Dienstag, 28. Juli 2015

Diözese Limburg fordert von Tebartz-van Elst Schadenersatz in Millionenhöhe


Fall Tebartz-van Elst: Die Entscheidung liegt beim Vatikan
Im Vatikan werden sich die Kirchenrechtler mit einem höchst delikaten Fall beschäftigen müssen: Die Diözese Limburg fordert von ihrem ehemaligen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Schadenersatz in Millionenhöhe.
Religion.orf.at >>

Schadenersatz
Vatikan ist jetzt bei Tebartz-van Elst am Zug
Das Bistum Limburg dringt gegenüber Tebartz-van Elst auf Schadenersatz. Noch hat der Vatikan nicht beschlossen, ob das Verfahren eröffnet wird. Bislang konnte sich der ehemalige Bischof auf seine Unterstützer in Rom verlassen.
FAZ >>

Wie es im Fall Tebartz-van Elst weitergeht
Der Ball liegt beim Vatikan
Das Bistum Limburg fordert von seinem ehemaligen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Schadenersatz in Millionenhöhe. Jetzt müssen sich die Kirchenrechtler im Vatikan mit dem höchst delikaten Fall beschäftigen. Wird es einen Prozess geben?
domradio.de >>

Montag, 27. Juli 2015

Viele Bischöfe wollen Ära Franziskus durchtauchen

"Derzeit scheint es so zu sein, dass viele Bischöfe aus aller Welt den Wunsch hegen, in bequemen Gepflogenheiten und Machtpositionen zu überwintern, und sich nur sehr zögerlich, wenn überhaupt, auf den wunderbaren Aufbruch, den Papst Franziskus eingeleitet hat, einlassen", so Kurt Appel.
Theologe: Viele Bischöfe wollen 'Ära Franziskus' durchtauchen
Wiener Fundamentaltheologe Appel sieht "bedeutsame Akzentverschiebungen" zu Vorgänger-Pontifikaten und Bischöfe, die lieber "überwintern" statt sich einzulassen

Wien (KAP) Viele Bischöfe aus aller Welt scheinen derzeit den Wunsch zu hegen, "in bequemen Gepflogenheiten und Machtpositionen zu überwintern, und sich nur sehr zögerlich, wenn überhaupt, auf den wunderbaren Aufbruch, den Papst Franziskus eingeleitet hat, einlassen": Diesen Eindruck äußerte der Wiener Fundamentaltheologe Kurt Appel in einer Sommerserie der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag", in der Theologen über das gegenwärtige Pontifikat und ihre Erwartungen an die Bischofssynode im Oktober schreiben.

Franziskus stelle als "Papst der Barmherzigkeit" die "umfassende Verrechtlichung" der Kirche in Frage, so Appel. Das Kirchenrecht habe bei aller Wichtigkeit für die katholische Kirche gegenüber dem Evangelium eine vor allem dienende Funktion. Die Radikalität der Frohbotschaft Jesu nicht zu verkürzen und der modernen Welt zu bezeugen sei das Ziel von Papst Franziskus wie schon jenes seiner Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Allerdings seien im gegenwärtigen Pontifikat "mehrere bedeutsame Akzentverschiebungen" zu beobachten, wies der Wiener Theologe hin.

Neben dem Verhältnis von Recht und Evangelium betreffe dies den "selbstkritischeren" Blick von Franziskus auf das Innere der Kirche, der Papst trete dem oft klerikalen Machtmissbrauch entgegen. Johannes Paul II. habe - nicht zuletzt durch eine "zunehmend pessimistische Sicht der westlichen Moderne" - auf eine "geschlossene Kirche" gesetzt, die unter der Führung eines glaubenstreuen Klerus und begeisterungsfähiger Bewegungen christliche "nichtverhandelbare" Werte ohne Kompromisse verkünden sollte. Nach den Worten Appels habe Benedikt XVI. diese Linie fortgeführt und als "Papst der Wahrheit" sein Augenmerk ganz auf eine geistige Fundierung der vom Wojtyla-Papst forcierte Neuevangelisierung gelegt.

Barmherzigkeit im Zentrum des Evangeliums

Papst Franziskus trage in seinem Bemühen um Barmherzigkeit stärker der Fragilität des modernen Menschen Rechnung, "der viel tiefgehender als vorangegangene Generationen auf sich allein gestellt ist und nicht mehr auf traditionelle Zusammenhänge zurückgreifen kann". Dabei gelinge es ihm zu vermitteln, dass die Sensibilität für das Verwundete und Fragile und das Mitleid im Zentrum des Evangeliums stehen.

