Montag, 29. Juni 2015

Kirchlicher Nutzen monetär mit € 8,49 Mrd bewertet

Ich habe vor mehr als einem Jahr über diese Pfarrbefragungen über ehrenamtliche Tätigkeit zwecks monetärer Bewertung berichtet. 265 repräsentative Pfarrgemeinden sollen sich daran beteiliegt haben. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.
Zu befürchten ist, dass die direkte, indirekte und induzierte Wertschöpfung von 6,35 Milliarden Euro zum BIP dazu gerechnet wird - mit den Folgen, dass der Staat wegen des Mehr-Werts noch mehr Schulden machen darf...

Die insgesamt verursachten Kosten von 5,91 Milliarden Euro - neben staatlichen Geldern werden auch "privater Aufwand" wie Spenden und Kirchenbeitrag sowie Eigeneinkünfte der Kirche selbst - sind laut den Berechnungen der Studie 8,49 Milliarden Euro wert.
Studie: Kirche als Milliardenunternehmen
Eine aktuelle Studie von Joanneum Research und des Instituts für Höhere Studien (IHS) setzt sich mit dem Wirtschaftsfaktor Kirche auseinander. Sie bildet Einnahmen und Ausgaben ab, versucht aber auch, Leistungen im Sozial- und Kulturbereich in Zahlen zu fassen.

Erhoben wurden die Daten für die Erforschung der ehrenamtlichen Tätigkeiten mittels Primärdatenerhebungen in Form von Onlinebefragungen. 265 repräsentative Pfarrgemeinden nahmen daran teil. Dabei wurden die Leistungen sechs Darstellungsbereichen zugeordnet: sakrale Kirche, Soziales, Bildung, Gesundheit und Pflege, Kultur, Kunst und Denkmalpflege sowie Entwicklung, Mission und humanitäre Hilfe.

Unterm Strich stünden die Aufwendungen der Kirche staatlichen Zuschüssen („Nettokosten“) von 130 Mio. Euro gegenüber, endet die Studie. Den Kosten von 5,91 Milliarden Euro stünden 8,49 Milliarden an monetär bewertbarem Nutzen gegenüber.
Die Kosten-Nutzen-Analyse der kirchlichen Leistungen ergebe also „ein deutliches gesamtgesellschaftliches Überwiegen der Nutzenseite“, so Franz Prettenthaler, Forschungsgruppenleiter bei Joanneum Research. Betrachte man die Leistungen der Kirche für die Öffentlichkeit (37.000 betreute Kinder, 71.000 Schülerinnen und Schüler, 47.000 Spitalsbetten und 13.500 denkmalgeschützte Objekte werden aufgeführt), „so erscheinen die 130 Millionen Euro Nettozuschuss der öffentlichen Hand für die gesamten kirchlichen Aktivitäten als vergleichsweise gering“, so Prettenthaler.
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Studie: Römisch-katholische Kirche wichtig für Arbeitsmarkt
Hervorgehoben wird von den Studienautoren der gesamtwirtschaftliche Effekt von "Konsumausgaben im Rahmen der Feste anlässlich der Heiligen Sakramente": Denn hochgerechnet würden durch Taufe, Erstkommunion und Firmung und die ganzen Feierlichkeiten drumherum über 147 Millionen Euro ausgegeben. Etwa mehr als 60 Millionen davon gehen in die Gastronomie. Die Firmung mit durchschnittlichen Ausgaben von 1151 Euro ist dabei übrigens am teuersten, die Taufe mit 805 Euro am billigsten.
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Kirche in Österreich wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber
Die römisch-katholische Kirche ist in Österreich ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Eine am Donnerstag, 25. Juni 2015 präsentierte aktuelle Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) und von Joanneum Research belegt dies mit Zahlen: 6,65 Milliarden Euro an direkter, indirekter und induzierter Wertschöpfung werden jährlich von den 158.000 Beschäftigten (das sind 123.000 Arbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten) in der Kirche und deren Umfeld erwirtschaftet.
Erzdiözese Wien >>


Katholische Kirche ist wichtiger Wirtschaftsfaktor
Rund 803 Millionen Euro betragen die Bruttowertschöpfungseffekte in der Steiermark, rund 314 Millionen in Kärnten. Kirchenkritiker zeigen sich davon wenig beeindruckt und halten an ihrer Kritik gegen Kirchenprivilegien fest.
Kleine Zeitung >>


PRETTENTHALER Franz - SCHNABL Alexander (Hg.)
Wirtschaftsfaktor Kirche
Die Leistungen der katholischen Kirche für das Gemeinwesen in Österreich und ihre ökonomischen Effekte

ISBN13: 978-3-7001-7834-7
2015, 190 Seiten, 27x19 cm, broschiert
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

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