Mittwoch, 8. Februar 2012

„Gott ist Trumpf“


Unter dem Motto „Gott ist Trumpf“ hatte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics am 22. Jänner in Klingenbach, am 29. Jänner in Neckenmarkt und am 5. Feber in Stegersbach zum Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen - Bauernschnapsen inklusive - eingeladen.

Die Diözese Eisenstadt hatte eigens dafür Schnapskarten mit dem Slogan „Gott ist Trumpf“ aufgelegt.

Kommentare:

  1. Ein Kartenspieler8. Februar 2012 um 09:11

    Angeblich kann der Bischof garnicht kartenspielen.
    An anähernd 60 Bibelstellen wird versucht Attribute für Gott zu finden - alle sind unzureichend.
    Man sollte nachlesen:
    Jes 40,18: Mit wem wollt ihr Gott vergleichen / und welches Bild an seine Stelle setzen? oder
    Röm 11,34: Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?

    Das wirkliche Wesen Gottes ist von uns Menschen nicht zu begreifen. Bischof Ägidius scheint es jedoch zu schaffen:
    Der Bischof geht her und hat die Vermessenheit Gott ein Attribut zu geben, das üblicherweise die Kartenpracker beim Gebrauch des Wirtshausgebetbuches verwenden. Reiner Populismus, keine Neuevangelisierung mit alten doppeldeutschen Karten. Weit haben wir es gebracht.

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  2. diese Aktion scheint mir im wahrsten Sinne des Wortes eine "Schnapsidee" gewesen zu sein...

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  3. Eines muss man festhalten: mit dieser "Schnapsidee" ist es dem Bischof und seinem PR-Team rund um Kathpress gelungen, zum vorübergehenden Tagesthema geworden zu sein.
    Nicht nur in kirchlichen Kreisen bekommt man zu hören: "Hast gsehn - da Bischof tuat Koatnspüln." Und nach einer Gedankenpause: "Und des in volla Montur..."
    Für viele tief beeindruckend - wenn (oder gerade weil?) auch die Botschaft recht niederschwellig ist.

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  4. Man kann vorm Computer sitzen und alles schlecht machen – dies ist die eine Variante. Die Andere ist es, die Menschen dort abholen, wo sie stehen (hat auch schon Prof. Zuhlehner in einen seiner Bucher geschrieben)! Ich finde es war eine super Idee!

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  5. Burgenland-Bischof daß dir so was nicht noch einmal einfällt! Beim "Volk" punkten dürfen mit deftigen Sprüchen nur die Progressiven. Höre auf die berechtigten Ordnungsrufe: reiner populismus, Schnapsidee, niederschwelllige botschaft. Also verhalte dich artgemäß als verschrieener Bischof.

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  6. Sonst geht's den "Reformern" auch nicht niederschwellig genug. "Schnapsidee"? Wenn's dem Volk danach verlangt könnte man doch auch Schnaps statt Wein in der Messe verwenden, oder? Hauptsache ist doch, der Mensch steht im Mittelpunkt.

    Selbsternannte Reformer verteilen Kondome mit dem Aufdruck "Mach, was DU willst", der Bischof Spielkarten mit "Gott ist Trumpf".

    Ach übrigens: nach dem "Abholen der Menschen dort, wo sie stehen" nicht einfach dort mit denen stehen bleiben, Abholen bedeutet, den anderen mitnehmen!

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  7. Ein bisschen Klerikalfolklore ist ja zugegeben ganz nett an zu sehen aber - ein Bischof wird auch an seinem Umgang mit seinen Mitarbeitern und den ihm anvertrauten Mitteln gemessen. Ich hätte den Bischof lieber bei der Neueröffnung einer Notschlafstelle gesehen oder bei der Übergabe von Brennstoffgutscheinen für frierende Burgenländer.
    Dompfarrer Prikoszovits hält seit Jahren eine Notunterkunft in Eisenstadt offen - fragen Sie ihn einmal, wie der Bischof sein Wirken unterstützt und schätzt!

