Wer darf in deiner Nähe
und dein Gast sein
Jene
die trotz Rückschlägen versuchen
sich für die Rechte der Unterdrückten einzusetzen
jene
die dich in sich selber entdecken
im Hunger und Durst nach deiner Gerechtigkeit
Wer wird deine Nähe erfahren
Jene
die sich umarmen und trösten lassen
jene
die sich zärtlich begegnen
jene
die tanzen und feiern
Brot und Wein teilen
Da bist
DU
ganz nah
nach Psalm 15,1
Pierre Stutz, Der Stimme des Herzens folgen,
Verlag Herder, Freiburg i. Br. 2005, 210.
Sonntag, 8. Februar 2015
Freitag, 6. Februar 2015
USA: Priester rufen Bischöfe zu Änderungen beim Zölibat auf
Ein Zusammenschluss von rund 1.000 katholischen Priestern bittet die US-Bischofskonferenz um eine Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt. Das berichtet die Onlineausgabe der Zeitschrift „National Catholic Reporter“. Hintergrund der Bitte seien personelle Engpässe in der Seelsorge. Der Vorsitzende der „Association of U.S. Catholic Priests“, Bob Bonnot, sagte der Zeitschrift, sein Verein erwarte keine direkte Antwort der Bischöfe; er hoffe aber, dass sie das Anliegen unter sich zum Gesprächsthema machten.
Die zwölf Unterzeichner aus dem Leitungsgremium des Vereins verweisen auch auf Äußerungen des Papstes, die sie als Offenheit für verheiratete Geistliche deuten. Die katholischen Priester zitieren in ihrem Apell den am Amazonas in Brasilien arbeitenden österreichischen Bischof Erwin Kräutler. Dieser hatte in einem Interview erklärt, dass Papst Franziskus als Lösungsvorschlag für die fehlenden Seelsorger auch die „Entkoppelung von Zölibat und Eucharistiefeier“ für möglich halte
Rund 38.300 Priester sind nach Angaben der „Association of U.S. Catholic Priests“ in den USA aktuell für 76,7 Millionen Katholiken zuständig; 1978 seien es mehr als 58.000 Geistliche für 50 Millionen Katholiken gewesen. Derzeit seien 3.500 Pfarreien ohne eigenen Priester.
Radio Vatikan
Die zwölf Unterzeichner aus dem Leitungsgremium des Vereins verweisen auch auf Äußerungen des Papstes, die sie als Offenheit für verheiratete Geistliche deuten. Die katholischen Priester zitieren in ihrem Apell den am Amazonas in Brasilien arbeitenden österreichischen Bischof Erwin Kräutler. Dieser hatte in einem Interview erklärt, dass Papst Franziskus als Lösungsvorschlag für die fehlenden Seelsorger auch die „Entkoppelung von Zölibat und Eucharistiefeier“ für möglich halte
Rund 38.300 Priester sind nach Angaben der „Association of U.S. Catholic Priests“ in den USA aktuell für 76,7 Millionen Katholiken zuständig; 1978 seien es mehr als 58.000 Geistliche für 50 Millionen Katholiken gewesen. Derzeit seien 3.500 Pfarreien ohne eigenen Priester.
Radio Vatikan
Donnerstag, 5. Februar 2015
Pegida-Rede: Gemeinde rebelliert gegen Pfarrer
Gemeinde rebelliert gegen ihren Pfarrer
- Nach seiner rechtslastigen Neujahrsrede werden weitere Vorwürfe gegen den Pfarrer Norbert Zawilak aus dem oberpfälzischen Deining laut.
- In einem Brief an Bischof Gregor Maria Hanke bezeichnen Mitglieder der Pfarrei Zawilak als "nicht gesellschaftsfähig".
- Frauen soll er zum Beispiel als Weiber beschrieben haben, die hinter den Herd gehörten und zum Kinderkriegen da seien.
