Sonntag, 18. Januar 2015

Gott-Vertrauen


Wenn Gott uns bekehrt
von einer Religion der Angst
zu einer Religion des Vertrauens,
da wird sich ein neues Gefühl
von Gott ausbreiten.

Denn Gott sagt:
„Ich habe kein Wohlgefallen
an Menschen, die sich abtöten.
Ich mag nicht, wenn Menschen
wie zerknüllte Papiere vor mir liegen.
Ich mag nicht, wenn Priester
die Kirchenbesucher
mit Drohpredigten einschüchtern.

Ich bin ein Gott, der sein Volk
aus dem Land der Knechtschaft
herausgeführt hat.

Ich will freie Töchter und freie Söhne
und nicht zitternde Sklaven.
Ich will ein freies Gegenüber,
ein freies Du, das mir vertraut
aufgrund der Erfahrung.

Ich will nicht durch Angst erpresste Gebete.
Ich möchte das freie, vertrauende Ja.“

Dann wird eine neue Gemeinschaft
mit Gott beginnen:
Kommt und seht!

vgl. Martin Gutl, Ich bin bei dir, Verlag Styria, Graz 2001, 125.

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