis zum 6. März 2014, dem Tag der Begegnung von Papst Franziskus mit dem Klerus seines Bistums.

Unmittelbar vor Beginn seiner Ansprache an die Priester erklärte der Papst, dass ihn die Geschichte der falschen Anschuldigungen gegenüber Mitgliedern des römischen Presbyteriums sehr betroffen gemacht habe und er den Schmerz einiger der Priester teile: „Ich habe mit einigen von euch, die beschuldigt wurden, gesprochen, und ich habe den Schmerz gesehen, den diese ungerechten Wunden verursacht haben, ein Wahnsinn, und ich will öffentlich sagen, dass ich dem Presbyterium nahe stehe, denn: hier geht es nicht nur um sieben, acht oder fünfzehn Beschuldigte: es geht um das ganze Presbyterium“.

„Ich möchte euch um Entschuldigung bitten“, so Franziskus weiter, „dies nicht so sehr als euer Bischof als vielmehr als der Verantwortliche für den diplomatischen Dienst, als Papst, denn einer der Ankläger gehört zum diplomatischen Dienst. Aber das ist nicht vergessen worden, das Problem wird untersucht, damit diese Person entfernt wird. Man ist dabei, den Weg zu suchen, es handelt sich um einen Akt schweren Unrechts, und dafür bitte ich euch um Entschuldigung“.

Erneut wurde deutlich: der Papst vergisst nichts, auch wenn etwas aus dem Scheinwerferlicht der Medien gerutscht ist. Und – wie die überraschten Gesichter von Hunderten von Bischöfen und Priestern in der Audienzaula „Paolo VI“ zeigten: sein Klerus dankt es dem Bischof und Papst. Unrecht wird benannt, die verantwortlichen Personen werden zur Rechenschaft gezogen. Wie sein Vorgänger ist Franziskus ein Papst der „Reinigung“, der es nicht dabei belässt, den Schmutz nur festzustellen.
Kath.net >>

Dienstag, 22. Juli 2014

Papst stellt "Lösungen" in Zölibatsfrage in Aussicht

In der Kontroverse um das Enthaltsamkeitsgebot für katholische Geistliche hat Papst Franziskus mögliche Veränderungen angedeutet. Für die Zölibatsfrage gebe es "Lösungen, und ich werde sie finden", sagte das Kirchenoberhaupt der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". Die Vorschrift zur Ehelosigkeit sei "900 Jahre nach dem Tod unseres Herrn" erlassen worden, in einigen mit Rom unierten Ostkirchen dürften Priester zudem heiraten. Die Zölibatsfrage sei in seinen Augen "ein Problem, aber kein vordringliches", sagte der 77-jährige Argentinier.

In dem Interview verurteilte Franziskus erneut den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche. Er sprach in diesem Zusammenhang von "Aussatz". Unter Hinweis auf Angaben seiner Mitarbeiter sagte der Papst weiter, der Anteil pädophiler Geistlicher in der katholischen Kirche liege "bei zwei Prozent". "Unter diesen zwei Prozent sind Priester und sogar Bischöfe sowie Kardinäle", sagte Franziskus.
Der Papst hatte vor einer Woche erstmals Opfer sexuellen Missbrauchs im Vatikan empfangen. Das Treffen war von Opfervertretern seit langer Zeit gefordert worden. Die katholische Kirche wurde in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Missbrauchsfälle weltweit erschüttert. Hunderte Geistliche wurden ihrer Priesterämter enthoben. Nach Angaben des Vatikans wurden den internen Ermittlern im vergangenen Jahrzehnt 3420 Verdachtsfälle gemeldet.

Montag, 21. Juli 2014

Schweiz: Bischöfe trafen Partnerinnen katholischer Priester

Erstmals seit Jahren haben Schweizer Bischöfe Partnerinnen katholischer Priester zum Gespräch empfangen. Das Treffen habe am Montag dieser Woche in Freiburg in einer „angenehmen, aufmerksamen Atmosphäre" stattgefunden, sagte eine Sprecherin des Vereins vom Zölibat betroffener Frauen, kurz Zöfra, der Presseagentur Kipa. Zu dem Treffen geladen hatte nach Angaben der Sprecherin der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel. Anwesend waren auch der Vizepräsident Charles Morerod sowie der Basler Weihbischof Denis Theurillat. Dass eine Abordnung einer Bischofskonferenz eine Organisation wie Zöfra überhaupt empfange, sei ihres Wissens „weltweit einmalig", sagte die Sprecherin der Vereinigung, Gabriella Loser Friedli. In der Regel reagierten Bischöfe nicht auf Briefe von Organisationen, die sich mit der gleichen Thematik befassen.

