Dienstag, 26. November 2013

Klausurtagungen zu Seelsorgeräumen - quo vadis?

Für die Diözese Eisenstadt steht fest: der pastorale Weg der Zukunft besteht in der Schaffung von Seelsorgeräumen.

Das ist unter den gegebenen kirchenrechtlichen Rahmenbedingungen auch logisch: wenn es immer weniger Priester gibt, dann müssen die Gebiete für jeden einzelnen eben immer größer werden.

Die Gläubigen sollen - aufgrund des durch Taufe und Firmung geschenkten allgemeinen Priestertums - diesen Prozess aktiv mitgestalten und mitgehen.

Dazu gab es bereits in einigen Dekanaten Klausurtagungen. "martinus.at" berichtete von jenem im Dekanat Mattersburg: Ein Umwandlungsprozess, der alle betrifft

Viele Gläubigen sehen darin jedoch mehrheitlich keine gute Zukunft und stehen dieser Entwicklung skeptisch bis ablehnend gegenüber,  denn:

  • Ein fehlender Priester vor Ort kann nicht "präsent" sein, die Seelsorge kommt zu kurz.
  • Auf die Laien und Ehrenamtlichen wird noch mehr Arbeit zukommen - ohne jedoch wirklich mitentscheiden zu können. Das Sagen und die Entscheidungsgewalt haben noch wie vor die Kleriker/Priester.
  • Burnout auf vielen Ebenen ist zu befürchen. 
  • Es gibt keine ernsthaften Bemühungen, das brach liegende Potential von Berufungen für den priesterlichen Dienst durch verschiedene Maßnahmen zu nützen: Einsatz von "viri propati", Abschaffung des Pflichtzölibats, Einsatz der "Priester ohne Amt", Öffnung des priesterlichen Dienstes für Frauen.
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Ich würde gerne Meinungen und Eindrücke von Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Klausurtagen zum Weg in die Seelsorgeräume hören und bitte, Kommentare zu posten.
Ich freue mich auch über Emails zum Thema: eduard.posch@gmail.com

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