Mittwoch, 11. September 2013

D: Kardinal Lajolo seit Montag zum "brüderlichen Besuch" in Limburg


 Limburger Bischof: Kardinal Lehmann deutet Besuch von Papstgesandtem als Alarmzeichen
Während Bischof Tebartz-van Elst noch versucht, das Vertrauen seiner Gläubigen zurückzugewinnen, geht der Mainzer Kardinal Karl Lehmann bereits davon aus, dass der Konflikt um den Limburger Geistlichen nicht mehr intern zu lösen ist. Ein Papstgesandter soll den Disput schlichten.
Der Vatikan geht laut Einschätzung des Mainzer Kardinals Karl Lehmann davon aus, dass sich der Streit um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nicht mehr intern beenden lässt.

 "Ein Alarmzeichen" sei der Besuch des päpstlichen Gesandten Kardinal Giovanni Lajolo in der Diözese, sagte Lehmann. In Rom sei man der Meinung, "dass sich das offensichtlich nicht mehr alleine innerhalb des Bistums Limburg lösen lässt."
Dem 53-jährigen Limburger Oberhirten Tebartz-van Elst werden ein autoritärer Führungsstil und Verschwendung vorgeworfen, etwa beim Bau seines Bischofshauses. Erst am Freitag war ihm ein Protestbrief mit etwa 4400 Unterschriften von Kirchenmitarbeitern, Priestern und Gläubigen überreicht worden.
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Vatikanexperte über den "brüderlichen Besuch" aus Rom beim Limburger Bischof:
"Mal mit der Taschenlampe reinleuchten"
Papst Franziskus entsendet nun Kardinal Giovanni Lajolo zu Bischof Tebartz van Elst. Stefan Kempis von Radio Vatikan weiß mehr über den "brüderlichen Besuch".
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"Brüderlicher Besuch" in Limburg
Ein Interview mit Jan Hendrik Stens (Liturgie-Redaktion)
domradio.de >>


Streit um Limburger Bischof
Papst-Gesandter startet Mission
Der Schlichter aus Rom ist da: Kardinal Giovanni Lajolo hat in Limburg seine schwierige Mission begonnen. Im erbitterten Streit um Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst setzt der Vatikan-Diplomat auf Brüderlichkeit und Liebe, wie er dem hr sagte.
Hessischer Rundfunk >>


D/Vatikan: Was tut Lajolo in Limburg?
Kardinal Giovanni Lajolo will bei seinem Besuch im Bistum Limburg die „brüderliche Stimmung fördern“. Das sagte der Gesandte des Vatikans am Montagabend dem Hessischen Rundfunk. Bei seinem „Besuch in der Familie“ werde alles zur Sprache kommen, was zuletzt für Spannungen sorgte, auch die Streitigkeiten um das neue Diözesane Zentrum in Limburg, sagte Lajolo. Er werde „selbstverständlich“ auch mit den Kritikern von Bischof Tebartz-van Elst reden. Zudem betonte er, er sei „ganz im Sinne von Papst Franziskus“ unterwegs: „Mit Liebe lässt sich alles klären, alles überwinden, der Weg gemeinsam gehen.“
In einem am Wochenende von dem Bistum veröffentlichten Schreiben an den wegen seiner Amtsführung in die Kritik geratenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte der Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, einen „brüderlichen Besuch“ des Vatikandiplomaten angekündigt. In seinem Schreiben betonte Ouellet ausdrücklich, bei dem Besuch Lajolos handele es sich nicht um eine „Apostolische Visitation“. Der Heilige Stuhl sehe dazu keinen Anlass und hege „volles Vertrauen“ in die Amtsführung des Limburger Bischofs. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann erklärte hingegen, dass Rom einen Beauftragten schicke, sei durchaus ein „Alarmsignal“. Es zeige, dass der Vatikan nicht mehr damit rechne, dass sich der Konflikt innerhalb des Bistums lösen lasse.
Radio Vatikan >>

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