Mittwoch, 31. Dezember 2014

Neujahrswunsch: Zeit, um glücklich zu sein

Das neue Jahr
soll das glücklichste deines Lebens sein.
Nimm dir Zeit, um glücklich zu sein.
Du bist ein wandelndes Wunder in dieser Welt.
Du bist einmalig, einzigartig, unverwechselbar.
Weißt du das?
Warum staunst du nicht,
warum freust du dich nicht,
überrascht über dich selbst
und über all die anderen um dich?

Zeit ist keine Schnellstraße
zwischen Wiege und Grab,
sondern Raum,
um in der Sonne zu parken.

Jahre sind keine Kilometer,
die man verschlingen muss,
sondern jedes Jahr,
auch dieses neue Jahr,
ist eine Gabe aus Gottes Hand,
als Geschenk dir anvertraut.
Nimm dir ruhig Zeit,
um glücklich zu sein!

Phil Bosmans, Leben jeden Tag. 365 Vitamine für das Herz,
Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2008, 11.

Liebe Leser/innen und Freund/innen!
Mit der Jahreslosung 2015 wünsche ich Euch allen ein gesegnetes Jahr 2015.
Edi Posch

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Röm 15,7)

Dienstag, 30. Dezember 2014

Einladung zur Radiomesse am Anbetungstag


2015 wird über das Pontifikat von Franziskus entscheiden

Noch nie auch nur in Ansätzen hat ein Papst seine engsten Mitarbeiter so gemaßregelt wie der Mann, der vom anderen Ende der Welt nach Rom kam.
 "Ich bin der Großvater von euch allen.“ Diese Worte des Verständnisses, der Nähe, fast der Intimität, hat Franziskus an diesem ersten Sonntag nach Weihnachten bei einer Sonderaudienz in Richtung hunderter italienischer Familien mit Kindern gerichtet. Und er fühlte sich sichtlich wohl in dieser lauten Gesellschaft bunten Lebens fast jeder Altersstufe. Ein Papst, der sich als Großvater versteht? Ausgerechnet dieser Papst? Kann, muss man eine derartige Ansage ernst nehmen? Oder darf das als kaum mehr zu steigernder Zynismus verstanden werden?

So mögen Mitarbeiter an der Kurie im Vatikan, vom Monsignore bis hinauf zum Kardinal, wohl gestern Nachmittag gedacht haben. Sind sie es doch, die ihren Chef gerade während dieser Festtage als konsequenten Zuchtmeister kennengelernt haben, alles andere jedenfalls denn als gütigen Großvater. Die Weihnachtsfesttage der Kurialen waren getrübt von einer harten, noch dazu öffentlich verbreiteten Abrechnung des Papstes mit ihnen, seinen engsten Zu- und Mitarbeitern in den Dikasterien der Zentrale der katholischen Weltkirche, wie sie die Geschichte nicht kennt.

Was hat Franziskus ihnen – offenbar nach eineinhalb Jahren prägender einschlägiger Erfahrungen in Rom – nicht alles an den Kopf geworfen: Geschwätzigkeit, Griesgrämigkeit, Eitelkeit, das Führen eines Doppellebens, ein völliges Vernachlässigen der Seelsorge. Franziskus hat jüngst Krankheiten und Sünden benannt, die er den Kurienmitarbeitern vorhielt, nicht bei Buß- und Fastenübungen, sondern beim offiziellen Weihnachtsempfang. Nein, das wird keine Liebesbeziehung mehr zwischen diesem Papst und „seiner“ Kurie.
2015 wird das Entscheidungsjahr für das Pontifikat von Franziskus. Im Februar trifft der handverlesene Kardinalsrat mit dem Papst zusammen, um weiter über eine organisatorische Reform der Kurie zu beraten und womöglich Beschlüsse vorzulegen, unmittelbar danach versammeln sich dann alle Kardinäle in Rom zum Konsistorium. Und im Oktober folgt die jedenfalls mit Spannung, von manchen aber auch mit Sorge erwartete Bischofssynode. Da soll dann nach dem Willen von Franziskus über neue Wege in der Familienseelsorge beraten werden. Nach den heftigen theologischen Differenzen bei der vorbereitenden Synode im heurigen Herbst scheint derzeit kein Kompromiss in Sicht.

Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Kurskorrekturen im Umgang mit Geschiedenen, die zivilrechtlich eine neue Ehe eingegangen sind. Ihnen ist derzeit streng genommen – aber gar so streng ist die gelebte Praxis in weiten Teilen des Kirchenuniversums dann auch wieder nicht, was nur bedingt zur Glaubwürdigkeit kirchlicher Regeln beiträgt – der Zugang zu den Sakramenten verwehrt. Im Herbst werden Entscheidungen gefällt werden müssen. So oder so. Und es wird natürlich Verlierer oder Enttäuschte geben.
2015 wird also das Entscheidungsjahr für das Pontifikat von Franziskus. Er selbst hat sich die Latte hoch gelegt, hat Erwartungen formuliert und in der katholischen Kirche, in der Öffentlichkeit damit noch größere geweckt. Er hat nur die Option, sich durchzusetzen, Widerstände auch zu brechen und – wie Johannes XXIII. – als einer jener Päpste in die Kirchengeschichte einzugehen, denen es gelungen ist, die katholische Kirche aus dem Gestern (oder Vorgestern) in das Heute zu führen.

