Mittwoch, 25. Juni 2014

Quo vadis "Haus der Begegnung"?

Die Überlegungen der Diözese, das Bildungs- und Tagungszentrum Haus St. Stephan der Caritas zu übergeben zeigen einmal mehr, wie wenig Wert die Diözese wirklich auf Bildung legt. Das Programm vom Haus St. Stephan ist reichhaltig und im Geist des II. Vatikanischen Konzils, viele engagierte Männer und Frauen, TheologInnen und Priester (nicht nur) der Region sind daran beteiligt. Zur Unterstützung des Hauses wurde 2012 sogar der Verein „Freundeskreis Haus St. Stephan“ gegründet.

Soll das Haus St. Stephan eine ähnliche Zukuft erleben wie das Haus der Begegnung (HdB) seit der jüngsten "Neuausrichtung" im März 2014? Nach der "Verabschiedung" der Schwestern aus Kroatien im Vorjahr wurde nun die Küche privatisiert und ein Großteil des Hauses an die Akademikerhilfe vermietet. Keine Erwähnung findet bisher die Schließung der Pension, denn Nächtigungen werden aus dem Programm genommen:

Falls Sie bei uns ein Seminar, eine Tagung oder Ähnliches mit Übernachtung abhalten wollen, stehen Ihnen die Eisenstädter Hotels gerne mit Ihrem Zimmerangebot zur Verfügung.
In der Nähe finden Sie preiswerte und sehr schöne Zimmer, die wir gerne empfehlen...

Als ich das Bildungs-Angebot bzw. die Veranstaltungsdatenbank nach längerem Suchen gefunden hatte, war ich vom Angebot für Juni 2014 überrascht (Juli - Dezember sind überhaupt leer):

03.6. Anbetung in der Hauskapelle
20.6. Lese- und Gesprächskreis
23.6. Trauergruppe
26.6. Herz Jesu-Verehrung

Über die Vermietung der Studentenzimmer an die Akademikerhilfe bzw. über die Unterzeichnung des Betriebsführungsvertrages berichtete martinus am 28.3. sehr pathetisch und vielversprechend: Haus der Begegnung in Eisenstadt öffnet Pforten für junge Studierende:

die Pforten des Hauses werden geöffnet
das HdB erweitert sein Angebot
wir legen nun unser Augenmerk auf die wichtige Ressource Bildung
Thema "Bildung" und Funktion des Hauses werden nun intensiviert 

Und auf der HdB-Homepage >>
... ab 2014 passt sich die Nutzung des barocken Gebäudes ... den Gegebenheiten und Wünschen der diözesanen Gruppen und der vielen Gastgruppen und TeilnehmerInnen unserer Bildungsveranstaltungen an.
Mit dieser Neuausrichtung des Gebäudes verbunden ist auch eine stärkere Betonung des „Bildungsraumes“ und der Bildungsangebote hin zur eigentlichen Aufgabe einer Bildungseinrichtung. Diese Aufgabe erfüllen wir mit gewohnter Professionalität und Kreativität, freuen uns auf die kommende Zeit und Ihren Besuch im „Haus der Begegnung“.

Bei der Unterzeichnung des Betriebsführungsvertrages fehlten sowohl Rektor EKR Mag. Wilhelm A. Ringhofer als auch Dir. DP Engelbert Marakovits

Kommentare:

  1. Nicht nur im Hdb, sondern auch in der Pfarre am Oberberg rumort es. Das kirchliche Urgestein Inge Strobl-Zuchtriegl hat sogar den Pfarrgemeinderat verlassen!
    Werden die Dom-Pater einen neuen Wind in Eisenstadt reinbringen??

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  2. Man kann alles, was im Haus der Begegnung und im Haus St. Stephan vorgeht, und vor zwei Jahren schon in perfider Weise in Oberschützen mit dem St. Christophorushaus geschah, auf zwei simple Nenner bringen:

    1. ist die Diözese Eisenstadt seit bald vier Jahren kaum etwas anderes als eine Art "Ich-AG" des Bischofs. Seine Finanz- und Personalpolitik wird von seinem Ego bestimmt, und von sonst gar nichts. Pastoral und Bildung interessiert ihn nicht, um es knallhart zu formulieren.
    2. ist es nicht mehr zu übersehen, wie die Caritas immer mehr die Diözese übernimmt. Edith Pinter und Ulrike Kempf sind die Machthaberinnen, gegen die vermeintlich mächtige Abteilungsleiter wie Nullen da stehen.

    Wäre ich in dieser Diözese angestellt, würde ich Leine ziehen. Und wäre ich in Eisenstadt ehrenamtlich tätig, würde ich spätestens jetzt abhauen. Man muss keine Ratte sein, um ein sinkendes Schiff zu verlassen.

    Das Konzil lebt ... dort nicht mehr!

    Ihr
    Schillebeeckx

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