Für die bevorstehende Synode über Ehe und Familie wird - so Appel - die entscheidende Frage sein: "Wird es gelingen, deutlich zu machen, dass sich die Sprache und die Praxis der Kirche am Wunsch zu heilen und zu verstehen bemessen müssen?" Mit dem Widerstand "beharrender" Bischöfe werde jedenfalls zu rechnen sein.
Kathpress >>


Donnerstag, 23. Juli 2015

Offener Brief zur Absetzung des Eisenstädter Domorganisten

Ich hatte meine Verwunderung über die Enthebung von Mag. Robert Kovacs als Domorgnist bereits am 10. Juli gepostet.  Es freut mich sehr, dass nun Männer und Frauen den "künstlerischen Aderlass in der Kirchenmusik der Diözese" beklagen und Bischof Ägidius Zsifkovics in einem offenen Brief um ein klärendes Gespräch über die Absetzung des Domorganisten bitten.
Der Offene Brief mit weiteren UnterzeichnerInnen >>

Falls Sie den Offenen Brief unterstützen möchten, teilen Sie das bitte per Mail oder Handy DI Christian Leitgeb mit. 

Ihre Meinung können Sie gerne auch als Kommentar posten.

Pressemeldungen:

Offener Brief an Bischof nach Abgang von Domorganist Robert Kovács
Das Ausscheiden von Domorganist Robert Kovacs sorgt bei einigen Mitgliedern der Eisenstädter Pfarrgemeinde für Unmut.

EISENSTADT. Mit einem von rund 40 Personen unterzeichneten offenen Brief an Bischof Ägidius Zsifkovics reagieren Christian Leitgeb und Peter Buzanits auf das Ausscheiden von Robert Kovács als Domorganist. Laut den Initiatoren des offenen Briefes sei Kovács zur einvernehmlichen Auflösung seines Dienstverhältnisses gezwungen worden (bei sonstiger Kündigung). Sie orten eine „künstlerische Bankrotterklärung“ und wollen ein klärendes Gespräch mit den kirchlichen Entscheidungsträgern. Die Diözese widerspricht dieser Darstellung, vielmehr habe Kovács Ende Mai bei der Personalabteilung der Diözese Eisenstadt (Generalvikar) um einvernehmliche Auflösung seines Dienstverhältnisses ersucht.

„Dem wurde mit Einverständnis der Dompfarre (Dompfarrer) entsprochen und wurde in Folge – als kirchlicher Formalakt parallel zur arbeitsrechtlichen Auflösung – das Enthebungsdekret des Herrn Diözesanbischofs ausgestellt. Dies geschieht immer, wenn eine diözesane Funktion (eines Laien oder Geistlichen) beendet wird. Von einer Enthebung im Sinne einer arbeitsrechtlichen „Kündigung“ kann keine Rede sein“, heißt es in einer Stellungnahme von Dominik Orieschnig, Pressesprecher der Diözese, auf Anfrage von Tips. Die Initiatoren wiederum argumentieren mit einem „künstlerischen Aderlass in der Kirchenmusik der Diözese. Nun wurde auch der letzte anerkannte Musiker, der von der Diözese angestellt war, aus seiner Position gedrängt“, heißt es in dem offenen Brief. Die Initiatoren würden Kovács und seine Arbeit außerordentlich schätzen, weshalb die Entscheidung für sie nicht nachvollziehbar sei.

Diözese: Niemand muss sich um Qualität der Dommusik sorgen

Dem Vorwurf des „künstlerischen Aderlasses“ entgegnet Orieschnig: „Das Ausscheiden von Herrn Mag. Kovács als für einen Teil der Gottesdienste im Dom zuständigen Organisten bedeutet keinerlei Abbruch für die hohe Qualität der Dommusik Eisenstadt, die mit jährlich über hundert (!) musikalisch besonderen Gottesdienstgestaltungen (unter Teilnahme von zahlreichen anderen Organisten, Chor, Vokal-Substituten, Solisten, Haydn-Orchester etc.) unter ihrem Dommusikdirektor Mag. Thomas Dolezal eine nachweislich noch nie dagewesene Höhe und Dichte erreicht hat. Sogar Gastauftritte des Eisenstädter Domchores im Stephansdom und an der Wiener Kaisergruft im Vorjahr waren die Folge. Sorgen um die Dommusik, wie die Unterzeichner des Briefes sie zu haben scheinen, braucht man sich also nicht zu machen, wenn man nur ein bisschen was von Musik versteht und sich das beeindruckende Programm der Dommusik unvoreingenommen vor Augen führt.“

Quelle: Christoph Breitenfelder, Tips Redaktion

Mittwoch, 22. Juli 2015

Umwelt-Papst motiviert Bürgermeister zu konkreten Schritten

Abschlussdokument Vatikan-Bürgermeister: Paris ist die letzte Chance!
Menschengemachte Klimaerwärmung ist eine wissenschaftliche Tatsache und ihre Kontrolle ist ein moralischer Imperativ für die Menschheit. Das erklären die im Vatikan zu einer Konferenz versammelten Bürgermeister und Lokalpolitiker, die zwei Tage lang Themen um die Fragen von Umwelt und sozialem Ausschluss besprochen hatten. Zum Abschluss unterzeichneten sie eine gemeinsame Erklärung, unter die auch Papst Franziskus am Dienstag seine Unterschrift gesetzt hatte. Neben dem Anerkennen der menschengemachten Ursachen spricht das Dokument von der Wichtigkeit der Städte bei der Lösung der Probleme.

