Mittwoch, 3. Juni 2015

Bischöfliche Visitation in Nebersdorf mündet in Rangelei

Eklat bei Visitation des Bischofs
Zwischen Pater und Besucher kommt es zu Handgreiflichkeiten; Verfassungsschutz war dabei.

Die Vorfälle rund um eine Visitation des Eisenstädter Diözesanbischofs Ägidius Zsifkovics sorgen für Empörung. Grund dafür ist ein brisantes Video, das am Dienstag auf YouTube veröffentlicht wurde. Zu sehen ist eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einem Geistlichen und einem Gläubigen.

Beim Finale der bischöflichen Visitation im mittelburgenländischen Nebersdorf kam es zu dem unschönen Vorfall: Das Video zeigt den Bischof, der sich – von einigen Patres flankiert – auf den Weg zu seinem Wagen macht. Plötzlich kommt es zum Gerangel zwischen Pater Vjekoslav Matić und einem Besucher. Es ist der Vorsitzende des Kroatischen Kulturvereins und Zahnarzt Stanko Horvath. Er wollte auf Anfrage des KURIER keinen Kommentar abgeben.

Pater Matić erklärt, er sei "bereits beim Reingehen in die Kirche körperlich attackiert und als Partisan beschimpft" worden. Beim Verlassen der Kirche sei er gerempelt und gegen Horvath gestoßen worden. Danach sei er von Stefan Bantsich – er hat das besagte Video gedreht – auf die Schulter und den Hinterkopf geschlagen worden.

Bantsich erklärt: "Wir wollten nur mit dem Bischof sprechen. Doch er hat gesagt, dass er nicht mehr mit uns kommunizieren will."

"Mobbing"

Laut Diözese zeige das besagte Video "nur einen Teil der Wahrheit". "Mehrere Zeugen bestätigen, dass es bereits vor dem Video körperliche Übergriffe Einzelner gegen Geistliche des Dekanates gegeben habe", teilt Dominik Orieschnig, Sprecher des Diözese mit.

Vor der Kirche wartende Personen hätten versucht, den Bischof und seine Begleitung am Betreten der Kirche zu behindern. "Insofern fühlt sich Bischof Zsifkovics seit Monaten von dieser kleinen Gruppe verfolgt und durch gezielte Aktionen gemobbt."

Dass das Landesamt für Verfassungsschutz (LV) bei der Visitation anwesend war, kommt nicht von ungefähr: "Wir wollten konfliktreinigend vor Ort sein", sagt LV-Chef Franz Schmikl. Seit etwa eineinhalb Jahren gehen in der Gemeinde die Wogen hoch. Nachdem der Pfarrmoderator des Dekanates, Pater Ivan Jelic, im Februar des Vorjahres seines Amtes enthoben worden war, hat es von Einigen Widerstand gegeben.

Ein Gespräch, zudem Bischof Zsifkovics seine aufgebrachten Schäfchen geladen hatte, hat nicht geholfen. Immer wieder war es zu Eskalationen gekommen, zuletzt im Herbst, als der Bischof in den Pfarrhof eingesperrt worden war. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Gegen Stefan Bantsich wurde wegen Nötigung ermittelt; das Verfahren wurde eingestellt.

Zu Gesprächen mit den Gläubigen sei der Bischof gerne bereit, aber die Personalentscheidung zu dem amtsenthobenen Pater ist getroffen, das sei zu akzeptieren.
Quelle: KURIER


Handgreiflichkeiten bei Bischofsbesuch im Mittelburgenland
Laut Angaben der Diözese Eisenstadt hätten mehrere Zeugen bestätigt, dass es schon vor den im Video gezeigten Szenen zu "körperlichen Übergriffen" einzelner Personen vor der Kirche gegen zwei Franziskanerpatres und gegen einen Pastoralassistenten gekommen sei. Vor der Kirche wartende Personen hätten bereits am Vormittag desselben Tages bei der Visitation in Großwarasdorf versucht, den Bischof und seine Begleitung am Betreten der Kirche zu behindern, hieß es in einer Stellungnahme der Diözese.
Kleine Zeitung >>


