Dienstag, 22. Mai 2012

Berliner Kardinal widerspricht Wiener Kardinal

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki hält es für möglich, dass die katholische Kirche ihre strikte Haltung gegenüber Schwulen und Lesben langfristig aufweicht. Bislang wird Homosexualität von der Kirche generell verurteilt. Es sei denkbar, dass die Kriterien dafür verfeinert würden.

Selbstkritische Töne bei der Katholischen Kirche

Auf dem Katholikentag in Deutschland wird auch über grundsätzliche strukturelle Veränderungen in der Kirche gesprochen. Aber das will nicht jeder gern. 
Der Berliner Bischof Rainer Maria Woelki geht auf Schwule und Lesben zu… Zitat: „Wenn zwei Homosexuelle Verantwortung füreinander übernehmen, wenn sie dauerhaft und treu miteinander umgehen, muss man das in ähnlicher Weise sehen wie heterosexuelle Beziehungen.“
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Kardinal Schönborn:  Stützenhofen "kein Präzedenzfall"
Der Wiener Erzbischof bekräftigte, dass die Kirche auch nach Stützenhofen ihre Haltung gegenüber Homosexuellen nicht ändern werde. 
Kein Gesinnungswechsel in Sicht: Nach der Aufregung um die Weinviertler Pfarre Stützenhofen hat der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, bekräftigt, dass die Kirche ihre Haltung gegenüber Homosexuellen nicht ändere. Gegenüber homosexuellen Paaren müssten sich die Pfarrer streng an die Lehren der Kirche halten. "Wir sind überzeugt, dass diese Lehren den Weg zum Glück führen. Wir müssen jeden helfen, ein Leben zu führen, das diesen Lehren entspricht", sagte Schönborn im Interview mit der Turiner Tageszeitung La Stampa.
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Kommentare:

  1. Sagen wir es einfach einmal so: Einer der beiden Kardinäle will noch höher hinaus (papabile ...), der andere nicht. Einer der beiden schwelgt, wenn man von einigen guten Ansätzen mal absieht, immer noch in der triumphalen Kirchenvergangenheit, während der andere der beiden sich offen einem missionarischen Kirchenverständnis widmet. Und so weiter.

    Zum Thema Homosexualität und (katholische) Kirche grundsätzlich: Es ist längst Lehre der Kirche (KKK, also Weltkatechismus, Art. 2358), dass eine sexuelle Neigung allein keine Sünde darstellen kann, und folgerichtig betreffende Menschen nicht verurteilt werden dürfen. Das scheint aber noch nicht bis zu so manchen katholischen Leuten durchgedrungen zu sein, sei es aufgrund der Karrieregeilheit, der Dummheit der Betreffenden oder aus welchen Gründen auch immer.

    Verurteilt werden hingegen homosexuelle Handlungen (KKK 2357 und 2359), aber das werden heterosexuelle Handlungen auch, sofern die Beteiligten keine katholischen Trauungsurkunden besitzen (KKK 2353). Ein Kommentar dazu dürfte sich erübrigen. Wer aber noch nicht genug hat, kann im KKK die Art. 2351 bis 2356 durchlesen, wo u.a. Masturbation und Vergewaltigung in einen Topf geschmissen werden. Viel (perverses) Vergnügen!

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