Samstag, 30. Dezember 2023

Liturgiestreit in Indien geht weiter


Liturgiestreit in Indien: Geduld gefragt
Im Liturgiestreit der Syro-Malabarischen Kirche ist eine von Papst Franziskus gesetzte Frist verstrichen, ohne dass dies den Konflikt bereinigt hätte. Priester und Laien der Erzdiözese Ernakulam-Angamaly wollten die Messe nur ein einziges Mal in der von der Kirchensynode und dem Papst genehmigten Form feiern, berichtet ucanews.
VaticanNews, 29.12.2023



Gegner der einheitlichen Liturgie nicht kompromissbereit

Hirtenbrief der Bischofssynode zum Liturgiestreit schürt Konflikt an
In ein neues Oberhaupt hatten viele in der syro-malabarischen Kirche Hoffnung auf eine Befriedung des Liturgiestreits gesetzt. Nicht einmal eine Woche ist seit der Wahl des Großerzbischofs vergangen – und die Fronten scheinen so verhärtet wie nie.
Katholisch.de, 15.01.2024



Nur in 10 von 328 Pfarreien verlesen
Liturgiereform-Gegner boykottieren Hirtenbrief
Der Liturgiestreit in Kerala verschärft sich weiter: In der überwiegenden Mehrheit der Pfarreien im Großerzbistum wurde ein Hirtenbrief der Bischofssynode boykottiert – die vorgeschriebene Form der Liturgie (mit dem Rücken zum Volk; nur zu Beginn und am Ende wendet sich der Priester dem Volk zu) wurde in noch weniger Gemeinden gefeiert.
Katholisch.de, 22.1.2024




Protest-Priestern wird mit Exkommunikation gedroht
Großerzbischof setzt Ultimatum in Liturgiestreit
Seit Jahren tobt ein Liturgiestreit in der syro-malabarischen Kirche in Indien und ein Ende ist bislang nicht absehbar. Großerzbischof Raphael Thattil droht nun den Priestern, die sich der neuen Liturgie widersetzen, die Exkommunikation an.
Katholisch.de, 11.6.2024

Mögliche Hintergründe des Streits:

Liturgie der Syro-malabarischen Traditionen
Die Auseinandersetzungen in der Syro-malabarischen Kirche Indiens finden auch im Westen relativ große Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt wohl deshalb, weil sie in ungewöhnlich heftiger Form ausgetragen werden: Blockierung der Kirchen der Gegenseite und Verbrennung von Puppen mit den Gesichtszügen von deren Würdenträgern inklusive. Die Motive für diesen Streit und seine Zuspitzung sind von hier aus kaum zu erkennen. Ob sie wirklich nur in der (freilich kolonialgeschichtlich aufgeladenen) Frage der Gebetsrichtung liegen oder auf tiefer liegenden gesellschaftlichen oder theologischen Differenzen beruhen, ist schwer zu sagen.
Summorum Pontificium, 31. Januar 2024

 

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