Samstag, 14. Januar 2012

50 Jahre Konzil: Zerstörte Hoffnung auf ein Pfingsten

Der deutsche Dogmatiker Peter Hünermann plädiert bei einem Symposium an der Universität Wien für das Rückgewinnen katholischer Weite. Die Veranstalter wurden von den Anmeldungen förmlich überschwemmt.
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Hünermann: Zweites Vatikanum ist Maßstab für Zukunft der Kirche
Tübinger Theologe eröffnet Wiener Tagung zum 50-Jahr-Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils - "Reformpotenzial des Konzils noch nicht ausgeschöpft" - Generalsynode der lateinischen Kirche notwendig
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Wiener Vaticanum-Tagung: „Erinnerung an die Zukunft"
Der Beginn des 2. Vatikanischen Konzils jährt sich heuer zum 50sten Mal. Aus diesem Anlass hat in dieser Woche an der Universität Wien ein Symposium mit dem Titel "Erinnerung an die Zukunft" stattgefunden.
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Wendepunkt im Lernprozess der Kirche?
Die Rede von Bruch und Paradigmenwechsel dominierte die Wiener Konferenz über „50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil“.
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Kommentare:

  1. also, wirtlich jugendlichen Elan strahlt der Herr Professor nicht aus....schade

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  2. @ Giovanni (und ähnlich denkende)

    Hünermann ist immer noch jünger als so manche Jungkleriker, die sich im romantischer Selbstverliebtheit gefallen und vor allem in der irrigen Auffassung verharren, dass in der Rückkehr zur vorkonziliaren katholischen Kirche das Heil läge! Bis hin zu solchen, die lateinisches Gemurmel in Barock- und Rokokokirchen ohne Volksaltar für die vollendete Liturgie halten ...

    Hünermann war großartig, die ganze Veranstaltung war es, und generationenmäßig war es gut gemischt, waren also nicht nur ältere Personen, die heute immer wieder als "Altliberale" und ähnliches diffamiert werden, dabei. Und das ist auch gut so.

    Das Zweite Vatikanum ist nicht umzubringen, weder von autoritären Dialogverweigerern aus Rom noch von den oben beschriebenen, selten durch theologische Kompetenz glänzenden Jungfrommen, die sich geistig und spirituell lieber in früheren Jahrhunderten als in der Welt von heute aufhalten.

    Gaudium et spes, Ihr

    Schillebeeckx

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  3. Bruder "Giovanni"; was ist denn bitte ein "wirtlicher" Elan? Ein Tippfehler kann es nicht sein, denn k und t sind auf der Tastatur für den deutschsprachigen Raum vier Felder entfernt; aber vielleicht schreibst du ja auf einer vatikanischen oder einer Personalprälaturtastatur oder einer Legionärstastatur?

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  4. Lieber Markus Ankerl, Dein Kommentar ist einfach super !! Herrlich ! Danke!

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  5. @Bruder Markus-ein wenig mehr Weite habe ich Ihnen schon zugetraut-ich sitze weder im Vatikan, noch in einer von Ihnen angedeuteten Institution. Es gibt auch ganz durchschnittliche, gar nicht mehr so junge aber auch noch nicht so alte Katholiken, wie mich- die zwar "schaaßaugad " sindd, wie man das in Wien zu nennen pflegt (maW Leute aus der "Konzilsgeneration"), die sich aber die Freiheit bewahrt haben, anders zu denken als Sie und Herr Schillebeckx und der Betreiber dieses Blogs mit dem offenbar irreführenden Namen.

    @Schillebeeckx
    ich finde es hoch interessant, wie schnell man auf einem Blog, der sich den Namen "Begegnung und Dialog" gibt, in einer Schuiblade landet, in der man seinem Denken und seiner Gesinnung nach schlicht nicht zuhause ist.
    Alles was ich bei Herrn Hünermann, aber nicht nur bei ihm , bedauernd feststelle, ist eine verbitterte, resignative und fast depressive Verstimmung darüber, dass Visionen, die man seit einigen Jahrzehnten hütet, offenbar Visionen geblieben sind und genau genommen einfach mittlerweile Geschichte geworden sind. Das verstehe ich menschlich irgendwie. Als Christ denke ich mir, hej 1. Gott ist immer anders, als wir uns das so ausdenken und vorstellen und 2. er führt die Kirche auch heute, wenn auch ganz anders, als das Theologen oder manche selbsternannten Klerus- oder Laienvertreter wahrhaben wollen. So what? Eppur' si muove-

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  6. Bruder "Giovanni",
    Die Weite, die sie bei mir vermissen spürt man wohl beim Blick aus Ihrem Elfenbeinturm, für den Ihr Blog:"Alles was gut gemeint und rechts ist" ein Schaufenster zu sein scheint- Oh hab ich mich da jetzt vertippt -pardon! Leider ist das Gegenteil von gut oft gut gemeint (Zitat Erich Kästner). Frömmler, Pharisäer und Tempeldiener werden sich da zu Hause fühlen: so viele schöne Gemälde, Verkleidungen und Geschmeide, scheinbar hochtheologische fromme Sprüche und Katechese für Hirten ohne Herde. Wo bleiben die Zöllner, Dirnen, Zweifler und Soldaten - für die ist in der kuscheligen, frömmelnden und elitären Stahlhelmkirche kein Platz - willkommen in der Kleinen Herde!