"Eine bodenlose Frechheit"
Deining/Eichstätt (DK) Die politische Rede eines katholischen Pfarrers hat im oberpfälzischen Deining die Gemüter erregt: Norbert Zawilak hat beim Neujahrsempfang Anfang des Jahres kräftig gegen Staat, Medien und Homosexuelle ausgeteilt und von einer angeblichen Islamisierung Deutschlands gesprochen. Nun muss er zum Rappo
Donaukurier >>
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Olaf Latzel von der Martini-Kirche nannte Buddha "fetten alten Mann" und eiferte gegen Islam und den Papst. Er gilt als christlicher Fundamentalist. Bürgermeister sieht Aufruf zum Religionskampf.
Hamburger Abendblatt >>
An Gideon die Reinigung von den fremden Göttern lernen
Pastor Olaf Latzel, Predigttext: Richter 6,25-32 (18.1.2015)
als MP3 >>
Evangelische St. Martini-Gemeinde zu Bremen >>
Darf ein Parlament eine Predigt bewerten?
Bremen/Göttingen/Hamburg (idea) – Wie stark darf sich ein staatliches Organ in kirchliche Angelegenheiten einmischen? Anlass für diese Frage ist ein Beschluss der Bremischen Bürgerschaft, in dem sie scharfe Kritik an der Predigt des Pastors der St.-Martini-Gemeinde, Olaf Latzel, vom 18. Januar übt. Sie sei „aufwiegelnd und herabwürdigend“ gewesen. Das Parlament distanziere sich von allen Versuchen, „unter dem Deckmantel von Predigt und Schriftauslegung Hass gegen Anders- und Nichtgläubige zu verbreiten“, heißt es in der Erklärung. Die Fraktion der Partei „Die Linke“ hatte die Entschließung eingebracht, der auch SPD und Bündnis 90/Die Grünen zustimmten. Die CDU-Fraktion kritisierte zwar die Predigt, lehnte aber eine Einmischung in innerkirchliche Angelegenheit ab.
idea.de >>
Pastor Olaf Latzel übt scharfe Kritik an der evangelischen Kirche
Berlin (idea) – Der wegen einer Predigt in die Kritik geratene Pastor Olaf Latzel (Bremen) hat Fehlentwicklungen in der evangelische Kirche angeprangert. So seien viele Pfarrer nicht mehr vom christlichen Glauben überzeugt. „Sie sprechen das Glaubensbekenntnis, ohne dahinterzustehen“, sagte der Theologe in einem Interview mit der Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (Ausgabe 26. Februar). Er habe Kollegen, die öffentlich – im Widerspruch zur Bibel – sagten, Jesus Christus sei nicht der einzige Weg zum Heil. Schon bei der Ausbildung junger Pfarrer wird der Glaube laut Latzel „systematisch kaputtgemacht, indem die Autorität der Bibel ausgehöhlt wird“. Latzel verweist darauf, dass der Begriff „Kirche“ vom griechischen „Kyrios“ – also „zum Herrn“ – komme: „Wenn das nicht mehr erkennbar ist, werden wir keinen Segen von Gott erhalten und bald auch keine Bedeutung mehr in dieser Welt haben.“
idea.de >>
Mittwoch, 4. Februar 2015
Zölibat für Schnuderl nicht in Stein gemeißelt
Schnuderl war vergangene Woche vom Grazer Domkapitel bis zur Entscheidung über einen Nachfolger für den früheren Bischof Egon Kapellari zum Verwalter der Diözese gewählt worden. Er äußerte sich recht bald zur Frage der wiederverheirateten Geschiedenen und sagte, es solle für sie einen „Neustart“ in der Kirche geben. Schnuderl hält zwar die Ehe grundsätzlich für unauflösbar, er kann sich aber etwa einen zweite Ehe mit einem „Segen Gottes“ vorstellen, sagte er in verschiedenen Zeitungsinterviews.
