Dienstag, 18. November 2014

Bürgermeister von St. Andrä: "Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt"

"Ehre, dass Heiliger Vater uns dankt"
Die Gemeinde ist den Plänen für ein orthodoxes Kloster aufgeschlossen, übt aber auch Kritik.

So viel Aufmerksamkeit hat St. Andrä am Zicksee noch nie erlebt. Seit bekannt wurde, dass in der rund 1400-Seelen-Gemeinde das erste orthodoxe Kloster Österreichs errichtet werden soll, ist der kleine Ort im Seewinkel in aller Munde. Selbst Papst Franziskus meldete sich in einem Schreiben an seinen "verehrten Bruder Bischof Ägidius Zsifkovics" zu Wort, dankte darin der Pfarre St. Andrä für die "wohlwollende und großherzige Unterstützung" und erteilte ihr ihren Segen.

Historisches Ereignis

Für Bürgermeister Erich Goldenitsch ist dies eine historisch Sache. "Es ist eine große Ehre für die Gemeinde, dass uns der Heilige Vater seinen Dank ausspricht." Auch der Besuch des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. vergangene Woche war für den Ortschef ein einzigartiges Ereignis. Das Treffen mit den orthodoxen Priestern sei gut verlaufen. "Es waren alle gesprächsbereit."

Obwohl Goldenitsch dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber steht, sind für ihn noch viele Fragen offen. "Leider hat uns die Diözese erst sehr spät über ihre Pläne informiert. Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Gemeinde und auch die Bürger hätten sich vorab mehr Informationen gewünscht und wären gerne mehr in das Projekt miteingebunden worden."

Der Bürgermeister ist von der Diözese enttäuscht und hofft in Zukunft auf eine bessere Zusammenarbeit. "Der Gemeinderat muss die Umwidmung des Grundstückes einstimmig genehmigen. Dafür hätten wir gerne gewusst, was genau geplant ist." Und er betont: "Es wird nichts ohne die Bevölkerung gemacht."

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Kommentare:

  1. Warum sollte der Bürgermeister mehr wissen als das Domkapitel? Bei der ganzen Aktion glänzten die Herrn Prälaten durch Abwesenheit oder Stillschweigen.
    Oder hat jemand etwas von einem Stiftungsrat gehört?

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  2. des foto is supa: es war wirkli wia a nocht- und nebl-aktion!

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  3. Ohne BM Thell geht gar nix! Wenn der einen Auftrag bekommt, dann steht der Umwidmung nichts mehr im Wege....

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  4. Glaubt wirklich jemand, dass es dem Hochwürdigsten um Ökumene geht? Der ist doch nur auf seine Karriere bedacht - siehe die jüngste Vermittlung einer Ausstellung in den Räumen der Schweizergarde in Rom!
    Und daheim herrscht ein Tohuwabohu.

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  5. BM Thell garantiert die nächste "Martins-Tat"...

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  6. Ja, der teilt wie immer mit dem Bgm! :-)

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