Donnerstag, 10. Januar 2013

Ärger mit "kreuz.net"-Nachfolgeseite

Betreiber von "kreuz-net.info" aus Österreich - Wiedergänger von umstrittener Seite ist Wiener Behörden bekannt

Eine Nachfolgerin der Hetzplattform "kreuz.net" sorgt für Aufsehen. Medien berichteten am Samstag über die neue Webseite "kreuz-net.info", die sich nach Angaben von Gegnern mit ähnlichen Inhalten positioniert und deren Betreiber aus Österreich stammen soll. Nach kritischen Berichten, unter anderem auf der deutschen Nachrichtenseite "Spiegel Online", ging sie vorübergehend offline.

Auf "kreuz-net.info" wird unter anderem auch gegen prominente Kirchenvertreter aus Österreich gehetzt. So ist vom "Anti-Rom-Geist" in der Erzdiözese Wien zu lesen. Dieser zeige sich in der Unterstützung von Caritas-Direktor Michael Landau für "Modernisten-Pfarrer" Helmut Schüller. Als Ursache für die Brandstiftung in drei Kirchen in Amstetten vor Weihnachten wird die "antiklerikale Medienhetze in Österreich" gewittert. In einem Text werden überdies Gottesdienste für Schwule und Lesben in Großbritannien als "Sodomitenmessen" bezeichnet.

Nach Angaben der Initiative "Stoppt Kreuz.net" handelt es sich bei der neuen Webseite jedoch nicht um das Werk der Betreiber von "kreuz.net", sondern um Trittbrettfahrer. Die Seite hat demnach ihren Server in Deutschland. Als Medieninhaber, Herausgeber und Redaktion werde im Impressum ein "Mag. G. Schneeweiß-Arnoldstein" in Wien angegeben. Laut der Gegner-Initiative, die von der katholischen Nachrichtenagentur "Kathpress" zitiert wird, handelt es sich um einen Angehörigen einer katholischen Verbindung, der laut Impressum auch die rechtsgerichtete Seite www.couleurstudent.at verantwortet und durch "homophobe sowie antisemitische Ausfälle bekannt" geworden sei.
Beitrag im Standard >>

Abgeschaltetes Hetzportal
Internetseite sieht sich als Erbe von Kreuz.net
Kreuz.net ist offline - im Netz gibt es nun aber seit kurzem eine Seite, die das Erbe des fundamentalistisch-katholischen Hetzportals antreten will. Die Macher wenden sich an frühere Kreuz.net-Unterstützer.
Spiegel-Online >>

Altes Feindbild in neuem Look
Das Hetzportal kreuz.net ist zurück. Aber im Gegensatz zur alten Seite ist die neue nicht mehr anonym. Im Impressum findet man den Namen eines Schwulen-Hassers aus Wien - wohl eher ein Trittbrettfahrer. Aber einer mit gefährlichem Potenzial.
Süddeutsche >>

Aktualisiert am 17.1.2013:
"Kreuz.net"-Ableger erneut online
Website unter Herausgeberschaft und Redaktion von Schneeweiß-Arnoldstein nun mit österreichischer Kennung online
Kathpress >> 

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