Nun nahm Schnuderl zur Frage des Zölibats Stellung. Er hält ihn nicht für unumstößlich. „Ich kann mir vorstellen, dass es verheiratete Priester gibt“, sagte Schnuderl in der Dienstag-Ausgabe der „Salzburger Nachrichten“. Sollte der Zölibat tatsächlich aufgehoben werden, erwartet Schnuderl zwar große Veränderungen, aber: „Ob es dann mehr Priester gibt, ist eine andere Frage.“
Quelle: religion.orf.at
Schnuderl kann sich verheiratete Priester vorstellen
Wie der steirische Diözesanadministrator die Kirche breiter aufstellen möchte.
Salzburger Nachrichten >>
Dienstag, 3. Februar 2015
Newsletter 26 der Laieninitiative
Die Themen:
Generalversammlung des Vereins Laieninitiative /
Neuwahl des Vorstands /
Erweiterung der Website /
Rückblick auf zwei Jahre: Kalendarium einer Funktionsperiode
Newsletter 26 als PDF >>
Ein neuer Vorstand:
Vorsitz: Dr. Herbert Kohlmaier, Wien
Stellvertreter: Univ. Prof. Dr. Heribert Franz Köck, Wien
Schriftführer: Johann Zirkowitsch, Bad Vöslau
Kassier: Mag. Hermann Bahr, Hinterbrühl
Weitere Vorstandsmitglieder:
Renate Bachinger, Eberschwang / Univ. Prof. Dr. Ulrich Jordis, Wien / Mag. Johann Mahler, Hinterbrühl / Mag. Eduard Posch, Pinkafeld / Josef Rupert Steinbacher, Kundl / Univ. Prof. Dr. Hans J. Stetter, Wien / Franz Zlanabitnig, Maria Saal.
Die Rechnungsprüfung übernehmen:
Erhard Alexitsch, Wien / Dkfm. Mag. Burkhard Klebel, Kritzendorf
In der anschließenden konstituierenden Sitzung des neuen Vorstands wurde Dr. Brigitte Hoy, Wien, zur Geschäftsführerin bestellt.
Montag, 2. Februar 2015
Neuer Fragebogen zur Familiensynode 2015 bedarf unserer kritischen Antwort
Die vor einem Jahr erstmals von einem Papst initierte weltweite Umfrage über Familie, Ehe und Sexualmoral hatte anfangs ein großes Medienecho hervorgerufen. Die Ergebnisse zeigten eine starke Kluft zwischen kirchlicher Ehe-Lehre und Praxis der Gläubigen. Sie wurden auf einer außerordenlichen Synode im Oktober 2014 in Rom behandelt und mit Ermutigung von Papst Franziskus offen diskutiert. Wie zu erwarten kam es zu keinem Ergebnis. Aber Gegensätze wurden sichtbar, weil eine Gruppe von Kardinälen Angst hat, die Unauflöslichkeit der Ehe zu verlieren.
Doch Papst Franziskus bleibt hoffnungsvoll im Hinblick auf eine Reform und wünscht sich nun die Fortsetzung der Diskussionen auch auf Diözesanebene.
Leider ist der neue Fragebogen dabei keine wirkliche Hilfe. Es geht vorrangig um die traditionelle kirchliche Ehelehre von Freude, Empfängnisbereitschaft und Unauflöslichkeit der Ehe. Die meisten Fragen sind - für mich zumindest - in sich zu umfangreich und nicht verständlich. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Ergebnisse der 1. Umfrage (bezüglich Empfängnisverhütung, Homosexualität oder Kommunionempfang von kirchlich integrierten Wiederverheirateten) eingearbeitet wurden. Vielmehr sind diese Themen nun ausgeklammert. Der Eindruck entsteht, dass wieder bei Null begonnen wird.
Liebe Leser_innen und Freund_innen!
Umso mehr scheint es mir wichtig, an dieser Umfrage teilzunehmen und unsere Meinungen und Anliegen kundzutun. Das sollte ganz frei geschehen. Wählen Sie einige Fragen aus und schreiben Sie offen ihre Erfahrungen - in Verantwortung zum Evangelium und zur Kirche Jesu Christi. Und um Papst Franziskus bei seinen Reformbemühungen zu unterstützen. Wörter wie "Ehenichtigkeit", "wiederverheiratet Geschiedene" oder "Menschen mit homoxexuellen Tendenzen" tauchen erst ab Frage 37 auf.