Video: Rangelei bei Bischofsbesuch
In Nebersdorf, einem Ortsteil von Großwarasdorf (Bezirk Oberpullendorf), ist es am Wochenende während des Besuchs von Bischof Ägidius Zsifkovics zu einem Handgemenge gekommen. Das zeigt ein Video, das am Montag (2.6.) im Internet aufgetaucht ist.
Hintergrund ist offenbar immer noch ein Streit über die Ablöse des Pfarrers von Nebersdorf vor mehr als einem Jahr - mehr dazu in Bischof in Pfarrhof eingesperrt und Tauziehen um Pfarrer geht weiter. Dieser Konflikt zwischen einer Gruppe von Gläubigen und Bischof Zsifkovics erreichte bei der Visitation des Bischofs in der Pfarre Nebersdorf jetzt offenbar einen neuen Höhepunkt.
Dabei kam es zu einem Handgemenge zwischen einem Pater und einem Mann, wie ein Video auf der Internet-Plattform Youtube zeigt. Die Abfahrt des Bischofs wurde von einem Pfeifkonzert begleitet. Zsifkovics wolle zu dem Vorfall keine Stellungnahme abgeben, so ein Sprecher des Bischofs am Dienstag. Das Gerangel habe mit dem Bischof nichts zu tun, hieß es.
burgenland.orf.at >>

Handgemenge bei Bischofsbesuch
NEBERSDORF. Die Aufregung rund um die Ablöse von Pfarrer Ivan Jelic in der Pfarre Großwarasdorf dürfte sich noch nicht gelegt haben. Während der Visitation von Bischof Ägidius Zsifkovics in Nebersdorf kam es zu einem Handgemenge zwischen einem Pater und einem Mann, das auch auf einem Youtube-Video zu sehen ist.
Der Bischof zeigt sich auf dem Video von diesem Zwischenfall genauso unbeeindruckt wie vom Pfeifkonzert, das seine Abfahrt begleitet.
Mein Bezirk >>

Rangelei mit Mönch und Pfiffe bei Bischofsbesuch
Christliche Liebe stand beim Besuch von Bischof Ägidius Zsifkovic im burgenländischen Nebersdorf am Wochenende nicht im Fokus. Es kam zu einer Schubserei und einem Pfeifkonzert bei der Abfahrt des Bischofs. Grund dafür ist vermutlich, dass die Bevölkerung die umstrittene Ablöse des örtlichen Pfarrers vor über einem Jahr nicht vergessen hat.
Heute.at >>

Wildes Handgemenge: Pater rangelt mit Mann
Der Besuch von Bischof Zsifkovics in Nebersdorf endete mit wüsten Szenen.
oe24.at >>

Handgreiflichkeiten bei Bischofsbesuch im Burgenland
Gerangel zwischen einem Pater und einem Mann in Nebersdorf aus Protest gegen den Pfarrer
Der Standard >>

Diözese Eisenstadt verurteilt "übles Mobbing" gegen Kirche
Diözesansprecher Orieschnig nach jüngsten Protestaktionen bei bischöflicher Visitation im Dekanat Großwarasdorf: Kleine Gruppe schreckt auch nicht vor körperlichen Übergriffen zurück und will "irreparablen Schaden" für die Kirche herbeiführen
Kathpress >>

Österreich: Diözese Eisenstadt verurteilt „übles Mobbing“
Radio Vatikan >>




Visitationstermine im Dekanat Großwarasdorf

Frankenau: Sonntag, 10. Mai 2015 (nur Visitation!)
Kleinwarasdorf: Donnerstag, 14. Mai 2015 (nur Visitation!)
Nikitsch: Sonntag, 17. Mai 2015 (Firmung mit TV-Übertragung - 11.00 Uhr)
Kroatisch Geresdorf: Samstag, 30. Mai 2015 (nur Visitation!)
Lutzmannsburg: Samstag, 30. Mai 2015 (Visitation und Firmung - 15.00 Uhr)
Großwarasdorf: Sonntag, 31. Mai 2015 (nur Visitation!)
Nebersdorf: Sonntag, 31. Mai 2015 (nur Visitation! Beginn 14.30 Uhr)
Unterpullendorf: Samstag, 13. Juni 2015 (nur Visitation!)
Nikitsch: Samstag, 13. Juni 2015 (nur Visitation!)
Kroatisch Minihof: Sonntag, 14. Juni 2015 (nur Visitation!)
Quelle: martinus.at

Kommentare:

  1. Es ist wieder etwas passiert... Was macht Bischof Ägidius, er lächelt und verschwindet im Auto. Unvorstellbare Situationen, die in unserer Diözese passieren. Was kommt als Nächstes?
    Ratlose und besorgte Katholikin

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    1. In Frankenau ist das nächste Erdbeben zu erwarten...

