Dienstag, 22. Oktober 2013

Neudau: Pfarrer Sterninger nimmt nach sechs Wochen den Hut


Konservativer Pfarrer wurde nach Krach mit Teilen der Bevölkerung auf eigenen Wunsch abberufen. In einem Brief an die Bevölkerung wirbt Kapellari um einen Neuanfang, Sterninger werde nach einer Auszeit nicht mehr in die Oststeiermark zurückkehren.

Sechs Wochen nach Konrad Sterningers Antritt als Pfarrer von Neudau, Burgau und Wörth, ist seine Amtszeit schon wieder zu Ende. Zwischen dem als betont konservativ geltenden Geistlichen und weiten Teilen der Pfarrbevölkerung war es zu heftigen Spannungen gekommen, nun hat Bischof Egon Kapellari reagiert und den Pfarrer - auf dessen eigenen Wunsch, wie es heißt - abberufen. In einem Brief an die Bevölkerung wirbt Kapellari um einen Neuanfang, Sterninger werde nach einer Auszeit nicht mehr in die Oststeiermark zurückkehren. Die jüngste Neudauer Sonntagsmesse hielt Weihbischof Franz Lackner.

Als "Demagogen und Selbstverwirklicher" skizziert Franz Glaser, Bürgermeister von Burgauberg-Neudauberg, den Pfarrer. Er habe mit absurden Bildern verstört, verweigere Menschen die Handkommunion. "Er wollte eine Marienüberhöhung", sagt Neudaus Ortschef Wolfgang Dolesch. Der Widerstand sei massiv gewesen.

In einem Brief hatten sich die Pfarrgemeinderäte an Kapellari gewandt, es folgte ein Krisengipfel vor Ort. Von der Kirche wurde die Causa zur Chefsache erklärt, Dechant Josef Reisenhofer spricht von einer "diözesanen Lösungsaktion".

Sterninger selbst wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Die Suche nach einem Nachfolger laufe, schreibt Kapellari, werde aber keine Sache eines Monats sein.
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Am Rande erwähnt:
Der singende Pfarrer Franz Brei kam doch nach Eisenstadt - nur zu Besuch. Mit einer Seniorengruppe aus seinem Pfarrverband besichtigte er die Bergkirche und den Martinsdom. Dort wurden die Gäste aus der Steiermark von Bischof Zsifkovics persönlich begrüßt.

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