Eine Hilfe zur Beantwortung kann eine Auswahl von Erfahrungen und Erwartungen zur Familiensynode auf der Homepage von Wir-sind-Kirche.de sein. Weiters ist dort ein Musterbrief zu finden, in dem Fragen an die Bischöfe gestellt werden, die nicht uninteressant sind. (Siehe unten)
Auch unser Bischof Ägidius ruft alle "katholischen Christen des Burgenlandes" auf, an dieser 2. Umfrage teilzunehmen. Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass jener Bericht zur 1. Umfrage, den Bischof Ägidius während des Ad-limina-Besuches bei Papst Franziskus abgegeben hat, bisher leider nicht veröffentlicht wurde. Es wäre schön, wenn das nachgeholt wird.
Gottes Geist begleite uns bei unseren Reformbemühungen!
Edi Posch
Online-Fragebogen auf martinus.at >>
Die Arbeitshilfe „Familien-Synode – Das geht uns alle an!“ der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche wendet sich an alle Interessierten und ruft dazu auf, selber Initiativen zu ergreifen, sich mit der offiziellen Lehre und Pastoral von Ehe, Familie und Sexualität kritisch auseinanderzusetzen und neue, zeit- und schriftgemäße Konzepte zu entwickeln.
Musterbrief von "Wir-sind-Kirche.de" zur Familien-Synode 2015
Sehr geehrter Herr Bischof / Erzbischof / Kardinal,
die Kirchenleitung in Rom hat die Papiere zur Vorbereitung der „Familien-Synode“ 2015 vorgelegt. Auf den Ergebnissen der „Familien-Synode“ 2014 aufbauend sollen die Bischofskonferenzen konkrete Lösungsvorschläge bis Mitte April 2015 in Rom einreichen.
Diese Lineamenta warnen vor Alleingängen der Bischöfe und fordern die Beteiligung des ganzen Gottesvolkes an den so wichtigen Vorschlägen. Ohne Denk- und Sprechverbote sollen also die drängenden Fragen von allen gestellt und beantwortet werden. Dabei sollen nicht nur die Bischöfe auf das Kirchenvolk, sondern auch das Kirchenvolk auf die Bischöfe zugehen.
Deshalb frage ich / fragen wir Sie:
• Was unternehmen Sie, damit möglichst viele in der Diözese sich an der Diskussion über die Bedeutung der Familie heute beteiligen und ihre Überzeugung darlegen können?
• Wie stehen Sie selber zu den Fragen gelebter Sexualität in allen Lebensbereichen?
• Bei aller Bedeutung der sakramentalen Ehe: Welchen Stellenwert haben Ihrer Meinung nach die ohne Trauschein zusammenlebenden Paare bzw. die Paare, die nur zivil getraut sind?
• Wie bewerten Sie die Nicht-Zulassung zu den Sakramenten von nach Scheidung Wiederverheirateten, von glaubenstreuen Menschen, die nach sorgfältiger Gewissensprüfung eine neue Bindung mit neuen Verantwortlichkeiten eingegangen sind?
• Wie beurteilen Sie homosexuelle Neigungen und homosexuelles Handeln? Spielen sie insbesondere beim Umgang mit pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Rolle?
• Wie beurteilen Sie die Partnerschaft von Homosexuellen, die ihr Leben lang in Treue und Verantwortung füreinander leben?
• Wie ernst nehmen Sie die Ängste von Angestellten an katholischen Einrichtungen, denen die fristlose Entlassung droht, falls sie vorgegebene Moralvorstellungen nicht (mehr) erfüllen können?
• Wie gehen Sie mit pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um, die vorgegebene Moralvorstellungen nicht (mehr) erfüllen können?
• Welche Antworten und Stellungnahmen werden Sie im Namen der Mitglieder Ihres Bistums, die Sie repräsentieren und für die Sie verantwortlich sind, weitergeben?
