Donnerstag, 30. Oktober 2014

Skandale in norditalienischem Bistum Albenga-Imperia unter Traditionalistenbischof Oliveri

Mario Oliveri, der konservativste Bischof Italiens
AKTUALISIERUNG am 14.1.2015:

Bischof-Koadjutor für Albenga-Imperia ernannt
Papst Franziskus hat dem Bischof von Albenga-Imperia, Msgr. Mario Oliveri einen Koadjutor mit Nachfolgerecht zur Seite gestellt. Da sich Bischof Oliveri guter Gesundheit erfreut, kommt die päpstliche Entscheidung einer Entmachtung gleich, ohne den regierenden Bischof durch eine Absetzung gänzlich zu daseavouieren.
Am 10. Januar ernannte Papst Franziskus den bisherigen Bischof von Pitigliano-Sovana-Orbetello, Msgr. Guglielmo Borghetti zum Bischofkoadjutor der Diözese Albenga-Imperia mit Nachfolgerecht.
Katholisches.info >>
Vatican-Press >>

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Sündenpfuhl Albenga-Imperia
Im Bistum Albenga-Imperia in Norditalien sind zahlreiche Priester in Skandale verwickelt. Geistliche sollen Nacktfotos von sich im Netz verbreitet und die Gemeindekasse geplündert haben. Außerdem gibt es Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen.
Papst Franziskus hat einen Vatikan-Diplomaten in die Diözese geschickt, um die Vorfälle zu untersuchen.
Ein Vierteljahrhundert konnte Mario Oliveri in dem kleinen norditalienischen Städtchen Albenga unbehelligt seiner Arbeit nachgehen. Eine Vorliebe des 70-jährigen Bischofs sind dreistündige Messen - bevorzugt in lateinischer Sprache. Doch nun steht der Kirchenmann unter direkter Beobachtung des Papstes. Der Grund: Die Skandale in seinem Bistum häufen sich, Gerüchte über italienische Priester auf Abwegen drangen bis nach Rom.

Oliveris Bistum ist nicht groß. Neben der Stadt Albenga mit ihren 23 000 Einwohnern an der Küste Liguriens gehören noch die Nachbarstadt Imperia und einige weitere kleinere Kommunen dazu. Doch was die Kirchenmänner dort so treiben, beschäftigt mittlerweile nicht nur italienische Medien.

So wurde ein Priester versetzt, weil er eine Geliebte gehabt haben soll. Dessen Nachfolger geriet schnell ins Gerede, weil er nackt auf einer Internetseite für Homosexuelle posierte. Doch damit nicht genug: Wenn der Pfarrer nicht gerade Messen las, arbeitete er Berichten von Lokalzeitungen zufolge hinterm Tresen einer Bar, in der Partys mit minderjährigen Prostituierten stattgefunden haben sollen. Ein Priester aus einem Nachbarort soll die Kasse seiner Pfarrei geplündert haben, ein weiterer verbreitete pikante Fotos von sich auf Facebook.
Weiterlesen in der Süddeutschen >>


Wunschtraum der Ewiggestrigen:

Ein Bischof greift durch
Ja, solche Bischöfe wünschen wir uns auch für die deutschen Bistümer!

In der katholischen Monatsschrift „Kirchliche Umschau“ Februar 2012 - wurde der Brief des italienischen Bischofs Mario Oliveri abgedruckt, der in seiner klaren Sprache und Deutlichkeit dessen, wie ein Bischof seine Aufgabe anzupacken hat und Verantwortung übernimmt, nichts zu wünschen übrig lässt. In Deutschland suchen wir solch einen Hirten bisher vergeblich.

Msgr. Mario Oliveri (geb. 1944 in Ligurien) ist einer der profiliertesten Bischöfe Italiens. Er wurde 1968 zum Priester geweiht. Anschließend trat er in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls und wirkte so u.a. in Dakar im Senegal, aber auch an den großen Nuntiaturen in Paris, London und Rom (Quirinal).
1990 wurde der promovierte Kirchenrechtler Bischof von Albenga-Imperia in Ligurien, das im Süden an die französische Riviera grenzt. Er gilt heute als "konservativster" Bischof Italiens. Mustergültig hat er Direktiven erlassen, die den Hochaltar (Ostung) wieder zu Ehren bringt und die alte Liturgie zum normalen Bestandteil des pfarrlichen Lebens machte. Doch dagegen gab es Widerstände aus dem Klerus. Bischof Oliveri sah sich zu Beginn des Neuen Jahres 2012 gezwungen, diese klerikale Opposition gegen die alte Messe in die Schranken zu weisen.
Blog "Rufer in der Wüste" >>

Pope Francis to investigate 'playboy priests' who posed naked online in scandal-hit disocese
A Catholic church representative is to probe the 'black sheep' diocese of Albenga-Imperia for alleged sexual harassment of parishioners and involvement in pornography
The Telegraph >>

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