Mittwoch, 30. Oktober 2013

Limburg: Protz- Bischofssitz könnte Asylheim werden

Nach der Kostenexplosion beim Bau der Bischofsresidenz im deutschen Limburg wird im Bistum über eine neue Nutzung der Gebäude diskutiert. Das Bischöfliche Ordinariat und der Klerus ziehen etwa ein Flüchtlingsheim, eine Anlaufstelle für Obdachlose oder eine Suppenküche in Erwägung, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Der Geldgestank muss weg", wird ein Mitglied des Domkapitels zitiert.
Eine mögliche Unterbringung von Flüchtlingen würde sich laut "Spiegel" am Vorbild des früheren Limburger Bischofs Franz Kamphaus orientieren, der in den 80er- und 90er- Jahren das damalige Bischofshaus einer fünfköpfigen Familie aus Eritrea überließ und ins Priesterseminar zog. Die Caritas würde eine Öffnung für Obdachlose begrüßen: "Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, könnten in der Residenz bewirtet werden", sagte ein Caritas- Mitarbeiter. 

Luxus- Bau "so etwas wie eine Erbsünde"
Eine weitere Möglichkeit: Der mindestens 31 Millionen Euro teure Bischofssitz könnte als Touristenattraktion genutzt werden. Dass der umstrittene Bischof Franz- Peter Tebartz- van Elst oder ein neuer Bischof die Residenz beziehe, sei im Ordinariat schwer vorstellbar. "Der Bau ist so etwas wie eine Erbsünde geworden, die uns der Bischof hinterlassen hat", so ein weiterer Caritas- Mitarbeiter gegenüber dem "Spiegel".
Papst Franziskus hatte dem Limburger Bischof am Mittwoch die Führung der Amtsgeschäfte vorerst entzogen, ihn aber im Bischofsamt belassen. Tebartz- van Elst steht seit Wochen wegen der astronomischen Baukosten für seine Residenz sowie eines beantragten Strafbefehls wegen Falschaussage in der Kritik. Eine Kommission der deutschen Bischofskonferenz soll die Baukosten überprüfen.
Quelle: Krone.at 

Warum der Vatikan dieses Foto nicht zeigen wollte
Keine Informationen wollte der Vatikan über das Gespräch von Tebartz-van Elst mit Papst Franziskus verbreiten. Nun tauchen Bilder auf, die eine harmonische Atmosphäre zeigen. Das ist kein Zufall.
welt.de >>

"Mein Freund, der 31-Millionen-Bischof"
Absolutes Schweigen, Nachrichtensperre: Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist untergetaucht. Unterschlupf hat er bei einem Österreicher gefunden: Franz Xaver Brandmayr, der Rektor des päpstlichen Priesterkollegs "Anima" in Rom, hat Tebartz-van Elst bei sich aufgenommen. Das Verhältnis zwischen den beiden ist eng. Brandmayr ist ein Vertrauensmann des Bischofs. Um seine Sicht der Dinge darzulegen, hat Tebartz-van Elst seinen Freund Brandmayr nun autorisiert, im exklusiven Interview mit ÖSTERREICH die Fakten darzulegen. Ausführlich darf Brandmayr beschreiben, was der Bischof ihm in den vergangenen Tagen anvertraut hat, wie es Tebartz-van-Elst wirklich geht und was er mit dem Papst besprochen hat.
Ö24.at >>

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