Dienstag, 2. Juni 2015

Am Anfang der Religion steht Gewalt

Am Anfang der Religion steht Gewalt
Terror wächst aus Unzufriedenheit
Gewalttaten im Namen der Religion zwingen uns, über diesen Zusammenhang nachzudenken und dies nicht nur als eine politische Frage zu sehen. Europa hat eine religiöse Gewaltgeschichte, die letzten religiös aufgeladenen Konflikte, ob in Nordirland oder auf dem Balkan, erinnern an die Konfessionskriege. Religion ist nahe an der Gewalt gebaut. Ist sie geeignet, Gewalt zu überwinden? Offensichtlich nicht einfachhin.
Herauslösung der Religion aus den gesellschaftlichen Bezügen
Die Konfessionskriege am Beginn der Neuzeit haben in Europa, anders als in den USA, zu der Lösung geführt, Religion aus dem öffentlichen Bereich herauszudrängen, sie zur „Privatsache“ zu machen. Genau diese Lösung akzeptiert der Islam nicht. Die Islamisten bekämpfen diese Trennung mit Gewalt und mit Berufung auf ihre heiligen Texte. Religiöse Abstinenz ist auch kaum das Heilmittel, die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts lehren, dass säkulare Ideologien die Zahl der Toten noch einmal in die Höhe treiben können.. Aber erwarten die Menschen, ob religiös oder nicht, von der Religion Lösungen, die sie aus eigenem Bemühen nicht zustande bringen? Gewalt ist eines der Phänomene, das durch keine Fortschrittsidee aus der Gesellschaft ausgetrieben werden konnte. Gewalt ist nämlich ein Phänomen, das in menschlichen Gruppen immer wieder neu aus Unmut entsteht, die sich zu Antipathien entwickelt und schließlich, wenn die Emotionen nicht mehr zu beherrschen sind, in Mord umschlägt. René Girard, ein französischer Literaturwissenschaftler hat den Zusammenhang von Gewalt und Religion eingehend untersucht und seine Erkenntnisse in mehreren Werken dargestellt.
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Hintergrund:

Jesus, unser Sündenbock
Was das Christentum über menschliche Gewalt lehrt: Ein Gespräch mit dem Religionsphilosophen René Girard
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