Weitere Hilfen:
Gute Einladung der Katholischen Landeskirche Thurgau:
Brennpunkt Familiensynode 2015
Zur Vorbereitung der ersten Synode 2014 wurde eine weltweite Befragung der Gläubigen durchgeführt. So etwas gab es zuvor noch nie. In der Schweiz wurden die Seelsorgenden befragt und – mit einer vereinfachten Umfrage – die betroffenen Menschen selbst. Darauf antworteten im sehr kurz bemessenen Zeitfenster mehr als 25’000 Menschen.
Nun hat P. Franziskus die Diözesen und Pfarreien beauftragt, Gesprächskreise durchzuführen, um in einer zweiten Runde des Nachdenkens und Suchens die Gläubigen in den synodalen Prozess einzubeziehen.
"Eine Grundbedingung … ist es, offen zu sprechen. Keiner soll sagen: „Das kann man nicht sagen, sonst könnte man ja schlecht über mich denken…“
Nach dem letzten Kardinalsversammlung hat mir ein Kardinal geschrieben: „Schade, dass einige Kardinäle aus Respekt vor dem Papst nicht den Mut gehabt haben, gewisse Dinge zu sagen, weil sie meinten, dass der Papst vielleicht anders denken könnte.“
Das ist nicht in Ordnung, das ist keine Synodalität, weil man alles sagen soll, wozu man sich im Herrn zu sprechen gedrängt fühlt: ohne menschliche Rücksichten, ohne Furcht!
Und zugleich soll man in Demut zuhören und offenen Herzens annehmen, was die Brüder sagen. Mit diesen beiden Geisteshaltungen üben wir die Synodalität aus."
(Papst Franziskus in der Eröffnungsansprache zur Familiensynode 2014)
"Liebe Schwestern und Brüder, wir haben jetzt noch ein Jahr um die hier vorgeschlagenen Ideen in einer wirklichen geistlichen Unterscheidung reifen zu lassen und konkrete Lösungen für alle Schwierigkeiten und die unzähligen Herausforderungen zu finden, welchen die Familien begegnen müssen; Antworten zu geben auf die vielen Entmutigungen, welche die Familien umgeben und einschnüren."
(Schlussansprache von Papst Franziskus am Ende der ausserordentlichen Synode 2014)
Ziel und Motivation dieses Weges ist: gemeinsam zu hören, was Gott uns mitten in den heutigen Lebenssituationen sagen möchte. In diesen Familienrealitäten sind wir gemeinsam mit allen Menschen gefordert, das Risiko neuer Wege zu wagen.
Papst Franziskus hat zu Beginn der Synode gesagt, dass es darauf ankommt, drei Gaben des Geistes Raum zu geben:
• Bereitschaft zum Hören
• Offenheit in den Begegnungen
• Orientierung an Worten und Taten Jesu
Obwohl die Zeit wiederum knapp ist (Rückmeldungen sind in der Schweiz bis 27. März 2015 an die Geschäftsstelle der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz erbeten) werden die eingehenden Anregungen und Fragen für den Vorbereitungsprozess der Synode 2015 berücksichtigt. Es brauchen dabei nicht alle Fragen berücksichtigt werden. Es ist sinnvoll, sich auf ausgewählte Fragen zu konzentrieren.
Diese pastoralen Herausforderungen und Probleme sollen reflektiert werden:
• Das Verhältnis zwischen Kirchenrecht und persönlicher Moral
• Das Verhältnis zwischen dem kirchlichen Ideal der Familie und den tatsächlichen Schwierigkeiten eines Familienalltags
• Die Problematik sehr unterschiedlicher Situationen in unterschiedlichen Kontinenten und Kulturen
• Die Herausforderungen der Kirche in einer Gesellschaft, der die Anliegen des christlichen Glaubens oft fremd sind.
• Die Problematik der Spannung zwischen dogmatischer Lehre einerseits und pastoraler Perspektive andererseits.
