Montag, 2. Dezember 2013

Zsifkovics: „Jeder soll identifizierbar sein“

Vatikan-Umfrage: Antwort bis Jahresende

Im Umgang mit dem Fragenkatalog des Vatikans zu strittigen Familienthemen ist für die Diözesen Tempo gefragt. Im Burgenland soll die Antwort bis Ende Dezember erfolgen, so Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics. Kritik kommt von der Laien-Initiative.

Der Papst hat weltweit einen Fragenkatalog verschickt. In den insgesamt acht Fragekomplexen geht es unter anderem um den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Paaren, wie aus dem in Rom präsentierten Dokument hervorgeht - mehr dazu in Kirche: Fragebogen zu „heißen Eisen“.

Im Burgenland ist die Diözese an alle Dechanten und Pfarrer herangetreten, damit sie den Fragebogen weitergegeben werden. Die Fragen sollen dann bis Ende Dezember beantwortet werden.

Seitens der Laien-Initiative war kürzlich kritisiert worden, der burgenländische Diözesanbischof wolle Antworten auf die vatikanische Umfrage nur zulassen, wenn sie mit vollem Namen gezeichnet seien. Damit seien von vornherein kritische Stellungnahmen von Pfarrern und kirchlichen Angestellten ausgeschlossen, so die Meinung der Laien.

„Jeder soll identifizierbar sein“

Dem entgegnet der Bischof, das sei in der Bischofskonferenz akkordiert worden, Antworten würden nicht gesondert gesichtet, sondern „eins zu eins“ über die Bischofskonferenz an die zuständige römische Stelle geschickt. Es sei grundsätzlich vereinbart, „dass jeder, der sich hier beteiligt, auch identifizierbar sein soll, um auch irgendwelchem Missbrauch vorzubeugen“, sagt Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics.

Dem Argument, dass manche sich leichter täten, Kritik anonym zu deponieren, würde er „sehr widersprechen“, meint der Bischof.

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Kommentare:

  1. Als praktizierender Katholik möchte ich weder von Aegidius, noch von der Bischofskonferenz identifizierbar sein. Wenn meine Meinung nur was wert ist, wenn mein Name darunter steht - wer bin ich schon - dann ist die Beantwortung des Fragebogens nur halb soviel wert. (Big brother is watching you)

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    1. Ich sehe das anders: Wer zu etwas steht, soll offen dazu stehen! Und sagen Sie sich bitte nicht selber "wer bin ich schon": Wer immer Sie sind, Sie haben ein Recht auf Ihre Meinung, und die dürfen Sie kund tun! Und sollten Sie ein/e Angestellte/r sein oder zum Klerus gehören, kann man das etwas differenzierter sehen - aber dann dürfen Sie sich auch noch rühren, die katholische Kirche von 2013/14 ist keine Diktatur und darf sich schon gar nicht selber zu einer machen!

      Das Konzil wäre nie das geworden was es wurde, wenn die maßgeblichen Konzilsväter und Konzilstheologen vor der Kurie gekuscht hätten und einer "Ach was, das bringt eh nichts"-Haltung verfallen wären!

      Das Konzil lebt, auch durch einen gut ausgefüllten Fragenbogen!

      Ihr

      Schillebeeckx

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    2. Sorry, das ist etwas blauäugig - leider müssen Menschen, die im kirchlichen Dienst stehen und Dinge, die ihrer Meinung nach nicht gut laufen, ansprechen, mit personalrechtlichen Konse-quenzen rechnen!

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  2. Der Bischof befürchtet einen Missbrauch der Fragebögen, wenn diese anonym abgegeben werden?
    Befürchtet er, dass Kritik geübt wird an ihn und seiner Führung?
    Er fürchtet das, was er und seine Gefolgsleute wie Pinter praktizieren.
    Anonyme und geheime Machenschaften von hinten - nicht identifizierbar und nicht angreifbar.
    Ich bezweifle, dass alle Fragebögen anonym oder nicht anonym vom Bischofshof weiter geleitet werden.
    Ich befürchte, dass es schon am Bischofshof zu einer Auslese kommen wird
    Ich vermute, dass der Bischof sehr wohl die Fragebögen kontrollieren wird und entsprechende Notizen führen wird
    Ich traue dem Bischof sehr viel zu - und zwar soviel, dass ich ihm nicht vertraue.

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