Mittwoch, 15. Januar 2014

1.200 Kirchenaustritte im Burgenland

Die katholische Kirche im Burgenland verliert weiter Mitglieder. Rund 1.200 Burgenländerinnen und Burgenländer traten 2013 aus der Kirche aus. Damit sinkt die Zahl der Katholiken im Land auf unter 200.000.
Jeder einzelne Verlust eines Kirchenmitglieds sei und bleibe schmerzlich, sagte der Bischof von Eisenstadt, Ägidius Zsifkovics zu den aktuellen Zahlen. Im vergangenen Jahr sind fast 1.200 Burgenländer aus der katholischen Kirche ausgetreten, etwas mehr als im Jahr davor. Die massive Austrittswelle von 2010 mit fast 2.000 Austritten scheint sich jedaoch abgeschwächt zu haben. Das und die - wenn auch nur zögerlich - steigende Zahl der Neueintritte sind für den Bischof ein Zeichen der Hoffnung.

93 Beitritte
93 Burgenländer traten im vergangen Jahr der katholischen Kirche bei - etwas weniger als noch im Jahr davor. Der Großteil von ihnen ist der Kirche wieder beigetreten. Nach den skandalösen Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich könne den Menschen nun wieder stärker bewusst werden, wie viel an Gutem die Kirche in die Gesellschaft einbringe, so Bischof Zsifkovics.

Quelle: ORF Burgenland 


Die Analyse der Diözese wirkt realitätsfremd, indem sie auf 2010 Bezug nimmt und nicht auf 2012:

Kirchenstatistik 2013: Austritte weiter stark rückläufig
Austritte gegenüber den Jahren 2010 und 2011 weiterhin stark rückläufig, auch Zahl der Kircheneintritte bleibt steigend. Bischof Zsifkovics über Anhalten des positiven Trends erfreut.
martinus.at >>

In der Diözese Feldkirch (Vorarlberg) werden die Gründe für die Kirchenaustritte analysiert:

(das wäre auch für das Burgenland interessant!!)
» 37 Prozent: Kirchenbeitrag
» 30 Prozent: Themen wie Vatikan, Kirchenführung, Rolle der Frau in der Kirche, Zölibat
» 17 Prozent: Persönliche Glaubenseinstellung: „Ich brauche Kirche nicht, um zu glauben.“
» 9 Prozent: gaben Personen als Grund an. Sie ärgern sich über Hauptamtliche.
» 7 Prozent: ließen den Grund offen.


Kommentare:

  1. Wie realitätsfremd muß das Eisenstädter Ordinariat und sein selbstgerechter Oberhirte mittlerweile bereits sein? "Stark rückfällig" ist also der Verlust der Bevölkerung eines mittelgroßen Gemeinde von 1200 Einwohnern? Dieser Mann ist untragbar.

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  2. Gehen wir mal davon aus, dass Herr Zsifkovics bis zur seiner Pensionierung Bischof bleibt.
    Jedes Jahr tritt eine mittelgroße Gemeinde von 1200 Einwohnern aus der katholischen Kirche im Burgenland aus-
    Was bleibt dann übrig von ihrer Diözese - Herr Bischof?
    Die Definition positiver Trend?

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