Der kommunikative Prozess ist dem Papst ein Anliegen. Wenn wir unser Handeln als Christinnen und Christen neu ausrichten, müssen auch unsere Gesellschaft und unsere Mitmenschen berücksichtigt werden. Denn die Kirche lebe nicht für sich allein, sondern immer auch in der Öffentlichkeit. Ihr Zeugnis soll ja auch sichtbar und verständlich sein. Daher sei es wichtig, viele Menschen in unsere Synodengespräche einzubeziehen und gut darüber zu informieren.
Quelle: Katholische Landeskirche Thurgau >>
Das Materialpaket der Katholischen Jugend Österreich
Es bietet eine große Hilfe bei der Beantwortung des Fragebogens und enthält:
Doch Papst Franziskus bleibt hoffnungsvoll im Hinblick auf eine Reform und wünscht sich nun die Fortsetzung der Diskussionen auch auf Diözesanebene.
Leider ist der neue Fragebogen dabei keine wirkliche Hilfe. Es geht vorrangig um die traditionelle kirchliche Ehelehre von Freude, Empfängnisbereitschaft und Unauflöslichkeit der Ehe. Die meisten Fragen sind - für mich zumindest - in sich zu umfangreich und nicht verständlich. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Ergebnisse der 1. Umfrage (bezüglich Empfängnisverhütung, Homosexualität oder Kommunionempfang von kirchlich integrierten Wiederverheirateten) eingearbeitet wurden. Vielmehr sind diese Themen nun ausgeklammert. Der Eindruck entsteht, dass wieder bei Null begonnen wird.
Liebe Leser_innen und Freund_innen!
Umso mehr scheint es mir wichtig, an dieser Umfrage teilzunehmen und unsere Meinungen und Anliegen kundzutun. Das sollte ganz frei geschehen. Wählen Sie einige Fragen aus und schreiben Sie offen ihre Erfahrungen - in Verantwortung zum Evangelium und zur Kirche Jesu Christi. Und um Papst Franziskus bei seinen Reformbemühungen zu unterstützen. Wörter wie "Ehenichtigkeit", "wiederverheiratet Geschiedene" oder "Menschen mit homoxexuellen Tendenzen" tauchen erst ab Frage 37 auf.
Eine Hilfe zur Beantwortung kann eine Auswahl von Erfahrungen und Erwartungen zur Familiensynode auf der Homepage von Wir-sind-Kirche.de sein. Weiters ist dort ein Musterbrief zu finden, in dem Fragen an die Bischöfe gestellt werden, die nicht uninteressant sind. (Siehe unten)
Auch unser Bischof Ägidius ruft alle "katholischen Christen des Burgenlandes" auf, an dieser 2. Umfrage teilzunehmen. Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass jener Bericht zur 1. Umfrage, den Bischof Ägidius während des Ad-limina-Besuches bei Papst Franziskus abgegeben hat, bisher leider nicht veröffentlicht wurde. Es wäre schön, wenn das nachgeholt wird.
Gottes Geist begleite uns bei unseren Reformbemühungen!
Edi Posch
Online-Fragebogen auf martinus.at >>
***************
Tipp:Die Arbeitshilfe „Familien-Synode – Das geht uns alle an!“ der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche wendet sich an alle Interessierten und ruft dazu auf, selber Initiativen zu ergreifen, sich mit der offiziellen Lehre und Pastoral von Ehe, Familie und Sexualität kritisch auseinanderzusetzen und neue, zeit- und schriftgemäße Konzepte zu entwickeln.
Musterbrief von "Wir-sind-Kirche.de" zur Familien-Synode 2015
Sehr geehrter Herr Bischof / Erzbischof / Kardinal,
die Kirchenleitung in Rom hat die Papiere zur Vorbereitung der „Familien-Synode“ 2015 vorgelegt. Auf den Ergebnissen der „Familien-Synode“ 2014 aufbauend sollen die Bischofskonferenzen konkrete Lösungsvorschläge bis Mitte April 2015 in Rom einreichen.