Indem er der katholischen Kirche Relevanz im täglichen Leben von Familien, Singles, Hetero- wie Homosexuellen zurückerkämpft. Indem es ihm gelingt, die vatikanische Kurie strukturell, organisatorisch und was das Selbstverständnis betrifft aus der Ecke der zentralistischen, dirigistischen Machtzentrale herauszuführen, sie mehr zu einer Service- als Kontrollstelle für die Diözesen zu machen.
Franziskus bleibt nur diese eine Option, sich durchzusetzen. Zu klar hat er sich schon positioniert. In Worten und Werken. Schafft er es nicht, bleibt er hinter seinen Vorgaben zurück, sagen wir es offen, scheitert er also, dann scheitert dieser Papst ganz gewaltig, vor aller Augen, mit schweren, unabsehbaren Folgen für die Gesamtkirche. Dieser Weg wird kein leichter sein.

Quelle: DiePresse


"Der Papst wird Entscheidungen treffen"
Papst Franziskus ist populär - aber Reformen bei strittigen Themen wie dem Umgang mit Geschiedenen oder Homosexuellen hat er bisher nicht eingeleitet. Der Kölner Kardinal Woelki verweist aufs kommende Jahr.
Domradio.de >>


Franziskus droht das gleiche Schicksal wie dem Franz
Der Papst hat seiner Kurie, und damit seinem Topmanagement, die Leviten gelesen. Für Victor Weber wird er trotzdem enden wie der Heilige aus Assisi: als Narr Gottes
Sonntagszeitung.ch >>


„Alzheimer spirituale“
Der Papst liest der Kurie die Leviten.
Journal21.ch >>

Montag, 29. Dezember 2014

Deutsche Bischöfe: „Unter Bedingungen“ Kommunion für Wiederverheiratete


Kardinal Marx:

„Den drängenden Herausforderungen der Ehe- und Familienpastoral begegnen“
Nach Abschluss der Dritten Außerordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ hat die Deutsche Bischofskonferenz jetzt eine Arbeitshilfe unter dem Titel der Synode veröffentlicht, in der zentrale Texte der Bischofssynode und der Deutschen Bischofskonferenz zusammengefasst sind.

Die Dokumentensammlung enthält einerseits Wortbeiträge von Papst Franziskus während der Synode und andererseits zum Teil erstmals in deutscher Sprache übersetzte Texte der Beratungen. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeitshilfe ist die „Schlussrelatio“ der Synodenväter, die ein Teil des Vorbereitungsdokumentes für die Bischofssynode im Jahr 2015 darstellt. Bewusst hat die Arbeitshilfe Texte gesammelt, die mit der zurückliegenden Bischofssynode zu tun haben. Das Vorbereitungsdokument (Lineamenta) für 2015 ist in der offiziellen Übersetzung ab sofort unter www.dbk.de/themen/bischofssynode zu finden.

Neben den Antworten der Deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen des Synodensekretariats vom Oktober 2013 werden in der Arbeitshilfe erstmals die Vorarbeiten einer Arbeitsgruppe der Bischofskonferenz zu Fragen der theologisch verantwortbaren und pastoral angemessenen Wege zur Begleitung wiederverheiratet Geschiedener aufgegriffen, die abschließend im Ständigen Rat am 23. Juni 2014 beraten wurden. Dazu erklärt heute der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx: „Die Suche nach einer theologisch verantwortbaren und pastoral angemessenen Begleitung von Gläubigen, deren Ehe zerbrochen ist und die zivil geschieden und wiederverheiratet sind, gehört weltweit zu den drängenden Herausforderungen der Ehe- und Familienpastoral im Kontext der Evangelisierung. Denn die zivile Scheidung und Wiederheirat leitet oft einen Prozess der Distanzierung von der Kirche ein oder vergrößert die bereits bestehende Distanz zur Kirche. Nicht selten führt diese Entwicklung auch zu einer Abkehr vom christlichen Glauben. Die Deutsche Bischofskonferenz will deshalb die pastorale Begleitung von Gläubigen, deren Ehe zerbrochen ist und die eine neue Verbindung eingegangen sind, intensivieren.“

