Dienstag, 20. August 2013

Limburger Bischof eckt an


Aktuell:
30.8. "Wir müssen da mehr tun!"
Im exklusiven Interview mit domradio.de spricht der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst über seine Amtsführung, Liturgie und sein Bischofshaus.

27.8. Katholiken in Frankfurt rebellieren gegen Limburger Bischof


Bischof eckt mit 1.-Klasse-Flug und Neubauten an
Es ist ja nicht so, dass unter den Katholiken der 650.000-Seelen-Diözese Limburg stets geschwisterliche Eintracht geherrscht hätte. An der Lahn, im Westerwald und in den Großstädten Frankfurt und Wiesbaden wehte der Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils immer kräftiger als anderswo. Ein "Zentrum der Ausbreitung von Unordnung in den deutschen Diözesen" vermutete 1973 der damalige Apostolische Nuntius Corrado Bafile auf dem Limburger Domberg. Derzeit steht Limburg wieder im Fokus eines innerkirchlichen Sturms, er könnte sich zu einem Orkan ausweiten.

Modernistischer Tendenzen jedoch ist der aktuelle, inzwischen jedoch hoch umstrittene Oberhirte Franz-Peter Tebartz-van Elst (53) nicht verdächtig. Der Bauernsohn aus dem niederrheinischen Kevelaer muss sich vielmehr gegen den Vorwurf zur Wehr setzen, ein gegenüber Rom unkritischer "Hardliner" mit fürstbischöflichen Allüren zu sein und im Streit mit dem "Spiegel" um einen Erste-Klasse-Flug nach Indien eine falsche Eidesstattliche Versicherung abgegeben zu haben. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt. Ausgang offen. Der einstige Hoffnungsträger ist zu einem Problemfall im Episkopat geworden, Parallelen zum ehemaligen Augsburger Bischof Walter Mixa in der "Watschn"- und Finanzaffäre von 2010 drängen sich auf.

Wie Mixa war Tebartz-van Elst eine Kreation von Papst Benedikt XVI. 2008: Nach vier Jahren als Weihbischof in Münster wurde er Nachfolger von Franz Kamphaus (81). Kamphaus hatte sich in Rom vor allem wegen seines langen Widerstands gegen den Ausstieg aus dem System der gesetzlichen Schwangerenkonflikberatung unbeliebt gemacht. Von Tebartz-van Elst erhoffte man sich im Vatikan ein Ende des Limburger "Sonderwegs". Der konkrete Auftrag: Das Rad zurückdrehen! Die betont Konservativen im Bistum applaudierten.
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Kommentare:

  1. Da gibt es doch schon einen Kommentar - Ausschnitt aus dem ZDF - unter dem Titel: "Wie sich doch Bischöfe Ähnlich sind" (offener Brief von Ing. Hantsch)

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  2. Zitat aus Spiegel Online vom 25.08.2013:
    „Katholiken rebellieren gegen Limburger Bischof

    "Die Bistumsleitung muss umgehend einen anderen Weg einschlagen": In einem offenen Brief haben Frankfurter Katholiken den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst kritisiert. Das Schreiben wurde am Ende eines Gottesdienstes im Frankfurter Dom verlesen - unter Beifall.“
    In einer Mitteilung heißt es:
    „Im Anschluss an den Gottesdienst stellte der Vorsitzende der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken, Christoph Hefter, einen offenen Brief an den Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, vor. „Mit großer Sorge“ sehe man, heißt es darin, dass sich die Vertrauenskrise im Bistum Limburg immer weiter zuspitze. Die Sorge um das Bistum gebiete es, „Fehlentwicklungen zu benennen und auf Änderung hinzuwirken“. Bis zum frühen Nachmittag hatten bereits rund 500 Gläubige den Brief unterzeichnet. (dw)“

    Trotz der vielen, teils anonymen, subversiven und niedermachend Blogkommentare scheint es in der Diözese Eisenstadt mit seinem immer wieder angegriffenen Bischof Ägidius, seiner Personalpolitik, seinen großzügigen Umbauten und an sein, an Luxus grenzendes Gehabe und der von so vielen kritisierten Caritasführung noch lange nicht so dramatisch zu sein wie in Limburg. Denn wäre dies der Fall, dann hätte sich schon längst eine derartige Katholikeninitiative gebildet wie in Frankfurt, die „Fehlentwicklungen“ und Beeinträchtigung in der Treue und der Zustimmung zur Kirchenleitung der Diözese Eisenstadt aufzuzeigen wüsste. Mit Nachdruck würde diese Initiative auf Änderungen in der Diözese Eisenstadt und seiner Führung einwirken und diese Änderungen mit dem notwendige Nachdruck und Entschlossenheit und einer Unterschriftenaktion von Katholiken der Diözese Eisenstadt vorantreiben. Es scheint aber, dass dies aus heutiger Sicht nicht notwendig ist.

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  3. Gleichgültigkeit -
    Der Bischof von Eisenstadt ist nicht wegweisend in meinem Leben.
    Die Diözese ist nicht wegweisend.
    Der Caritas muss ich nicht spenden - geschweige den ein Angebot von ihnen in Anspruch nehmen.
    Warum sollte ich oder jemand anderer mit Nachdruck eine Initiative auf Änderungen ins Leben rufen?
    Ich habe die Wahl - und meine Wahl fällt zur Zeit nicht auf Kirche der Diözese Eisenstadt oder auf die Caritas Burgenland.

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  4. Ich bezweifle, dass die Kirche noch einen hohen Stellenwert hat.
    Oft gehörte Argumente für den Verbleib in der Kirche:
    Die Hochzeit ist schöner.
    Die Privatschulen möchten wir in Anspruch nehmen können für unsere Kinder.
    Wir lassen unsere Kinder taufen, damit sie in der Volksschule während des Religionsunterricht nicht in Freistunden herumsitzen.

    Ansonsten: Was immer die Kirche macht oder nicht - es ist nicht von Interesse.
    Mir kommt es vor, als sei die Zahl der "U-Boot" Christen sehr hoch -und mit der nächsten Generation wird die Zahl steigen.
    Kirche wird oft nur noch als "Dekoration" im Alltag verstanden.

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    1. Passend zu obigem Kommentar ist die vor kurzem gemachte Beobachtung: Anlässlich des Patronatsfestes und dem gleichzeitig gefeierten Kirchweihfestes fand in einer burgenländischen Pfarre eine dem Festtag angemessener, feierlicher eucharistischer Gottesdienst statt, dem Kirchenpatron und der Weihe der Kirche zu Ehren.

      An dem Gottesdienst nahmen ca. 100 bis 120 Pfarrmitglieder teil.

      Im Anschluss fand ein von der Pfarre veranstaltetes Pfarrfest mit "Essen, Trinken, Blasmusik" statt. Teilgenommen an diesem Fest, das bis in die frühen Abendstunden dauerte, haben ca. 300 bis 400 Leute [sic!].

      Ein Fest dem Mammon zu Ehren oder für jenen Teil der Anwesenden, die nicht beim Gottesdienst waren?

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