Diese Lineamenta warnen vor Alleingängen der Bischöfe und fordern die Beteiligung des ganzen Gottesvolkes an den so wichtigen Vorschlägen. Ohne Denk- und Sprechverbote sollen also die drängenden Fragen von allen gestellt und beantwortet werden. Dabei sollen nicht nur die Bischöfe auf das Kirchenvolk, sondern auch das Kirchenvolk auf die Bischöfe zugehen.
Deshalb frage ich / fragen wir Sie:
• Was unternehmen Sie, damit möglichst viele in der Diözese sich an der Diskussion über die Bedeutung der Familie heute beteiligen und ihre Überzeugung darlegen können?
• Wie stehen Sie selber zu den Fragen gelebter Sexualität in allen Lebensbereichen?
• Bei aller Bedeutung der sakramentalen Ehe: Welchen Stellenwert haben Ihrer Meinung nach die ohne Trauschein zusammenlebenden Paare bzw. die Paare, die nur zivil getraut sind?
• Wie bewerten Sie die Nicht-Zulassung zu den Sakramenten von nach Scheidung Wiederverheirateten, von glaubenstreuen Menschen, die nach sorgfältiger Gewissensprüfung eine neue Bindung mit neuen Verantwortlichkeiten eingegangen sind?
• Wie beurteilen Sie homosexuelle Neigungen und homosexuelles Handeln? Spielen sie insbesondere beim Umgang mit pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Rolle?
• Wie beurteilen Sie die Partnerschaft von Homosexuellen, die ihr Leben lang in Treue und Verantwortung füreinander leben?
• Wie ernst nehmen Sie die Ängste von Angestellten an katholischen Einrichtungen, denen die fristlose Entlassung droht, falls sie vorgegebene Moralvorstellungen nicht (mehr) erfüllen können?
• Wie gehen Sie mit pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um, die vorgegebene Moralvorstellungen nicht (mehr) erfüllen können?
• Welche Antworten und Stellungnahmen werden Sie im Namen der Mitglieder Ihres Bistums, die Sie repräsentieren und für die Sie verantwortlich sind, weitergeben?
Weitere Hilfen:
Gute Einladung der Katholischen Landeskirche Thurgau:
Brennpunkt Familiensynode 2015
Zur Vorbereitung der ersten Synode 2014 wurde eine weltweite Befragung der Gläubigen durchgeführt. So etwas gab es zuvor noch nie. In der Schweiz wurden die Seelsorgenden befragt und – mit einer vereinfachten Umfrage – die betroffenen Menschen selbst. Darauf antworteten im sehr kurz bemessenen Zeitfenster mehr als 25’000 Menschen.
Nun hat P. Franziskus die Diözesen und Pfarreien beauftragt, Gesprächskreise durchzuführen, um in einer zweiten Runde des Nachdenkens und Suchens die Gläubigen in den synodalen Prozess einzubeziehen.
"Eine Grundbedingung … ist es, offen zu sprechen. Keiner soll sagen: „Das kann man nicht sagen, sonst könnte man ja schlecht über mich denken…“
Nach dem letzten Kardinalsversammlung hat mir ein Kardinal geschrieben: „Schade, dass einige Kardinäle aus Respekt vor dem Papst nicht den Mut gehabt haben, gewisse Dinge zu sagen, weil sie meinten, dass der Papst vielleicht anders denken könnte.“
Das ist nicht in Ordnung, das ist keine Synodalität, weil man alles sagen soll, wozu man sich im Herrn zu sprechen gedrängt fühlt: ohne menschliche Rücksichten, ohne Furcht!
Und zugleich soll man in Demut zuhören und offenen Herzens annehmen, was die Brüder sagen. Mit diesen beiden Geisteshaltungen üben wir die Synodalität aus."
(Papst Franziskus in der Eröffnungsansprache zur Familiensynode 2014)
"Liebe Schwestern und Brüder, wir haben jetzt noch ein Jahr um die hier vorgeschlagenen Ideen in einer wirklichen geistlichen Unterscheidung reifen zu lassen und konkrete Lösungen für alle Schwierigkeiten und die unzähligen Herausforderungen zu finden, welchen die Familien begegnen müssen; Antworten zu geben auf die vielen Entmutigungen, welche die Familien umgeben und einschnüren."