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  7. @Bruder Markus....mag sein, dass Sie meinen Blog so sehen;ich seh ihn nicht so und.. darum ging es ursprünglich auch nicht. Am Anfang standen Ihre wild geposteten Zuordnungen meiner Person und meiner Position. Im übrigen können Sie Ihren Ärger über meinen angeblichen frömmelnden Blog dort im Kommentarbereich gerne los werden; ich hab damit kein Problem. Zensur gibts auch keine. Bisher habe ich nur Spams von irgendwelchen kreuz.net'lern gelöscht

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  8. Bruder Giovanni, Ihrer Aufmerksamkeit dürfte entgangen sein, dass sich meine Vermutungen bloß auf die Ihnen zur Verfügung stehende Hardware bezogen hat. Dass Sie sich über einen Post auf Ihrem Blog freuen würden, glaube ich Ihnen, dieser dürfte dann der erste und einzige sein. Dort zu posten würde aber gesteigertes Interesse meinerseits an Ihrem Tagebuch heucheln - und dass ist meine Sache nicht - ein Blick in den Elfenbeinturm reicht mir.
    Zur Begegnung mit Andersdenkenden gehört ein dickes Fell und viel Humor. Humorlosigkeit ist eine der größten Sünden in Teilen unserer Geweihten Beamtenschaft, natürlich verblaßt diese Sünde im Vergleich mit jüngst bekanntgewordenen jahrzehntelangen Missbrauchshöllen und Ihrer gezielten Vertuschung durch höchste Beamtenkreise.
    Ja, Begegnung muss wehtun Bruder "Giovanni", wenn wir das nicht in Kauf nehmen würden, blieben Stahlhelmkatholiken unter Stahlhelmkatholiken, Rubrizisten unter Rubrizisten, Hallelujaschlümpfe unter Hallelujaschlümpfen, Laue unter Lauen, Hauptamtliche Christen unter Hauptamtlichen Christen, Konzilsromantiker unter Konzilsromantikern, Ultraprogressive unter Ultraprogressiven, Fernstehende unter Fernstehenden und "Giovannis" unter "Giovannis" -und wir würden alle noch mehr auseinanderdriften als, das ohnehin schon der Fall ist...

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  9. Also dass mit der Hardware dürfte geklärt sein; die Einladung war nur eine solche und ich kann gut damit leben, dass Sie sie nicht wahrnehmen wollen.Wenn Ihnen sonst noch etwas weh tut, posten Sie es ruhig hier, aber Sie können damit ja, wie sie schreiben, gut umgehen.Ich persönlich bin eigentlich hier nicht sehr häufig;höchstens wenn ich mich wieder einmal informieren möchte, wie das Bischofsbashing des Blogbeteibers weitergeht; Eigentlich hat nur Ihre heftige Reaktion die Frequenz meiner Besuche hier gesteigert;mit besten Wünschen G.

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  10. Wunderbar, welch gute Kommentare der Geist des Konzils bewirkt! Ich fühle mich wie in den 60-iger Jahren!! Dank an Markus und Schillebeeckx. Eure Geduld mit Giovanni ist zu bewundern!

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  11. Dieser Bischof braucht kein Bashing; sein Tun und Nichtstun ist laut und klar und deutlich vernehmbar für alle die Augen, Ohren und ein Gewissen haben.
    Ich freue mich immer wieder über Begegnungen, Entgegnungen und Auseinandersetzungen- auch mit Ihnen Giovanni;
    Begegnung und Dialog unter Andersdenkenden ist schwierig und wichtig...

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  12. Wie man hier auf "Giovanni" reagiert, entlarvt wunderbar die giftig-geifernd-verbissene, intolerante und respektlose Art der grau gewordenen "Begegnung-und-Dialog"-Reformer.

    "Du magst die katholische Liturgie von 1900 Jahren? - Dich brüllen wir nieder!"

    "Du willst, dass im Gottesdienst Gott gedient wird? - Dich brüllen wir nieder!"

    "Du magst Kirchenarchitektur, die Gott verherrlicht, statt den Menschen zu deprimieren? - Dich brüllen wir nieder!"

    Ein wahrer Enthüllungsblog. :)

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  13. "Hände falten - Goschen halten" wär Ihnen sicher lieber. Wer zu feig ist mit seinem eigenen Namen auf zu treten, kann leicht mit Begriffen wie geifernd, giftig und verbissen herumwerfen.
    Dialog ist halt kein gegenseitiges kritikloses Bauchpinseln, sondern harte Arbeit.
    Zu den grau gewordenen "Begegnung und Dialog-Reformern": ich bin im Jahre des Herrn 1979 am Hochfest des Heiligen Basilius von Cäsarea geboren.
    Wer andern Vorurteile unterstellt, sollte vielleicht auch das eigene Denkgebäude gründlich untersuchen.

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  14. Ja, dieser Blog "enthüllt" und offenbart einiges und vor allem die Mensch-Werdung! Gott sei Dank dafür! "Das Wort ist Fleisch geworden..."

    Ich merke nicht, dass die "Giovannis-Katholiken" niedergebrüllt werden, weil sie Liturgie wie vor 1900 Jahren zelebrieren.

    Problematisch wird es allerdings, wenn die "Giovannis-Katholiken" Jesus und Sein Evangelium für sich beanspruchen und dabei übersehen (oder vielleicht in übereifriger Orthopraxie wirklich den Blick dafür verloren haben), dass der Sabbath für den Menschen da ist und nicht umgekehrt.

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  15. @ MaX "Giovannis-Katholiken"--thx, aber das ist zuviel der "Ehre" LOL

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