Mittwoch, 17. August 2011

"Nach Gott ist der Priester alles"

Regelmäßigen Lesern der Kirchenzeitung "martinus" fällt schon seit einiger Zeit eine neue Blattlinie, eine "Kurskorrektur" auf. Unter anderem sichtbar dadurch, welche Leserbriefe veröffentlicht werden.

"Nach Gott ist der Priester alles" heißt es im Leserforum vom 07. August 2011.


Welches Kirchenbild wird hier kultiviert und propagiert? Ist das etwa die viel gepriesene Neuevangelisierung?
Was würde wohl unser Herr Jesus dazu sagen? In den Evangelien steht jedenfalls nichts von derartigen Sichtweisen, die Kirchenrecht und Lehramt über die Botschaft Jesu stellen.

Kommentare:

Aquilea hat gesagt…

Wer solche "Kurskorrektur" notwendig hat, ist nicht schwer zu erraten. Diese ist notwendig, um über jedwede Kritik zu stehen und unangreifbar zu werden. Dabei helfen solche Leserbriefe allemal! Sie unterstützen den Wunsch des Menschen nach einem Heilbringer, nach einem Stellvertreter, der mit seinem "tadellosen, opferbereiten" Leben bei Gott das Heil des Gläubigen Volkes erwirken kann. Somit wird aber die eigene Verantwortung auf den Priester abgewältzt. Die "neue Linie" dient diesem ewigen Wunsch und dieser Denkweise der Menscheit. Kritische, nach dem besten Wissen und Gewissen handelde Menschen bleiben wieder einmal in der Kirche auf der Strecke. Wie immer schon, in zweitausend Jahren. Und die Exzellenzen dürfen sich alles erlauben. Wie eh und jäh! Es reicht, wenn sie sich auf seine Heiligkeit berufen! Dazu ist keine Redlichkeit, keine Fachkompetenz und keine Intelligenz notwendig!

Christian hat gesagt…

Im neuen "martinus" geht es mit Kommentaren heavy weiter. Johannes Hodits aus Steinbrunn schreibt zum gleichen Thema: "Der Artikel eines linkslinken und mediengeilen Pfarrers Schüller hätte im martinus überhaupt nicht erscheinen dürfen, er wird nämlich in Zukunft schädliche Auswirkungen für die Kirche bewirken..."

Ein Artikel kann nur dann Auswirkungen haben, wenn seine Botschaft schon die Herzen der Menschen erreicht hat.