Freitag, 16. Januar 2015

Kirchenaustritte: Eisenstadt mit +3,5 % bei den Spitzenreitern

Zahl der Kirchenaustritte (österreichweit) stagniert
54.939 verließen römisch-katholische Kirche - Anstieg von lediglich 0,1 Prozent - 5,27 Mio. Katholiken in Österreich
Wien - Die Zahl der Kirchenaustritte stagniert. 54.939 Personen traten im vergangenen Jahr aus der römisch-katholischen Kirche aus, ergibt die amtliche Kirchenstatistik, die am Dienstag veröffentlicht wurde. 2013 waren es 54.869, der Anstieg beträgt somit nur 0,1 Prozent. Die Zahl der Katholiken ist 2014 um 0,8 Prozent zurückgegangen und beträgt mit Stichtag 31. Dezember 5,27 Mio. (2013: 5,31 Mio.).
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Kathpress >>


Kirchenstatistik 2014 im Burgenland:
Katholikenzahlen weitgehend stabil
Mit Stichtag 1.1.2015 zählte die katholische Kirche im Burgenland 197.794 Katholikinnen und Katholiken. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung (287.416 laut Statistik Austria) liegt somit bei 68,82 %. Zum Vergleichszeitpunkt 1.1.2014 waren es 199.652 von 287.100 Personen). Der Anteil der Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung bleibt damit in etwa unverändert.
So sind in der Diözese Eisenstadt im Jahr 2014 insgesamt 1.225 Personen aus der katholischen Kirche ausgetreten, das entspricht 0,62 % der burgenländischen Katholikinnen und Katholiken.
martinus.at >>

Dass die 1.225 Ausgetretenen im Vergleich zu den 1.184 Austritten von 2013 ein Plus von 3,5 % bedeuten, findet auf martinus.at keine Erwähnung... 


Kirchenstatistik:
Kein einheitliches Bild bei Austritten
Minus bei Kirchenaustritten im Westen und in Oberösterreich, andere Diözesen verzeichnen leichtes Plus oder Stagnation - Eisenstädter Bischof Zsifkovics plädiert für realistischen Blick auf rückläufigen Trend zur Kirche, warnt aber vor einer Reduzierung kirchlichen Lebens auf statistische Daten

Bischof Zsifkovics: Dürfen uns "nichts vormachen"
Insgesamt zeigt sich der Mehrjahresvergleich der Daten aus den einzelnen Diözesen, dass die signifikante Austrittswelle des Jahres 2010, bedingt durch das Bekanntwerden kirchlicher Missbrauchsfälle, verebbt ist und sich die Kirchenaustritte aus dem Niveau vor 2010 eingependelt haben.
Dieser Befund gilt - trotz eines leichten Anstiegs (3,5 Prozent) bei den Austritten im Jahr 2014 - auch für die Diözese Eisenstadt. Weil aber nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern auch jene von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu Wegzügen entscheidend sind, betonte Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Dienstag dennoch, dass man sich in der Kirche "nichts vormachen" dürfe. Der gesellschaftliche Trend zur Kirche sei trotz der "frischen Dynamik" von Papst Franziskus in ganz Österreich insgesamt rückläufig. "Er wirkt sich bereits an der gesellschaftlichen Wurzel durch weniger werdende Taufen in einer kinderarmen Gesellschaft aus, die stark von Migration auch aus nicht-christlichen Ländern geprägt ist", erinnerte der Bischof.
Gleichzeitig warnte Zsifkovics aber vor dem "Würgegriff der Statistik", der zu einer verengten Sichtweise führen könne. "Das eine sind die nüchternen Zahlen kirchlicher Verwaltung. Das andere ist das vielfältige Wirken und Leben von Kirche über alle definierten Ränder hinaus." Man könne die Partikel eines Lichtstrahls ebenso wenig zählen wie die Salzkörner in einem Teller Suppe, so der Eisenstädter Bischof. Dass die Kirche berufen sei, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, sei in Zeiten stärker werdender sozialer Kälte und gesellschaftlicher Unsicherheit von besonders starker Bedeutung. "Wo die Suppe dünner wird, gewinnt das Salz an Bedeutung", zeigte sich Zsifkovics überzeugt.
Kathpress >>

Kommentare:

  1. Jedes Jahr, seit Her Zsifkovics Bischof ist, verliert die katholische Kirche soviele Mitglieder, wie ein durchschnttliches Dorf Einwohner im Burgenland hat,
    Ein Grund ist die Zunahme an sozialer Kälte, laut Herrn Zsifkovics.
    Soziale Kälte - ein sehr erstaunlicher Begriff von einem Herrn, der die soziale Kälte in die Kirche Burgenlands gebracht hat - eine Taktik; deren sich vorallem Frau Pinter bedient.

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  2. Jedes Jahr ein Dorf. Er wird es noch erleben, ist ja noch "jung". Unsere Großgemeinde hat so viele Einwohner - besteht aus 4 kleinen Dörfern.

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