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  8. Der Bischof und seine Karten: Monsignore Zsifkovics wollte um jeden Preis Bischof werden, wie auch immer, er hat sein Ziel erreicht. Dann will er auch noch beliebt werden. Nach seiner pompösen Bischofsweihe und nach all seinen zwielichtigen „Verordnungen“ versucht er es jetzt auf recht eigenartige Weise. Bauernschnapsen nach der Messe mit dem Bischof im Gasthaus! Ein Brauch, wo Männer sonntags die Zeit zwischen Messe und Mittagessen im Gasthaus beim Bier und Kartenspiel „verschlagen“ haben, wird von höchster Stelle in der Diözese Eisenstadt als „Tradition“aufgewertet! Seine Exzellenz, der Herr Bischof gibt sich dabei als höchst „traditionsbewusst“! Er lässt sogar eigene Karten für diese großartige Aktion drucken mit der Aufschrift: „Gott ist Trumpf“! Nicht genug, die Eisenstädter Kirchenzeitung hat dann die lobenswerte Aufgabe zu dokumentieren, wie seine Exzellenz in „voller Montur“ Karten spielt, farbenfroh bebildert, natürlich.
    „Die Menschen soll man abholen, wo sie sind“. Wofür sollen denn Menschen abgeholt werden? Dieser Satz alleine suggeriert bereits Hochmut und ein menschenverachtendes Herablassen. Seine Exzellenz lässt sich nieder „zu den Menschen“! Welch eine Gnade! Wofür steht dieser Bischof überhaupt?
    Was ist das für ein Christentum, das auf solch zwielichtiger Weise beworben werden muss? Die einfachen Menschen, die angeblich „abgeholt werden sollen“, stoßen bereits an der Aktion des Bischofs. Sie spüren instinktiv, "hier stimmt etwas nicht “!

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  9. Ein Kartenspieler10. Februar 2012 um 16:32

    Der Bischof möge im Katechismus der Katholischen Kirche die Nr.: 2155 nachlesen, dort ist unter anderem zum zweiten Gebot zu lesen:
    „Die Heiligkeit des Namens Gottes verlangt, dass man ihn nicht um belangloser Dinge willen benutzt.“

    Gott ist Trumpf –laut Bischof Ägidius ist dieser Slogan sicher nicht belanglos, er muss es ja wissen, er benutz ihn ja, er ist der Bischof! (mir ist sicher bewusst, dass es bei Joh 8,7 heißt: …………. Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie“)

    Ein Aufruf an alle Christen zu einem Stoßgebet für uns und auch für unseren Bischof:

    Herr hilf uns, dass unser Leben ein lebendiger Lobpreis Deines Heiligen Namens darstellt mit unseren Worten und Taten! Amen

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  10. Den einen ist der burgenländ. Bischof zu abgehoben, arrogant, den anderen niederschwellig oder gar gotteslästerlich (wenn man das Wort Trumpf nur vom Kartenspielen kennt). Den Spagat, es allen recht zu machen, schafft niemand. Nicht einmal Gott. Auch er hat seine Kritiker. Das relativiert jede Kritik. Alle meinen es natürlich, wie sie sagen, gut. Ich auch. Gott aber weiß, wie es tatsächlich ist.

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    1. Ein Kartenspieler13. Februar 2012 um 17:03

      Vorab und noch einmal: „Das wirkliche Wesen Gottes ist von uns Menschen nicht zu begreifen.“
      Ich darf Sie zitieren; „Den Spagat, es allen recht zu machen, schafft niemand. Nicht einmal Gott.“
      Wie armselig erfahren Sie Ihren – unseren Gott, der nicht einmal einen Spagat schafft?
      Ich darf weiter zitieren „Auch er hat seine Kritiker. Das relativiert jede Kritik“
      Wie armselig erfahren Sie Ihren – unseren Gott, der sich einer Kritik stellt oder stellen muss?
      In einem haben Sie aber recht, denn Gott weiß tatsächlich wie es ist, denn die Allwissenheit ist die logische Konsequenz von Allmacht. Und Allmacht braucht sich keiner Kritik zu stellen und muss auch keinen Spagat schaffen!

      Mit diesem Kommentar ziehe ich mich aus dem leidigen Thema „Gott ist Trumpf“ zurück!

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  11. Die Aufregung verstehe ich einerseits sehr gut und andererseits wieder gar nicht.

    Was ich verstehe ist, dass es eine ziemlich dumme und peinliche Aktion war. Kennen wir auch aus der Politik, sei's drum.

    Was ich nicht verstehe: Sieht denn niemand, dass unser Hirte Ägidius eigentlich nur spielt, hint und vorn ein Spieler ist? Gespielt hat er mit Bischofskontakten, bis anno 2010 die Ernennung kam. Gespielt hat er mit seiner Macht, von seiner Weihe an, in unzähligen Variationen. Spielen tut er mit dem Klerus, der immer mehr gespalten ist. Spielen tut er mit zum Teil haarsträubenden Personalentscheidungen. Spielen tut er mit den Finanzen der Diözese, und was das genau heißt, wird man erst wissen (oder auch dann nicht), wenn das Bauprojekt Bischofshof abgeschlossen ist. Natürlich spielt er auch mit der Nuntiatur und dem Vatikan (bis jetzt als Gewinner). Er spielt mit allem, womit er spielen kann.

    Unter dieses Umständen ist es mir ziemlich wurscht, wenn er dann auch einmal zu (auf fromm getrimmten) Spielkarten greift.

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