Donnerstag, 15. Mai 2014

"Homo-Adoption" - Argumente der katholischen Kirche unglaubwürdig

Das Nein von Bischof Küng zur "Homo-Adoption" zugunsten des Kindeswohls ist bedenkenswert, klingt aber deshalb unglaubwürdig, weil die kirchlichen Entscheidungsträger in Fällen, in denen Priester Väter sind, meist für eine Trennung der Kinder und deren Mutter vom Vater plädieren, um "seine Berufung zu retten". Hier ist das Kindeswohl plötzlich uninteressant.

Bischof Küng: "Klares Nein" zur "Homo-Adoption"
Ablehung "hat nichts mit Diskriminierung von sexuellen Identitäten zu tun, sondern schlichtweg mit dem Kindeswohl"

Das klare Nein der katholischen Kirche zur sogenannten "Homo-Adoption" hat der österreichische "Familienbischof" Klaus Küng bekräftigt. In einer Wortmeldung zum bevorstehenden Internationalen Tag der Familie am 15. Mai sprach Küng am Mittwoch hinsichtlich der aktuellen Debatte um Adoptionen durch homosexuelle Paare von "besorgniserregenden Entwicklungen" rund um das Thema Familie.

Die Ablehnung von "Homo-Adoptionen" habe "nichts mit Diskriminierung von sexuellen Identitäten zu tun, sondern schlichtweg mit dem Kindeswohl", betonte der St. Pöltner Bischof, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für das Referat Ehe und Familie zuständig ist. "Wer einem Kind das Recht auf Vater und Mutter - und zwar seine eigenen - bewusst vorenthält, der diskriminiert dieses Kind."
Kathpress >>


Hintergrund:

Zum engagierten Mitdenken:
Zur Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtlich liebende Paare
Die Meinungslage ist in der Österreichischen Bevölkerung bei der Adoption von Kindern höchst kontrovers. 41% Befürwortern stehen 43% Ablehnende gegenüber. 11% liegen im unentschlossenen Mittelfeld. Das ist das Ergebnis der Online-Umfrage des Zukunftsforums der Katholischen Kirche. An dieser Umfrage haben sich nachweislich keinesfalls nur Insider beteiligt. Es gibt auch Ausgetretene oder Nichtkirchgänger. Die Beteiligung lag bei mehr als viereinhalbtausend Ausfüllenden.
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Theologe: Im Zweifel Nein zu Homosexuellen-Adoption
Der Religionssoziologe und Theologe Paul Michael Zulehner ortet in Bezug auf die Frage, ob homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen Diskussionsbedarf, „noch mehr aber einen gediegenen Forschungsbedarf“.
Weiterlesen auf Religion.orf.at >>

Kommentare:

  1. Die Antworten der Sozialwissenschafter und Pädagogen zum Thema sind eindeutig. Wichtig für die Kinder sind nicht das Aufwachsen im Familienidyll des deutschen oder österreichischen Heimatfilms der Fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts /das so was verlogen war, schlimmer gehts kaum), sondern liebevolle Bezugspersonen.

    Aber wann vermochte schon jemals die Wissenschaft gegen den Glauben und das katholische Lehramt etwas auszurichten. Dessen Opfer sind Legion. Die Kinder als Opfer von Erziehung in der Gemeinschaft gleichgeschlechtlich Liebender existieren nur in der Fantasie von Katholiken, die von Menschen die nicht in ihre Glaubensschemata passen, immer nur das schlimmste annehmen können.

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  2. Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.
    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde ("Use it or lose it").
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4]

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