Der Zöfra zufolge war es das erste Gespräch mit Schweizer Bischöfen seit 1997. Anlass für die Bemühungen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, war laut der Sprecherin die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle durch die Kirche. Zum Inhalt des Treffens sagte die Sprecherin, man habe nicht mit einem umfassenden „Forderungskatalog" kommen wollen, es sei zunächst um ein Ausloten der Problemfelder gegangen. „Ich glaube, es hat sich grundsätzlich etwas verändert", zitiert kipa die Sprecherin. Lange Zeit hätten die Bischöfe wenig Respekt für die Arbeit der Zöfra gezeigt. Heute würden sie die Arbeit der Organisation anerkennen. Eines der vorgetragenen Anliegen sei ein fester Ansprechpartner bei der Bischofskonferenz gewesen. Bischof Büchel habe versprochen, das Thema bei der nächsten Versammlung der Konferenz einzubringen. Außerdem wünschte die Zöfra, dass Bischöfe bei Laisierungen von Priestern, die in einer Beziehung mit einer Frau lebten, manche Restriktionen aufheben und etwa mehr Seelsorge durch laisierte Priester zulassen.
Radio Vatikan


Schweizer Bischofskonferenz empfängt Zöfra zum Gespräch
Eine Delegation der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat den Verein vom Zölibat betroffener Frauen (Zöfra) in Freiburg zu einem Gespräch empfangen. Das Treffen vom Montag, 14. Juli, habe in einer «angenehmen, aufmerksamen Atmosphäre» stattgefunden, sagte Gabriella Loser Friedli, Mitbegründerin und Vereinspräsidentin, am Dienstag auf Anfrage gegenüber der Presseagentur Kipa. Heute gebe es «mehr Raum» in der Bischofskonferenz, um auch über «ganz schwierige Sachen» zu sprechen, so Loser Friedli.
Kipa >>


Verein vom Zölibat betroffener Frauen

Sonntag, 20. Juli 2014

Du Unbegreiflicher

Wir möchten dich auch loben, Gott,
für alles, was wir nicht verstehen:
warum es Hunger gibt und Krebs und Krieg…
warum auch kleine Kinder leiden müssen…
warum wir leben, um am Schluss zu sterben…

Wir loben dich, du Unbegreiflicher,
trotz unserer Fragen, trotz unserer Zweifel,
trotz unsrer Angst, trotz unsrer dunklen Stunden

Und hoffen, dass wir nicht umsonst
auf Antwort warten.
Dass du sie alle krönen wirst,
die unbekrönt und ungeliebt
trotz allem dieses Leben still ertragen.
Wir loben dich, du Unbegreiflicher.

Hermann J. Coenen, Singen im Feuerofen. Jugendgottesdienste,
Patmos Verlag, Düsseldorf, 1985, 25.

Freitag, 18. Juli 2014

Prikoszovits bittet Papst um Entpflichtung


Der frühere Dompfarrer von Eisenstadt, Josef Prikoszovits, wird noch im Juli beim Papst um die „Entpflichtung“ vom priesterlichen Dienst ansuchen. Er wird somit nicht mehr als Pfarrer tätig sein.

Als Prikoszovits mit September 2013 seine Ämter als Dompfarrer niederlegte, sorgte das für große Aufregung in der Diözese Eisenstadt. Als Grund nannte Prikoszovits Probleme mit dem Zölibat - mehr dazu in Dompfarrer Prikoszovits zurückgetreten. Er nahm sich ein Jahr Auszeit, ein Sabbatjahr, in dem er seine Zukunft klären wollte.

Nicht mehr Pfarrer
Jetzt, noch vor Ablauf des Sabbatjahres, lässt der frühere Dompfarrer wieder aufhorchen. In einem Schreiben an Freunde und Wegbegleiter teilte er mit, dass er noch im Juli beim Papst um die „Entpflichtung von seinem priesterlichen Dienst“ bitten werde. Das heißt, er wird nicht mehr als Pfarrer tätig.

Prikoszovits übernimmt Schulpastoral
Seine Berufung will Prikoszovits nun in einem anderem Bereich leben, wie er schrieb: Ab September übernimmt er bei der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs die Agenden der Schulpastoral. Neuer Dompfarrer in Eisenstadt wird mit 1. November Pater Erich Bernhard vom Kalansantiner-Orden - mehr dazu in Pater Erich ist neuer Dompfarrer von Eisenstadt.

Burgenland ORF

Leider: Wieder ein hervorragender Priester wegen des nicht zu rechtfertigenden Zwangszölibats weniger. Es ist höchste Zeit, dieses Machtrelikt der Hierarchie, das keine biblische Grundlage hat zu entsorgen. 
Der Zwangszölibat ist mit ein Grund für den Priestermangel. Bischof Kräutler hat dies bei einem Gespräch mit Papst Franziskus angesprochen. Franziskus hat ihn gebeten, die Bischöfe mögen mutige Vorschläge machen.
Bischof Ägidius ist gefordert diesbezüglich etwas zu tun und die Anliegen des Papstes umzusetzen.