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    2. und jetzt kommt auch noch Nikitsch dazu - als Dankeschön für die Verteidigung des Hrn. Bischofs durch Matic, mußte jetzt Dechant Vertesich den Kopf hinhalten - wurde kurz nach seinem 25-jährigen Priesterjubiläum in Pension geschickt ! Angeblich wurden die Mitbrüder vom Bischof persönlich kontaktiert und es wurde ihnen ein Fernbleiben bei der Jubiläumsmesse von Dechant Vertesich angeordnet. Will unser Bischof wirklich nur das Beste für die Dioezese oder geht es hier nur um Machtdemononstration ?? Empfehlung an den Bischiof - "Die Wahrheit wird Euch frei machen" - warum wird nicht mit offenen Karten gespielt ?

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    3. hoffentlich auch in Nikitsch - lege den Hrn. Bischof ans Herz, sich mit dem Motto "Die Wahrheit wird euch frei machen" zu beschäftigen - wir leben nicht mehr im MA, wo der Hirte Narrenfreiheit hat !

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  2. Wenn man sich das anschaut können nur der Herr Vertesich oder gar der Herr Bischof gerempelt haben, er amüsiert sich ja königlich.

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  3. Als Kenner der Sache vor Ort kann ich nur sagen, dass die besagte Gruppe von aufgebrachten "Gläubigen" nicht mal zu Zeiten des abgesetzten Paters Ivan Jelic, regelmäßig die Kirche besucht hat. Ganz besonders der Scharfmacher und Hetzer Stefan Bancsich. Seinen jährlichen Kirchenbesuch konnte man an einer Hand abzählen .... nur so viel, dass man sieht, welche Leute hier am Werk sind und nichts, aber auch absolut gar nichts wollen, außer der Kirche zu schaden. Das Video zeigt eigentlich nur eine Rempelei und nicht mehr. Der Pater hat sich vor seinen Bischof gestellt, na und? Was ist da so schlimm. Diejenigen die glauben jetzt hier sich großartig zu empören, sollten sich mal mit den agierenden Personen und Leuten näher auseinander setzen und ihre Motive !!!gewissenhaft!!! hinterfragen. Es geht nur ums Zerstören und Chaos verbreiten. Und wessen Früchte das sind wissen wir ja aus der Bibel!!.

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    1. Zahlt er Kirchenbeitrag? Nur das zählt!!!

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    2. Na das ist Feigheit pur

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    3. Na super, wen namentlich nennen und selber anonym.

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    4. Als so großer Kenner der Sache und Moralapostel müsstest du eigentlich wissen, dass das der falsche Weg war. Nur den Dialog verweigern, die Hände in Unschuld waschen, die Schuld auf andere schieben - ich kann nichts dafür - das waren die anderen (Provinzial) usw.sich alles gefallen lassen, Dass da der Frust enorme Ausmassen annimmt, wundert keinen normal denkenden Menschen mehr. Habe mich selber Jahrzehnte für diese Kirche aktiv engagiert aber schön langsam bin ich am verzweifeln. Und deine seltsame Drohung verstehe ich überhaupt nicht.Wo lebst du? Die Menschen wehren sich nur, da wird man fast verprügelt und ist auch noch selber Schuld. Für den Bischof waren genug Bodyguards da. Keine zeitgemäße Ansicht!

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  4. Wandelt Bischof #Zsifkovics schon auf den Spuren von Bischof #Krenn? "De mortuis nil nisi bene"

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  5. Wie man sieht werden nur genehme, und bischofkritische Artikel veröffentlicht, aber nicht solche die ein objektives Bild auf die Situation und die handelnden Personen wiedergeben. Eine Schande für die Redaktion!!!!

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  6. Eine Schande, wie die Diözese hier vorgeht: mit Verfassungsschutz, kirchlichen Disziplinarmaßnahmen und gerichtlichen Schritten.
    Kein wirklicher Dialog!
    Wenn das der Neue pastorale Weg sein soll, sind wir der FIFA sehr nahe gekommen. Aber auch Blatter hatte ein Ablaufdatum - trotz Wiederwahl!

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  7. Dieser Bischof spaltet die Diözese.Nach längerem Beobachten kann ich nur sagen: wenn er seine Kirche wirklich liebt, soll er konsequent sein und ehrlich seine Überforderung zugeben. Das wäre ev. Größe und eine Erleichterung für die Diözese. Chapeau!!!

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  8. Auch ich bin eine Kirchenkennerin und bislang eine treue Katholikin.Aber eine offene Kirche muss auch bereit sein, die Meinung einiger eventueller "Nichtkirchengänger " zu hören.Viellleicht könnten auch die "sog. verlorenen Schafe etwas zur lebendigen Gemeinschaft beitragen. Dialog blieb unter

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