Man habe auf Basis der Enzyklika Papst Franziskus’, Laudato Si’, Fragen des Klimawandels und der sozialen Exklusion besprochen, heißt es in dem Text. Die überwältigenden wissenschaftlichen Beweise für die menschengemachten Ursachen des Klimawandels seien genauso bedacht worden wie Fragen von Biodiversität. Außerdem habe man über Gerechtigkeit und Wohlstand gesprochen. So sei es deutlich, dass obwohl sie kaum zur Verursachung von Klimawandel beitrügen, die Armen der Welt den Großteil der Folgen zu tragen hätten.

Die Bürgermeister sprechen sich für erneuerbare Energien und die Verlagerung von Staatsausgaben weg von militärischen Zwecken hin zu nachhaltigen Investitionen aus. Der Klimagipfel in Paris zum Ende dieses Jahres sei vielleicht die letzte Möglichkeit, die Erderwärmung unter 2 Grad zu halten, während die augenblickliche Entwicklung eher 4 Grad und damit sehr viel Zerstörung erreichen werde.
Radio Vatikan >>



Klimawandel
Der Umwelt-Papst und die Bürgermeister
Wie keiner seiner Vorgänger setzt sich Papst Franziskus für die Umwelt ein. Jetzt hatte das katholische Kirchenoberhaupt Bürgermeister in den Vatikan eingeladen, um sein Anliegen vorzubringen.
Deutsche Welle >>


Papst an Bürgermeister: „Ich zähle auf Paris-Klimakonferenz“
Der Einsatz für die Umwelt ist nicht nur Sache der „Grünen“, sondern soll für jeden gelten. Das betonte der Papst am Dienstagabend beim Treffen mit den Teilnehmern der Klimawandel- und Menschenhandel-Konferenz im Vatikan. Auf Einladung von Papst Franziskus diskutierten rund 60 Bürgermeister aus aller Welt zwei Tage lang im Vatikan über den Kampf gegen moderne Sklaverei und Klimaerwärmung.
Radio Vatikan >>

Montag, 13. Juli 2015

Schönen Sommer & Ab in die Ferien!

Jetzt ist das beste Wetter, um einen Clip für die "Cold Water Challenge" zu drehen.

Ich mache eine Sommerpause - der Blog wird die nächsten Wochen nicht regelmäßig aktualisiert - ausser es gibt gravierende Ereignisse :-)

Ich wünsche allen Leser_innen und Freunden der Kirchenreformbewegungen 
einen schönen Sommer und eine erholsame Zeit.

Euer Edi Posch

Samstag, 11. Juli 2015

15. Sonntag im Jahreskreis

Die Macht hat vielerlei Namen und Gestalten: Energie, Geld, Intelligenz, Beziehungen, Organisation, Waffen. Der Jünger Jesu hat nicht den Auftrag, sich mit Macht durchzusetzen. Er soll jedoch das Wort Gottes weitersagen, er soll Zeuge Gottes sein in dieser Welt. Und er soll der Kraft Gottes Raum geben in seinem eigenen Leben. Die Menschen werden seinem Wort nur glauben, wenn sie es als gelebte Wahrheit sehen.

Ps 17,15
Ich will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen,
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich einst erwache.


Lesungen auf Erzabtei Beuron >>


Paare
Meditation zum Sonntagsevangelium von der Erzdiözese Freiburg >>

Sonntagslesungen des Bibelwerks >>

Liturgische Bausteine der Steyler Missionare >>

Freitag, 10. Juli 2015

Danke, Robert!


Ex-Domorganist Mag. Robert Kovács
Unter den jüngsten personellen Änderungen in der Diözese ist eine besonders schmerzlich: die Enthebung von Mag. Robert Kovács als Domorganist. Wer ihn an der Orgel hörte, war begeistert von seiner Virtuosität und seinem Improvisationstalent. Wer seinen Lebenslauf liest, ist überrascht, dass sich dieser Künstler derart leidenschaftlich für Eisenstadt Zeit genommen hat.

Allerdings bekam er in letzter Zeit zusehends zu spüren, dass man ihm die Flügel stutzen wollte. Die Ankündigungen seines diesjährigen "Eisenstädter Orgelfrühlings" wurden kirchlicherseits desavouiert.  Die "einvernehmliche" Beendigung des Dienstverhältnisses war eine logische Konsequenz.



Eine Frage zum Schmunzeln: ist dieses Kessel-Gulasch auch besser, wenn es aufgewärmt wird?

Bodenständig
Kesselgulasch
Mahlzeit Burgenland vom 17.5.2010
Robert Kovacs isst am liebsten Kesselgulasch so wie es in Ungarn zubereitet wird. Zur Suppe wird Weißbrot gereicht.
burgenland.orf.at