Donnerstag, 17. Juli 2014

Kirche von England erlaubt Frauen Bischofsamt

In der anglikanischen Kirche von England können künftig Frauen zu Bischöfen ernannt werden. Die Generalsynode stimmte am Montag in York mehrheitlich dafür, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen.

„Heute wird vollendet, was vor über 20 Jahren mit der Ordination von Frauen zu Priesterinnen begonnen hat“, sagte das geistliche Oberhaupt der Kirche, der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby. Ein ähnlicher Vorstoß war im November 2012 am Widerstand der Laien im Kirchenparlament gescheitert. Ihnen war der Vorschlag nicht weit genug gegangen. Er hatte vorgesehen, dass Priester ein Vetorecht gegen die Ernennung von Frauen ausüben dürfen

Die Kirche von England ist die Mutterkirche der anglikanischen Weltgemeinschaft und gilt in England als Staatskirche. Jeder vierte Engländer betrachtet sich als Teil der Kirche, auch wenn es keine formelle Mitgliedschaft gibt. In anderen Teilkirchen der Anglikaner, etwa in Neuseeland und den USA, sind Bischöfinnen seit Jahren üblich.

Starkes Signal an Anglikanische Gemeinschaft
Die Entscheidung gilt als starkes Signal an die anderen Mitglieder der Anglikanischen Gemeinschaft mit ihren weltweit etwa 85 Millionen Gläubigen. Es wird nun damit gerechnet, dass in England noch im laufenden Jahr die ersten Bischöfinnen geweiht werden.
Zu der Frage gab es in York drei Abstimmungen: Die Bischofskammer ließ das Vorhaben mit 37 Jastimmen gegen zwei Neinstimmen bei einer Enthaltung passieren. In der Priesterkammer wurde es mit 162 gegen 25 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. In der Laienkammer kamen 125 Jastimmen bei 45 Neinstimmen und fünf Enthaltungen zusammen.

Jahrzehntelange Grundsatzdebatte
Der Abstimmung war eine jahrzehntelange, teils erbittert geführte Grundsatzdebatte vorausgegangen. Skeptiker hatten wegen der Frage der Frauen-Ordination sogar einen Bruch der Church of England nicht mehr ausgeschlossen. Welby rief deshalb zur Einigkeit zwischen Befürwortern und Gegnern auf. „Es geht jetzt nicht darum, dass der Sieger alles kriegt, es geht darum als liebevolle Familie weiter gut miteinander auszukommen.“
Die britische Politik begrüßte die Entscheidung vom Montag. Premierminister David Cameron erklärte, er sei für weibliche Bischöfe und beglückwünschte Welby, der die Entscheidung durch seine Führungsqualitäten möglich gemacht habe. Vizepremier Nick Clegg sprach von einem „großen Moment“ für die Kirche von England.

Ein Drittel des anglikanischen Klerus Frauen
Ein Drittel des anglikanischen Klerus in England ist inzwischen weiblich. Die Staatskirche hatte sich Anfang der 1990er Jahre mit hauchdünner Mehrheit für eine Zulassung von Frauen zum Priesteramt entschieden. Seitdem spaltet die Frage von Frauen und geistlichem Amt Liberale und Konservative. Immer mehr der anglikanischen Nationalkirchen weltweit lassen Bischöfinnen zu. Allein seit September 2013 folgten Irland, Wales, Südindien und Australien.
Außerhalb Englands gibt es 38 anglikanische Nationalkirchen in 26 Kirchenprovinzen, darunter in den USA, Australien und - mit wachsender Bedeutung - in mehreren afrikanischen Ländern. Der englischen Mutterkirche steht die Königin als weltliches Oberhaupt vor. Geistliches Oberhaupt, Primas der Kirche von England sowie Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft ist der Erzbischof von Canterbury, derzeit Justin Welby (58).
religion.ORF.at


Anglikanische Kirche lässt Bischöfinnen zu
Die Synode der anglikanischen Staatskirche von England hat den Weg frei für Frauen im Bischofsamt gemacht. Zu Beschluss stand ein Kompromiss: Gemeinden, die weibliche Geistliche ablehnen, können einen männlichen Alternativkandidaten wählen.
Der Standard >>


Anglikaner lassen Bischöfinnen zu
Justin Welby, Oberhaupt der anglikanischen Kirche, bat die Generalsynode darum, nach der Abstimmung über die Zulassung von Bischöfinnen nicht zu jubeln.
Frauen dürfen in der anglikanischen Kirche von England jetzt auch Bischöfinnen werden. Die Entscheidung der Generalsynode fiel nach einem jahrelangen Richtungsstreit.
evangelisch.de >>


Bischöfinnen in der anglikanischen Kirche und die Ökumene
"Der ökumenische Dialog wird dadurch nicht erschwert"
Die Generalsynode der Kirche von England hat für eine Zulassung von Bischöfinnen gestimmt. Was bedeutet das für die Ökumene? Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn im domradio.de-Interview >>.