Donnerstag, 20. Februar 2014

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll Geld aus Stiftung abgezweigt haben

Treibende Kraft ... der Generalvikar ... mit Unterschrift des Bischofs...
System der Vertuschung und Verschleierung: Der Bericht der kirchlichen Untersuchungskommision belastet den ehemaligen Bischof Tebartz-van Elst schwer. So soll er Geld aus einer mildtätigen Stiftung zweckentfremdet haben, um die tatsächliche Höhe der Baukosten zu verheimlichen.

Es wird eng für Franz-Peter Tebartz-van Elst, den von Papst Franziskus beurlaubten Bischof von Limburg. Der Bericht der kirchlichen Untersuchungskommission über den Bau der Bischofsresidenz in Limburg, der am Mittwoch dem Bischofskonferenzvorsitzenden Robert Zollitsch übergeben werden soll, dürfte ihn zwar nicht vor ein weltliches Gericht bringen, doch enthält er nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Erkenntnisse, die den Bischof schwer belasten.

So sollen er - und als treibende Kraft sein Generalvikar Franz Kaspar - Millionen Euro Stiftungsgeld zweckentfremdet haben, um die Rechnungen für den Bau des Diözesanen Zentrums Sankt Nikolaus zu bezahlen, weil außerhalb eines Kreises von Eingeweihten niemand erfahren sollte, dass das Vorhaben ein Vielfaches der öffentlich kommunizierten fünf bis sechs Millionen Euro kosten würde.

Es handelt sich um das 1949 von Bischof Ferdinand Dirichs gegründete St. Georgswerk, dessen Erträge für arme, kinderreiche Familien verwendet werden sollten. Jeder katholische Arbeitnehmer des Bistums war damals aufgerufen, den Lohn einer Arbeitsstunde für das Georgswerk zu spenden. Die Stiftung ist heute nicht mehr aktiv.

Sonderwünsche des Bischofs inklusive

Insgesamt offenbart der Bericht nach den Informationen der SZ und auch den bisherigen Medienberichten zufolge, dass die Führungsriege im Bistum Limburg ein System der Vertuschung und Verschleierung aufbaute, um möglichst ungestört von Kontrolle und Kritik aufwendig auf dem Domberg bauen zu können, zahlreiche Sonderwünsche des Bischofs inklusive.

Die Unterlagen über die Finanzierung seien in eine Geheimregistratur ausgelagert worden; immer wieder habe Geld zur Zwischenfinanzierung beschafft werden müssen. Mitarbeiter seien unter Druck gesetzt worden, damit sie nichts verraten. Treibende Kraft sei in der Regel Generalvikar Kaspar gewesen, alle entscheidenden Dokumente trügen aber auch die Unterschrift des Bischofs. Insidern zufolge soll der Bau deutlich mehr als die inzwischen angegebenen 31 Millionen Euro kosten, die Rede ist von bis zu 40 Millionen Euro.

In den Bewertungen und der Antwort auf die Frage, ob Tebartz-van Elst als Bischof in sein Bistum zurückkehren sollte, hält der Bericht sich offenbar zurück - letztlich muss darüber Papst Franziskus entscheiden. Tebartz-van Elst selber ist offenbar nach wie vor der Überzeugung, keinen so gravierenden Fehler gemacht zu haben, dass er seinen Rücktritt anbieten müsse.
Süddeutsche Zeitung >>


Tebartz-van Elst
Limburger Enten
Stiftungen, die keine sind, Geheimregistraturen, die es gar nicht gibt: In der Berichterstattung über dem Neubau auf dem Limburger Domberg wimmelt es von Unrichtigem, Ungereimtem – und frei Erfundenem.
FAZ >>

Erlös von Georgswerk brachte 13 Millionen Euro
Nun ist die Summe bekannt: Der Vermögenswert des St. Georgswerks beträgt 13 Millionen Euro. Der inzwischen beurlaubte Bischof Tebarzt-van Elst soll damit den umstrittenen Bischofssitz finanziert haben.
Die Welt >>

Bistum Limburg
„Moralisch fragwürdige“ Transaktion rund um Bischofssitz
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FAZ >>

Neue Details in Bistums-Affäre
Tebartz zapfte mehrere Quellen an
Zur Finanzierung seiner Residenz soll der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nach einem Bericht des WDR Anteile an einer Immobilienfirma deutlich unter Wert verkauft haben. Zudem gewährte ihm die Commerzbank einen großzügigen Kredit.
hr-Online >>

Kommentare:

  1. Weiß jemand, wie der Verkauf der Hartig-Villa in Sauerbrunn vor sich ging?

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  2. Bitte mich aufzuklären: Was hat es mit der Hartig-Villa auf sich?

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