Wie alle Gläubigen müssten auch sie die Kirche als Heimat erfahren und aktiv an ihrem Leben teilnehmen können, betont Kardinal Marx. „Eine an diesen Grundsätzen orientierte Pastoral kann der Frage nach einer möglichen Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur sakramentalen Kommunion nicht ausweichen. Deshalb hat die Deutsche Bischofskonferenz mit großer Mehrheit diese Überlegungen verabschiedet, die sich ausführlich mit den theologischen Fragen einer Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu Buße und Kommunion befassen“, so Kardinal Marx. Er fügte hinzu: „Aus der Sicht der deutschen Bischöfe wäre es nicht richtig, unterschiedslos alle Gläubigen, deren Ehe zerbrochen ist und die zivil geschieden und wiederverheiratet sind, zu den Sakramenten zuzulassen. Aufgrund ihrer pastoralen Erfahrungen und auf der Grundlage ihres theologischen Nachdenkens plädieren sie vielmehr für differenzierte Lösungen, die dem Einzelfall gerecht werden und unter bestimmten Bedingungen eine Zulassung zu den Sakramenten ermöglichen.“

Die Texte der Arbeitshilfe sollen dazu dienen, allen Interessierten das Verständnis für die Arbeit der Bischofssynode zu erleichtern. „Die pastorale Sorge für Ehe und Familie verdient, mit Engagement neu angegangen zu werden, so dass die menschenfreundliche Botschaft Jesu spürbar wird“, so Kardinal Marx.
Quelle: Deutsche Bischofskonferenz >>

Hinweis:

Die Arbeitshilfe Nr. 273, „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung. Texte zur Bischofssynode 2014 und Dokumente der Deutschen Bischofskonferenz“, ist ab sofort als Download abrufbereit und kann auch als Broschüre (194 Seiten) bestellt werden.

Die Lineamenta für die Bischofssynode 2015 „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ finden Sie unter www.dbk.de/themen/bischofssynode.



Deutsche Bischöfe:
„Unter Bedingungen“ Kommunion für Wiederverheiratete
Eine Mehrheit der Deutschen Bischofskonferenz hat sich dafür ausgesprochen, Gläubige, die nach einer Scheidung wieder heiraten, in „Einzelfällen“ im Gottesdienst wieder zu den Sakramenten zuzulassen.
FAZ >>

Bischöfe Oster und Voderholzer Speerspitze der Ablehnung von Öffnung für Wiederverheiratete
Der Regensburger Bischof und sein Passauer Amtskollege Stefan Oster sprechen sich entgegen einer Mehrheit in der Deutschen Bischofskonferenz gegen Lockerungen für wiederverheiratete Geschiedene aus.
Wochenblatt >>

Sonntag, 28. Dezember 2014

Geduld miteinander

Wir bitten dich, Gott,
für die jungen Menschen,
die den Glauben der Eltern
nicht fraglos übernehmen wollen.

Wir bitten dich für die Mütter und Väter,
die leiden,
weil ihre Kinder
eigene Wege gehen.

Wir bitten dich für die Familien,
in denen einer dem anderen
nichts mehr zu sagen hat.

Hab Geduld mit uns;
und schenk uns Geduld miteinander;
sei uns Halt,
damit wir einander halten;
lass uns deine Liebe erfahren,
damit wir andere lieben.

E. Beck, Gemeindebibel,
Verlag Kath. Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2004, 35f.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachtsgruß 2014


Das ist unser Fest,
was wir feiern:
das Kommen Gottes
zu den Menschen,
damit wir zu Gott kommen können.

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest!

Euer Edi Posch


Predigt von Papst Franziskus zur Christmette >>


Schweige und höre

Vielleicht geht dir in der Mitte der Nacht
ein Licht auf

vielleicht hörst du unverhofft
eine neue Botschaft

vielleicht ahnst du plötzlich
dass Friede auf Erden denkbar ist

vielleicht erfährst du schmerzhaft
dass du Altes zurücklassen musst

vielleicht spürst du
dass sich etwas verändern wird

vielleicht wirst du aufgefordert
aufzustehen und aufzubrechen

schweige und höre
sammle Kräfte und brich auf
damit du den Ort findest
wo neues Leben möglich ist!

Max Feigenwinter

Dienstag, 23. Dezember 2014

Radiomesse aus der bischöflichen Hauskapelle

Die in ganz Österreich übertragene Radiomesse am 01.01.2015 wird aus der bischöflichen Hauskapelle des Bischofshofes in Eisenstadt ausgestrahlt.
Dem Vernehmen soll dafür die Bischofskapelle mit einer Orgel um rund 60.000 Euro ausgestattet worden sein. Stimmt das?


Siehe auch Blog-Archiv vom 30. Mai 2012
Prunkkapelle im Bischofshof mit Überraschungseffekt


Aktualisiert:

Weihnachts-Interview
Bischof Zsifkovics: „Heilige Familie war Flüchtlingsfamilie“
Bischof Ägidius Zsifkovics sprach mit der BVZ über die moderne Kirche, seine Kritiker, persönliche Zweifel und über die Landespolitik.
BVZ >>