(Schlussansprache von Papst Franziskus am Ende der ausserordentlichen Synode 2014)
Ziel und Motivation dieses Weges ist: gemeinsam zu hören, was Gott uns mitten in den heutigen Lebenssituationen sagen möchte. In diesen Familienrealitäten sind wir gemeinsam mit allen Menschen gefordert, das Risiko neuer Wege zu wagen.
Papst Franziskus hat zu Beginn der Synode gesagt, dass es darauf ankommt, drei Gaben des Geistes Raum zu geben:
• Bereitschaft zum Hören
• Offenheit in den Begegnungen
• Orientierung an Worten und Taten Jesu
Obwohl die Zeit wiederum knapp ist (Rückmeldungen sind in der Schweiz bis 27. März 2015 an die Geschäftsstelle der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz erbeten) werden die eingehenden Anregungen und Fragen für den Vorbereitungsprozess der Synode 2015 berücksichtigt. Es brauchen dabei nicht alle Fragen berücksichtigt werden. Es ist sinnvoll, sich auf ausgewählte Fragen zu konzentrieren.
Diese pastoralen Herausforderungen und Probleme sollen reflektiert werden:
• Das Verhältnis zwischen Kirchenrecht und persönlicher Moral
• Das Verhältnis zwischen dem kirchlichen Ideal der Familie und den tatsächlichen Schwierigkeiten eines Familienalltags
• Die Problematik sehr unterschiedlicher Situationen in unterschiedlichen Kontinenten und Kulturen
• Die Herausforderungen der Kirche in einer Gesellschaft, der die Anliegen des christlichen Glaubens oft fremd sind.
• Die Problematik der Spannung zwischen dogmatischer Lehre einerseits und pastoraler Perspektive andererseits.
Der kommunikative Prozess ist dem Papst ein Anliegen. Wenn wir unser Handeln als Christinnen und Christen neu ausrichten, müssen auch unsere Gesellschaft und unsere Mitmenschen berücksichtigt werden. Denn die Kirche lebe nicht für sich allein, sondern immer auch in der Öffentlichkeit. Ihr Zeugnis soll ja auch sichtbar und verständlich sein. Daher sei es wichtig, viele Menschen in unsere Synodengespräche einzubeziehen und gut darüber zu informieren.
Quelle: Katholische Landeskirche Thurgau >>
Das Materialpaket der Katholischen Jugend Österreich
Es bietet eine große Hilfe bei der Beantwortung des Fragebogens und enthält:
- eine Zusammenfassung der Diskussionsgrundlage
- einen Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden
- Methoden- und Diskussionsanreize
- einen Fragebogen für Jugendliche
- einen alternativen Fragebogen
- und eine Kleine Literaturliste
Sonntag, 1. Februar 2015
Verwundungen
Was immer an Verwundungen
sich in meinem Leben
angehäuft hat
Mag noch so Schreckliches passiert sein
ich will mein Leben
nicht auf diese Verletzungen reduzieren
Ich bin mehr als all das
und zum befreiten Leben gerufen
Auch wenn ich mich
körperlich-seelisch behindert fühle
so kann sich auch darin
meine Lebenskraft zeigen
die durch die Behinderung hindurch
noch mehr entfaltet werden will
Dank DIR
Pierre Stutz, Ws die Stille erzählt. Tagebuchmeditaitonen,
Kösel Verlag, München 2007, 54f.
sich in meinem Leben
angehäuft hat
Mag noch so Schreckliches passiert sein
ich will mein Leben
nicht auf diese Verletzungen reduzieren
Ich bin mehr als all das
und zum befreiten Leben gerufen
Auch wenn ich mich
körperlich-seelisch behindert fühle
so kann sich auch darin
meine Lebenskraft zeigen
die durch die Behinderung hindurch
noch mehr entfaltet werden will
Dank DIR
Pierre Stutz, Ws die Stille erzählt. Tagebuchmeditaitonen,
Kösel Verlag, München 2007, 54f.
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